Crossings, Cats & Kills - Tansania Sep./Okt. 2016

Reisebericht 97 Antworten · 18,6k Aufrufe · gestartet 08. Nov. 2016 von Bebbl
ThemenstarterGast08. Nov. 2016 · #1
Bereits seit langer Zeit wollten mein Freund Axel (Uganda80) und ich, unbedingt einmal die Crossings am Mara River miterleben. Deshalb begannen schon im letzten Jahr die ersten Planungen für einen Trip rund um die Flußüberquerungen der Gnus. Natürlich sollte sich die Reise nicht nur darauf beschränken. Zuerst war die Frage wann und wohin wir reisen wollen. Es gibt ja die Möglichkeit die Crossings in Kenia oder in Tansania zu erleben. Da wir mit Sikoyo und Mashokatours bzw. unserem Driverguide Lazaro schon mehrfach gute Erfahrungen gemacht hatten war die Entscheidung für Pro Tansania schnell gefällt. Ende September/Oktober war üblicherweise die Zeit für die Gnus den Rückweg in Richtung Serengeti und in den Süden nach Ndutu anzutreten. Deshalb fiel unsere Wahl für die Reisezeit auf eben diesem Zeitraum. Und so buchten wir unseren Hinflug für den 20.09.2016. So ganz wohl war mir nicht, da ich vor 2 Jahren Ende Oktober in der Seronera Region unterwegs war und dort schon Massen an Gnus anzutreffen waren. Aber das ist eben von Jahr zu Jahr verschieden und abhängig von den Regengüssen in den verschiedenen Teilen der Serengeti. Es blieb uns also nichts weiter übrig als zu hoffen. Begleiten würde uns meine Freundin Dagmar, die das erste Mal nach Afrika und damit auf eine Safari ging. Des Weiteren schloss sich uns noch ein Mitreisender aus meinem letzten Urlaub in Botswana an, so dass wir mit Karl-Heinz 4 Personen waren. Dadurch hielt sich der Preis für Fahrzeug/Benzin und Guide/Koch in Grenzen und das Platzangebot wurde nicht übermäßig strapaziert. Obwohl es teilweise, vor allem während den Platzwechseln schon hart an der Grenze war. Denn neben den Taschen für jede Person mussten noch insgesamt 5 Zelte, Wasser und Benzin für die Special Campsite in Kogatende, das Essen, die Fotoausrüstung und natürlich die Menschen untergebracht werden. Da wir alle (außer meiner Freundin) eine nicht unerhebliche Masse an Fotoausrüstung dabei hatten war der Landcruiser, obwohl schon verlängert, schnell am Anschlag. Die Planungen sahen also wie folgt aus:
Ankunft Kilimanjaro Airport --> Übernachtung Mashokatours guesthouse
1. Tag: Tarangire Nationalpark / Public Campsite
2. Tag: Tarangire Nationalpark / Public Campsite
3. Tag: Tarangire Nationalpark / Public Campsite
4. Tag: Fahrt zum Ngorongoro Krater / Ngorongoro Conservation Area / Rhino Lodge
5. Tag: Ngorongoro Crater / Ngorongoro Conservation Area / Rhino Lodge
6. Tag: Fahrt in die Serengeti / Seronera Region / Public Campsite
7. Tag: Seronera Region / Serengeti Nationalpark / Public Campsite
8. Tag: Fahrt in die Lobo Region / Serengeti Nationalpark / Public Campsite --> nachträglich geändert in Seronera Region
9. Tag: Fahrt nach Kogatende / Serengeti Nationalpark / Special campsite
10. Tag: Kogatende / Serengeti Nationalpark / Special campsite
11. Tag: Kogatende / Serengeti Nationalpark / Special campsite
12. Tag: Kogatende / Serengeti Nationalpark / Special campsite
13. Tag: Fahrt nach Seronera / Serengeti Nationalpark / Public campsite
14. Tag: Fahrt nach Ndutu / Ngorongoro Conservation Area / Ndutu Safari Lodge
15. Tag: Fahrt nach Arusha / Besuch Waisenhaus / Abflug Kilimanjaro Airport
So war alles mit Sikoyo abgesprochen und auch für gut und machbar empfunden. Also wurde schon frühzeitig die Special Campsite in Kogatende gebucht und schon im Januar die Flüge mit Turkish Airlines. Während der Tour und nach Rücksprache mit unserem Guide Lazaro empfahl uns dieser den Ablauf dahingehend zu verändern, dass wir die Fahrt nach Lobo am 8. Tag strichen und dafür eine weitere Nacht in Seronera verbringen. Da die Strecke von Seronera nach Lobo sehr lang und schwierig wäre. Wir kannten die Strecke nicht und vertrauten auf unseren Guide und das war eine gute Entscheidung. Da Axel schon 1 Woche früher nach Tansania flog um den Mount Meru zu besteigen und anschließend noch 1 Woche für den Ol Donyo Lengai sowie den Lake Natron einplante trafen wir uns erst in Arusha mit ihm. Die Flüge waren also gebucht und es begann die lange Zeit des Wartens. Es war ja noch über 9 Monate bis zur Abreise. Vor allem für meine Freundin war es eine ungewisse Zeit, da sie ja noch nie in Afrika war, geschweige denn dort gecampt hat. Allerlei Horrorgeschichten und gutgemeinte Ratschläge von Nichtafrikakennern verunsicherten sie noch mehr. Da halfen auch meine gebetsmühlenartigen Verweise auf tausende überlebende Camper jedes Jahr in der Serengeti nicht viel. Ist ja auch verständlich, verbindet man Afrika oft nur mit gefährlichen Raubtieren, tödlichen Schlangen und giftigem Krabbelgetier. Trotz allem hat sie sich prächtig geschlagen und ließ sich die Vorfreude auch nicht nehmen. Im Nachhinein betrachtet war sie sehr tapfer und die anfängliche Skepsis hat sich dann im Laufe der Reise auch gelegt. Im Laufe der Vorbereitungen holte auch uns die von der tansanischen Regierungen kurzfristig eingeführte VAT auf alle touristischen Leistungen ein. Somit erhöhte sich der Preis unserer Reise mal eben schlagartig um fast 19%. Selbst auf die bereits im Januar bezahlte Special Campsite mussten wir einen Zuschlag zahlen. Es ist mir völlig egal wie und was Andere darüber denken, aber das was die tansanische Regierung abzieht ist eine bodenlose Frechheit und lässt sich mit nichts begründen außer damit, dass einige wenige Personen sich noch mehr die Taschen vollstopfen wollen. Ich für meinen Teil hoffe, dass die Regierung das spüren wird und eventuell ein Umdenken einkehrt. Leidtragende sind wie immer die kleinen Straßenverkäufer und Safariunternehmen die einen Rückgang der Touristen merken werden. Die Nationalparkgebühren erhöhten sich also für den Tarangire NP von 45$ auf 53$, für den Ngorongoro Krater von 250$ auf 300$, für die NCA von 50$ auf 71$ und für die Serengeti von 60$ auf 71$. Die Übernachtungsgebühren auf den Public Campsites von 30$ auf 35,40$ und auf der Special Campsite von 50$ auf 59,50$. Der Preis in den Lodges erhöhte sich nicht, da die Betreiber schon vorher die VAT abführten. Alles in allem ein stolzer Preis und das Ganze macht Tansania mit zum teuersten Reiseland in ganz Afrika. Irgendwann legte sich auch dieser Ärger und wir freuten uns nur noch als endlich der Abflugtag gekommen war. Axel befand sich bereits in Tansania und hatte den Mount Meru bestiegen. Axel, vielleicht magst du ein paar Bilder einstellen…
Mit Karl-Heinz, der in der Nähe von Schweinfurt wohnte, mit uns aber von Stuttgart aus flog, war ausgemacht, dass er so gegen 9 Uhr bei uns aufschlagen würde, und sein Auto bei einer Freundin von Dagmar für die Dauer des Urlaubes stehen lassen konnte. Gemeinsam wollte wir dann mit der S-Bahn zum Flughafen fahren wo unser Flieger um 13 Uhr in Richtung Istanbul abheben sollte. Um 9 Uhr klingelte mein Handy, es war Karl-Heinz! Ich dachte er wolle mir sagen, wo er sich gerade befindet. Das tat er auch, allerdings hatte er verschlafen und war erst um 15 Minuten vor 9 Uhr aufgewacht. Jesses, das würde nun aber knapp werden. Karl-Heinz beschloss direkt zum Flughafen zu fahren und hoffte dass es nirgends einen Stau gab. Ohne Stau müsste es noch reichen, da wir ja bereits am Abend zuvor online eingecheckt hatten. Wir machten uns also auf den Weg zur S-Bahn und waren um ca. 11 Uhr am Flughafen in Stuttgart. Nach der Gepäckaufgabe liefen wir noch etwas im Flughafengebäude herum und genehmigten uns ein Getränk. Um kurz nach 12 Uhr trudelte dann auch Karl-Heinz ein, der die Strecke ohne Stau hinter sich bringen konnte und sein Smart an den Rand des glühenden Motors trieb. Leider stellte er sein Fahrzeug in der Hektik und natürlich weil er sich in Stuttgart nicht auskannte auf einem ganz normalen Parkplatz ab. Das würde ein teurer Spaß werden wenn er nach 15 Tagen sein Auto wieder abholen würde, in der Hoffnung, dass es überhaupt noch da stand. Und ja, es war ein teurer Spaß! Er hat sein Auto nach langem Suchen wiedergefunden aber die Flughafengesellschaft hatte in der Zeit in der wir weg waren die Software für die Parkhäuser umgestellt so dass er ziemliche Schwierigkeiten hatte seine Gebühren überhaupt an den Mann zu bringen. Schlussendlich hat dann doch alles geklappt … zwar teuer aber besser wie einen zweiten Flug buchen müssen oder den Urlaub ganz zu verpassen.
So kamen wir mitten in der Nacht in Tansania an wo uns Lazaro am Flughafen abholte und zu Sikoyo fuhr. Nachdem wir morgens um 3 Uhr Axel aus den Federn geschmissen hatten, um uns zu begrüßen fielen wir kurz darauf alle in die Betten. Am nächsten Tag sollte es schon früh erst zum Shoppen und dann in den Tarangire Nationalpark gehen.

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Ich freue mich über jeden Kommentar und über alle die uns auf dieser Reise begleiten möchten…

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Wer keine Kommentare lesen will, dem hilft die Sonne oben rechts!
zuletzt bearbeitet 15. Dez. 2016
8'054 Beiträge · seit 200808. Nov. 2016 · #2
Hallo Bebbl,

Ich bin natürlich dabei. 🙂

Tansania hatte uns sehr gut gefallen. Schade dass die Preise so gestiegen sind. 😎

Zum Glück fährt man mit dir kostenlos durch die Gegend! 😛

Freue mich schon auf die Fortsetzung.

Es grüsst
Annick
Südafrika 2014 http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/281763-miam-miam-und-mamamia.html Namibia 2014 [http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/283810/-die-frenchies-in-namibia.html] Tansania 2015 [http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/285247-tansania-auf-jeden-fall-wieder.html] Uganda/Ruanda 2015 {http://namibia-forum.ch/forum/160-diverses/286948-uga,html} Tanzania 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/288428-rei,html} Südafrika/Simbabwe 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/290185.html} Südafrika Garden Road 2018 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/295032-the-garden-road-ein-bisschen-anders.html Malawi 2018{http://namibia-forum.ch/forum/154-diverses/296097-reisebericht-malawi-august-2018.html}
85 Beiträge · seit 201508. Nov. 2016 · #3
Erste 🙂 Auch wenn Euer Auto schon überladen ist, ich quetsch mich mit rein und mach mich ganz dünn.
Bin sehr gespannt was wir alles zu sehen bekommen. 😎

Mist Annick war schneller 🙁

LG von Kerstin
Liebe Grüße Kerstin
zuletzt bearbeitet 08. Nov. 2016
1'794 Beiträge · seit 201308. Nov. 2016 · #4
Hallo Bebble, wir haben Tansania diese Jahr viel weiter südlich kennen lernen dürfen und sind daher gespannt, was du vom Norden berichtest und hoffen doch einige Anregungen zu bekommen!

Führt euer Operater auch Lodge Touren durch?

So, hab mich reingequetscht ins Auto 😄 !

LG NOGRILA
5'049 Beiträge · seit 201408. Nov. 2016 · #5
Hallo Bebbl,

obwohl der Landcruiser ja schon ziemlich voll ist, quetsche ich mich auch noch rein und nehme das Angebot, Euch auf der Reise zu begleiten, sehr gerne an.

Einmal live bei so einem Crossing dabei zu sein, steht schon länger auf meiner Wunschliste. Fast hätte es ja 2017 geklappt - doch jetzt kam spontan Namibia & KTP dazwischen.

Bin schon ganz gespannt was ihr so alles gesehen und erlebt habt und feue mich auf ganz viele Fotos!

LG Konni
Link zu Reiseberichten: http://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/286619-reiseberichte-linksammlung-daxiang.html
zuletzt bearbeitet 08. Nov. 2016
5'479 Beiträge · seit 200908. Nov. 2016 · #6
Wir sind gerade selbst bei den letzten Vorbereitungen für Tansania. Kurz vor Weihnachten geht's los. Da freue ich mich über jeden Bericht zu Tansania, der meine Vorfreude weiter steigert.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
ThemenstarterGast08. Nov. 2016 · #7
NOGRILA schrieb:
Führt euer Operater auch Lodge Touren durch?
LG NOGRILA
Ja, klar der führt auch Lodgereisen durch 🙂
Daxiang schrieb:
Einmal live bei so einem Crossing dabei zu sein, steht schon länger auf meiner Wunschliste.
Bin schon ganz gespannt was ihr so alles gesehen und erlebt habt und feue mich auf ganz viele Fotos!
Da geht´s dir wie mir ... und es ist unglaublich ... Live schlichtweg atemberaubend. Ich hatte sowas bis dahin noch nie erlebt!

Es werden diesesmal viele Fotos sein, weil ich diesesmal nicht ganz so viel schreiben möchte... ich hoffe Sie gefallen euch...
Auf was ihr euch einstellen könnt habt ihr ja schon im Einleitungspost gesehen 😄 😛
Ich kann nur soviel sagen: Die Sichtungsfee hat es diesesmal gut mit uns gemeint (...hatte ich jedenfalls das Gefühl 🙂 )

@Annick, Kleo1962, Topobär
Freut mich, dass ihr mit dabei seid!
zuletzt bearbeitet 08. Nov. 2016
ThemenstarterGast08. Nov. 2016 · #9
uganda80 schrieb:Servus Andy ! Sehr cool dass Du Dir die Mühe machst mit dem Bericht. Ich freue mich sehr drauf !
Bis bald !!
Axel, wenn du ein paar Bilder und etwas zur Mount Meru Besteigung einstellen willst... mach mal. Das interessiert bestimmt auch einige 🙂
1'712 Beiträge · seit 201608. Nov. 2016 · #10
Da bin ich dabei. Ndutu hat uns Anfang des Jahres komplett begeistert, Serengeti und Ngorongoro sowieso auch spitze. Crossing haben wir auch im Sinn, aber eigentlich aus Kenia. Von daher bin ich sehr gespannt...

Viele Grüße,
Bettina
Alle Reiseberichte von Betti und Thomas im Überblick
200 Beiträge · seit 201108. Nov. 2016 · #11
Liebes Forum,

gerne stelle ich in Andys Reisebericht auch noch ein paar Fotos meiner Mount Meru Besteigung ein.

Mount Meru Besteigung Tag 1

Nach meiner Kili-Besteigung von 2015 bin ich in regelmäßigen Kontakt mit meinem damaligen Lieblingsguide, August Diwani, geblieben. Er arbeitet für Kilimanjaro Active Tours in Moshi, die ich auch uneingeschränkt weiterempfehlen kann. Bei der Agentur habe ich direkt angefragt, ob August die Tour mit mir machen kann - das OK kam sofort. Wer eine Besteigung auf den Kili / Meru plant, dem sei wirklich dieser Guide ans Herz gelegt. Er ist super nett, kümmert sich um wirklich alles und man kann super mit ihm plaudern und dazu bringt er einem noch richtig was in Swahili bei.

Tag 1:
August holt mich bei Sikoyo gegen 11:30 Uhr morgens ab. Wir fahren in den Arusha NP zum Momella Gate. Dort trage ich mich in eine Liste ein und stoße auf die anderen Wanderer. Zum Glück findet sich eine super nette Gruppe, alle ziemlich in meinem Alter. Gegen 14:00 Uhr laufen wir endlich los. Vorbei an Giraffen und Büffeln geht der Weg ganz sachte los in Richtung des wunderschönen Tree Arch, einem mächtigen Feigenbaum. Hier machen wir eine ausgiebige Pause und Fotorast. Anschließend wird der gut ausgebaute Weg ein bisschen steiler. Wir passieren einen tollen Wasserfall. Wunderschöne Blicke gehen immer wieder ins Tal wir können die Momellaseen von oben sehen. Langsam wird es etwas kühler, die ersten Moose und Flechten hängen an den Bäumen, überall blüht es. Die farbenprächtigen Turakkos hüpfen von Ast zu Ast, Nektarvögel in den Büschen, Hornraben auf den Bäumen - schade, aber mein Teleobjektiv wollte ich dann doch nicht auf den Berg schleppen. Der immer noch fast einer Straße ähnelnde Weg macht eine Biegung und wir verlassen den Kitoto-Wald. Nun erreichen wir den irre schönen Meru-Kraterboden: einzelne Bäume von Moosen behangen und dahinter die rund 1000 m steile Wand des Ashcones, auf den ich mich so gefreut hatte. Hier wusste ich, dass sich die Wanderung für mich schon gelohnt hatte. Gegen 18:00 Uhr erreichten wir ganz gemütlich die tolle Miriakamba Hütte, gelegen auf 2.500 m. Der Ranger vergibt an uns ruck zuck die Zimmer, ich bekomme sogar ein Vierbettzimmer ganz für mich alleine. Besser geht es nicht. Kurze Zeit später heisst es in der gemütlichen Essenshütte: Futtern bis zum Umfallen - leckeres Popcorn mit heißem Kaffee oder Tee, Kekse und sonstiges Gebäck. Dann kommt schon der Koch und reicht heiße Suppe. Anschließend gibt es Rindfleisch mit Bratkartoffeln und gemischtem Gemüse, Avocadosalat und noch eine riesige Früchteplatte. Kurze Zeit später verabschiede ich mich in mein Bett.

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Reisebericht Uganda http://www.namibia-forum.ch/forum/160-diverses/209556-reisbericht-uganda-und-taeglich-gruesst-ein-gewitter.html
200 Beiträge · seit 201108. Nov. 2016 · #12
Tag 2:
Nach einem ausgiebigem Frühstück mit Crepes, Toast, Rühreiern, Würstchen und Bohnen geht es um 08:00 Uhr gemütlich weiter. Wir kommen an uralten Bäumen vorbei unter uns immer wieder die glitzernden Momellaseen. Der Little Meru, unser heutiges Ziel, ist nun deutlich zu erkennen. Nach einer ausgiebigen Rast wird die Vegetation langsam spärlicher. Außerdem hat es vor nicht allzulanger Zeit am Meru ordentlich gebrannt, viele der Heidesträucher sind abgefackelt. Gegen 13:00 Uhr erreichen wir die Saddle Hut auf 3570 m. Auch hier ergattere ich wieder ein Vierbettzimmer für mich alleine. Nach einem super Mittagessen lege ich mich zwei Stündchen hin und schlafe ein bisschen. August holt mich um 16:00 Uhr ab und wir wandern ganz pole pole auf den Little Meru. Den Kibo sieht man leider nicht trotzdem hat die Stimmung hier oben schon etwas magisches. Wir bleiben eine Weile hier oben und machen viele Fotos. Anschließend steigen wir ab und nach einem wieder äußerst leckeren Mal geht es für ein paar Stündchen ins Bett.

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Reisebericht Uganda http://www.namibia-forum.ch/forum/160-diverses/209556-reisbericht-uganda-und-taeglich-gruesst-ein-gewitter.html
435 Beiträge · seit 201208. Nov. 2016 · #13
Hallo Beppl, hallo Axel
Wir reisen im Jan/Feb 2017 zum ersten Mal nach Tansania - 2 Wochen "nur" Safari.
Wenn ich jetzt die Bilder vom Meru sehe, bereue ich fast, dass wir kein Trekking gebucht haben. Wir dachten nach Mt. Kenia und Rwenzori würde der Meru abfallen. Vielleicht das nächste Mal. Wir liebäugeln aber eher mit nochmals Rwenzori ...
Ich freue mich auf eure weiteren Beiträge
Liebe Grüsse
Daniela
Fotos auf Flickr: Alben Reiseberichte: Botswana/Zimbabwe 2018: Reisebericht Südafrika 2016: Reisebericht[/url ] --- Namibia 2015: Reisebericht[/url ] --- Uganda 2015: Reisebericht[/url ] --- Namibia - Südafrika 2013: Reisebericht[/url ] --- Südafrika 2011: Reisebericht --- Kenia 2008: Infos --- übriges Afrika und weitere Länder: Fotos
200 Beiträge · seit 201108. Nov. 2016 · #14
Tag 3:
Geschlafen hab ich gar nicht, ich war viel zu aufgeregt und ich glaube so erging es auch den meisten anderen in der Hütte. Um 23:30 packte ich meine sieben Sachen für den Aufstieg dann gab es schon wieder Essen (Porridge mit ordentlich Zucker und Zimt) und im Schein der Stirnlampe machte ich mich mit August um 00:30 auf den Weg. Es war eine Vollmondnacht. Alles völlig ruhig, kein Wind, keine sonstigen Geräusche, dazu der Mondschein und die abgefackelten Heidesträucher - eine ganz eigenartige Stimmung. Wir machten ein paar Päuschen. Irgendwie waren wir dann doch etwas zu schnell auf dem Gipfel, die Uhr zeigte erst 04:30. Ich habe mir den Allerwertesten abgefroren also sind wir wieder ein Stück abgestiegen und harrten noch etwas an einer geschützten Stelle aus. Zum Sonnenaufgang standen wir dann glücklich auf dem Gipfel. Der Ausblick ist absolut fantastisch. Wirklich direkt hinter der aufgehenden Sonne erhebt sich der Kili aus dem Wolkenmeer. Direkt unterhalb der extrem steilen Abbruchwand liegt der Ashcone, den die Sonne erst in lilafarbenes, dann in ein oranges Licht taucht. Hinter mir ragten violette Wolkentürme auf, es war einfach galaktisch. Wir blieben eine Zeit lang oben und ich machte ein paar schöne Aufnahmen, dann hieß es auf zum Abstieg. Den Ashcone immer wieder im Blick geht der Weg vorbei am Rhino Point (auch ein toller Ausblickspunkt zum Sonnenaufgang) und wieder zurück zur Saddle Hut. Dort sind wir um 09:00 Uhr. Wir hauen uns alle erstmal ins Bett bis 11:30. Dann gab es nochmal ein gutes Mittagessen und anschließend folgte der gemütliche Abstieg zur Miriakamba Hütte. Man ist nun aber schon ganz schön platt. Daher war ich froh dass ich mit August noch die Nacht dort verbracht habe, die anderen haben sich dann von mir verabschiedet und sind noch zum Momella Gate abgestiegen (dauert dann nochmal ca. 2 1/2 - 3 Stunden).

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Reisebericht Uganda http://www.namibia-forum.ch/forum/160-diverses/209556-reisbericht-uganda-und-taeglich-gruesst-ein-gewitter.html
200 Beiträge · seit 201108. Nov. 2016 · #15
Tag 4:
Nach einer guten Nacht und einem ausgiebigem Frühstück machen wir uns auf den Weg. Genutzt wird nun der Short Cut zum Gate. Trotzdem ist auch dieser Weg sehr reizvoll, besonders am Schluss mit einem herrlichen Wasserfall und einer tollen Walking-Safari, vorbei an vielen Giraffen und einer großen Büffelherde in der Ferne. Am Gate steht schon wieder Essen parat - hier wird man einfach nur gemästet ! Nach der Trinkgeldübergabe geht es wieder aus dem Park und nun heißt es - asante sana rafiki und kwaheri.

So Andy, jetzt freue ich mich auf Deine Fortsetzung !

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Reisebericht Uganda http://www.namibia-forum.ch/forum/160-diverses/209556-reisbericht-uganda-und-taeglich-gruesst-ein-gewitter.html
zuletzt bearbeitet 08. Nov. 2016
200 Beiträge · seit 201108. Nov. 2016 · #16
Liebe Daniela,

schön, dass Dir die Bilder Lust auf den Mount Meru machen - ich leg Dir diese Tour für irgendwann später wirklich ans Herz.
Das Schöne am Meru ist, dass Du deutlich mehr Ruhe hast als am Kili und die landschaftlichen Eindrücke sind mindestens genauso schön. Klar ist der Kili was ganz Besonderes. Und Rwenzori - das würde ich auch nochmal so gerne machen - da verstehe ich Dich !
Reisebericht Uganda http://www.namibia-forum.ch/forum/160-diverses/209556-reisbericht-uganda-und-taeglich-gruesst-ein-gewitter.html
85 Beiträge · seit 201509. Nov. 2016 · #17
Hallo Axel,
was für geniale Fotos von magischen Momenten. Vielen Dank Beppl, dass Du Axel überredet hast, darüber zu berichten.
Ich bin tiefst beindruckt.

Grüsse von Kerstin
Liebe Grüße Kerstin
1'425 Beiträge · seit 201509. Nov. 2016 · #18
Hallo Andy,

ich bin gespannt auf deinen Bericht! Fast wäre es für uns 2017 auch nach Tansania gegangen, hätte meine Mutter nicht so viele tage Urlaub genehmigt bekommen, die wir für Namibia benötigen. Stehe auch in Kontakt mit einem dort ansässigen Tourguide, also früher oder später wird sich auch dieser Wunsch für uns erfüllen. Ich freue mich auch deswegen auf den Bericht, da meine Mutter ein Jahr bevor ich auf die Welt kam durch Tansania gefahren ist und ohne dieses Erlebnis hätte ich vielleicht nie Afrika für mich entdeckt!

Liebe Grüße
Laura
I will always have a bit of namibian sand in my shoes! Linksammlung zu den letzten Reiseberichten und Filmen Aktuell: Reisebericht Kenia 2024
zuletzt bearbeitet 09. Nov. 2016
ThemenstarterGast09. Nov. 2016 · #19
Kleo1962 schrieb:Hallo Axel,
was für geniale Fotos von magischen Momenten. Vielen Dank Beppl, dass Du Axel überredet hast, darüber zu berichten.
Ich bin tiefst beindruckt.

Grüsse von Kerstin
Ja, der Axel ... Landschaftsfotos, das kann er halt einfach 😉 ... vielleicht stellt er auch noch welche vom gemeinsamen Trip ein! Ist einfach ein begnadeter Fotograf!
Flash2010 schrieb:Stehe auch in Kontakt mit einem dort ansässigen Tourguide, also früher oder später wird sich auch dieser Wunsch für uns erfüllen.
Dann warte nicht zu lange. Tansania ist einfach wunderschön!!!! Ich hoffe ich mache dir mit meinem Bericht noch mehr Lust dieses land zu entdecken...
1'425 Beiträge · seit 201509. Nov. 2016 · #20
Dann warte nicht zu lange. Tansania ist einfach wunderschön!!!! Ich hoffe ich mache dir mit meinem Bericht noch mehr Lust dieses land zu entdecken...
Darauf wette ich... 🙂 Habe mir gerade deinen Bericht von 2014 angeschaut und bin absolut geplättet! Wahnsinnig beeindruckende Erlebnisse und Bilder, vor allem am Schluss der Baum mit den Marabus nach Sonnenuntergang hat es mir angetan.

Liebe Grüße
Laura
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