Reiserouten-Planung Namibia - BITTE UM TIPPS

11 Antworten · 2'041 Aufrufe · gestartet 02. Juli 2016 von Don Melon
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Themenstarter28 Beiträge · seit 201502. Juli 2016 · #1
Hallo zusammen,

meine Freundin und ich wollen im November zum zweiten Mal nach Namibia. Wir waren im vergangenen Oktober dort und hellauf begeistert. Ein Reiseleiter sagte uns, November seit vom Wetter her noch vertretbar - auch, was Tierbeobachtungen angeht. Beim Zusammenstellen unserer Route brauche ich dringend ein paar Tipps von erfahrenen Namibia-Reisenden. Folgendes wäre unsere Route (Erstentwurf):

31.10.-1.11. Windhoek (nach Flug)
1.11.-2.11. Okonjima (eventuell ein Tag länger)
2.11.-3.11. Zwischenstopp auf Weg Caprivi-Zipfel
3.11-5.11. Caprivi-Zipfel (eventuell ein Tag länger)
5.11.-7.11. Namutoni (5.11. Fahrtag)
7.11.-9.11. Okaukwuejo
9.11-10.11. Omusati Region (eventuell ein Tag länger)
10.11.-12.11. Ugab Terrace Lodge
12.11.-14.11. Solitaire Guest Farm (Sossusvlei?/12.11. Fahrtag)
14.11.-15.11. Namib Rand Hideout Reserve
15.11-16.11. Windhoek

danach 1 Woche Sansibar/Mauritius/Seychellen/Malediven.


Nun meine Fragen: Gibt es generelles Feedback? Gibt es auf unserer Route Sehenswürdigkeiten, die wir unbedingt sehen sollten? Sollten wir in irgendeiner Form umplanen? Hat jemand Erfahrungen, was die unten genannten Inseln angeht?

Ich wäre euch für Hilfe sehr dankbar.
MfG
Don Melon
4'140 Beiträge · seit 200902. Juli 2016 · #2
Hallo Don Melon,
So richtig erschließt sich mir nicht der Abstecher in den Caprivi (heißt jetzt Sambesia).
Du hast dafür 3 Tage vorgesehen. Was hast du dir denn vorgestellt dort anzusehen? Angenommen, du fährst über Rundu bis Bagani und zurück, dann sind die 3 Tage verbraucht. Ich würde mindestens einen Abstecher in den Mahango-Park machen (2 Tage) weiter an den Kwando (2 Tage) fahren und auf dem Rückweg noch mal bei Rundu einen Stopp einlegen. Sind mindestens 5 Tage!
Namutoni würde ich auch gegen Halali tauschen (bessere Unterkunft und besseres Wasserloch bei Nacht oder einmal vor dem Park (Onguma) und dann nach Halali.
Insgesamt: Ich würde nicht Sossusvlei mit Caprivi kombinieren. Das ist viel zu viel Fahrerei. Entweder die südliche Route oder den Caprivi, dann kannst du das Ganze entspannter angehen.
Zu den Inseln: Man kombiniert die doch eher mit einem Tansania-Aufenthalt!? Sansibar hat mir im Übrigen nicht besonders gefallen, insbesondere weil heuer enorme Straßenbaumaßnahmen durchgeführt wurden, Die Seychellen sind wohl eher eine Frage des Geldbeutels.
Ich würde die "Inselwoche" an Namibia anhängen, dann kannsst du deine Reise in Ruhe genießen und einen vernünftigen Plan aufstellen.
Gruß:
Burschi
21x Namibia, 6x Botswana, 6x Südafrika, 4x Simbabwe, 2x Sambia, 1x Tansania, 2x Kenia, 1x Mauritius, 1x Sansibar
41 Beiträge · seit 201302. Juli 2016 · #3
Hallo Don Melon,

Ich bin auch der Meinung, daß die Tour nicht so wirklich gut funktioniert. Du willst irgendwie zu viel auf einmal. Was habt ihr denn bei Eurer letzten Tour im Oktober alles gesehen?
Wir waren im Dezember/Januar mal auf der Süd-Tour unterwegs (Windhoek-KTP-Aus-Sossusvlei-Swakopmund) Waren glaub ich starke 2 Wochen und noch einigermaßen entspannt.
Caprivi bzw. Sambesi würde ich eher mit einer Botswana-Schleife verbinden. Ist aber vierlleicht von der Jahreszeit eher schwierig. Mit welchem Fahrzeug seid ihr unterwegs? Camping oder Lodge?

Gruß Christian
7'267 Beiträge · seit 200602. Juli 2016 · #4
Hallo Don Melon,

Auch ich finde die Route etwas unglücklich. Das was Du für den Caprivi-Zipfel einrechnest, reicht gerade um Divundu (z.B. Mahango NP) zu besuchen. Das ist aber nur ein kleiner Teil. Spannend wird es erst, wenn Du weiter fährst. In der Jahreszeit ist z.B. das Buffalo Gebiet aber auch alles im Ost-Caprivi super. Wenn Du den Capriv wirklich machen willst, brauchst Du dazu ca. eine Woche. Das ist genau die Zeit die Ihr für den Badeurlaub noch geplant habt. Ich würde deshalb etwas streichen (Caprivi, Sossusvlei oder Insel). Ich persönlich würde die Insel streichen. Diese macht die Reise deutlich komplizierter und auch teurer.

Herzliche Grüsse
Chrigu
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Themenstarter28 Beiträge · seit 201502. Juli 2016 · #5
Hallo,

zunächst einmal danke für eure Antworten, die uns sehr helfen.

Für den Hintergrund: Vergangenes Jahr waren wir 2 Wochen dort und hatten folgende Route: Windhoek-Okonjima-Etosha (5 Tage)-Swakopmund-Sossosvlei-Solitaire-Namib Rand-Windhoek. Im Etosha haben wir übrigens sehr viele Tiere gesehen (Löwen, Elefanten, Giraffen, Gepard - quasi alles), Halali hatte uns aber am wenigsten gefallen.

Wir wollen auf jeden Fall eine Woche am Meer dran hängen (letztes Jahr Südafrika, war nicht so der Hit), um zu entspannen. Wir hatten durchaus letztes Jahr auch ein, zwei Tage, an denen wir sehr lange gefahren sind (10 Stunden), ich kann euch aber folgen, dass unsere derzeitige Planung etwas viel ist. Wir würden das Ganze dann sicher entzerren. Unser Auto wäre ein Toyota Hilux 4x4, wir würden (aus Kostengründen) wie letztes Jahr teils zelten, teils in Lodges übernachten.

Lohnt sich denn der Caprivi-Zipfel? Uns gefällt vor allem unberührte Natur, fernab von Touristenströmen (die in Namibia ja ohnehin nicht sehr ausgeprägt sind).

PS. Was die Inseln und Preise angeht - wir sind genügsam, brauchen keinen Luxus. Ein preiswerter Bungalow reicht uns und die scheinen selbst auf den Seychellen zu unserer Überraschung sehr günstig zu sein.
zuletzt bearbeitet 02. Juli 2016
Themenstarter28 Beiträge · seit 201502. Juli 2016 · #6
UPDATE: Haben uns nochmal beraten und werfen den südlichen Teil raus.
Das heißt:
- Windhoek (1 Nacht nach Flug)
- Okonjima (1 Nacht/hat uns letztes Jahr sehr gefallen)
- Caprivi (5-7 Tage/inkl. Fahrt + Zwischenstopps)
- Etosha (4 Tage)
- Kaokoveld (2 Tage)
- Ugab Terrace Lodge (2 Tage/fanden wir auch sehr schön)
> Windhoek
> Seychellen (1 Woche)

Was haltet ihr davon?
33,1k Beiträge · seit 200602. Juli 2016 · #7
Hallo Don Melon,
Lohnt sich denn der Caprivi-Zipfel?
absolut! Es ist für mich mit der schönste Teil Namibias - da eben Namibia-"untypisch" (feucht, Flüsse etc). Zudem ist es eine prima Alternative zum überteuerten Botswana (Chobe, Moremi). Ihr solltet Euch aber mindestens eine Woche für den Zipfel Zeit nehmen.

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
7'267 Beiträge · seit 200602. Juli 2016 · #8
Don Melon schrieb:
Lohnt sich denn der Caprivi-Zipfel? Uns gefällt vor allem unberührte Natur, fernab von Touristenströmen (die in Namibia ja ohnehin nicht sehr ausgeprägt sind).
Ja. Unbedingt. Schaut Euch die Buffalo Core Area bei Divundu, das Gebiet vom Horseshoe (Nambwa) und Nkasa Rupara an (z.B. Livingstone Camp, die Nkasa Rupara Lodge oder das Jackalberry Camp) an. Das ist richtig schön und viel Wilder als Ihr das von der Etosha her kennt. Es ist sehr viel ähnlicher zu Botswana als zum restlichen Namibia. Aber im Gegensatz zu Botswana viel günstiger und unkomplizierter.

057.jpg

Rappenantilopen in der Buffalo Core Area

Herzliche Grüsse
Chrigu
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349 Beiträge · seit 200602. Juli 2016 · #9
Meiner Meinung nach lohnt sich der Caprivi auch unbedingt!!! Ist zwar schon etwas länger her, aber in unserem letzten Namibia/Botswana-Urlaub hat die meisten Eindrücke der Mamili-Park hinterlassen, gerade weil er so fern der Touristenströme ist. Hab mich dort gefühlt wie in einem vollkommen unberührten Ur-Afrika, paradiesisch...
www.daniel-gutmann.de
Themenstarter28 Beiträge · seit 201503. Juli 2016 · #10
Nochmal herzlichen Dank für eure Tipps, die uns - wie gesagt - sehr helfen!
Das zeitliche Gerüst unsere Reise steht nun, Flüge sind gebucht.

Derzeit recherchieren wir zum Thema Caprivi, hier habt ihr ja auch schon einige Ratschläge gegeben. Nun sind wir trotzdem etwas unsicher, ob wir den Mahango NP, Bwabwata NP, Mudumu NP oder Mimili NP (oder alle?) besuchen sollen? Könnt ihr die näher beschreiben: Wie viel ist dort touristisch los? (Mimili ja anscheinend wenig). Welche Tiere kann man dort sehen (auch Raubkatzen)? Wie viel Zeit sollten wir für die einzelnen Parks einplanen? Und: Benötigen wir bei allen vorab Permits/Vouchers etc. oder geht das spontan?

Ich recherchiere parallel weiter im Internet, aber das ist einfach sehr viel (schöne) Arbeit 😉
33,1k Beiträge · seit 200603. Juli 2016 · #11
Hallo Don Melon,

ich würde minimum 2 Tage Bwabwata machen (Westen; Buffalo Core Area), 2 Tage Mamili/Nkasa Lupala und 2 Tage am Chobe (z.B. Camp Chobe). Touristisch ist da insgesamt wenig los (also was andere Reisende, nicht aber was Infrastruktur wie Auswahl an Unterkünften angeht.). Raubkatzen (v.a. Löwen) seht ihr eher in Etosha. Im Nordosten ist es mehr die FLusslandschaft mit vielen Elefanten, Antilopen (Arten, die man sonst in Namibia kaum/gar nicht sehen kann(, Krokodilen, Flusspferden usw.

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
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Themenstarter28 Beiträge · seit 201503. Juli 2016 · #12
okay, vielen Dank.
Noch eine Frage zum Kaokoveld: Wir würden diese Region, wie oben beschrieben, gerne für 2-3 Tage mitnehmen, daher bietet sich zeitlich für uns eher der südliche Teil an, weil wir zuvor im Westen des Etosha sind. Welche Region im Kaokoveld findet ihr besonders reizvoll? Welche Ziele/"Sehenswürdigkeiten" gibt es dort?