DODoePomThemenstarter15 Beiträge · seit 201515. Juli 2017 · #1
Hallo Forum,
angesichts des deutschen Sommerwetters ist es höchste Zeit, sich mit der Planung des nächsten Afrikabesuchs zu beschäftigen.
In der zweiten Novemberhälfte sind 16 freie Tage zu verplanen. Nachdem wir einige Male in Südafrika und vor zwei Jahren auch bereits einmal in Namibia waren, ist meine Idee dieses Mal den Caprivi-Streifen zu besuchen. Wie gesagt, Afrika ist uns grundsätzlich nicht neu, allerdings hält sich unsere 4X4-Erfahrung, abgesehen von der kurzen Tiefsandpassage am Sossusvlei, bislang in überschaubaren Grenzen.
Bevor ich mich zu sehr in meine Idee verrenne, könnte ihr mir vielleicht bei einigen Fragen behilflich sein: 1. Die zweite Novemberhälfte zählt im Caprivi schon zur Regensaison. Ist es da überhaupt eine gute Idee dorthin zu fahren? Vor allem im Hinblick auf die Befahrbarkeit der Pisten in den Nationalparks und auf die Chancen trotzdem tolle Wildsichtungen zu erleben? 2. Wie stehen die Chancen so kurzfristig überhaupt noch passende Unterkünfte zu finden? Der Plan wäre überwiegend in Lodges / Chalets bzw. wo möglich in den Nationalparks zu übernachten. Oder wäre ein Dachzelt das Schlafmöbel der Wahl?
3. Falls ihr die ersten beiden Fragen trotz meiner Bedenken mit ja beantworten könnt, welche Tipps könnt ihr mir für die Route geben? Momentan hab ich folgende Ideen und Fragen: - Angesichts der Regenzeit und unserer Reisedauer, wie tief in den Caprivi sollten/können wir fahren? Mich würde ein Besuch des Mudumu NP reizen, auf den Mamili NP hätte ich zwar auch Lust, aber spätenstens dort habe ich doch etwas Respekt vor den (überfluteten) Pistenverhältnissen. Oder sollten wir lieber nach dem BwaBwata umkehren und stattdessen auf dem Rückweg noch ein paar Tage im Etosha vorbeischauen? - Lohnt sich Ende November ein Abstecher zu den Vic Falls oder sollten wir uns den ersten Besuch dort lieber für den afrikanischen Winter aufsparen? - Falls die Vic Falls in die Route integriert werden, schafft man in gut zwei Wochen die Strecke die Strecke Windhuk - Vic Falls hin und zurück? Oder sollten wir lieber nur in eine Richtung fahren? Kostentechnisch wäre die Rundreise vermutlich die günstigere Alternative, da der Verbindungsflug und die Einwegmiete für das Auto entfallen würden. - Kann man vom Caprivi aus Tagesausflüge nach Botswana, z.B. in den Chobe unternehmen? Oder dauern die Grenzüberfahrten so lange, dass uns vor Ort keine Zeit mehr bleibt? - Habt ihr noch andere Ideen, die auf keinen Fall bei einem Besuch im Caprivi fehlen dürfen?
Würde mich freuen, wenn ihr mir bei der ein oder anderen Frage behilflich sein könntet.
Viele Grüße Christian
kalachee1'059 Beiträge · seit 200615. Juli 2017 · #2
Hallo Christian
Selber war ich im November noch nicht in der Gegend unterwegs, sonst aber schon öfter während der Regenzeit, zuletzt im Januar und Februar 2016. Grundsätzlich empfinde ich es überhaupt nicht als etwas, das einem vom Reisen in diese Region abhalten sollte. Es ist ja nicht so, dass es dort dann wochenlang jeden Tag ununterbrochen wie aus Eimern schütten würde. Klar könnte es mal während mehreren Tagen am Stück so sein, erlebt habe ich das so aber noch nie und die Regengüsse waren meist einfach heftig aber dafür nur kurz. Voraussetzung ist einfach ein gewisses Mass an Flexibilität und wenn ihr die mitbringt, steht einer Reise in die Zambezi-Region nichts im Wege.
Wenn nun also zum Beispiel ein Mudumu oder Mamili nicht zu erreichen ist wegen Überflutungen, müsst ihr halt so flexibel sein, eure Pläne über den Haufen zu werfen und woanders hin zu fahren oder zu bleiben, wo ihr gerade ward. Ich selber bin Camper, von daher kann ich nicht beurteilen, wie die Buchungslage zu der Zeit in den Lodges dort ist. Freie Campsites dürften sich aber immer finden lassen und so kann man wirklich sehr flexibel sein.
Tagesausflüge vom Caprivi selber in den Chobe halte ich für keine besonders gute Idee. Vom Grenzübertritt, der eine gewisse Zeit beansprucht, ist es dann ja nochmals eine kleine Ecke zu fahren, bis man wirklich im Chobe (Riverfront) drin ist und das wäre für mich dann zu viel verschwendete Zeit. Bis dahin ist der Vormittag doch schon ziemlich fortgeschritten, das gute Licht weg und die Tiere ziehen sich allmählich zurück.
Über genaue Routenvorschläge habe ich mir jetzt gerade noch keine Gedanken gemacht, wollte jetzt erstmal diese grundsätzlichen Überlegungen loswerden.
ich kann alles von Sam bestätigen. Dass im November schon vieles arg nass ist, halte ich nicht für so wahrscheinlich. Und wenn doch, dann halt flexibel reagieren.
Bei 16 Tagen insgesamt bleiben 14 Tage vor Ort, da würde ich nicht zu viele "Abstecher" in weiter entfernte Gegenden machen, sondern mich auf den wunderschönen Caprivi konzentrieren. Ihr braucht auch jeweils eine Nacht auf dem Hin- und Rückweg. Wir sind in Namibia begeisterte Camper (Bushcamper) und für mich würde die Tour so aussehen:
Nur mal so als grobe Vorstellung, zum Schluss die Unterkunft, um schon näher an Windhoek zu sein und zum "Runterkommen".
Viele Grüße Karin
P.s. Das einzige, was mich von Caprivi im November abhalten könnte, wäre die zu erwartende Hitze.
Würde sollte niemals ein Konjunktiv sein.
Namibia 2016: Infos zu Auto+Camps+die "Jahrhundertsichtung"
Namibia 2015: Namibia - Mein Seelenland
Namibia und Botswana 2014: Überraschungstour Namibia und Botswana mit Guide
Namibia 2013: Drei Heidjer in Namibia - Guck mal, Elefanten!
kalachee1'059 Beiträge · seit 200615. Juli 2017 · #4
Stimmt, das hatte ich vergessen zu erwähnen. Es kann zu der Jahreszeit wirklich ziemlich bis sehr heiss sein in der Gegend. Das sollte man dann schon können und sich dessen auch bewusst sein.
Toller Routenvorschlag, Karin! 3 Nächte Mavunje würde ich jederzeit auch wieder einbauen. Längst kein Geheimtipp mehr, aber es ist wirklich einfach wunderschön da.
wüstenfee749 Beiträge · seit 200615. Juli 2017 · #5
hallo Christian,
November ist eigentlich ein schöner Monat. Sicher regnet es schon mal, aber überwiegend ist tolles Wetter. Ich kann Dir mal als Anhaltspunkt unsere Route 2013 einstellen. Die ist zwar etwas länger als 16 Tage, aber den einen oder anderen Tag kann man sicher streichen. Wir waren mit einem Hilux und Dachzelt unterwegs. Reserviert hatten wir nur Senyati und Ihaha
Statt Roy´s Restcamp könnte man, wenn es etwas schöner sein soll, die Gästefarm Wildacker (nördlich von Grootfontein) einbauen.
LG Logi
swisschees1'715 Beiträge · seit 200615. Juli 2017 · #7
Hallo Christian
Regen ist möglich aber nicht zwingen, heiss wird es aber ziemlich sicher. Da bist Du dann vielleicht auch mal froh über eine Abkühlung.
Wir haben im Oktober/November 2009 eine 4 Wochen Tour gemacht welche ich Dir mal abgekürzt zusammen gestellt habe. Es sind nur die Eckpunkte drin, an diesen kannst Du viele Dinge unternehmen. Je nachdem wie lange Du Dich an den einzelnen Orte aufhälst kannst Du auch noch eine Schleife zur Etosha einbauen.
DODoePomThemenstarter15 Beiträge · seit 201515. Juli 2017 · #8
Hallo,
vielen Dank an alle für die schnellen und hilfreichen Antworten.
Ich habe für mich schonmal zwei Sachen mitgenommen: 1. Caprivi im November ist keine so schlechte Idee. 2. Auf das Wesentliche konzentrieren und andere schöne Abstecher (Vic Falls, Botswana) auf ein anderes mal verschieben. 😉
Auf der Basis eurer Vorschläge werde ich dann jetzt etwas detaillierter in die Planung von Route und Unterkünften einsteigen. Mal schauen was sich da noch so für spannende Orte finden lassen...
November ist prima für den Zipfel, sofern dir Temperaturen jenseits der 40 Grad nichts ausmachen. Da der Regen von Nordosten kommt, regnet es - wenn überhaupt - in dem Gebiet als allererstes. Ihr müsst Euch also auf vereinzelte Schauer einstellen. Die Wildbeobachtung ist davon wenig zu dieser Zeit beeinflusst.
Ich würde mir im Zipfel drei Stationen suchen: Westen (Popa, Bwabwata Buffalo Core), Zentrum (Mudumu, Nkasa, Horseshoe) und Osten (Chobe). Jeweils würde ich mind 3 Nächte einplanen. Gegen einen Tagesausflug auf die botswanische Seite des Chobe spricht nichts, wobei ihr die nötigen Papiere fürs Auto braucht (die meisten Vermieter lassen sich das einmalig mit bis zu 1500 Rand vergüten). Ihr könnt aber einen solchen Abstecher (ich persönlich mag die Chobe Riverfront rein gar nicht - gleiches, nur ohne viele Touristen, erlebt ihr auch von der Namibia-Seite aus) auch z.B. geführt mit Caprivi Adventures (ehemals Tutwa; https://www.capriviadventures.com/) machen. Spart den "Stress" mit dem Fahrzeug die Grenze zu passieren.
Wenn es der Geldbeutel zulässt, dann mindestens 2 Nächte auf einem Hausboot (Zambezi Princess, Pangolin Voyaer oder großer und noch teurer Zambezi Queen) einplanen. Ein einmaliges Erlebnis.
Viele Grüße aus Windhoek Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
DODoePomThemenstarter15 Beiträge · seit 201515. Juli 2017 · #10
Hallo,
das war doch mal ein produktiver Nachmittag. Dank eurer Tipps habe ich zumindest eine erste, gute Idee für eine Route.
Nochmal kurz zurück zum Thema Straßenhältnisse. Wie gut sind die Pisten in den Nationalparks bzw. wieviel Offroad-Erfahrung wird eurer Meinung nach benötigt? Kann man das auch als relativer Einsteiger gut bewältigen?
Ansonsten müsste ich wohl doch auf die Idee mit dem Hausboot zurückgreifen. Das sieht schon richtig gut aus, aber entsprechend sind die aufgerufenen Preise recht sportlich. Da sollte ich vielleicht doch erstmal den Rest der Reise durchkalkulieren... 😛
Und dann gibt es noch, soweit ich weiß, Möglichkeiten am Panhandle bei Shakawe in Botswana. Das käme dann in Frage, falls Ihr Euch für die Route von Swisscheese s.o. entscheiden solltet:
Wie gut sind die Pisten in den Nationalparks bzw. wieviel Offroad-Erfahrung wird eurer Meinung nach benötigt? Kann man das auch als relativer Einsteiger gut bewältigen?
gut sind sie nicht, aber wenn es nicht zu viel geregnet hat gut zu fahren.
Nur nochmal zur Klarstellung bzgl. der verlinken ersten 4 "Hausboote" von Logi. Es handelt sich um sogenannte "Camperboote", die natürlich in einer anderen Liga spielen (was Komfort aber natürlich auch Preis angeht). Ist eben Camping vs. Lodge.
Viele Grüße Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
DODoePomThemenstarter15 Beiträge · seit 201530. Juli 2017 · #13
Hallo zusammen,
mit euren Tipps und ein wenig Internetrecherche ist die Route inzwischen deutlich konkreter geworden. Momentan sieht der Plan wie folgt aus:
Was haltet ihr auch angesichts der Reisezeit Ende November von dieser Route? Lohnt sich z.B. der Abstecher zum Chobe? Oder sollte ich den weglassen und dafür an anderer Stelle eine zusätzliche Nacht anhängen? Ich hätte auch nichts gegen eine zweite Nacht am Waterberg, dann könnte man dort ein wenig wandern gehen.
Habt ihr noch weitere Tipps zu guten Unterkünften in der Gegend?
Viele Dank an alle und einen schönen Restsonntag! Christian