Angola: über die „Straße der Deutschen“

24 Antworten · 10,3k Aufrufe · gestartet 03. Okt. 2017 von Olli
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Themenstarter143 Beiträge · seit 200803. Okt. 2017 · #1
Vor zwei Wochen sind wir nach Angola gefahren, um drei Tage lang „die Straße der Deutschen“ befahren zu können. In diesem Gebiet siedelten sich nach dem 1. Weltkrieg einige deutsche Bauern an. Sie bauten in dieser Gegend hauptsächlich Kaffee und Sisal an, jedoch wurden auch Gemüsegärten und Obstplantagen eingerichtet. Vereinzelt wurde Viehzucht betrieben. Alles in allem prägten die Deutschen diese Gegend sehr stark und brachten der lokalen Bevölkerung etwas Wohlstand und vor allem wirtschaftliche Sicherheit. Im September 1975 endete mit der Unabhängigkeit Angolas und den Machtkämpfen der „Unabhängigkeitsbewegungen“ untereinander abrupt die Existenz der deutschen Bauern mit Morden, Plünderungen und anschließender Vertreibung.
Unsere Gäste besuchten ihre afrikanische Heimat zum ersten Mal seit der Vertreibung. Vier Gruppenmitglieder waren in Angola geboren und mußten ihre Heimat 1975 fluchtartig verlassen. Für sie war es nun das erste Mal zurück in Angola. Entsprechend waren alle sehr gespannt.
Nachfolgend habe ich eine Karte der „Straße der Deutschen“ erstellt. Die grünen Flaggen zeigen die Positionen der ehemaligen deutschen Gehöfte.

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Nach zwei Tagen Namibia (Namutoni) verbachten wir die erste Nacht in Angola! Kurz hinter der Grenze schlugen wir uns in die Büsche! Die Nacht war schnell hereingebrochen. Nachdem Zelte aufgebaut waren, das Lagerfeuer brannte und ein erstes Bier getrunken war, konnten wir den afrikanischen Nachthimmel in voller Weite genießen.


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Am nächsten Tag erreichten wir hinter dem Ort Capala das ehemalige Farmgebiet der Deutschen in Angola. Nicht alle Gebäude sahen „so gut“ aus wie das hier abgebildete. Auf diesem Gelände versuchten Einheimische verzweifelt erneut Kaffee anzubauen. Jedoch sahen die jungen Kaffeebüsche auf einem freien Feld ohne Schattenbäume sehr mickrig aus. Sie werden kaum eine Chance auf Ertrag haben.

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Hier ist Hanna in ihrem ehemaligen Klassenraum in der alten Schule „Leo Kloof“ zu sehen. Von der Tafel ist noch ein Stückchen an der Wand geblieben. Die schwarze Farbe ist längst verblichen. Von der Schule stehen nur Grundmauern. Diese Schule schloß bereits 1963 nach den ersten Unruhen gegen die portugiesische Kolonialmacht. Viele Fenster wurden zugemauert, …wahrscheinlich wurde das Gebäude nach der Vertreibung einige Zeit als Stall genutzt.

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Der Speisesaal des Schülerheims auf „Leo Kloof“. Auch wenn meine Gäste keinerlei Erwartungen hatten und „um drei Ecken“ bereits vorab erfahren hatten, daß wohl nichts mehr stehe, war der Besuch doch sehr ernüchternd.

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Die „Straße der Deutschen“ ist nicht mehr als Straße zu bezeichnen. Seit 40 Jahren wurde sie nicht mehr instandgehalten. Teilweise tasteten wir uns mit Schrittgeschwindigkeit voran, …immer den Weg der geringsten Hindernisse suchend.

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Ein Fahrzeug trafen wir in den Tagen auf dieser Strecke: Es fuhr hinter uns, überholte und blieb stehen. Herr Oscar Benjamin stieg aus und fragte geradeheraus, ob wir wieder zurück kämen. Er habe von uns gehört, daß wir unsere alten Gehöfte besuchen würden. Dann schaute er auf Hanna. Es klickte zwischen den beiden, und es stellte sich heraus, daß er ihren Vater sehr gut kannte. Ja, …und dieses kleine Mädchen, …das sei sie jetzt??? Er kannte alle Deutschen in dieser Gegend und nannte viele Namen spontan aus dem Gedächtnis. Wir waren nicht wenig erstaunt! Ein Abzug dieses Fotos ist nun auf dem Postweg nach Angola zu Herrn Benjamin…

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Nicht alle Gehöfte konnten wir direkt mit dem Fahrzeug erreichen. Zu Fuß mußten wir einige Male die letzten Meter gehen. Die lokale Bevölkerung nahm uns sofort gewahr! Man wußte bereits um unser Kommen! So zogen wir immer mit einer langen „Karawane“ durch den angolanischen Busch.

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Drei Geschwister stellen ein Jugendbild auf der Küchentreppe nach. Selbst die Grundmauern des Elternhauses sind nur noch zur Hälfte erhalten. Der Busch hat den Innenhof des Hauses zurückerobert.

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…und auch hier gab es eine Überraschung: Ein Alter wartete geduldig auf uns. Im Gespräch fragte er, ob die alten Besitzer unter uns wären. Zwei der drei Geschwister erkannte er nicht. Als er die Namen hörte, fragte er nach dem Jüngsten: Fiedje! Der war gerade auf Entdeckertour in den Ruinen der alten Scheune. Als er heraustrat, da erhellte sich das Gesicht des Alten: Er hatte den Vater erkannt! „Fiedje sieht aus wie sein Vater!“, rief er spontan aus! Die Begrüßung war mehr als herzlich! Der Alte hielt nach der Begrüßung lange den Arm von Fiedje fest. Er mochte ihn gar nicht loslassen! „Kommt Ihr wieder zurück? Der Frieden ist da! Es gibt so viel Arbeit!“, sagte er. Dies war wohl für alle der Augenblick dieser Reise, der am meisten unter die Haut ging. Anschließend fuhren wir längere Zeit sprachlos weiter auf der ehemaligen (!) „Straße der Deutschen“.

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Der Entdeckerteil dieser Reise endete in der Küstenstadt Benguela, wo fast alle deutschen Kinder bis 1974 die von der deutschen Bundesregierung unterstützte „Deutsche Schule Benguela“ besucht hatten. Das markante Restaurant „Flugzeugträger“ an der Strandpromenade, die Häuser des Schülerheims, das Kino und die vielen Wohnhäuser der Schulkameraden in Benguela wurden gefunden und bestaunt. „Ja“, sagten meine Gäste, „jetzt geht es uns besser!“

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Es war eine bemerkenswerte Reise, …in jeder Hinsicht! Wir übernachteten immer wild. Campingplätze trafen wir nicht an. Wir hätten sie auch nicht nutzen wollen. Die Bevölkerung Angolas ist in jeder Hinsicht als die freundlichste im südlichen Afrika zu bewerten. Nirgends sonst fand ich jemals so aufgeschlossene, freundliche und friedliebende Menschen vor. Offensichtlich genießen diese Menschen den Frieden. Dreißig Jahre Bürgerkrieg sind in Angola noch sehr gewahr!

Ich freue mich schon wieder auf meinen nächsten Besuch in Angola!

Herzliche Grüße aus Windhuk,

Olli
Wer aus der Wüste zurückkommt, ist reicher, aber auch einsamer. Denn die Zahl derer, die einen verstehen können, ist kleiner geworden. Zitat nach B. Baumann
8'672 Beiträge · seit 201003. Okt. 2017 · #2
Danke Olli für diese beeindruckenden Impressionen - ich bin sprachlos, es gibt so Vieles, was ich nicht weiß.

Dieses Foto hat mir die Tränen in die Augen getrieben - was für Emotionen!

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Ganz liebe Grüße von Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 03. Okt. 2017
23 Beiträge · seit 201604. Okt. 2017 · #3
Sehr schöner Bericht und sicher sehr einprägsame Momente und Begegnungen für die Teilnehmer.

Wir sehen jedoch Angola nach einer Durchquerung von Sambia aus über den Osten und Nordosten und weiter durch den Westen nach Nambia etwas differenzierter. Es ist macht einen ziemlichen Unterschied wo in Angola man sich bewegt. Im Diamentgürtel z.B. ist die Mentalität der Menschen eine ganz andere als. z.B. im Osten an der Grenze zu Sambia. Das gleiche gilt für die Infrastuktur etc.

Wir haben unsere Eindrücke in unserem Blog

#http://ausstieginsabenteuer.blogspot.co.za/2017/10/angola-reisetipps-fur-selbstfahrer.html

zusammengefasst. Die Erlebnisse auf unserer Angola Durchquerung kann man auch auf unserer Hompage nachlesen. Wie immer sind alle Eindrücke subjektiv, aber zu einer möglichen "Einstimmung" auf eine Reise sind Berichte verschiedener Reisenden oft nützlich.

Grüße aus Südafrika
Eva&Alfred
Grüße Eva&Alfred www.globenomaden.at
zuletzt bearbeitet 04. Okt. 2017
663 Beiträge · seit 201604. Okt. 2017 · #4
Danke Olli für diesen beeindruckenden Beitrag. 🙂
Hatte ich noch nichts von gehört.

Gruss
Gerhard
Namibia 1998/2002/2005/12-2020 & 05+06/2021 Namibia/Botswana/Vic-Falls 1987/1995/2017 Namibia 1980 (u. a. 2 Monate auf einer Rinderfarm nördl. Okahandja)
266 Beiträge · seit 200804. Okt. 2017 · #5
hallo
der artikel hat mich beeindruckt.das war neu für mich.
wir sind mit zwei fahrzeugen 2016 die westküste afrikas runtergefahren.
über den kongo ging es dann rein nach angola.ich kann nur positives von den land berichten einschliesslich zoll,polizei und einwohner.
nur unser wild campen war nicht so erfolgreich.mehrmals müssten wir unser lager abbrechen und dem militär und polizei folgen.geschlafen haben wir dann immer auf dem parkplatz der polizei.die anwohner in der nähe unserer camps hatten immer die polizei angerufen.aussage der polizei war immer,sie hätten angst vor uns.
und noch ein erfreulicher punkt in sachen visum.
wir hatten unser visum in berlin geantragt.unsere fahrzeuge parken in kamerun.
wir erhielten ein visum mit einem zeitfenster der einreise innerhalb 3 monaten und wir konnten 4 wochen im land bleiben.
das ist absolut neu und wir waren erstaunt.möglicherweise hat sich da was positives verändert und hoffentlich war das nicht ein zufall auf grund unserer persönlichen telefonate mit der botschaft.
gruss matthias
Themenstarter143 Beiträge · seit 200804. Okt. 2017 · #6
Vielen Dank für Eure Reaktionen soweit! Ich kann nur immer wieder „eine Lanze brechen für Angola“! Dieses Land wird in jeder Hinsicht unterschätzt, …aber auf alle Fälle falsch eingeschätzt! Auf keinen Fall kann man einfach so nach Angola fahren! Dazu ist das Land, sind seine Verhältnisse zu verschieden und zu komplex! Ich besuche Angola seit 2010 regelmäßig, seit 2014 bis zu dreimal pro Jahr. Bisher hat sich jeder Besuch von dem vorherigen unterschieden!

Ich möchte speziell auf Eva&Alfreds Reaktion eingehen: Jeden Satz des Angola-Berichtes auf Eurer Webseite habe ich gelesen und in mich hineingesogen! Sehr interessant (und aktuell!) sind Eure Zeilen! Bitte versteht meine folgende Aussage nicht als Kritik: Ihr reist so, Ihr seid so, ich habe nichts daran auszusetzen. Mir ist nur aufgefallen (…bitte korrigiert mich!), daß Ihr relativ unvorbereitet nach Angola eingereist seid. Über den Ostteil Angolas habe ich bei meinen nunmehr jahrelangen Recherchen nichts „greifbares“ gefunden! Es gab bisher keinerlei Aussagen über Grenzübergänge, Pistenbeschaffenheiten und Treibstoffversorgung. Aus diesem Grunde habe ich mich auch noch nicht in den Osten Angolas hineingetraut. Nun, dank Euch (!), könnte ich es einmal versuchen. Wenn ich Euch als Nichtweltreisender einen Tipp geben darf, so würde ich mich unbedingt etwas ausführlicher über ein unbekanntes Land informieren, bevor ich einfach so „ins Blaue“ hineinfahre und dann an meine Grenzen käme. Bitte, dies ist mein Tipp als Reisender zu (Welt-)Reisenden!

Matthias, wild zu campen in Angola ist nicht schwierig! Man muß nur die Grundregeln kennen und beachten! Die wichtigste Grundregel heißt: „Kommuniziere mit Deinem Umfeld!“ Wenn Du einen Übernachtungsplatz gefunden hast, so sprich mit den nächsten Bewohnern! Auch wenn Du niemanden siehst, …sie haben Dich längst registriert! Teile ihnen mit, daß Ihr Touristen seid! Frage, ob Ihr an dieser Stelle übernachten dürft! Die Leute werden es auf jeden Fall verneinen! Sie möchten, daß Ihr als deren Gäste auf dem Dorfplatz übernachtet. Da muß man sich dann natürlich freundlich-diplomatisch herausreden. Ist eine Polizeistation in der Nähe, …so meldet Euch dort unbedingt an!!! Die Polizei hat die absolute Autorität im Lande, …überall!!! Und wenn man kein Portugiesisch kann? Ich kann es auch nicht! Das kann auch von Vorteil sein, denn dann reduziert die (unangenehme) Kommunikation auf die wenigen Sprachzettel, die ich vorab situationsbedingt mit Google Translate erstellt habe. Das funktioniert prima und zeigt dem Gegenüber: Dieser Tourist hat sich schon vorab mit uns beschäftigt! Er interessiert sich für uns!

Abschließend zum Visum: Hier wird es in Zukunft auf jeden Fall Erleichterungen geben! Aus 2. Hand (immerhin zweiter!) habe ich erfahren, daß der neue Präsident Angolas, João Lourenço, sich baldigst mit diesem Thema im Sinne „para o turismo“ befassen möchte.

Herzliche Grüße aus Windhuk, …es regnet (hurrrraaa!)

Olli
Wer aus der Wüste zurückkommt, ist reicher, aber auch einsamer. Denn die Zahl derer, die einen verstehen können, ist kleiner geworden. Zitat nach B. Baumann
23 Beiträge · seit 201604. Okt. 2017 · #7
Hallo Olli,

danke dass du unsere(n) Bericht(e) unvoreingenommen gelesen hast.

Wir sind nicht "blauäugig" nach Angola hineingefahren. Wir haben jedoch über Ost/Nordost Angola keine Informationen gefunden (und den Bradt Führer kann man für dieses (und nicht nur für dieses) Gebiet vergessen Aber die Durchquerung von Sambia nach Angola auf unserer Route war ja nun wirklich "unknown territory" und solche Gebiete gibt es in Afrika nur mehr sehr wenige. Hier konnten wir uns natürlich nicht vorbereiten. (den Tipp, dass dort eine Grenze besteht bekamen wir von der angolanischen Botschaft in Lusaka, in unserem Blogbeitrag haben wir am Ende ein kleines Video von dieser Strecke integriert).
Und ja, wir wussten z.B., dass die Provincen Moxico und Lunda Norte die am meisten verminte Provinz Angola ist, aber einen Übernachtungsplatz zu finden ist in der Realität dann doch eine andere Sache. Zwischen Luena und Lucusse werden gerade Telefonleitungen 5m neben der asphaltierten Strasse verlegt. Jeder Meter neben der Strasse muss noch immer vorher vom Minensuchtrupp untersucht und geräumt werden. Nirgends finden sich Berichte über den Strassenzustand, nicht einmal in größeren Orten gibt es Strom und fliessendes Wasser, Diesel, Minen usw..

https://www.youtube.com/watch?v=H2Wg6bq-F4I
https://www.youtube.com/watch?v=rAGH2I5WIwY&t=90s

Unser technisches Problem im Nordosten hat uns leider die Tour etwas verdorben und viel Stress verursacht. Wir sind der Meinung, dass sich dort sicher nur wenige Leute länger aufhalten wollen und schon gar nicht mit einem technischen Problem. Und wir denken, dass kommt in unseren Angola Berichten zum Ausdruck.
Aber es war im nachhinein eine interessante Erfahrung ein von Touristen völlig unbekanntes Gebiet zu durchqueren. Unser Leitsatz für Angola interessierte: "Sei vorbereitet für das Unerwartete" konnten wir in der Praxis manchmal nicht so leicht umzusetzen.

Wünschen dir weiterhin viele erlebnisreiche Reisen nach Angola.

P.S. Das Visa war in Lusaka einfach und ohne Einladung zu bekommen (Details siehe unseren Blog Artikel). Wir konnten - wo es ging und Sinn machte - immer wild campen ohne Polizei Besuch.

Ciao
Eva&Alfred
www.globenomaden.at
Grüße Eva&Alfred www.globenomaden.at
zuletzt bearbeitet 04. Okt. 2017
2'664 Beiträge · seit 201205. Okt. 2017 · #8
Durch frühere Verbindungen zu Angola-Deutschen, deren Kinder mit uns die Schulbank in Karibib und in Windhoek drückten, kann man das Schicksal einiger Familien bis heute nach verfolgen. Der Bericht wäre für viele Leser transparenter und besser umsetzbar, wenn Familiennamen genannt worden wären bzw. die früheren Eigentümer der Farmen. Es gibt aber auch wieder Deutsche in Angola, in einem Fall waren wir sehr eng befreundet mit einer Familie, deren Sohn seit einigen Jahren wieder zurück ist. Er hat die Farm zwar wieder zugesprochen bekommen, das Haus wird aber durch einen MPLA Funktionär besetzt gehalten und er kriegt den dort nicht weg. Dort waren mal Kaffeeplantagen.
Mir bekannte Familien wohnen heute in NAM, in Deutschland, bis nach Kanada.
Was man heute als liebe nette friedliche Menschen bezeichnet, die haben zum Teil den damaligen Bewohnern der Farmen zum Teil traumatische Erlebnisse verschafft oder sie auch umgebracht. Aber das ist nun einmal Afrika, man sägt den Ast ab dessen Früchte einen füttern. Bei aller Schwelgerei muß man aber die Realität und Mentalität und Unberechenbarkeit Afrikas wahrnehmen.
Alles Andere wären Illusionen. Nach meinen Informationen hat die Sicherheitslage sich in den vergangenen zwei Jahren aufgrund der Wirtschaftskrise massiv verschlechtert. Ganz schlecht im Osten.
Trotzdem danke Olli, es ist ein netter Beitrag! Wäre zum Reinschnuppern nach 40 Jahren gerne dabei gewesen!
zuletzt bearbeitet 05. Okt. 2017
132 Beiträge · seit 201305. Okt. 2017 · #9
Hallo Olli,
vielen Dank für den kurzen Bericht.
Es wäre schön, wenn du mehr aus Angola berichten würdest - ist "nebenbei" natürlich schwierig, aber ich denke du wirst viele Leser erreichen.
Gerade die Lockerung der Einreisebestimmungen wären schon ein großer Schritt nach vorne. Wenn dann auch noch die Mietwagenanbieter Angola mit in ihr Herz schließen würden und den Versicherungsschutz, etc. erweitern, wird irgendwann der Tourismus eine zusätzliche Einnahmequelle für Angola werden.
Gruß

Peter
4'129 Beiträge · seit 200805. Okt. 2017 · #10
Hallo, strassenkind,

du brauchst dir keine Sorgen zu machen, bezüglich der Einreisebestimmungen, es ist vollkommen problemlos:
Als Deutscher Bundesbürger kriegt man das Touristen-Visum ohne jegliche Einladung - auch wenn immer wieder Gegenteiliges behauptet wird (sinnvoller Weise beantragt man beim Generalkonsulat in Frankfurt, die sind 50 Euro billiger als die Botschaft), - und dann kann man sich dort im Land frei bewegen.
Hab ich alles nach unserer Reise 2015 zum Nachmachen genau beschrieben.

Es ist nicht schwierig nach Angola zu reisen: Man fliegt billig mit KLM nach Luanda und mietet sich dort, bei den international vertretenen Autovermietern (z.B. Europcar) ein Fahrzeug, - und los geht’s.

Zuvor hat man sich den Bradt Angola gekauft, seine Gelbfieber-Impfung erledigt, sein Visum beantragt und im Pass.
Man muss es nur tun.

Man kann von (kleinem) Hotel zu Hotel reisen, auch das geht.
Und wer sein kleines Zelt mitbringt und sich vor Ort entsprechend vorbereitet, kann auch an einigen Plätzen die gewünschten Nächte im „wild camp“ verbringen.
Man glaubt gar nicht, wo man mit’m Polo überall hinkommt...
Wir haben dort auch Fahrradfahrer getroffen, - auch das geht. 😁

Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 05. Okt. 2017
Themenstarter143 Beiträge · seit 200805. Okt. 2017 · #11
Deine Meinung über mich, „liebe“ Lillytrotter, ist im Forum wohlbekannt.

Ich darf zitieren:“ Der hat sich selbst mit seinen blinden Sprüchen diskreditiert, so gut er konnte…“

Aus diesem Grunde kann ich Deinen Widerspruch zu meinen Erfahrungen verstehen und auch nachvollziehen. Jedoch bitte ich Dich zu bedenken, daß Du mit Deiner Aussage Leichtgläubige dazu verleitest, unvorbereitet und damit gefährdet in Angola einzureisen und in einem Polo, dem „Bradt“ folgend, dieses einmalige Land namibiamäßig genießen zu wollen.

Als „Jemand“ im Forum, mit 3244 Beiträgen und 2891 Likes, solltest Du eine gewisse Verantwortung gegenüber der Leserschaft entwickelt haben.

Nachdenkliche Grüße, Olli
Wer aus der Wüste zurückkommt, ist reicher, aber auch einsamer. Denn die Zahl derer, die einen verstehen können, ist kleiner geworden. Zitat nach B. Baumann
2'664 Beiträge · seit 201205. Okt. 2017 · #12
Völlig richtig, meine Kontakte sowohl im Westen von Angola (Vater einer Nichte = einheimischer Portugiese) als auch im Ovamboland besagen, daß die Sicherheit im Westen in den vergangenen zwei Jahren rapide abgenommen hat aufgrund der Wirtschaftskrise. Es ist schon ziemlich heftig, jemanden von Luanda aus ohne portugiesische Sprachkenntnisse Richtung Süden schicken zu wollen. Es kann gut gehen, es muss aber nicht. Nach 30 Jahren Bürgerkrieg zählt ein Menschenleben nahezu nichts.
zuletzt bearbeitet 05. Okt. 2017
4'129 Beiträge · seit 200805. Okt. 2017 · #13
Olli schrieb:
„...daß Du mit Deiner Aussage Leichtgläubige dazu verleitest, unvorbereitet und damit gefährdet in Angola einzureisen und in einem Polo, dem „Bradt“ folgend, dieses einmalige Land namibiamäßig genießen zu wollen.“
Da hast du aber was fein verknubbelt, zu einem Satz, den du mir unterschieben möchtest.

1. Habe ich strassenkind geantwortet, er war schon in Angola, der ist weder blauäugig noch blöd.
2. Es geht um korrekte Information.
Und es ist korrekt, dass man keine Einladung aus Angola als Deutscher Bundesbürger für ein Touristen-Visum braucht.
3. Zu den Leichtgläubigen: Leichtgläubige fallen auf Geschwätz herein von Leuten, die noch nach Jahren behaupten, man bräuchte als Deutscher Bundesbürger für ein Touristen-Visum eine Einladung aus Angola. Das gilt nämlich nur für Personen mit „gewissen Bezügen in der angolanischen Historie“. Siehe auch: https://www.namibia-forum.ch/forum/149-diverses/243952-einladung-angola.html?start=12#396324
Und Leichtgläubige fallen auf Geschwätz von Leuten herein, die, je nachdem von wo der Wind grad weht, ihre Meinung ändern, - und mal dem, mal dem zusprechen.
4. Habe ich hier und zuvor schon längst jedem empfohlen sich vorzubereiten, auf die Risiken, die einen in einem Land wie Angola erwarten. Siehe auch meinen Reisebericht von 2015: https://www.namibia-forum.ch/forum/149-diverses/287027-angola-eine-reise-wert.html
Da habe ich ausgiebig die derzeit von dir „richtiggestellten“ Problematiken beschrieben.

...ja,
und man sollte den Bradt natürlich nicht nur kaufen, sondern auch gelesen haben... 🤪

...und grundsätzlich immer sein Gehirn nutzen, beim eigenverantwortlichen Reisen...

...und nicht einfach irgendetwas nachäffen, was andere meinen oder gemacht haben. So ist das mit allem, selbst mit dem Wandern in den Bergen...

Leichtgläubigkeit ist nie klug - und kann sogar gefährlich sein.
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 05. Okt. 2017
785 Beiträge · seit 200805. Okt. 2017 · #14
Hallo Olli,

vielen Dank für diesen sehr außergewöhnlichen und interessanten Bericht!


Viele Grüße

Markus
2'664 Beiträge · seit 201205. Okt. 2017 · #15
Zufällig bin ich im Besitz eines Dokumentes der angolanischen Botschaft in DE aus dem Jahre 2015, welches besagt, daß der Paßinhaber in der angolanischen Botschaft seines Nationalstaates das Visum beantragen muß, unter Vorlage einer Einladung.
Entweder haben sich die Regeln geändert, aber wenn Du 2015 bereits problemlos ein Visum bekommen hast, dann hattest Du wohl einfach Glück. Und zum Durchkreuzen von Angola haben Bekannte nur ein Visum mit Zeitfenster von 7 Tagen bekommen können, obwohl sie gerne 4 Wochen gehabt hätten. Was Du nennst ist und kann wohl nicht die Regel sein, bzw. konnte. Außerdem ist alles in Afrika wie Sonnenschein und Regen.

Zu dem Thema gibt es eine Menge Beiträge unterschiedlicher Handhabung im Forum der SA 4x4 Community.
zuletzt bearbeitet 05. Okt. 2017
23 Beiträge · seit 201605. Okt. 2017 · #16
Seit Anfang 2017 benötigt man für ein Angola Touristen Visum mit 60 Tagen Gültigkeit bis zur Einreise und einem Aufenthalt bis zu 30 Tagen definitiv keine Einladung mehr. Das Visum kann im Land bis zu max. 90 Tagen Aufenthalt verlängert werden. Und man kann es sogar außerhalb seines Heimatlandes beantragen (zumindest in Lusaka, wie wir es taten) muss aber anhand des Passes nachweisen, dass man schon länger im Ausland verweilt.
Grüße Eva&Alfred www.globenomaden.at
zuletzt bearbeitet 05. Okt. 2017
132 Beiträge · seit 201305. Okt. 2017 · #17
Ich hatte 2011 das Glück mit einer Gruppe zu reisen zu denen auch Reisende gehörten die sich mit Angola mehr als verbunden fühlen (@Olli: Vollrat, Ulrike). Ohne diese Rückendeckung hätte ich mich nicht auf den Weg gemacht. Ich würde diese Tour jederzeit wieder machen und freue mich auf Zeiten, zu denen eine gewisse - wenn auch afrikanische - Normalität einkehrt und sich verstärkt erfahrene Reisende auf den Weg nach Angola machen. Somit wäre dann eine positive Welle ausgelöst. Naiv? Ja! Aber irgendwo muß man ja anfangen.
Der neue Präsident ist eine neue Chance, Aber berechtigte Bedenken bleiben natürlich:
Wahl in Angola

Auch wenn der Vergleich etwas hinkt: Vor gut zwei Jahren haben wir uns gedanklich mit Uganda/Ruanda als Reiseziel beschäftigt. Haben die Tour auch Anfang 2017 umgesetzt. In den zwei Jahren ist mir aufgefallen, das durch Fragen, Berichte, berechtigte Kritik.... sich immer mehr Reiselustige trauen diese Länder zu besuchen. Beide Länder haben blutige Vergangenheiten (völlig ohne Wertung und und Gewichtung) und manche Regionen sind nach wie vor nicht einladend. Trifft im Übrigen auch für die DR Kongo zu, in die ich aktuell never never never reisen würde, aber manche tun's und brechen dadurch vielleicht das Eis, das Menschen wie mich hindert.

Meine Bitte: hört nicht auf über neue Reiseziele zu berichten, auch wenn sie für die meisten im Moment noch zu "anspruchsvoll" sind. Irgendwann sind die Rahmenbedingungen so, das "man" einsteigen und hinreisen möchte.
Je mehr Input, desto bunter wird die Welt 🙂

LG
Peter
4'129 Beiträge · seit 200805. Okt. 2017 · #18
Swakop1952 schrieb:Zufällig bin ich im Besitz eines Dokumentes der angolanischen Botschaft in DE aus dem Jahre 2015, welches besagt, daß der Paßinhaber in der angolanischen Botschaft seines Nationalstaates das Visum beantragen muß, unter Vorlage einer Einladung.
Entweder haben sich die Regeln geändert, aber wenn Du 2015 bereits problemlos ein Visum bekommen hast, dann hattest Du wohl einfach Glück. Und zum Durchkreuzen von Angola haben Bekannte nur ein Visum mit Zeitfenster von 7 Tagen bekommen können, obwohl sie gerne 4 Wochen gehabt hätten. Was Du nennst ist und kann wohl nicht die Regel sein, bzw. konnte. Außerdem ist alles in Afrika wie Sonnenschein und Regen.
Zu dem Thema gibt es eine Menge Beiträge unterschiedlicher Handhabung im Forum der SA 4x4 Community.
Es ist schon erstaunlich, wie schwerfällig man sein kann. Das ist doch nun schon mehrfach diskutiert worden.

Schon im April 2014 schrieb capekiter, dass man als Deutscher Bundesbürger keine Einladung für ein Touristen-Visum braucht: https://www.namibia-forum.ch/forum/149-diverses/281499-angola-empfehlung-fuer-reisefuehrer-etc.html?start=36
Und auch danach war nie etwas anderes auf der Seite des Angolanischen Generalkonsulates in Frankfurt zu lesen. Diese Bedingungen gelten für Deutsche Bundesbürger.
Wir und auch 2 weitere Personen haben 2015 ebenso korrekt ohne Einladungsschreiben alle Visa unabhängig voneinander erhalten.

Man sollte nicht wiederholt unter den Tisch fallen lassen, dass für alte Südwester, die für P.W. Botha gegen Angola gekämpft haben und für Familienangehörige durchaus andere Regelungen gelten. Sicher ist das auch für Südafrikanische Staatsbürger burischer Herkunft anders als für Bundesbürger ohne entsprechende Geschichte.
Es ist wie überall: Nicht für alle Staatsangehörigen gelten die gleichen Regeln, sie werden von den souveränen Staaten auf diplomatischem Wege verhandelt.
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 05. Okt. 2017
Themenstarter143 Beiträge · seit 200805. Okt. 2017 · #19
Vielen Dank für die vielen Kommentare, Inputs und „Richtigstellungen“. Wer Afrika bereisen möchte, der sollte nicht allzu deutsch denken und nach „Minimalvorschriftenlage“ reisen!

Nochmals: Seit 2010 bereise ich mehrmals jährlich Angola mit Gästen aus dem deutschsprachigen Raum, … und nun glaubt mir bitte: Alle meine Gäste benötigen ein Visum, ein Einladungsschreiben, Impfpapiere, und… und… und …seit neuestem (September 2017) ein persönliches Visagespräch in einer Vertretung Deutschland! Alle von mir bisher genutzten Grenzübergänge von Namibia nach Angola hatten explizit nach dem Einladungsschreiben gefragt und sie dann auch gestempelt. Einmal war nur eine Kopie (unbeglaubigt) enthalten, - das kostete uns vier Stunden Überredungskünste, eine Palette Tafel Lager und noch etwas …! Ich bestehe bei „meinen“ Gästen daher weiterhin auf alle von der Botschaft Angolas und dem Konsulat in Frankfurt / Main geforderten Papiere und gebe das hier auch so weiter!

Tatsächlich unterscheiden sich bei Einreise nach Angola die Anforderungen an die Papierlage von Grenzstation zu Grenzstation! Vor drei Wochen überquerte ich bei Santa Clara die Grenze nach Angola. Dort forderte man von mir erstmals drei Fotografien des Fahrzeuges von allen Seiten plus eine Kopie der Lizenzpapiere. Ich hatte sie dabei! Ich war vorbereitet! Irgendwann vor langer Zeit hatte ich einmal von diesen Fotografien gehört! Als „Afrikaner“ ist man darauf vorbereitet! Es ging dann doch erst mit Verzögerung weiter, weil das Computersystem in Sta. Clara abstürzte. Ich vermute jedoch, daß der Absturz nichts mit den sieben deutschen Pässen zu tun hatte, die nacheinander abgearbeitet werden mußten.

Also, liebe Leute, geht auf Nummer sicher, …und laßt Euer europäisches „Minimalanforderungsdenken“ etwas mehr in den Hintergrund treten, wenn Ihr Euch außerhalb des Pauschaltourismus durch Afrika bewegen möchtet!

@Peter und die anderen Angolainteressierten:
Ich werde weiterhin sporadisch über Angola (und…?) berichten.

@Lillytrotte:
„Alte Südwester“ (wenn Du damit Namibier meinst?) benötigen überhaupt nichts! Sie reisen spontan über die Grenze. Südafrikanische Staatsbürger (übrigens egal welcher Hautfarbe!) haben die gleiche Papierlage zu erfüllen wie (meine) deutsche(n) Bundesbürger, sie haben nur persönlich in Pretoria zu erscheinen um dort auch Fingerabdrücke zu hinterlassen.
Es geht also nicht um Revanchismus o.ä. wie Du dies mit Deinem letzten Absatz durch die Blume ausdrücken möchtest.

Euch allen herzliche Grüße aus Windhuk, Olli
Wer aus der Wüste zurückkommt, ist reicher, aber auch einsamer. Denn die Zahl derer, die einen verstehen können, ist kleiner geworden. Zitat nach B. Baumann
zuletzt bearbeitet 05. Okt. 2017
23 Beiträge · seit 201605. Okt. 2017 · #20
Touristenvisum

Vorzulegende Unterlagen:

1- An das Generalkonsulat der Republik Angola in Frankfurt am Main gerichteter Schreiben, zwecks Beantragung des Visums. Nachstehende Angaben zum Begünstigten sollten enthalten sein:

Vollständiger Name;
Staatsangehörigkeit;
Eltern (Name und Staatsangehörigkeit);
Geburtsdatum;
Nummer ,Gültigkeit und Ausstellungsort des Passes;
Grund und Dauer der Reise

2- Antragsformular, ordnungsgemäß ausgefüllt und vom Antragsteller oder Begünstigten unterzeichnet;

3- Zwei aktuelle biometrische Fotos mit weißem Hintergrund;

4- Internationaler Impfpass;

5- Reisepass im Original mit mind. 6 Monaten Gültigkeit und Kopien der Seiten, aus denen die Reisebewegungen

ersichtlich sind;

6- Fotokopie des Hin- und Rückflugtickets in die Republik Angola.

7- Nachweis über den Besitz ausreichender finanzieller Mittel in Höhe von USD 200,00 pro Aufenthaltstag in die Republik Angola und die Verfügung einer Unterkunft in Angola.

1- Dieses Visum wird zu Freizeit-, Kultur- Tourismus- oder zu familiären Zwecken gewährt;

2- Dieses Visum muss innerhalb von 60 Tage nach Ausstellungsdatum benutzt werden und gilt für 60 Tage Aufenthalt in der Republik Angola. Es darf zwei Mal verlängert werden;

Dem ist nichts hinzuzufügen.
Grüße Eva&Alfred www.globenomaden.at