Reisebericht

"Just birds"

von fotomatte · begonnen 10. Feb. 2017 · 32 Teile

Teil 2127. Apr. 2017
Montag 30. Januar :

Bis auf ein paar weisse Dekowölkchen ist der Himmel makellos, und so statte ich der Brücke wiederum einen Besuch ab.

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Danach laufe ich querbeet Richtung Westen zum Fusse des "Sugarloaf", denn dort soll man den near- endemic Herero Chat relativ zuverlässig finden können.

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Das ist ein schnöder Mahaliweber

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Rock Kestrel, oder Turmfalke. Ein Männchen.

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Rosy- faced Lovebird, oder Rosenpapagei. Meistens hört man sie tschilpend in rasantem Flug vorbeirauschen, leider sind sie etwas fotoscheu.

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Die rechte Erhebung ist der Sugarloaf, den man über diverse Sportkletterrouten besteigen kann.

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Attraktiv ist sie schon, die Spitzkoppe, aber der Name "Südwester Matterhorn" ist doch etwas weit hergeholt.

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Unter einem Dornbusch gewahre ich eine Bewegung, und ich setze mich in fünf Meter Distanz auf den Boden und warte ab. Bald darauf erscheint eine Elefantenspitzmaus. Sie wuselt umher auf der Suche nach etwas Fressbarem, bleibt aber immer unter der schützenden Deckung.

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Maricoschnäpper

Und dann entdecke ich in einem ausgespülten Graben einen Vogel, der am Boden Halme sammelt. Da ich nur den Kopf und einen Teil des Bauches sehen kann, brauche ich eine Weile, bis ich sicher bin, dass da ein Herero Chat vor mir damit beschäftigt ist, Nistmaterial zu sammeln. Als er den Schnabel voller Halme hat, fliegt er Richtung Felsen. Ich verfolge ihn im Fernglas und bleibe an einem anderen Tier, das auf einem Boulder thront, hängen. So gibt es vom Chat leider kein Foto, denn im Anschluss habe ich ihn nicht mehr finden können.

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Dafür gelingt mir wenigstens ein Belegbild von einer Black Mongoose ( Galerella nigrata ), die nur hier im Nordwesten von Namibia und im Südwesten Angolas vorkommt. Also wie der Hereo Chat ein weiterer Near- Endemic.

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Und ein Pärchen Klippspringer störe ich beim Frühstück in dem Graben, sie flüchten dann zurück in die schützenden Felsen.

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Ein letztes Bild der Spitzkoppe, dann begebe ich mich zurück zu meinem Camp, denn einerseits wird es jetzt schon wieder gut heiss, die Farben lassen auch schnell nach und tendieren zum Blaustich, und überdies habe ich heute noch einen Weg bis Swakopmund vor mir.

Zunächst aber ist Frühstück angesagt. Der Gaskocher spackt schon wieder rum, kaum Druck in der Flasche, die kann doch nicht schon wieder leer sein.
Ich packe dann zusammen, und verlasse via Western Entrance Gate, das tatsächlich besetzt ist, die Spitzkoppe. Es hat mir sehr gut gefallen hier. Die Landschaft ist ohnehin ein Traum, aber seit vor fünf Jahren ein neues Management übernommen hat, ist es sehr viel sauberer geworden. Kein wild verstreuter Müll mehr, und jede Campsite hat nun eine ordentliche, saubere Toilette erhalten. Das kenne ich auch noch anders.

Über die D 1925 verlasse ich also diese schöne Gegend, und in Höhe "Klein Spitzkoppe" muss man ein Tor passieren. Hier spricht mich ein Small Miner an, ob ich nicht ein paar seiner wirklich schönen Stücke erwerben will. Für meine letzten Dollar erstehe ich einen schwarzen Halbedelstein und überlasse ihm mein restliches Brot.

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Small Miner mit seinen Fundstücken, die er in einer Mine in der Kleinen Spitzkoppe gefunden hat.

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Ich unterhalte mich eine dreiviertel Stunde mit Joannis Maletzky. Unter Anderem erzählt er mir stolz, dass sein Grossvater ein polnischer Einwanderer war, der eine Damara geheiratet hat.

Über die D 1918 fahre ich nach Hentiesbaai und weiter in südlicher Richtung auf der C 34.
Beim Wrack der "Zeila" stoppe ich aus Tradition.

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Mittlerweile haben einige Weissbrustkormorane ihre Horste auf dem Schiff errichtet, das war bei meinem letzten Besuch noch nicht so.

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Auch hier versuchen ein paar Small Miners ihre Steine zu verkaufen, aber ich habe kein Bargeld mehr. Ich soll doch aber bitte ein paar Fotos von Ihnen und "Käptn Jack" machen, den sie hier aus Robbenknochen gebastelt haben.

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Zwei T- Shirts überlasse ich den Jungs, dann fahre ich weiter nach Swakop.

Entlang der alten Salzpiste entsteht wohl ein neuer Highway, riesige Maschinen wühlen den Sand um und planieren eine vierspurige Trasse.
In Swakop versorge ich mich mit frischem Bargeld, ergänze meine Vorräte und setze mich dann ins "Village Cafe", wo ich mir einen kalten Milkshake und was Herzhaftes zu Beissen gönne.
Nachdem ich aufgetankt habe, gehe ich zu Cymot mit meiner Gasflasche und bitte um eine Füllung. Das junge Mädel, das mich bedient, sagt gleich, dass die Flasche voll ist. Also hole ich den Brennerkopf, und mit fachmännischen Blick erkennt sie sofort, dass bei der Düse was nicht stimmt. Für 30.- $ baut sie mir eine neue Düse ein, und fortan hat der Kocher seinen Dienst erfüllt.

Dann fahre ich auf der B 2 ein paar Kilometer aus der Stadt und quartiere mich im "Sophia Dale Base Camp" ein. Hier ist fast nix los. Ich stelle meine Möbel nach draussen, hänge einen Akku ans Netz und fahre gegen Abend nochmals nach Swakop, um den Sonnenuntergang am Strand bei der Lagune zu geniessen.

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Die Lagune ist ein ziemlich sicherer Platz, um Purple Gallinules, oder Purpurhühner, zu sehen. Und richtig, ein Huhn kommt aus dem Schilf, neben einigen Limikolen wie Säbelschnäblern und Bruchwasserläufern, aber auch ein paar Flamingos und Teichhühnern.
Leider schwimmt hier viel Plastikmüll herum.

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Die alte Eisenbahnbrücke.
Es weht ein strammer, kalter Wind hier an der Küste, und ich fahre beizeiten wieder zurück nach Sophia Dale. Hier gibt es seit längerer Zeit mal wieder eine gebratene Boerewors. Nach einer Dusche verschwinde ich im Condor, denn leider hört man hier den Verkehr von der B 2 recht deutlich.


Kosten: Camping Sophia Dale Base Camp: 130.- Nam$

Der nächste Tag wird Hardcore Birding in Walvis,
bis dahin
Matthias
Teil 2201. Mai 2017
Dienstag, 31. Januar :

Morgens ist es swakoptypisch neblig bewölkt, und so habe ich es nicht allzu eilig nach Walvis zu kommen. Auch, da ich mir gestern eine AZ gegönnt habe und darin gelesen habe, dass ich nun gerade ablaufendes Wasser haben werde. Das ist zum Birden insofern ein Nachteil, als dann in der Lagune viele Sandbänke trocken fallen, und die ganzen Wader raus ins Watt fliegen, um dort zu fressen.
Ich brate mir den Rest der Boerewors von gestern, den ich beim besten Willen nicht geschafft hatte, und trinke ausgiebig Tee, dann tuckere ich langsam vom Platz und nehme die C 34, die landeinwärts hinter den Dünen südwärts verläuft. Auch hier wird kräftig gebuddelt an der neuen Autobahn.
Den Ort Walvis Bay lasse ich rechts liegen und fahre direkt in die Lagune Richtung Salzwerke.

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Wie vermutet stehen schon viele Vögel draussen im Watt, aber der Nebel hat sich verzogen, und die Morgensonne taucht die Szenerie in ein schönes Licht, so wie diesen einschwebenden Rosa- Pelikan.

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Während die Greater Flamingos den Kopf ins Gefieder stecken, ziehen die Lesser Flamingos in langen Ketten an der Uferlinie längs.

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An den Prielen finden sich einige Limikolen, die eher alleine unterwegs sind, wie dieser Three- banded Plover.

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Little Egret, oder Seidenreiher.

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Der Common Ringed Plover ist ein Europäer im Winterurlaub, bei uns heisst er Sandregenpfeifer.

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Ich umrunde die Lagune entlang der Salzwerke in Richtung Atlantik, und wo die Strasse mit Wacken gesichert ist, finden sich Limis, die eher steinigen Grund bevorzugen, wie etwa die Ruddy Turnstones, oder Steinwälzer.

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Im Spülsaum suchen vor allem Strandläuferarten nach Nahrung, etwa der Curlew Sandpiper, oder Sichelstrandläufer.

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Oder seine Miniaturausgabe, der Little Stint, oder Zwergstrandläufer.

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In den grossen Becken, die der Salzgewinnung dienen, finden sich weitere Vögel. Great White Pelican.

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Greater Flamingo

Ich fahre bis zum kleinen Parkplatz an der Küste. Hier ist für meinen treuen Condor Schluss, hier geht es nur noch mit 4x4 weiter. Ich lasse den Wagen stehen und mache eine ausgedehnte Strandwanderung. Es fühlt sich herrlich nach Nordseeurlaub an, der Wind weht stramm landeinwärts. Nur Seevögel hat es relativ wenige, auch Delfine sehe ich dieses Mal keine. Ein paar Robben spielen in den Wellen, ich sehe einen einzigen Kaptölpel, ein paar Brand- sowie Eilseeschwalben, natürlich Mengen an Kormoranen, die in langen Ketten die Küste längs fliegen.

Als ich nach geraumer Zeit zurück zum Parkplatz komme, werde ich schon sehnsüchtig erwartet. Ein Pärchen mit einem südafrikanischen Kleinwagen hat sich im Sand festgefahren. Die Frau ist völlig fertig mit den Nerven und den Tränen nahe, während der Fahrer eher peinlich berührt ist. Ob ich ihnen helfen könnte, werde ich vorsichtig gefragt. Da der Condor ganz gut ausgerüstet ist, hole ich die Schaufel raus und befreie die Antriebsräder vom Sand. Dann hänge ich den kleinen Japaner ans Seil, und mit einem kräftigen Ruck steht er wieder auf festem Grund. Die Frau schüttelt mir vor Freude die Hand, und der Fahrer möchte mir Geld geben. Na, soweit kommt´s noch.

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Cape Gull, oder Dominikanermöwe.

Ich tuckere langsam zurück nach Walvis und gehe in ein Restaurant an der Waterfront, wo ich mir ein Hakefilet mit Pommes gönne. Nachdem ich wieder restauriert und die übersichtliche Marina abgegangen bin, fahre ich bei nun wieder besserem Spätnachmittagslicht und auflaufendem Wasser noch einmal los.

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Grey Plover, oder Kiebitzregenpfeifer

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Die Flamingos beider Arten ruhen oder sind mit Gefiederpflege beschäftigt.

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Eine Erstsichtung: Marsh Sandpiper, oder Teichwasserläufer mit seiner etwas grösseren Verwandtschaft, einem Grünschenkel.

An einem Wasserdurchlass strömt die Flut in ein flaches Becken, und hier tummeln sich zahllose Seeschwalben verschiedener Arten, um kleine Fische zu erbeuten. Die Artbestimmung ist nicht einfach, erst nachträglich anhand der Fotos kann ich einen Haken im Guide machen.

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Common Tern, oder Flussseeschwalbe.

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Die kleine, endemische Damara Tern.


Hier trenne ich den Tag, denn den zweiten Teil habe ich schon einmal geschrieben, und während der Bericht geladen wurde, ist das Forum abgeschmiert, und es kommen noch einige Vögel mehr, das ergibt dann einen weiteren Berichtsteil.

Bis dahin, schönen Maifeiertag noch,
Matthias
Teil 2303. Mai 2017
weiter der 31. Januar :

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Arctic Tern, oder Küstenseeschwalbe

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Black- winged Stilt, oder Stelzenläufer

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ein junger Cape Cormorant.

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Sabine´s Gull, oder Schwalbenmöwe, mal wieder ein nicht ausgefärbtes Exemplar. Überhaupt haben mich diese kleinen Möwen ganz schön gefordert, denn sie verhalten sich eher wie eine Seeschwalbe.

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Nachdem sich die Sonne eine ganze Weile hinter Wolken, die vom Atlantik her aufziehen, versteckt hatte, kommt sie doch noch einmal schön zum Vorschein, und beleuchtet ein Paar Rosapelikane, die direkt vor mir Gefallen am Posen finden.

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White- fronted Plover

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Als letzte Seeschwalbenart finde ich ein Pärchen Caspian Terns, oder Raubseeschwalben.

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Das steigende Wasser vertreibt sie von ihrer Sandbank.

Der Tag am Meer macht sich bemerkbar, der permanent stramme, kalte Wind, die salzige, sandige Luft und die Sonne von oben und reflektiert vom Sand haben mir eine gewisse Röte angedeihen lassen, und so verlasse ich am frühen Abend die Lagune von Walvis Bay, die mir wieder einige neue Arten generiert hat, dafür glänzten ein paar Arten, die ich sicher zu finden glaubte, durch Abwesenheit. Wie etwa die Odinshühnchen, die Schwarzhalstaucher oder die Austernfischer.

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Ein letzter Blick auf die Lagune bei Flut.

Zurück nach Swakop fahre ich über die B 2. Da die durch die Wolken brechende Sonne für ein paar spannende Stimmungen sorgt, fahre ich noch zweimal an den Strand.

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Das ist eine gute Entscheidung, denn hier im Kies, oberhalb der Tidenlinie, finde ich nochmals ein paar Vögel, die hier wohl die Nacht über ruhen wollen.

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Whimbrel, oder Regenbrachvogel

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Steinwälzer und ein Grünschenkel

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Der Common Greenshank nochmals solo von der Seite.

Dann habe ich endgültig genug, und ich fahre zurück ins Sophia Dale Camp. Ich will nicht zu spät sein, denn heute gehe ich ins campeigene Restaurant und gönne mir ein schönes Abendessen.

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Das Oryx- Steak ist butterzart, man merkt, dass Manne, der aus dem Rheinland stammende Besitzer, sein Handwerk versteht.

Rundum zufrieden wasche ich mir unter der Dusche das Salz von der Haut, und dann lege ich mich wieder auf mein Bett im Condor.
Über den nächsten Tag mache ich mir noch ein paar Gedanken, ob ich noch einen Tag in Swakop bleibe, oder doch lieber in die Wüste aufbreche.
Wir werden sehen.


Viele Grüsse,
Matthias
Teil 2415. Mai 2017
Mittwoch 01. Februar :

Nach dem Frühstück verquatsche ich mich etwas mit Manne, dem Besitzer von Sophia Dale. Er hat vor einigen Jahren seine Metzgerei im Rheinland aufgegeben und ist ausgewandert. Wie man gute Wurst macht, hat er aber nicht verlernt. Wir reden über den Alltag in Namibia und ich erstehe noch ein Oryxsteak für die Fahrt, denn über Nacht habe ich entschieden, dass ich genug habe von Swakop und dringend in die Wüste muss.
Ich packe zusammen und bezahle das Camping. Als ich, nun schon gegen späten Vormittag, das Camp verlassen will, entdecke ich einen grünen Land Rover mit einem deutschen Kennzeichen, aus meinem Heimatkreis. Also ziehe ich den Condor daneben, und ich verquatsche eine weitere Stunde mit einem netten Schwenninger, der mit seiner Frau am nächsten Tag ins Kaokoveld starten will. Sie sind für drei Monate unterwegs- jedes Jahr. Beneidenswert.

Dann endlich verlasse ich Sophia Dale und fahre nach Swakop, wo ich mir ein Permit für den Namib Naukluft Park hole. Danach gönne ich mir ein Eis in der Hansa Bäckerei, schreibe zwei Mails nach Deutschland im Internet- Cafe, schlendere etwas durch die überschaubare Fussgängerzone, erstehe eine AZ und ein Buch in der deutschen Buchhandlung und gehe dann nochmals ins Village Cafe. Nach einer herzhaften Stärkung und der Lektüre der Zeitung wird es Zeit, dass ich Swakop endgültig verlasse, denn ich habe noch ein paar Kilometer zu fahren.

Über die B 2 geht es nach Süden, und in Walvis fahre ich ein kurzes Stück via C 14 ostwärts, um dann die D 1983 entlang des Kuiseb Riviers zu nehmen. Diese Strecke ist Neuland für mich, und sie gefällt mir ausnehmend gut. Rechts hinter dem grünen Gürtel des Kuisebs erheben sich Sanddünen, und links neben mir erstreckt sich die Geröllnamib.

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Trotzdem entsteht das erste Foto des Tages erst, als die Forschungsstation Gobabeb in Sicht kommt. Vorher habe ich einfach nicht ans Fotografieren gedacht.

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Wo geht´s lang? Mirabib ist angeschrieben, das ist mein Tagesziel.

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Wie Gespenster tauchen in der vor Hitze flirrenden Luft Bergzebras in der völlig kahl gefressenen Ebene auf.

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Schon von Weitem sieht man den einsam in der Wüste stehenden Inselberg Mirabib, und auch hier gibt es eine weitere Herde Zebras.

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Ich umrunde den Berg, um festzustellen, dass ich bislang alleine hier bin. Ich stelle das Auto ab, und erkunde die Gegend. Eigentlich sollte man doch von da oben eine geniale Rundumsicht haben.

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Denn der Berg steht völlig frei mitten im Nichts.

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Naturbonsai

Nachdem ich einmal um den Berg gelaufen bin, meine ich eine gangbare Route gefunden zu haben. Zuerst geht es eine Schuttrinne hoch, die aber bald steiler wird, sodass ich klettern muss. Dann erreicht man einen Vorbau auf halber Höhe, von dem aus man schon ahnen kann, dass ganz oben ein gutes Panorama auf den Besteiger wartet.

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Blick auf den östlich vorgelagerten Vorbau.

Ich inspiziere den weiteren Aufstieg, ab hier muss man definitiv die Hände mit einsetzen. Gerade untersuche ich einige Spalten, die sich als Griffe anbieten könnten, als aus der Spalte direkt vor mir ein grosser, schwarzer Skorpion herauskriecht und die nächste Spalte untersucht. Er verschwindet dann aber nach oben.

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Mit nunmehr gehörigem Respekt und vorheriger gründlicher Begutachtung jeder Spalte klettere ich nach oben, und ja, der Ausblick lohnt die Mühe.

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On Top.

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obligatorisches Gipfelbild.

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Grossartiges Nichts.

Die Schatten werden länger, und ich mache mich daran, über die Aufstiegsroute abzuklettern, was letztlich problemlos geht. Auch dem Skorpion begegne ich nicht mehr.

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Links neben der "Orchestermuschel" kann man die Aufstiegsroute sehen.

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Wolken ziehen auf, was sich einerseits ganz gut auf Fotos macht, andererseits bange ich um meine angedachten Sternenbilder, die ich hier abseits von jeglichem Fremdlicht gegen später geplant habe.

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Schlafplatz

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Sundowner

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Ein dramatischer Sunset kündigt sich an.

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Der Fels färbt sich glutrot in den letzten Sonnenstrahlen.

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Der Tag geht...

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der junge Mond übernimmt.

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Nachdem ich gevespert habe und sich zwischenzeitlich die Wolken dankenswerterweise nach Osten verabschiedet haben, komme ich doch noch zu meinen Nachtaufnahmen.
Ich sitze dann noch geraume Zeit im Sand und beobachte ein gigantisches Gewitter, das im Nordosten die Nacht illuminiert. Den Donner kann man nicht hören, es ist zu weit entfernt, aber ein Blitz jagt den nächsten und erhellt die gigantischen Kumulustürme von innen. Welch ein Spektakel.


Kosten: Permit Namib Naukluft Park: 40.- Nam$ pP plus 10.- Nam$ Auto
Camping Mirabib: 80.- Nam$


Viele Grüsse,
Matthias
Teil 2522. Mai 2017
Donnerstag 02. Februar :

Der morgendliche Blick aus dem Condorfenster zeigt zum Einen, dass sich nur im Osten ein paar kleinere Wolken gehalten haben, und zum Anderen einen schwarzbepuschelten Hasen, der vor dem Condor ein paar Grashalme sucht. Im Liegen versuche ich den Hasen zu fotografieren, aber es ist noch ziemlich dunkel, auf den Fotos ist viel Bewegung drauf. Eigentlich ist nur Bewegung drauf.
Als sich der Hase zwischen den Felsen verdrückt hat, stehe ich auf. Ich schnappe mir die Kamera und das Fernglas und starte eine morgendliche Runde. Um den Gipfel jagen sich ein grosser Trupp Mauersegler. Wo die so plötzlich herkommen?

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der junge Tag gen Osten.

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Gleich geht die Sonne wieder auf...

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...so oft schon gesehen, trotzdem immer eine Inspiration.

Wie ich so zwischen den Felsen herumsteige, gewahre ich plötzlich wieder so einen Schwarzpuschelhasen, zwar im Schatten, aber es ist nun deutlich heller.

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Ist mir zuvor noch nie aufgefallen, dass die Hasen hier eine schwarze Blume tragen.

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Mirabib im frühen Morgenlicht

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Der Blick nach Süden in die weite Wüste. Mit dem Fernglas finde ich die Zebras wieder, sie stehen in einem kleinen, trockenen Rivier. Mit dem Höhersteigen der Sonne werden sie sich in die Felsen zurückziehen, wo sie etwas Schatten finden.

Zurück am Auto geniesse ich ein gemütliches Frühstück in der Sonne, dann packe ich zusammen und fahre in nordöstlicher Richtung weiter.

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Blick zurück nach Mirabib. Hier hat es mir sehr gefallen, ich werde wiederkommen.

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Skurrile Gewächse gibt es hier.

Bevor es zurück auf die C 14 geht, passiere ich die Signalkuppe. Eine steile, weiter oben in den Felsen sogar befestigte Pad führt nach oben auf den Berg, auf dem eine grosse Antennenanlage installiert ist. Eine einzelne Seele hält hier Wache, damit die Solarpanele für die Stromversorgung der Anlage nicht geklaut werden. Ich unterhalte mich mit dem jungen Mann eine Weile, dann drehe ich um. Drei Rüppeltrappen stolzieren über die Pad.

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Spike- heeled Lark, oder Zirplerche.

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Derselbe Vogel.

Nur ein kurzes Stück fahre ich auf der C 14, dann biege ich auf die kleine Spur Richtung Henno Martin Shelter. Ich fahre bis zum Parkplatz, von wo man einen grandiosen Blick in den Kuiseb Canyon hat.

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Tiefblick in den Kuiseb Canyon.

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Blick Richtung Henno Martin Shelter. Die zwei Geologen haben hier einige Zeit während des Zweiten Weltkriegs gelebt.

Die Wanderung zur Höhle spare ich mir, denn zum einen war ich schonmal dort, zum Anderen ist es mittlerweile wieder brütend heiss geworden.

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Double- banded Courser neben der Pad, leider wieder mit typischem Artefakt, die geistig Minderbemittelte der ansonsten ja so öden Landschaft angedeihen haben lassen.

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Und gleich drauf noch eine weitere Rennvogelart, der Burchell´s Courser.

Über den Kuiseb und den Gaub Pass fahre ich weiter bis Solitaire, wo ich mir einen Imbiss gönne.

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Südlich von Solitaire hat sich ein Gewitter gebildet, die Wolke hat sich an den Bergen verhakt und regnet sich dort aus.

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Genau meine Richtung, zwischen den Bergen hindurch nach Sesriem.

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Als ich die Stelle passiere, pladdern nur noch ein paar grosse Tropfen auf die Scheibe, immerhin so viel, dass es sich lohnt die Wischer zu betätigen.

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Aber schon bald ist das Gewitter verdampft, ein paar Dekowolken bleiben übrig.

In Sesriem checke ich für den Campingplatz ein für zwei Nächte. Da es sehr windig ist und entsprechend viel Sand in der Luft, beschliesse ich, wieder im Condor zu schlafen. Ich baue nur Tisch, Stuhl und Kocher auf und statte dem Pool einen Besuch ab.

Weil hier "Cliffhanger" nicht wohl gelitten sind, behaupte ich jetzt einfach, dass der Abend stinklangweilig war und es nichts zu berichten gibt.

Viele Grüsse,
Matthias
Teil 2623. Mai 2017
weiter der 02. Februar :

Irgendwie ist es schon ein sehr sonderbares Gefühl, hier mitten in der Wüste in einem Pool zu liegen. Draussen ist der Sand zu heiss um barfuß zu gehen, und ich liege hier im Wasser, bis ich schrumpelige Haut habe. Dabei beobachte ich die Kleinvögel, die den Pool zum Trinken nutzen, sowie eine Gruppe junger Touris. Die Mädels legen sich in die pralle Sonne, natürlich mit dicker Sonnenbrille. Man spricht deutsch.
Es ist schon nach 18.00 Uhr, als ich Sesriem verlasse und den Canyon gleichen Namens ansteuere.

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Der sechsriementiefe Canyon.

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Rock Pigeon, oder Guineataube. Diese sind zahlreich hier unten in den Nischen und Höhlen.

Ich gehe bis nach vorne an die tiefste Stelle, aber nur mehr ein Fleck feuchter Sand zeugt von Wasser hier.
Dann gehe ich den Canyon noch ein Stück in westlicher Richtung, hier wird er bald breiter und flacher.

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"Mist-- Indianer." Wenn es eine Karl- May- Verfilmung wäre, wären das nun die bösen Rothäute oben auf den Felsen. Es sind aber nur die bösen Poviane.

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Irgendwie gerät mein Zeitgefühl hier unten durcheinander, die Sonne steht schon ziemlich tief, und so muss ich mich beeilen, um an die Elim- Düne für den Sundowner zu kommen.

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Abendstimmung in den Bergen

Dann sprinte ich die Düne hoch, um gerade eben noch rechtzeitig oben anzukommen.

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Der Tag geht zur Neige, bietet aber zuvor nochmals ein breites Repertoire an Stimmungen für alle Gefühlsduseligen.

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Wie man am Parkplatz sehen kann, war ich nicht der Einzige mit der Idee, den Abend hier zu verbringen. Aber die Elim- Düne ist gross, sie verträgt eine Menge Leute, ohne dass man sich auf den Zehen stehen muss.

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Der Himmel scheint zu brennen, die Vorstellung ist nicht schlecht heute Abend.

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Kurz nach 20 Uhr ist die Sonne weg. Die Show ist zu Ende.

Für alle Nicht- Sentimentalen war es halt ein, wie gesagt, stink langweiliger Abend, von dem es eigentlich nichts zu berichten gibt.
Trotzdem steige ich mit einem breiten Grinsen langsam barfuß die Düne wieder hinab zum Auto.

Im Camp brate ich mir das Oryx- Steak und trinke ein, zwei Gin Tonic dazu.
Der Tag war eigentlich ganz okay. 😎

Kosten : Camping Sesriem 200.- Nam$

Viele Grüsse,
Matthias
Teil 2729. Mai 2017
Freitag 03. Februar :

Natürlich habe ich mir noch nächtens hin und her überlegt, ob ich diesen Morgen die alltägliche Rallye Richtung Sossus Vlei mitmachen soll. Als ich dann aber in noch stockdunkler Nacht mitbekomme, wie ringsum laut die Türen zugeschmissen werden, Klappen auf und wieder zu klappen, Motoren warmlaufen gelassen werden, bei bestimmt 20 Grad Temperatur, und schliesslich Auto um Auto mit aufgeblendetem Fernlicht Richtung Tor rollt, ist meine anfängliche Bereitschaft, da mit zu machen bald einer ablehnenden Haltung gewichen. Was sollte ich auch dahinten? Die Bäume im Dead Vlei habe ich schon bei besten Verhältnissen vor ein paar Jahren fotografiert, und der Run auf die hohe Düne ist sowieso nicht mein Ding.
Also bleibe ich etwas länger liegen, bis wieder Ruhe im Camp eingekehrt ist, um dann in aller Ruhe bei beginnender Helligkeit das kurze Stück bis zur Elim- Düne zu fahren.
Ich steige die Düne hoch und erlebe den Sonnenaufgang schon auf halber Höhe.

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Kurz vor 7 Uhr, heute steht mein Condor alleine auf dem Parkplatz unter dem Kameldorn.

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Weiter oben weht ein strammer, kühler Wind aus Nord und bläst die Sandkörner über den Kamm. Auf den nackten Unterschenkeln fühlt sich das an wie ein Sandstrahlgebläse.

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Der Wind führt ausgedehnte Wolkenfelder heran, aber in den kurzen Sonnenfenstern erglüht der Sand feuerrot.

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Von Weitem habe ich den Oryx ausgemacht, der so dekorativ in den Dünen steht und von dem harten Gras frisst. Dank dem gleichmässigen Wind kann ich mich gegen diesen nähern und ein paar Fotos von dem Gemsbock in den Dünen schiessen, in der Ebene unterhalb sind in regelmässigen Abständen Feenkreise zu sehen.

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...mit etwas weniger Tele

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Aufstiegsspuren im Gegenlicht

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Meine Spuren im Sand

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Von oben dann der Blick nach Westen über das Sandmeer.

Ich setze mich für eine ganze Weile in den Sand und geniesse die Stille und Einsamkeit hier in den Dünen. Ab und an glase ich die Gegend mit dem Fernglas ab und kann einige Gemsböcke in den Dünentälern ausmachen.
Aber auch Vögel gibt es hier. Kleine Finken fliegen die Ähren des Dünengrases an, landen darauf, woraufhin sich der Halm beugt, bis der Vogel das Gleichgewicht halten kann und die einzelnen Samen auspicken kann.
Nonnenlerchen fliegen in Trupps herum und landen zwischen den Gräsern, um vom Boden Samen aufzunehmen.

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Und ein echter Endemit, den es nur hier in der Sandnamib zwischen Lüderitz und Walvis Bay gibt, lässt sich nach vielen Versuchen doch erwischen: die Dune Lark. Viele Reisende haben sie schon in der Hand gehabt, denn sie ziert eine Briefmarke der Namibischen Post für Überseebriefe und Postkarten.

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Ein wunderschön gezeichneter Sand Lizard liegt in der noch flach stehenden Morgensonne, um auf Betriebstemperatur zu kommen nach der kühlen Nacht.

Ich steige langsam wieder ab, der Wind hat nachgelassen und es wird schon wieder schnell warm.

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Auf dem Rückweg begegnet mir wiederum ein Gemsbock, der hier das spärliche Gras abweidet.

Dann fahre ich zurück ins Camp und frühstücke gemütlich. Das Camp liegt nahezu verwaist da.
Dann suche ich wieder den Pool auf, viel mehr bleibt einem in der Hitze des Tages nicht zu tun.

Der Nachmittag und Abend ist ein eigenes Kapitel wert.
Demnächst hier zu lesen,
bis dahin

Matthias
Teil 2801. Juni 2017
weiter der 03. Februar :

Nach der Erfrischungsrunde im Pool stelle ich das Auto wieder in den Schatten "meines" Kameldorns, und lege mich dann auf die Matratze, um etwas zu Lesen. Dabei werde ich schnell schläfrig in der Hitze, und so halte ich eine gepflegte Siesta.

Gegen 15.00 Uhr suche ich das Restaurant auf und bestelle mir ein kaltes Bier und einen Chilliburger mit Fritten. Schon das Aufgeben der Bestellung erweist sich als nicht ganz einfach, denn das Mädel, das hier eigentlich dafür zuständig wäre, vermeidet möglichst jeden Kontakt mit Kundschaft. Letztlich hole ich mir das Bier an der Theke. Das Bier ist schon fast getrunken, da kommt endlich das Essen. Ist aber auch kein Chilliburger, sondern ein "normaler" Burger. Egal, die Leute am Nachbartisch haben schliesslich auch etwas Anderes erhalten als sie bestellt hatten.
Dann ein neuerlicher Spiessrutenlauf, als es drum geht zu bezahlen.
Auf meiner Rechnung stehen Spaghetti mit Pesto, die hatte der Nachbartisch. Ich reklamiere, nach geraumer Zeit erhalte ich die neue Rechnung - mit Spaghetti. Ich reklamiere wieder, und weil es mir nun zu lange geht, möchte ich an der Theke bezahlen.
Hier also nochmals alles aufs Neue erklärt, endlich kann ich meine Rechnung begleichen, die mich nun teurer kommt. Das nächste Mal reklamiere ich bestimmt keine zu günstige Rechnung mehr. Tipp habe ich mir dann auch geschenkt ob dieses phänomenalen Einsatzes.
Kopfschüttelnd verlasse ich die Lokalität, steige ins Auto und fahre etwas lustlos entlang des Tsauchab Riviers die D 872 hinab, es ist immer noch brüllheiss.

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Stoisch trotten die Gemsböcke durch die Hitze.

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Baumskelett im Tsauchab Rivier.

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Im Rivier bläst wie ein riesiger Föhn der Sandsturm. Ein einzelner Oryx hat sich unter einen toten Kameldorn in den mehr als spärlichen Schatten gelegt.

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An der Düne 45 mache ich einen kurzen Stopp, aber es ist mir zu heiss, um da hoch zu steigen.

Ich fahre weiter bis zum 4x4- Parkplatz, aber die Shuttles fahren nicht mehr, es ist kurz nach Fünf. So stelle ich das Auto ab und mache mich zu Fuss auf um das Hidden Vlei zu erkunden. Ein kleiner Wegweiser zeigt in südliche Richtung, diese schlage ich ein.

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Irgendwo dort liegt das Hidden Vlei.

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Der Blick zurück zeigt durch ein grünes Band, wo der Tsauchab verläuft.

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Dann stapfe ich durch eine surreale Welt aus Sand.

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Berg und Tal, immer auf und ab.

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Ist dies das Hidden Vlei? Keine Ahnung, ist aber auch egal. Ich ersteige Dünenkamm um Dünenkamm, und dahinter ist immer ein Vlei. Hier möchte man definitiv nicht verloren gehen.

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Auch die eigenen Spuren sind schon bald wieder verwischt.

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Schattenwurf

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Die Sonne sinkt tiefer, die Farben gewinnen an Intensität. Fast wie im Rausch entsteht Foto um Foto.

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Die Sandstrukturen heben sich plastisch ab.

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Ein einsamer Käfer kreuzt meinen Weg.

Es ist schon 19.00 Uhr durch, als ich zurück am Auto bin. Ich fahre zurück bis zur Düne 45, um hier den Sonnenuntergang abzuwarten.
Noch ist es nicht soweit, und so schiesse ich ein paar Scherenschnitte.

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Noch immer ist viel Sand in der Luft, obwohl der Wind sich beruhigt hat. Dadurch ist es nicht ganz klar, aber die Farben werden weicher.

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Die Dünen erglühen knallrot in der untergehenden Sonne.

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Dann ist es soweit, die Sonne versinkt.

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Um kurz vor Acht Uhr blinzeln die letzten Strahlen über die Dünen.

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Nach der Sonne mache auch ich mich auf den Weg zurück.

Im Camp erwartet mich noch eine Überraschung. Als ich auf meine Site komme, parkt hier ein Hilux mit aufgeklapptem Dachzelt, und meine Utensilien stehen zusammengeklappt an der Seite. Och nee, nicht schon wieder.
Der okkupierende Engländer versichert mir, dass ihm dieser Platz zugewiesen wurde, und auch auf Nachfrage wegen meiner Möbel wurde ihm nochmals dieser Platz bestätigt.
Ich habe keine Lust auf Diskussionen und suche mir einfach eine freie Site ganz hinten, direkt Richtung Elim-Düne. Ist sowieso viel schöner, vor allem einsamer hier.
Meine Meinung allerdings bezüglich der Kompetenz der staatlichen Mitarbeiter hier habe ich mir gebildet. Wenn ich hier was zu sagen hätte.... Aber lassen wir das, ich bin ja morgen wieder weg, die Leute müssen aber fürderhin hier "Dienst" schieben.

Den Sundowner hatte ich schon an der Düne 45 getrunken, so mache ich mir eine Kanne Tee und trinke diesen, friedlich unter meinem Baum unter dem gigantischen Sternenhimmel sitzend.


Kosten Sesriem Camp : 200.- Nam$

Viele Grüsse,
Matthias
Teil 2907. Juni 2017
Samstag 04. Februar :

Heute fahre ich weiter, ich möchte in die Berge. Aber bevor ich Sesriem verlasse, muss ich doch noch einmal den Sonnenaufgang bei der Elim- Düne erleben.
Ich fahre das kurze Stück, wieder bin ich alleine hier.
Bis die Sonne aufgeht, bin ich schon ein gutes Stück hoch marschiert. Noch geht das recht flott im von der Nacht noch feuchten und kühlen Sand.
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Sonnenaufgang

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Der Blick auf die andere Seite zeigt roten Sand, gelbes Gras und-- Nebel, der dekorativ über die Dünen wallt.

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Der von Norden kommende Wind bringt immer mehr Nebel heran und verleiht der Szenerie etwas Mystisches.

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Es herrscht eine ganz besondere Stimmung, und ich verfalle wieder in einen Bilderrausch.

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Die wallende Front des Nebels.

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Gegen den Wind wäre ich fast auf diesen Oryx aufgelaufen.

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Der lichte Nebel wirft einen leichten Schatten, wodurch sich die Feenkreise deutlicher abzeichnen.

Ich setze mich in den Sand und beobachte das Kommen und Gehen des Nebels, aber mit der höhersteigenden Sonne löst er sich mehr und mehr auf.

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Auf dem Rückweg laufe ich wieder auf einen weiteren, spindeldürren Gemsbock auf, der hier das harte Gras frisst.

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Der Nebel ist verschwunden so schnell wie er aufgezogen ist, und in der Sonne wird es nun schnell wieder warm.
Ich steige ab und fahre zurück ins Camp.
Nach einem ausgedehnten Frühstück lade ich meinen Krempel ein, dusche kurz und verlasse dann Sesriem in südlicher Richtung auf der C 27. Die D 845 bringt mich nach Osten an die C 19. Ein kurzes Stück, und dann biege ich ab auf die D 854, immer das Tsauchab Rivier aufwärts.

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Gegen Mittag knipse ich diesen Lanner, leider steht die Sonne senkrecht, und die Farben taugen auch nichts mehr.

Es wird bergiger, und hier hat es unlängst geregnet. Ein paar Hoodias haben geblüht, leider sind die kurzlebigen Blüten schon wieder verwelkt.

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Aber die Lilien stehen in voller Blüte.

Am Gate zu den Naukluft- Bergen öffne ich dieses und fahre die zehn Kilometer bis zum Office. Hier checke ich für zwei Nächte für den Campingplatz ein.
Ich richte mich ein, und ein Schweizer mit einem alten Landi rumpelt auf den ansonsten leeren Platz. Wir unterhalten uns über das Woher und Wohin, und gegen 16.00 Uhr beschliesse ich, den Waterkloof- Trail aufwärts zu gehen, um in den Pools zu baden, sofern es noch ausreichend Wasser haben sollte.

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Zumindest für die Frösche reicht das Wasser.

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Ich folge dem Bach aufwärts durch tiefe Schluchten.

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Wer kann bei diesem klaren, glasgrünen Wasser "Nein" sagen? Schnell entledige ich mich der Klamotten und ziehe ein paar Bahnen im herrlich kühlen Wasser des Pools.

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Wo es Wasser hat, wachsen und blühen auch Pflanzen, und diese ziehen Insekten an. Wie diesen Long- tailed Blue, oder Grossen Wanderbläuling, der seine besten Tage schon hinter sich hat.

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Ich folge dem Rivier aufwärts bis zu der Stelle, wo das Wasser zwischen den Steinen zu Tage tritt. Hier weitet sich die Schlucht, und ohne Schatten würde es einem schnell wieder heiss werden. Aber ich bin ohnehin zu spät dran, um den ganzen Trail zu gehen.
Ich kehre um und gehe die Schlucht wieder abwärts.

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In den hoch aufragenden Felsen finde ich das riesige Nest eines Hammerkopfes.

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Beim Pool ist mittlerweile die Sonne weg, trotzdem muss ich nochmals ins klare Wasser rein.

Dann gehe ich zurück ins Camp. Rechtzeitig für den Sundowner bin ich beim Auto, und nach dem Abendessen sitze ich noch eine gute Weile bei dem netten Schweizer, der mich auf einen Rotwein eingeladen hat.


Kosten: Naukluft Campsite 170.- Nam$

Viele Grüsse,
Matthias
Teil 3013. Juni 2017
Sonntag 05. Februar :

Heute möchte ich mal den Olive Trail unter die Füsse nehmen. Wieder einmal, denn das letzte Mal ist schon wieder fünf Jahre her. Also wird´s mal wieder Zeit.
Dieser Weg erschliesst ein paar ganz typische Landschaften der Naukluftberge, und meistens findet sich auch das eine oder andere Tier.
Kurz nach sechs Uhr verlasse ich das Camp, und um halbsieben lasse ich den Condor am Parkplatz zurück.
Zuerst steigt man an einer Bergflanke nordwestwärts, also morgens schön im Schatten, langsam Höhe gewinnend.

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Die Gegenhänge erglühen in den ersten Sonnenstrahlen.

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Der Blick zurück. Linkerhand verläuft die Aufstiegsroute, unten am Bildrand eine typische Wegmarkierung.

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Da geht´s nauf. Oben auf dem Sattel hat man den höchsten Punkt des Weges erreicht.

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Diese von mir "Ananaszwiebel" getaufte Pflanze wächst hier häufig aus den nackten Steinen. (Richtig heisst sie Boophone disticha. Danke, maddy.)
A propos Steine. Der Weg hier oben ist ein richtiger kleiner alpiner Pfad mit vielen kleinen Kullerkieseln, auf die man möglichst nicht treten sollte, denn leicht rutscht man ab und vertritt sich den Fuss. Nicht gut hier oben, zumal wenn man alleine unterwegs ist. Also springe ich von Brocken zu Brocken, das spart Energie.
Wie ich mit links auf einen grösseren Block von vielleicht fünfzig Zentimeter im Durchmesser springe, merke ich sofort, dass der Block dem Gesetz der Schwerkraft folgen will und die Reise hangabwärts antreten wird. Also springe ich reflexartig weiter nach unten, eigentlich bin ich mehr so was wie abgerutscht, und versuche sofort den Fuss wegzuziehen, denn der Stein, die Schwerkraft....
Allein, ich bin zu langsam, und der Block fällt mir genau oberhalb des Knöchels auf meinen ohnehin seit einem Arbeitsunfall lädierten Fuss. Ich muss mich setzen, der Schmerz erzeugt Schwindel. Ich widerstehe der Neugier und ziehe den Socken nicht aus, dass da Blut den Knöchel abwärts läuft, merke ich auch so.
Ich versuche, nicht zu viel über den Fuss nachzudenken und lenke mich mit der schönen Landschaft ab.
Langsam steige ich weiter auf.

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Etwa beim höchsten Punkt überquert eine Familie Bergzebras den Bergrücken.

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So etwa sieht der Pfad aus, er folgt dann dem Gully abwärts durch das trockene Bachbett, sich immer tiefer einschneidend, bis man in einer veritablen Schlucht landet.

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Da geht´s runter in die Schlucht.

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Hier oben blüht es recht nett, und zur Ablenkung fotografiere ich etwas Botanik.

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Ein bisschen was Weisses.

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Nun die pinke Fraktion.

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Dem trockenen Bachbett folgt man abwärts, bis von links der Main River dazustösst. Natürlich führt auch er kein Wasser. Aber es gibt ein paar grüne Bäume und Büsche, und in diesen zwitschern und trällern ein paar Vögel. Erstmals entdecke ich eine Familie Layard´s Titbabbler, die vollauf damit beschäftigt sind, die Schnäbel der zwei gerade so flüggen Jungvögel zu stopfen. Foto? Keine Chance.
Dann noch ein Long- billed Crombec, der wie ein zu klein geratener Kleiber aussieht, aber auch er hält nichts von Posing.
Von einer Eremomela gelingt wenigstens ein Belegbild.

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Wenigstens die Lark- like Bunting, oder Lerchenammer hält still.

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Hoch ragen die Schluchtwände auf.

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Köcherbäume gibt es hier auch in den steilen Hängen.

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Im nahezu bewuchsfreien Bachbett gibt es einige dieser unseren rotflügeligen Ödlandschrecken sehr ähnlichen Heuschrecke.

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Die Schlucht wird immer tiefer, das hat den Vorteil, dass man nun wieder meistens im Schatten gehen kann. Mitten in der Schlucht wachsen stattliche Feigen.
Hier entdecke ich einen in den Felsen sitzenden Wanderfalken, der dann die Schlucht abwärts fliegt. Nach der nächsten Biegung sehe ich ihn nochmals, nun in Begleitung seines Partners. Sie kreisen ein paar Mal, dann sind sie über dem Schluchtrand verschwunden.

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Dann erreicht man diesen Absatz, hier muss man etwas klettern. Ob man nun rechts oder links passiert, ist egal, denn auf beiden Seiten sind Ketten angebracht, an denen man sich entlang hangeln kann.
Nach der kleinen Klettersteigpassage weitet sich das Gelände wieder.
Mehrfach finde ich tote Zebras herumliegen, einige weitgehend mumifiziert, andere noch hübsch stinkend. Schon gestern hatte ich drei Zebras gefunden, warum gerade hier so viele von ihnen den Tod gefunden haben? Vielleicht hat es zu lange keinen Regen mehr gegeben, und sie sind verhungert.

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Kurz vor dem Ende der Tour finde ich diese Felsenratte dekorativ auf dem Ausgucksfelsen thronend.

Und dann bin ich nach ziemlich genau fünf Stunden wieder zurück beim Auto. Der Fuss hat gehalten, obgleich er bei jedem Schritt schmerzt.
Ich fahre zurück ins Camp und melde mich bei der Reception zurück. Der nette Schweizer ist weiter gezogen, und ich bin alleine.
Ich untersuche den Fuss, der schnell anschwillt, nachdem ich die Schuhe ausgezogen habe. Der Knöchel schillert blaugrün, die Fleischwunde ist eine Lapalie. Sicherheitshalber ziehe ich den Thrombosestrumpf, den ich sonst nur im Flieger trage, über, um die Schwellung etwas zu begrenzen. Zwei Bier aus dem Engel müssen als Kältepack herhalten.
Dann gibt es erstmal ein ausgedehntes Sonntagsfrühstück, danach eine Siesta.
Als ich eine kleine Runde oberhalb des Camps drehe, zwingt mich irgendetwas nach oben zu schauen. Direkt über mir kreisen recht niedrig zwei adulte Felsenadler. Yepp, darauf habe ich natürlich gehofft. Hier in den Naukluftbergen haben sie praktisch den idealen Lebensraum. Steile Wände für den Horst, und jede Menge Dassies als Nahrung, von denen sie sich fast ausschliesslich ernähren.

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Ich schaue den herrlichen Greifen beim Kreisen zu, bis sie hinter den Bergen verschwinden.

Den restlichen Sonntag vertrödele ich im Camp, und erstmals macht sich eine etwas schwermütige Stimmung breit. Nur noch zwei Tage.

Zum Sundowner gehe ich nochmals etwas oberhalb des Camps, welches tief beschattet unter Bäumen liegt, spazieren. Wieder kreisen die beiden Adler, nun von der tiefstehenden Sonne angestrahlt, und die eigentlich weissen Partien des Federkleids glänzen nun wie Gold im Licht. Was für ein Bild! Da ich nur das Fernglas dabei habe, gibt es die Eindrücke nicht auf dem Chip, nur im Kopf.
Was für ein Tag!
Zum Abschluss hockt vor mir auf einem Dürrständer ein Diderick- Kuckuck und ruft anhaltend, was von den Felshängen zurück geworfen wird.


Kosten: wiederum die 170.- Nam$ fürs Camp, sowie 40.- $ NP- Gebühr pP plus 10.- $ pAuto.

Viele Grüsse,
Matthias
Teil 3119. Juni 2017
Montag 06. Februar :

Die Nacht war nicht so der Brüller, der Fuß hat ziemlich gepocht. Ich habe ihn höher gelagert, damit er nicht ganz so stark anschwillt, dafür kann ich mich kaum umdrehen. Irgendwann wird es wieder hell, und ich kann aufstehen.
Nach dem Frühstück packe ich gemütlich zusammen und verlasse den Park. Hat mir wieder prächtig gefallen hier. Irgendwann möchte ich den Acht-Tage-Trail nochmals gehen.

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Die Wolken lösen sich schnell auf, es wird wieder heiss.

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Hier hat es unlängst geregnet, und unzählige dieser Lilien sind voll erblüht.

An einem Holzmasten entdecke ich einen winzigen, unserem Kleinspecht sehr ähnlichen Cardinal Woodpecker, der hier seine Wohnung gezimmert hat. Er sitzt am Stamm, trommelt ein paarmal, woraufhin das Weibchen rauskommt und er dafür in der Höhle verschwindet. Aha, Wachablösung, oder besser Brutablösung.
Über Büllsport fahre ich auf der C 14 auf einer kurvenreichen Strecke durch die Berge zurück nach Solitaire.

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Kurz vor Solitaire schreiten zwei Sektetäre über die Steppe. Es sind meine ersten dieser Tour, in der Etosha, wo ich sie eigentlich erwartet hatte, haben sie sich nicht gezeigt.

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Secretary Bird im Hitzeflimmern.

In Solitaire mache ich wieder Mittagsrast, dann nehme ich das kurze Reststück bis zum Camp Gecko unter die Räder. Dort haben wir ja letztes Jahr unseren Abschluss gehabt, und da es uns dort so gut gefallen hat, will ich auch dieses Mal dort meine letzte Nacht verbringen.

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Endlich mal ein Schwarzbrust- Schlangenadler.

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Greater Kestrel, oder Steppenfalke.

Im Camp Gecko checke ich ein, die Camps sind alle frei, und so wähle ich wieder das Eagle´s View mit seiner namensgebenden, berauschenden Aussicht.
Da es wieder brüllheiss geworden ist, setze ich mich unter das Schattendach, mache mich an die Vernichtung meiner Vorräte an Kaltgetränken und glase immer wieder die unter mir liegende Steppenlandschaft ab. Ich kann viele Springböcke, Bergzebras und Gemsböcke ausmachen, sowie einen Sekretär, der langsam angesegelt kommt und dann in weiten Bögen zu Boden gleitet. Lange sieht er sich um, und dann steigt er in die gemauerte Wildtränke. Er scheint kühle Füsse zu mögen, denn er steht eine gute Zeit im Wasser. Ein paarmal nippt er auch. Irgendwann hat er genug, und er begibt sich auf die Pirsch.
Dafür kommen nun Oryx´ans Wasser, Herden davon. Kaum ist eine Gruppe fertig, stehen schon die nächsten in Warteposition.

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Da der Bericht nun auch in den letzten Zügen liegt, hier noch einmal ein Rätselvogel. Wie heisst er wohl?

Langsam sinkt die Sonne, und nun beginnt die Zeit der Bergzebras an der Tränke. Sie sind aber sehr vorsichtig und nähern sich nur langsam, um dann kurz vor dem Ziel plötzlich wieder davon zu stieben, ohne ersichtlichen Grund.

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Nun denn, der letzte Sunset, der letzte Sundowner.

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Weit geht der Blick über die Namib- Ebene.

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Der letzte Abend dieser Tour bricht an, während in meinem Rücken in den Bergen ein heftiges Wetterleuchten einsetzt.
Ich koche zum letzten Mal ein üppiges Abendessen, um die letzten Vorräte aufzubrauchen, und dann sitze ich in der Dunkelheit und geniesse den warmen Abend.


Kosten: Camp Gecko 150.- Nam$

Viele Grüsse,
Matthias
Teil 3222. Juni 2017
Dienstag 07. Februar :

Die Gewitterwolken über den Bergen haben sich über Nacht weitgehend aufgelöst, ohne dass es geregnet hätte.
In der Nacht bin ich ein paar Mal aufgewacht. Dafür war aber nicht mein Fuß verantwortlich, sondern eine Herde Bergzebras, die keine zehn Meter am Condor äsend vorbeizieht. Ab und an schnaubt eines der Tiere, und manchmal hört man Hufgetrappel, wenn sich zwei Zebras nicht einig sind, wem der Grasbüschel gehört. Sie gehen recht rabiat miteinander um.

Es hat ordentlich abgekühlt hier in den Bergen, sodass ich trotz der kurzen Intermezzi mit den Vierbeinern super geschlafen habe und gut erholt aus dem Condor steige.

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Der letzte Morgen bietet nochmals grosses Kino.

Ich setze mich auf meinen Stuhl, trinke in Ruhe eine Kanne Tee mit einem Schuss Gin, den hatte ich gestern einfach nicht mehr geschafft, und glase über die weite Steppe.

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Darüber freue ich mich sehr, denn er fehlte noch in der Liste: ein Common Scimitarbill, oder Sichelhopf. Er ist zwar etwas scheu, aber ein Belegbild immerhin gönnt er mir.

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Auch ein Kurzzehenrötel schaut kurz vorbei.

Während ich mein letztes Müsli esse, bimmelt mein Telefon, und am anderen Ende ist mein Neffe Lukas, der seit genau fünfzehn Monaten in Afrika unterwegs war und heute Abend mit dem selben Flieger zurück nach Deutschland fliegen wird. Er hat sich seinen Lebenstraum verwirklicht und ist mit dem Rad von Kairo nach Kapstadt gefahren. Naja, nicht ganz, ich glaube in Malawi war er des Radfahrens überdrüssig.
Wir verabreden uns für den frühen Nachmittag, wo ich ihn an seinem Backpacker abholen werde.

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Während ich frühstücke und den Morgenfrieden geniesse, kämpft dieser Great Sparrow, oder Rotbrauner Sperling ( Danke für die Korrektur, maddy ) einen anhaltenden Kampf gegen seinen nicht müde werdenden Gegner. Unablässig attackiert er sein Spiegelbild.

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Dann ein letztes Mal den Schlafsack und den restlichen Krempel verpacken, ein letztes Mal abwaschen und einräumen. Die wenigen noch übrig gebliebenen Lebensmittel verpacke ich in eine Tüte, die werde ich den Arbeitern hier übergeben.
Dann rumpel ich zurück ins Camp Gecko und verabschiede mich. Schön war´s wieder.

Ich nehme die D 1275 Richtung Osten, den Spreetshoogte Pass hinauf. Oben auf dem Pass gibt es den obligatorischen Stopp, ein letztes Mal glase ich in die Weite, und zum Abschied finde ich nochmals zwei kreisende Felsenadler.
Dann fahre ich weiter nach Osten bis nach Rehoboth.
Dort mache ich einen kleinen Schlenker und fahre zum Lake Oanob, denn hier war ich noch nie, und im Forum wird das Resort ja öfters gelobt als toller Platz für die erste oder letzte Nacht. Was soll ich sagen? Der erste Kontakt: man kommt an ein Tor, muss sich registrieren wie in einem Nationalpark und darf dann 30.- Nam$ Eintritt bezahlen. Der komplette Stausee ist zugebaut mit Wochenendhäusern, man kommt eigentlich nirgends ans Wasser.
Es gibt einen Viewpoint jenseits der Staumauer, da muss man sich erneut registrieren und nochmals 25.- Nam$ bezahlen. Nein danke, ich habe genug gesehen, dieser Platz törnt mich total ab, hier werde ich auf keinen Fall mehr herkommen.
Immerhin sehe ich dann auf der Suche nach einem etwas unverbauten Uferzugang einen Schreiseeadler im blauen Himmel kreisen. Den hatte ich definitiv nicht erwartet auf dieser Tour.
Nach einer guten Stunde verlasse ich das Lake Oanob Resort ziemlich desillusioniert und fahre zur B 1. Auf dem letzten Stück Sandpad liegt ein überfahrener Berguhu.
Über die B 1 fahre ich nun auf Teer, mit ungewohnt viel Verkehr, recht abwechslungsreich durch die Berge nach Windhoek.
Fast ohne Verhauer finde ich das Backpacker in der Nähe der DHPS, und sehe das erste Mal nach über fünfzehn Monaten Lukas wieder.
Wir laden seine angesammelten Taschen und Rucksäcke ein und fahren nach Klein- Windhoek zum Einkaufen und verspäteten Mittagessen.
Noch einmal tanke ich den treuen Condor voll, dann fahren wir zurück zu Pegasus.
Hier ist grosses Umpacken angesagt, denn natürlich hat Lukas etwas mehr Gepäck, und so übernehme ich einiges von seinen sperrigen und schweren Teilen.
Die Rückgabe erfolgt flott und ohne Beanstandungen, und dann bleibt nur noch der Transfer zum Flughafen zu erledigen. Nach der Abgabe des Gepäcks gehen wir ins Restaurant, setzen unser Restgeld in Essen und Trinken um, wir haben ja noch viel Zeit und viel zu Erzählen bis zum Abflug.
Dann aber ist es soweit, wir gehen übers Vorfeld zu unserer Condor- Maschine, und Namibia verabschiedet sich mit einer prächtigen Theaterkulisse von uns.

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Das war sie also, meine neunte Tour durch Namibia. Dass es mir recht gut gefallen hat, brauche ich nicht mehr extra betonen.

Ich freue mich über das rege Interesse, die vielen Kommentare und Danke- klicks.
Ich freue mich aber auch, dass ich nun endlich wieder mehr Zeit habe, um andere Reiseberichte zu lesen.
Noch mehr freue ich mich, in gut fünf Wochen wieder im Flieger zu sitzen und mit einer kleinen, sehr feinen Reisegruppe eine weitere Special- Interest- Tour zu fahren. Doch das ist eine andere Geschichte.

Viele Grüsse,
Matthias

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