Auch ich war früher leidenschaftliche Skifahrerin, musste aus gesundheitlichen Gründen aufhören, was mir anfangs weh getan hat, dann jedoch habe ich mich mit den Umweltaspekten dieser Sportart ein wenig beschäftigt und für mich persönlich befunden, dass es gut so ist, den Sport nicht mehr ausüben zu können - was jetzt aber nicht heißt, dass ich ihn anderen madig machen will, denn missionieren in welcher Richtung auch immer ist nicht mein Ding.
In Namibia wurde mir immer gesagt, die Wüste sei eine sehr sensible Landschaft, man solle nicht abseits der vorgesehenen Wege laufen oder fahren, nicht jede Düne besteigen, ...
Wie wird sich Skifahren als Massensport in der Wüste - wenn es denn einer werden sollte - auswirken??? Es geht ja nicht nur darum, dass Sand umgeschichtet wird, es leben viele kleine und kleinste Tiere und Pflanzen dort, deren Lebensraum meiner Meinung nach dadurch empfindlich gestört wird. Wird sich das nicht auf das gesamte Ökosystem der Wüste negativ auswirken? Oder sehe ich das laienhaft zu düster?
Liebe Grüße von Gabriele
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Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert. (Seneca)
MAMarkus6151'042 Beiträge · seit 201609. Dez. 2016 · #2
Guten Morgen Gabriele,
Berg-Eule schrieb: Wie wird sich Skifahren als Massensport in der Wüste - wenn es denn einer werden sollte - auswirken??? Es geht ja nicht nur darum, dass Sand umgeschichtet wird, es leben viele kleine und kleinste Tiere und Pflanzen dort, deren Lebensraum meiner Meinung nach dadurch empfindlich gestört wird. Wird sich das nicht auf das gesamte Ökosystem der Wüste negativ auswirken? Oder sehe ich das laienhaft zu düster?
ich glaube, dass das für die Wüste kein Problem sein wird. Wenn überhaupt wird sich das "Skigebiet" auf wenige hohe Dünen beziehen und das war es auch schon. Das meiste wird auch dort statt finden wo heute schon Quads und andere Fahrzeuge auf den Dünen herum brettern und ich denke, dass ein Quad unter ökologischen Gesichtspunkten betrachtet viel schlimmer ist als Ski`s... es sein den der Skifahrer wird vom Quad gezogen... 🤪
Was sich eher negativ auswirkt auf das gesamte Ökosystem der Welt ist der zusätzliche CO2 Ausstoß. Was aber meiner Meinung nach kein so großes Problem darstellt, weil wir sowieso gar nichts dagegen tun können. Ob wir das Öl und Gas verbrennen, oder es jemand anderes macht spielt wohl eher eine untergeordnete Rolle. Fakt ist, dass alles was auch förderbar ist irgendwann als CO2 in der Luft sein wird, man kann den Zeitpunkt vielleicht etwas weiter hinaus zögern....
Gruß Markus,
der wenigstens zu 95% völlig CO2 neutral mit Holz heizt...
keine Ahnung warum die AZ jetzt einen Artikel dazu bringt, denn Henrik macht das bereits seit 10+ Jahren. Er fährt natürlich nur in den Bereichen wo es erlaubt ist (u.a. da wo auch die Quadbikes fahren etc). Mehr dazu erfährst Du unter www.ski-namibia.com bzw. https://de.wikipedia.org/wiki/Skigebiete_im_s%C3%BCdlichen_Afrika
Wie wird sich Skifahren als Massensport in der Wüste - wenn es denn einer werden sollte - auswirken???
Musst Dir keine Sorgen machen, denn es ist im letzten Jahrzehnt ja auch nicht zum Massensport geworden. Das wird es eher in Dubai, wo sogar Lifts installiert werden sollen. Henrik fährt mit maximal 4 Personen und nach einer Abfahrt geht es zu Fuß wieder rauf. Der Einfluss auf die Umwelt ist wirklich zu vernachlässigen (auf jeden Fall hat es weniger Einfluss als der motorisierte Sport dort).
Viele Grüße Christian
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Berg-EuleThemenstarter2'060 Beiträge · seit 201309. Dez. 2016 · #4
Danke für eure Beiträge, natürlich gibt es schlimmere Umweltprobleme, aber man muss ja nicht noch neue schaffen - das war mein Gedanke zu dem Artikel.
Dass in Wüsten Ski gefahren wird, war auch mir nicht neu, hatte es auch schon mal in einem Film über Namibia gesehen. Einerseits finde ich es toll, wie dieser Mann seinen Traum verwirklicht hat, zumal er selbst anfangs nicht glaubte, dass er davon würde leben können. Allerdings hat mich dieser Satz gestört: " Jede einzelne Düne hat er bereits erklommen" - das klingt doch ein wenig anders als nach erlaubten Bereichen.
Und diese Aussicht freut mich auch nicht besonders: " ... irgendwann, wenn es in vielen Wüsten dieser Welt Sand-Skigebiete gibt, tourt Henrik nur noch von Skirennen zu Skirennen..." So manches fängt klein an, aber die Frage ist doch, ob man auch alles machen muss, was möglich ist.
Im Übrigen kann das Schaffen von Wüstenskigebieten auch zu höherem CO2-Ausstoß führen, weil dann viel mehr Menschen dorthin fliegen und fahren. 😉 Wenn man es so genau nehmen will, dürften wir Europäer gar nicht in Übersee Urlaub machen.
Liebe Grüße von Gabriele
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also ich bezweifle, dass es auf absehbare Zeit ein Umweltproblem aufgrund Ski-Fahrens in der Wüste geben wird. Die Idee ist ja nicht neu, allerdings sind bisher nicht im Ansatz tatsächliche Bemühungen getroffen worden, um wirklich "Ski-Gebiete" in der Wüste zu bauen. Wäre tatsächlich ein relevanter und wirtschaftlich auswertbarer Markt für Wüsten-Ski-Gebiete vorhanden, dann wäre da wohl schon längst eine entsprechende Initiative gestartet worden. Von daher halte ich das eher als witzigen Gimmick Einzelner.
Wenn allerdings "Sport" in der Wüste, dann sehe ich da ganz andere Gefahren, wie etwa Quad-Fahren. Das ist tatsächlich in meinen Augen ein Phänomen, welches mehr und mehr sich der Beliebtheit erfreut und hier bereits eine einzige Quadtour vermutlich mehr Schäden anrichtet, als 10 Ski-Fahrer. Gleiches dürfte wohl auch für viele von uns zutreffen, wenn wir mit dem 4x4 als Selbstfahrer unterwegs sind. Auch das hat sich in den letzten 10-20 Jahren vervielfacht.
Daher denke ich nicht wirklich, dass Ski-Fahren auf den Dünen tatsächlich nachhaltige Probleme aufwirft.... zumindest aktuell und mittelfristig nicht.
LG Mogambo 🙂
Berg-EuleThemenstarter2'060 Beiträge · seit 201309. Dez. 2016 · #6
Danke auch für deine Meinung. Sicher ist das jetzt kein großes Umweltproblem, ich sehe mehr die kleinen Dinge, die gestört werden, z. B. die Little Five und sensible Pflanzen, ebenso sicher wird es in Kürze wohl nicht die ganze Namib betreffen, und es ist auch meine Meinung, dass das Quadfahren mehr Schaden anrichtet, weil man in kurzer Zeit größere Entfernungen zurücklegen kann.
Das Problem sehe ich auch nicht in ausgewiesenen Bereichen, wo diese Dinge erlaubt sind - schließlich macht ja auch ein riesiger Badestrand die Flora und Fauna der Küste zunichte. Das Problem liegt in meinen Augen darin, dass es immer mehr Aktivitäten gibt, die man in der Wüste ausüben kann und möchte, und dass sich dann viele Menschen nicht an die Regeln halten. Wer will denn mit zig anderen dieselbe Düne hinunterfahren? Auch in den Alpen gibt es viele, die nicht im momentan so viel zitierten Mainstream 😉 fahren, sondern abseits der Pisten, das wird eines Tages beim Wüstenskifahren erst recht der Fall sein.
Wie gesagt, momentan scheint das ein fast lächerliches Problemchen zu sein, aber so hat das Fahren im Schnee ja auch mal begonnen: mit ein paar belächelten Außenseitern.
Liebe Grüße von Gabriele
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Das Problem liegt in meinen Augen darin, dass es immer mehr Aktivitäten gibt, die man in der Wüste ausüben kann und möchte, und dass sich dann viele Menschen nicht an die Regeln halten. Wer will denn mit zig anderen dieselbe Düne hinunterfahren?
absolut und deshalb wurde in Namibia sehr vieles in den vergangenen 3-4 Jahren eingeschränkt, was davor zig Jahre lang erlaubt war (Strandfahren etc). Leider sind hier in der Mehrzahl die südafrikanischen Sommerferientouristen an den immer strengeren Regeln schuld 🙁 Alles was in Südafrika seit Jahren verboten ist und in Namibia noch erlaubt war/ist, lockt halt an. Darunter "leiden" müssen dann eben alle.
Beste Grüße Christian
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Cruiser2'530 Beiträge · seit 201109. Dez. 2016 · #8
Namibianer sind genauso schuld.
Best Regards
Adolf
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Slogan: Tread lightly, leave nothing but your foot prints!
Hallo zusammen! Die Dünen an sich sind weniger sensibel als die gravel plains, und Henrik fährt auch nur dort Ski, wo auch andere Aktivitäten erlaubt sind. Ich habe vor einer Weile mal Fotos für ihn gemacht, hier sind ein paar Bilder.