Foto-Bearbeitungs-Software

51 Antworten · 8'843 Aufrufe · gestartet 01. Aug. 2016 von namibiafieber
Bilder klein
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652 Beiträge · seit 200704. Aug. 2016 · #21
Hallo BerndW,
du sprichst mir aus der Seele. Ich fotografiere nur hobbymäßig.Aber auf RAW verzichten-- niemals. Schon das Thema Himmel. Ein flauer Himmel. Kein JPG Bild kann den Himmel richtig hervorheben. Ich fotografiere immer RAW und JPG. Bei den Fotos die mir gefallen, lösche ich die RAW-Version danach am PC. Und ich muss sagen,dass wenig Fotos durch eine Null-Korrektur laufen. Bei den heutigen Speicherkarten ist die Größe auch kein Problem. Jeder so wie er mag, aber zu behaupten,dass man RAW und JPG. kaum unterscheiden kann, da bin ich dann doch ganz anderer Meinung.
Grüße
Mutsel
235 Beiträge · seit 201604. Aug. 2016 · #22
Ich habe anfangs die Bilder auch mit Canons DPP entwickelt, denn mehr kann das Programm nicht- RAW Bilder entwickeln bzw. Bilder von der Cam importieren. Für die RAW Entwicklung ist eine Stapelbearbeitung möglich, d.h. wurden Bilder unter der gleichen Situation aufgenommen kann man diese nutzen.
Für reine, einfache Bildbearbeitung braucht es weder das - teure- Photoshop noch LR. Es reicht das günstige Photoshop Elements oder das kostenlose GIMP.
Photoshop Elements ist widerum recht umfangreich, da muß man sich erst einpfriemeln.
Ganz einfache Korrekturen bietet auch das ebenfalls kostenlose IrfanView. Aber nur Bildverbesserung, kein Horizont ausrichten u.a. und keine RAW Entwicklung.
Da Du eh DPP dazu hättest, braucht Du auch nicht unbedingt ein RAW Programm dazu, kostenlos gäbe es hier noch RAWTherapee.
Ich selbst arbeite statt mit Lightroom mit DXO- hier habe ich nicht den Abo-Schwachsinn, allerdings istd er Einstieg mit ca 150 € auch nicht günstig und es gibt regelmäßig kostenpflichtige Updates, die dann um die 70 € kosten- muß man ja nicht haben, aber meine Version DxO 10 kann auch Dunst entfernen udn hat eine gute Entrauschsoftware.

Ich persönlich fotografiere ausschließlich RAW , da mir reine JPEGs selten gefallen. Allerdings sortiere ich bereits im Urlaub intensiv vor damit ich nicht unendlich viele Bilder bearbeiten muß.
8'684 Beiträge · seit 201004. Aug. 2016 · #23
camperfan schrieb:Ich habe anfangs die Bilder auch mit Canons DPP entwickelt, denn mehr kann das Programm nicht- RAW Bilder entwickeln bzw. Bilder von der Cam importieren.
😐 ?????

Also ich "arbeite" mit DPP, und das kann wesentlich mehr als nur entwickeln.... Hier mal ein Screenshot (das angezeigte Foto ist eine RAW-Datei im Urzustand) von den zwei Masken (gleichzeitig geöffnet, mach ich aber nicht, wenn ich damit arbeite, ist nur zu Demozwecken) , mit denen ich am meisten meine Bilder "bearbeite" - damit kann man exakt den Horizont ausrichten, Ausschnitte welcher Art auch immer machen, Kontrast, Farbe, Schärfe und und und ändern. Eigentlich will ich die Ferien nutzen, um mal noch die ganzen anderen Möglichkeiten, auch den workflow (sortieren, bewerten, Stapelverarbeitung.....) betreffend kennen zu lernen. Bisher war ich dazu zu ungeduldig.... 😊


DPP3.JPG


Dass es nicht das Highend-Bildbearbeitungsprogramm ist, weiß ich schon - aber heeee, s'koschded nix 😄
Zum Thema RAW: die feinen Bearbeitungsmöglichkeiten hat man bei DPP nur in den RAW-Dateien, die Maske für die JPEGs hat weniger Tools. Bei guten Fotografier-Bedingungen reicht mir JPEG auch, aber manchmal bin ich froh, wenn ich erst noch bissle am Bild schrauben und es danach dann in ein JPEG konvertieren kann. Deshalb knipse ich eigentlich immer in beiden Formaten, bin aber ehrlich gesagt manchmal auch genervt über die Datenmenge....

@ Antje: ich finde deine Vorgehensweise perfekt: erstmal schauen, wie das mit so einer Software prinzipiell läuft und dann überlegen was man will, braucht und bereit ist auszugeben. Ich werd mir Lightroom auch mal anschauen, hab aber meine Zweifel, ob es für meine Zwecke (und dem, was meine Bridge kann) sinnvoll ist. Zumal das Ganze ja auch ein Zeitproblem generiert 🤩

Viel Spaß dann am Wochenende - und ruf mich an, wenn du Fragen zu DPP hast. Wir können uns gerne auch mal zusammensetzen und bissle rumpfriemeln 😄 .

LG Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 04. Aug. 2016
828 Beiträge · seit 201604. Aug. 2016 · #24
mutsel schrieb:Hallo BerndW,
du sprichst mir aus der Seele. Ich fotografiere nur hobbymäßig.Aber auf RAW verzichten-- niemals. Schon das Thema Himmel. Ein flauer Himmel. Kein JPG Bild kann den Himmel richtig hervorheben.

jeder so wie er mag, aber zu behaupten,dass man RAW und JPG. kaum unterscheiden kann, da bin ich dann doch ganz anderer Meinung.
Grüße
Mutsel
RAW hat in ein paar Situationen seine Berechtigung. Die Klassiger der RAW Freaks...Schwarzes Gesicht im Gegenlicht (kann man ein paar Details mehr rauskitzeln joooo... wenn man das unbedingt will) , schwarze Dampflock im Gegenlicht usw. Nur wie oft fotografiert man sowas? Und falls ja, kann man ja schnell auf RAW stellen.

Das ein JPG den Himmel nicht hervorheben kann ist Unsinn. Im Bild unten ist links das JPG und rechts das RAW (NEF). Das Grundbilde ist stark vergrössert 1.8m auf 1.2m, das File unten zeigt einen kleinen Ausschnitt. Beiden habe ich etwas mehr Kontrast und Dynamik gegeben. Im JPG kommt der Himmel sehr natürlich, so wie er etwa ausgesehen hat heute Morgen. Im RAW stimmt der Farbton nicht weil die Kamera ja das File nicht anfasst und bearbeitet. Jetzt kommt ja die grosse Stunde des RAW Fotografen. Er darf an den Farbtemperatur Reglern rumspielen usw... Mir wäre die Zeit zu schade, weil das JPG Bild eigentlich sehr gut eingestellt und völlig ausreichend ist

Das man RAW und JPG kaum unterscheiden kann, war auf Detailtreue und Schärfe bezogen, oder siehst Du einen Unterschied in dieser Plakatvergrösserung?

Und Sorry für das Abdriften vom Thema, aber Ich finde es nicht gut, wenn ein paar Puristen den Normalos aufschwatzen wollen, dass nur mit dem RAW Format gute Bilder gemacht werden können. Und übrigens, in Rio an der Olympiade wird kein Sportfotograf mit RAW fotografieren, die sind alle in der JPEG Schiene und die Bilder sind ja jeweils durchwegs ansehnlich... lg Andreas


dd.JPG
zuletzt bearbeitet 04. Aug. 2016
5'479 Beiträge · seit 200904. Aug. 2016 · #25
Ich fotografiere im jpg-Format. Wenn ich mal etwas nachbearbeiten muss, bediene ich mich bei Phixr. Ist eine kostenlose online-Bildbearbeitung, mit der ich sehr gute Erfahrungen gemacht habe. Wundert mich, dass diese Möglichkeit noch nie genannt wurde. Einschränkend muss ich allerdings sagen, dass sich das Programm nur für Fotobücher oder Bildschirm eignet. Bei allen größeren Abbildungen macht sich die Komprimierung negativ bemerkbar.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
58 Beiträge · seit 201304. Aug. 2016 · #26
@mutsel: ...naja, von digitaler Fotografie null Ahnung, warst du überhaupt schon mal in Namibia? Wenn du deine Kamera korrekt einstellst, brauchst du als Normalo (!) kein RAW. Kann eh nur von Riesenprogrammen wie Photoshop [kostet in etwa soviel wie ein Flug nach Namibia...].oder GIMP (kostenlos) weiterverarbeitet werden, ja ich weiß, es gibt auch andere Möglichkeiten...kostet alles, Schnäppchenjäger werden da eher nicht fündig.
😈 derhans
zuletzt bearbeitet 04. Aug. 2016
652 Beiträge · seit 200704. Aug. 2016 · #27
Hallo derHans,
ich habe noch keins meiner "ordentlichen Bilder" hier eingestellt.Woher willst du wissen,dass ich keine Ahnung habe. Es muss ja auch nur meinen Ansprüchen genügen. Es war nur meine Meinung. Ich war 8x bis jetzt in Namibia und ich finde die Handhabung RAW +Jpg für mich!!!!!! am idealsten. Blauer Himmel das kann jeder, aber aus einem grauen Himmel Struktur herauskitzeln - ich mache es jedenfalls mit den RAW-Fotos. Ganz schön anmaßend und oberflächlich deine Meinung. Der Fragesteller soll sich ja aus den verschiedenen Meinungen die für ihn richtige aussuchen- egal welche.
Man man man - und ich arbeite natürlich mit Photoshop Cs6-trotz Null Ahnung !!!!
Grüße
Mutsel
zuletzt bearbeitet 04. Aug. 2016
795 Beiträge · seit 200704. Aug. 2016 · #28
Hallo Fotofreunde!
Ich kann an unserer Pentax K5 einstellen, dass z.B. jpeg- und raw-Bilder gleichzeitig aufgenommen werden und entscheide mich dann beim Durchsehen zu Hause, welche ich nehme. So erübrigt sich für uns immerhin der Streit vorerst, welche Technik die bessere ist.
Bei überdurchschnittlichen Bildern, die eine raw-Bearbeitung (früher oder später) benötigen oder aller Voraussicht nach dadurch besser werden, kann ich die raw-Version bearbeiten. Allein die Speichergröße und ev. die Geschwindigkeit
bei der Aufnahme geben hier Grenzen vor.
Bearbeiten lassen sich die Bilder mit HDR projects 4 (prof.) vom Franzis-Verlag, der
auch webinare zur Software veranstaltet und weitere kompatible Programme für die raw-Entwicklung hat (Entrauschen,
Color-projects,topaz usw.).Auch können hier mit raw Besonderheiten u. Schwächen der jeweiligen Kamera voreingestellt und ausgeglichen werden, sofern sie im Katalog der Software erfasst ist.

Ich plädiere dafür, dass jeder mit seinen Möglichkeiten glücklich werden soll-egal was er einsetzt.
🙂 Die wahre Schönheit eines Bildes liegt in den Augen des Betrachters! 🙂

liebe Grüße,
Gerd
zuletzt bearbeitet 31. Aug. 2016
1'425 Beiträge · seit 201304. Aug. 2016 · #29
Hi,

mal eine ganz andere Ansicht 😗 :
Ich bearbeite meine Bilder grundsätzlich nicht.
Meine Fotos sind die Momente, die ich eingefangen habe und ich mit meiner Kamera gemacht habe, mit meinen Fähigkeiten und meinem Beherrschen der Kamera. Ich glaube, dass es in den meisten Fällen daran liegt, dass viele User mit den Möglichkeiten ihres Equipments heutzutage schlichtweg überfordert sind und dann eben nachbearbeiten wollen/müssen.
Und wenn der Himmel halt an einem Tag fahl ist, dann ist er so, da muss ich kein Strahleblau draus machen um damit irgend jemanden damit zu beeindrucken und wenn ich zu langsam bin, das Auge des Leos zu zoomen, dann schneide ich das Bild nicht aus und vergrößere es bis ich das Auge formatfüllend, möglichst noch mit dem Gimmick des Fotografens in der Pupille, auf dem Bildschirm habe, sondern nehme es so wie es ist.
Es sind meine Bilder, ich muss nicht durch irgendwelche Verfälschungen vor niemandem damit glänzen. Ich will meine Kamera beherrschen und bin für die Qualität meiner Bilder selbst verantwortlich und brauch und will kein Aufhübschungsprogramm dafür.

LG

Claudia
Unsere Reisen findet man unter: http://clamat.de/
1'412 Beiträge · seit 201304. Aug. 2016 · #30
Kiboko schrieb:Hallo Antje,

ich verwende Coral Paint Shop Pro in einer alten Version (X4).
Inzwischen gibt es X8 für ca. 50 EUR.
....
Gruss Bernd
Hallo Antje,

diese Empfehlung kann ich voll und ganz unterstützen.
Auch ich verwende Paint Shop Pro, allerdings in der Version X8 (aber nur, weils es ein Superdupersonderangebots-Upgrade von der Version X6 war 😉 ).
Ergebnisbeispiele gibt es zuhauf in meinem 2016er Reisebericht.
Die Bilder dort sind übrigens alle als jpegs entstanden, nur die Sternenbilder habe ich als RAWs aufgenommen, da RAWs wie mehrfach erwähnt mehr Spielraum bei der Bearbeitung bieten (bei schwierigen Lichtverhältnissen und Nachtaufnahmen empfehlenswert).
Klar werden "Pixelpeeper", die jedes Pixel einzeln aus 20cm Entfernung betrachten 😉 , bei meinen Bildern Verbesserungspotiential finden. Aber für meine Ansprüche als Hobbyfotograf genügt es, Und für einen gelegentlichen Gewinn bei dem ein oder anderen Fotowettbewerb übrigens auch 😛 .
LG Stefan Die Reise unseres Lebens: Antarktis 2018/19 Unsere Reiseberichte
zuletzt bearbeitet 05. Aug. 2016
58 Beiträge · seit 201305. Aug. 2016 · #31
@mutsel
..."ordentliche Bilder"... wer schreibt dies? Fotografiere doch was und wie du möchtest, nur einen grauen Himmel aufpeppen zu Himmelblau? Wieso? Nochmal: Du hast keine Ahnung von digitaler Fotografie! 😈 ...und jetzt schwärz mich wieder beim Moderator an...
LG derhans
zuletzt bearbeitet 05. Aug. 2016
652 Beiträge · seit 200705. Aug. 2016 · #32
wieder anschwärzen? Oh-hat das schon mal einer gemacht? Soviel Aufmerksamkeit verdienst du nicht.. Ich habe deine anderen Beiträge gelesen.Das sagt mir alles.
Mutsel
828 Beiträge · seit 201605. Aug. 2016 · #33
Clamat schrieb:Hi,

Ich bearbeite meine Bilder grundsätzlich nicht.
Meine Fotos sind die Momente, die ich eingefangen habe und ich mit meiner Kamera gemacht habe, mit meinen Fähigkeiten und meinem Beherrschen der Kamera.

....das ist ein guter Punkt. So war es früher auch. Der Diafilm hielt den Moment fest. Punkt, aus! Waren die Schatten im Gesicht zu dunkel, waren sie es halt. Es brauchte sehr viel Know How und Erfahrung mit der Kamera und den einzelnen Filmmarken / Typen.

Wenn man heute alte analog Bilder in ein Foto Forum stellt kommt immer gleich..."mit welchem Werkzeug oder Filter hast du diese Stimmung hinbekommen.

Das unten ist ein analog Bild auf Kodachrome 200...nur glaubt mir aber fast keiner 🙁


par-15.jpg
191 Beiträge · seit 201606. Aug. 2016 · #34
Ich möchte mich mit einer Anmerkung zu dem Thema melden.
RAW ist für mich i.O, wie aber schon beschrieben ein erheblicher Nachbearbeitungsaufwand.
Wer RAW verwendet sollte an seiner Kamera zumindest die Einstellung RAW und JPG verwenden.
Nach meiner Erfahrung kann ich dann zu 95% die JPG Bilder verwenden.
Einen Aspekt habe ich in der Diskussion aber noch nicht gefunden, bei Bildern mit Action, dies sind nicht nur Sportbilder sonder oft auch Tierbilder mache ich oft zB 10 Bilder pro Sekunde. Dann finde ih sicher den richtigen Moment wo die Flügel optimal getroffen sind oder der Löwe wunderbar gähnt.
Diese Fotos sind mit Raw nicht möglich, die große Datenmenge verhindert solche Serien.
Meine Empfehlung ist JPG und nur in kritischen Lichtverhältnissen RAW +JPG.
Sorry, dass ich den RAW Puristen wiederspreche.
Zur Bearbeitung verwende ich auch nicht LR sonder ACDSee in der Pro Ausführung. Das Programm ist aus meiner Sicht für 99,9 % ausreichend. Nur in sehr seltenen Fällen kommt zusätzlich Adobe Fotoshop zum Einsatz, aber in einer älteren Version. Die Adobe Politik des Monatsabos ist mir einfach zuwider.
LG
Klaus
Carpe diem Hier findest Du mehr zu meinen Aktivitäten: www.kk4you.de - In dem Blog berichte ich zu den Themen: Reisen, mit dem Schwerpunkt Griechenland, Segeln, Outdoor Aktivitäten und den Dingen die mich sonst bewegen.
284 Beiträge · seit 201307. Aug. 2016 · #35
Diese Fotos sind mit Raw nicht möglich, die große Datenmenge verhindert solche Serien.
Diese Aussage ist so definitiv falsch!
Es hängt von der Kamera und den verwendeten Speicherkarten ab. Es gibt Kameras, die das können und solche, die es nicht können. Ich habe solche und solche und es geht bis zu 200 Bilder in Serie.
Auch nicht ganz richtig ist, dass Raw-Fotografie zwingend viel Arbeit macht. Man muß zwar etwas Zeit investieren, um die Bilder zu konvertieren, aber die meisten Konverter können das im Batchbetrieb. D.h. man muss das anstoßen und dann hat der PC zu tun... Man muss ja nicht davor sitzen und warten!
Jpg und Raw muss also nicht unbedingt sein. Dann ist die Geschwindigkeit auch schon nicht mehr so ausgebremst. Ich habe übrigens die Erfahrung mit 10 Bilder/sek und 4 Bilder/sek bei ähnlichen Motiven gemacht, dass Speed da extrem überschätzt wird. Bei einem Chamäleon, das ein Insekt jagd, ist die Ausbeute fast gleich. Was zählt, ist meist der richtige Moment, und den muß man einschätzen. Ebenso wichtig ist eine gute Aufnahmeposition. Notfalls kann man ja auch mal ein Video aufnehmen!
Ich selbst bin auch von Jpg über jpg+Raw zum reinen Raw gekommen und bereue den Zwischenschritt, da ich mir da noch unnötige Arbeit mit der Entscheidung Raw oder Jpg gemacht habe und immer das Problem hatte, dass Jpg und konvertierte raws unterschiedlich aussahen.
Heute importiere ich alle raw-Bilder in Lightroom. Dabei wird eine Grundeinstellung angewendet. Danach folgt der allerwichtigste Schritt: Aussortieren! Nach dem letzten Namibiatrip waren es über 20000 Bilder von 4 Personen. Die zu bearbeiten wäre Wahnsinn und Unsinn zugleich. Nach dem Aussortieren habe ich dann den Rest gesichtet und dabei ein paar kleine Korrekturen (Geraderücken, Ausschnitt, Helligkeit) durchgeführt. Nur bei wenigen Bildern ist dann ernsthafte Nacharbeit wirklich notwendig. Ich bearbeite nahezu jedes Bild, aber ich habe auch Spaß daran - das muss man aber nicht, wenn man eine vernünftige Einstellung für die Konvertierung nutzen.
Aber eines ist klar: Die Reserven, die das Raw-Format bietet, sind enorm und lohnenswert. Vielleicht finde ich am WE noch ein paar Beispiele, die das verdeutlichen.
Viele Grüße
Michael
Meine Reiseberichte: Drei Wochen zu dritt in Namibia ...: https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/283595-drei-wochen-zu-dritt-in-namibia.html Die Hunde sind los! Zu dritt in Botswana 9.2019: https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/298322-die-hunde-sind-los-zu-dritt-in-botswana-9-2019.html Gruppenreise Tansania September 2022: https://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/302189-reisebericht-gruppenreise-tansania-september-2022.html
zuletzt bearbeitet 07. Aug. 2016
284 Beiträge · seit 201307. Aug. 2016 · #36
So, hier sind mal ein paar schnell rausgesuchte Beispiele in der vorher-nachher-Ansicht, von denen ich denke, dass sie in der Nachbearbeitung mit jpg sicher schwer bis gar nicht möglich gewesen wären.
Ich hoffe, man kann in der Verkleinerung noch erkennen, was ich meine.

Nachtrag: Ich habe gerade gesehen, dass ich bei den Screenshots noch die Spitzlicher-Anzeige angeschaltet hatte, also bitte wundert euch nicht, wenn in den Bildern hie rund da etwas rot leuchtet, was nicht rot sein sollte! 😗
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Meine Reiseberichte: Drei Wochen zu dritt in Namibia ...: https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/283595-drei-wochen-zu-dritt-in-namibia.html Die Hunde sind los! Zu dritt in Botswana 9.2019: https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/298322-die-hunde-sind-los-zu-dritt-in-botswana-9-2019.html Gruppenreise Tansania September 2022: https://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/302189-reisebericht-gruppenreise-tansania-september-2022.html
zuletzt bearbeitet 07. Aug. 2016
487 Beiträge · seit 201207. Aug. 2016 · #37
Auch wenn wir wieder von der Software abdriften:
🙂 Die guten Bilder macht immer noch der Fotograf unter Ausnutzung seiner handwerklichen Fähigkeiten und den Möglichkeiten seiner Kamera. Letztendlich begeistert uns immer noch das Motiv. So wie die Aufnahme mit dem Eifelturm, Motiv gut aber die Chemiewölkchen der analogen Dias sind schon etwas matschig, die Ränder nicht scharf, die Grautöne haben wenig Kontrast, Struktur wenig. Ein bearbeitetes RAW könnte das Bild qualitativ deutlich verbessern.
Doch man verschenkt auch mit der Aufnahme von jpegs einfach viele Möglichkeiten.

Für jpegs sprechen nur:
Weniger Speicherplatz nötig.
Bilder sind sofort in jeder Software sichtbar.
Wenig Anforderung an PC und Grafikkarte
Weniger Speicherplatzbedarf bei der Sicherung
Schnellere Serienbildfunktion (dagegen hilft: Profikamera oder schnelles Umschalten)

Bei RAW verhält sich das natürlich umgekehrt. Langsamer, bzw. deutlich schnellere Prozessoren notwenig und vor allem teurer Speicherplatz.

Das menschliche Auge nimmt weit mehr Kontraste wahr, als ein jpeg jemals darstellen kann.

Vorteile von RAW:
100% Rohdaten, nicht nur bei schlechten Lichtverhältnissen und diese lassen sich mit einer guten Software und auch vielen kostenlosen Bildbearbeitungsprogrammen herausarbeiten und verbessern.
Weißabgleich: Die natürlichen Farben können eingestellt werden (jpeg nur bedingt)
Belichtung: bis zu 3 Blendenstufen !!!! Damit lassen sich die oft viel zu dunklen Mitten aufhellen. Jpegs sind bei einer Stufe am Ende. Fast jedes Foto hat, allein durch die Belichtungsmessung, zu dunkle Stellen im Bild. Bei 3 Blendenstufen werden die Flecken eines Wildhundes im Schatten sichtbar. Das Gefieder eines Vogels bei einer Gegenlichtaufnahme wird sichtbar, er ist nicht mehr grau.
Die Krüselpixel, die jpegs komprimiert herausrechnet stellen sich plötzlich als Zeichnung der Haut oder feine Blattspitzen heraus.
Bei jpegs ist das echte Schwarz oft grau (256 Graustufen)
Bei freigestellten Aufnahmen rauscht es im Hintergrund immer etwas schneller.

Das folgende Bild wäre als jpeg nie möglich, der Elefant wäre nur eine schwarze Siluette oder die Sonne ind der Himmel wären komplett ausgerissen. Dabei wurde keine blauer Himmel produziert sondern, dem Eli nur sein Auge zurückgegeben, der Haut ein Ron und eine Zeichnung, die Sonne um zwei Stufen angehoben, nur so kann einem Eli die Sonne aus dem A.... schauen:

20160625-unbenannt-357.jpg


Die Rhinos wären nur grau, große Flächen liegen im Schatten oder die Lichtstimmung wäre hin. (Bitte hier nicht den Aufenthaltsort der Rhinos nennen.)

20160628-unbenannt-191.jpg


Das Vögelchen im Gegenlicht zur Mittagszeit hätte keine Struktur und verschiedene Farben des Gefieders:

20160624-unbenannt-285.jpg


Zurück zur Software: Lightroom mit vielen guten Features; die original Software von Canon ist nicht schlecht und kennt die Kameraformate sicher bestens. Kostenlos gibt es LightZone. Das Lightroom Photoshop Abo im Angebot lohnt sich sicher nur für Vielfotografierer.
www.save-wildlife.org www.sptr.de
zuletzt bearbeitet 07. Aug. 2016
191 Beiträge · seit 201607. Aug. 2016 · #38
mike303 schrieb:
Diese Fotos sind mit Raw nicht möglich, die große Datenmenge verhindert solche Serien.
Diese Aussage ist so definitiv falsch!
Es hängt von der Kamera und den verwendeten Speicherkarten ab. Es gibt Kameras, die das können und solche, die es nicht können. Ich habe solche und solche und es geht bis zu 200 Bilder in Serie.
@Michael
Ich rede von Bildern pro Sek.
Mich würde interessieren mit welcher Kamera Du 10 Bilder/Sek und mehr im RAW Format machst.
Carpe diem Hier findest Du mehr zu meinen Aktivitäten: www.kk4you.de - In dem Blog berichte ich zu den Themen: Reisen, mit dem Schwerpunkt Griechenland, Segeln, Outdoor Aktivitäten und den Dingen die mich sonst bewegen.
828 Beiträge · seit 201607. Aug. 2016 · #39
@Bernd
Das kann man nicht so stehen lassen. Ich war auch über Jahre ein RAW Freak, bis ich angefangen habe parallel RAW/JPG zu fotografieren und zu vergleichen. Dann bin ich irgendwann zum Schluss gekommen, dass Aufwand und Ertrag in mindestens 95% der Fälle nicht stimmen und das JPG genau das gleich Resultat liefert.
Deine Bilder die du hier einstellst mach ich dir auch mit bearbeitetem JPG. Der Vogel ist übrigens nicht im Gegenlicht, der ist schön seitlich ausgeleuchtet, der Schnabel wirf ja Schatten.

Zu behaupten ein JPG würde kein Schwarz bringen stimmt auch nicht so ganz. Von mir aus gesehen hat dieses JPG unten ein gutes Schwarz. Da könnte man jetzt natürlich noch mit dem Rastermikroskop und einem Referenzschwarz eine Versuchsreihe starten. Dann wäre es mit RAW noch möglich das Boot, dass als Silhouette erscheint , um 3 Blenden aufzuhellen. Nur ob dies dem Bild dann gut kommt? Hell/Dunkel ist in der Fotografie ein wichtiges Gestaltungsmittel

....und mit "natürlichen" Farben ist dies auch so eine Sache. Weisst du Zuhause noch wie der Himmel genau ausgesehen hat? Je nachdem wo du bist kann er sehr verschiedene Blautöne haben. Zum Glück, es wäre ja langweilig wenn er immer gleich "natürlich" aussehen würde.

Die Diskussion bringt nicht viel, soll jeder das machen was er für sich am besten findet 🙂 Mir ging es einfach darum zu zeigen, dass in den meisten Fällen eine JPG Bild völlig ausreichend ist...


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Gast07. Aug. 2016 · #40
Hallo,
elotse schrieb:Mich würde interessieren mit welcher Kamera Du 10 Bilder/Sek und mehr im RAW Format machst.
Um mal 2 Mittelklasse-Modelle zu nennen:
http://www.sony.de/electronics/wechselobjektivkameras/ilce-6300-body-kit/specifications
http://www.canon.de/for_home/product_finder/cameras/digital_slr/eos_7d_mark_ii/specification.aspx

Ein Profimodell wie eine D1X II haut Dir auch 14 RAW-Bilder pro Sekunde um die Ohren und hält das für satte 12 Sekunden durch.
http://www.canon.de/for_home/product_finder/cameras/digital_slr/eos_1dx_mark_ii/specifications/

Das scheint aber generell das Problem zu sein: Die, die sich so vehement gegen RAW äußern, haben ein gewisses Informationsdefizit. Es ist völlig OK und auch absolut nachvollziehbar, wenn man für sich selbst zu dem Schluss kommt, dass man wenig Lust auf Nachbearbeitung hat und mit den OOC-JPEGs glücklich ist. Wenn man daraus dann ableitet, das RAW für andere auch keinen Sinn macht, dann hat man RAW nicht verstanden.
Und es nutzt nichts wenn RAW 2000 Grautöne mitnimmt und dein Auge nur 20 erkennen kann.
Ein 14bit RAW kann 2^14 (16384) Farbabstufungen je Farbkanal speichern. Bei JPEG sind es nur 256 (8Bit). Die Sehfähigkeiten sind bei jedem anders ausgeprägt, aber es besteht eine Chance, dass Du je nach Farbraum zumindest in einzelnen Bereichen feinere Nuancen sehen kannst als die 256 Abstufungen pro Farbkanal, die JPEG maximal bietet. Definitiv kann man als Mensch sehr viel intensivere Farben sehen, als sie ein JPEG mit dem Standard sRGB-Farbraum darstellen kann. Die Thematik könnte im Rahmen des technischen Fortschritts bei Displays noch mal sehr relevant werden. Das 10 Jahre alte RAW lässt da noch viele Optionen für die Zukunft offen, das 10 Jahre alte sRGB-JPEG keine. Informationen, die über den sRGB-farbraum hinaus gehen, stecken da nicht drin.
Für normale Bildbearbeitung , Helligkeit, Kontrast, Sättigung usw. anpassen reicht JPEG (Fine / H) völlig aus.
Sowie man die kleinsten Farbmanipulation vornimmt (dazu zählt die Änderung von Kontrast und Helligkeit), ist RAW gnadenlos im Vorteil. Dahinter steckt immer, dass man Tonwertkurven spreizt oder staucht. In dem gespreizten Bereich fehlt dann zwingend Farbauflösung. Das 8bit hat eine Reserve von 0. Ja, das muss nicht bei jedem Bild sichtbar sein. Aber warum kauft man eine teure Qualitäts-Systemkamera, die im Gegensatz zu Kompaktkameras auch RAW kann, wenn man einen Teil der Mehr-Qualität von vornherein wegschmeißt?
RAW macht Sinn, wenn es darum geht sehr grosse Abzüge (Plakate) zu machen
Nein. In der RAW-Datei sind exakt die gleichen Pixel gespeichert, wie in der JPEG-Datei. In der RAW-Datei versteckt sich keine zusätzliche Auflösung. Die Farbtiefe pro Pixel ist nur größer.
Ein Bild so für den normalen Gebrauch einzustellen dauert etwa 15 bis maximal 30 Sek.
Wenn das bei RAW bei Dir viel längert dauert, hast Du eventuell noch nicht den für Dich geeigneten RAW-Workflow gefunden. Man muss mitnichten bei RAW immer einen manuellen Weißabgleich usw. machen. Die von der Kamera geschätzte Farbtemperatur, die die Kamera auch für die kamerainterne Erstellung des JPEGs verwendet hat, steht ebenso wie viele andere Parameter in der RAW-Datei. Ein RAW-Konverter kann diese Informationen als Default verwenden. Im Idealfall sieht man nach dem Öffnen des RAWs exakt das, was man auch nach dem Öffnen des JPEGs sieht. Das Öffnen der Datei dauert ggf. einen Tick länger, weil es rechenaufwändiger als das Öffnen eines JPEGs ist.
Ausser dass das JPEG File 4500 KB hat und das RAW File ein Monster von 25'000 KB ist.
Ja, RAW-Dateien sind wegen der größeren Farbtiefe viel größer. Was genau ist heutzutage das Problem dabei? Selbst wenn man 2000 Fotos aus dem Urlaub mitbringt und pro Bild 30 MB anfallen (ca. 5 MB JPEG plus ca. 25MB RAW), dann ergibt das rund 60 GB. Eine 2TB-Festplatte kostet 80 EUR. Ergibt 2,40 EUR an Speicherkosten. Mit Redundanz 4,80 EUR. Daran wird es angesichts eines tausende Euros teuren Urlaubs wohl nicht scheitern.

Das Parisbild ist nett und ein schönes Beispiel. Der dunkle Bereich im Vordergrund ist komplett abgesoffen. Das kann man gestalterisch so wollen. Mit RAW hätte man die Option das nachträglich aufzuhellen und dabei Zeichnung zu behalten, mit einem JPEG hat man die Option eben nicht.

Beste Grüße

Guido
zuletzt bearbeitet 07. Aug. 2016