Madagaskar 2017 mit Mietwagen und Fahrer

8 Antworten · 8'525 Aufrufe · gestartet 20. Nov. 2016 von Nyaminyami
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Themenstarter10 Beiträge · seit 201420. Nov. 2016 · #1
Hallo Liebe Foris,

seit längerer Zeit lese ich hier schon mit und habe auch schon viele wertvolle Informationen - insbesondere für unsere 5-wöchige Namibia-Rundreise (mit Kindern) im vorletzten Jahr - hier abgreifen können. Vielen Dank dafür!

Da ich als "Einzelkämpfer" jetzt nicht mehr so recht weiterkomme, traue ich mich und verfasse meinen ersten eigenen Beitrag. Sorry, dass es gleich eine Frage ist 😉
Im nächsten Jahr (Juni/Juli 2017) planen wir (2 Erwachsene) einen dreiwöchigen Madagskaraufenthalt. Im Fokus sollen Flora und Fauna stehen. Gerne wären wir so flexibel wie möglich, nicht nur bei der Planung, sondern auch vor Ort.
Nachdem wir schon viel im Internet recherchiert haben, sind wir zu der Erkenntnis gelangt, dass ein Mietwagen mit Fahrer wahrscheinlich die beste Lösung für uns ist. Besser als eine durchgeplante Reise.
Wir habe diese Art von Urlaub auch schon in Jordanien praktiziert und es hat sich echt gelohnt, weil wir einerseits die grobe Richtung vorgeben und nachsteuern konnten, andererseits aber auch Sachen zu sehen bekamen, die wir ohne Fahrer links liegen gelassen hätten.

Ich finde im Internet zwar die grundsätzliche Empfehlung, es so zu machen, aber leider wenig konkrete Anlaufpunkte hierfür.
Kann mir jemand geeignete Firmen (oder Fahrer) nennen, die so etwas anbieten? Gerne mit Kontaktdaten. Und noch lieber natürlich solche, mit denen ihr selbst gute Erfahrungen gemacht habt.
Vielen Dank,
Ulli
3 Beiträge · seit 201626. Nov. 2016 · #2
Hallo Nyaminyami!
Ich war vor 2 Jahren mit Michael Horn von Le Voyageur unterwegs, ist ein Schweizer Unternehmen mit Sitz in Tana.

Die Agentur arbeitet sehr professionell und verläßlich, hat gute Guides und gute Fahrzeuge. Ich bin mir sicher, das sie gut weiterhelfen können!

Liebe Grüße,
Andrea

LE VOYAGEUR
Tour operator
Lot II I 22AJ
Morarano Alarobia
101 Antananarivo
Madagascar

Phone: +261 20 22 435 21, +261 20 23 30928
Fax: +261 20 23 30928
emergency line: use mobile phone numbers below
Patrick: +261 (0)32 07 53187
Fanja: +261 (0)34 03 83788

voyageur@madagaskar.travel
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michael@madagaskar.travel

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Themenstarter10 Beiträge · seit 201426. Nov. 2016 · #3
Hallo Andrea,
vielen Dank, ich schau mir das mal an.
Wo wart ihr und was hat dir am Besten gefallen?
Ulli
3 Beiträge · seit 201628. Nov. 2016 · #4
Hallo Ulli!
Wir waren von Tana unterwegs Richtung Ifaty/Tulear, retour nach Tana und weiter nach Andasibe. Man muss wissen, dass die Strecken zum Teil sehr weit sind, wir sind zum Teil pro Tag 10 Stunden im Bus gesessen. Ich dachte zuerst, dass Madagaskar noch recht ursprünglich ist, aber für bereits erfahrere Reisende ist es meiner Meinung nach doch recht "Tourimäßig".
Man sieht Lemuren und Chamäleons, aber nicht so recht in freilebender Wildbahn, wie man meinen möchte. Man kann sich oft nicht so unters Volk mischen, wie wo anders. Madagaskar ist zum größten Teil abgeholzt, und man sieht ewig lange nur Steppe... Leider waren wir nicht im Westen bei der Baobab Allee und auch nicht bei den Tsingys, eventuell ist es dort besser, wenn auch mehr Touris dort sind. Ich kann gar nicht sagen, wo es mir am Besten gefallen hat, weil es mich eigentlich nicht so recht geflasht hat (aber ich kann durch meinen Beruf zum Glück die ganze Welt bereisen, und hab schon relativ viel gesehen).
In Adasibe haben wir den AiAi Lemuren gesehen ( die mit dem langen Extrafinger, die ausschauen wie kleine Monster) werden zB in der Nacht mit Kokosnüsse angelockt - und das ist nicht so mein Ding.
wenn Du möchtest, schicke ich dir gerne meinen Reiseverlauf zu. Oder schau auf der Le Voyageur Webseite nach, Michael hat dort viele Touren online!

wünsch Dir viel Spaß beim Basteln Eurer Reise!
Andrea
Themenstarter10 Beiträge · seit 201403. Dez. 2016 · #5
Hallo,
mittlerweile bin ich etwas weiter in der Meinungsbildung fortgeschritten. Wir werden zunächst für 12 Tage eine fertig gebastelte Tour durch nördliche Nationalparks machen. Hinweg mit dem Auto und zurück fliegen von Diego nach Tana. Danach haben wir noch 9 Tage. Da wir nicht die meiste Zeit im Auto verbringen möchten, habe ich mir überlegt, im Süden (Fort Dauphin) eine feste Unterkunft zu beziehen und von dort aus Tagesausflüge in die "nahegelegenen" Nationalparks zu machen.
Dazu drei Fragen:
Ist es sinnvoller Inlandsflüge mit Air-Madagascar vorab von Deutschland aus zu buchen oder kommen wir günstiger weg, wenn wir dies erst vor Ort machen?
Sind die Inlandsflüge dort gut gebucht (ggf. überbucht)?
Kann mir jemand eine aktuelle Einschätzung über die Zuverlässigkeit (finden die avisierten Flüge tatsächlich statt) dieser Airline geben?

Die letzte Frage hat den Hintergrund, dass wir zu einem bestimmten Zeitpunkt wieder in Tana sein müssen, um unsere Heimflüge zu bekommen. In zurückliegenden Jahren wurden wohl AM-Flüge des Öfteren kurzfristig abgesagt.

Vielen Dank für Eure Einschätzungen dazu.
Ulli
zuletzt bearbeitet 24. Juli 2017
76 Beiträge · seit 200806. Jan. 2018 · #6
Hallo! Kannst du kurz erzählen wie eure Reise war, was euch gefallen hat und was weniger? Unsere Interessen scheinen die gleichen zu sein, und Juni/Juli wird auch unsere Reisezeit sein. Ich schwanke noch zwischen Norden, Hochland und Süden, kann nur zwei der Regionen in die Reisezeit packen. Danke!
Themenstarter10 Beiträge · seit 201407. Jan. 2018 · #7
Hallo Edwina,

wir waren im lttten Jahr zu zweit auf Madagaskar und haben die Tour zweigeteilt. Die ersten vierzehn Tage waren vororganisiert über den Reiseveranstalter http://pioneerexpeditions.com. Operator vor Ort war die Agentur Madamax. Wir hatten einen englischsprachigen Reiseleiter und einen Fahrer, mit dem wir uns mit Händen und Füßen verständigen konnten. Beide sehr nett und der Guide sehr versiert.
Die letzte Woche haben wir auf eigene Faust in Tolagnaro verbracht. Mit einem Guide, den und unser Hotel vermittelt hat, haben wir fast jeden Tag einen Ausflug in die umliegenden Parks gemacht. Der Guide hat bei Bedarf Fahrer + Auto / Boot organisiert.

Route: Ankunft in Antananarivo, dann Ambohitantely National Reserve, Ankarafantsika National Park, Ambanja, Ankarana Special Reserve, Montagne d'Ambre National Park, Diego Suarez.
Abschließend Flug via Antananarivo nach Tolagnaro. Dort Andohahela Nationalpark und Strände (Lokaro Bay!).

Mein Fazit: Ich fand das Land sehr interessant, aber so richtig „geflasht“ hat es mich auch nicht. Der Norden noch weniger als der Süden.
Unsere Reise war bewusst sehr auf Flora und Fauna fixiert. Erstere war sehr üppig und überwiegend endemisch vorhanden. Fauna, also Tiere waren dagegen eher rar. Auch in den Nationalparks ist das meiste in den letzten 20 Jahren weggewildert worden.
Chamäleons gibt es ausreichend, um Lemuren zu sehen, muss man aber eher private Parks aufsuchen, sonst wird man enttäuscht von der geringen Ausbeute. Das fand ich schon etwas schade.
Wenn ich nochmal nach M. käme, würde ich die langen Strecken eher fliegen. Teilweise sind die Straßen wirklich extrem grottig.
Ich würde auf jeden Fall zur Westküste fahren/fliegen und dort die Orte besuchen, die wir diesmal ausgelassen haben. Strandurlaub und Whalewatching auf Sainte Marie wäre auch nicht schlecht. Nosy Be würde ich mir sparen, das soll sehr touristisch sein (Diego Suarez ist als Stadt übrigens auch keine Schönheit).
Ansonsten hängt das glaube ich sehr davon ab, was man erwartet. Ich hatte mir definitiv mehr Natur erhofft, weiß aber nicht, ob ich die an anderen Orten gefunden hätte.

Beste Grüße,
Ulli
76 Beiträge · seit 200807. Jan. 2018 · #8
Hallo Ulli,
vielen Dank für deine ausführliche Info, das ist mir eine Orientierungshilfe. Ja, das kenne ich, wenn man schon viel gereist ist und viel gesehen hat, ist man u.U. auch schon recht verwöhnt ... trotzdem, "schaun mer mal" wo und wie wir Lemuren sehen, und Chamäleons und andere Reptilien und Amphibien, und lassen uns ansonsten überraschen von dem für uns neuen Reiseziel.
Einen schönen Tag noch! Und viele Grüsse,
Edwina
10 Beiträge · seit 201512. Jan. 2018 · #9
Hallo zusammen ! Wir waren im Mai/Juni 2017 da und sind total begeistert ! Tana bis Tulear RN7 , danach mit Boot Anakao, dann offroad entlang der Westküste bis Morondava, anschl. Morondava-Tana onroad. Als tourguide kann ich jeremia von lemurtours.de zu 100% empfehlen. Er spricht perfekt deutsch und ist uns während der tour richtig ans Herz gewachsen ! Für die Westküste hat er uns einen offroad-erfahrenen englisch sprechenden Fahrer besorgt. Auch René hat uns perfekt geleitet. Die Unterkünfte hatte ich vorher schon ausgesucht und gebucht, aber mit Jeremia nochmal im Vorfeld besprochen. Also brauchten wir nur Fahrer mit Fahrzeug, er arbeitet die Tour aber auch komplett aus. Ich glaube dass man sich die Arbeit der Unterkunftssuche sparen kann und entspannt ein Komplettangebot buchen kann. Die Fahrer sind immer kostenlos in der Unterkunft mit untergebracht. Kleines Filmchen 😉 unserer Reise auf youtube :
https://youtu.be/cxToGc8UQfI

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