RandfonteinThemenstarter568 Beiträge · seit 201423. Juli 2017 · #1Hallo liebe Foristi,
Ich fange gerade mit der Grobplanung der nächsten Namibia-Reise für meine Frau und mich an.
Sie soll als Lodge-Tour im Hilux 4x4 im Februar/März 2018 (Regenzeit!) über vier Wochen gehen.
In der Regel mit 2-3 Übernachtungen an einem Ort und zwar in kleinen Lodges ohne Busrummel
bzw. gerne auch auf Gästefarmen (ohne Jagdfarmen).
Ziele: wird eine Art „Westnamibia-Tour“.
Eckpunkte sollen sein:
Die D707, ein paar Pässe (Spreetshogte etc.), mal wieder Sesriem und Swakopmund, dann Spitzkoppe, Erongo, Kunene, Etosha, Waterberg.
Während wir uns in einigen der Gegenden bereits auskennen, sind unsere Erfahrungen mit anderen Regionen veraltet, nicht jahreszeitgemäß oder schlicht nicht vorhanden.
Daraus, und aus dem Forumsstudium, ergeben sich zunächst ein paar Fragen:
1. Aufenthaltsdauer/Übernachtungen an der D707: habt ihr aktuelle Tipps?
2. dasselbe für den Bereich Spitzkoppe/Erongo
3. Palmwag und/oder Hobatere? Wie sind eure Erfahrungen zu der Jahreszeit?
4. Welche Nebenstraßen sind im Kunene mit einem „normalen“ Hilux im Kunene befahrbar
(sofern nicht gerade die Riviere laufen, natürlich)?
5. Wie könnte also eine interessante Route Erongo - Epupa Falls – Etosha aussehen?
6. Tipps für Gästefarmen ohne Jagd und Rummel in allen angesprochenen Regionen?
Was aus der ganzen Geschichte wird, werde ich zu gegebener Zeit natürlich berichten.
Lieben Dank vorab für Euer Mitdenken und eure Kommentare!
Grüßle
Martin
boris1'816 Beiträge · seit 200823. Juli 2017 · #2Hallo Martin,
zu deiner Frage nach den Gästefarmen (das sind auch meine Lieblingsunterkünfte 🙂 : (ich schreibe immer mal dazu, wann ich dort war, da kann sich ja immer einiges geändert haben)
d 707:
kenne nur Namtib, einfach, nette Gastgeber, tolle Landschaft (Stand 2011)
Naukluft:
Rooiklip: ganz toll, schöner Pool, ist wohl nicht mehr self-catering, aber beschwerlich Auffahrt. Für eine Nacht wäre mir allein die Auffahrt zu stressig, aber ihr habt ja Zeit.... (2011)
Wüstenquell ist ja nun mehr oder minder self-catering, anscheinend gibt so eine Art Grundverpflegung, aber fazinierend vonder Landschaft her.
Erongo:
Farm Eileen ist ja wohl geschlossen
Omandumba ist sehr schön, nette Gastgeber, gute Besichtigungsmöglichkeiten. San-Dorf vor Ort. Bungalows bisschen Basic, nah beieinander und zu wenige Stühle, Liegen auf der Terrasse (2016)
Bambatsi: (ist das noch Erongo???, eher nicht. ): Nette Unterkünfte, toller Pool mit schöner Aussicht. (2012)
Etosha:
Vreugde Guestfarm, mein absoluter Favorit, tolle Gastgeber, wundervoller Garten, schöner sauberer Pool mit genügend Liegen und Schatten, phantastisches Essen. 30 Minuten vom Anderson Gate. ( 5x von 2009 bis 2016)
Dieses Jahr im September habe ich noch ein paar Premieren:
Burgsdorf Guest Farm bei Maltahöhe
Barchan Dune am Spreetshoogte Pass
Roidina bei Omaruru
Haasenhof südlich Erindi.
Dazu kann ich naturgemäß noch nichts sagen, sehen aber alle sehr gut aus.
Ich war aber bislang immer im September dort.
Ich hoffe, das hilft ein wenig, und wünsche noch viel Spaß bei der Planung.
Gruß Boris
sternschnubi1'137 Beiträge · seit 201123. Juli 2017 · #3Servus Martin,
ich oute mich jetzt schon als stiller Mitleser, da wir zur selben Zeit ähnliches vorhaben.
Bin schon gespannt, was noch alles an interessanten Vorschlägen so kommt.....
Wir werden allerdings überwiegend im Bushcamper nächtigen.
Viel Spass noch
lg
Uwe
V5-TOM133 Beiträge · seit 201524. Juli 2017 · #4Hallo Martin,
ich antworte jetzt mal auf deine Frage Nr. 5:
5. Wie könnte also eine interessante Route Erongo - Epupa Falls – Etosha aussehen?
Zum Beispiel (schon selber einige Male so gefahren) Swakopmund - Henties Bai - D2342 und D2303 zum Elephant Rock und zur C35 - Uis - Brandberg - Sorris Sorris - D2612 - C39 - C43 via Palmwag und Sesfontein nach Opuwo - C43 weiter nach Epupa.
Von Epupa aus zum Etosha:
Die Route hängt natürlich davon ab, bei welchem Gate ihr in den Park wollt. Wollt ihr zum westlichen Galton Gate oder bei Okaukuejo rein, dann einfach von Epupa wieder runter, C35 via Kamanjab.
Wollt ihr jedoch im Osten, bei Namutoni, in den Etosha fahren, dann müsst ihr via Ondangwa die B1 runterfahren zur C38 und die dann rein. Es gibt im nordöstlichen Etosha noch ein weiteres Gate, das "King-Nehale-Gate" bei Oshivelo. Wenn ihr da durchfahrt, kommt ihr via Fishers Pan nach Namutoni.
Da ihr zur Regenzeit unterwegs seid, könnte es sein, dass die Pads am Kunene (D3700 / D3701) nicht befahrbar sind. Ihr solltet irgendwie nach Ruacana kommen (entweder via C43 / D3701 / D3700 oder via C43 / C35) und von dort aus die C46 nach Ondangwa und von dort aus die B1 bis zur C38 fahren.
Meiner Meinung nach wäre ein westliches Etosha-Gate am einfachsten und schnellsten von Epupa aus zu erreichen. Je nachdem was ihr dann weiter geplant habt und zu welchem Zeitpunkt der Gesamt-Tour ihr den Etosha einbauen wollt, könnt ihr dann ja vom Westen nach Osten (Namutoni) durchfahren und von Namutoni aus dann Richtung Windhoek etc. fahren.
Euch noch eine weitere spannende Planungsphase und schonmal einen schönen Urlaub.
Viele Grüße
Thomas
Hirogen94 Beiträge · seit 201224. Juli 2017 · #5Ich war dieses Jahr im März mit einem Bushcamper unterwegs...
Zu 1. Wir hatten 2 Nächte an der D707 bei Kanaan einen Stopp auf der Campsite. Die Anfahrt war aus dem Süden von Klein Aus Vista. Lodge sah auch gut aus, Campsite ist aber auch gut. Die Zeit mit 2 Nächten fanden wir ausreichend. Ob man noch einen weiteren Stopp woanders einplanen soll, kommt drauf an wieviel Zeit du in Summe hast und wie schnell du Kilometer machen musst.
Zu 2. Von Swakopmund aus sind wir zur Campsite an der Spitzkoppe gefahren. Dort waren wir nur 1 Nacht. Im Nachhinein muss ich sagen, wären mir 2 Nächte lieber gewesen. Durch die Anreise hast du unterm Strich nur wenig Zeit vor Ort. Als Camper ist man ja auch mit anderen Dingen noch beschäftig, außer Sightseeing. Sowas sollte man nie unterschätzen, da viel Zeit für Grillen, Spülen, und hier und da auch Wäsche waschen auf der Tagesordnung steht. Und wenn man nach einen halben Tag fahren ans Ziel kommt, ist auch nicht immer die Lust vorhanden, direkt am Zielort loszulaufen um die Gegend zu erkunden.
Zu 3. Direkt von der Spitzkoppe aus ging es nach Palmwag, auch Campsite. Die Strecke ist locker, incl Stopps bis Palmwag zu schaffen. Wir fanden es bei Pamwag schön. Eine komplett andere Landschaft und spannend. Aber wenn es um Tiere geht, war da nicht viel zu sehen. Dafür war die Landschaft aufgrund des vielen Regens aber schön Grün. 2 Nächte sollte man da aber auch einplanen. Mit nur einer Nacht, kann man dort wenig machen.
Gruß Michael
RandfonteinThemenstarter568 Beiträge · seit 201424. Juli 2017 · #6@boris:
danke, du hast mir schon mal 'ne Menge Stoff zum Recherchieren und Träumen gegeben!
Barchan Dune steht übrigens auch auf meiner Liste, wir scheinen einen ähnlichen Gescchmack zu haben! 😉
Dir viel Spaß im September!
(da geht's für uns ins dann auch trockene Griechenland, dafür im Februar in ein evtl. grüneres Namibia...)
RandfonteinThemenstarter568 Beiträge · seit 201424. Juli 2017 · #7V5-TOM schrieb:Hallo Martin,
ich antworte jetzt mal auf deine Frage Nr. 5:
5. Wie könnte also eine interessante Route Erongo - Epupa Falls – Etosha aussehen?
Zum Beispiel (schon selber einige Male so gefahren) Swakopmund - Henties Bai - D2342 und D2303 zum Elephant Rock und zur C35 - Uis - Brandberg - Sorris Sorris - D2612 - C39 - C43 via Palmwag und Sesfontein nach Opuwo - C43 weiter nach Epupa.
Von Epupa aus zum Etosha:
Die Route hängt natürlich davon ab, bei welchem Gate ihr in den Park wollt. Wollt ihr zum westlichen Galton Gate oder bei Okaukuejo rein, dann einfach von Epupa wieder runter, C35 via Kamanjab.
Wollt ihr jedoch im Osten, bei Namutoni, in den Etosha fahren, dann müsst ihr via Ondangwa die B1 runterfahren zur C38 und die dann rein. Es gibt im nordöstlichen Etosha noch ein weiteres Gate, das "King-Nehale-Gate" bei Oshivelo. Wenn ihr da durchfahrt, kommt ihr via Fishers Pan nach Namutoni.
Da ihr zur Regenzeit unterwegs seid, könnte es sein, dass die Pads am Kunene (D3700 / D3701) nicht befahrbar sind. Ihr solltet irgendwie nach Ruacana kommen (entweder via C43 / D3701 / D3700 oder via C43 / C35) und von dort aus die C46 nach Ondangwa und von dort aus die B1 bis zur C38 fahren.
Meiner Meinung nach wäre ein westliches Etosha-Gate am einfachsten und schnellsten von Epupa aus zu erreichen. Je nachdem was ihr dann weiter geplant habt und zu welchem Zeitpunkt der Gesamt-Tour ihr den Etosha einbauen wollt, könnt ihr dann ja vom Westen nach Osten (Namutoni) durchfahren und von Namutoni aus dann Richtung Windhoek etc. fahren.
Euch noch eine weitere spannende Planungsphase und schonmal einen schönen Urlaub.
Viele Grüße
Thomas
Danke Thomas,
Welches Gate wissen wir noch nicht, hängt von der weiteren Planung ab.
Z.B. davon, welche Route wir nach Norden fahren:
falls wir nordwärts auf Hobatere Station machen, dann eher auf dem Rückweg den Nordosteingang (mehr Tiere dort?),
falls wir weiter westlich hochfahren, dann eher über Hobatere im Westen 'rein.
Welche Route vom Kunene River nach Etosha ist landschaftlich spannender?
Zeit haben wir ja, bzw. nehmen wir uns...
Grüßle
Martin
RandfonteinThemenstarter568 Beiträge · seit 201424. Juli 2017 · #8@Hirogen:
Danke Michael, (hoffe, unser stiller Mitleser Uwe ("Sternschnubi") freut sich über deine Campingtipps, auch wenn er noch keine Zeit hatte, sich zu bedanken. Kommt sicher noch...).
Camping und Lodge-Hopping hat eben beides seine Vor- und Hinterteile! 😉
Ein wesentlicher Grund für unsere Präferenz für Lodges ist, auch mal von einem Standort aus kleinere Exkursionen zu machen, ohne das Camping-Gerödel immer packen zu müssen.
War übrigens gewöhnungsbedürftig, da wir in Europa immer sehr spontan mit "Mini-WoMo", vulgo VW-Sharan mit Latex-Matratze, Kühlbox und Wasserkanister unterwegs sind...)
Bei Lodge-Touren sind Einmalübernachtungen weitgehend sinnlos, weil zu viel Hektik.
Kaum stellst du fest "es ist schön hier", musst du schon weiter, obwohl du dir einen entspannten Tag mit Wanderungen, relaxen, Sundowner-Drive o.ä. machen könntest.
Daher die Entschleunigung und lieber mal 'ne Gästefarm mit rustikalem Charme.
Wobei ich dich und die anderen Camper zwischendurch schon für eure Naturerlebnisse (Sternenhimmel, etc.) beneide,
weil ich ja weiß, worauf ich verzichte...
Liebe Grüße und weiterhin schöne Afrika-Erlebnisse!
Grüßle
Martin
sternschnubi1'137 Beiträge · seit 201124. Juli 2017 · #9Hallo Martin, 🤨
der stille Mitleser bedankt sich selbstverständlich in aller Form und gar nicht still und auch sehr gerne bei @hirogen 😘
Habe das ganze Wochenende gearbeitet und bin erst heute dazu gekommen, weiterzulesen.
Also bitte nix für ungut.....
lg
Uwe
RandfonteinThemenstarter568 Beiträge · seit 201424. Juli 2017 · #10@Uwe: wußt ich's doch... 😄
Hätte mich sehr gewundert, war daher auch mehr "Durchhalteparole" als "Aufforderung"!
Wenn ich daran denke, wieviele WE ich gearbeitet habe, unterwegs war etc....
Frag' blos nicht meine Frau! Wie lange musste die darauf warten, um endlich mit dem Afrika-Virus infiziert zu werden.
Hat dann aber immerhin auf Anhieb geklappt!
Rock on und geruhsamen Feierabend!
Grüßle
Martin
sternschnubi1'137 Beiträge · seit 201124. Juli 2017 · #11Randfontein schrieb:@Uwe: wußt ich's doch... 😄
Hätte mich sehr gewundert, war daher auch mehr "Durchhalteparole" als "Aufforderung"!
Wenn ich daran denke, wieviele WE ich gearbeitet habe, unterwegs war etc....
Frag' blos nicht meine Frau! Wie lange musste die darauf warten, um endlich mit dem Afrika-Virus infiziert zu werden.
Hat dann aber immerhin auf Anhieb geklappt!
Rock on und geruhsamen Feierabend!
Grüßle
Martin
Ja, und die Wahrscheinlichkeit, dass der Infekt schnell chronisch wird ist ja bekanntlich schon sehr groß 🤩 😏
Auch dir/euch einen schönen Feierabend und noch viel Spass beim Planen.....
LG Uwe
V5-TOM133 Beiträge · seit 201524. Juli 2017 · #12Hallo Martin,
also das mit den Tieren im Etosha, bei welchem Eingang mehr zu sehen sind, das lässt sich so nicht beantworten. Das hängt zum einen immer von der Tages-Situation ab und zum anderen - ihr reist in der Regenzeit. Wenn es gut geregnet hat, dann müssen die Tiere nicht zu den Wasserlöchern kommen, sie können dann überall ihren Durst stillen. Vor allem im östlichen Bereich, Fishers Pan und dem Bereich Okerfontein / Springbokfontein; wenn da ausgedehnte Wasserflächen sind, dann werdet ihr außerhalb davon wenig bis keine Tiere sehen.
Die Landschaft ist so "hoch" im Norden eigentlich relativ gleich - Mopanesteppe. Es geht (für mich) mehr darum, ob man vom Himba-/Damaraland in den Etoscha einfahren will oder vom Norden, vom Ovamboland.
2014 bin ich nach einem großen Schlenker vom Süden und von Opuwo und Epupa vom Norden her (Ondangwa) via B1 und C38 zum Fort Namutoni gefahren. Der Norden von Namibia ist sehr interessant, hier leben vergleichsweise viele Menschen. Das Ovamboland ist die dichtbevölkertste Region Namibias. Hier herrscht immer ein reges Treiben in den Ortschaften und auf der Straße. Mir hat das sehr gut gefallen, eine Abwechslung nach dem einsamen Süd- und Mittel-Namibia.
Aber das ist bei euch ja eher eine Planungs-Frage, je nachdem wie die Tour verläuft. Schön wird es allemal werden, garantiert.
Mit Tiersichtungen kann man zu jeder Zeit Glück haben oder nicht. Man sollte sich halt nicht auf eine Etosha-Region beschränken, sondern möglichst breitflächig herumfahren, quasi die Wasserlöcher abklappern. Gut für Löwen-Sichtungen soll z.B. Kalkheuwel sein, ich war 2011 und 2014 zig Male da, kein einziger. Dafür sah ich Ende September 2014 beim Etosha Lookout eine ewig lange Kolonne von Elefanten. Später traf ich auf einer Lodge bei Okahandja Österreicher, die sagten mir, sie hätten im Etosha soviele Löwen gesehen, die hätten sie schon nicht mehr fotografiert. Dafür hatten sie fast keine Elefanten gesehen. So kanns gehen.
Also, weiter noch viel Spaß bei der Planung. Bei mir gehts in knapp 5 Wochen los ... Yippie!
Viele Grüße
Thomas
RandfonteinThemenstarter568 Beiträge · seit 201424. Juli 2017 · #13Hi Thomas und danke für deine Überlegungen.
Eins ist uns beiden klar: Etosha ist kein Zoo! Erst recht nicht in der Regenzeit.
Wir waren auch schon zur Regenzeit in Okaukuejo, ohne eine einzige Sichtung am "legendären" Wasserloch.
Was hat es uns ausgemacht? Nix!
Schon gar nicht, als des Nachts die Leute mit dem Glas in der Hand hergeschwankt kamen,
um entweder ihre "Big sonstwas" vorgeführt zu bekommen oder über die Minderung ihres Pauschalpreises wegen entgangener Urlaubsfreuden zu diskutieren. Und das im April!
Ich mag mir gar nicht mehr vorstellen, wie es dort im August aussieht...
Die Tiere wünschten sich wohl, im Stuttgarter Zoo "Wilhelma" zu sein, damit sie es ruhiger hätten.
Löwen sehen wir eigentlich immer und fast überall. Der Trick ist: sucht nicht danach!
Wir freuen uns auch an fröhlich hüpfenden Springbock-Herden oder stolzen Oryxen.
Zur Belohnung laufen uns dann mal drei Geparden über die Straße...
Namibia heißt für uns, die Natur zu erleben, nicht Strichlisten abzuhaken.
Die Elefanten, die uns Etosha bisher vorenthielt, haben wir zu Hunderten in Südafrika erlebt,
mit allen anderen der "Big 5" übrigens,
aber wir sind keine Jäger, und so interessiert uns auch diese Klassifizierung weniger.
Das erste Wildtier, das ich in Südafrika völlig überraschend aus der Nähe gesehen habe war ein Spitzmaulnashorn.
Das ist jetzt über 30 Jahre her, vielleicht entspannen solche Begegnungen den Druck des "sehen müssens".
Ein paar Fragen zu D 707, Erongo und Kunene bleiben noch offen, vielleicht gibt's dazu noch weitere Ideen.
Nicht nur für mich, sondern auch für sternschnubi, den Camper mit ähnlicher Route...
Dir, Thomas, erst mal schönen Restabend und einen geilen September-Trip!
Grüßle
Martin
Nachtigall202 Beiträge · seit 201425. Juli 2017 · #14Hallo Martin, hallo Uwe,
auch wir planen für kommendes Frühjahr eine West-Nord-Namibia-Tour unter ähnlichen Umständen: Mitte April bis Mitte Mai, Hillux, Unterkunft in eher rustikaleren Gästefarmen, Zeltunterkünften etc.
Daher verfolgen wir Eure Diskussionen/Überlegungen mit Interesse und wollen gerne auch unsere Planungen mit einbringen. Unsere grobe Route wird bisher ungefähr so aussehen:
- Windhoek
- Spitzkoppe
- Twyvelfontain
- Camp Aussicht
- evtl. Kunene River Lodge
- Etosha (6 N), im Park
- Caprivi bis hinten m. Tagesausflug Victoriafälle
- zurück nach Windhoek über Waterberg oder ??
In den Süden wollen wir dieses Mal nicht, sondern Regionen anschauen, die wir letztes Jahr nicht gesehen haben.
zu der Frage Unterkunft an der D 707 - auch wir waren sehr gerne im Namtib Biosphere Reservat. Sehr schöne Landschaft, gute Wander- Spaziergang-Möglichkeiten, nette Unterbringung.
Viele Grüße
Anne
zwischen 1991 und 2008 diverse Aufenthalte Jemen - 2011 Südafrika - 2013 Kamerun - 2016 Namibia - 2018 Namibia
RandfonteinThemenstarter568 Beiträge · seit 201425. Juli 2017 · #15Hi Anne,
ihr scheint ja auch ordentlich Zeit zu haben. Mir fallen dabei die 6 Nächte in Etosha auf.
Die würde ich etwas kürzen, evtl. zu Gunsten Onguma, Hobatere oder anderswo außerhalb.
Oder als Manoeuvriermasse, falls euch die Zeit im Caprivi ausgeht.
Der Vorteil bei Übernachtung im Park ist, daß ihr schon zu Sonnenaufgang eine Tour fahren könnt, und abends die Zeit bis Sonnenuntergang ebenfalls. Sechs Nächte staatlicher "Gastlichkeit" und Bustour-Rummel wären mir aber zuviel.
Ob es am berühmten Nachtwasserloch im April/Mai etwas zu sehen gibt, kommt auf die Regensaison an.
Im April 2014 war dort z.B. "tote Hose". Und wenn was los ist, ist das Zoo-Feeling mit Blitzlichtgewitter und Bierparty auch nicht Jedermann's Sache...
Am Waterberg scheiden sich ja die Geister. Wir finden es einen schönen Platz zum Ausklang.
Da sollte man sich evtl, aber schon die Plateau-Lodge mit ihrer Wahnsinns-Aussicht genehmigen.
Habt ihr schon einen genauren Plan, wie ihr eure Norwestschleife anlegt (Camp Aussicht, Kunene River und weiter Richtung Etosha?). Das ist eine Ecke, in der ich mir noch nicht ganz schlüssig bin.
Weiterhin viel Spaß beim Planen!
Grüßle
Martin
RandfonteinThemenstarter568 Beiträge · seit 201427. Juli 2017 · #16Nachdem dem Forum nicht mehr allzuviel einfällt,
habe ich mich an einen spezialisierten Veranstalter für weitere Tipps gewandt.
Warte auf Antwort, von der ich hoffe, daß auch andere Foristi davon profitieren.
Danke all den (wenigen) bisherigen Tipp-Gebern.
Da ich mehr "Danke" als Beiträge habe und seither nie selbst um Tipps gebeten habe, gehe ich davon aus,
daß das mit dem "Geben ist seliger als nehmen" hier echt funktioniert, mindestens bei mir! 😄
Vielleicht hätte ich einen Reisebericht von der letzten Tour einstellen sollen.
Dagegen spricht meine mangelhafte Kameraausrüstung und meine Zurückhaltung hinsichtlich eventueller Darmprobleme meiner Partnerin oder sonstiger sanitärer Aspekte.
Unsere Bilder sind für uns "ganz toll", weil wir damit Erlebnisse verbinden.
Hier im Forum müssten wir sie verschämt als "Beweisfotos" deklarieren wg. mangelnder "Qualität".
Kein Vorwurf an Irgendjemanden, schon gar nicht an die tollen Fotografen!
Freue ich mich doch selbst an deren Bildern!
Langer Rede kurzer (Schwach-)Sinn: ein wenig maskulines Straußen-Gehabe, ersatzweise feminine Gesprächigkeit,
fördert die Forums-Kommunikation ungemein! 🙂
Ich bitte, mir meine diesbezüglichen Defizite nachzusehen, bin eben nur ein Mensch...
Weiterhin viel Freude mit diesem tollen Forum, und wo ich helfen kann, werde ich dies weiter tun!
Grüßle
Martin
Pleuro354 Beiträge · seit 201427. Juli 2017 · #17Hallo Martin,
Zur D707 : Wir kennen Gunsbewys, Koiimasis und Kanaan. Gunsbewys ist momentan nicht buchbar, wie ich gelesen habe. Koiimasis liegt "nur" in den Tirasbergen, hat also keinen Anteil an den Dünen der Namib. Der Vorteil : Man kann mit dem eigenen Fahrzeug auf dem Gelände der Lodge/Farm fahren. Kanaan hat Anteil an beiden Landschaftsformen und bietet viele Fotomotive. Da die Zahl der neuen tented Camps auf 8 begrenzt ist, gibt es auch keinen Bustourismus. Nachteil : Man kann nur geführte Touren unternehmen; aber selbstgeführte Wanderungen sind möglich.
Zu Wüstenquell : Auch wenn die Lodge auf Selfcatering umgestellt hat, können wir sie unbedingt empfehlen. Unterbringung in einem der beiden Mountainchalets (wir kennen beide und finden beide schön). Wenn Ihr direkt von Süden kommt, ist die Verpflegungssituation etwas kritisch. Die Lodge bietet für diese Fälle abends ein einfaches warmes Essen (z.B. Gulasch mit Reis) und morgens ein Frühstück an. Da der Weg vom Chalet zum Lodgegebäude nur 3 km beträgt, ist dieses Verpflegungsproblem lösbar. Solltet ihr von Swakopmund kommen, kann man dort die nötigen Lebensmittel besorgen. Die Chalets sind zum Kochen und Essen entsprechend ausgestattet. Die Vorteile : Man kann mit dem eigenen Fahrzeug auf dem riesigen Gelände der Lodge selbst fahren; man kann auf mehreren markierten Wegen wandern und die Landschaft ist sehr zeizvoll.
Noch ein Tipp : An den westlichen Ausläufern des Khomashochlandes liegt im Gebirge die einsame Kobo Kobo Hills Lodge. Nur wenige Hütten (wir waren dieses Jahr im April die einzigen Gäste), eine liebevolle Umsorgung, sehr gutes Essen, absolute Ruhe und Wandermöglichkeiten.
Zum Erongo : Die Hohensteinlodge liegt am Westrand des Erongos und bietet wegen der kurzen Entfernungen die Möglichkeit zu Tagesausflügen an die Spitzkoppe und zur Ameib Ranch mit den dortigen landschaftlichen bzw. kulturellen Highlights : die Granitformen am Elefantenkopf mit einfachem Klettersteig und Bullsparty oder die Wanderung zur Philipp's Cave mit ihren Höhlenmalereien. Außerdem bietet die Hohensteinlodge ein interessantes dreitägiges Programm namens "Absolute Erongo" an mit einer Wanderung hinauf zu den Mineraliensammlern, den Small Miners, am Hohenstein und die Übernachtung auf Etemba mit geführten Wanderungen zu Felsmalereien in einer abwechslungsreichen Landschaft. Genaueres auf der Homepage von Hohenstein.
Zu all diesen Angaben findest Du weitere Hinweise bis zu GPS-Daten und Bildern in unseren Reiseberichten.
Vielleicht konnte ich Dir ein bisschen helfen.
Einen freundlichen Gruß
Dieter
Nachtigall202 Beiträge · seit 201428. Juli 2017 · #18Hallo Martin,
stimmt schon: wir haben - da "eigentlich" nicht mehr im Arbeitsprozeß - ziemlich viel Zeit für unseren nächste Namibiatour, aber doch nicht genug Zeit, um jeden Tag ins Forum zu schauen, auch wenn es verführerisch ist. Gerade, wenn man beim Planen ist. Danke für Deine Anmerkungen zu unserem Plan. Die 6 Nächte im Etoshapark haben wir ganz bewußt eingesetzt. Letztes Jahr waren es 5 Übernachtungen (2 Okaukuejo/1 Halai/2 Namutoni) und die haben wir sehr genossen. Wir können gut Abstriche machen bei Unterkunft und Verpflegung, die Vorteile im Park zu sein, überwiegen.
Wobei der Rummel damals gar nicht so groß war und wenn man den ganzen Tag auf Achse ist, ist man ja sowieso meistens alleine. Für den Nordwesten stehen bisher nur Camp Aussicht und doch wahrscheinlich die Kunene River Lodge fest. Dann wollen wir wieder runter fahren zum Etosha, ich habe noch nicht geschaut, ob man gleich bis Okaukuejo kommt, wahrscheinlich ist ein Stop vorher noch besser. Wir sind eher langsam und bleiben gerne öfter mal 2 Nächte. Jedenfalls sind wir - zwar nicht ängstlich - aber keine 4x4 offroad-Junkies, die die Herausforderung suchen. Von daher kann ich Dir da keine weitergehenden Tipps geben.
Im Waterberg waren wir letztes Jahr auch und mochten es sehr, eine wunderbare Landschaft. Das würden wir auch nochmal machen, wollen aber erst mal sehen, ob es nicht noch interessante, uns noch nicht bekannte Strecken gibt.
Ich verfolge aber interessiert, wie Eure Planungen sich konkretisieren und werde auch gerne unsere weiteren Planungen /Überlegungen vorstellen. Ob das jemand was bringt, weiß ich nicht.
Viele Grüße
Anne
zwischen 1991 und 2008 diverse Aufenthalte Jemen - 2011 Südafrika - 2013 Kamerun - 2016 Namibia - 2018 Namibia
RandfonteinThemenstarter568 Beiträge · seit 201428. Juli 2017 · #19Danke dir, Dieter,
auch für die Hinweise auf deine Reiseberichte.
Für mich bist du einer der "Starfotografen" mit denen ich mich nicht messen kann und will.
Daß du trotzdem ein Herz für "Normalos" hast, ehrt dich!
Etwas zu beißen werden wir schon finden, Gulasch mit Reis wäre für uns auch eine volle Mahlzeit,
wir haben aber auch schon im afrikanischen Regen gegrillt, und Spaß dabei gehabt.
Sterneküche muß ich schon zu Hause nicht haben, noch weniger in Namibia.
Self-catering ist kein Problem, nur das ewige Auf-und Abbauen schreckt uns als "Sharan-Camper".
Da hat sich dann die Lodge-Affinität durch das 30-Jahre lange Versprechen einer Traumreise ergeben.
Die war ein voller Erfolg hinsichtlich des Afrika-Virus für meine Frau, die sich das über Jahrzehnte mehr als verdient hatte.
Und so sind wir seit Jahren hin-und hergerissen zwischen manchmal peinlichem Lxus und ähnlich peinlichem Vermeiden desselben.
Ich bin ja auch "Milchstrasse-Fan". Strahlende Augen meiner "one & only" relativieren das allerdings.
Ein gemeinsamer sundowner und ein paar nette Gespräche am Abend können das auch mal vergessen machen...
Schwer zu erklären für einen Aussenstehenden, aber du weißt wohl, was ich meine! 🙂
Daher der Tipp für "Nachahmer":
Liebe, gemeinsames Erleben und Freude daran ersetzt locker den nicht gesehenen Wüstenelefanten.
Oder er zeigt sich euch gerade deshalb, Nur nicht verkrampfen!
Löwen gibt es ohnehin en masse, wenn ihr nicht danach sucht... 🙂
RandfonteinThemenstarter568 Beiträge · seit 201428. Juli 2017 · #20Hi Anne,
danke für deine Überlgungen. Für einen "offroad-Junkie" bin ich wohl eh zu alt.
Vom Kunene kommend würde ich nicht nach Okaukejo "durchbrettern".
Dann eher einen Stopp in Hobatere machen und nach zwei Nächten von dort über den Westen rüberrumpeln.
Haben wir allerdings auch noch nicht gemacht, nur geplant...
Als Alternative zum Waterberg bieten sich allerlei "Tierprojekte" an. Muss einem eben liegen,
Wer unbedingt "Kätzchen streicheln" möchte, findet da Einiges.
Ob das was für Euch ist, weiß ich nicht, Für uns eher nicht..,.
Ich selbst fand es schon eher peinlich, daß man unterhalb des Waterberg Wasserböcke angesiedelt hat,
die dort echt nicht hingehören - so schön sie auch sind...
Purist zu sein, geht andererseits auch nicht mehr.
Zu viel hat der "intelligente" Mensch zerstört und tut es noch...
Euch einen schönen Urlaub!
Grüßle
Martin