ANAnna40Themenstarter18 Beiträge · seit 201623. Nov. 2016 · #1Liebe Mitforisten,
nach monatelangem stummen wie begeistertem Mitlesen in diesem wirklich tollen Forum wage ich es, mich hier einzubringen und darf uns, so es erlaubt ist, kurz vorstellen:
Wir, mein Mann und ich, beide Anfang 40, werden von Mitte April bis Mitte Mai 2017 insgesamt 25 (netto) Tage in Namibia unterwegs sein, zum ersten mal in Afrika (aber schon mehrfach Camping-Urlaube in Australien), 4x4 mit Dachzelt, meist Camping, nur ab und an Lodge.
Bislang sieht es so aus (wir haben uns eng an die Ersttätertour gehalten, Tag 1 bis 10 ist bislang fix gebucht, ab dann offen...):
Tag:
1 Windhoek
2 Düsternbrook Campsite (zum Ankommen, Verpacken, Üben des Zeltaufbaus in der Zivilisation usw. 🙂 )
3 & 4 Waterberg Plateau Campsite (zum Eingewöhnen und erste Afrikaluft schnuppern)
5 & 6 Etosha Namutoni Campsite
7 Etosha Okaukuejo Campsite
8 Etosha Olifantsrus Campsite
9 Etosha Dolomite Chalet BB (also Lodge) (ich weiß, jeden Tag Campwechsel, aber da wir als Dachzelter eh tagsüber für Gamedrives alles zusammenpacken müssen dachten wir, es sei egal, oder?)
10 Grootberg Hoada campsite
Ab Tag 10 ist bislang nichts gebucht, welche weiteren campsite würdet ihr empfehlen?
11 über Petrified Forest bis Mowani Mountain Camp
12 Ameib oder Lapa Lange
13 Spitzkoppe
14 & 15 Swakopmund (besser Lodge wegen Temperaturen, richtig?)
16 ???
17 über Remhoogte-/Spreetshoogte Pass bis Sesriem (Sesriem Camp oder Desert Camp Sesriem)
18 Sossusvlei
19 & 20 D707 (Gunsbewys, Namtib Desert Lodge, Koiimasis Ranch bzw. Kanaan)
21 Aus (Klein Aus Vista)
22 Kalahari (Bagatelle)
23 Auas Safari Lodge
24 Windhoek
Nach dem Lesen unzähliger Reiseberichte, Tipps, Reiseführer, usw. usw. verliere ich langsam den Überblick, ein Campingplatz und eine Lodge schöner als die andere, aber es geht eben nicht alles.
Was meint ihr? Route soweit OK? Auch ab Tag 10 die Unterkünfte buchen? Oder flexibel bleiben?
Was mir etwas Kopfzerbrechen bereitet ist der Straßenverlauf. Bei unseren Australien-Urlauben war immer der Weg das Ziel, sich treiben lassen. Will sagen, uns ist es mindestens so wichtig, schön zu fahren, nicht nur schön zu campen oder Sehenswürdigkeiten abklappern... wenn ich jetzt die einzelnen Übernachtungsplätze geplant habe, woher weiß ich, welcher Weg z. B. von Camp12 nach Camp13 der schönere (gern auch weitere oder längere) ist?
Bin für jeden Tipp, Hinweis oder Korrektur dankbar.
Ganz herzlichen Dank vorab und voller Spannung grüßt
Anna (und Mann)
Ach ja, noch was: Wie ist es denn mit den Temperaturen zu dieser Jahreszeit. Klar, tagsüber sonnig & warm, aber abends? Und im Zelt?
Sasa2'391 Beiträge · seit 201623. Nov. 2016 · #2Hallo Anna,
erstmal herzlich willkommen 🙂
Da ich keine Camperin bin, kann ich Dir nicht all zu viel zu den Campsides sagen, aber ein paar Anmerkungen hätte ich trotzdem.
25 Tage sind ja erst mal schon eine schöne Zeit in der man sich nicht hetzen muss. Und ihr geht es ja ruhig an mit nicht zu langen Strecken.
Ich persönlich finde das tägliche Wechseln der Unterkunft noch nicht mal bei Lodges und Gästefarmen grundsätzlich schlecht. Gerade in Etosha bietet es sich an, die Tour zum nächsten Camp als Gamedrive zu nutzen und so langsam durch den Park zu fahren. Das haben wir dieses Jahr auch so gemacht.
Ich persönlich fand das Erongogebirge besonders schön, deshalb würde ich auf jeden Fall dort 1 oder besser 2 Übernachtungen einplanen.
Wir haben dieses Jahr mit einigen Camper gesprochen während der Tour und alle waren restlos begeistert von der Spitzkoppe, dass es mich schon fast dazu bewegt zukünftig zu campen. Die Temperaturen in unseren Sommerferien halten mich noch ein bisschen davon ab. 😗
Dann habe ich gesehen, dass ihr nur eine Nacht Aus eingeplant habt. Wollt ihr nicht nach Kolmanskuppe und Lüderitz? Ich persönlich finde Lüderitz nicht notwendig besuchenswert (das sehen andere sicherlich anders), aber die Bucht ist einfach wunderschön mit den bunten Wasserpflanzen und den Flamingos. Bei einer Nacht in Aus fällt der Ausflug ja eher aus oder es wird Hetze. Dazu kommen die Wildpferde, die zwar in der Nähe von Aus den View Point haben, aber nicht immer dort anzutreffen sind. Da muss man auch schon mal warten.
Viele Grüße
Sasa
Die Freiheit des Einzelnen endet da, wo seine Faust die Nase eines anderen trifft.
3 Generationen zum ersten Mal auf Pad, Namibia 2016:
http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/291659-3-generationen-auf-grosser-namibia-erstlingstour.html
Pascalinah2'772 Beiträge · seit 200623. Nov. 2016 · #3Anna40 schrieb:
12 Ameib oder Lapa Lange
Hallo Anna,
hast Du dich hier auch nicht vertan? Da liegen locker 540 km zwischen? Oder sollte die Lapa Lange bei Tag 22 angedacht sein?
Aus würde ich in deinem Fall - wenn ihr nicht weiter nach Lüderitz wollt - auch auslassen.
Gruß Pascalinah
Nimm dich vor Leuten in Acht, die damit angeben, wer sie sind.
Ein Löwe wird dir nie sagen müssen, dass er ein Löwe ist.
Fotobuch Caprivi/Botswana 2024:
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Burschi4'140 Beiträge · seit 200923. Nov. 2016 · #4Hallo Anna,
erstmal willkommen im Forum. An deiner Tour sieht man auch, dass du schon einiges gelesen hast.
Trotzdem noch ein paar Tipps:
Am Waterberg könntet ihr einen Tag einsparen, eine Nacht würde reichen.
Statt in Namutoni würde ich auf jeden Fall 2 Nächte in Okaukuejo machen. Das nächtlich beleuchtete Wasserloch bringt in Namutoni kaum was, während in Okaukuejo viel zu sehen ist.
An der Grootberg Hoada würde ich 2 Tage bleiben und Ausflüge bei der Grootberg Lodge mitmachen und dort auch mal die Aussicht genießen.
in Swakopmund auf jeden Fall feste Unterkunft und vielleicht 3 Tage, einen zum Ankommen, einmal Delfin Tour und einmal Living Desert Tour. Ihr werdet jeweils von der Unterkunft abgeholt.
Namtib Lodge ist schön, aber wenn ihr bis Lüderitz wollt, würde ich lieber in Aus einen Tag länger bleiben, dann habt ihr genügend Zeit für Kohlmannskuppe, Lüderitz und die Pferde an einem ganzen Tag.
Viele Grüße:
Burschi
21x Namibia, 6x Botswana, 6x Südafrika, 4x Simbabwe, 2x Sambia, 1x Tansania, 2x Kenia, 1x Mauritius, 1x Sansibar
Miss Ellie1'723 Beiträge · seit 200923. Nov. 2016 · #5Hallo
Wenn ihr noch nicht scheintod seid wuerde ich duesternbrock auf jedenfall gegen was anderes tauschen .
..
[b]"eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung ist es, dass das Wort Tierschutz ueberhaupt geschaffen werden musste" theodor heuss
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200623. Nov. 2016 · #6Anna40 schrieb:
Ach ja, noch was: Wie ist es denn mit den Temperaturen zu dieser Jahreszeit. Klar, tagsüber sonnig & warm, aber abends? Und im Zelt?
... es kann dann schon bisschen kühl werden. Das Problem ist, dass es mit Sonnenuntergang häufig sehr schnell abkühlt, so dass sich die Temperatursenkung oft stärker anfühlt, als sie in Zahlen tatsächlich ist.
Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
ANAnna40Themenstarter18 Beiträge · seit 201623. Nov. 2016 · #7Hallo zusammen,
vielen Dank erstmal für die zahlreichen Antworten... Super. Werden uns das ein oder andere zu Herzen nehmen...
Aber ist Düsternbrook wirklich sooo schlimm? Ich weiß, da gehen die Meinungen auseinander, aber wieso eigentlich?
Liebe Grüße
Anna
Sasa2'391 Beiträge · seit 201624. Nov. 2016 · #8Anna40 schrieb:Hallo zusammen,
vielen Dank erstmal für die zahlreichen Antworten... Super. Werden uns das ein oder andere zu Herzen nehmen...
Aber ist Düsternbrook wirklich sooo schlimm? Ich weiß, da gehen die Meinungen auseinander, aber wieso eigentlich?
Liebe Grüße
Anna
Der Frage schließe ich mich an, habe nämlich für nächstes Jahr dort 2 Nächte zum Anfnag und eine zum Ende der Reise gebucht.
Gruß
Sasa
P.S: Ich finde eine Nacht am Waterberg zu wenig, wie ja Bursche vorschlug. Kenne allerdings nur die Plateau Lodge und die ist traumhaft. Da gibt es auch 2 Campgrounds auf dem Wilderness Lodge Gelände. Da ist soooooo viel zu sehen und die Wanderwege sind wirklich schön. Die Aussicht vom Plateau atemberaubend. Soviel ich weiß, kommt man da nur hin, wenn man auf dem Wildernessgebiet nächtigt. Ich kann das nur empfehlen. Aber ich finde für 1 Nacht lohnt das nicht. Die Plateauwanderung findet morgens um 8 statt der Rhinodrive um 15 Uhr und wenn man dann noch das schöne grüne Tal mit der Quelle erkunden möchte, dann reicht die Zeit wirklich nicht aus. Wir werden deshalb nächstes JAhr wieder 2 Nächte dort verbringen.
Die Freiheit des Einzelnen endet da, wo seine Faust die Nase eines anderen trifft.
3 Generationen zum ersten Mal auf Pad, Namibia 2016:
http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/291659-3-generationen-auf-grosser-namibia-erstlingstour.html
Burschi4'140 Beiträge · seit 200924. Nov. 2016 · #9Hallo Anna,
was Düsternbrook betrifft, da scheiden sich halt die Geister. 😵 Miss Elli ist dabei eine ausgesprochenen Düsternbrook-Hasserin. 😈 Nichts für ungut! Aber viele andere sind gerne dort gewesen. Die Unterkünfte sind halt ein bisschen in die Jahre gekommen und könnten mal renoviert werden, aber es ist sauber und man bekam auch immer gutes Essen. Die Gamedrives zu den Geparden und Leoparden sind schon sehr gut und man kann kaum woanders bessere Fotos von diesen Tieren machen. Was Johann betrifft, so ist er "ein alter Südwester" (das ist nicht negativ gemeint!) und das ist heutzutage nicht jedermanns Sache. Aber die Farm hat schon vor vielen Jahren etliche Awards bekommen und die werden auch nicht für umsonst vergeben. Für den allerersten Namibia-Aufenthalt kann man Düsternbrook schon mal empfehlen. 😁
Gruß:
Burschi
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loeffel1'412 Beiträge · seit 201324. Nov. 2016 · #10Zu Düsternbrock kann ich Burschi nur zustimmen.
Wir waren 2014 für 2 Nächte dort, dazu zitiere ich mal aus meinem damaligen Reisebericht:
"Das alte „Deutsch-Südwest“ wird hochgehalten, vor allem auch in der Einrichtung und Dekoration. Eine Mitreisende beschreibt es treffend so: „Da fliegt man stundenlang tausende von Kilometern, und wenn man hier ins Wohnzimmer kommt, dann sieht es aus wie bei meiner Oma.“"
Sowas ist natürlich sehr stark Geschmacksache und man muss das mögen. Wenn man sich darauf einlässt, ist es ganz witzig und wir fanden die gemeinsamen Mahlzeiten mit Verwalter und den anderen Gästen an einem großen Tisch recht unterhaltsam.
Dazu liegt die Farm wunderschön in herrlicher Landschaft und die Aussicht von der Terrasse aus über das Flußtal ist schon fast spektakulär.
Zusätzlich zur erwähnten "Cats unlimited" Tour fanden wir auch die angebotene Bergrundfahrt sehr schön.
LG Stefan
Die Reise unseres Lebens:
Antarktis 2018/19
Unsere Reiseberichte SCscholsenGast24. Nov. 2016 · #11Hallo,
ganz kurz und knapp...
Kalahari -> Farmhouse oder Anib Lodge (Campsite ist auch sehr gut)
Swakopmund -> Neues Hotel The Delight und ist erstaunlich günstig im Vergleich zu den vielen kleineren Pensionen.
Klein Aus waren wir auch. In dem Desert Horse Inn. Die Besitzer dort kümmern sich sehr.
Hoffen das hilft.
VG
Chrigu7'272 Beiträge · seit 200624. Nov. 2016 · #12Anna40 schrieb:
Aber ist Düsternbrook wirklich sooo schlimm? Ich weiß, da gehen die Meinungen auseinander, aber wieso eigentlich?
Es sind halt individuelle Erfahrungen und Meinungen. Es ist genau das gleiche wie bei Tigerquelle. Auch da gibt es extrem unterschiedliche Meinungen. Ich persönlich gehe gerne immer wieder nach Tigerquelle, Düsternbrook brauche ich aber nicht mehr.
Herzliche Grüsse
Chrigu
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ANAnna40Themenstarter18 Beiträge · seit 201624. Nov. 2016 · #13Hi,
also vielen lieben Dank allen für die Tipps und Hinweise. Zumindest liegen wir nicht sooo falsch mit unserer Tour, das beruhigt und freut.
Ok, hab verstanden, Düsternbrook is speziell... 🙂 Und Hoada machen wir doppelt.
Kann evtl jemand noch was zu den Wegen (die das Ziel sind) sagen? Klar, Windhoek, Waterberg im Osten rum, dann im Etoscha kreuz und quer, aber dann...? Welche Strecken sind denn besonders schön. D707 denke ich. Und sonst?
Tausend Dank euch. Ich hoffe ich nerve nicht zu sehr... 🙂
LG
Anna