Von unserer 5. Namibiareise im April/Mai 2017 möchten wir wieder Bilder zeigen, die die Schönheit des Landes Namibia widerspiegeln. Landschaftsfotografie steht im Vordergrund. Anders als gewohnt begleitete uns fast täglich ein bewölkter Himmel; zum Fotografieren nicht immer einfach, aber durch die rasch wechselnden Lichtverhältnisse mit den damit verbundenen Farbnuancen sehr reizvoll. Oft musste es schnell gehen, wenn der bewölkte Himmel ein kurzes Wolkenloch beim Sonnenauf- oder untergang signalisierte.
Die Stationen unserer vierwöchigen Reise:
Intu Afrika Zebra Lodge Fish River Lodge Klein Aus Vista - Eagle´s Nest Kanaan Wolwedans Sossus Dune Lodge Zebra River Lodge Rostock Ritz Desert Lodge Kobo Kobo Hills Lodge Wüstenquell - Klipp Drift Ameib-Ranch Okaukuejo Mushara Lodge
Teil 205. Juni 2017
Unser Spaziergang zum Sonnenuntergang über die roten Dünenkämme der Kalahari auf der Intu Afrika Zebra Lodge stimmte uns auf Namibia ein. Ein schöner Platz zum Ankommen.
Hätten wir geahnt, dass der erste eher spielerische Versuch, mit der neuen Kamera von der Terrasse unseres Bungalows auf der Fish River Lodge die Milchstraße zu fotografieren, so gut wie der einzige bleiben sollte ( das Zeitfenster war mit Neumond zwar gut gewählt, aber der Abend für Abend wolkenverhangene Himmel war nicht kalkulierbar ), wir hätten uns wahrlich mehr angestrengt auf der Suche nach einem geeigneten Vordergrund. Zähneknirschend bekamen wir an jedem Abend beim Blick zum Himmel die alte Wahrheit bestätigt: Verschiebe nichts auf Morgen!
Die Lodge liegt zwar atemberaubend schön am Rande des Canyons, aber wegen der hier sehr breiten Verebnungsflächen ist der Blick in den Canyon nicht so spektakulär wie an der Ostseite.
Wer die etwas anstrengende Anfahrt zur Fish River Lodge macht, verbindet dies meist mit einem Tagesausflug in den Canyon.
Ein besonderes Erlebnis sind die Sonnenauf- und untergänge am Canyonrand.
Teil 306. Juni 2017
Die drei Tage in "unserem" Eagle´s View Chalet in Klein Aus Vista bleiben uns in bester Erinnerung.
Dieses Chalet gehört wegen seiner einsamen Lage, seiner Ausstattung und dem traumhaften Ausblick bei wechselnden Lichtverhältnissen zu unserer Lieblingsunterkunft. Den Gästebucheintrag von Tina: "Es gibt Tage, an denen man sich Unendlichkeit wünscht" können wir voll bestätigen.
Auch die mehrstündige Wanderung durch die Berge auf dem "Geistertrail" hat uns sehr beeindruckt.
Der "Old Hudson" in der Geisterschlucht ist für alle Fotografen ein Top-Motiv, besonders zum Sonnenuntergang mit "unseren" Wolken.
Und wenn dann auf dem Rückweg zu unserem Chalet für einen kurzen Moment eine Farbexplosion am Himmel stattfindet, schmeckt der anschließende Sundowner um so besser.
Teil 408. Juni 2017
Der Tagesausflug ins Diamantensperrgebiet lässt sich von Klein Aus Vista aus gut organisieren. Wir besorgten uns am Tag zuvor einen Frühstückskorb, fuhren bei Tagesanbruch los nach Lüderitz, stellten unser Auto sicher auf dem Hof von Coastways Tours ab und fuhren um 9 Uhr durch die Sicherheitskontrolle am Rotkop-Gate ins Diamantensperrgebiet ein.
Unterwegs zwei kurze Stopps bei den alten Bahnhöfen Garub und Grasplatz.
Viele Relikte aus der Zeit des aktiven Diamantenabbaus liegen im Sand, als wären sie gestern hingeworfen worden, inzwischen aber sandgestrahlt und verrostet. Geistersiedlungen geben Einblick in die Arbeits- und Lebensbedingungen vor über 100 Jahren. Motive über Motive für Fotografen.
Die Pumpstation Grillenthal
Ein Außenposten
Trotz Wüste eine große Pflanzenvielfalt
Lithops (Namibia Ponderosa)
Namibia Bonsai (Othonna furcata)
Die Minensiedlung Pomona
Arzthaus von 1912
Schulhaus
Die Landschaft wirkt wie von einem anderen Stern.
Das Märchental, in dem man zu Anfang des Booms eimerweise Diamanten zusammengelesen hat und das deshalb diesen Namen bekam.
Und als Abschluss des Ausflugs der Bogenfels, der mit 50 Metern Höhe größte Sea Arch des südlichen Afrika.
Wer diese neunstündige Tour bei schwüler Hitze oder heftigem Wind auf sich nimmt, braucht Kondition und Durchhaltevermögen, wird aber auch mit einem einmaligen Erlebnis belohnt.
Mit diesem Sonnenuntergangsbild vom Sperrgebiet nahe Lüderitz nahmen wir Abschied von dieser rauen Landschaft.
Teil 510. Juni 2017
Hochgespannt und mit gemischten Gefühlen fuhren wir zum Kanaan N/a`an ku se Desert Retreat. Wir waren im April Hermis letzte Gäste, haben mit ihm zwei intensive Fototage verbracht und den schmerzlichen Abschied von seinem Land miterlebt.
Die nach dem Verkauf an Naankuse skeptischen bis negativen Kommentare (u.a. hier im Forum) über die Zukunft dieses für uns schönsten Landstrichs in Namibia hatten wir im Hinterkopf. Um es kurz zu machen: Die beiden jungen Manager Kai und Marlies von Naankuse führen die Lodge aus acht Tented Camps und acht Campgrounds im Sinne eines schonenden Umgangs mit der Natur. Ziel ist kein Massentourismus; eine Erweiterung der Unterkünfte ist nicht geplant; der Abriss aller Zäune, wie er beim benachbarten Biosphärenreservat schon praktiziert wurde, um dem Wild freie Bewegungsmöglichkeit zu geben, ist geplant.
Und dennoch gibt es etwas, das nicht ganz in dieses Konzept passt: das Gepardengehege. Zwar handelt es sich bei den beiden Geparden um Jungtiere, deren Mütter erschossen wurden und die bei Naankuse aufgepäppelt wurden mit dem Ziel der Auswilderung; aber Auswilderung kann nicht funktionieren, wenn die Tiere täglich gefüttert werden und die Fütterung bei den Gästen als Aktivitätsprogramm vermarktet wird.
Wer als Fotograf zu Hermis Zeiten begeistert von Kanaan war, wird auch jetzt voll auf seine Kosten kommen, denn die Motive sind unerschöpflich und das Angebot der Lodge, diese auch zu zeigen, ist gut. Nur auf die große Oryxherde aus Hermis Zeiten muss man verzichten. Sie wurde in der Zeit zwischen seiner Abreise und der Ankunft der neuen Besitzer auf dubiose Weise abgeschlachtet.
Achtung, viele Landschaftsfotos folgen! 😄
Dancing trees
Waltzing Matilda (Hermi hatte allen seinen Bäumen Namen gegeben)
Die drei folgenden Fotos entstanden beim Sonnenuntergang bei rasch wechselnden Lichtverhältnissen innerhalb kürzester Zeit. Wir können uns nicht entscheiden, welches das beste ist. 😉
Dünen im Sonnenaufgang
Dünen im Sonnenuntergang
Blick auf die Tirasberge
Auf Hermis "Hausberg" bei Sonnenaufgang
Auf dem Rückweg zeigte Kai uns noch die beiden Geparden.
Die Lodge vom "Hausberg" aus gesehen
Blick auf den "Hausberg" von der Lodge aus.
Noch ein Tipp für Landschaftsfotografen. Lasst euch die Chance nicht entgehen, vom "Hausberg" den Sonnenaufgang zu fotografieren. Ihr seht den Berg auf dem letzten Foto mit den Tented Camps als sandbedeckten Hügel im rechten Bildmittelgrund. Ihr erreicht ihn zu Fuß von den Chalets, indem ihr den Hang hinunter geht, euch rechts am Zaun des Gepardengeheges entlang haltet, beim Eingangstor zunächst westwärts ein Stück querfeldein, dann nordwärts auf einer alten Fahrspur lauft und an deren Ende nach links den Hang von Norden her hinauf steigt. Ihr könnt auch Kai fragen, den haben wir bei unserem Besuch mit hoch genommen und er war begeistert. Eine Taschenlampe für den Hinweg im Dunkeln und ein Stativ wäre nicht schlecht. Zum Frühstück seid ihr zurück. GPS-Daten des Gipfels: S25°50´05´´ O16°09´14´´
Teil 613. Juni 2017
Auch Wolwedans bietet Fotografen eine Fülle von Möglichkeiten für Landschafts- und Tieraufnahmen. Die Dune Lodge mit dem guten Service und der Freundlichkeit des Personals hat uns wieder überzeugt. Die Inneneinrichtung der Bungalows ist etwas in die Jahre gekommen. Für das kommende Jahr ist eine Renovierung geplant. Schon die Lage der Lodge und ihre nähere Umgebung ist fotogen.
Da man einen Privatguide zugeteilt bekommt, ist es meist kein Problem, mit diesem auch solche Abfahrtszeiten zu vereinbaren, die ausserhalb der üblichen Zeiten für Ausflüge liegen (z.B. vor Tagesanbruch loszufahren, um an bestimmten Stellen den Sonnenaufgang zu fotografieren).
Lohnend ist die ganztägige Runde über das Hard Rock Café, an dem ein Lunch angerichtet wird.
Das Hard Rock Café
Auch diese Version gefällt uns gut.
Wir trafen auf große Oryxherden, aber auch auf kleinere Tiere, die ein guter Guide so am Wegesrand entdeckt oder ausgräbt.
Erdhörnchen
Namaqua Chamäleon
White Dancing Spider
Geierkolonie
Teil 716. Juni 2017
Da wir die Dünen des Sossusvlei schon mehrfach besucht hatten, planten wir für die Sossus Dune Lodge nur eine Übernachtung ein. Unser Fotoziel am späteren Nachmittag war das Hiddenvlei. Der Fußweg (2 km) vom 2x4 Parkplatz ist mit Stäbchen gut markiert. Im Vergleich zum Deadvlei bietet es leider nur wenige Motive (3-4Bäume), und auf dem Weg dahin muss eine steile Düne bewältigt werden. Der unbestrittene Vorteil des Hiddenvlei: Man ist meist allein, während sich im Deadvlei die Menschen tummeln. Von den Lichtverhältnissen her halten wir das Hiddenvlei für Fotos am späten Nachmittag geeignet, das Deadvlei für Fotos am frühen Morgen.
Auf dem Weg zum 2x4 Parkplatz überraschte uns ein immer dunkler werdender Himmel. Das zunächst vermutete Gewitter entpuppte sich als Sandsturm.
Danach klarte der Himmel auf und erlaubte gute Bilder in ganz besonderen Pastellfarben.
Die Wolken lichteten sich immer mehr. Düne 40 am späten Nachmittag
Auf dem Weg zum Hiddenvlei vom 2x4 Parkplatz aus.
Im Hiddenvlei Es gibt überall Verrückte, die Fahrspuren hinterlassen müssen.
Mit einem Frühstückskorb waren wir am nächsten Morgen noch bei Dunkelheit unterwegs zur Düne 40, um dort den Sonnenaufgang zu fotografieren. Aber durch den wolkenverhangenen Himmel gestaltete sich dies schwierig.
Für einen kurzen Moment riss am Horizont die Wolkendecke auf.
Wir hatten die Düne 40 für uns allein, während an der 45 ein nicht enden wollender Ameisenzug zum höchsten Punkt unterwegs war. Zur Dokumentation 😄
Auch die Landschaft beidseits der Tiefsandstrecke nach dem 2x4 Parkplatz bietet schöne Motive und die Erlebnisse an der Strecke haben Unterhaltungswert. 😉
Auf dem Rückweg an der Teerstraße
Teil 825. Juni 2017
Die Zebra River Lodge liegt abseits des Touristenstroms in den geologisch interessanten Tsarisbergen. In die hier horizontal lagernden uralten Sedimentgesteine haben sich Schluchten eingegraben und Inselberge gebildet.
Eine Landschaft für Wanderer! Wir haben den Weg hinauf auf einen dieser Inselberge mit einem einsamen Köcherbaum entlang einem mit Steinmännchen gut markierten Pfad genossen.
Unser Felsenchalet lag zwar schön am Hang, aber die Aussicht auf die Dächer der Lodgegebäude gefiel uns nicht.
Das wenige Wasser im Pool hatten Frösche okkupiert; verständlich: Bei der seit Jahren herrschenden Trockenheit muss Wasser gespart werden. Von der immer wieder gelobten Freundlichkeit und Herzlichkeit haben wir nicht viel gespürt; die Managerin versprüht den Charme des namibischen Südwestens. Kurz: die einzige Lodge unserer Reise, die wir nicht mehr besuchen würden.
Im Abendlicht bei der Sundownerfahrt präsentierte sich die Landschaft in warmen Tönen.
Teil 927. Juni 2017
Über den Reemhoogte-Pass hinauf auf einer von der Regenzeit beschädigten Pad
und den Spreetshoogte-Pass wieder hinunter
führte uns dieser Abstecher zur Rostock Ritz Desert Lodge.
Bei der abendlichen Wanderung auf dem "Sundownerwalk" entstanden bei dicht bewölktem Himmel diese Bilder.
Ein zwei- oder mehrtägiger Aufenthalt lohnt sich hier in dieser Landschaft für Wanderbegeisterte, zumal die Wege gut markiert sind und das Essen hervorragend schmeckt. Ein Erdmännchengehege sorgt für Unterhaltung.
Früh am nächsten Morgen führte uns die C 14 im Bereich des Kuiseb durch die Gramadulas, die für diese Region typische Erosionslandschaft mit ihren vielen Kuppen.
Teil 1029. Juni 2017
Ein kleiner, aber lohnender Abstecher auf unserem Weg zur Kobo Kobo Hills Lodge führte uns zur Blutkuppe.
Die einsame etwa 2,5 stündige Wanderung auf dem "Rock Sculpture Trail" durch eine Granitlandschaft mit bizarren Formen der Tafoni-Verwitterung können wir empfehlen. Parkplatz und Startpunkt: S 22°49'42.8'', E 15°23'59.7''
Unterwegs gelang uns noch ein ungewöhnliches Bild: Ein Straußenhahn begleitete 39 Hennen. Ob er sich da mal nicht übernimmt! 🤩
Wir nähern uns dem westlichen Gebirgsrand des Khomas Hochlands.
Hier liegt versteckt auf einem Hügel über einem Trockenflussbett die Kobo Kobo Hills Lodge. Sie ist nur über eine 10 Kilometer lange Zufahrt über privates Farmland zu erreichen.
Stellenweise ist diese Zufahrt in einem ziemlich üblen Zustand und macht einen 4x4 notwendig (zumindest waren wir nach der Regenzeit froh einen solchen zu haben). Um so herzlicher dann der Empfang (wir waren die einzigen Gäste) und die zweitägige Umsorgung durch Conny und Hildegard, die die Besitzerin Kirsten Behrend vertraten. Sie lasen uns jeden Wunsch von den Lippen ab. Die Lage der wenigen Hütten und des Pools auf einem Hügel mit Blick in das Trockenflussbett ist wunderschön.
Unser Chalet
Blick von unserem Chalet am Morgen
Freiluftspeisezimmer und Pool
Wer die absolute Ruhe sucht, gerne wandert oder klettert, ist hier richtig. Allerdings sind die Wege nicht markiert.
Eine anstrengende mehrstündige Wanderung auf einem alten und z.T. steilen Fahrweg hinauf ins Gebirge bleibt uns in guter Erinnerung. Tief unter uns liegt die kleine Lodge auf ihrem Hügel. Daneben ragt der Kobo Kobo Hill empor, auf dem die schwarzen Adler nisten, nach denen die Lodge benannt ist. Schließlich erreichen wir die Passhöhe mit Blick in das nördliche Vorland, das "Tor in eine andere Welt", wie Conny diese Stelle nannte.
Blick auf die Lodge
Tipp: Wer diese Wanderung machen möchte, sollte idealerweise knöchelhohe Schuhe tragen. Zunächst steigt man ab zum Flussbett und läuft dieses aufwärts; dann bei S22°52'34'', E15°46'18.2'' verlässt man das Bett nach links auf einem alten Fahrweg und steigt etwa 200 m auf bis zum Pass. Den selben Weg geht man zurück, kann aber oberhalb des Flussbetts auf schmalem Pfad hinüber wandern zur Lodge.
Wüstenquell folgt!
Teil 1101. Juli 2017
Wüstenquell und das Mountain-Chalet Klipdrift waren für uns ein bisschen wie "Heimkommen", obwohl der Gastgeber Oliver zu dieser Zeit in Deutschland Urlaub machte.
Die Umstellung auf Selfcatering und Olivers Abwesenheit haben wir insgesamt eher zwiespältig erlebt, ohne hier auf Details eingehen zu wollen. Aber die Möglichkeit, mit dem eigenen Fahrzeug auf dem Farmgelände fahren zu dürfen, nutzten wir, um zur bestmöglichen Fotozeit am richtigen Motiv zu sein.
Um den berühmten "Adler"-Felsen zu fotografieren, sollte man zum Sonnenuntergang dort ( S22°39'5.87'' E15°22'17'' ) sein, wenn der Granit sich rot verfärbt, und dieses Erlebnis mit einem Sundowner verbinden.
Frontalansicht des Adlerfelsens
Weitere schöne Fotomotive und ihre GPS-Daten: - Skull Rock S22°37'35.2' E15°22'33.6'' - Ovambo Rock S22°39'07.9'' E15°20'52.6'' - Honey Mountain S22°39'31.7'' E15°20'26.9'' - Felsformationen S22°39'16.3'' E15°21'8''
Auf der Lodge erhält man eine einfache Wegskizze; mit Hilfe eines Navis sind dann die Sehenswürdigkeiten leicht zu finden.
Wüstenquell Teil 2 folgt!
Teil 1203. Juli 2017
Insbesondere die vielfältigen Formen der Granitgestaltung durch die Tafoniverwitterung bieten auf Wüstenquell unendliche Fotomotive und übertreffen das auf dem "Rock Sculpture Trail" bei der Blutkuppe Gesehene. Wer gerne wandert und diese bizarren Formen aus nächster Nähe beobachten möchte, sei auf zwei Wanderungen im "Labyrinth" verwiesen: Der blaumarkierte einstündige und der rotmarkierte zweistündige Rundweg beginnt jeweils an einem kleinen Parkplatz etwa einen Kilometer südlich der Mountain-Chalets.
Der zweite Adler ( S22°38'37.5'' E15°21'37.8'' )
Nachdem wir auf der Nachbarsfarm Jakalswater die Genehmigung zum Selbstfahren erhalten hatten, konnten wir de Felsbogen "Konjora" und den alten Bahnhof Jakalswater fotografieren.
Blick zum "Langen Heinrich" vom Felsbogen aus.
Zum Felsbogen gelangt man, wenn man vom Farmhaus Jakalswater ostwärts fährt und bei S22°35'15.6'' E15°22'26.2'' spitzwinklig nach rechts abbiegt. Der Rock Arch liegt bei S22° 35'29.5'' E15°22'58.7'' (Vom Farmhaus etwa 3,5 km entfernt.)
Zum alten Bahnhof gelangt man, in dem man von Wüstenquell kommend, vor dem Abzweig zum Farmhaus Jakalswater spitzwinklig bei S22°35'46.1'' E15°22'04.5'' nach links abbiegt. Die Ruinen des Bahnhofes liegen bei S22°35'58'' E15°20'52''.
In der Nähe graste eine Oryxherde.
Zwischen 1987 bis 1902 wurde die Staatsbahn Swakopmund-Windhoek gebaut; sie löste die schwerfälligen und unzuverlässigen Ochsenkarrentransporte durch die Wüste ab, um die Waren vom Hafen Swakopmund nach Windhoek zu transportieren. Die Trasse führte über Jakalswater, Karibib, Okahandja nach Windhoek. Am Bahnhof Jakalswater zweigte eine sieben Kilometer lange Wasserbahn über das Gelände der Farm Wüstenquell ab, wo bei der ganzjährig wasserführenden Quelle "Modderfontein" Kesselwagen gefüllt wurden zur Versorgung der Dampflokomotiven. Noch heute kann man den Eisenbahndamm auf dem Gelände von Wüstenquell sehen und immer wieder verrostete Relikte (Schrauben, Blechdosen u.a.) aus der damaligen Zeit finden. Auf Wüstenquell wird einem die Zeit nie lang; es gibt so viel zu sehen. Wir hoffen und wünschen Oliver und Verena, dass die Umstellung auf Selfcatering und die freie Fahrerlaubnis für Wüstenquell nicht zum Nachteil wird.
Teil 1307. Juli 2017
Bei unserer Übernachtung auf der Ameib-Ranch verfolgten wir das Ziel, die Felsen um den Elefantenkopf bei Sonnenuntergang und Bull`s Party bei Sonnenaufgang zu fotografieren. Beides war letztlich nicht umsetzbar. Zum einem machte die dichte Bewölkung uns einen Strich durch die Rechnung, zum anderen erwies sich die Rechnung auch als falsch. Da die Fotomotive von höheren Bergen umgeben sind, taucht die Sonne wesentlich später auf (vor 7 Uhr braucht man es bei Bull`s Party nicht zu probieren) und die Sonne verschwindet auch wesentlich früher (nach 16 Uhr liegt z.B. liegt Bull´s Party schon im Schatten). So blieb die Fotoausbeute bescheiden.
Eine Pavianfamilie, die am Morgen zu den Wassertümpeln der vergangenen Regenzeit wollte, fühlte sich durch uns gestört. Der Chef des Clans saß hoch über uns auf einem Felsvorsprung und sorgte durch sein lautes Schimpfen für Unterhaltung.
Teil 1409. Juli 2017
Okaukuejo und den Etoshapark erlebten wir diesmal etwas anders als sonst: Wir hatten uns ein Premium-Waterhole-Chalet mit Blick auf das Wasserloch gegönnt; eine wirklich angenehme Erfahrung. Obwohl schon Mai, weckte uns ein kräftiger Regenguss; eine unerwartete Erfahrung. Die Pads im näheren Umkreis um Okaukuejo waren zum Teil in einem miserablen Zustand, ausgefahren und mit tiefen Rinnen, in denen teilweise das Wasser stand. Schuld daran hat sicher auch die ungewohnt große Zahl an Safari- und Reisebussen innerhalb des Parks. Das Restaurant war wegen Renovierung geschlossen, die Qualität des Essens, über die ja im Forum schon viel geschrieben wurde, unverändert. Aber wer fährt schon wegen des Essens nach Okaukuejo. Ungewohnt auch das fast völlige Fehlen der Elefanten, dafür riesige Zebraherden. Und am Wasserloch Nebronwii trafen wir an jedem Morgen Löwen.
Ein kleines Erlebnis in Bildern! Kurz nach Öffnung des Gates um 6 Uhr stehen wir am Wasserloch Nebrownii. Ein männlicher Löwe liegt direkt vor uns faul im Gras.
Sein Blick richtet sich plötzlich zum Wasserloch, als gäbe es dort etwas zu sehen.
Und in der Tat nähern sich drei junge Löwen aus der entgegengesetzten Richtung dem Wasserloch.
Er hat sie längst im Blick, sie wissen noch nichts von seiner Anwesenheit, liegt er doch geschützt im hohen Gras. Spielend nähern sie sich dem Wasserloch.
Unsere Spannung als stille Beobachter steigt. Was wird passieren? - Sie haben den Alten entdeckt.
Unsicherer Blick. Wie groß ist das Risiko?
Unbeeindruckt kontrolliert er die Szene.
Einer der Halbstarken fasst sich ein Herz und wendet sich schnurstracks dem Alten zu. Unsere Spannung steigt.
Noch etwas skeptisch der Blick des zweiten, bevor auch er sich dem Alten nähert.
Sie kuscheln sich an den Alten und wollen spielen. Für uns löst sich die Anspannung - es muss wohl ihr Vater sein. Der hat aber nicht die geringste Lust zum Spielen, erhebt sich träge, läuft zwei Meter weiter und lässt sich wieder ins Gras fallen.
Die drei Musketiere haben verstanden und trollen sich zum Wasser.
Ist es arg nass?
Der Durst ist gestillt.
Fortsetzung mit einer neuen Löwenbegegnung folgt
Teil 1511. Juli 2017
Am frühen Morgen des folgenden Tages treffen wir wieder Löwen am Wasserloch Nebrownii. Ein Löwe steht fast an der selben Stelle wie am Vortag direkt neben dem Parkplatz. Er scheint auf etwas zu warten und starrt minutenlang in eine Richtung. Was sieht er?
Langsam bewegt er sich etwa 200 Meter weit vom Wasserloch weg. Wir vermuten, dass er die Pad überqueren will, und fahren dorthin zurück, um ihn aus der Nähe weiter fotografieren zu können.
Seiner Blickrichtung folgend erkennen wir in der Ferne einen zweiten Löwen. Dieser nähert sich der Pad, überquert diese und schreitet genau auf den ersten Löwen zu.
Dieser hat sich inzwischen ins Gras gelegt.
Die Begrüßung ist herzlich; die beiden kennen sich und reiben die Köpfe aneinander.
So, als hätte der erste Löwe auf seinen Kumpel gewartet, schreiten nun die beiden zum Wasserloch.
Gemeinsam sichern sie das Terrain.
Und gemeinsam stillen sie den Durst. Kumpelsaufen ist unter Männern anscheinend weit verbreitet. 😄 😄
Auch 2015 hatten wir das schon festgestellt. 😉
Teil 1616. Juli 2017
Wegen der langen Regenzeit in diesem Jahr war an den Wasserlöchern im Etosha-NP nicht viel los, dennoch kam uns das eine oder andere Tier vor die Linse.
Mutter und Kind
Paarweise
Paradieskraniche
Kapkrähen
Herden
Teil 1718. Juli 2017
Es geht weiter mit Bildern aus dem Etosha-Nationalpark!
Giraffen
Spiegelungen
Gefleckte Hyäne vor ihrem Bau.
So hoch stand das Gras.
Teil 1820. Juli 2017
Weitere Begegnungen im Etosha-NP.
Die Pad als Salzlecke
Der Hauselefant Okaukuejos
Suricate gut getarnt
Stabheuschrecke auf der Pad
Gabelracke
Riesentrappe
Gackeltrappe
Strauß
Am letzten Tag im Etosha-NP begleitete uns eine Regenfront.
Auch Landschaftsbilder sind im Etosha-NP möglich.
Zum Abschluss folgen ein paar Fotos der Mushara-Lodge
Teil 1923. Juli 2017
Unseren letzten Abend verbrachten wir auf der Mushara-Lodge. Wir hatten eines der zehn Chalets gebucht, die in einem parkartigen Gelände um einen Pool gruppiert sind. Die freundliche Dame am Empfang führte uns durch diesen Park bis zu einem mit der Aufschrift "private" versehenen Türchen. Wir betraten ein Haus, das sich dann als eine der beiden Villen herausstellte, die auf Mushara zur Vermietung angeboten werden. Wie wir zu diesem Upgrade kamen, ist uns bis heute ein Rätsel, denn die Lodge war nicht ausgebucht. In dieser riesigen Villa mit antiken Möbeln konnte man sich verlieren. Dazu gehörte ein eigener Pool, ein Garten mit einem Wasserloch, an dem abends ein Kudu-Paar zum Trinken kam, und ein versteckt im Busch gelegenes Gartenhaus mit offenem Schlafzimmer. So richtig genießen konnten wir den Luxus gar nicht, da wir mit Umpacken unserer Koffer für den Rückflug beschäftigt waren. Viel Zeit zum Fotografieren hatte ich auch nicht.
(Handyfoto)
Ein abendliches Grillbuffet im kleinen Kreis rundete diesen Tag ab. Am Morgen überraschten uns auf unserer Terrasse ein Buschhörnchen und ein Gelbschnabeltoko.
Und wieder mal ging ein wunderschöner Namibia-Urlaub zu Ende!
Zum Abschluss noch ein paar Impressionen der namibischen Landschaft.
Text: Dieter
Fotos: Anne
Wir bedanken uns ganz herzlich für das Interesse, fürs Lesen und Betrachten, für die zahlreichen Komplimente und lobenden Kommentare !