SWSw79Themenstarter7 Beiträge · seit 201619. Mai 2016 · #1Hallo Leute,
Ich bin dieses Jahr im Juli/August mal wieder in Namibia und habe bis jetzt entweder im LKW oder im normalen Pkw da Land bereist, aber immer in der Gruppe. Dieses Mal habe ich wegen Kind (Baby) und Freundin ein Wohnmobil bei Maui gebucht. Gibt's hier Erfahrungsberichte, was ihr irgendwo auf der pad gemacht habt, wenn ihr einen Platten hattet? Einen Reifen habe ich, denke ich, als extra dabei. Sollte ich mir in wdh denoch einen Kompressor kaufen, weil ich bei der Übernahme des Autos ja nicht prüfen kann, ob das Reserverad richtig aufgepumpt ist.
Wäre froh über jegliche Tipps.
Stefan
Swakop19522'664 Beiträge · seit 201219. Mai 2016 · #2Ein kleiner Kompressor kann niemals schaden, auch nicht ein Reparatursatz für schlauchlose Reifen.
Wäre angebracht wenn man keinen zweiter Reservereifen dabei hat.
Die zwei Reifenlecks der vergangenen Jahre habe ich in eingebautem Zustand geflickt. Geht schneller als ein Radwechsel.
Dauert ein paar Minuten, und da ist ein kleiner Kompressor mehr als handlich.
Ich würde mir den Kompressor mitnehmen, ist eh alles Made in China. Hier wie dort.
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200619. Mai 2016 · #3Hallo Stefan,
Prüfe den Luftdruck des Reifens doch einfach an der nächstbesten Tankstelle und wenn Du nicht sicher bist, ob der Reifen die Luft hält und man ihn extra vorher aufgepumpt hat, dann eben ein paar Tage später nochmal.
Das sollte man auch in Deutschland hin und wieder tun. Wenn man zehn Jahre lang 'nen Ersatzreifen rumkarrt und dann endlich mal braucht, ist es in Namibia wie hierzulande blöd, wenn der ebenfalls platt ist.
Und was ich in Namibia bei platten Reifen gemacht habe, war das gleiche, was ich letztes Jahr hierzulande getan habe, als ich mir einen Nagel reingefahren habe. Ich habe den Reifen halt gewechselt. Musste ich auch einmal in Etosha machen. Da muss man halt ein bisschen mehr drauf achten, dass gerade keine Katzen in der Nähe sind. Normalerweise mögen die ja kein "Dosenfutter", aber ich kann mir durchaus vorstellen, dass die sich auch an "Essen auf Rädern" gewöhnen könnten.
Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
piscator1'483 Beiträge · seit 200924. Mai 2016 · #4Hallo Stefan,
vorher würde ich nachfragen, ob ein Kompressor an Bord ist. Bei uns ( Hilux) hat der Vermieter immer einen drin. U.U. legt er dir auch einen hinein, wenn du ihn darum bittest.
Gruß Piscator
carl1'287 Beiträge · seit 200825. Mai 2016 · #5Hallo,
ich würde mir bei der Übernahme neben dem Ersatzrad auch das passende Werkzeug anschauen und auch mal probieren. Also Wagenheber (hier nachfragen, wo der angesetzt wird) und Radkreuz. Für letzteres ist eine Verlängerung in Form eines Rohres zur Verstärkung der Hebelwirkung auch nicht verkehrt. Je nachdem wie lang das zu wechselnde Rad schon am Fahrzeug ist und wie brachial die Radmuttern festgezogen wurden, kann der Standardhebel eines Radkreuzes u.U. zu kurz sein.
Ein Manometer kann auch nicht schaden, um den Reifendruck ab und an zu kontrollieren.
Gruß
Carl
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KoiAhnung131 Beiträge · seit 201525. Mai 2016 · #6Sw79 schrieb:Hallo Leute,
Wäre froh über jegliche Tipps.
Stefan
Folgendes sollte doch seitens des Vermieters im KFZ sein:
1. Wagenheber
2. Radmutternschlüssel
3. Kompressor (wie willst du sonst nach einer Sandfahrt die Reifen wieder aufpumpen?)
4. Reserverad (klar kannste das bei der Übergabe prüfen, die haben schon auch Luftdruckmesser! ausserdem ist einer am Kompressor dran)
Einfach nachfragen und darum bitten, UND vor ALLEM bei der Übergabe ausprobieren.
Radmuttern selbst lösen und wieder festziehen schadet auch nicht.
Ich habe das letze Mal alles bekommen, ABER nicht gecheckt ob für das am Heck montierte Reserverad
der Radmutternschlüssel paßt! Paßte NICHT, andere Größe! Supi!
LEleserGast25. Mai 2016 · #7Guten Abend, es wurde schon viel Wichtiges erwähnt, auf eines will ich noch hinweisen, nämlich eine gute Sicherung gegen Wegrollen oder Kippen. Neben Keilen, Steinen odgl. gehört auch die Kenntnis der Ansetzpunkte (Carl) und Hausverstand für die Berücksichtigung der Fahrbahnneigung dazu. Ich habe über die Jahre einige selbstmörderische Aktionen bei Radwechsel oder Unterbodenaktionen beobachtet und wurde nur angepflaumt, als ich auf die Gefahr aufmerksam machen wollte.
Grüße
SWSw79Themenstarter7 Beiträge · seit 201625. Mai 2016 · #8Besten Dank für die zahlreichen Tipps. Vieles konnte ich mir schon denken, aber es tut gut, dazu echte Erfahrungen zu hören/lesen. Hat von euch jemand auch mal dieses Spray ausprobiert, dass als Schaum dann im Reifen fest wird? Bzw.taugt das was? Wenn ja würde ich mir in Deutschland 2 solche Flaschen mitnehmen oder gibts die in Windhoek auch irgendwo?
heuchef911 Beiträge · seit 200725. Mai 2016 · #9Hallo Sw79,
Bedenke, dass unter Druck stehende Behälter nur mit viel Glück die Sicherheitskontrolle passieren dürften, wahrscheinlich.nie. Wir mussten schon den Koffer wieder öffnen wegen eines Sturmfeuerzeugs ( die mit der kleinen Stichflamme).
Ich denke (aber weiß nicht) dass es sowas für die Reifen bei Cymot in Windhoek gibt.
Erfahrung habe ich damit nicht.
Grüße
Helg
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200626. Mai 2016 · #10heuchef schrieb:
Bedenke, dass unter Druck stehende Behälter nur mit viel Glück die Sicherheitskontrolle passieren dürften, wahrscheinlich.nie.
... und wenn nicht, gibts wahrscheinlich Ärger.
Solche Dinge sind ja in den Beförderungsbedingungen extra aufgeführt als nicht zulässige Gegenstände.
Gruß
Wolfgang
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buma831 Beiträge · seit 200926. Mai 2016 · #11Hallo,
das zitierte Spray gibt es bei Cymot und anderen hardware shops zu kaufen. Wir haben es ausprobiert und es funktioniert! Habe aber keine Idee, was es langfristig im Reifen bewirkt.
Das Wichtigste, was wir nach unserer letzten Reise NamBotZim gelernt haben ist, dass die kleinen Hütchen auf den Ventilen sehr wichtig sind. Wir hatten nur eines und an drei Reifen hatten wir mehrmals morgens keine Luft mehr drauf, weil sich Sand in die Ventile gesetzt hatte.
LG
Marga
KoiAhnung131 Beiträge · seit 201526. Mai 2016 · #12Sw79 schrieb:Hat von euch jemand auch mal dieses Spray ausprobiert, dass als Schaum dann im Reifen fest wird? Bzw.taugt das was? Wenn ja würde ich mir in Deutschland 2 solche Flaschen mitnehmen oder gibts die in Windhoek auch irgendwo?
Vergiss den SCHEISS! (selbst probiert, bei sehr kleinen Löchern kann es funktionieren und beim Fahrrad oder Moped ok!)
Wenn dann so etwas mitnehmen! Ist auch im Flieger kein Problem, zumindest im aufgegebenen Gepäck, Handgepäck hab ich nicht probiert!
Damit repariere ich selbst Unimogreifen, wenn, ja wenn, die nicht aufgeschlitzt sind! (Dann hilft nur noch nähen und Schlauch einziehen! 😛 )
Aber mal eine andere Frage. Was für ein Wohnmobil mietest du überhaupt und welche Route planst du?
Nur ein Beispiel:
Wenn du z.B. die Pad D707 fahren möchtest mußt du mit Sandpassagen rechnen. Für einen Hilux easy nur mit Heckantrieb fahrbar.
Ein normaler PKW (eher noch der ungeübte Fahrer) kommt da aber eventuell an seine Grenzen,
respektive es geht mit Schwung und Luft ablassen. Danach benötigst du also so wie so einen Kompressor, oder "vertraust" auf andere Reisende die dich z.B. mit dem obig erwähnten Hilux rausziehen. WER HAT EIN SEIL schallt es dann durch die Wüste! 😛
Der "Zustand" nicht nur der D707 kann enorm variieren. Die Halbwertszeit von "Straßenzustandsmeldungen" in Afrika ist generell nicht wirklich nennenswert!
Swakop19522'664 Beiträge · seit 201227. Mai 2016 · #13Ehrlich gesagt halte ich rein garnichts von dem Spray. Auch wenn es Dir weiter helfen mag, kannst Du meistens hinterher den Reifen und oftmals die Felge auch wegwerfen. Das war der erste Müll den ich ensorgt habe bei meinem Modell der Sternapotheke.
Normalerweise hast Du einen Reservereifen, den setzt man drauf und läßt bei nächster Möglichkeit den Reifen reparieren. Nur sind in NAM bei Touristen meistens die Reifen völlig kaputtgefahren bis sie merken, daß sie eine Panne haben. Und dann hilft Dir das Spray eh nichts mehr.
Viel sinnvoller ist es sich einen kleinen Luftkompressor und ein Reifenreparaturset für schlauchlose Reifen (tubeless tyres) zu kaufen, und sich schon zuhause zu informieren, wie man einen schlauchlosen Reifen selbst repariert. Das ist kein Hexenwerk, normalerweise repariere ich die Reifen eingebaut und pumpe sie wieder auf. Diese Reparatursets gibt es von TipTop, von Würth etc. in Europa zu kaufen. Und auch in Namibia bei Cymot, TipTop, Würth, die auch vor Ort Niederlassungen haben.