Wohnen in Lüderitz / Swakopmund

10 Antworten · 7'703 Aufrufe · gestartet 28. Aug. 2017 von MulleMux
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Themenstarter2 Beiträge · seit 201728. Aug. 2017 · #1
Hallo,
bin neu hier und suche jemanden der mir weiterhelfen kann im Bezug auf Wohnen in Namibia. Wir sind zu dritt, meine Frau, Hund und ich. Wie so viele haben wir uns Gedanken gemacht unsere Rente in Namibia zu investieren und suchen nun nach Input wie und was man beachten sollte. Da wir uns an der Küste niederlassen wollen und uns noch nicht schlüssig sind was besser wäre Mieten oder Kaufen. Gilt der Einwanderungstop nur für Arbeitsuchende oder auch für Rentner? Fragen über Fragen und keine Antworten im Netz gefunden. Daher würde ich mich freuen über jeden der uns in dieser Beziehung weiter helfen könnte.
16,9k Beiträge · seit 201228. Aug. 2017 · #2
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zuletzt bearbeitet 14. März 2018
33,1k Beiträge · seit 200628. Aug. 2017 · #3
Hi MulleMux,

willkommen im Forum.
Einen Einwanderungsstopp gibt es nicht, es ist eben nur sehr aufwendig, kompliziert und der Ausgang des Prozederes immer ungewiss. Als Rentner mit reichlich Rente oder Vermögen kannst Du ein Temporary Resident Permit beantragen (kann so 6 Monate dauern bis es Bescheid gibt). Was "reichlich Rente oder Vermögen" wird individuell vom Rat beurteilt. Ein TRP ist maximal 2 Jahre gültig und dann musst Du das Prozedere neu durchlaufen, eh Du irgendwann mal PRP beantragen kannst. Ausgang wie gesagt immer ungewiss. Ansprechpartner: Einwanderungsagenturen in Namibia bzw. die Nam-Botschaft in Berlin.

Noch darfst Du als Ausländer städtischen Grund und Boden erwerben, ein entsprechendes Gesetz, dass dieses verbieten soll ist aber bereits länger in der Pipeline.

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
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Themenstarter2 Beiträge · seit 201728. Aug. 2017 · #4
Hallo Christian,
danke für deine schnelle Antwort. Wir haben zum Glück keinen Zeitdruck und können gerne die sechs Monate abwarten. Da momentan der Kaufpreis für Häuser in astronomische Höhen schießt und sicherlich noch weiter steigt denken wir eher an Miete. Jedoch vermietet anscheinend niemand sei Haus. Gibt es etwas vergleichbares wie Immobilienscout oder immowelt in Namibia?
Danke nochmals.
MulleMux
5'538 Beiträge · seit 200829. Aug. 2017 · #5
Hallo MulleMux,
eigene Erfahrung - auf jeden Fall mieten. Irgendwann kommt der Tag, an dem Ihr zurück wollt/müsst (Gesundheit) und dann trennt man sich schneller. So etwas wie Scout 24 kenne ich nicht (bin aber schon fast drei Jahre zurück), aber da die Makler da fast nie einen Alleinauftrag bekommen, findest Du fast alle Objekte, die auf dem Markt sind, bei ein oder zwei Maklern. Versuch's mal bei Remax Swakop, WVB oder Lüderitz.

Liebe Grüße
Gerd
33,1k Beiträge · seit 200629. Aug. 2017 · #6
Hall MulleMux,
Kaufpreis für Häuser in astronomische Höhen schießt und sicherlich noch weiter steigt denken wir eher an Miete. Jedoch vermietet anscheinend niemand sei Haus.
da hast Du Dich nicht ausreichend informiert. Erstmals seit Namibias Unabhängigkeit herrscht in vielen Preissegmenten ein absoluter Käufermarkt vor. Das Angebot übersteigt, Dank wirtschaftlicher Probleme (viele Hauseigentümer können die Bankkredite nicht mehr bedienen, wer jetzt verkaufen muss, der tut dies meist deutlich unter Schätzwert), die Nachfrage um ein vielfaches. Viel günstiger als momentan wird man - in bestimmten Preisklassen - kein Haus in Swakopmund oder Windhoek bekommen. In Swakop sind alleine etwa 250 Townhäuser in der Preislage um 1,5-2 Mio auf dem Markt. Weil Verkäufe schwieriger werden sind immer mehr Eigentümer in die Vermietung übergangenen. Folglich gibt es aktuell deutlich mehr zu mieten als noch vor 2 oder gar 5 Jahren.

Schau Dir z.B. mal www.myproperty.com.na an.

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
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zuletzt bearbeitet 29. Aug. 2017
1'042 Beiträge · seit 201629. Aug. 2017 · #7
Hallo Christian,
travelNAMIBIA schrieb:
Viel günstiger als momentan wird man - in bestimmten Preisklassen - kein Haus in Swakopmund oder Windhoek bekommen.
Mit solchen Aussagen wäre ich vorsichtig. Günstiger kann es immer werden, aber auch teurer... 😉
Das zeigt die langjährige Erfahrung die ich mit Immobilien gemacht habe. Das ist weltweit auch ein großer Spekulationsmarkt geworden. Preissteigerungen von 100% und noch viel mehr innerhalb weniger Jahre hat es schon häufiger gegeben und zugegeben meistens endete das mit einem überhitzen Markt und irgendwann mit einem "platzen einer Immobilienblase".
travelNAMIBIA schrieb:
In Swakop sind alleine etwa 250 Townhäuser in der Preislage um 1,5-2 Mio auf dem Markt.
250 Häuser im Angebot hört sich nach nicht so viel an, aber ich denke für Swakopmund wird es ziemlich viel sein. Die Stadt ist ja überschaubar. 1,5 Mio entspricht ja ca. 100.000 €. Wie hoch sind die Kaufnebenkosten (Makler, Notar, Grundbucheintrag, Grunderwerbssteuer) und die laufenden Kosten (Grundsteuer, Vermögensteuer und ähnliches)?
Kannst Du die politische Lage zuverlässig einschätzen? Gibt es möglicherweise irgendwann Enteignungen (dafür haben wir sogar "Spezialisten" in Europa, daher die Frage)?

Ich finde bei Google einfach nichts zu den Kaufnebenkosten oder Steuern die zu bezahlen sind. Schlagzeilen wie: "Die Grundsteuer in Keetmanshoop wurde um 120 und mehr Prozent angehoben" helfen ja nicht wirklich weiter, dazu müsste man ja wissen von welchem Betrag man da redet.
travelNAMIBIA schrieb:
Weil Verkäufe schwieriger werden sind immer mehr Eigentümer in die Vermietung übergangenen. Folglich gibt es aktuell deutlich mehr zu mieten als noch vor 2 oder gar 5 Jahren.
Sollte z.B. ein Gesetz erlassen werden, dass Ausländer KEINE Immobilien (auch keine Townhäuser) mehr erwerben dürfen, könnte sich das z.B. auch extrem negativ auf den möglicherweise zu erzielenden Kaufpreis auswirken. Je nachdem welchen Marktanteil Ausländer im Immobiliensektor überhaupt haben. Namibia ist doch sehr weit entfernt und meiner Meinung nach für z.B. ein Ferienhaus nicht wirklich attraktiv. Das Meer ist zum baden eher ungeeignet und die meisten Touristen dürften doch eher eine Rundreise machen, anstatt an einer Stelle länger zu verbleiben.

Wenn man sich entschließt als Ausländer eine Immobilie in Namibia zu erwerben, sollte man sich möglicherweise auch auf einen Totalverlust einstellen können ohne dass es finanziell allzu schmerzhaft wird. Ich weiß das klingt jetzt ziemlich überheblich, ist aber nicht so gemeint. Manche Leute kaufen sich eine z.B. Yacht mit dem Wissen, dass die ganz sicher bei einem möglichen Verkauf nur noch einen Bruchteil des Preises bringen kann. Finanziell ruinieren sollte so eine "Investition" (im Beispiel eine reine Geldvernichtung) nicht. Das muss jeder für sich selber entscheiden (und durch rechnen).

Gruß Markus
33,1k Beiträge · seit 200629. Aug. 2017 · #8
Hi Markus,
Wie hoch sind die Kaufnebenkosten (Makler, Notar, Grundbucheintrag, Grunderwerbssteuer) und die laufenden Kosten (Grundsteuer, Vermögensteuer und ähnliches)?
Die Kaufnebenkosten (Makler etc) außer den Übertragungskosten trägt stets der Verkäufer. Die Übertragungskosten betragen je nach Immobilienwert und Eigentumsrechten (Privatperson, Unternehmen etc) zwischen 0 und 8% des Kaufpreises.
Die laufenden Kosten sind je nach Grundstückswert (ähnlich wie in Deutschland ist der städtische Buchwert ein Bruchteil des realen Wertes) und Ortschaft unterschiedlich. In Windhoek z.B.
- Grundsteuer (etwa 0,25% pro Jahr)
- Stadtentwicklungssteuer (etwa 0,5% pro Jahr)
(Erhöhung der Abgaben etwa 10% pro Jahr)
Wenn man sich entschließt als Ausländer eine Immobilie in Namibia zu erwerben, sollte man sich möglicherweise auch auf einen Totalverlust einstellen können ohne dass es finanziell allzu schmerzhaft wird.
Wie gesagt, ich habe niemandem zu irgendwas geraten. Ich habe nur die Fragen des Thread-Eröffners beantwortet 🙂

Viele Grüße
Christian
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zuletzt bearbeitet 29. Aug. 2017
Gast29. Aug. 2017 · #9
Markus615 schrieb:
Wie hoch sind die Kaufnebenkosten (Makler, Notar, Grundbucheintrag, Grunderwerbssteuer) und die laufenden Kosten (Grundsteuer, Vermögensteuer und ähnliches)?
Der Makler kann verlangen was er will - da ist ein ueblicher Prozentsatz aber den weiss ich nicht.
Die Transfer costs beinhalten alle erforderlichen Gebuehren (Stamp duty, transfer duty etc) und haengen davon ab, wie hoch der Purchase Price ist. Hier findest du einen Kalkulator der Kosten.
Wenn das Haus ueber die Bank finanziert wird, kommen eventuell noch Extragebuehren dazu, da kenn ich mich aber nicht aus.
Markus615 schrieb:Kannst Du die politische Lage zuverlässig einschätzen? Gibt es möglicherweise irgendwann Enteignungen (dafür haben wir sogar "Spezialisten" in Europa, daher die Frage)?
Das kann dir doch keiner beantworten. So wie es jetzt aussieht, ist es hier nicht unsicherer als woanders. Ein gewisses Risiko hat man immer, wenn man eine Immobilie kauft (mal ein groesseres, mal ein kleineres), das ist nun mal so. Wenn man hier wohnen will, ist das Haus ja weniger ein Spekulationsobjekt als ein Gebrauchsobjekt. Und wenn man dies bis zum Lebensende nutzt, ist es auch egal was man dann dafuer noch bekommt. So kommt es immer auf die eigene Situation an.
Markus615 schrieb:Ich finde bei Google einfach nichts zu den Kaufnebenkosten oder Steuern die zu bezahlen sind. Schlagzeilen wie: "Die Grundsteuer in Keetmanshoop wurde um 120 und mehr Prozent angehoben" helfen ja nicht wirklich weiter, dazu müsste man ja wissen von welchem Betrag man da redet.
Stell dein Google auf Englisch um und such nach "municipal property rates" oder so - fuer Windhoek kann man da wenigstens allgemein etwas finden. Fuer Swakop oder Luederitz hab ich jetzt nicht gesucht.
zuletzt bearbeitet 29. Aug. 2017
15 Beiträge · seit 201304. Sept. 2017 · #10
Hallo Vielleicht wäre es ganz gut erstmal zu mieten und sich die Situation vor Ort anzuschauen bwz. dann mit Maklern zu verhandeln. Bei uns wird in Swakopmund eine 1-Schlafzimmerwohung mit Küche und Wohnzimmer frei ab Oktober. Ganz zentral gelegen und mit Garage (wichtig an der Küste). Hund wäre kein Problem. Wir wollen die Wohnung jetzt möblieren und dann evtl. über airbnb anbieten. Bitte melden bei travel@mweb.com.na wenn Interesse besteht an längerfristiger Miete. Gruss Anita
454 Beiträge · seit 200605. Sept. 2017 · #11
bei vermietung ueber airbnb dran denken, sie muss dann beim ntb registriert sein mit levy und steuer zahlung..... die laufen im moment immer wieder rum und schauen wo wohnungen/ haueser sind, die nicht registriert sind und vermietet werden; sie schauen auch ganz gezielt auf solchem plattformen, ob da welche drauf sind die nicht registriert sind....da ist man ganz schnell sein prp los, wenn man "erwischt"wird...