Rentner liebt Mara

Reisebericht 84 Antworten · 16,0k Aufrufe · gestartet 20. Jan. 2017 von Papa Kenia
1'580 Beiträge · seit 201422. Jan. 2017 · #21
Hallo Papa Kenia

sieht sich schon toll an! ich drueck mich auch noch in eine kleine Nische...

Lieben Dank und liebe Gruesse - Du spuerst ja wie warm es derzeit ist 😎
Elvira
Safaris in Ostafrika Bush Trucker Tours www.bushtrucker.ch Elvira Wolfer Zubucher- und individuelle Safaris
Themenstarter540 Beiträge · seit 201222. Jan. 2017 · #22
Hallo Elvira!
Danke, dass Du an Bord bist! Hast ja noch ein Plätzchen gefunden!
Ich wünsche Dir noch einen schönen Rest-Sonntag!

Gleich geht's weiter!

LG
Papa Kenia
Themenstarter540 Beiträge · seit 201222. Jan. 2017 · #23
Tag 3 – 15.12.16

Bevor es heute Morgen losging, kam Mussa in Begleitung 2er Personen. Den Mann stellte er mir als Manager des Ashnil vor. Er war in Begleitung seiner Frau. Die beiden leben in Nairobi und die Frau war momentan hier im Camp zu Besuch. Der Manager fragte mich, ob es möglich sei, dass seine Frau bei uns mitfahren könnte. Sie hätte noch nicht allzu viel Gamedrives gemacht. Und unser Fahrzeug wäre so schön leer. Was für eine Frage. Selbstverständlich nahmen wir die Frau mit. Und da sie neben Mussa Platz nahm hatte ich wieder den ganzen Fahrgastbereich für mich alleine. Luxus pur!

Es war ein toller Sonnenaufgang. Heute standen insgesamt drei Pirschfahrten auf dem Programm.

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Erwähnenswert bei diesem Morningdrive war ein Rudel Löwen. Es müssen so drei oder vier Löwinnen gewesen sein und einige Kleinkinder.

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zuletzt bearbeitet 22. Jan. 2017
Themenstarter540 Beiträge · seit 201222. Jan. 2017 · #24
Gegen 9.15 Uhr waren wir im Camp zurück und ich nahm erst einmal in Ruhe ein schmackhaftes Frühstück zu mir.

Anschließend schlenderte ich durch das Camp vertrieb ich mir die Zeit mit Fotografieren.

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Um halb elf ging es noch mal bis zum Mittagessen raus. Die Frau des Managers fuhr nicht mehr mit. In meinem Notizbuch steht, dass diese Tour nicht so prickelnd war und Tiersichtungen mager. Dann wird es wohl so gewesen sein. Aber mich fasziniert wie ich bereits mehrfach erwähnt habe, auch die tolle Landschaft.

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zuletzt bearbeitet 22. Jan. 2017
Themenstarter540 Beiträge · seit 201222. Jan. 2017 · #25
Nach dem Mittagessen relaxte ich dann am Pool. Wenn so ein Luxus schon geboten wird dann sollte man ihn auch genießen. Das Wasser war erfrischend und angenehm temperiert.

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Nachmittags fuhren wir in eine Gegend, von der Mussa behauptete, ‚das ist hier Nashorn-Gebiet‘. Aber unsere Pirschfahrt blieb ohne Nashorn-Sichtung.

Gegen 17 Uhr bewölkte es sich. Richtung Nordwesten sah man dunkle Wolken und man konnte auch einige Wassersäulen erkennen. Bei uns blieb es aber trocken.

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Abends ging es dann mal wieder rund im Speisesaal des Camps. Neue Koreaner fielen heuschreckenartig im Camp ein.

Es war ein Kommen und Gehen. Ich möchte nicht wissen, wie es hier zu Zeiten der Migration aussieht.

Mich brachte aber nichts aus der Ruhe. Ich genoss mein Essen und vor allen Dingen meine Bierchen und mit einem letzten Tusker ‚for the road‘ ging ich dann Richtung Schlafstätte.

- Fortsetzung folgt -

LG
Papa Kenia
zuletzt bearbeitet 22. Jan. 2017
794 Beiträge · seit 200722. Jan. 2017 · #26
Hallo Papa Kenia,

ups, etwas spät gesehen, aber ich habe gerade auch noch ein kleines Plätzchen im vollen Auto gefunden. 🙂
Die Masai Mara bzw. Kenia generell als potentielles nächsten Reiseziel interessiert mich, daher bin ich sehr gespannt auf Deine weiteren Erlebnisse und Bilder.
Und es fängt ja schon sehr vielversprechend bzw. mit tollen Tiersichtungen in den ersten Tagen an... 🙂

Liebe Grüße
Kristina
Aktuell (von 2025): Sri Lanka 2.0: Birders Paradise - diesmal zu zweit https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/306027-sri-lanka-2-0-birders-paradise-diesmal-zu-zweit.html Sri Lanka 2024: Soloreise im Land der vielen Pfauen https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/304773-sri-lanka-2024-soloreise-im-land-der-vielen-pfauen.html Costa Rica 2023: Von Regenwaldfieber bis Tapirsuche https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303351-costa-rica-23-von-regenwaldfieber-bis-tapir-suche.html Uganda 2022: ohne Gorillas aber mit Chamäleons https://www.namibia-forum.ch/forum/160-diverses/301530-uganda-2022-ohne-gorillas-aber-mit-chamaeleons.html
1'624 Beiträge · seit 201522. Jan. 2017 · #27
Hallo Papa Kenia

herzlichen Dank für die vielen Fortsetzungen, so ist meine Bahnfahrt wesentlich erfreulicher.
Was mich überrascht, dass es bei Dir um das Ashnil Camp viel grüner war, als bei uns in Mara North oder Lewa. die ein zwei Wochen werden da ja keinen großen Unterschied gemacht haben.
Wegen mir könnte es ja weitere Kapitel geben 🙂 , ich fahre noch eine ganze Weile durch das kalte Deutschland 🙁 .
LG Elisabeth
Reiseberichte/ Fotos im Namibiaforum: Namibia, 2x Kenia, Äthiopien/Djibouti, Südafrika, Marokko, Ecuador Festland Reiseberichte/Fotos in Ingrids Forum: Baja California, Delta und Krüger, Simbabwe, Réunion, Ecuador/Galapagos, 2x Indien, Milos/Santorini, Kanada "Viele sagen, man soll gehen, wenn es am schönsten ist, aber ich finde, man soll lieber dahin gehen, wo´s am schönsten ist." Das Känguruh
Themenstarter540 Beiträge · seit 201223. Jan. 2017 · #28
@Kristina
Hallo Kristina,
schön, dass Dich der Bericht interessiert und dass Du hier mitliest! Ich glaube, es kommen noch ein paar nette Fotos!

@Elisabeth
Ja, die Ashnil-Gegend war noch richtig grün. Hier muss es mehr geregnet haben als auch z. B. in der Talek-Region, wohin ich ja nach der halben Zeit gewechselt habe. Da gab es fast nur noch Staub!

LG
Papa Kenia

PS: Heute Abend geht es weiter!
Themenstarter540 Beiträge · seit 201223. Jan. 2017 · #29
Tag 4 – 16.12.16

Heute stand ein Ganztagesdrive auf dem Programm. Mussa hatte für den heutigen Tag zwei Picknickboxen geordert. Frühstück und Mittagessen würden wir heute also unterwegs einnehmen.

Während wir so fuhren, ertönte plötzlich Gehupe hinter uns. Mussa fuhr links ran und stoppte den Land Rover. Dann schossen vier Fahrzeuge in einem Affentempo an uns vorbei.

„Mussa?“
„Ja?“
„Was war das?“
„Die sind crazy!“ „Das sind die Koreaner von gestern Abend. Die müssen sich jetzt beeilen, dass sie ihren Flieger in Nairobi kriegen. Die machen ‘Afrika in 3 Tagen‘.“
„Machen die keine Pirschfahrt?“
„Doch! Jetzt!“
Ah, ja!

Als sich die Staubwolke verzogen hatte, die die vier Rennkisten aufgewirbelt hatten, fuhren wir weiter.

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Das Highlight an diesem Morgen waren Cheetas. Gepardenmama mit Nachwuchs.

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Wir fuhren zum Mara Fluss um dort Mittag zu machen.

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Themenstarter540 Beiträge · seit 201223. Jan. 2017 · #30
Dabei kamen Mussa und ich etwas tiefer ins Gespräch. Er erzählte von seiner Frau, seinen Kindern. Sein Alter wusste er nicht so genau. „54 oder 55 bin ich. So ganz genau weiß ich das nicht.“ Mussa war auch schon mal in Oslo. Er war vor einigen Jahren von Bekannten oder Verwandten eingeladen worden, die in früheren Jahren nach Norwegen ausgewandert waren.

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Zum Nachmittag hin wurde es wiederum wolkig. Aber es blieb noch trocken. Das Fotolicht litt natürlich darunter. Und gerade jetzt stießen wir noch auf ein Rudel von zehn Löwen. Die allerdings mehr oder weniger regungslos in der Gegend herumlagen und schliefen.

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Themenstarter540 Beiträge · seit 201223. Jan. 2017 · #31
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Auf dem Rückweg ereilte uns dann doch das einzige Gewitter während meines diesjährigen Mara-Aufenthaltes. Gegen 18 Uhr blitzte und donnerte es heftig. Regenmassen vermischten sich mit Hagel prasselten auf die Erde.

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Es regnete den ganzen Abend bis weit in die Nacht hinein.

Auch heute beim Abendessen tauchte wieder eine Gruppe von geschätzten 20 Koreanern auf. Sie waren alle wohl sehr gesprächig. Glücklich sahen sie (vermutlich wegen des Regens) allerdings nicht aus.

- Fortsetzung folgt -
LG
Papa Kenia
244 Beiträge · seit 201523. Jan. 2017 · #32
Hallo Papa Kenia.

Von mir auch einen Dank für die tollen Fotos und deinen Bericht. Ich werde ihn weiter mit verfolgen.
Kenia war 1995 meine Einsteiger Tour und es war Klasse.

LG Iris- Didi
zuletzt bearbeitet 30. Jan. 2017
Themenstarter540 Beiträge · seit 201224. Jan. 2017 · #33
Hallo Iris-Didi,

vielen Dank für den netten Eintrag und für’s Mitkommen. 1998 war mein Einstieg. Verdammt lang her!
Ich kann nur bestätigen, Kenias Parks sind immer eine Safari wert.

LG
Papa Kenia
Themenstarter540 Beiträge · seit 201224. Jan. 2017 · #34
Tag 5 – 17.12.16

Nach dem gestrigen Regen war die Luft heute Morgen ganz schön frisch. Ich war froh, meine Fleecejacke dabei zu haben. Ansonsten sah der Himmel verheißungsvoll aus. Ein paar Schleierwölkchen am blauen Himmel.

Ich sah die ersten beiden Heißluftballons. Im Laufe der Fahrt kamen wir noch an ein paar Zebras sowie Weißbartgnus vorbei um abschließend auf ein Rudel Löwen zu stoßen.

Zehn bis zwölf Löwen lagen so in der Gegend herum. Einige spielten, einige dösten und andere wiederum frühstückten.

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Zum Mittagessen ging es noch mal ins Camp.

Der letzte Nachmittagsdrive stand an. Mussa gab mir zu verstehen, dass er nicht gut drauf wäre weil er mir bisher kein Nashorn zeigen konnte.

Das wäre mir völlig egal, entgegnete ich. Das ist nun mal das Gesetz der Natur. Entweder wir haben Glück oder nicht. Er solle sich deshalb mal keine Gedanken machen.

Mussa meinte, dass Kollegen ein Nashorn weit weg von hier gesehen haben.

„Mussa, bevor wir jetzt 100 km für ein Nashorn fahren, lass uns lieber pole pole noch mal in der näheren Umgebung bleiben. Ich muss nicht unbedingt ein Nashorn haben.“

„100 km sind es nicht ganz. Mal sehen.“

Und dann gab er Gas und wir entfernten uns immer weiter vom Camp. Mussa hielt schon gar nicht mehr an wenn sich ein Fotomotiv zeigte, so versessen war er auf das Nashorn.

Der Himmel zog sich immer mehr zu und es wurde später und später. Bis wir tatsächlich ein Rhino vor uns hatten. Aber es war so weit weg und in der Nähe parkten außer weiteren Fahrzeugen auch Ranger, sodass wir keine Chance hatten ‚offroad‘ näher heranzukommen.

Ich nahm meine Kamera und betätigte pausenlos den Auslöser. Allein um Mussa die Gewissheit zu geben, dass sich die weite Fahrt gelohnt hat. Dass die Bilder wegen der frühen Abendstunden und der Wolken nicht viel hergeben würden, war mir klar.

Dann traten wir den Heimweg an.

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- Fortsetzung folgt -
LG
Papa Kenia
1'737 Beiträge · seit 201024. Jan. 2017 · #35
Hallo Papa Kenia

Glückwunsch zur Freiheit des Rentnerdaseins.
Schöne Bilder von der Mara. Tolle Erinnerungen. Es ist ja eine Ecke, in der wir nicht waren.
Danke fürs zeigen.

LG
Christa
www.botswanadreams.de "Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach." Ernest Hemingway
zuletzt bearbeitet 24. Jan. 2017
Themenstarter540 Beiträge · seit 201225. Jan. 2017 · #36
@Botswanadreams

Hallo Christa,
vielen Dank für die Glückwünsche. Im Moment ist es noch gar nicht so einfach, die freie Zeit sinnvoll zu verplanen.

Ich glaube, dass ich die schöneren Fotos beim Aufenthalt im nächsten Camp geschossen habe. Alles halt Glückssache.

Man sehen, ob ich heute noch weiterschreiben kann.

LG
Papa Kenia
Themenstarter540 Beiträge · seit 201226. Jan. 2017 · #37
Tag 6 – 18.12.16

Heute Morgen ging es zum Observationspoint. Hier war ich vor zwei Jahren schon mal. Damals war es lausig kalt und es nieselte. Heute bot sich ein gigantischer Ausblick über die Mara.

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Themenstarter540 Beiträge · seit 201226. Jan. 2017 · #38
Zum Abschluss fuhren Mussa und ich noch mal zum Mara Fluss runter um hier Hippos zu beobachten.

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Danach fuhren wir schnurstracks ins Camp.

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Hier bedankte ich mich bei Mussa für die tollen Tage. Ich gab ihm ein ordentliches Trinkgeld plus „Rhino-Bonus“. Und bestätigte ihm, dass er mit Sicherheit der verrückteste Fahrer des Camps sei.

Er grinste, wir umarmten uns und verabschiedeten uns als Freunde.

Ich würde so gegen halb zehn oder zehn Uhr abgeholt und zum Basecamp Expkorer gebracht werden.

Nach einem letzten Frühstück ging es auch hier ans Verabschieden. Man bedankte sich nochmals, dass ich so lange Zeit hier verbracht hatte und wünschte mir eine gute Weiterfahrt und noch ein paar schöne Tage im Basecamp. In der Hoffnung, dass ich bald wiederkommen würde.
zuletzt bearbeitet 26. Jan. 2017
Themenstarter540 Beiträge · seit 201227. Jan. 2017 · #39
Der Fahrer, der mich abholte, stellte sich als Bernhard vor. Er nahm mir mein Gepäck ab und wir gingen zum Fahrzeug. Es folgte der übliche Smalltalk und so erreichten wir nach einer Fahrt von gut 80 Minuten das Basecamp Explorer. Die Camps liegen ungefähr 15 km auseinander. (Angaben von Bernhard).

Erst als Bernhard weg war fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Es war der gleiche Bernhard, der mich letztes Jahr vom Kilima Camp zum Royal Mara Camp gebracht hat. Auffallend war nämlich das Fahrzeug, das in tadellosem Zustand war. Im Fahrgastraum gab es nämlich Ablagekästen, Bohnensäcke und Stromanschlüsse um während der Fahrt Akkus aufzuladen.

Die Parkgrenze wird durch den natürlichen Verlauf des Talek Rivers markiert. Der Talek konnte sich wahrscheinlich nur noch schwach daran erinnern, was er eigentlich war. Ein Fluss. Aber momentan war er fast völlig ausgetrocknet. Dennoch mussten wir über eine Hängebrücke den Fluss überqueren (bzw. das, was noch von ihm übrig war).
Auf diese Weise landeten wir im Camp, wo ich sofort auch freundlich empfangen wurde. Es gab wie allgemein wohl üblich, einen Drink und das Erfrischungstuch. Zwei Bedienstete stellten sich vor und begleiteten mich zum Zelt.

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Das Camp machte einen guten Eindruck. Mein Zelt konnte aber in keiner Weise den Standard der Ashnil-Zelte bieten. Das Zelt war kleiner und rustikaler. Aber trotzdem fühlte ich mich während des gesamten Aufenthaltes hier pudelwohl!

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Kurz vor 13 Uhr gab es Mittagessen.

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Es gab jeden Tag Suppe (aber kalte!) als Vorspeise. Wer hat sich denn so etwas ausgedacht? Kalte Suppe?! Dann gab es noch eine weitere Vorspeise in Form eines Salattellers (hier waren aber auch Früchte eingearbeitet – sehr lecker). Es gab nur ein Hauptgericht. Alles war auch für’s Auge zubereitet. Und es war sehr, sehr lecker – bis auf die kalte Suppe.

Dessert und Kaffee rundeten das Mittagessen ab. Den Blick in die Savanne gab es kostenlos obendrauf!

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Und dann kam um 16 Uhr die erste Pirschfahrt dieses Camps.

Das Camp hat zwei Parkplätze: Einen im Park, also da, wo wir vorhin angekommen waren. Und einen am anderen Ende des Camps. Also am Eingang, wo sich auch die Rezeption befindet.

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Und von hier aus sind wir dann gestartet. Richtig: WIR. Ich war nicht mehr alleine. Schade. Mein Fahrer stellte sich als James vor. Ich sollte vorne neben ihm einsteigen. Hinten saßen vier Franzosen und drei Norweger. Die Karre war also voll!!

Das kann ja heiter werden. Pirschfahrt außerhalb des Camps?! Also werden keine Parkgebühren fällig? Ich habe sie aber bezahlt?! Was soll das?

Wir fuhren durch die Ortschaft Talek. Vorbei an Viehherden, Massaihütten, teilweise gemauerten Gebäuden und heruntergekommenen, leerstehenden Baracken, vorbei an der Primary School.

Wir fuhren und fuhren und fuhren und fuhren. Gefühlt nach einer Stunde sah ich den ersten Baum (ja gut, ich glaube, ich übertreibe jetzt). Aber das, was ich hier eigentlich erwartet hatte, war das nicht. Ich ergab mich meinem Schicksal. Auf jeden Fall begann es in mir zu brodeln. Was machen wir hier? Hier ist nix! Außer einem einsamen Elefanten.

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Doch dann fiel plötzlich das Wort ‚Leopard‘. Wo denn? Hier? Hier stehen doch nur ein paar Büsche? Aber tatsächlich. Der Massai steuerte voll auf einen Busch zu. Wir konnten den Leo sehen. Das Gestrüpp verdeckte ihn aber doch ziemlich. Und was macht der Massai? Lässt das Auto ausrollen (was aber nicht ging, da die herunterhängenden Zweige genügend Widerstand leisteten) und steht auf. Hängt sich so aus dem Wagen, dass er fast auf die Kühlerhaube fällt und haut mit seiner Machete alles kurz und klein, was unser Auto am Weiterfahren hindert. Wie bekloppt ist der denn?

Aber – anschließend hatten wir freie Sicht! Fotoherz was willst du mehr?

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Zwanzig Minuten später traf hier ein weiteres Fahrzeug vom Basecamp ein. Wir arrangierten uns mit denen, dass sie auch mal unsere Poolposition einnehmen durften. Wir sind ja gar nicht so!

Nach gut zehn Minuten Weiterfahrt stießen wir auf ein Rudel Löwen. Er herrschte eine tolle Abendstimmung in einem genialen Fotolicht.

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Bei unserer Rückkehr landeten wir am Campeingang im Park. Wie geht das denn? Und dann schnallte ich erst, dass wir mehrfach durch Bodensenken und auch wohl durch den ausgetrockneten Talek gefahren waren, und so, ohne es zu merken, mittlerweile im Park waren.

Zum Abendessen setzte sich der Campmanager kurz zu mir. Wir lagen sofort auf einer Wellenlänge. Er war eine sympathische Erscheinung. Wahrscheinlich drei, vier oder fünf Jahre jünger als ich. Einen Kopf kleiner und zehn Kilo schwerer. Er sprach neben Suaheli und Englisch auch noch Französisch und Deutsch. Und er bat mich, wenn irgendetwas wäre, ihn auf Deutsch anzusprechen, damit er in Übung bleibt bzw. noch etwas lernt.

Nach dem Abendessen verzog ich mich rasch in mein Zelt. Für heute war ich platt.

- Fortsetzung folgt -
LG Papa Kenia
zuletzt bearbeitet 27. Jan. 2017
1'580 Beiträge · seit 201427. Jan. 2017 · #40
Hallo Papa Kenia

schoen, dass Du den Weg in mein fast 2. Zuhause, dem Basecamp gefunden hast. Ich liebe das Camp und vielleicht auch deshalb, weil es keinen Luxus hat, ich von der Toilette aus rausschauen kann und eventuell eine Ginsterkatze darin finde, ich beim Duschen in die Baeume und zu den Sternen hinschauen kann und nachts das Heulen der Hyaenen neben meinem Zelt hoere...

Gut, ich habe auch auf eine etwa 17-jaehrige Vergangenheit mit Basecamp, das am Anfang, wie ich es benutzte noch Dream Camp hiess. Sie taten in all den Jahren sehr viel fuer die Maasai und arbeiten auch heute noch mit ihnen zusammen. Einige gute Guides sind dort gewachsen. Wenn Du mal Zeit und Lust hast, fahr mal ins Eagle View...

Liebe Gruesse aus dem sehr heissen und an Duerre leidendem Kenia
Elvira
Safaris in Ostafrika Bush Trucker Tours www.bushtrucker.ch Elvira Wolfer Zubucher- und individuelle Safaris