3 Wochen auf Safari in Kenia

Reisebericht 53 Antworten · 15,4k Aufrufe · gestartet 30. Aug. 2017 von Bushtruckers
6'369 Beiträge · seit 201104. Sept. 2017 · #21
Hoi Elvira

Schöner und interessanter Bericht!
Aber...
Bushtruckers schrieb:Dank Picco habe ich ja nun eine sehr gute Stirnlampe!
Es sind nicht immer nur die Anderen schuld, Elvira, tststs, hier bist Du ganz selber schuld, jawohl! 😠
😉 😛 😄

Im Ernst: Gern geschehen! Du hast mir ja auch schon viel geholfen! 😘
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
Themenstarter1'580 Beiträge · seit 201408. Sept. 2017 · #22
Hoi Picco

fuehl Dich doch gebauchpinselt, wenn ich bei meiner Lampe an Dich denke.... 😄

Liebe Gruesse
Elvira
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Themenstarter1'580 Beiträge · seit 201408. Sept. 2017 · #23
16.8. Ein leckeres Frühstück und uns verabschieden. Joseph lädt Gepäck und uns ein und es geht 50 km südlich zum Bogoria See. Es klappt relativ zügig mit dem Einchecken im Park. Das Licht ist super, wenn auch Gegenlicht. Wir wussten schon, dass viele Flamingos da sind, doch dennoch sind wir überrascht nach wie viel 600.000 aussehen. Viele stehen am Seeende unweit des Tores.





Es hatte auch hier heftig geregnet. Es war noch ziemlich feucht und man sah Wasser liegen. Das Schöne daran, Blumen haben angefangen zu blühen.



Wer einmal auf barfuss auf die spitzdornigen Samen des Teufelsdorn (Tribulus cistoides) gestanden ist, versteht den Namen.



Der See ist zwar wieder etwas zurückgegangen, doch steht er immer noch so hoch, dass die früheren Quellen total untergetaucht sind. Im Hintergrund sieht man das Toilettenhäuschen und das war recht weit vom See entfern. Man fährt nun meist auf höher liegenden Strassen zu weiter hinten gelegenen Quellen. Und wo man kann, fahren wir ans Ufer und steigen aus, um näher an die Flamingos ranzukommen, ohne sie aufzuscheuchen. Sie haben eine recht grosse Fluchtdistanz.





Obwohl es doch recht warm ist, will ich mir das Dampfbad, wenigstens für einen Moment gönnen.



Da krabbelt was auf dem Boden - eine Wegwespe, die eine Spinne betäubt hat und zwischen die Steine schleppt. In einem Loch legt sie dann Eier auf die Spinne und die Larven werden somit gleich nach dem Schlüpfen Verpflegung haben.





Weisskehlspint auf einer nun toll grünen Acacia mellifera (honig tragend) und so wichtig für die Bienen. Der Honig von Bogoria ist lecker und klar musste welcher gekauft werden.

Es ist Mittagszeit und wir fahren zum Ausgang, wo wir unter den grossen, ausladenden Bäumen zu Mittagessen können. Was für ein super Paket hat uns da der Koch vom Tumbili Cliff Camp mitgegeben. Wir staunen und geniessen. Es ist zu viel und die Kunden geben was einem Jungen ab. Dieser hatte nicht gebettelt und sich auch höflich bedankt. Er teilte es auch mit einem alten Mann, den er herbeirief. Ich bin sauer auf den Knaben, weil er mit einem Stein nach einem Hund geworfen hatte, der gar nichts tat, sondern wohl nur neugierig in unsere Nähe wollte. Von Joseph und mir haben die Hunde die Reste bekommen und sichtlich auch genossen.



Es heisst nun weiterfahren, denn wir wollen in den Nakuru Nationalpark und das ist doch noch ein Stück.
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Themenstarter1'580 Beiträge · seit 201409. Sept. 2017 · #24
Im Laufe des Nachmittages kommen wir am Eingang zum Nakuru Nationalpark an. Es dauert natürlich wieder, bis sie mit den Zetteln klar kommen. Aberdare hat nicht richtig ausgefüllt. Nun, nicht mein Fehler und ich dränge. Der See hat ebenfalls etwas weniger Wasser und der damals neu gebaute Eingang ist wieder trocken. Es gibt auf dem Weg zur Lodge nicht viel zu sehen und wir sind auch müde. Also einchecken, duschen, das Abendessen geniessen und tief schlafen.



17.8. Eigentlich wollten die Kunden schon früher los, doch da es hier oft am Morgen etwas neblig ist, reichte auch 07.45. Klar, dass wir nicht an dem kleinen Durchlauf, der auch ein kleiner See ist, nicht vorbeikommen. Vögel halt.... und das in traumhaftem Licht, was wünscht man sich noch mehr. Doch keine Sorge, es gibt auch noch grössere Tiere.



Kapenten



Dreibandregenpfeifer

Der Wegweiser WAR mal an einem Weg. Man sieht auch, wie am anderen Ufer viele Bäume abgestorben sind.



Es hat nach wie vor einige Flamingos hier, aber kein Vergleich zu früher und derzeit schon gar keiner zum Bogoria See. Dafür hat es viele Pelikane und andere Wasservögel.



Wir verlassen den See, denn auch wir wollen noch anderes sehen, jedenfalls versuchen wir nicht bei jedem Vogel zu halten. Doch erstes kommt es anders, zweitens als man will.



Graurückenwürger



Unwiderstehlich.... Gabelracken. Doch meist bekommt man nur einen aufs Bild



Man schaut sie an und nimmt sie für selbstverständlich. Die Akazien, diese hier eine Flachkronenakazie (Acacia abyssinica) und dahinter Gelbrindenakazien Acacia xantophloea). Doch sie sind es, die viel zur Varietät in der Natur beitragen. Ihre Wurzeln halten Stickstoff im Boden fest, was dem Gras hilft, die Blüten dienen Bienen und anderen als Nahrung, die Säfte werden von Affen und Bushbabies genossen, Giraffen naschen ihre Blätter, Insekten sättigen sich an Blättern. Die Liste ist schier endlos. Kenia hat fast 40 Akazienarten!





Die Apfelringakazie (Faidherbia albida) hat Hülsen, die wie getrocknete Apfelringe aussehen. Paviane lieben die.

Und vor dem Mittagessen gibt es auch noch Säugetiere - Warzenschwein



Das Essen in der Lake Nakuru Lodge ist sehr gut und es ist herrlich zum Mittagessen draussen auf der Terrasse zu sitzen und ins Weite zu schauen.

Es geht schon bald Richtung Mittag und das Licht wird greller. Doch wir wollen noch zum Makalia Fall und kommen dabei an der Büffelherde vorbei, die bereits Schatten sucht.



Kurz vor 16.00 Uhr starten wir wieder. Und es fängt mit Vögel an....



Rotnackenlerche

Es geht Richtung durch den Wald und zu der Gegend, wo viele Kandelabereuphorbien wachsen, weil wir eigentlich Löwen schauen wollen, doch die sind zu verdeckt.



Wasserbock Weibchen

Nun schaut mal den Himmel an.... und da soll man noch anständige Bilder schiessen?



Wieder zurück zum Hauptweg, wo Autos stehen. Sie schauen sich das Breitmaulnashorn mit Jungem an. Tun wir auch, nun durch Regenfäden hindurch, aber dennoch immer schön sie zu sehen.





Was bleibt uns anderes übrig, als zur Lodge zurück zu fahren. Sehen tun wir nun kaum mehr was. In der Lodge angekommen, warten wir einen Moment am Empfang, um auf dem Weg zum Zimmer nicht allzu nass zu werden. Die Managerin ist so lieb und leiht uns einen Schirm. Also ab zum Duschen und dann endlich Internet geniessen... Gute Nacht
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zuletzt bearbeitet 10. Sept. 2017
Themenstarter1'580 Beiträge · seit 201410. Sept. 2017 · #25
18.8. Ein strahlender Morgen, ein leckeres Frühstück und alle bester Laune.


Der Weissbrauenrötel posiert toll im Morgenlicht. Seine Gesänge sind wunderschön. Er ist einer der Stimmenimitatoren.

Kurz nach dem Verlassen der Lodge vor 07.00 Uhr dürfen wir spielenden Schakalen beobachten. Echt lustig, leider sind die Fotos unscharf.



Rotschildgiraffen gehören zu den seltensten. Sie sind in Kenia nur im Nakuru Nationalpark, Giraffe Center und einem Schutzgebiet am Baringo See zu finden.



Die Löwin mit ihren 2 halbwüchsigen Jungen hatten wir gestern schon gesehen, doch da war eben der starke Regen....



Etwas, das ich an Nakuru liebe, ist, dass man so viele Arten nahe beeinander finden kann.



Dem armen kleinen Büffelchen hat jemand im wahrsten Sinne des Wortes auf den Kopf geschissen



Junge Wasserböcke sehen noch zotteliger aus als die Ausgewachsenen. Mich erinnern sie immer an Maultiere.



Und so kann man verschiedene Arten gleichzeitig fotografieren. Trauerdrongo, Fingergras und Vernonia Blüte



Auch der stattliche Herr Defassa Wasserbock musste aufs Bild



Nach der Nässe gestern, müssen die Federn getrocknet werden. Schopfadler mit dem weissen Flügelfleck an dem man ihn im Flug erkennen kann



Bei Büffeln frage ich mich oft, wer beobachtet eigentlich wen. Eine grosse Herde war im Wald drin und sie sammelten sich dann auf einer Seite, des Schutzes wegen.



Unser Pipi Halt auf der Out of Africa Picnic Site. Der Blick von oben runter ist grandios und es hat wunderschöne Acacia gerrardii dort. Die Strasse unten mehr dem See entlang ist nach wie vor unbefahrbar.








Es ist fast ein Muss auf dem Baboon Cliff Klippschliefer und Einsiedleragamen anzutreffen. Dass auch noch Paviane da waren und rumtobten, war der Zuschuss. Es laufen Männer und Frauen mit Notizbüchern rum. Der eine meint, dass sie ein Budget für Verbesserungen entwerfen und bei meiner Bemerkung, dass das Schild zur Toilette besser sei als die Toiletten, verweist er mich an einen seiner Kollegen. Dieser meint, dass nun richtige Toiletten mit Wasserspülung geplant seien, es aber technisch nicht so leicht sei. Abwarten, ich kenne die Toiletten seit 1993 als stinkende Löcher und eine Schande für KWS.



Wir fahren runter vom Baboon Cliff und wo man kann an den See. Da sind wir auch nicht alleine und wir warten geduldig, bis wir an der Reihe sind, die Breitmaulnashörner zu fotografieren. Wir sind am Ende des Weges, also danach wieder zurück.







Da kommt was aus dem Wald gerannt, eventuell von einem Rangerauto aufgescheucht, denn Touristenautos dürfen nicht in den Wald rein. Man sah sie leider nur einen Augenblick bevor sie der Wald wieder verschluckte.



Man kann wählen, worauf man die Kamera richten will.... Es geht nun weiter um den See und am Haupteingang vorbei. Auch hier kann man nicht mehr dem See entlang sondern kommt erst nach der Abzweigung zum Lanet Gate wieder auf die alte Strasse.



Worum die aus Südafrika eingeführte Art (Erythrina lysistemom) des Lucky Bean Tree (Samen sind rot mit schwarzem Punkt) im Park steht, ist schade. Doch wahrscheinlich hat der Zierbaum sich selber dort angepflanzt. Die Blüten der beiden einheimischen Arten sind mehr orange.

Es ist Mittagszeit und schon geniessen wir wieder unser letztes Mittagessen in Nakuru. Die Zeit fliegt...
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Gast11. Sept. 2017 · #26
Ich verfolge interessiert deinen Bericht. Wir waren ja fast zur gleichen Zeit im Lake Nakuru Nationalpark und das Breitmaulnashornweibchen mit dem extrem langen Horn haben wir auch gesehen. Auch das erste Nashornweibchen mit seinem Jungtier meine ich gesehen zu haben... das ist schon witzig, irgendwie! Das mit den Toiletten auf dem Babooncliff kann ich nur bestätigen. Das Wetter war bei uns auch nicht so berauschend ... ich dachte schon wenn das den ganzen Urlaub so bleibt, dann gute Nacht. Zum Glück hat es sich in der Mara gebessert...
Toller Bericht, macht Spaß mitzureisen und die gleichen Tiere nochmals zu entdecken... aber auf die Löwen bin ich neidisch 😠 😄

VG
Andy
Themenstarter1'580 Beiträge · seit 201411. Sept. 2017 · #27
Hallo Andy

wart's ab, es kommt noch besser mit den Loewen...

Liebe Gruesse
Elvira
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Themenstarter1'580 Beiträge · seit 201415. Sept. 2017 · #28
Kurz vor 16.00 starten wir für neue Entdeckungen. Erstmal zu den Löwen, vielleicht sind sie nun ja besser zu sehen. Und siehe da, sie sind munter. Das Weibchen steht plötzlich auf, was sieht sie denn? Durch die Büsche durch können wir Zebras sehen und die sind nun das Ziel. Die Jungen folgen ihr in Abstand, doch dennoch, die Zebras bemerken den geplanten Angriff. Dabei hätte denen eine Mahlzeit gut getan.







Weiter zum Makalia Fall, der nun wieder Wasser führt. Ein ganz anderes Bild als im März als kein Tropfen runterfiel.



Das Wetter wird zusehend dunkler, dennoch ein nochmaliger Abstecher zum See muss sein.



Wer kann schon Kronenkranichen wiederstehen?

Das Licht am See ist zu düster, da gibt es nur Kunstgemälde, aber keine Fotos. Es sind erstaunlich viele Flamingos da. Joseph schaut auf die Uhr als wir weiterfuhren und erschrocken sagt er, sie funktioniert nicht mehr. Da nimmt der Kunde seine Uhr vom Handgelenk und gibt sie Joseph. Er hätte schliesslich 2. Joseph freut sich riesig!







Ein Hadeschmätzer sitzt am Wegrand mit einem Käfer im Schnabel. Wohin? Da ist gleich neben dem Auto die Bruthöhle. Wir warten, werden aber von Autos gestört und der Vogel ist nun unsicher. Also weiter.

Langsam zur Lodge und uns zum Abendessen bereit machen. Als wir in den Saal gingen waren beim Eingang schon die Lake Nakuru Singers. Ich hatte mit der Managerin ausgemacht, dass sie ihren Auftritt vom Sonntag vorverlegen und es hat klappt. Die Gruppe, vor allem der Leader Joseph, sind seit vielen Jahren Freunde von mir. Ich liebe deren Stimmen und kann und will keine Vorführung verpassen. Wir assen und plötzlich tauchen aus der Küche Personal auf, die vorderste einen Kuchen auf der Hand. Gefolgt werden sie von den Lake Nakuru Singern und alle singen Malaika, eins meiner Lieblingslieder. Was für eine schöne Ueberraschung!

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Gute Nacht
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Themenstarter1'580 Beiträge · seit 201415. Sept. 2017 · #29
Und hier noch der Video

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zuletzt bearbeitet 15. Sept. 2017
Themenstarter1'580 Beiträge · seit 201416. Sept. 2017 · #30
19.8. Wir nehmen es gemütlich und fahren erst um 08.00 Uhr los. Das Licht ist wieder herrlich und da posieren auch gleich Zebras.



Wir fahren nicht dem See entlang, sondern auf dem Weg, der über den Hügel führt, wo mal vor Jahren ein wunderschöner Kandelabereuphorbienwald stand, der leider abgestorben ist. Ursache Pilz- oder Bakterienbefall. Tiere finden wir kaum, sondern sehen uns Nakuru Stadt von oben an.



Danach geht es beim Lanet Gate raus und auf dem East African Highway zum Elementaita See, dort in die Sentrim Elementaita Lodge, wo wir auch herzlich begrüsst werden.

Meine Gäste haben ihr Zimmer unten mit Seeblick, ich bin in einem anderen Haus oben und da sitzt auch schon eine Guineataube auf dem Nachbardach. Die lieben es auf meinem Balkon zu hocken.











Und das der Blick auf den Elementaita See und den Sleeping Warrior, eine zerbrochene Kraterwand



Es hat einige junge Witwenstelzen und die jagen die Seefliegen.



Auch die Graukopfmöven haben ihre Jungen hochgebracht.



Was mich allerdings etwas erstaunt ist, dass schon etliche Zugvögel hier sind, wie der Grünschenkel und der Zwergspint (Bild). Ebenfalls Sichelstrandläufer, Kampfläufer, Bruchwasserläufer.



Der Fiskalwürger jagd Insekten, die nach dem Regen wieder häufiger geworden sind.



Ich tigere mal wieder ausserhalb des Grunstücks rum, da ich weiss, dass es dort Sukkulenten hat und da habe ich Glück, die Huernia hat Samen und die lass ich mitlaufen. Mal sehen, ob sie es schaffen werden. Bald nach dem Mittagessen fahren wir an einen nicht weit entfernt gelegenen Ort am See. Dies, so sagen sie ein Schutzgebiet. Doch überweidet und viele Zäune, doch wenigstens fällen sie die Bäume hier nicht. Sie verlangen auch einen kleinen Eintritt und man könnte einen lokalen Führer mieten. Die Flamingos sind zu weit weg, doch suchen wir auch nach anderem.



Weisstirnspinte sitzen nun rum und holen sich die Beinen. Doch ein gutes Foto im richtigen Winkel ist ein anderes Ding. Die Früchte gehören zur Warburgia ugandensis/African Greenheart. Zweige werden von Maasais als Zahnbürste benutzt - ziemlich würzig. Gemütlich beenden wir unseren Spaziergang und treffen wieder auf Joseph, der im Auto gewartet hat. Zurück zur Lodge und die Abendstimmung mit Wind und Wolken geniessen. Verschiedene Segler und Schwalben fliegen über meinem Kopf und ich schaue denen eine Weile zu.





Das Abendessen schmeckt auch hier und bald ab ins Bett.
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Themenstarter1'580 Beiträge · seit 201416. Sept. 2017 · #31
20.8. Kurz nach 08.00 fahren wir los. Es ist ja nicht weit bis zum Naivasha See. Hier bleiben wir in der Sopa Naivasha Lodge für 4 Nächte. Schwergewicht Vögel natürlich 🙂. Wir werden freundlich begrüsst und da die Zimmer um die Zeit noch nicht fertig sind, lassen wir das Gepäck im Auto und gehen im grossen Garten auf Suche. Im Garten haben sie die alten Gelbrindenakazien stehen lassen, was auch sehr gut ist. Dazu haben sie einige exotische Pflanzen hinzugefügt.



Colobus weiss, wie man es sich bequem macht. Der stachelige Stamm gehört zu einer Chorisie, die mit dem Baobab verwandt ist und wunderschoen rosa blüht. Eingeführt.



Bruchwasserläufer - schon aus dem Norden eingetroffen

Schon sind wir am Wasser und der Wasserstand ist seit dem Februar letzten Jahres enorm zurückgegangen. Wo damals Reiher Krebse und Fische suchten, ist nun wieder Land. Dennoch dank dem Steg kommt man immer noch nahe genug ran.



Rotkappenschwalbe mit Beute. Die halten sich immer gerne in Wassernähe auf



Riesenfischer sind nicht so leicht zu bekommen. Sie sitzen einfach meist falsch... hier ein Weibchen



Ein Nubierspecht (Männchen) beim Sonnen



Die Anlage ist herrlich und wem es nicht zu kalt ist, der kann Schwimmen gehen. Auch der öffentliche Teil ist toll!



Wir beziehen unsere Zimmer, essen Mittag und auch der Nachmittag ist bald vorbei. Nach dem Abendessen stehe ich auf meinem Balkon und beobachte eine Weisschwanzmanguste. Das Bild wurde leider schwarz...
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Themenstarter1'580 Beiträge · seit 201417. Sept. 2017 · #32
20.8. Einschub - Nachmittag. Auf geht’s ins Höllen Tor. Am Eingang gibt es einige Komplikationen mit den Parkeintritten. Aberdare hatte nicht eingetragen und Nakuru falsch. Da ich nicht immer ein sehr geduldiges Wesen bin, sage ich einfach, lasst uns rein und macht das mit Euren Kollegen aus. Ich habe bezahlt. Und so wird es auch gemacht. Ich hatte schon erwartet, dass Hell’s Gate total verdorrt ist. Meist regnet es ja nur am See. Doch es war schlimmer, als ich mir vorstellte. Wenigstens bringen sie den Tieren Wasser.



Am Fischer’s Tower hält man einfach... denn hier sind die Klippschliefer total zahm. 2 Kletterer liegen auf Kunden wartend auf den Bänken. Nun, bei uns haben sie kein Glück









Und so sieht es aus. Was die Tiere noch fressen ist uns schleierhaft. Doch dennoch sind sie noch am Leben und munter.



Eins der bekannten Orte, wo die Sperbergeier brüten. Sie nutzen schon die Thermik und fliegen über uns. Andere kann man mit starkem Zoom oder Fernglas erkennen. Es ist nur zu hoffen, dass die Ausbreitung des Geothermalkraftwerkes sie nicht wegziehen lässt. Geier sind leider in der Zahl am Abnehmen.

Wir wenden, denn wir wollen nicht zum Centraltower. Hoch die Strasse und uuhhhps plötzlich sind wir auf einer wunderbaren Teerstrasse. Und nach der Kurve erblicken wir ich glaube Phase 4 des Geothermalkraftwerkes. Auch Protest hatte nicht geholfen, dass sie ein Stück des Parkes umgeackert haben. Der steigende Strombedarf in Kenia...





Wieder auf der Naturstrasse suchen wir an dem Platz, wo wir alle zusammen schon vor 5 Jahren waren, wieder nach Ameisen, die in den hohlen Geschwülsten der Flötenakazien wohnen. Man muss nur etwas klopfen, dann kommen sie raus. Wenn man ihnen zu nahe kommt zwicken sie und verbreiten einen unangenehmen Geruch. Kein Wunder, dass die Giraffen nie lange an einem Strauch naschen.





Der Mt. Longonot ist ebenfalls ein Nationalpark. Man kann mit einem Ranger auf den 2.886 m hohen Kraterrand wandern und auch um den Krater rum.



Wir schauen den Grantgazellen, nämlich wie der Bock seine Weibchen treibt. Und dann sind wir schon bald wieder beim Ausgang.
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Gast18. Sept. 2017 · #33
Hallo,

lese immer noch begeistert mit. Den Hell´s Gate NP, in dem wir 7 Tage vor euch waren empfand ich auch als sehr trocken. Wir sind mit dem Rad unterwegs gewesen und haben danach ausgesehen wie ein Staubbeutel.
Toll, die Löwen in Nakuru ... hätt ich auch gern gesehen. naja, wir hatten sie dann in der Mara zur Genüge 🙂
Freu mich wenn´s weitergeht...

VG
Andy
Themenstarter1'580 Beiträge · seit 201418. Sept. 2017 · #34
Guten Morgen Andy

Mit dem Rad... das wuerde ich mir nicht antun und wenn ein Ross dann lieber nicht das Stahlross sondern ein lebendiges. Bei dem Staub....

Ich hoffe, Ihr habt in der Mara auch das 22-koepfige Rudel in der Naehe vom Sekenani Gate gefunden.

Es wird erst am naechsten Wochenende weitergehen, an Wochentagen fehlt die Zeit.

Liebe Gruesse - wir hoffen nach wie vor auf Regen, wenn auch einige Gebiete das ersehnte Nass bekommen
Elvira
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Gast18. Sept. 2017 · #35
Bushtruckers schrieb:Guten Morgen Andy

Mit dem Rad... das wuerde ich mir nicht antun und wenn ein Ross dann lieber nicht das Stahlross sondern ein lebendiges. Bei dem Staub....

Ich hoffe, Ihr habt in der Mara auch das 22-koepfige Rudel in der Naehe vom Sekenani Gate gefunden.

Es wird erst am naechsten Wochenende weitergehen, an Wochentagen fehlt die Zeit.

Liebe Gruesse - wir hoffen nach wie vor auf Regen, wenn auch einige Gebiete das ersehnte Nass bekommen
Elvira
Hallo Elvira,

naja, wir wollten wenigstens etwas Bewegung im Urlaub, daher fanden wir es gar net so schlecht ... aber der Staub war schon übelst...

Das Löwenrudel haben wir natürlich auch gefunden und ne witzige Anekdote mit denen erlebt

Ja, ich kann das verstehen ... man hat halt auch noch anderes zu tun wie Reiseberichte zu schreiben 😄 😄
Ich drück euch die Daumen dass es bald regnet. Als wir abgeflogen sind am letzten Tag hat es geschüttet wie aus Kübeln (23.8.)
Das war aber so ziemlich der einzige Tag wo es nass war...

VG
Andy
Themenstarter1'580 Beiträge · seit 201423. Sept. 2017 · #36
21.8. Nach dem Frühstück fahren wir ein Stück, um die Bootsfahrt beim Elsamere zu machen. Dies nach wie vor einer der besten Plätze und deren Bootsführer wissen, was sie tun, also keine Hippohetzjagden und anderes. Sie kennen auch die Vogelarten sehr gut. Den jetzigen Bootsführer kenne ich noch nicht. Er erklärt uns sehr viel, nur müssen wir ihn damit etwas bremsen, da wir ja auch keine Neulinge sind.
Ich nehme die Bilder von dieser und der Bootsfahrt übermorgen zusammen.



Rallenreiher, ein an vielen Gewässern zu findenden Kleinreiher



Zwergdommel, Männchen



Blatthuhn, African Jacana



Purpurreiher



Auch Graureiher spreizen gelegentlich die Flügel, wie Glockenreiher oder Nimmersatte. Schatten spenden reduziert die Reflektion und lockt Fische in den Schatten.



Scheint ein bevorzugter Platz für die Hammerköpfe zu sein



Afrikanische Löffler



Weissbrustkormorane

Wir fahren in einen kleinen Kanal rein. Vorsichtig fährt der Bootsführer über das Seil. Und hier finden wir ein Pärchen Riesenfischer. Nun kommt auch noch das Männchen aufs Bild. Als wir schon fast fertig sind, kommen die weissen Hausbesitzer mit Hunden und schimpfen mit dem Bootsführer, weil er in deren Kanal reinfuhr. Doch er versicherte, er hätte das Seil, das die Wasserhyazinthen von der Wasserpumpe fern halten soll, nicht beschädigt hat. Dann sind sie etwas beruhigt.





Das arme Weibchen wird bei der lange dauernden Paarung immer wieder unter Wasser gedrückt.



Es ist nun Zeit, den Schreiseeadler zu füttern. Gelingt nicht bei jedem, einige schauen uns nur von weit oben auf den Bäumen an. Diese Bilder gelingen mir einfach nie...



Rosapelikane, die in Gruppen Fische umzingeln. Teamwork

Die 2 Stunden sind viel zu schnell um, doch wird nun auch das Licht viel zu grell. Vor dem Mittagessen im Elsamere, bleibt noch etwas Zeit zum Strolchen und die schwarz-weissen Colobusaffen sind immer toll zu beobachten.



Der stolze Herr der Gruppe. Erst fand ich sie alle auf dem Dach und nahe bei der Küche. Dann wird ihnen Futter hingelegt und da nimmt man jeden Weg, um schnell hinzugelangen. Kein Wunder ist die Dachrinne verbogen...



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Gast24. Sept. 2017 · #37
Tolle Bilder, Elvira!
Bei uns hat´s geklappt mit dem Fischadler ... aber auch erst beim zweiten Versuch! 😄 😄
Das Bild von dem Guereza ist sensationell 🙂

VG
Andy
Themenstarter1'580 Beiträge · seit 201424. Sept. 2017 · #38
Hallo Andy

der Fischadler kam auch, wie schon am Baringo See... doch ich komme mit Bewegungsbildern noch nicht klar.

Danke fuers Kompliment zu den Colobus.

Liebe Gruesse
Elvira
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Themenstarter1'580 Beiträge · seit 201424. Sept. 2017 · #39
Und es geht noch weiter mit den Colobus



Das Mittagessen schmeckt uns total gut. Es gibt Quiche und andere Leckereien. Danach wollen wir zum Olodien See. Doch erst hier durch.... Wir steigen am See kurz aus, doch da keine Flamingos hier sind, haben wir keine Lust rumzulaufen. Also wieder ins Auto, wieder zwischen den Rindern, Schafen, Ziegen, Menschen und Hunden durch und zurück zur Sopa Lodge.



Obwohl mein Rücken bis in die Zehen weh tut, kann ich es nicht lassen, mit der Kamera rumzutigern. Zu gut ist das Licht... und der Garten mit den vielen Aloen, Agaven und anderen Sukkulenten, ist einfach herrlich. Nicht zu vergessen, die grossen Gelbrindenakazien.



In Tansania leben die Pfirsichköpfchen und die Maskenköpfchen in verschiedenen Verbreitungsgebieten, die sich kaum überlappen. Als Käfigvögel wurden sie in Kenia gehalten und etliche entwichen oder wurden von müdgewordenen Haltern frei gelassen. Somit sind sie nun im gleichen Verbreitungsgebiet und was herauskommt sind Mischlinge. Ursprünglich kamen sie in Kenia nicht vor.







Trauerdrongo



Dunkler Drossling

Weitere Eindrücke von der 2. Bootsfahrt, ebenfalls beim Elsamere. Meinen Freunden waren die Bootsfahrer bei der Sopa Lodge nicht sympatisch.



Nachtreiher

Und wenn der Zoom noch zu weit ausgefahren ist, dann kommt halt nur ein Teil des riesigen Maules drauf





Seidenreiher bereitet sich auf die Paarungszeit vor.



Es wuselt was davon und schaut neckisch hinter dem Papyrus hervor. Wassermangusten leben wie der Name sagt, am Wasser oder in Sümpfen.

Warum müssen unbedingt bei einem der begehrtesten Vögel Hippos liegen? Dies macht es dem Bootsführer gar nicht leicht, denn wir wollen ans Ufer, da liegen die Hippos und da ist noch die Strömung. Er macht es super gut in Anbetracht der Umstände. Der Motor wird angelassen. Und hier ist das Purpurhuhn.





Der Goliathreiher ist grade beim Versuch einen Fisch zu ergattern.



Der Spiegel bei der Gelbschnabelente ist leider nicht immer sichtbar



Idylle am Naivasha See....

Wir fahren noch ein Stück Teerstrasse und das ohne Maasai Nutztiere auf der Strasse Richtung Crater Lake. Dort angekommen wollen wir erst zum alten Tor rein, doch das ist wegen Renovierung der Strasse geschlossen. Also wieder ein Stück zurück. Bezahlen und hoch zum Eingang. Erstmal aber essen wir unseren Picknicklunch auf der nicht so einladenden Campsite. Danach nehmen wir die Stufen runter in den Krater unter die Füsse. Meine Gäste versuchen etwas am See entlang, doch dank dem Hochwasser kann man nicht mehr am Ufer direkt entlang sondern geht mehr im Gestrüpp. Das ist nicht nach deren Geschmack, also gesellen sie sich zu mir und wir trinken was. Die Kundenzelte sich toll und es ist ein super idyllischer Ort! Langsam wieder die Treppe hoch, nur den Rücken und den schmerzenden Ischiasnerv schonen. Dabei kommt die Pause mit dem Fotografieren der Colobus grade gelegen.



Wir machen noch eine Pirschfahrt im Schutzgebiet und treffen auf eine grosse Gruppe Elenantilopen. Das Licht ist schon am Verschwinden und somit fahren wir bald zurück zur Sopa Lodge. Es ist herrlich Internet im Zimmer zu haben! Und dies nutze ich bevor ich zum Esszimmer humple. Die Schmerztabletten helfen nur etwas.



Es ist herrlich Internet im Zimmer zu haben! Und dies nutze ich bevor ich zum Esszimmer humple. Die Schmerztabletten helfen nur etwas. Dafür geniesse ich nun etwas die Wärme am Feuer und plaudere mit Oesterreichischen Gästen.



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Themenstarter1'580 Beiträge · seit 201430. Sept. 2017 · #40
Crescent Island
Frühstück ist im Bauch und lecker wie immer, also los zur Halbmondinsel. Es ist nicht weit von der Sopa Lodge bis der Weg links reingeht.

Natürlich geht es mit Birdern nicht so schnell zum Eingang.... und vor allem nicht, wenn das Licht so toll ist.



Schwefelgirlitz



Seidenreiher

Vom Parkplatz aus geht man einen Weg zwischen Kakteen und Aloen hoch zum Haus. Die Besitzerin kommt uns entgegen und meint, dass sie nun reiten gehe, uns aber die Haushältern das Eintrittsgeld abnehmen wird. Möchte auch lieber reiten als gehen... Wir entscheiden, erst am See entlang zu gehen, wo auch schon ein Schreiseeadler auf uns wartet.



Der Platz ist auch bekannt für seine Giraffen, die einem ganz nahe rankommen lassen. Und das tut Joseph auch... warum sie so den Hals verdreht, weiss ich auch nicht...



Warum die Gnus rennen, das weiss man nie. Auch uns gefällt es wieder mal einige Säugetiere zu sehen.





Als wir schon fast an der Spitze der Halbinsel sind, tut sich uns dieser Blick auf - Defassa Wasserböcke und jede Menge Wasservögel, die das Ufer säumen. Am Ufer liegen viele halbvertrocknete Wasserhyazinthen. Es braucht länger, bis die endlich mal ganz absterben. Wenn der Wasserspiegel wieder steigt, werden sie wieder voll spriessen.



Rosapelikane und Kormorana, Seidenreiher, die im Wasser nach Kleintieren suchen... man kann wählen, wo man hinschauen will





Langsam und mit uns umsehen, spazieren wir zum Auto zurück und fahren wieder in die Lodge. Es ist ja auch schon fast Mittagessenszeit. Am Nachmittag strolchen wir wieder im Garten, aber erst, nachdem ich das Internet im Zimmer genossen habe. Es zieht langsam zu und das Licht ist nicht mehr das allerbeste. Also schauen, was man damit anfangen kann. Wo Wasser ist, hat es mehr Licht.







Rötelpelikan und Nimmersatt suchen zwischen den toten Bäumen nach Fischen. Doch nur der Nimmersatt hat Glück.

Die Wolken werden dunkler und dunkler und mit den ersten Tropfen mache ich mich auf ins Zimmer. Nach einer herrlich heissen Dusche und einem Treffen mit Rotschwingenstaren auf meinem Balkon, die vor dem Regen Schutz suchten, humple ich zum Abendessen. War wohl etwas viel zu Fuss heute auf der Crescent Island... . Ich staune nicht schlecht, als ich einen “alten” Bekannten aus meiner Gymzeit traf. Er hat beruflich hier zu tun und hat gleich die Familie mitgenommen. Heute bereiten sie Fleisch draussen auf dem Grill zu - lecker. Nach dem Abendessen zeigen uns die Nachtwächter, von denen man nachts vom und zum Zimmer begleitet wird, stolz die Hippos. Es sind deren 4, eins davon noch ein Junges.







Es ist unsere letzte Nacht am Naivasha See Die Sopa Lodge ist sehr zu empfehlen. Das Essen ist gut, das Personal freundlich und hilfsbereit. Einzig unhygienisch fand ich den Teppich im Zimmer.
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zuletzt bearbeitet 30. Sept. 2017