Helle oder dunkle Kleidung gegen Moskitos?

35 Antworten · 18,0k Aufrufe · gestartet 10. Aug. 2016 von Goldmull
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7'296 Beiträge · seit 200612. März 2021 · #21
Urlaubstiger schrieb:Weiße oder naturfarbene Leinen und Baumwoll Hosen eignen sich besonders gut.

Das Problem bei weißen Hosen (Klamotten allgemein) in Afrika ist halt, dass die eine Stunde später meistens nicht mehr wirklich weiß sind. Klamotten in Sandfarbe, Oliv usw. vertragen Staub und Dreck einfach besser bzw. verdecken den etwas.

Was die bevorzugte Klamottenfarbe der Moskitos angeht, wird es wohl ein Prozess der Evolution sein. Wäre ich eine schwarze Stechmücke, würde ich mich auch lieber auf ein schwarzes T-Shirt setzen, wo ich nicht gesehen werde als auf ein weißes, auf dem mich jeder auf zehn Meter Entfernung sehen kann und dann draufhaut.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
321 Beiträge · seit 202112. März 2021 · #22
Es gibt ja Zeitgenossen die gegen Abend die Kleidung wechseln ... z.B. von Khaki auf weiß. Aber oft schafft man es dann doch nicht vor dem Sundowner - und das ist gerade die kritischste Zeit mit den hungrigsten Blutsaugern 🙁
Bereiste Länder: Marokko, Algerien, Tunesien, Niger, Mali, Burkina Faso, Senegal, Gambia, Elfenbeinküste, Ghana, Ägypten, Äthiopien, Kenya, Uganda, Tanzania, Zambia, Zimbabwe, Botswana, Namibia, Südafrika, Lesotho, Eswatini, Oman, Mosambik, Seychelles, Mauritius, La Reunion, Syrien, Thailand, Russland, Brasilien, Argentinien, Norwegen, Finnland, Estland, Lettland, Litauen, Polen, Spanien, Portugal, Frankreich, Italien
7'296 Beiträge · seit 200612. März 2021 · #24
… es werden ja nicht nur Leute gestochen, die bereits Malaria haben und es gibt weit mehr Krankheiten als Malaria, die durch die Mücken übertragen werden.
Gelbfieber, West Nile Fever, Rift Valley Fever, Chikungunya, Dengue, Onchozerkose, Leishmaniosis und noch so ein paar, auf die man gerne verzichten würde.

Gruß
Wolfgang
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582 Beiträge · seit 202112. März 2021 · #25
.....alle Mückenarten benutzen den Lockstoff Kohlendioxid und den Körpergeruch. Es nützt somit nichts, wenn das weiße Hemd nach Schweiß stinkt und die schwarzen Socken ebenso stinken....
Ich wollte den Artikel nur ergänzend einstellen wo dies auch explizit erwähnt ist, die anderen Erkenntnisse zusätzlich und speziell auf die Anophelesmücke.
Und wenn meine eigenen "Ausdünstungen" eben alles begünstigt ist das vollkommen schnuppe was für eine Farbe meine Kleidung hat.
zuletzt bearbeitet 12. März 2021
7'296 Beiträge · seit 200612. März 2021 · #26
Nyanga schrieb:
Und wenn meine eigenen "Ausdünstungen" eben alles begünstigt ist das vollkommen schnuppe was für eine Farbe meine Kleidung hat.

Wenn du neben anderen Menschen sitzt, macht es halt womöglich doch einen Unterschied.
wenn eine Mücke keine Alternative hat, fliegt, sie an, was erreichbar ist.
Sitzt Du in einer Gruppe von fünf Personen, werden manche vielleicht mehr gestochen als andere.
Hockst Du alleine in der Pampa, wirst Du natürlich gestochen, egal was Du trägst.

Gruß
Wolfgang
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6'369 Beiträge · seit 201113. März 2021 · #27
Hoi zämä
Nyanga schrieb:Und wenn meine eigenen "Ausdünstungen" eben alles begünstigt ist das vollkommen schnuppe was für eine Farbe meine Kleidung hat.
Das widerspricht zumindest bei Tsetsefliegen meinen eigenen Erfahrungen!
Ich wurde während aller Reisen weniger gebissen als meine Mitreisenden, ausser an jenem Tag im Herbst 2011 an dem ich ein schwarzes Shirt und eine blaue Hose (oder war die Hose schwarz und das Shirt blau?) an hatte...
An jenem Tag wurde kaum jemand aus der Gruppe gebissen und ich sehr viel.
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
321 Beiträge · seit 202113. März 2021 · #28
Tsetse sind Augentiere und haben praktisch keinen Geruchssinn - ganz anders als Mücken. Tsetse sind strikt tagaktiv, lieben das Sonnenlicht und gehen auf dunkle Objekte weil diese ihren natürlichen "Opfern" ähneln. Warmblüter in tropischen Trockenwäldern und am Waldrand, vor allem Büffel und Impalas. Deshalb vergiften sich Tsete auch leicht an den imprägnierten Fallen und können so z.B. in der unmittelbaren Umgebung von Lodges recht gut unter Kontrolle gebracht werden.
Bereiste Länder: Marokko, Algerien, Tunesien, Niger, Mali, Burkina Faso, Senegal, Gambia, Elfenbeinküste, Ghana, Ägypten, Äthiopien, Kenya, Uganda, Tanzania, Zambia, Zimbabwe, Botswana, Namibia, Südafrika, Lesotho, Eswatini, Oman, Mosambik, Seychelles, Mauritius, La Reunion, Syrien, Thailand, Russland, Brasilien, Argentinien, Norwegen, Finnland, Estland, Lettland, Litauen, Polen, Spanien, Portugal, Frankreich, Italien
zuletzt bearbeitet 13. März 2021
7'296 Beiträge · seit 200613. März 2021 · #29
Lugawe schrieb:Tsetse sind Augentiere und haben praktisch keinen Geruchssinn - ganz anders als Mücken.

Da stimme ich mit Dir überein. Wenn sie aber in der Nähe sind, spielt der Geruchssinn wohl doch noch eine Rolle. Ich habe während einer Radtour mit einer Reisepartnerin eine "Safari" (in Anführungszeichen, weil es in Swahili das Wort "Reise" bedeutet) gemacht. Wir waren zu dritt im Auto, ein Fahrer und wir beide. Wir waren auch farblich etwa gleich gekleidet. Meine Reisepartnerin hatte am Ende keine Stiche. Der Fahrer und ich hatten jedoch zahlreiche Stiche. Ich denke, da kommt der Geruchssinn am Ende dennoch dazu.

Gruß
Wolfgang
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321 Beiträge · seit 202113. März 2021 · #30
Das stimmt schon. Bei intensiven Gerüchen aus kuzer Distanz jedenfalls. Ich sprühe mich bei starker Tsetse-Aktivität mit einem übel riechenden Mückenschutz ein und das hilft eine Weile. Leider nur solange es stinkt 😐 Ins Fahrzeug kommen die Tsetse zwar trotzdem aber sie stechen dann andere Leute 😉
Günstig ist auch, ein anderes (möglichst dunkelgrünes!) Fahrzeug als Flycatcher vorfahren zu lassen - am besten mit Leuten drin, die dunkles Khaki tragen aber doch viel viel blanke Haut zeigen 😛
Der Stechrüssel geht übrigens mühelos durch dünne Socken 😈
Aber wie man auf Swahili sagt - "hamna shida"
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zuletzt bearbeitet 13. März 2021
6'369 Beiträge · seit 201113. März 2021 · #31
Hoi zämä
BikeAfrica schrieb:Meine Reisepartnerin hatte am Ende keine Stiche. Der Fahrer und ich hatten jedoch zahlreiche Stiche.
Wir haben auch schon mehrmals bemerkt dass Tsetsefliegen, im Gegensatz zu Mücken, eher auf Männer los gehen.
OK, ich bin auch schon mal mit einem Paar gereist wo fast ausschliesslich die Frau gebissen wurde, das war aber die einzige Reise wo nicht die Männer mehr gebissen wurden als die Frauen.

Am Besten hilft nach meiner Erfahrung weite, geschlossene Kleidung und richtig dicke Wandersocken, in die die weite Hose gesteckt wird.
Durch die dicken Wandersocken (so rund 8mm dicke Merinowollsocken, die ich von der Everest-Tour übrig hatte) können sie nicht beissen und durch die weite Hose erreichen sie die Haut auch fast nirgends.
Bleibt noch der Kopf, der Hals und die Hände...da sind dann die Füsse der Mitreisenden reizvoller! 😉
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
761 Beiträge · seit 201013. März 2021 · #32
Hallo,

in Bezug auf Moskitos:

ich frage mich so ab und an - warum tragen die Schwarzen meistens so malerische Kleidung?
Weder hell noch dunkel - sondern einfach wunderbar bunt? 🙂

Gruß Doro
~ Africa is a feeling ~
321 Beiträge · seit 202113. März 2021 · #33
1. Nicht nur die Schwarzen - ich z.B. auch gern abends 😎
2. Weil es ihnen gefällt
3. Es gibt auch Schwarze außerhalb von Malariagebieten
4. Unwissenheit
5. Sie haben andere Prioritäten
6. Das fragen mich Touristen auch ständig - was macht der da? Warum hat der so ein buntes Hemd 😗
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zuletzt bearbeitet 13. März 2021
Gast15. März 2021 · #34
Dass Tsetse von dunklen Farben mehr angezogen werden als von hellen, scheint erwiesen. Der praktische Wert dieser Erkenntnis ist aber beschränkt, wenn sie in großen Zahlen auftauchen. Weil es eben nur relativ ist und helle Kleider ja keine absolute Abwehr sind. Das einzige was gegen dicke Schwärme hilft, ist gute „Ganzkörper"-Bekleidung. Wenn „stichfest“, wie das auf Neudeutsch heißt, ist die Farbe dann nebensächlich, auch wenn hell besser ist, weil Vollschutz sowieso unverzichtbar ist. Es hilft nicht wirklich, wenn man „nur“ 15 statt 30 Mal gestochen wurde. Auch 10 x ist zu viel, weil eben unangenehm. Was aber äußerst individuell sein dürfte, ist die Körperreaktion auf Stiche. Schon ein paar Stiche können für manche Leute äußerst unangenehm sein… 20 sind dann urlaubsfreudengefährdend.
zuletzt bearbeitet 15. März 2021
321 Beiträge · seit 202116. März 2021 · #35
Ja, die Reaktionen sind individuell sehr unterschiedlich. Manche geraten regelrecht in Panik allein durch die Sichtung einer (vermeintlichen) Tsetse und zertrümmern Fensterscheiben 😮 Bei mir gibt's eine stark juckende Schwellung, ist aber nach einer halben Stunde wieder weg. Bin sicherlich schon mindestens 300x von Tsetse angebohrt worden - fast immer in TZ. Für Hypochonder und Hysterikerinnen ist Safari in Ostafrika halt völlig ungeeignet.
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7'296 Beiträge · seit 200616. März 2021 · #36
picco schrieb:
Durch die dicken Wandersocken (so rund 8mm dicke Merinowollsocken, die ich von der Everest-Tour übrig hatte) können sie nicht beissen und durch die weite Hose erreichen sie die Haut auch fast nirgends.

… schon bei dem Gedanken an 8 mm dicke Socken bei 35 Grad in geschlossenen Schuhen wird mir ganz anders. Ich bin da lieber in Flip Flops unterwegs und lasse mich ab und zu stechen, auch wenn es unangenehm ist.

Flori schrieb:
in Bezug auf Moskitos:

ich frage mich so ab und an - warum tragen die Schwarzen meistens so malerische Kleidung?
Weder hell noch dunkel - sondern einfach wunderbar bunt? 🙂

Afrikaner sind nicht so anfällig wie Europäer, wenn es um Malaria geht. Sichelzellenanämie ist in Afrika ziemlich verbreitet. Das ist keine schöne Sache, schützt die betroffenen Menschen aber weitgehend vor Malaria.

Lugawe schrieb:Bin sicherlich schon mindestens 300x von Tsetse angebohrt worden - fast immer in TZ. Für Hypochonder und Hysterikerinnen ist Safari in Ostafrika halt völlig ungeeignet.

Man muss weder Hypochonder noch Hysteriker sein. Es reicht ggf. eine Allergie.
Und dann ist es vielleicht egal, ob man in Afrika von einer Tsetsefliege gestochen wird oder in Deutschland von einer Wespe.

Gruß
Wolfgang
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