KAkaziThemenstarter39 Beiträge · seit 201316. Mai 2016 · #1Hallo zusammen,
wir, d.h. meine Frau und ich (beide 65) wollten eigentlich bereits 2013 nach Namibia, doch familiäre Umstände haben dies verhindert. Jetzt ist aber geplant, diese Reise im Herbst 2017 nachzuholen. Ich habe deshalb in den letzten Wochen viel im Forum und verschiedenen Reiseberichten gelesen und habe uns jetzt eine Route zusammengestellt, so dass wir buchen können, wenn das Buchungsfenster aufgeht. Reisen wollen wir mit einem Bushcamper. Der Schwerpunkt der Reise liegt natürtlich in der Natur- und Tierbeobachtung. Wir fotografieren/filmen gerne und intensiv. Da wir zu der Zeit beide pensioniert sind haben wir keine Hektik und wollen/können uns Zeit lassen. Deshalb ist eine vierwöchige Reise zusammengekommen die ich nachfolgend zur Diskussion stellen will:
Tag
1 Windhoek; Pension Steiner; Autoübernahme, Stadtrundfahrt
2 Bagatelle Campsite; Einkaufen, Fahrt nach Bagatelle, Cheetahfütterung, Sundowner
3 Bagatelle Campsite; Wandern, relaxen
4 Trias Berge; Koiimasis; Fahrt nach Koiimasis, unterwegs Köcherbäume, einkaufen
5 Trias Berge; Koiimasis; Farmrundfahrt, Wandern
6 Sesriem; Desert Camp; Fahrt nach Sesriem, Düne 45 im Abendlicht
7 Sesriem; Desert Camp; Sossusvlei, Sesriem Canyon
8 Swakopmund; Meike's Guesthouse; Fahrt nach Swakopmund
Umweg über Gobabeb?
9 Swakopmund; Meike's Guesthouse; Little Five + Welwitscha Drive
10 Swakopmund; Meike's Guesthouse; Sandwich Haber + Bootstoour
11 Spitzkoppe; Campsite; Fahrt über Cape Cross nach Spitzkoppe
12 Spitzkoppe; Campsite; Wandern
13 Ameib; Campsite; Bully Party und Phillips Cave
14 Palmwag; Campsite; Fahrt über Twyfelfontein
15 Palmwag; Campsite; Game Drive zu den Wüstenelephanten, Lebendes Museum der Damara(?)
16 Camp Aussicht; Campsite; Fahrt zu Camp Aussicht
17 Camp Aussicht; Campsite; Fahrt zu den Himba, Minenbesuch
18 Dolomit Camp; Chalet; Fahrt über Opuwo zum Galton Gate und weiter nach Dolomite
19 Dolomit Camp ; Chalet; Game Drive zu Wasserlöchern
20 Okaukuejo; Campsite; Fahrt nach O. und Game Drive
21 Okaukuejo; Campsite; Game Drive
22 Onguma; Campsite; Fahrt entlang der Ethosha
23 Onguma; Campsite; Game Drive
24 Waterberg Wilderness Lodge; Fahrt zum Waterberg über Tsumeb zum Hoba Meteoriten
25 Waterberg Wilderness Lodge; Game Drive, Wandern
26 Erindi; Campsite; Fahrt nach Eringi
27 Erindi; Campsite; Game Drive, Wandern, Relaxen
28 Imanuel Wilderness Lodge; Auto richten, packen, relaxen
29 Windhoek; Rückflug; Auto abgeben, Craft Center, Transfer zum Flughafen
Was würdet Ihr an dieser Route ändern? Kommt eine wichtige Location unterwegs zu kurz? Oder kann man irgendwo kürzen?
Ist die Strecke Bagatelle - Koiimasis am Stück schaffbar oder muss die Strecke geteilt werden?
Ist die Strecke Sesriem Swakopmund an einem Tag zu schaffen wenn wir den Umweg über Gobabeb machen? Wenn nein, wo kann man da übernachten?
Gibt es zur Waterberg Wilderness Lodge eine sinnvolle Alternative mit Campsite?
Wir wollen möglichst Wüstenelefanten sehen. Ist da Palmwag oder die Khowarib Lodge der bessere Ausgang?
Das soll's mal für den Anfang sein. Weitere Fragen fallen mir sicherlich noch ein. Die Vorfreude ist jedenfalls riesengroß.
Grüße
Karl
Hanne6'152 Beiträge · seit 200616. Mai 2016 · #2hallo Karl,
ich persönlich finde an der Route muss man nichts mehr ändern, sie ist sehr gut geplant und auch die Strecken sind lokker zu schaffen.
Zu der Strecke Sesriem über Gobabeb nach Swakopmund kann ich nichts sagen, die bin ich noch nicht gefahren, aber sicher melden
sich da einige Fomis. Melde Dich für die Himbafahrt von Camp Aussicht bitte vorher von zuhause schon bei Marius an, denn das ist
eine Tagestour und er muss planen. Ich würde beim Dolomit Camp nicht ein Chalet buchen, das Essen ist dort wirklich nicht der
Brüller - sondern buche die Campsite Olifantrus , geniesse den Blick aufs Wasserloch und grille selber, da hast Du mehr davon.
Nicht alle Chalets haben Blick aufs Wasserloch.
Die Strecke Bagatelle nach Koiimasis da gibt es 2 Möglichkeiten
a>) Maltahöhe, Helmeringhausen, dann rechts in die D 707 oder aber
b) Maltahöhe bis zur D 824, dann D 826 bis Betta, dann 24 km bis zum Abzweig in die D 707 in Betta kannst Du nochmals tanken.
Schau mal bei google maps nach, wegen der km und Zeitangabe.
Alternativ zur Waterberg Wildlerness Campsite wäre Okonjima Campsite und dort die angebotenen Aktivitäten buchen, ich finde
Okonjima immer einen Besuch wert. Ob Palmwag oder Khowarib wegen Wüstenelefanten, man das vorher wüsste , drück Dir
mal die Daumen, dass welche da sind, da ist es eigentlich immer besser, eine Tour zu buchen, denn die Guides wissen in der Regel
wo welche sind, kläre das aber vorher ab, denn es passiert schon mal, dass man dann dort ist und keine Tour stattfindet.
Wünsche Dir noch einen schönen Pfingstmontag
liebe Grüsse
Hanne
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland
chamäleon20112'497 Beiträge · seit 201116. Mai 2016 · #3Hallo Karl,
schöne Tour mit schön viel Zeit, ein paar Sachen passen aber nicht so richtig. Bagatelle ist sehr schön, Koimasis kennen wir nicht, soll aber auch toll sein, der Weg von Bagatelle nach Koimasis sollte gehen, Sossusvlei ist ein Muss. Die Fahrt nach Swakopmund über Goabeb kennen wir nicht, vor kurzem hat aber jemand geschrieben, es lohne sich nicht. Wir werden den Weg über die Wasserlöcher Ganab und Hotsas nehmen, den uns mehrere Fomis empfohlen haben.
Von Swakopmund zur Spitzkoppe via Cape Cross ist ein ziemlicher Umweg und ob der lohnt, da scheiden sich die Geister. Ich würde sagen, er lohnt nicht, wenn Ihr drei Tage in Swakopmund seid, macht Ihr sicher eine Bootstour und werdet da auch viele Robben sehen.
Dann wollt Ihr zur Spitzkoppe und zur Ameib Ranch. Ich würde nur zu Ameib fahren und dort zwei Tage bleiben, die beiden Unterkünfte liegen nicht weit auseinander. Von Ameib nach Palmwag ist nämlich recht weit, da unterwegs noch Tweifelfontein einzuschieben ohne Übernachtung, grenzt an Stress. Ich würde nach Ameib lieber noch in der Gegend um Tweifelfontein was einschieben und dann auch das Living Museum anschauen, denn von Palmwag da wieder runter zu fahren, macht gar keinen Sinn.
Wir haben von Palmwag aus einen geführten Gamedrive in die Concession gemacht und auch Wüstenelefanten gesehen. Wenn Du sie unbedingt im Hoanib sehen willst, ist Khowarib besser. Wir kennen beides, bei beiden sind die Tiere nicht festgetakkert und ein bisschen Glück gehört dazu. Wir hatten es beide Male und beide Trips waren sehr schön.
Anstelle des Dolomite Camps würde ich mal über die Campsite Olifantsrus nachdenken, hat uns ganz gut gefallen, ist auch im Westen und hat ein tolles Wasserloch.
Am Waterberg waren wir auf der Campsite des Waterberg Camps, Duschen und Toiletten ok, teils Rasen, bei uns nicht voll, Paviane und Zebramangusten und viele Vögel am Platz. Man kann von dort aus direkt mehrere Wanderungen starten. Es gibt sicher schönere Plätze, für uns war er in Ordnung und wir würden wieder hingehen.
Viele Grüße
Karin
Da ist Hanne mir zuvorgekommen, aber vieles deckt sich ja. Okonjima ist toll, aber halt was ganz anderes als der Waterberg. Wir mögen beides. Ich würde wahrscheinlich zum Waterberg und dann anstatt Erindi nach Okonjima. Aber alles im Leben ist ja Geschmackssache.
Würde sollte niemals ein Konjunktiv sein.
Namibia 2016: Infos zu Auto+Camps+die "Jahrhundertsichtung"
Namibia 2015: Namibia - Mein Seelenland
Namibia und Botswana 2014: Überraschungstour Namibia und Botswana mit Guide
Namibia 2013: Drei Heidjer in Namibia - Guck mal, Elefanten!
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200616. Mai 2016 · #4chamäleon2011 schrieb:
Von Swakopmund zur Spitzkoppe via Cape Cross ist ein ziemlicher Umweg und ob der lohnt, da scheiden sich die Geister. Ich würde sagen, er lohnt nicht, wenn Ihr drei Tage in Swakopmund seid, macht Ihr sicher eine Bootstour und werdet da auch viele Robben sehen.
... ich würde die Strecke über Hentjesbay fahren, weil sie einfach schöner ist als die Asphaltstraße. Auf die Robben käme es mir da gar nicht an, sondern einfach auf die Strecke.
Dann wollt Ihr zur Spitzkoppe und zur Ameib Ranch. Ich würde nur zu Ameib fahren und dort zwei Tage bleiben, die beiden Unterkünfte liegen nicht weit auseinander.
... die Unterkünfte müssen ja nicht eine bestimmte Distanz voneinander entfernt sein. Gerade wenn man wandern möchte, gibt es in beiden Regionen genügend Möglichkeiten. Und Campen an der Spitzkoppe im Licht der tiefstehenden Sonne ist einfach klasse.
Und Karl schrieb auch, dass sie beide gerne fotografieren. Auch dafür sind beide Regionen super geeignet.
Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
chamäleon20112'497 Beiträge · seit 201116. Mai 2016 · #5Hallo,
ich würde auch die Strecke über Hentjes Bay fahren, aber von dort muss man noch ein Stück hoch und die gleiche Strecke wieder zurück, wenn man zum Cape Cross will. Ich würde es mir sparen, wenn ich nicht sowieso weiter die Sceleton Coast hoch wollte. Aber wenn man natürlich absoluter Robbenliebhaber ist, mag man das anders sehen. Wir fanden Cape Cross schon interessant, haben aber auch in Swakopmund tausende Robben gesehen.
Natürlich müssen die Unterkünfte keine bestimmte Distanz haben, wir mögen es auch, mal nur ein kleines Stück weiter zu müssen. Aber manchmal geht halt nicht alles und die Fahrt von Ameib nach Palmwag inclusive Besichtigung von Tweifelfontein würde uns keine Freude machen, gerade im Hinblich auf die Fotomotive, an denen man sich dann beeilen muss. Die Fahrzeit laut Routenplaner ist ca. 5 1/2 Stunden ohne Fotostop und Pause. Und auch eine Fahrt von Palmwag zum Living Museum ist nicht sinnig. 1 1/2 Stunden hin und das Gleiche wieder zurück, da fehlt dann dort die Zeit für die Wüstenelefanten.
Wenn Ihr dann im Ruhestand seid und nicht so auf die Zeit achten müsst, würde ich noch ein oder zwei Nächte dranhängen und einen weiteren Stop in der Gegend Tweifelfontein/Brandberg einplanen. Ich denke, die zwei Tage mehr oder weniger machen den (finanziellen) Braten auch nicht mehr fett.
Viel Freude noch bei der Planung
Karin
Ach, und so ein Buschcamper (wir hatten einen von Savanna und werden dieses Jahr wieder einen haben) ist eine feine Sache, man ist für Gamedrives ruck zuck zur Abfahrt bereit und braucht nicht zu überlegen, bau ich das Dachzelt ab oder bleibe ich doch hier. Ich war vorher skeptisch, was das Campen betrifft und bin nun restlos überzeugt. Wir sind in einem änlichen Alter wie Ihr, 55 und 64.
Würde sollte niemals ein Konjunktiv sein.
Namibia 2016: Infos zu Auto+Camps+die "Jahrhundertsichtung"
Namibia 2015: Namibia - Mein Seelenland
Namibia und Botswana 2014: Überraschungstour Namibia und Botswana mit Guide
Namibia 2013: Drei Heidjer in Namibia - Guck mal, Elefanten!
KAkaziThemenstarter39 Beiträge · seit 201316. Mai 2016 · #6Vielen Dank für die schnellen und konstruktiven Vorschläge, die sich ja teilweise ähnlich sind.
Das Dilemma mit der Spitzkoppe und Ameib hab ich auch schon bemerkt. Da sich die Spitzkoppe besser in die Route eingliedert und Ameib etwas abseits an einer Stichstraße liegt werde ich Ameib streichen.
An der Spitzkoppe liegen die Plätze anscheinend etwas verstreut über das Gelände. Gibt es einen Platz der durch seine Lage und Aussicht zu bevorzugen ist?
Den dafür gewonnenen Tag würde ich dafür in der Gegend von Twyfelfontein einschieben. Welche Campsite würdet ihr mir empfehlen?
Auch den Hinweis zu Olifantsrus nehme ich gerne auf. Sieht wirklich gut aus. Ist vermutlich auch wesentlich unkomplizierter und letztlich auch günstiger.
Gobabeb hab ich gegen die beiden Wasserlöcher Ganab und Hotsas ausgetauscht. Danke Karin für den Tip. Wenn man dann auf der C28 in Richtung Swakopmund fährt kommt man ja in der Nähe der Mondlandschaft und des Welwitscha Drives vorbei. Kann man da zeitlich noch einen Abstecher machen oder wird der Tag dann zu lang?
Danke für jeden weiteren Tip
Karl
trsi708 Beiträge · seit 201516. Mai 2016 · #7Hallo Karl,
ich bin schon zweimal über Gobabeb gefahren, die Strecke hat mir sehr gut gefallen. Ich verbrachte aber jeweils eine oder zwei Nächte in Mirabib. Herrlich einsam, beide Male waren wir alleine da (das letzte Mal vor fünf Jahren, ich hoffe aber, dass es immer noch so ist). Die Zebra Pan in der Nähe war jeweils sehr ergibig. Auch Gobabeb selbst lohnt sich, es gibt da einiges zu machen und lässt sich auch gut übernachten.
Aber auch andere Alternativen sind sicher reizvoll 😉
Gruss
trsi
Meine Afrikaerfahrungen: 2003 Tunesien und Libyen (2 Wochen) ¦ 2009 Namibia & Botswana (3 Wochen) ¦ 2011 Nambia, Sambia & Botswana (7 Wochen) ¦ 2016 Namibia & Botswana (4 Wochen) ¦ 2018 Kamerun (12 Tage) ¦ Namibia & KTP (5 Wochen) ¦ 2019 Uganda & Tansania (5 Wochen) ¦ 2020 Namibia (3 Wochen) ¦ 2021 Tansania (2 Wochen) ¦ Namibia (6 Wochen) ¦ 2022 Sabbatical in Namibia und Kapstadt (6.5 Monate) ¦ 2023 Namibia (2x 3 Wochen) ¦ 2024 Namibia (3 Wochen) ¦ 2025 Namibia & KTP (6 Wochen) ¦ 2026 Namibia (3 Wochen)