Reisebericht

Die Eulenmuckels 2016 in Namibia und Botswana

von Eulenmuckel · begonnen 13. Nov. 2016 · 74 Teile

Teil 6108. März 2017
Die Grenzformalitäten waren sowohl auf botswanischer als auch auf namibischer Seite wie immer schnell erledigt, und wir konnten weiterfahren. Selbstverständlich wurden wir per Temperaturpistole auf Ebola getestet. Bis kurz vor Katima Mulilo fuhren wir auf Teer, dann bogen wir nach Osten ab. Fast auf der ganzen Strecke bis zum Abzweig zur Kalizo Lodge wurde die Schotterstraße erneuert. Daher führte die Piste parallel neben der Baustelle entlang. Viele Schulkinder waren auf dem Heimweg.
Bei der Lodge sahen wir schon, dass viele Campingplätze belegt waren. Wir liefen ein wenig herum und suchten uns einen noch freien Stellplatz im hinteren Teil des Campingareals aus, wo es etwas ruhiger war und mehr Vögel herumflogen. Zum Glück hatten wir fast den ganzen Nachmittag Zeit. Uwe sicherte viele Fotos, und Ruth sorgte dafür, dass ihm die Arbeit nicht ausging. Wie erhofft kamen viele spannende Vögel zu uns:

Weißstirnspint

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Halsband-Bartvogel

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Bindennektarvogel

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Rahmbrustprinie

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weiblicher Schneeballwürger

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Pünktchenastrild

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Graufischer

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Graukopfsperling

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weiblicher Senegal-Amarant

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Langspornkiebitz

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Unter dem Schattendach, das zu unserem Platz gehörte, waren einige Schwalbennester, und die kleinen Streifenschwalben landeten direkt neben uns.

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Es war recht windig, und viele Wolken zogen über den Himmel.

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Wir duschten, spülten Geschirr und unterhielten uns mit den Campnachbarn, einem älteren Pärchen aus Südafrika. Am Abend kochten wir Nudeln mit Soße aus Tomaten, Paprika, Möhren und Bohnen. Darüber rieben wir Käse. So langsam gehen unsere Vorräte zu Ende, aber auch der Urlaub geht ja nun leider in die letzte Woche.
Kurz schaute noch ein Hundertfüßer vorbei, der allerdings recht rasch das Weite suchte, als wir ihn mit der Taschenlampe anstrahlten.

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Nach Sonnenuntergang fingen die Frösche an zu quaken, und wir genossen die warmen Temperaturen am Sambesi.

Kilometer: 153
Teil 6216. März 2017
Tag 35 – Donnerstag, 11. August 2016 – Über Katima zum ehemaligen Mamili

Kalizo-Lodge, Katima Mulilo – Livingstone’s Camp, Nkasa Rupara NP

Heute Morgen ließen wir es ganz langsam angehen. Nachdem die einen Campnachbarn bereits ihren Wohnwagen gepackt hatten, standen wir auf und kochten Kaffee. Mit den vier Birdern von der anderen Nachbarcampsite unterhielten wir uns ein wenig. Die Männer aus Südafrika waren eine ganze Woche hier, nur um Vögel zu entdecken. Sie hatten alle Ankreuzlisten dabei und schon viel gesehen. Leider fuhren sie ebenfalls schon los, so dass wir uns nicht länger austauschen konnten.
Wir frühstückten die letzten Brötchen mit Marmelade und beobachteten lange Zeit Vögel am Flussufer. Graufischer saßen mit frischer Beute im Schnabel auf Ästen über dem Wasser, die Weißstirnspinte kamen aus ihren Bruthöhlen und setzten sich ins Morgenlicht. Streifenschwalben flogen pausenlos umher. Es waren wieder einige Wolken am Himmel, aber die Sonne kam auch immer mal wieder durch.

Gelbsteißbülbül

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Graufischer

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Weißstirnspinte

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kleine Streifenschwalbe

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Bindennektarvogel

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Schmarotzermilan

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Graulärmvogel

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Weißbrauenrötel

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Eulenmuckel

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Malachit-Eisvogel

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Teil 6316. März 2017
Kurz vor zehn Uhr rissen wir uns los und bezahlten. Dann fuhren wir nach Katima Mulilo. Im Pick and Pay Supermarkt wurde gerade renoviert, so dass nur der halbe Markt zur Verfügung stand, aber wir bekamen dort alles, was wir für die letzten Tage zur Selbstversorgung brauchten: Wasser, Gemüse, Boerewors, Kekse, Brot, Brötchen und an der Backwaren-Theke ein paar süße Sachen. Dort gab es viele (quadratische) Nussecken und Nussstriezel. Wir wollen von jedem eines haben. Der engagierte Mitarbeiter suchte Styroporschälchen heraus sowie eine kleine Zange, um die Backwaren darauf zu legen. Dann wurden sie einzeln in Frischhaltefolie eingepackt. Nun fehlten noch die Preisschildchen. Das Problem war, die korrekte Artikelbezeichnung herauszufinden. Schnell war „Nussplunder“ gefunden, ausgedruckt und auf die Nussecke geklebt. Uwe vermutete bereits, dass dies nicht korrekt war, mischte sich aber nicht ein, denn er wollte einfach nur die beiden Teilchen bekommen. Der zweite Artikel war in der Kasse wohl nicht zu finden. Mehrere Mitarbeiter wurden geholt und befragt. Schließlich, also nach ca. fünf Minuten, erbarmte sich die Kollegin, die eigentlich nur Brot einpackte und klebte das Nussplunder-Schild auf den Striezel und druckte ein Nussknacker-Schild aus und klebte es auf die Nussecke. Fertig, noch bevor es dunkel wurde, konnten wir weiter einkaufen. Als wir zwischenzeitlich den Einkaufswagen für zwei Minuten aus den Augen ließen, war er auch schon weg. Wir beeilten uns und durchsuchten hastig den gesamten Supermarkt. Zum Glück konnten wir ihn einer übereifrigen Mitarbeiterin gerade noch aus der Hand reißen, bevor sie unsere Einkäufe wieder in die Regale sortiert hatte. Ein paar Artikel fehlten bereits, und wir mussten ein wenig nachdenken und rätseln, um welche Dinge es sich genau handelte. Die Mitarbeiter in Supermärkten sind wirklich flott. Es ist nun schon das zweite Mal, dass uns so etwas passiert. Da sollten wir bald wohl mal daraus lernen, den Einkaufswagen nicht aus der Hand zu geben.
Leider bekamen wir kein Nutella mehr, nur einen minderwertigen Ersatz. Vom Supermarkt aus ging es zum Tutwa-Cafe, wo wir jeder einen Cheeseburger mit Pommes aßen.

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Der Burger schmeckte ganz ausgezeichnet, aber besonders gefielen uns die vielen kleinen gefiederten Freunde. Überall im Garten standen kleine Futterschalen und ein Becken mit Wasser herum. Es zwitscherte und piepste, flatterte und wuselte. Neben Angola-Schmetterlingsfinken, Spatzen und Senegal-Amaranten hüpfte versteckt im Geäst eine Schar kleiner Mannikins umher.

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In einem Busch turnte noch ein uns unbekannter Vogel mit einem weißen Kopf herum. Er war fast nicht zu erwischen, aber wir hoffen auf eure Hilfe bei der Bestimmung.

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Ruth war ganz aufgeregt und holte den Fotoapparat. Nach dem Essen nutzten wir das kostenlose WLAN und meldeten uns bei der Verwandtschaft und bei Freunden. Danach ging es noch zur Tankstelle, wo wir außer Diesel auch Feuerholz bekamen.

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Kurz hinter Katima bogen wir Richtung Südwesten auf die C49 ab. Die Teerstraße war in hervorragendem Zustand, und wir kamen gut voran. Die Strecke führte an vielen Dörfern vorbei, Schulkinder kamen in ihren Uniformen mit lila Hemden gerade vom Unterricht, und die halbe Bevölkerung schien auf den Beinen zu sein.

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Uns fiel auf, dass ungewöhnlich viele Radfahrer unterwegs waren. Bei einem Dort hing ein gerade frisch geschlachtetes Tier in Einzelteilen vom Baum.
Nach einer guten Stunde Fahrt bogen wir nach Süden zum Nkasa Rupara Nationalpark ab. Unser Ziel war das Livingstone‘s Camp, das gut ausgeschildert war. Unsere Reservierung war dort zwar nicht bekannt, aber zum Glück gab es ein paar freie Campingplätze. Wir erhielten Nummer 4, einen sehr großen Platz mit eigener Dusche, Toilette, Spüle und überdachter Sitzfläche. Der Campsite ist wirklich luxuriös und hat sogar elektrisches Licht.

Zwergspint

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Streifenliest-Paar

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Wir blieben nicht lange, sondern fuhren am Nachmittag noch in den Park. Am Office bezahlten wir bei einer Rangerin das Permit, auch bereits für den morgigen Tag.
Der Park liegt sehr einsam, und wir begegneten nur zwei weiteren Safari-Fahrzeugen mit Touristen. Wir sahen Impalas, viele Warzenschweine und drei Hornraben, die Elefantendung auseinandernahmen und kleine Käfer in ihren Schlund warfen.

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Da es dieses Jahr nicht viel geregnet hat, ist der Park weitestgehend trocken. Dadurch können fast alle Wege befahren werden. Wir schafften es an diesem Nachmittag nicht, bis zum Linyanti-Fluss zu fahren, sondern mussten vorher umkehren. Immerhin kamen wir bis zu einem kleinen Wasserlauf, bei dem auch ein Hippo stand. Viele Flächen im Park sind vor einiger Zeit verbrannt. Aus der schwarzen, verkohlten Erde sprießt hartes, grünes Gras.

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Auf dem Rückweg fuhren wir an einer kleinen Elefantenherde vorbei. Zurück im Camp war zwischenzeitlich der Platz gesäubert und gefegt worden. Außerdem hatten wir Brennholz bekommen.

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Wir duschten, machten Feuer und bereiteten das Abendessen. Es gab Möhrengemüse mit Blumenkohl und Broccoli im Potije, dazu Boerewors vom Grill und Grillbrote mit Knoblauchbutter.

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Es war super lecker. Besonders schön waren die Abend- und Nachtgeräusche der Umgebung: Mehrere Arten Nachtschwalben stimmten ihre speziellen Rufe an, Scops Owls riefen durch die Dunkelheit, und ein paar Flughunde fiepten. Einer saß sogar ganz nah in einem Baum. Ruth entdeckte ihn schnell.

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An der Wand in unserem Häuschen saß ein kleiner Skorpion. Er war vielleicht drei Zentimeter lang. Wir probierten unsere UV-Taschenlampe aus, und er reflektierte tatsächlich hell. Leider fiel er sofort von der Wand ins Waschbecken, und wir mussten eine kleine Rettungsaktion für ihn starten.

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Nach dem Essen spülten wir, kochten den Potije aus und lauschten bei angenehmen Temperaturen dem Konzert der Nacht.

Kilometer: 205
Teil 6420. März 2017
Tag 36 – Freitag, 12. August 2016 – Pirschfahrt durch den Nkasa Rupara

Livingstone’s Camp, Nkasa Rupara NP

Wir wachten später auf als geplant. Egal, wir standen im Hellen auf, und Uwe wollte Wasser kochen. Nach kurzer Zeit war jedoch die Gasflasche leer. So gab es diesen Morgen keinen Kaffee.
Wir packten zusammen und fuhren in den Nkasa Rupara Park. Da wir bereits gestern das Permit bezahlt hatten, konnten wir nun unmittelbar weiterfahren. Uns kam ein Safari-Fahrzeug entgegen, und die Touristen erzählten uns etwas von ein paar Löwen, die nur wenige Kilometer entfernt im Gebüsch lägen. Wir machten uns keine großen Hoffnungen, die Raubkatzen zu finden, da die Beschreibung sehr vage war. Wie erwartet fanden wir die Löwen nicht, sahen aber einen Kuckuck auf einem Ast direkt neben der Pad.

Kupferschwanzkuckuck

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Zunächst fuhren wir immer wieder am Wasser entlang, kamen dann aber an eine Wasserquerung, die wir nicht durchfahren wollten und drehten um. Bald hörte der Kanal auf, und wir überquerten staubtrockene und verbrannte Ebenen. Wir sahen Elefantenherden, Impalas und Letschwes.

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Es ging immer weiter Richtung Süden, und wir begegneten keinem anderen Fahrzeug. Als wir die südliche Parkgrenze am Linyanti erreichten, gelangten wir wieder zum Fluss. Dort stand ein einsames Safarifahrzeug ohne Insassen. Vielleicht waren sie zu einem Walk aufgebrochen. Wir entdeckten am Wasser neben anderen Wasservögeln einen Goliathreiher.
Bei einem weiteren Loop zum Fluss sahen wir Hippos, Elefanten und Rötelpelikane.

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Dort gefiel es uns sehr, aber es war schon nach Mittag, und wir brauchten dringend eine Pause, so dass wir umdrehten und wieder nach Norden fuhren. Die Strecken waren teilweise sehr ruppig und holperig und deckten sich nicht immer mit den Wegen in unserem GPS. Weite Teile des Parks waren verbrannt und lagen recht trostlos zu beiden Seiten der Spur.

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Sobald wir uns wieder dem Wasser näherten und es ein paar trockene Halme als Vegetation gab, sahen wir auch wieder einige Tiere. Impalas und Zebras standen auf der Ebene verteilt.

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Die letzten Kilometer fuhren wir zügig und erreichten am frühen Nachmittag wieder das Livingstone‘s Camp. Die Pause war dringend nötig. Während der Fahrt hatten wir lediglich von den Nussteilchen gegessen.
Uwe wollte eigentlich die beiden Gasflaschen tauschen, was aber daran scheiterte, dass zu der einen Flasche der Schlüssel zum Vorhängeschloss fehlte. Was wir auch probierten, das Schloss ließ sich nicht öffnen. Wir hätten es zerstören können, aber wir entschieden uns für die afrikanische Alternative. Wir machten Feuer und erhitzten den Rest Nudeln im Potije. Das Wasser für den Kaffee kochten wir in der Kelly. So ging es auch ohne Gas.

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Dann war ein wenig „Hausputz“ angesagt. Ruth versuchte die Autoscheiben so gut es ging von der grauen Staubschicht zu befreien. Dabei wurde sie genau von den beiden Streifenliesten beobachtet.

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Teil 6520. März 2017
Am späten Nachmittag machten wir uns noch einmal in den Park auf. Diesmal wählten wir gleich zu Beginn einen Weg, der weiter östlich nach Süden führte. Wir kamen an einer Elefantenherde vorbei, die gerade im Wasser gewesen sein musste. Die Tiere kamen nass auf uns zu und staubten sich ordentlich ein. Ganze Rüsselladungen Staub warfen sie sich auf den Rücken und unter den Bauch.

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Die Landschaft gefiel uns ausgesprochen gut. Das hohe Gras roch würzig und stark. Die Sonne tauchte alles in ihr warmes, intensives Licht. Eine kleine Herde Zebras stand auf einer Ebene und graste.

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Am Wasser entdeckte Ruth einen kleinen Malachiteisvogel, weitere Elefanten standen im Gebüsch. Immer wieder sahen wir kleine Herden Kudus, die besonders gerne das Grün auf Termitenhügeln fraßen.

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Impalas waren allgegenwärtig, und unzählige Warzenschweinfamilien begegneten uns alle zwei Minuten. Manche kamen gerade aus ihrem Bau heraus.

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Frankolinküken

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Auf dem Rückweg sahen wir drei Büffel auf der Ebene stehen, die aber leider nicht näher kamen. Als die Sonne bereits unterging, entdeckten wir noch einen Specht. Bei seiner genauen Bestimmung tun wir uns ein wenig schwer, denn die Arten sehen sich doch ziemlich ähnlich. Könnte es vielleicht ein Bennettspecht sein?

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Es war bereits kurz nach sechs, als wir den Park verließen und durch tiefe Staublöcher fuhren. Es wäre doch gelacht, wenn Ruth nicht noch einmal die Autoscheiben putzen müsste. Dafür hatte Uwe richtig Spaß.

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Im letzten Tageslicht erreichten wir den Campingplatz und klappten das Zelt auf.

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Nacheinander gingen wir duschen und machten Feuer. Wir grillten eine weitere Boerewors. Dazu gab es gemischten Salat mit Gurken, Feta und Möhren. Außerdem grillten wir Brote mit Knoblauchbutter.
In den Bäumen über der Campsite rief eine Zwergohreule. Ruth folgte ihrem Ruf und versuchte sie mit der Taschenlampe aufzuspüren. Sie war ziemlich irritiert, da der Ruf mal von der einen, mal von der anderen Seite der Campsite ertönte. Aber so ist das halt mit Vögeln. Sie sind uns in der Luft eben doch ein wenig voraus. Ruth gab nicht auf. Immer wenn sie sich sicher war, die Eule bald gefunden zu haben, ertönte ihr Ruf wieder aus der entgegengesetzten Richtung, und Ruth spazierte mit ihrer Lampe hinterher. Bis sie herausgefunden hatte, dass es sich um zwei Eulen handelte, die ihren Spaß daran hatten, sie zum Narren zu halten, hatte sie schon ein paar Ründchen auf der Campsite zurückgelegt.

Afrikanische Zwergohreule

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Wir saßen noch lange draußen, sahen ins Feuer und freuten uns über die Unterhaltung der beiden Eulen. Auf einmal gab es im Baum über uns ein großes Geflatter. Als wir mit der Lampe leuchteten, waren wir uns nicht sicher, ob sich die beiden Eulen gerade gepaart hatten oder ob es sich um einen Revierkampf handelte. Wir konnten auf die Schnelle und im Dunkeln auch nicht erkennen, ob es sich bei den beiden um dieselbe Eulenart handelte oder nicht, denn unmittelbar darauf mischte sich unter den trällernden Ruf der Zwergohreulen auch die Stimme eine Kapkauzes. Auch diesen nächtlichen Besucher hatten wir bald entdeckt. Er saß ganz in der Nähe schräg über uns auf einem Ast.

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Später fielen noch ein paar Nachtschwalben in unser Abendkonzert ein. Diese waren allerdings zu weit entfernt, so dass sich Ruth nicht traute, sich im Dunkeln so weit vom Camp zu entfernen. Im Gebüsch reflektierten im Taschenlampenlicht noch ein paar Augen, die wir Antilopen zuordneten.
Das Camp und die Abende, die wir dort verbracht haben, waren wirklich ausgesprochen schön. Obwohl wir keine besonders ausgefallenen Sichtungen hatten, ist uns der Besuch im ehemaligen Mamili-Park in sehr guter Erinnerung geblieben, und wir sind froh, diesmal nicht nur daran vorbeigefahren zu sein.

Kilometer: 106
Teil 6604. Apr. 2017
Tag 37 – Samstag, 13. August 2016 – Geschichtsstunde

Livingstone’s Camp, Nkasa Rupara NP – Nambwa Campsite

Auch an diesem Morgen wurden wir von unzähligen Vogelstimmen geweckt. Es war ein bisschen kühler geworden, aber gut auszuhalten. Uwe stand zuerst auf und befeuerte den Kelly-Wasserkocher. Wir frühstückten Müsli mit Joghurt und aßen Brötchen mit Nutella-Ersatz 🤢 und Marmelade. Der Camp-Besitzer Adolf Waidelich kam vorbei, und wir unterhielten uns sehr nett. Er ist ein älterer Herr, der sein halbes Leben in Afrika verbracht und dementsprechend viel erlebt hat. Seit vielen Jahren ist er ein großer Fan von David Livingstone und betreut auch das – allerdings nur räumlich gesehen – winzige Livingstone Museum. Wir verabredeten uns für eine kleine Führung.
Während wir spülten und unsere Sachen zusammenpackten, sah Ruth weit entfernt auf der Ebene eine Tüpfelhyäne rennen. Außerdem flog ein Geier in die gleiche Richtung. Für uns war das ein sicheres Zeichen dafür, dass es dort etwas Interessantes zu sehen gab. Also beeilten wir uns und fuhren in diese Richtung, fanden aber leider weder die Hyäne noch etwas anderes.
Hinter der schmalen Brücke über den Linyanti war ein Stand, an dem Holzschnitzereien verkauft wurden.

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Wir hielten und fragen den Verkäufer nach dem Weg zum Museum. Dann suchten wir uns eine schöne Holzschale aus und verhandelten ein wenig. Der Verkäufer fragte nach alten Schuhen, und Uwe schenkte ihm seine alten Caterpillar-Schuhe, die er schon viele Jahre in Afrika getragen, aber seit einiger Zeit schon nicht mehr benutzt hatte.

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Beim Museum wartete Adolf schon auf uns.

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Er führte uns in den kleinen Raum, in dem große, handgemalte, wunderschöne Karten an der Wand hingen. Mit so etwas hatten wir nicht gerechnet und waren erst einmal sprachlos.

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Allein die Karten waren schon beeindruckend. Aber Adolfs Geschichtsstunde, die er über die spannende Lebensgeschichte von David Livingstone aus dem Ärmel schüttelte, war der Oberknaller. Schnell war klar, dass wir hier an jemanden geraten waren, der voller Leidenschaft sehr anschaulich und ausführlich bis ins letzte Detail sein Interesse so vermitteln konnte, dass wir gespannt an seinen Lippen hingen und begeistert jede Information aufnahmen. Es war nicht eine Sekunde langweilig. Wir erfuhren, dass Livingstone etwa neun Monate an diesem Ort verbracht hatte, verfolgten verschiedene Reisen und vollzogen seine Bemühungen nach, die Menschen zu missionieren. Wir bekamen Informationen zu seiner Familie, seinen Ideen und seinem Tod. Adolf war ein fantastischer Erzähler, und es war ebenfalls interessant zu erfahren, unter welchen Umständen und mit welch großen Anstrengungen er an sein umfassendes Wissen und seine beeindruckende Sammlung gelangt ist. So unterhielten wir uns nach dem Vortrag im Museum noch lange mit ihm.
Adolf engagiert sich nicht nur für das Camp, den Nationalpark und das Museum, sondern auch für die lokale Bevölkerung. Sein aktuelles Projekt sind kleine Gewächshäuser, in denen die Dortbewohner selbst Gemüse anbauen können, ohne dass es von Tieren angefressen wird. Wir waren von allem sehr beeindruckt und machten uns voller neuer Eindrücke deutlich später als geplant auf den Weg. Die Begegnung mit Adolf Waidelich und sein geschichtlicher Vortrag bleiben uns im Nachhinein als eines der eindrücklichsten Erlebnisse im Gedächtnis. Wir wundern uns, dass wir bisher von diesem Geheimtipp noch gar nichts gehört hatten. Er ist wohl tatsächlich noch sehr geheim. Auch Adolf selbst machte kein großes Aufsehen um seine Führung. In nicht viel mehr als einem Nebensatz hatte er am Vortag erwähnt, dass wir ja mal vorbeischauen könnten. Welch ein Glück, dass wir uns diese Zeit genommen hatten, denn sonst hätten wir hier einiges verpasst.
Vorbei an einer Elefantenherde ging es zurück zur Teerstraße Richtung Kongola.
Heute stand nur eine kurze Etappe auf dem Programm. Bei Kongola bogen wir nach Westen ab und erreichten hinter der Brücke über den Kwando den Abzweig zum Nambwa Camp. Beim neuen Park Office bezahlten wir die Gebühr für den Bwabwata Nationalpark. Dann fuhren wir nach Süden parallel zum Fluss. Wir nahmen ein paar Umwege, um immer möglichst nah am Wasser zu fahren. Wir sahen Marabus, Reiher und viele Geier aufsteigen. Ein Waran kletterte an einem Baum hoch. Auf einem Ast über dem Wasser saß ein Giant Kingfisher. Letschwes lagen im Gras.

Marabu

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Rotschnabeldrossel

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Meckergrasmücke

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Wir erreichten das Nambwa Camp, das wir seit dem Bau der Lodge noch nicht besucht hatten. Die Einfahrt zur Campsite befindet sich nun am Ende der Insel. Zunächst war die Rezeption nicht besetzt, und wir liefen ein wenig planlos umher. Dann stellten wir uns einfach auf die freie Nummer 1. Als ein Angestellter kam und die Reservierungen durchsah, stellte sich heraus, dass wir genau den richtigen Stellplatz ausgesucht hatten. Dieser liegt ganz am Rand des Geländes direkt am Fluss unter einem hohen Baum. Es ist ein Jackalberry-Tree, an dessen Stamm eine Feige hochgewachsen ist. Die beiden Bäume sehen sehr eindrucksvoll aus.
Wir machten Picknick mit Obadzda, Gurken, Schinken, Möhren und Frischkäse. Wir genossen die Ruhe und ließen es uns schmecken.

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Teil 6704. Apr. 2017
Nachdem wir noch ein paar Vögeln hinterher gepirscht waren, brachen wir zu einem nachmittäglichen Gamedrive auf.

Senegal-Amarant

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Schneeballwürger

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Hartlaub's babbler

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Rotscheitel-Cistensänger (rattling cisticola)

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Eigentlich wollten wir bis zum Horseshoe fahren, aber wir kamen nicht weit. Immer wieder kreuzten große Elefantenherden unseren Weg, und wir mussten abwarten oder ein wenig zurückfahren. Schließlich ging es überhaupt nicht mehr weiter, denn mehrere Herden blockierten die Fahrspur. Hatte sich ein Elefant ein wenig zur Seite bewegt, rückte sofort der nächste nach. Es war ein Kommen und Gehen, und der Strom an Dickhäutern riss einfach nicht ab. Es waren mehrere große Herden, zusammen bestimmt über zweihundert Tiere. Fasziniert beobachteten wir das Gewusel und drehten wieder um, als uns einige Tiere zu nah kamen.

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Kurz vor Sonnenuntergang hielten wir an einem Busch und fotografierten Vögel.

Trauerdrongo

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Auf der Campsite klappten wir das Zelt auf und gingen duschen. Anschließend machten wir zwar ein Feuer, aber auf Abendessen hatten wir gar keinen Hunger. Also verschoben wir die Pizza auf morgen und sahen nur so noch ein wenig in die Flammen. Unmittelbar neben dem Stellplatz raschelte es im hohen Gras. Was hatte sich da denn unbemerkt angeschlichen? Immer wieder leuchteten wir mit der Taschenlampe. Den Geräuschen nach zu urteilen tippten wir auf ein kleines Tier. Ruth lief dem Klopfgeräusch ein wenig hinterher, traute sich im Dunkeln aber auch nicht, weiter im teils hüfthohen Gras umher zu laufen. Mit dem ausgefahrenen Einbeinstativ teilte sie die hohen Grashalme an der Stelle, an der sie den Klopfer vermutete und sah – nichts. Es war zum verrückt werden. Das Tierchen saß keine zwei Meter von uns entfernt und raschelte und klopfte, aber wir konnten in den dichten Halmen rein gar nichts erkennen. Obwohl Ruths Ehrgeiz herauszufinden, um was es sich hier handelte, geweckt war, gab sie nach zig erfolglosen Versuchen schließlich auf. Wir entschieden uns schlussendlich einfach dafür, dass uns wohl eine Buschratte so lange an der Nase herumgeführt hatte. Im Fluss grunzten Hippos, und eines schnaufte und platschte in unmittelbarer Nähe. Als es kühler wurde, gingen wir ins Zelt.

Kilometer: 114
Teil 6812. Apr. 2017
Tag 38 – Sonntag, 14. August 2016 – Ein letzter Tag am Wasser

Nambwa Campsite – Shametu River Lodge, Divundu

Die Nacht in Nambwa war ruhig. Wir standen auf, als es dämmerte und packten rasch zusammen.

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Das Frühstück verschoben wir auf später. Im Gegensatz zu gestern Abend sahen wir keinen einzigen Elefanten auf unserem Weg zum Horseshoe. Das großeElefantentreffen würde heute wohl an einem anderen Ort oder zu einem anderen Zeitpunkt abgehalten werden. Wie hielten kurz für einen Sunbird und einen Schreiseeadler.

Weißbauch-Nektarvogel

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Schreiseeadler

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Auf unserer weiteren Runde entdeckten wir Impalas, Kudus und eine große Horde Paviane. Einer hatte wohl einen Leckstein gefunden. Andere lausten sich, und die kleinsten zankten wie üblich.

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Weidelandpieper (African Pipit)

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Etwas südlich sahen wir einen einzelnen Büffel, der ein wenig hinkte. Auch der weitere Weg führte immer wieder am Wasser entlang, und so blieb die Aussicht wunderschön. Als der Fluss etwas breiter wurde, sahen wir das Boot von Dan aus dem Mavunje-Camp auf uns zufahren. Er war wohl auch mit ein paar Gästen unterwegs, und wir erinnerten uns an den spannenden, gemeinsamen Trip mit ihm vor zwei Jahren.
Neben den üblichen Vögeln sahen wir einen einzelnen Karminspint, über den wir uns besonders freuten. Leider flog er weg, bevor wir ein Foto machen konnten. Unter einem großen Baum lag der Kadaver eines toten Baby-Elefanten. Er lag sicherlich noch nicht lange da, denn er sah recht unversehrt aus. Schwer zu sagen, woran er gestorben war.
Nachdem wir aufgrund der Trockenheit dieses Mal viel weiter nach Süden gefahren waren als in der Vergangenheit, beschlossen wir, auch noch die letzten Kilometer bis zur Südgrenze des Bwabwata-Parks zu fahren. So erreichten wir die botswanische Grenze, die lediglich aus zwei wenig ansprechenden, rostigen Schildern bestand.

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Als wir parallel noch ein paar Meter weiter fuhren, entdeckten wir eine riesige Büffelherde. Sie bestand aus sicherlich 200 Tieren, die jedoch sehr scheu waren. Plötzlich preschten sie los und hinterließen eine riesige Staubwolke. So sehr wir auch schauten, konnten wir nicht erkennen, was die Büffel so erschreckt hatte.

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Auf dem gleichen Weg fuhren wir wieder zurück und sahen noch ein paar Zebras, die ebenfalls im Galopp davonrannten, sobald sie uns erblickten. Wir fragten uns, ob die Tiere so scheu waren, weil hier gejagt oder gewildert wurde.

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Teil 6912. Apr. 2017
Gegen elf Uhr kamen wir wieder bei Nambwa an. Wir stellten uns kurz auf unsere Campsite und machten ein spätes Frühstück. Mit Müsli, Brötchen und Möhren mit Senfkäse bekamen wir endlich etwas in die knurrenden Mägen.
Dann brachen wir auf und fuhren auf dem Main-Track Richtung B8. Uns kam ein Fahrzeug mit einem älteren Pärchen entgegen. Wir unterhielten uns kurz. Die beiden kamen aus Neuseeland und waren von Johannisburg gestartet und schon seit drei Monaten unterwegs. Sie hatten bereits die Serengeti besucht und keine Eile, da sie beide Rentner sind. Beneidenswert!
An der Hauptstraße pumpten wir mal wieder Luft in die Reifen und fuhren dann weiter nach Westen. Bis Divundu waren es zwar nur 190 Kilometer. Obwohl wir oft viel längere Etappen gefahren waren, kam es uns heute sehr anstrengend vor. Vielleicht lag es an der Hitze von über 30 Grad oder daran, dass wir bereits den ganzen Vormittag durchs Gelände gefahren waren.
In Divundu brauchten wir dringend einen Geldautomaten, da unsere Barreserven völlig aufgebraucht waren. An der Tankstelle an der Hauptstraße gab es einen kleinen Supermarkt. Der ATM darin war jedoch außer Betrieb. Wir bekamen den Tipp, dass es bei einem Laden um die Ecke einen weiteren Automaten gebe. Dort standen sogar zwei Geldautomaten von verschiedenen Banken. Beide waren jedoch komplett ausgeschaltet. Die Schnitzeljagd ging weiter. Um die Ecke sollte noch ein Automat stehen. Tatsächlich, dort war ein kleines Standgerät, das sogar funktionierte. Uwe wollte es gar nicht glauben und hob zunächst einen kleinen Betrag ab. Als die Scheine im Ausgabefach lagen, holte er noch ein bisschen mehr.
Nun kauften wir im Supermarkt ein paar Getränke und fuhren die letzten Kilometer zur Shametu River Lodge. Wir hatten im Namibia-Forum einen Hinweis auf die Campsite gelesen (danke an CuF) und wurden nicht enttäuscht. Wir bekamen eine luxuriöse Privat-Campsite mit eigenem Dusch- und Toilettenhaus, einer offenen Küche mit Spüle und Stromanschluss, zwei Feuerstellen und Rasen. Dazu gab es eine Vogeltränke. Die Chalets der Lodge wurden gerade erst gebaut, ein paar sind noch nicht ganz fertig. Das Hauptgebäude alleine ist so schön, dass wir aus dem Staunen nicht mehr heraus kamen. Das tollste ist jedoch die Lage der Lodge unmittelbar am Okavango mit Blick auf die Popa Rapids. Es gibt ein paar Chalets, die nicht nur einen Blick auf den Fluss haben, sondern sich auf einem Deck auf Stelzen über dem Wasser befinden.
Wir entspannten im Schatten auf unserer Campsite und wurden von tollen Vögeln besucht. Ein gelber Brillenvogel, Firefinches und ein besonderer Robin waren dabei. Ruth kam mit dem Bestimmen und Ankreuzen in ihrem Vogelbuch kaum hinterher.

Senegalamarant

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Weißbrauen-Heckensänger

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Gelbbauchbülbül

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Zum Sonnenuntergang gingen wir zur Aussichtsplattform über dem Fluss und erlebten einen fantastischen Sonnenuntergang. Als i-Tüpfelchen flogen noch ein paar Skimmer in Formation über das Wasser. Das Licht war unbeschreiblich stimmungsvoll.

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Zum Abendessen machten wir Pizza im Potije. Wir hatten ein bisschen Mühe, das Holz aus Katima zum Brennen zu bekommen. Aber am Ende gab es mehr als genügend Glut für zwei Pizzen, die wieder mal gut gelangen. Nach dem Essen besuchte uns eine schwarze Katze, die sofort mit Ruth Freundschaft schloss. Obwohl die Temperatur noch 16 Grad war, fröstelte es uns, und wir kletterten ins Bett.

Kilometer: 256
Teil 7023. Apr. 2017
Tag 39 – Montag, 15. August 2016 – Ausflug in den Mahango

Shametu River Lodge, Divundu – Camp Maori, Grootfontein

Auch am Morgen hörten wir das Rauschen der nahen Popa Stromschnellen und freuten uns über die tolle Campsite.

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Wir standen erst nach Sonnenaufgang auf und hatten es nicht eilig. Uwe aß eine Schale Müsli, die schwarze Katze vom Abend war verschwunden. Das war vielleicht auch ganz gut so, denn sonst hätte Ruth ernsthaft erwogen, sie mitzunehmen. Wie wir erfuhren, gehörte sie nämlich nicht zur Lodge, sondern war ein Streuner.
Als wir alles zusammengepackt hatten, bezahlten wir unsere Rechnung. Hier werden wir bestimmt nicht zum letzten Mal gewesen sein, denn die Shametu Lodge ist nicht nur toll gelegen, hat wunderschöne Chalets, eine klasse Aussicht am Fluss und komfortable Campsites, sondern auch eine supernette Besitzerin. Wir unterhielten uns noch ein wenig mit ihr, besuchten vor unserer Abreise schnell noch einmal Arielle, die kleine Schleiereule, die oben im Gebälk des Haupthauses saß und machten uns dann auf den Weg.
Die wenigen Kilometer zum Mahango Nationalpark waren schnell zurückgelegt und der Eintritt bezahlt. Als wir nach den Tieren fragten, die wir im Park sehen könnten, schlief die Angestellte bei der Aufzählung fast ein. Nun gut, dann würden wir eben selbst gucken müssen. Auf einer guten Schotterpiste fuhren wir durch den Park. Ein paar Büffel kreuzten unseren Weg und schauten uns grimmig an.

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Bald gelangten wir an den Okavango und sahen wieder zahlreiche Wasservögel. Die Straße verlief etwas erhöht immer wieder über große Betonrohre, durch welche ein paar Schwalben in halsbrecherischem Tempo hindurchjagten. Sie kreuzten den Weg vor und hinter unserem Auto, und wir beobachteten ihre Flugkünste eine ganze Weile.

Rotbauchschwalbe

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Klunkerkraniche

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Hartlaubdrossling

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An der Picknicksite machten wir Pause, aßen Brötchen und spazierten ein bisschen umher.

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Weiblicher Nektarvogel (Marico?)

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Kleiner Monarch

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Auf dem Rückweg blieben wir am großen Baobab stehen und schauten wieder über den Fluss. Zwei Hippos kämpften spielerisch miteinander, rissen ihr Maul auf und tauchten sich gegenseitig unter.

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Wir sahen noch ein paar Pferdeantilopen, die aber sofort wegliefen und eine dünne Schlange, die auf der Straße lag. Aber auch sie war verschwunden, sobald wir angehalten hatten.
Da es schon Mittag war, fuhren wir schnell wieder nach Norden. Kurz vor der Parkgrenze sahen wir eine große Herde Rappenantilopen und danach einige Pferdeantilopen, die mit ein paar Zebras unterwegs waren.

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Teil 7123. Apr. 2017
Vorbei an Divundu fuhren wir weiter nach Westen, bis wir Rundu erreichten. Der Weg dorthin zog sich wieder endlos.

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Wir tankten voll, was sehr lange dauerte, da der gute Diesel nur langsam bzw. mit viel Schaum in den Tank floss. Eigentlich hatten wir unseren Hunger im Wimpy Schnellimbiss bekämpfen wollen, aber leider hatte dieser geschlossen. So fuhren wir hungrig weiter. Die letzten 250 Kilometer bis Grootfontein legten wir gewohnt zügig zurück. An der Veterinär- und Polizeikontrolle freute sich der Beamte über unsere Gummi-Schlangen auf dem Armaturenbrett. Diese kleinen Spielzeugtiere erzeugen immer wieder Aufmerksam- und dann Heiterkeit bei Kontrollen.
Eine halbe Stunde vor Sonnenuntergang erreichten wir das Camp Maori. Peter war gerade in seinem Souvenirladen und verkaufte Fleisch an andere Camper. Wir schlossen uns an und kauften zwei dünne Gnu-Steaks. Wie immer verquatschten wir uns anschließend mit Peter und Conny und kamen gerade noch rechtzeitig zum Sonnenuntergang, den wir vom Turm aus sahen.

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Dieser war jedoch sehr mäßig. Erst eine Viertelstunde nach Sonnenuntergang fing der Himmel an, orange-rot zu leuchten.

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Wir machten Feuer, duschten und bereiteten das Abendessen zu. Im Potije kochten wir Möhren- und Butternut-Gemüse mit Knoblauch. Vom Grill gab es die Gnu-Steaks und Brote, die wir mit Knoblauchbutter aßen. Es war ein superleckeres und würdiges Abendessen für unseren letzten Campingabend in diesem Urlaub. Wir saßen noch ein wenig am Feuer, dann stiegen wir ins Zelt.

Kilometer: 517
Teil 7201. Mai 2017
Tag 40 – Dienstag, 16. August 2016 – Der Kreis schließt sich

Camp Maori, Grootfontein – Casa Piccolo, Windhoek

Der Morgen in Grootfontein war ein bisschen windig, aber warm. Wir standen recht früh auf und frühstückten. Uwe sammelte ein paar Stöckchen, um die Kelly zu befeuern. Hinsichtlich unserer Vorräte legten wir dieses Jahr eine Punktlandung hin. Fast alles war nahezu aufgebraucht. Wir packten bereits unsere Schlafsäcke ein, damit wir das Zelt in Windhoek nicht mehr aufklappen müssen.

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Wir bezahlten bei Peter und Conny unsere Rechnung und unterhielten uns noch einige Zeit. Wie immer dauerte es sehr lange, bis wir uns losreißen konnten. Peter führte uns ein wenig über das Grundstück. Bei den Kumquat-Büschen durften wir uns eine Tüte der leckeren Früchte pflücken. Die Orangen-Bäume dufteten stark. Das Windrad förderte Wasser in einen riesigen Tank, in dem ein Frosch schwamm. An einer anderen Stelle im Garten hatte ein weiterer Frosch gelaicht. Aus einem Räucherofen gab uns Peter eine geräucherte Mettwurst zum Probieren. In Gehegen liefen Gänse hin und her. Wir fühlten uns wie immer total wohl bei den beiden und wären gerne noch länger geblieben. Aber leider hatten wir mal wieder zu wenig Zeit.
Auf der Teerstraße Richtung Otavi war nicht viel Verkehr. Auf dem nächsten Stück bis Otijwarongo war ebenfalls noch nicht viel los. Im Zentrum hielten wir am Einkaufszentrum, wo unser Auto bewacht stehen konnte. Wir holten Geld und aßen im Wimpy einen Burger mit Pommes. Anschließend kauften wir im Spar noch ein paar Brownies und eine Zeitung. Der Laden gefiel uns sehr gut, alles war ordentlich, sauber und sehr appetitlich angerichtet. So gerne hätten wir hier einen Großeinkauf für ein paar weitere Wochen in Namibia gemacht. Pläne für neue Ziele wären uns sofort eingefallen. Aber so mussten wir leider einfach weiterfahren. Erst zurück in Deutschland lasen wir hier im Forum, dass man vor diesem Supermarkt besser nicht länger stehen bleibt, da es dort schon wiederholt zu Autoaufbrüchen und Diebstählen gekommen sei. Na, das wäre noch was gewesen!
Je näher wir Windhoek kamen, desto mehr Autos und Lastwagen waren unterwegs. Letztere zu überholen, war oft eine Herausforderung, da es natürlich auch viel Gegenverkehr gab.
Die Baustelle nördlich der Hauptstadt scheint kein Ende zu nehmen, und entlang der Baustelle standen in unterschiedlichen Abständen die von uns so getauften Winkemännchen – Angestellte, die neben der Fahrbahn stehen und mit roten Fahnen winken. Das machen sie vermutlich, um anzuzeigen, dass man vorsichtig fahren soll.

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Wir erreichten Windhoek gegen drei Uhr nachmittags, holten bei Savanna unsere Kiste und brachten die schmutzigen Handtücher, die wir hier lassen wollen, in die Wäscherei. Dann fuhren wir zur Pension. Das Ausräumen des Autos ging schneller als sonst. Im Zimmer sah es aber wie immer sehr wüst aus. Stück für Stück sortierten wir alle Sachen und füllten nach und nach die Ausrüstungskiste. Dann begannen wir, die Reisetaschen zu packen. Als das meiste verstaut war, setzten wir uns noch ein wenig in den Hof und genossen die letzten Sonnenstrahlen.
Nachdem wir geduscht hatten, gingen wir zu Claudia an die Rezeption und unterhielten uns kurz. Sie bestellte uns noch ein Taxi, das uns zum Restaurant „Am Weinberg“ brachte, welches ja nun ins Craft Center ausgegliedert wurde. Wir unterhielten uns mit dem Fahrer darüber, dass sein Tank nahezu leer war. Die Anzeige zeigte noch 40 verbleibende Kilometer. Er sagte, dass er sich darauf verlassen könne und es auch schon ausprobiert habe. Selbst wenn die Anzeige auf Null stehe, könne man noch zwei Kilometer fahren. Dann sei allerdings Schluss.
Zum Abendessen teilten wir uns als Vorspeise einen Salat aus verschiedenen Früchten, Blauschimmelkäse und grünem Salat. Diese Mischung war sehr lecker. Dann aßen wir Rinderfilet und Oryx-Steak. Zum Nachtisch teilten wir uns ein Trio aus Mousse au Chocolat, Crème brûlée und Erdbeereis. Dazu gab es leckeren Wein. Pappsatt ließen wir uns wieder von einem Taxi zur Pension fahren. Diesmal war es ein anderer Fahrer mit einem anderen Wagen. Auch hier leuchtete die Tankanzeige, und die Nadel war bereits am Anschlag. Auf Nachfrage meinte er, das ginge schon. Ob wir das Geld passend hätten. Falls nicht, würde er an der nächsten Tankstelle anhalten und wechseln. Anstelle dort auch gleich ein paar Liter Treibstoff nachzufüllen, um nicht auf den nächsten Metern stehen zu bleiben, hielt er mit laufendem Motor und ging unseren Geldschein wechseln. Er war sich wohl sicher, dass wir mit diesem Auto eh nicht weit kommen würden, wenn wir einfach damit davon führen. Nachdem er an der zweiten Tankstelle endlich das Geld gewechselt hatte, kamen wir nach einer zügigen Fahrt unversehrt beim Casa Piccolo an.

Kilometer: 470
Teil 7301. Mai 2017
Tag 41 – Mittwoch, 17. August 2016 – Auf Wiedersehen

An unserem letzten Tag in Afrika standen wir nicht allzu spät auf, duschten und packten die restlichen Sachen in die Reisetaschen. Es gab noch eine unangenehme Aufgabe: Wir hatten während der Reise ein kleines Plastikschälchen verwendet, um gehackten Knoblauch zu transportieren. Leider war das Töpfchen nur zu 99,9 Prozent dicht gewesen, so dass bereits der Kühlschrank ordentlich nach Knoblauch roch. Das Gefäß selbst jedoch war unmöglich von dem Duft zu befreien. Wir versuchten es mit mehreren Spülgängen, aber schließlich entschieden wir uns für die Entsorgung. Hätten wir es wie geplant in unsere Ausrüstungskiste gepackt, wäre das Ergebnis allzu vorhersehbar gewesen.
Wir frühstückten in der Pension mit Spiegel- und Rührei und ziemlich starkem Kaffee. Dann wuchteten wir die nun fast volle und schwere Kiste ins Auto, deponierten die Taschen in der Pension und gaben Claudia unsere restlichen Vorräte für ihre Angestellten. Bei der Wäscherei hatten wir den Laden noch nicht betreten, als auch schon der Sack mit unserer sauberen, gefalteten Wäsche auf dem Tresen stand. Kein Vergleich mit dem schlechten Service vom letzten Jahr.
In der Innenstadt parkten wir im Hof des Craft Centers und bummelten ein wenig. Wir erstanden Tischsets und Mitbringsel für Freunde. Anschließend spazierten wir noch ein paar Querstraßen an der Independence Avenue entlang. Es war aber so heiß in der Sonne, und wir waren nicht mehr in großer Shoppinglaune, so dass wir bald wieder umkehrten und uns ins Craft Cafe setzten. Ruth bekam die traditionelle Spinat-Feta-Quiche und Uwe den Apple-Crumble mit Milchkaffee. Irgendwie waren wir total k.o.
Am frühen Nachmittag fuhren wir wieder zur Pension und ruhten uns ein wenig im Innenhof aus. Dabei unterhielten wir uns mit Tanja und Peter aus Österreich, die ebenfalls heute zurückflogen. Sie hatten ihre erste Namibia-Reise beendet. Schließlich verschenkten wir unsere letzten Muffins an ein paar Kinder, luden die Taschen ins Auto und fuhren zu Savanna. Die Autorückgabe verlief schnell und unkompliziert wie immer. Dieses Jahr brachte uns ein anderer Fahrer zum Flughafen.

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Zusammen mit Tanja und Peter standen wir lange in der Schlange zum Check-In, bevor es losging. Beim Ausreise-Prozedere machten wir der Beamtin ein Kompliment zu ihrer Kleidung. Sie trug eine Kombination aus Schwarz und Gelb, die Ruth besonders gut gefiel. 😉
Wir luden Tanja und Peter in die Lounge ein und setzten uns in das Sammelsurium an hässlichen Couchmöbeln. Es gab leckere Frühlingsrollen und belegte Brote, dazu kalte Getränke. Wir unterhielten uns nett. Bald stimmte noch ein weiteres Paar von der Nachbarcouch in das Gespräch ein, und so wurde es eine kurzweilige Zeit. Als wir zum Boarding gerufen wurden, standen lange Schlangen an den Schaltern. So quatschten wir einfach immer weiter und gingen erst ziemlich zum Schluss auf das Rollfeld und zur Maschine. Nach dem Einsteigen fanden wir unsere Plätze in Reihe sieben bereits belegt. Wir waren uns sicher, dass die Leute sich vertan hatten und fragten nach. Aber sie hatten ebenfalls Bordkarten für genau diese Plätze. Ach du Schande! Nicht, dass wir jetzt noch Probleme mit dem Rückflug bekommen sollten. Also fragten wir bei den Stewards nach, die sich um die Überbuchung kümmerten. Plötzlich gaben sie uns Bordkarten für Reihe fünf. Was für eine angenehme Überraschung, denn diese Sitze gehören zur Business-Class. Wir konnten unser Glück kaum fassen. Zu den bequemen Liegesesseln gehörte dann auch noch ein dreigängiges Abendessen mit Wein aus Gläsern, weißem Tischtuch und tollem Service. Womit hatten wir das nur verdient?
Wir hoben vom namibischen Boden ab und genossen den entspannten Abend im Flugzeug. So darf ein Urlaub gerne zu Ende gehen.
Teil 7401. Mai 2017
Tag 42 – Donnerstag, 18. August 2016 – Ende

Nach einer der angenehmsten Nächte, die wir je an Bord eines Flugzeugs verbracht hatten, ging über dem Mittelmeer die Sonne auf.

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Ausgeruht stellten wir die Sitze wieder in aufrechte Position und bekamen von unserem Steward Herbert ein leckeres Frühstück. Er verbreitete durch seine Art, mit den Leuten umzugehen, unglaublich gute Laune. Wir ließen uns das warme und kalte Frühstück schmecken und landeten pünktlich in Frankfurt. Uwes Eltern warteten schon und brachten uns nach Hause.


Nun ist dieser Reisebericht zu Ende. Wunderschöne Wochen mit vielen Erlebnissen liegen hinter uns. Pannen gab es keine. Den abgebrochenen Türgriff am Buschcamper zu Beginn kann man nicht als solche zählen. Wir sind stolz auf die vielen Vögel, die wir entdecken konnten. Mit einigem Sichtungsglück gelang es uns, dieses Mal 216 verschiedene Arten zu bestimmen.
Obwohl der KTP zu unseren Lieblingsparks zählt, war es uns im Juli 2016 dort zu kalt. Daher lassen wir ihn beim nächsten Mal aus. Ein weiteres Fazit dieser Reise brauchen wir gar nicht zu ziehen – es würde ohnehin wie jedes Mal ausfallen: Das südliche Afrika begeistert uns nach wie vor und bleibt unser großes Hobby. Die Planung der nächsten Reise ist schon lange in trockenen Tüchern. Wir werden die meiste Zeit mit Freunden in Namibia und Botswana unterwegs sein. Die ein oder der andere Fomi ist auch dabei.

Wir bedanken uns bei euch für eure Begleitung, für die vielen tollen Rückmeldungen und auch für eure Geduld. Es macht uns immer Spaß, in dieser großen Runde Afrika-Begeisterter noch einmal zu reisen.

Liebe Grüße
die Eulenmuckels

P. S. Zum Abschluss gibt es noch ein Leckerli. Wir haben in einigen Nächten zahlreiche Sternenaufnahmen gemacht, um daraus Zeitraffer-Filme zu erzeugen. Hier sind nun die gesammelten Werke unserer Aufnahmen von 2016 (mit Ausnahme einer Sequenz von 2014). Wir haben sie geschnitten und mit Musik hinterlegt. Das Filmchen dauert dreieinhalb Minuten. Unser Vorschlag zum Angucken: Wartet, bis es dunkel ist, stellt ein Glas Rotwein bereit und schaut den Film mit Ton und in HD im Vollbild-Modus, evtl. auch zweimal. 😉
Wir wünschen euch viel Spaß und Fernweh.

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