Elefantenjagd missglückt

43 Antworten · 7'950 Aufrufe · gestartet 14. Aug. 2017 von travelNAMIBIA
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Themenstarter33,1k Beiträge · seit 200614. Aug. 2017 · #1
"Bei der Jagd auf Elefanten auf der Farm Mopane im Bezirk Kalkfeld ist ein Jäger getötet worden. Laut Presseagentur NAMPA handelt es sich um einen 46-jährigen Argentinier, der für eine Ölfirma in Namibia gearbeitet hat und über eine Jagdlizenz verfügte. Er habe mit anderen Jägern der Elefantenherde am Samstagnachmittag nachgespürt. Plötzlich habe ein Elefant die Gruppe entdeckt, sie angegriffen und den Argentinier zu Tode getrampelt. - In der Gegend von Kalkfeld halten sich seit Wochen etwa 40 Elefanten auf. Auf rund zwölf Farmen wurden Tränken und Zäune beschädigt. Das Umweltministerium erklärte vergangene Woche zwei Elefanten zu Problemtieren und gab sie zum Abschuss frei." (Quelle: Hitradio Namibia)

Viele Grüße
Christian
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65 Beiträge · seit 201614. Aug. 2017 · #2
Da kann ich nur applaudieren... Ich bin strikt gegen Jagd auf die Tieren... Nach meiner Meinung sind die Tieren nicht das Problem, sondern die Menschen. Die Menschen verdrängen die Tieren ihre Reviergebiete...
543 Beiträge · seit 201414. Aug. 2017 · #3
chemamsee schrieb:Da kann ich nur applaudieren... Ich bin strikt gegen Jagd auf die Tieren... Nach meiner Meinung sind die Tieren nicht das Problem, sondern die Menschen. Die Menschen verdrängen die Tieren ihre Reviergebiete...
Moin,
ich für meinen Teil verkneife mir Applaus, wenn Mensch oder Tier zu Schaden kommen oder getötet werden.

Nachdenkliche Grüße von
Henning
291 Beiträge · seit 201414. Aug. 2017 · #4
Aus der Ferne und wenn man nicht betroffen ist, lässt sich das immer leicht sagen. Wenn man aber dort lebt und das Eigentum zerstört wird, sieht die Sache oftmals ganz anders aus.

Ganz davon abgesehen, dass ich es einfach geschmacklos finde, über den Tod eines Menschen zu applaudieren!

Aber solche Id..... finden sich ja leider immer wieder bei Berichten dieser Art, muss man wohl mit leben.

Gruß
Holger
125 Beiträge · seit 201514. Aug. 2017 · #5
chemamsee schrieb:Da kann ich nur applaudieren... Ich bin strikt gegen Jagd auf die Tieren... .
Unabhängig davon, dass es mehr als fragwürdig ist, zu applaudieren, wenn ein Mensch ums Leben kommt, finde ich diese Aussage absolut unreflektiert. Es gibt nach wie vor Bevölkerungsgruppen, bei denen die Jagd auf Tiere ein Bestandteil des Lebens ist. Hier wird dann aber auch alles vom Tier verwertet. Der Umgang mit dem getöteten Tier ist ein anderer. Für mich persönlich macht es einen Unterschied aus, warum man auf Jagd geht bzw. ob ggf. von „Wilderei“ zu sprechen ist. Mit „Jagen“ als Sport, insbesondere der Großwildjagd in all Ihren Formen, kann ich nichts anfangen. Sofern alles legal abläuft, verstößt das eben nur gegen meinen moralischen Vorstellungen.

Grüße
Ann_Ka
568 Beiträge · seit 201414. Aug. 2017 · #6
Ich bin auch Anhänger differenzierter Betrachtungen und neige nicht zu Applaus für den Tod von Menschen.
Muß aber zugeben, daß meine Trauer um einen seine Lebensgrundlage verteidigenden Farmer oder namischen "Offiziellen"
größer wäre, als um einen arentinischen Mitarbeiter einer Ölfirma mit Jagdlizenz.
Nicht, daß ich 'was gegen Argentinier hätte, ich glaube, ihr wißt, was ich meine...
211 Beiträge · seit 201315. Aug. 2017 · #7
Randfontein schrieb:
..., ich glaube, ihr wißt, was ich meine...
Ja, ich weiß genau, was Du meinst! Auch ich bin alles andere als ein Freund der Jagd, verstehe sie aber unter gewissen Umständen als notwendiges Übel.

Aber: ich verurteile alle Leute, die Spaß daran haben, Tiere abzuschießen. Jagdscheine, Lizenzen, Jagdpachten oder Jagdurlaube kosten ein heiden Geld und für diese Leute ist es ein Hobby, ein Vergnügen. Das finde ich so widerwärtig, dass mir dafür die Worte fehlen.

Deshalb hält sich mein Mitgefühl für Leute, die auf Jagden von Tieren getötet werden, nicht nur in Grenzen, es ist schlichtweg nicht da! Selbst für die Angehörigen nicht. Dennoch bin ich weit entfernt Applaus...
Wie kann man Namibia nicht lieben?
1'042 Beiträge · seit 201615. Aug. 2017 · #8
frau_shrimp schrieb:
Ja, ich weiß genau, was Du meinst! Auch ich bin alles andere als ein Freund der Jagd, verstehe sie aber unter gewissen Umständen als notwendiges Übel.
Verglichen zur Massentierhaltung finde ich die Jagd (zu Ernährungszwecken) ja direkt human.

Und manchmal ist es vermutlich auch wirklich unvermeidbar ein Tier das Probleme bereitet zu erlegen. Glücklicherweise machen das aber dann andere für uns.
frau_shrimp schrieb:
Aber: ich verurteile alle Leute, die Spaß daran haben, Tiere abzuschießen. Jagdscheine, Lizenzen, Jagdpachten oder Jagdurlaube kosten ein heiden Geld und für diese Leute ist es ein Hobby, ein Vergnügen. Das finde ich so widerwärtig, dass mir dafür die Worte fehlen.
Ich verurteile diese Leute nicht, ich schaue die nur mitleidig an. Was das an Geld kostet und was man sich für Hobbys sucht ist mir eigentlich relativ egal, ich kenne Hobbys die teurer sind. Ich finde es nur irgendwie befremdlich, wenn man sich einen "Tierfriedhof" an die Wand nageln muss. Ein Tier zu erschießen nur weil man eine Trophäe braucht ist für mich halt nicht nachvollziehbar. Und wer dann noch meint, das wäre ein Sport...
frau_shrimp schrieb:
Deshalb hält sich mein Mitgefühl für Leute, die auf Jagden von Tieren getötet werden, nicht nur in Grenzen, es ist schlichtweg nicht da! Selbst für die Angehörigen nicht. Dennoch bin ich weit entfernt Applaus...
Für Mitgefühl müsstest Du Dich ja auch wenigstens etwas in die Situation rein versetzen können. Aber es ist schon sehr schwer vorstellbar selbst auf Elefantenjagd zu gehen. Von Applaus oder Schadenfreude kann aber auch überhaupt keine Rede sein, dafür ist der Ausgang der Jagd zu tragisch. Wie schon gesagt es ist eher Mitleid.

Gruß Markus,

manchmal ist es aber auch einfach nur Fremdschämen wenn man "Jäger" oder diejenigen die sich für so etwas halten beim Angeben hört. Am Besten man läuft auch in der Großstadt herum, als würde man jederzeit einem Tier auflauern...
291 Beiträge · seit 201415. Aug. 2017 · #9
frau_shrimp schrieb:

Ja, ich weiß genau, was Du meinst! Auch ich bin alles andere als ein Freund der Jagd, verstehe sie aber unter gewissen Umständen als notwendiges Übel.

Aber: ich verurteile alle Leute, die Spaß daran haben, Tiere abzuschießen. Jagdscheine, Lizenzen, Jagdpachten oder Jagdurlaube kosten ein heiden Geld und für diese Leute ist es ein Hobby, ein Vergnügen. Das finde ich so widerwärtig, dass mir dafür die Worte fehlen.
Aber ohne diese Leute, die eine Menge Geld für ihr Hobby ausgeben, gäbe es den deutschen Wald schon lange nicht mehr. Das natürliche Gleichgewicht ist in unseren Breiten durch das Fehlen der großen Raubtiere nun einmal nicht mehr gegeben und wenn da der Mensch nicht regulierend eingreifen würde, würdest du in vielen Gegenden keinen Wald mehr vorfinden, da sich durch den Verbiss keine jungen Bäume mehr entwickeln könnten.

Versteh mich bitte nicht falsch, ich kann es auch nicht nachvollziehen, wenn jemand um die halbe Welt fliegt, nur um ein Tier zu erschießen, dass er hier nicht vorfindet. Aber man sollte da nicht alle Jäger über einen Kamm scheren.

Und bevor jetzt irgendwelche Vermutungen aufkommen: ich bin kein Jäger, habe aber schon gesehen, welchen Schaden Wild anrichten kann.

VG
Holger
86 Beiträge · seit 201015. Aug. 2017 · #10
frau_shrimp schrieb:
Deshalb hält sich mein Mitgefühl für Leute, die auf Jagden von Tieren getötet werden, nicht nur in Grenzen, es ist schlichtweg nicht da! Selbst für die Angehörigen nicht.
Ernsthaft?

Auch gute Menschen können verzweifelt und traurig sein, über den Verlust eines Menschen, den andere verurteilen.
Also sparen wir uns doch die Erweiterung unseres (Un- &) Verständnisses auf die Angehörigen verstorbener Menschen.
211 Beiträge · seit 201315. Aug. 2017 · #11
holgiduke: ja, ich weiß, dass auch in Deutschland Jagd notwendig ist, um z.B. Überpopulation entgegenzuwirken oder Wald- und Flurschäden zu verhindern. Und natürlich muss auch jemand den Abzug betätigen.

Aber: es ist für diese Leute ein Vergnügen, ein Hobby. Niemand zwingt sie dazu und es ist auch kein Broterwerb für sie. Sie machen es in ihrer Freizeit. Dieses Töten ist ihnen soviel wert, dass sie dafür auch noch Geld bezahlen. Und das ist es, was ich verurteile: sie haben Spaß daran, Tiere abzuschießen!
Wie kann man Namibia nicht lieben?
zuletzt bearbeitet 15. Aug. 2017
890 Beiträge · seit 201615. Aug. 2017 · #12
Hallo Frau Shrimp,
woher weißt du jetzt, ob die Genehmigung zum Abschuss des Elefanten nicht auch zur Verhinderung von Flurschäden etc. erteilt wurde?
Ich glaube in Europa müssen Jäger auch ihre Jagdpachten bezahlen - um dann die Rehe etc. zu schießen, die dann "vermarktet"werden.
Warum sollte dann Afrika nicht auch für Ihr Wild Geld verlangen?

Sorry, ich versteh den Unterschied da immer nicht so richtig und warte eigentlich immer auf eine plausible Erklärung. Zumal wir in unserer "hochentwickelten" Welt derzeit in allen Bereichen den größten Frevel an der Natur verüben.
Gruß
zuletzt bearbeitet 15. Aug. 2017
125 Beiträge · seit 201515. Aug. 2017 · #13
frau_shrimp schrieb:
Aber: ich verurteile alle Leute, die Spaß daran haben, Tiere abzuschießen. Jagdscheine, Lizenzen, Jagdpachten oder Jagdurlaube kosten ein heiden Geld und für diese Leute ist es ein Hobby, ein Vergnügen. Das finde ich so widerwärtig, dass mir dafür die Worte fehlen.

Deshalb hält sich mein Mitgefühl für Leute, die auf Jagden von Tieren getötet werden, nicht nur in Grenzen, es ist schlichtweg nicht da! Selbst für die Angehörigen nicht. Dennoch bin ich weit entfernt Applaus...
Bei all der Abneigung gegen Jagd aus Spaß/Großwildjagd, Jagdfarmen etc. frage ich mich: Wie bewusst hier jeder, der seinen Widerwillen äußert, mit Tieren umgeht. Sind das alle glühende Vegetarier/Veganer oder Bio-Fleischesser, die idealerweise noch eigenhändig das glücklich aufgewachsene Schwein/Kalb/Lamm/Gans etc. töten? Sind wir doch ehrlich: Die einen kaufen ihre Fleischprodukte beim Discounter, weil es ihnen ziemlich gleich ist, woher das Fleisch kommt. Fahren aber nach Afrika, um sich die schönen Tiere anzuschauen und abends dann noch schön ein Oryx-Steak grillen bevor es in den Daunenschlafsack geht.
Ich weiß, dass ich hier gerade 2 Themen miteinander vermische (bewusst), doch geht mir manchmal bei solchen Diskussionen der Hut hoch. Mir persönlich ist die Großwildjagd, das Konzept von Jagdfarmen, „Canned Hunting“ etc. komplett fremd. Aus Spaß Tiere zu töten, da fehlt mir jegliches Verständnis. Mir ist aber auch die Massentierhaltung bzw. generell die kommerzielle Fleischproduktionsmaschinerie zu wider. Daher esse ich kein Fleisch. Ich bin mir aber durchaus bewusst, dass sich in meinem Schuhschrank teilweise Lederschuhe befinden und ein Tier hat sein Leben lassen müssen. Das ist inkonsequent. Jeder von uns hat seine eigenen moralischen Grundsätze. Den einen sind fair gehandelte Kleidungsstücke wichtig, pfeifen aber auf bewussten Umgang mit Tieren. Die anderen setzen sich glühend für das Tierschutzrecht ein, schmieren sich aber dick Nutella aufs Brötchen, ohne sich über die Palmöl-Problematik Gedanken zu machen. Bei all dem, was wir heutzutage „falsch“ machen können, verliert man schnell den Überblick. Zumindest ich. Jeder hat doch ein Thema, für das er/sie brennt. Das ist nicht zwingend widerspruchsfrei. Und geht m.E. auch nicht.
Hier wird über Unfalltote auf den Straßen Namibias diskutiert. Darüber, warum man so wenig Mitgefühl äußert (https://www.namibia-forum.ch/forum/11-diverses/293043-mal-wieder-warnung-fahrverhalten-touristen.html?start=30#482493). Und das ist für mich der springende Punkt: Der argentinische Mitarbeiter eines Öl-Konzerns (muss man nicht gut finden, aber es ist nun mal sein Job) kam ums Leben. Dass dies bei einer Großwildjagd auf Elefanten war, scheint ihn bei manchen für Mitgefühl zu disqualifizieren. Das finde ich persönlich bedenklich. Wir urteilen hier über jemanden, dessen Hobby sich nicht mit unseren moralischen Werten vereinbaren lässt.

Zum Thema „Trophy Hunting“: Louis Theroux, African Hunting Holiday: https://www.youtube.com/watch?v=TNIpKL9UxRI
211 Beiträge · seit 201315. Aug. 2017 · #14
Ann_Ka schrieb:
...Wir urteilen hier über jemanden, dessen Hobby sich nicht mit unseren moralischen Werten vereinbaren lässt.

Richtig! Deckte sich sein Handeln mit meinen Wertevorstellungen, bräuchte ich ihn ja nicht für sein Handeln zu verurteilen. "Verurteilen" kann man doch nur bei unterschiedlichen Werteauffassungen.

Es geht mir um den Spaß am Töten, den (Großwild-)Jäger beim Abschuss haben, der mich dazu bringt, diese Leute zu verurteilen.
Auch ich esse gern Fleisch, in Afrika auch gern mal ein Oryx-Steak. Vielleicht musste dieses Oryx sterben, weil es eine Überpopulation gab, ich weiß es nicht. Während eines Reiterurlaub in Island habe ich auch Pferdefilet gegessen und es war sehr lecker. Beide, Pferd und Oryx, hatten bis zu ihrem Tod ein tolles Leben. Das Oryx in Freiheit in der Herde, das Pferd auf riesigen Weiden, ebenfalls in der Herde.
Die Mastkuh in Deutschland hatte vor ihrem Tod meist ein furchtbares Leben. Deshalb esse ich Fleisch aus deutschen Supermärkten nicht gerne, sondern kaufe lieber beim Metzger meines Vertrauens.

Aber zurück zu den Leuten, die in Afrika oder Deutschland viel Geld ausgeben, um ein Tier zu erlegen. Es steht für mich außer Frage, dass es (meist) einen irgendeinen Sinn hat, dieses Tier zu schießen. Ich verurteile die Leute, denen es einfach Spaß macht, zu töten. Soviel Spaß, dass sie sogar bereit sind, dafür auch noch viel Geld ausgeben.

@ Markus615: ja, es gibt Hobbies die sind noch teurer, aber was hat das mit diesem Thema zu tun?
@Can: es gibt keinen Unterschied, ob man in Deutschland, Afrika oder sonstwo aus Spaß tötet. Ich finde es widerlich, egal wo es stattfindet!
Wie kann man Namibia nicht lieben?
291 Beiträge · seit 201415. Aug. 2017 · #15
frau_shrimp schrieb:
Aber zurück zu den Leuten, die in Afrika oder Deutschland viel Geld ausgeben, um ein Tier zu erlegen. Es steht für mich außer Frage, dass es (meist) einen irgendeinen Sinn hat, dieses Tier zu schießen. Ich verurteile die Leute, denen es einfach Spaß macht, zu töten. Soviel Spaß, dass sie sogar bereit sind, dafür auch noch viel Geld ausgeben.

@ Markus615: ja, es gibt Hobbies die sind noch teurer, aber was hat das mit diesem Thema zu tun?
@Can: es gibt keinen Unterschied, ob man in Deutschland, Afrika oder sonstwo aus Spaß tötet. Ich finde es widerlich, egal wo es stattfindet!
Sei froh, dass es hier in Deutschland Leute gibt, die viel Geld dafür ausgeben, Tiere zu erschießen, sonst müsstest du über deine Steuern auch noch dafür aufkommen. Dann ist es mir doch so lieber, denn wie du schon selbst festgestellt hast, irgendwer muss es ja tun!

Vielen Dank an die Jäger, die das für mich tun und so noch meinen Geldbeutel schonen. Ob sie nun Spaß daran haben, ist mir dann auch ziemlich egal, jeder hat halt seine Hobbies.

VG
Holger
2'462 Beiträge · seit 200615. Aug. 2017 · #16
Ich kann immer nur wieder sagen, dass es dem Tier vermutlich völlig egal ist, ob es geschossen wird, weil man abends gern mal ein Oryx-Steak auf den Grill schmeißt oder sich die Hörner an die Wand nagelt. Ob es Spaß am Töten oder Spaß am Futtern ist, ist doch letztlich für das Tier völlig unerheblich und für mich nur eine moralische Abstufung.

Ich halte zwar nichts von Trophäenjagd, finde es aber auch etwas scheinheilig, sich über Jäger zu erheben, aber selbst Fleisch zu essen. Dann würde ich konsequentes veganes Leben ehrlicher finden.
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
890 Beiträge · seit 201615. Aug. 2017 · #17
Aber Frau Shrimp - der Elefant wurde auch aufgegessen, genau wie dein Gaul in Island oder die Oryx in Namibia und der hatte auch ein prima Leben bis dahin.
Der Jäger bekommt für Geld dann den Kopf, den Schwanz und ggf. die Haut. Der Rest wird vermarktet bzw. verteilt und gegessen.
Und das lässt sich Afrika bezahlen. Ich meine, unter diesem Gesichtspunkt ist der spezielle Fall nicht mehr oder weniger zu verurteilen wie den Fleischer, der morgens auf Arbeit geht und dann für Essen auf unserem Tisch sorgt.....
Gruß
5'479 Beiträge · seit 200915. Aug. 2017 · #18
Bei dem Thema Trophäenjagd geht es mir wie einigen anderen hier. Ich kann keinerlei Verständnis dafür aufbringen, wie man das Töten von Tieren als Hobby pflegen kann. Dabei geht es mir weniger um das Wohl der Tiere, denn denen ist es egal, ob sie getötet werden, weil man sich eine Trophäe an die Wand hängen will, oder weil man sie aufessen will. Für mich ist es die Einstellung der Menschen. Töte ich aus Spaß und Vergnügen, so ist mir dies im höchsten Maße suspekt. Ist jemand Förster, Ranger oder Schlachter, so ist es für seinen Broterwerb ebenfalls notwendig Tiere zu töten. Nicht schön, aber es gibt noch viele andere Berufe, z.B. in der Atom- und Rüstungs-Industrie, die nicht unbedingt zur Verbesserung unserer Welt beitragen, aber es kann auch nicht jeder Arzt oder Feuerwehrmann werden.
Zum Thema Mitleid: Wer sich in Gefahr begibt, setzt sich damit auch dem Risiko aus, daran zu sterben. Ich gehe davon aus, dass sich diese Menschen und ihre Angehörigen dessen bewusst sind. Alles andere wäre sehr "blauäugig". Das gilt für alle gefahrgeneigten Hobbys und Tätigkeiten. Insofern kann ich übertriebene Anteilnahme, wenn dabei etwas passiert schlecht nachvollziehen. Würde ich auch bei mir nicht erwarten. Wer einem spannenden Hobby nachgehen will, riskiert damit auch immer etwas und ist auch bereit dazu. Wer das nicht will, sollte lesen oder Briefmarken sammeln.
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211 Beiträge · seit 201315. Aug. 2017 · #19
Danke Topobär! Endlich jemand, der versteht, was ich meine!
Ich verurteile nicht das (legale) Schießen des Tieres, sondern den Menschen, der es aus Spaß am Töten schießt.
Wie kann man Namibia nicht lieben?
zuletzt bearbeitet 15. Aug. 2017
4'129 Beiträge · seit 200815. Aug. 2017 · #20
Der Jäger kannte sein Risiko.
In seinem Fall also schlichtweg sein "selbstgewähltes Lebensrisiko".

So schließt sich der Kreis zur klug gewählten Überschrift:
Die Elefantenjagd ist ihm missglückt.
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt