Flussdurchfahrten Moremi

27 Antworten · 6'396 Aufrufe · gestartet 02. Sept. 2016 von mruni
Bilder klein
Antworten
Themenstarter172 Beiträge · seit 201002. Sept. 2016 · #1
Hallo zusammen,

ich würde gerne nochmal sicherheitshalber wissen was im Moremi an Flussdurchfahren auf einen zukommt, Reisezeit mitte September.
Die Route dürfte dem Standard entsprechen (Southgate, Thirtbridge, Xakanaxa, Northgate) und zusätzlich vermutlich noch ein paar Umwege und Gamedrives
- Sollte man grundsätzlich jede Durchfahrt erst "zu Fuß" prüfen oder kann man bei sichtbaren Reifenspuren davon ausgehen dass die Durchfahrt "schon passen" wird?
- Sind Durchfahrten eher die Ausnahme und können vermieden werden oder wird es eher die Regel sein, die ein oder andere Pfütze mitzunehmen?
- evtl blöde Frage: Wie sieht es mit nicht sichtbaren (tierischen) Gefahren unter Wasser aus? Kann auf Schlangen und Krokodile gerne verzichten...

Danke für eure Hilfe!
890 Beiträge · seit 201602. Sept. 2016 · #2
Hallo,
es ist schwierig hier einen Rat zu geben.

Ich sage dir mal, in welchem Dilemma du steckst:
Im Offroadbereich wird geraten - Wasserdurchfahrten zu vermeiden, falls dies nicht geht, die Watttiefe seines Autos zu kennen und die Durchfahrt vorher zu Fuß zu erkunden. Dies geschieht, um eventuell Untiefen, Wurzeln, Felsen und Steine vor der Durchfahrt zu markieren bzw. die Stellen zu kennen und die Bodenbeschaffenheit festzustellen.

Erkundest du nun diesen Fluss zu Fuß, kann es passieren, dass dann doch weniger Schlangen, aber um so mehr Krokodile den Fluss bevölkern - dies sollte man nun wiederum aus lebenserhaltener Sicht vermeiden............

Also versuchen, unbedingt die Flussdurchfahrt zu vermeiden, vor Ort Erkundigungen bei z.B. Rangern oder Safarifahrzeugen, dem Fahrer natürlich, einzuholen (die kennen "Ihre" Landschaft zu jeder Jahreszeit) und möglichst auf ein zweites Fahrzeug zu warten, welches gegebenfalls bergen kann.
Und nein, man kann sich nicht auf die Spuren verlassen. die können von gestern sein und der Fluss kann mittlerweile 1m höher stehen.

Und Achtung! Es können große Schäden am Fahrzeug entstehen, wenn es "schief" geht.

Ob es die Regel ist? Das kommt sehr auf den Zeitpunkt an, wann die Regenzeit einsetzt, wie heftig die Niederschläge sind und wie lange es regnet. Manchmal heftig, manchmal bleibt sie aus.

Gruß
zuletzt bearbeitet 03. Sept. 2016
303 Beiträge · seit 201004. Sept. 2016 · #3
Hallo mruni,

wir waren 2x im Moremi auf den von dir genannten Routen unterwegs. Einmal im August, da ist das Wasser erst noch reingelaufen, einmal im Oktober da stand es dann recht hoch. Bis auf ein paar kleine Wasserdurchfahrten z.B. direkt bei Xakanaxa und die Brücke bei Third Bridge die ja auch immer ein Stück unter Wasser ist zu der Zeit, konnten wir alle Wasserdurchfahrten vermeiden. Ich persönlich würde keine Durchfahrt nehmen, bei der ich den Untergrund nicht vorher geprüft habe und im Moremi haben weder mein Mann noch ich Lust durch das dort Wasser zu waten. Wir haben jede Menge Krokodile gesehen. Ergo - wir suchen uns immer einen trockenen Weg. GPS ist da sehr hilfreich, denn manchmal mussten wir einige Verzweigungen testen, bis wir den richtigen trockenen Weg gefunden haben. Dead Tree Island haben wir nicht angefahren. Die Fahrzeuge der Lodges kommen da zwar durch, aber die sind deutlich höher und auch da mussten die Gäste oft die Füße hochnehmen, weil das Wasser so hoch stand, dass es reingelaufen ist. Geht also für ein Lodgefahrzeug, aber nicht für unseren Hilux. Also Vorsicht: Fahrspuren alleine bedeuten noch nicht, dass euer Auto da auch durchkommt! Da haben schon einige ihr Auto versenkt.
Wenn du dich am Gate nach den Wegen erkundigst und genügend Zeit einplanst und flexibel bist, solltest du auch ohne riskante Wasserdurchfahrten eine tolle Zeit im Moremi haben. Evtl. musst du mal zurück zum South Gate fahren. Von da gibt es eine Dry-Route zum North Gate.
Auch ohne Wasserdurchfahrten konnten wir sehr schöne Game Drives machen.

Viel Freude im Moremi! Das ist eines meiner Lieblingsziele.

LG Tanja
Reisebericht Namibia 2010 Reisebericht Namibia+KTP 2011 Reisebericht Botswana 2012 Reisebericht Namibia&Botswana 2013 Reisebericht Südafrika 2014
1'715 Beiträge · seit 200604. Sept. 2016 · #4
2015 haben wir einige Wasserdurchfahrten gemacht. Allerdings keine Flüsse. Es war aber trotzdem ziemlich anspruchsvoll auch wenn das Wasser nie tief und nur einmal etwas sumpfig war.
Im Film sieht man das nicht aber ich habe vor jeder Wasserdurchdurchfahrt die Strecke abgelaufen. des hal wusste ich dass es bei der einen nicht nur Sand sonder auch schlick hatte. Krokodile habe ich dabei nicht gesehen, weil diese vermutlich in grösseren Gewässer waren. Ich war noch nie in, oder kurz nach der Regenzeit im Park, Flüsse habe ich dort noch nicht erlebt.

Ein grosser, tiefer Tümple versuchten wir zu umfahren, gelohnt hat es es sich schlussendlich nicht, warum erfahrt ihr in einem Film bei YOUTUBE.

Aus dieser gelben markierten Strecke stammen die Filmauschnitte.
MoremiRoute.jpg
Gruss
Emanuel
http://africanomads.wordpress.com/ www.nelson2africa.blogspot.com https://europenomads.travel.blog/ YouTube Kanal https://bit.ly/3uEEK59
zuletzt bearbeitet 04. Sept. 2016
890 Beiträge · seit 201604. Sept. 2016 · #5
Hallo,
man kann schon einiges machen mit einem Geländewagen....nur muss man es nicht bzw. sollte es nicht, wenn man es nicht unbedingt muss.
Meist kann das Auto mehr als der Fahrer.
Siehe erstes und zweites Video.

Das soll jetzt natürlich keine Aneitung zum Sorglosfahren sein. Nur muss man nicht gleich Angst vor jeder Pfütze haben und die Hinweise hier zur Vorsicht haben Vorrang!

http://www.border-crossings.com/site/gallery/videos.html

Gruß
1'715 Beiträge · seit 200604. Sept. 2016 · #6
Was da gezeigt wird geht nur mit Schnorchel und Dieselmotor. Bei einem Beziner hätte Zündung schon lange aufgegeben. Zudem hatten sie einen Ortskundigen der vorausfuhr und erfahrene Fahrer die Nerven zeigten. Dass ich auch so gelacht hätte wie die Frau im Film bezweifle ich. Meine Frau wäre schon nach der ersten Durchquerung ausgestiegen 🙂

Es ist aber eindrücklich was so ein Wagen schafft, nachahmen muss man das aber nicht.

Gruss
Emnauel
http://africanomads.wordpress.com/ www.nelson2africa.blogspot.com https://europenomads.travel.blog/ YouTube Kanal https://bit.ly/3uEEK59
zuletzt bearbeitet 06. Sept. 2016
51 Beiträge · seit 201304. Sept. 2016 · #7
Hallo mruni,

an der Diskussion über Sinn und Unsinn von Wasserdurchfahrten möchte ich mich nicht beteiligen - hier gibt es zuviele Faktoren um das konkrete Risiko einer Durchfahrt einschätzen zu können.

Allerdings kann ich einen einigermaßen aktuellen Lagenbericht aus der Khwai-Moremi-Region abgeben. Wir waren von 21.08. bis 27.08.2016 in der Region und haben folgende Wasserstände vorgefunden:

Vom Sable Alley Campsite bis North Gate konnte man immer (bei Umfahrung der Lodges) unmittelbar am Flusslauf des Khwai entlang fahren. Es gab einzig eine kurze, aber harmlose Wasserdurchfahrt zu Beginn der Strecke. Viele Überflutungsbereiche lagen trocken.

Im Bereich Xakanaka steigt der Pegel leicht. Wir konnten ohne Wasserdurchfahrt bis Dead Tree Island fahren. Jessies Pool ist bis auf eine Schlammpfütze trocken. Dort wo im Bereich Jessies Pool sonst viel Wasserdurchfahrten waren, geht alles mit "trockenen Reifen".

Von Xakanaka wechselten wir via Lions Den Pan nach Third Bridge. Auf diesem Weg gab es 3 Wasserdurchfahrten, wobei die 2. und die 3. Durchfahrt selbst bei langsamster Einfahrt das Wasser bis über die Motorhaube steigen ließ. Diesel und Schnorchel sind anzuraten - oder bessere Spurwahl als wir 😉. Noch schlechter hat es ein Pärchen am selben Abend gemacht: Sie sind in der 2. Durchfahrt mit einem Fahrzeug ohne Schnorchel steckengeblieben und haben die Nacht mit den Füßen im Wasser in der Fahrgastzelle verbracht.

Die Durchfahrt bei 3rd Bridge würde ich auf 60 - 70 cm Tiefe schätzen. 4rth Bridge und 1rst Bridge sind trocken - 2cnd Bridge haben wir südlich umfahren, daher kann ich hierzu nichts sagen. Wenig Wasser im Bereich Xini Lagoons.

Der Thamalakane, nachdem er im Juni und Juli komplett ausgetrocknet gewesen sein soll, hat Maun bereits erreicht. Hier war die diesjährige Flutwelle also schon angekommen. Wie viel Wasser daher noch in das - verglichen mit früheren Reisen - sehr trockene Systhem um Xakanka und Khwai nachdrückt, wage ich nicht einzuschätzen. Die Bootsführer bei der Xakanaka Boating Launch erwarten steigende Pegel.

Liebe Grüße

Alexander
Nambia-Rundreise 2010 Namibia-Südafrika 2012 Namibia-Botswana 2013 Südafrika-Mosambik 2015 Nambia-Botswana 2016
Themenstarter172 Beiträge · seit 201004. Sept. 2016 · #8
Hallo zusammen,

Vielen Dank für die ganzen nützlichen Informationen und Einschätzung der Lage.
Da wir einen Hilux ohne Schnorchel haben möchten wir nichts riskieren, die Folgen von einem abgesoffenen Motor wären wohl fatal für Technik und restlichen Urlaub...
Wir werden am 13.09. das South Gate passieren, und bis dahin werde ich in den Thread auf jeden Fall nochmal reinschauen...
Weitere aktuelle Infos werden also gerne angenommen 🙂

mfg
24 Beiträge · seit 201605. Sept. 2016 · #9
hallo ihr offroadexperten,
ohne dass ich mich vorgestellt habe, möchte ich doch hier eine frage zum thema loswerden:
ist es ohne wasserdurchfahrten (abgesehen von wirklichen 10cm-tiefen pfützen) nicht möglich, im moremi rumzufahren?
weil: übernächste woche sind wir in botswana, 1x diesel ohne schnorchel, 1x benziner mit schnorchel, beide geschätzt max 40cm tauchtiefe...
sollten wir da den moremi besser von unserer strecke streichen?
lieben dank für eure antworten
uwe
Unsere Reise durch Namibia zu Zeiten der Plage: https://www.wuestenschiff.de/phpbb/reiseberichte-f23/wenn-es-corona-gibt-gehen-wir-in-die-wueste-t56038.html
1'455 Beiträge · seit 200605. Sept. 2016 · #10
Hallo Uwe,
40cm? Welcher Fahrzeugtyp? Golf 😉
Die meisten Mietwagen der Hilux-Klasse schaffen 70cm und das ist schon eine ganze Menge.
Ohne Schnorchel.

LG Jens
1'003 Beiträge · seit 200805. Sept. 2016 · #11
Hi,
ich hab's bestimmt schon 10 Mal geschrieben, aber bevor hinterher einer rumquäkt, bitte das Kleingedruckte in den Mietverträgen lesen. Wasserschäden sind nicht versichert / versicherbar. Alle Bergungskosten / Reparaturen zahlt der Mieter selbst. (Im Zweifel einen neuen Motor !!) Snorkel sind als erhöhte Lufansaugung hauptsächlich wegen der geringeren Staubbelastung dort oben dran. Man kann nicht davon ausgehen, dass das dann die Wattiefe auf über einen Meter erhöht. Der Hilux hat die die Lima und weitere elektrische Bauteil im kritischen Bereich. Allein und ohne ausreichend Bergeausrüstung sollte man in unbekannte "Pfützen" nicht reinfahren.

Und - ein Mietwagen ist auch ein Auto, den muss man nicht mutwillig zerstören. Im Moremi GR gibt es ausreichend normal erreichbare Gebiete - und man kann im Zweifelsfalle auch mal zurückfahren, man muss ja nichts schaffen - die Tiere können auch hinter einem sein ... .
Gruss
Christian
2'664 Beiträge · seit 201205. Sept. 2016 · #12
fordfahrer schrieb:Hi,
ich hab's bestimmt schon 10 Mal geschrieben, aber bevor hinterher einer rumquäkt, bitte das Kleingedruckte in den Mietverträgen lesen. Wasserschäden sind nicht versichert / versicherbar. Alle Bergungskosten / Reparaturen zahlt der Mieter selbst. (Im Zweifel einen neuen Motor !!) Snorkel sind als erhöhte Lufansaugung hauptsächlich wegen der geringeren Staubbelastung dort oben dran. Man kann nicht davon ausgehen, dass das dann die Wattiefe auf über einen Meter erhöht. Der Hilux hat die die Lima und weitere elektrische Bauteil im kritischen Bereich. Allein und ohne ausreichend Bergeausrüstung sollte man in unbekannte "Pfützen" nicht reinfahren.

Und - ein Mietwagen ist auch ein Auto, den muss man nicht mutwillig zerstören. Im Moremi GR gibt es ausreichend normal erreichbare Gebiete - und man kann im Zweifelsfalle auch mal zurückfahren, man muss ja nichts schaffen - die Tiere können auch hinter einem sein ... .
Gruss
Christian
Christian hat völlig Recht! Um hier anzuschließen, sollte man ggf. warten bis eines der Ausfahrtfahrzeuge kommt, im ihm in dessen Spur zu folgen. Nur sie kennen die Durchfahrten richtig, und da muß man häufig einen Schlenker im Wasser fahren. Und nicht zu vergessen, daß diese Fahrzeuge normalerweise eine andere Bodenhöhe haben als ein Hilux, also genau die Wassertiefe beobachten wenn sie kreuzen. Diese Fahrzeuge sind immer und überall unterwegs mit Touries, und lieber mal eine Stunde warten als 10.000 Euro zu versenken.

Und wenn man mal nicht weiter kommt, nicht weiter Gas geben und sich einbuddeln, lieber sofort Fuß vom Gas, und rückwärts in der gleichen Spur zurück fahren!

Und sollte man die Tiefe ablaufen wollen, einen Ast abbrechen um die Tiefe vor einem an zu checken, denn man kann auch plötzlich in eine nicht sichtbare Untiefe treten. Wo Spuren von gestern durchführen muß man heute nicht unbedingt durch kommen, denn der Wasserstrom kann sich übernacht ändern. Immer das Alter der Spuren beachten. Ganz frische Spuren folgt an der Ausfahrt auch immer eine Wasserspur.
zuletzt bearbeitet 05. Sept. 2016
890 Beiträge · seit 201605. Sept. 2016 · #13
Hallo Uwe,

wie bereits geschrieben ist der Schnorchel eine erhöhte Luftansaugung um a: weniger Staub einzusaugen und b: auch die Gefahr zu minimieren, dass der Motor Wasser durch den Luftfilter ansaugt. Der Originalansaugkanal sitzt bei den meisten Fahrzeugen im Innenkotflügel auf Höhe der Batterie.
Auch richtig geschrieben, es geht bei der Watttiefe nicht nur um die Luftansaugung. Viele elektronische Bauteile sind über der angegeben Watttiefe verbaut - tiefere Wasserdurchfahrten tauchen die dann unter Wasser und es kann zu Schäden bzw. einer Panne kommen.
Diesel sind generell robuster wenn es nass wird. Diesel ist ein Selbstzünder und benötigt keine Zündkerzen, Zündkabel, Verteiler, Kerzenstecker etc. Der Benziner hat das alles und ist somit empfindlicher gegenüber Wasser.
Wenn du z.B. mit laufendem Kühlventilator ins Wasser eintauchst, kann es passieren, dass dieser dir das Wasser im ganzen Motorraum verteilt und dir deine Zündung lahm legt und du stehen bleibst.
Ein weiterer Punkt, warum man nicht in tieferes Wasser fahren sollte als angegeben. Getriebe, Achsen, Kupplungsglocke etc. haben Entlüftungen in Form von Rohren oder Schläuchen. Bei Überschreiten der Watttiefe kann es passieren, dass Wasser durch diese ins Getriebe, Verteilergetriebe, Achsgetriebe gelangt, welches zu Schäden an diesen Bauteilen führen kann.
Bei übertriebenen Wasserdurchfahrten sollte man deswegen schnellstens alle Öle wechseln. Wasser -Ölgemisch sieht dann aus wie Milchkaffee.

Sollte man im tieferen Wasser stehen bleiben, niemals den Motor abstellen! Sonst kann es passieren, dass die Auspuffanlage mit Wasser voll läuft. Dies hat zur Folge, dass die Kompression beim Startvorgang nicht ausreicht den Motor zu starten und gleichzeitig das Wasser wieder aus dem Auspuff zu drücken. Die Folge: Man benötigt so viele Startvorgänge, dass die Batterie leergesaugt wird.

Meine ganz persönliches Maß zur Wattiefe ist die Oberkante Reifen, da ich schon mächtig Pech bei einer Wasserdurchfahrt hatte.

Ich würde auch empfehlen, wenn ich in tiefsandigem, unbekannten und ggf. Gelände mit Wasser Schlamm bin, die angegeben Fahrzeiten wie sie so rumschwirren ruhig x2 zu nehmen.
Ein Auto zu bergen kann sich gerade bei nicht so viel Erfahrung als "anstrengend" entpuppen.

Gruß

Wenn möglich immer Wasserdurchfahrten verweiden - man findet meist einen anderen Weg.
zuletzt bearbeitet 05. Sept. 2016
1'715 Beiträge · seit 200605. Sept. 2016 · #14
wuevogel schrieb:?.....ist es ohne wasserdurchfahrten (abgesehen von wirklichen 10cm-tiefen pfützen) nicht möglich, im moremi rumzufahren?
weil: übernächste woche sind wir in botswana, 1x diesel ohne schnorchel, 1x benziner mit schnorchel, beide geschätzt max 40cm tauchtiefe...
sollten wir da den moremi besser von unserer strecke streichen?
Kritisch ist im Wasser für Motoren wie beim Menschen, das inhalieren von Flüssigkeit. Beim Motor bedeutet es in der Regel einen Totalschaden, beim Mensch oft auch.
Zudem kann es beim Benziner die Zündung kurzschliessen.

Für die Tauchtiefe ist der Bodenabstand des Luftfilters und beim Benziner zusätzlich, der für die Zündung relevanten Bauteile. Diese ist bei 4x4 deutliche höher als 40cm.
Bei zuschnellem/steilen Eintauchen und bei zu schneller Fahrt kann eine Bugwelle entstehen, welche die maximale Tauchtiefe rapide übersteigen kann.

Das sind aber alles keine Gründe den Moremi auszulassen, man kann alternativ Routen finden um die Risiken zu umgehen.

Gruss
Emanuel
http://africanomads.wordpress.com/ www.nelson2africa.blogspot.com https://europenomads.travel.blog/ YouTube Kanal https://bit.ly/3uEEK59
4'129 Beiträge · seit 200805. Sept. 2016 · #15
Auch frische Spuren, die ins Wasser führen, geben keine Sicherheit!
Hierzu eine kleine Geschichte:
Auf der Suche nach einer brauchbaren Wasserdurchfahrt im östlichen Bereich Khwai North (der allgemeine Level war in dem Jahr recht hoch) führten jedesmal frische Reifenspuren ins Wasser...
das Gelände war jeweils unübersichtlich und ein "Heraus" war nicht erkennbar, da viel zu weit weg/hinter Buschwerk/usw.
nach einer Weile war klar, es war immer dasselbe Profil.
Und auch entdeckten wir ab da immer seine Umkehrspuren...

Wir trafen ihn später.
Ein kleiner Freak, der Spaß dran hatte überall ins Wasser zu fahren, - warum auch immer... 😎 🤪


Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 05. Sept. 2016
51 Beiträge · seit 201305. Sept. 2016 · #16
wuevogel schrieb:hallo ihr offroadexperten,
ohne dass ich mich vorgestellt habe, möchte ich doch hier eine frage zum thema loswerden:
ist es ohne wasserdurchfahrten (abgesehen von wirklichen 10cm-tiefen pfützen) nicht möglich, im moremi rumzufahren?
weil: übernächste woche sind wir in botswana, 1x diesel ohne schnorchel, 1x benziner mit schnorchel, beide geschätzt max 40cm tauchtiefe...
sollten wir da den moremi besser von unserer strecke streichen?
lieben dank für eure antworten
uwe
Lieber Uwe,

Du musst Deine Urlaubsplanungen nicht umstellen: Es gibt in Moremi viele Strecken, die Ende August ohne jegliche Wasserdurchfahrt möglich waren und sicherlich auch jetzt noch, bzw. immer möglich sind. Von South Gate entlang Xini Lagoon, 1rst Bridge und 2cnd Bridge nach 3rd Bridge wirst Du keine Wasserdurchfahrt machen müssen. Ob der Bodumatau Loop als Umfahrung der Tauchfahrt bei 3rd Bridge geeignet ist, kann ich nicht sagen. Wie sind bei der Anreise von Xakanaka, sowie bei unseren Game Drives ingesamt 7 Mal problemlos hindurch gefahren. 4rth Bridge war trocken. Ganz sicher ohne Wasserdurchfahrten wird auch der Mboma Island Loop möglich sein. Es gibt also genug zu erkunden! Bei den jeweilgen Gates nachfragen und problematische Stellen in der aktuellen, detailierten Moremi-Karte von Shell - die auch an den Gates erhältlich ist - notieren, gibt in Verbindung mit den Navi Karten von tracks4africa zusätzliche Sicherheit 😉.

LG

Alexander
Nambia-Rundreise 2010 Namibia-Südafrika 2012 Namibia-Botswana 2013 Südafrika-Mosambik 2015 Nambia-Botswana 2016
24 Beiträge · seit 201605. Sept. 2016 · #17
Hui, so viele antworten, und das innerhalb eines tages!
vielen dank allen, die mir mit ihren aussagen helfen, den moremi nicht ganz auslassen zu müssen.
allerdings noch eine frage an erfahrene:
ist der kühlerventilator nicht auch so ein kritisches teil?
wenn der gerade läuft und dann die wasserwelle abbekommt, das ist doch ne vollbremsung für diesen mit möglichem flügelbruch und dann auch kühlerbeschädigung etc.?
vielen dank nochmals und viele grüße
uwe
Unsere Reise durch Namibia zu Zeiten der Plage: https://www.wuestenschiff.de/phpbb/reiseberichte-f23/wenn-es-corona-gibt-gehen-wir-in-die-wueste-t56038.html
29 Beiträge · seit 201106. Sept. 2016 · #18
Hallo, wir sind gerade zurück. Alles gut für eure Tour. Im Moremi kommt ihr locker durch, die Wasserstelle vor Thirdbridge ist bei langsamer Durchfahrt kein Problem. Also dann, einen schönen Urlaub
257 Beiträge · seit 201614. Sept. 2016 · #19
Ich hoffe ich darf mich hier mal dranhängen:
Wir wollen Mitte November die grobe Route Windhoek - Caprivi - Ihaha - Savuti -Moremi- Maun - Windhoek fahren.
Savuti würden wir etwa am 25.11. erreichen.
Wer hat Erfahrung mit Reisen in der Region und der Jahreszeit : Lässt sich die Strecke Savuti-Moremi ohne Wasserdurchfahrten zu der Zeit bewerkstelligen?


Gesendet von iPhone mit Tapatalk
2'664 Beiträge · seit 201214. Sept. 2016 · #20
Würde Dir vorschlagen, Anfang November noch einmal rund zu fragen, denn keiner weiß ob und wie viel es bis dahin im Bergland von Angola geregnet haben wird. Alles ist abhängig von Zuflüssen aus dieser Region. Alles Andere wäre Ratestunde. Langfristplanungen sind immer riskant, weil Dir niemand eine seriöse Aussage machen kann, zumal die üblichen Jahresrhytmen zur Zeit im südlichen Afrika etwas ausgehebelt sind.