Wüstenelefanten

43 Antworten · 9'714 Aufrufe · gestartet 08. Mai 2017 von LotteAufReisen
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27 Beiträge · seit 201513. Okt. 2017 · #21
Auch ich habe beide Petitionen unterschrieben, nach dem Motto steter Tropfen kann auch den Stein aushöhlen.....
Gabriele
105 Beiträge · seit 201613. Nov. 2017 · #22
das Morden geht weiter...

FB Desert Elephants & Friends, 13.11.:
Heart-breaking, and...
Like we said.
Messy.
Confirmation of at least One Elephant #TrophyHunted.
#WeCalledHimRomeo
We will elaborate as more info surfaces.
#RIPDesertElephants
33,1k Beiträge · seit 200613. Nov. 2017 · #23
Hi Pingo,

laut MET handelt es sich um einen der drei Elefanten die geschossen wurden. Habe das offizielle Statement dazu vor einigen Tagen hier gepostet.

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
105 Beiträge · seit 201613. Nov. 2017 · #24
Hallo Christian.

Anbei die FB-Meldungen von Desert Elephants & Friends zu diesem Fall:

1. 12.11., 9:47
Extremely Disturbing #news coming in from the #Kamanjab area, from our informant in the #Loxodonta Conservancy. We will update you ASAP.
2. 12.11., 15:29
Trophy Hunting in Namibia is just getting messier and messier.
3. 13.11.
Heart-breaking, and...
Like we said.
Messy.
Confirmation of at least One Elephant #TrophyHunted.
#WeCalledHimRomeo
We will elaborate as more info surfaces.
#RIPDesertElephants
Hört sich ziemlich aktuell an.

Grüße
Pingo
zuletzt bearbeitet 13. Nov. 2017
33,1k Beiträge · seit 200614. Nov. 2017 · #25
Hi Pingo,

ich habe nochmal beim MET nachgefragt.
Bestätigt wurde vor einigen Tagen die Tötung von drei "Wüsten"elefanten:
- 1x Trophäe
- 1x Eigennutzung durch Kommunalgebiet
- 1x Problemelefant

Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
105 Beiträge · seit 201615. Nov. 2017 · #26
Hallo Christian,

danke. Dann warten wir mal auf die Antwort.

Hast Du Zugriff auf die offizielle MET-Bestätigung zu den 3 Elefanten vom September?

Grüße
Pingo
33,1k Beiträge · seit 200615. Nov. 2017 · #27
Hast Du Zugriff auf die offizielle MET-Bestätigung zu den 3 Elefanten vom September?
habe ich doch hier gepostet https://www.namibia-forum.ch/forum/12-tiere-und-pflanzen/293668-elefantenschutz-elefantenproblematiken.html#495966

Viele Grüße
Christian
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105 Beiträge · seit 201615. Nov. 2017 · #28
Hi zusammen,

zum Thema der Tötung von drei "Wüstenelefanten" hat das MET nun Stellung bezogen.

Viele Grüße aus Windhoek
Christian

Das Umweltministerium hat Vorwürfe zurückgewiesen, dass drei männliche sogenannte Wüstenelefanten ohne Grund und nur für die Trophäenjagd getötet wurden. Die Tötung von Problemtieren sei eine anerkannte Maßnahme des Wildtiermanagements, hieß es. Das Ministerium unterscheide dabei nicht zwischen Wüstenelefanten, die keine anerkannte Unterart darstellen, sondern sehe die weiterhin stark wachsende Elefantenpopulation als Ganzes. Derzeit gäbe es etwa 22.000 Elefanten in Namibia, betonte der Pressesprecher des Ministeriums auf Nachfrage gegenüber Hitradio Namibia. Bei den drei getöteten Elefanten habe es sich bei einem um ein Problemtier gehandelt. Die anderen beiden seien im Rahmen bestehender Abschussquoten für den Eigenverbrauch des Kommunalgebietes bzw. einer als Trophäentier getötet worden. (Quelle: Hitradio Namibia, 8.11.2017)
Du meinst dieses Posting?

Ich hatte nach der offiziellen MET-Mitteilung gefragt und nicht nach der offiziellen Hitradio Namibia Nachricht.

...

Grüße
Pingo
zuletzt bearbeitet 15. Nov. 2017
33,1k Beiträge · seit 200615. Nov. 2017 · #29
Hi Pingo,
Ich hatte nach der offiziellen MET-Mitteilung gefragt und nicht nach der offiziellen Hitradio Namibia Nachricht.
ist halt die deutsche VErsion davon. Also hier die ganze Meldung...

Viele Grüße
Christian
The Ministry Environment and Tourism has noted with concern the growing trend where unfounded speculations and advocacy are made against the Ministry regarding wildlife management in the country.

These speculations are made particularly on social media visibly aimed at discrediting Namibia’s reputation in conservation and as a tourist destination.

Recently, the Ministry has observed speculations in the destruction of problem causing elephants.

In these articles and letters, it is alleged that the Namibian Government has approved the hunting of three elephants which are facing extinction under questionable circumstances. The assumptions continue even after the Ministry has made numerous attempts to clarify these issues and those related to what is termed as “desert elephants”.

It is important to note the destruction of problem causing animals is part of our wildlife management practices aimed at mitigation the impacts of Human Wildlife Conflict. It should also be noted that our elephant population has grown significantly under such practices to the point that today we boast having over 22 000 elephants in the country.

Our legislation and policies under which we operate as a Ministry promote sustainable use of natural resources for the benefit of our citizens. Our communities who bear the cost of living with wildlife must derive some benefits from such a co-existence. In absence of these benefits, people will have no reason tolerate the wildlife that destroys their crops and livestock and also endangers their lives on a daily basis. Instead of condemning our practices, the world must thank us for innovative practices that has led to the growth of our wildlife populations.

In the case of the three elephants in question, the 1st elephant was given a problem animal to the Soressores Conservancy in the Kunene region. The other two were part of annual quota given to Ohungu and Otjimboyo conservancies in Erongo Region of which one was for own use and the other was for trophy hunting.

In the midst of all the Elephant and Human conflicts in those areas where some members of the communities have called for a complete removal of elephants from the Erongo region, the Ministry took a decision to give hunting permits for the identified problem causing elephants. Making them available to be hunted is, the preferred strategy, as at least some revenues can be generated in the process for the relevant communities.

Allegations that the hunting permits were issued under questionable circumstances are baseless and should be rejected strongly.
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33,1k Beiträge · seit 200630. Nov. 2017 · #30
Viele Grüße
Christian
Das Umweltministerium prüft eine Online-Petition von Tierschützern für die Wüsten-Elefanten im Nordwesten Namibias. Man wolle die Initiatoren zu einem Gespräch einladen, erklärte Ministeriumssprecher Romeo Muyunda auf Nachfrage des Namibian. Dabei werde man auch einige falsche Fakten zurechtrücken. So sei in der Petition gegen die Trophäenjagd auf Wüsten-Elefanten vom Ugab die Rede, obwohl für das Gebiet keine Jagderlaubnis erteilt worden sei. Die Online-Petition war laut Bericht von Iris Koch aus Esslingen bei Stuttgart gestartet und von knapp 58.000 Personen unterzeichnet worden. Anlass war die Freigabe dreier Elefanten für die Jagd. Einer davon galt als Problemtier und zwei fielen unter die Quote zur Wildtiernutzung.
(Quelle: Hitradio Namibia, 30.11.2017)
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16,9k Beiträge · seit 201203. Nov. 2022 · #31
ELEFANTENKUH TRÄGT TOTES BABY MIT SICH https://www.az.com.na/umwelt/elefantenkuh-tragt-totes-baby-mit-sich2022-11-03

... „Die Elefanten ziehen am Huab-Fluss zwischen den Siedlungen De Riet und Pieters Pool auf und ab. Vom ersten Tag an war das Baby nicht sehr kräftig. Die Elefanten müssen weit laufen, um Wasser zu trinken. Während die Mutter lief, trug sie das Baby, und wenn sie essen wollte, setzte sie das Baby ab und nahm es wieder hoch, wenn sie weiterzogen. Das tat sie zwei Tage lang. Am Sonntag sahen Reiseleiter, wie Rosy, die Matriarchin der Herde, die Mutter des toten Babys von diesem verjagte. Sie ließ das Baby zurück, als sie weiterzogen.“ ...

LG
Logi
16,9k Beiträge · seit 201207. Dez. 2022 · #32
DIE GESCHICHTE DER WÜSTENANGEPASSTEN-ELEFANTEN IN NAMIBIA https://www.az.com.na/umwelt/die-geschichte-der-wustenangepassten-elefanten-in-namibia2022-12-07

Laut der Elefantenschutzorganisation EHRA wurde die Elefantenpopulation in der Namib-Region im 18. Jahrhundert auf 2 500 bis 3 500 Tiere geschätzt. ....
... Bis 1983 verringerten Krieg, Dürre und Wilderei diese Zahl auf etwa 360 Elefanten. ...


LG
Logi
16,9k Beiträge · seit 201228. März 2024 · #33
EHRA hosts workshops on safe desert-dwelling elephant-viewing practices

... Der Druck durch die zunehmende Besucherzahl in der Gegend und die daraus resultierende Zunahme sowohl privater als auch geführter Elefantentouren ist besorgniserregend“, sagt Rachel Harris, Geschäftsführerin bei EHRA. „Wir haben mehrere Fahrzeuge gesehen, oft mehr als drei Großwildbeobachter, die die Elefanten gleichzeitig verfolgten, in deren Nähe fuhren, oft ohne den persönlichen Raum der Elefanten zu respektieren, oder den Elefanten oder sich selbst einen Fluchtweg ließen.“ ...

LG
Logi
794 Beiträge · seit 201328. März 2024 · #34
Stimmt, es werden mehr und mehr Besucher. "Früher" musste man im Hoanib wild campen oder ist vom Fort Sesfontein als Tagesausflügler in den Hoanib gefahren. Nun gibt es zwei Lodges im Hoanib, einen gut ausgebauten Campingplatz mit WiFi & CO, eine 3. Lodge ist in Planung und die nahe gelegene Palmwag Lodge wird auch immer größer. Somit nehmen die Besucherzahlen logischerweise zu...

Im Februar diesen Jahres haben wir von einer Anhöhe beobachtet, wie eins der Lodgefahrzeuge der Honaib Valley Lodge bis auf geschätzte 5m an eine Elefantenherde rangefahren ist, bis es von der Leitkuh vertrieben wurde. Gibt halt gut Trinkgeld für die Guides...

Die Jungs von Wilderness rasen teilweise, wenn sie keine Gäste haben, also Verpflegung aus Sesfontein holen oder Staff hin- und her fahren, mit geschätzten 50 - 60 km/h durchs Hoanibtal. Wir waren vor ein paar Jahren Zeugen eines Beinah-Unfalls eines Wilderness Fahrzeugs mit einem Elefanten Bullen. Zum Glück war nichts passiert, aber das war schon sehr knapp. Und da saßen sogar Touristen im Fahrzeug...

Wir waren bisher immer nur im Januar oder Februar da und da waren, auch dieses Jahr, nicht viele Fahrzeuge unterwegs. Aber ich möchte nicht wissen wie es dort im Juli bis Oktober abgeht. Da wird, glaube ich, gerade eines der letzten Stücke Namibias Wildness kaputt gemacht...
Logi schrieb:EHRA hosts workshops on safe desert-dwelling elephant-viewing practices

... Der Druck durch die zunehmende Besucherzahl in der Gegend und die daraus resultierende Zunahme sowohl privater als auch geführter Elefantentouren ist besorgniserregend“, sagt Rachel Harris, Geschäftsführerin bei EHRA. „Wir haben mehrere Fahrzeuge gesehen, oft mehr als drei Großwildbeobachter, die die Elefanten gleichzeitig verfolgten, in deren Nähe fuhren, oft ohne den persönlichen Raum der Elefanten zu respektieren, oder den Elefanten oder sich selbst einen Fluchtweg ließen.“ ...

LG
Logi
7'269 Beiträge · seit 200628. März 2024 · #35
Du beziehst dich jetzt auf den Hoanib. Der ist deutlich weniger besucht als der Huab / Aba-Huab oder Ugab. Speziell in der Region um Twyfelfontein haben wir schon vor einigen Jahren bis zu 8 verschiedene Game Drive Fahrzeuge von divversen Lodges bei einer Gruppe Elefanten gesehen. Das ist seither manchmal noch krasser geworden.

Ab und zu bist du aber doch noch ganz alleine. Im November hatten wir an einem Tag im Hoanib 24 unterschiedliche Elefanten in mehreren Gruppen und hatten kein einziges anderes Fahrzeug gesehen.

Herzliche Grüsse
Chrigu
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794 Beiträge · seit 201328. März 2024 · #36
Hi Chrigu,

yep, ich beziehe mich auf den Hoanib und da sind durch die Lodges schon deutlich mehr Fahrzeuge unterwegs, die, wie ich schrieb, teilweise sehr rücksichtslos durch das Tal "heizen" oder den Elefanten auf die Pelle rücken.

Möchte daher gar nicht wissen wie es im Huab / Aba-Huab oder Ugab ist. Aber die Region um Twyfelfontein ist ja schon deutlich stärker touristisch entwickelt, so dass dort mehr los sein wird...
1'127 Beiträge · seit 202228. März 2024 · #37
Andre008 schrieb:... Stimmt, es werden mehr und mehr Besucher. "Früher" musste man.....
Ja früher 😉 und guten Abend Andre008,
seit 13 Jahren des Lesens hier verblüfft mich das parodoxe Verhalten mancher Afrikaverrückten, dass nämlich einerseits und GsD „unberührte“ Natur, Alleinsein und Ruhe (noch) gesucht und geschätzt werden, dieses Erlebnis und Tipps dazu aber andererseits öffentlich geteilt werden. Was natürlich in Zeiten des www total kontraproduktiv ist und der sichere Untergang schöner Gegenden (das war die Kurzfassung 😉 )

Ist also ein klassischer Fall von „You can't have your cake and eat it“.

Weil allerdings der Drang zur (Mit)Teilung von schönen Erlebnissen ein menschliches Bedürfnis ist, weil immer neuer (Nach-)Erlebniswert generiert wird, wird das wohl so weiter gehen (müssen). Vielleicht wäre es eine Lösung zur Verlangsamung dieser Entwicklung, den Erfahrungsaustausch über die „last frontiers“ ins darknet (oder wie immer das heißt) zu verlegen. 😎
zuletzt bearbeitet 28. März 2024
794 Beiträge · seit 201328. März 2024 · #38
Hi tacitus,

ja, früher war alles besser ... 😉 Nee, aber ich denke, dass der Austausch hier im Forum die Touristenzahlen nicht all zu signifikant vergrößert.

Das ist m.E. eher der starke Ausbau der touristischen Infrastruktur in Namibia sowie das Marketing der größeren Reiseveranstalter. Als es, wie geschrieben, noch keine Lodges im Hoanib gab, waren dort einfach deutlich weniger Touristen, weil die ja nicht wussten wo sie pennen sollen...

Oder als wir z.B. im Jahr 2001 das erste mal in Sesriem waren, gab es da den Campingplatz von NWR und die Lodge direkt vor'm Gate sowie möglicherweise noch die Kulula Lodge drinnen im Park falls die schon am Start waren + wenige private ausserhalb, und das war es. Nun ist alles im Großraum Sesriem mit Lodges & CO zugepflastert. Wir sind im Februar auf dem Weg nach NamibRand bei Sesriem vorbeigefahren und waren entsetzt wie viele Kleinbusse, Chicken Boxen und gar große Reisebusse wir dort gesehen haben. Keine Selbstfahrer, alles Pauschalreisende... Und das war in der Nebensaison...

Darüber hinaus wird es vielen Selbstfahrern, welche die "Rund-um-Sorglos Angebote" wie z.B. von Gondwana, buchen auch deutlich einfacher gemacht eine Selbstfahrer Tour durchzuführen, da man ja alles vorgeplant auf "dem Tablett serviert" bekommt und sich um nix mehr selber kümmern muss...

Btw., bin mal gespannt wie lange es noch dauert bis Gondwana ganz Namibia übernommen hat, auf einem gutem Weg sind sie ja... Joke...

Das Ganze hat, wie gesagt, nichts mit dem Austausch hier im Forum oder in den südafrikanischen Foren zu tun, sondern eher mit dem zunehmenden Angebot an Unterkünften und dem daraus resultierenden Massentourismus, der m.E. von dem Pull Effekt der größeren Reiseunternehmen ausgeht...

BG
André
zuletzt bearbeitet 28. März 2024
Gast28. März 2024 · #39
Die Meldung war von EHRA. Die beackern primär das Gebiet um den Ugab. Am Hoanib sind die normal nicht aktiv. Das Problem ist aber dasselbe.

Ein Stück weit verschärft wird das Problem möglicherweise noch dadurch, dass durch Dürre und teils ausufernde Jagd die Tierbestände reduziert wurden. Insbesondere von den ikonischen Arten wie (Wüsten-)Löwen und (Wüsten-)Elefanten gibt es weniger. Das trägt dann dazu bei, dass es bei Sichtungen teils Mara-typische Fahrzeugaufläufe gibt.

Das ist etwas Off-Topic und Kategorie anekdotische Evidenz, aber die Satfotos vom Deadvlei-Parkplatz symbolisieren das Problem sehr schön.

deadvlei.jpg


Aber so läuft es im Tourismus eben immer und für Namibia ist das Mehr an Tourismus unter dem Strich positiv. Noch gibt es paar Ecken in Afrika, in denen man die Wildnis ziemlich für sich allein hat. Aber es werden laufend weniger und man hat ja auch keinen legitimen Anspruch darauf, das so zu erleben. Minimale Touristenzahlen in einer Gegend bedeuten typischerweise Ultra-Hochpreis-Tourismus oder dass es eben kein wirtschaftlich funktionierendes Betriebsmodell für eine Gegend gibt. Trotzdem stören die vielen Touristen natürlich. Also die anderen. Man selbst ja nicht... 😎

Grüße
1'127 Beiträge · seit 202228. März 2024 · #40
Andre008 schrieb:Hi tacitus, ja, früher war alles besser ... 😉 Nee, aber ich denke, dass der Austausch hier im Forum die Touristenzahlen nicht all zu signifikant vergrößert.
Guten Abend Andre,
Erstens ist der Lodgeranteil hier nicht unerheblich,
und zweitens Jein, weil vom Beobachtungszeitraum abhängig. Du hast recht, wenn die Sache bereits "gelaufen" ist. Aber über einen langen Beobachtungszeitraum sieht man mE, dass das in der Anfangsphase (= Interessensweckung) kommunizierende Gefäße sind.
Ich sagte oben, dass das meine Kurzfassung war, die Langfassung folgt unten, unser Meinungsschnittmenge zur Vergangenheit ist groß, für Gegenwart und Ausblick??

Über 50 + Jahre habe ich folgende hundertprozentig wirksame Tipps zum Zugrundrichten schöner und (halbwegs) naturbelassener Gegenden beobachtet und zwar mittels Komfort, Bequemlichkeit und Marketing:
Gute und einfache Erreichbarkeit, auch in der Kommunikation.
Gute Wege und Straßen.
Bequeme Unterkünfte und guter Service (nichts selber machen müssen), volles Programm, bis Pool in der Wüste.
Gutes Essen und Trinken…bis „stilvolles“ Dinner mit Sonnenuntergang auf der Düne.
Rundumversorgung durch viele dienstbare Geister und Guides.
Die heute viel bequemeren Autos. Insbesondere auch die als fahrendes Wohnzimmer ausgestatteten Camper aller Arten, die diese Art des Reisens für sehr Viele attraktiv machen, die in mehr spartanischen Ausprägungen das nie in Erwägung gezogen hätten.
Digitale Information über Wege, Preise, Angebote etc., von websites bis Kommunikation, dass es wo besonders schön ist, dazu gehören auch Reiseforen.
Ständiges Wachstum bei obig.
könnte noch fortgesetzt werden.

Und wenn nur die Hälfte davon wegfällt, bliebe auch mindestens die Hälfte der Gäste weg und es herrscht wieder „Ruhe und Frieden“ im Land. Allerdings auch mit allen Nachteilen für das Land und der vom Tourismus Profitierenden. Das Dilemma dabei war immer schon, dass einerseits die von derartigem Abspecken (qualitativ) Profitierenden (bzw. damit belastbaren) Reisenden dem Gastland wenig bis gar nichts bringen und dass andererseits vom Geld der „Höher- und Hochpreistouristen“ wenig im Land bleibt.

Und oben drüber kommt noch das atemberaubende Bevölkerungswachstum in diesen Gastländern.

Neu ist die Diskussion über diese Entwicklung nicht wirklich; sie wird bloß durch immer neue Gruppen und Personen neu wahrgenommen und thematisiert. Was Rückständigkeit oder Fortschritt ist, liegt im Auge des Betrachters. Beim Betrachten der Videos und Bilder hier und anderswo kriegen Ältere das Grausen ob den in den letzten Jahrzehnten produzierten Landschaftsverschleiß, während andere aus dem ah und oh nicht heraus kommen.

Aber eines ist auch sicher: Was für Viele schon Überentwicklung ist, ist für die Einheimischen meistens Fortschrift. Deswegen sollten auch die Bürger des Gastlandes dabei das Sagen haben (und PS: nicht z. B. Branson und Co. in BW) Also und trotzdem, angehen tut es uns nicht wirklich was, außer in der eigenen Heimat.... aber man macht sich halt seine Gedanken 😉 .

Man Fazit zum eigentlichen Thema: Gib niemals „Geheimtipps“ über noch halbwegs unbeleckte Plätze…
zuletzt bearbeitet 28. März 2024