1. Mal in Mosambik, brauche Hilfe bei der Planung

8 Antworten · 5'454 Aufrufe · gestartet 31. März 2016 von schnauz
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Themenstarter1 Beiträge · seit 201631. März 2016 · #1
Hallo zusammen,

Ich(w23) werde im August 2016 mit einer Freundin für knapp 4 Wochen nach Afrika reisen. Wir landen in Johannesburg und werden dort mit einem Mietwagen nach Mosambik fahren.

Haben uns bisher folgende Route überlegt:
Joburg - Maputo - Xai Xai - Tofo Beack -Vilanculos - Krüger NP - über die Panorama Route zurück nach Joburg

1.) Klingt das machbar?
(wollen keinen Stress beim Reisen und auch mal 2-3 Tage an einem Ort bleiben können!)

2.) Finde es sehr schwer die Distanzen aufgrund der unsicheren Strassenverhältnissen abzuschätzen! Trotz Google Maps bin ich nicht sicher, ob zum Beispiel Joburg bis Maputo in einem Tag machbar ist oder ob ein Zwischenhalt nötig ist?!

3.) Ich habe bisher viel von Lodges und schönen Hotels gelesen, die aber auch dem entsprechend teuer sind (für mein Budget zu teuer)
Wie sieht es mit wirklich günstigen (ca. bis 30 EUR) Unterkünften aus? (BB's, Hostels mit Schlafsälen etc.) Wir sind beide sehr unkompliziert und haben lediglich den Anspruch auf ein Bett, mehr brauchen wir nicht 🙂

4.) Ich habe bisher viel gutes über die Panorama Route gelesen, bin mir jedoch unsicher wie viel Zeit wir dafür einplanen sollten. Reicht es wenn wir einen Teil dieser Route in unsere Heimfahrt nach Joburg einplanen oder würdet ihr mehr Zeit investieren und allenfalls einen Zwischenhalt einlegen?

Ich freue mich sehr auf dieses Abentuer und bin euch jetzt schon dankbar für eure Hilfe 🙂
1'155 Beiträge · seit 200631. März 2016 · #2
….die Route geht locker in 4 Wochen.

1.5-2 Wochen Mozi
1 Woche Krüger und noch etwas Panorama

Jo’burg – Maputo ist „nur“ 550 km. Alles Schnellstrasse. Geht locker in einen Tag. Alternativ nur bis Nelspruit ( Mbombela) fahren und am nächsten Tag nach Xai-Xai. Dort würde ich aber nicht zu lange bleiben… die Musik spielt um Inhambane…. Zurück die Grenze durch den Krüger nutzen… die geht ganz easy…Visum würde ich Zuhause schon besorgen...gibt dann weniger Stress an der Grenze…

Und Achtung auf der N1 Richtung . Immer schön die Geschwindigkeit fahren… oft nur 60km/h zum Teil 10-15 km… ist mühsam, aber sie stehen überall mit ihren Radarpistolen… 😠 lg tom
133 Beiträge · seit 201331. März 2016 · #3
Hallo schnauz,

für die Panoramaroute hatten wir 2 Tage (genauer gesagt 2 Übernachtungen) eingeplant. Darunter fiel natürlich der Anreisetag von Johannesburg an Tag 1 und die Weiterfahrt in den Krüger an Tag 3. Das war so für unseren Geschmack ausreichend. Haben in Hazyview gewohnt und konnten von dort aus in einer schönen Tour die Panorama Route erkunden.
Es gibt dort für zwei Nächte zahlreiche Unterkünfte, die deiner Preisvorstellung entsprechen und doch mit etwas mehr als einem Bett aufwarten 😉 Habe einfach bei B....com zwei Beispielnächte im August 2016 eingegeben. Es war einiges mit sehr guter Bewertung dabei. Z.B. die Sabie River Bush Lodge, 2 Nächte im De Luxe Buschzelt für zwei Personen zusammen 86,-€. Ich kenne die Lodge allerdings nicht persönlich, sah aber recht ordentlich aus.
In Jo'burg kann ich noch das Premier O R Tambo empfehlen. Liegt in der Nähe des Flughafens.
Es gibt aber im August noch einige günstigere Angebote im Doppelzimmer ab 25,- pro Zimmer und Nacht.

Grüße und viel Spaß bei der Planung, Markus
"with the lights out it's less dangerous"
zuletzt bearbeitet 31. März 2016
33,1k Beiträge · seit 200631. März 2016 · #4
Hi schnauz,

willkommen im Forum!
1.) Klingt das machbar?
ja, aber habt die Situation in Mosambik im Auge (aktuell örtlich wieder bewaffnete Auseinandersetzungen) und vielleicht einen Plan B im Hinterkopf, falls sich diese ausweiten sollten.

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
3'383 Beiträge · seit 200931. März 2016 · #5
Guten Morgen zusammen,

Schnauz, Dein thread interessiert mich auch, da wir eine ähnliche Tour für 2017 im Auge haben. Allerdings wäre bei uns "TOFO-BEACH" der nördlichste Punkt, weiter nach Norden würden wir dann nicht mehr fahren, da es zeitlich bei uns nicht passen würde.

Christian: von den Unruhen hören wir ebenso, aber so weit wir informiert sind, soll es sich um Unruhen ausschließlich im Norden des Landes handeln. (ab Beira nordwärts). Ist das richtig? Hast Du genauere Infos?
Würde mich freuen, wenn Du dazu etwas sagen könntest.

Beste Grüsse

der bayern schorsch
Link zu allen Reiseberichten: Reiseberichte Bayern Schorsch
33,1k Beiträge · seit 200631. März 2016 · #6
Hi bayern schorsch,

derzeit v.a. im Norden, richtig. Aber wie sich das entwickelt weiß man natürlich nicht. Es gibt auch einen Thread zu dem Thema...

Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
466 Beiträge · seit 201031. März 2016 · #7
Hallo Schnauz,
zunächst Willkommen im Forum 😗

Wir haben bis dato 2x Mosambik auf eigene Faust mit dem Dachzeltcamper bereist (Dez/Jan 2014/15 und 2015/16).
Zu deinen Fragen:

Jo'burg - Maputo in einem Ritt
sicherlich machbar, aber du weisst nie wie schnell du über die Grenze kommst...daher würde ich eine Zwischenübernachtung einplanen. Wir sind Anfang diesen Jahres in umgekehrter Richtung gefahren und haben eine Nacht in der Olifants-River-Lodge (Chalet) nahe Middelburg verbracht. Wir sind allerdings auch von Bilene (Palmeiras) gekommen. Wir wollten eigentlich den Tag auch bis Jo'burg kommen...

Strassenverhältniss
Grundsätzlich kann man sagen dass je weiter nördlich du kommst die Strassen schlechter werden.
Bis Vilanculos fährt es sich auf der Teerstrasse aber sehr gut. Wie Tom schon anmerkt, haltet euch ganz streng ans Speedlimit! Hinter jedem Baum kann sich ein Polizist mit Radarpistole verbergen! Fahrt erst wieder schneller wenn das Speedlimit aufgehoben ist - das Schild kann u.U. erst ein paar Kilometer hinter der Ortschaft/Ansiedlung stehen... Wir sind in ein paar Polizeikontrollen gekommen, aber die Polizisten waren steht's sehr höflich - haben oft nach Getränken gefragt. Mit dem Wissen haben wir uns Plastikflaschen mit Leitungswasser bereit gelegt und dann abgegeben. Auch kommen ein paar freundliche Worte immer gut an 😉 Die Polizisten sprechen immer ein paar Brocken englisch. Im Süden von Moz ist man ganz auf die Touristen aus Südafrika eingestellt...

Tofo
Denke hier werdet ihr in Fatima's Nest (Camp, Chalets, Dorms, am Stadtrand) logieren? Von Bilene schafft ihr das in einem Rutsch dorthin (früh losfahren). ca. 10km vor Tofo gibt's eine Tankstelle und einen Geldautomaten - Geldbeutel und Tank vollmachen - in der Stadt gibt's weder das eine noch das andere 😉

Vilanculos
Hier können wir Baobab Beach Backpackers empfehlen. Fussläufig von der Stadt zu erreichen und tolle Atmosphäre dort - direkt am Beach. Von Tofo schafft ihr das in einem Rutsch - auch hier früh losfahren!
Tankstellen und Geldautomaten gibt's dort genug.

Wenn es zurück nach Südafrika geht, dann nutzt den Grenzübergang in den Krüger - Giriyonda.
Klein, unkompliziert und kein Schlangestehen. Ihr werdet wohl in Aguia Pesqueira im Chalet eine Zwischenübernachtung machen - je nachdem von wo ihr startet den Tag...

Visa
haben wir auf unseren letzten beiden Reisen an der Grenze bekommen (von Zimbabwe aus kommend) Wie das von SA aus kommend gehandhabt wird, kann ich leider nicht sagen. Aber warum soll es anders sein? Visa im Vorfeld besorgen ist allerdings zwingend notwendig wenn ihr per Flugzeug einreist...das verlangen die Fluglinien.

Sicherheit
Wir sind bislang ohne Überfall durch Mosambik gekommen, allerdings haben wir uns auch auf den südlichen Teil Moz beschränkt. Unser nördlichstes Ziel was das Camp beim Setahotel in Inhassoro.
Was ihr auch unbedingt beachten solltet - fahrt NIEMALS in der Dunkelheit! Es laufen nachts Tiere und Menschen auf unbeleuchteten Strassen, Autos fahren ohne Licht oder wenn dann nur mit Fernlicht oder einäugig. Pannenfahrzeuge stehen ohne Warnung unbeleuchtet auf der Strasse und die meisten Verkehrsteilnehmer nehmen keine Rücksicht auf andere!

Die Strände in MOZ sind traumhaft..."Wildtiere" werdet ihr an Land leider keine sehen 🙁 Dafür gibt's am/im/unter Wasser viel zu sehen!

10-14 Tage werdet ihr es in Moz wohl aushalten 😎
Wir werden wohl wieder über den Jahreswechsel von Nam nach Moz und zurück fahren...aber bis dahin ist's noch weit 🤨

Grüßle
Frank
immer wieder gern im südlichen Afrika unterwegs...
5 Beiträge · seit 201501. Apr. 2016 · #8
Hallo Schnauz, zunächst einmal herzlichen Glückwunsch zu Eurer Planung, das schöne Mosambik zu besuchen. Meine Frau und ich werden in ein paar Jahren dorthin übersiedeln und bauen uns z.Zt. ein Haus in Chicumbane, das liegt auf dem Weg von Maputo nach Xai Xai kurz vor dem Limpopo Tal.
Aus dem Forum habt ihr ja schon viele wertvolle Tipps bekommen. Trotzdem möchte ich noch meinen Senf hinzufügen, damit Eure Reise möglichst problemlos abläuft. Wir waren im vergangenen Herbst (Ebenfalls mit Leihwagen von Johannesburg unterwegs. Was man beim Fahren in Mosambik beachten muss, wisst ihr ja schon.
Also los:
Wenn Ihr Euren Leihwagen bucht, bucht den Grenzübergang für Mosambik gleich mit. Das kostet extra, ist aber unerlässlich. Das entsprechende Dokument bekommt ihr bei der Übernahme des Fahrzeugs in Johannesburg. Da das meist nur eine Fotokopie ist, besteht die Gefahr, dass die Verkehrspolizei in Mosambik die Echtheit anzweifelt. Daher unbedingt von der Leihwagenfirma (wir hatten ALAMO (Eurocar) einen extra Stempel mit Unterschrift aufdrücken lassen.
Beim Fahren in Südafrika gilt das gleiche wie in Mosambik. Niemals die Geschwindigkeitsbegrenzung überschreiten. Das wird sonst teuer.
Übernachten kann man vor der Grenze gut in Malelane (Hhusha Hhusha Guest House +27137414937) oder in Nelspuit (z.B. The Arches Guest House +27137900958)). Beides mit Frühstück und gut am besten über BOOKING.COM). Einkaufen kann man in beiden Städten sehr gut. Nehmt haltbare Verpflegung, Getränke und Grill, ggf. zwei Campingstühle mit. In Mosambik ist das teurer.
Am Grenzüber gang braucht ihr etwas Zeit. Aber alles geht seinen Gang und ist unproblematisch. Es wird versucht werden Euch am Übergang Zusatzversicherungen, SIM-Telefonkarten Warnwesten und Feuerlöscher zu verkaufen. Ihr braucht nur einen Feuerlöscher und eine Warnweste. SIM Karte für Mosambik bekommt ihr in einem VODACOM Laden in Mosambik. Lasst Euch die Karte gleich einsetzen und freischalten um zu sehen ob sie für Telefon und Daten funktioniert. Netz ist fast überall.
Jetzt kommt das Abenteuer Maputo. Maputo ist so gar nicht das entspannte, beschauliche Afrika. Hier herrscht Aufbruch, Hektik und Bewegung. Der Straßenverkehr ist für den Europäer gewöhnungsbedürftig (immer schön die Ruhe bewahren). Wenn das nichts für Euch ist, reist nach einer Fahrt durch die Stadt gleich weiter auf der EN1 Richtung Xai Xai. Sonst ist Maputo ein Erlebnis, besonders bei Nacht. Ich empfehle eine Fahrt durch die Stadt und dann entlang der neuen Promenade (zum ersten Mal Indischer Ozean) immer gerade aus Richtung Norden nach Manica. Dort stoßt ihr wieder auf die EN 1 nach Norden.
Dann seid ihr auf dem Land. Wenn ihr es zeitlich schafft (bitte nicht in die Dunkelheit fahren) könnt ihr in Xai Xai Beach übernachten. Noch besser und vor allem schöner ist, in Chicumbane rechts zur Zonguene Lodge abzubiegen. Das ist eine preiswerte Lodge am Limpopo Delta mit wunderbaren Hütten und Restaurant. Von Cicumane müsst ihr noch ca. 1,5 Stunden dorch das ursprüngliche Afrika mit kleinen Dörfern Hütten, Felder und Grasland fahren. Zauberhaft und ursprüngliches Afrika.
Zurück auf die EN1 in Chicumbane und weiter nach Norden. Ich verspreche es wird Euch gefallen.
Wenn ihr Lust habt mit uns privat zu kommunizieren, kontaktiert uns gerne über das Namibia Forum direkt.
Wenn nicht beglückwünsche ich Euch nochmals zu Eurem Plan und wünsche Euch eine schöne Reise.
Karl- Gerhard 😎

PS Hier noch ein Link, der Euch interessieren könnte:
http://zuhauseinmosambik.blogspot.de/
395 Beiträge · seit 200704. Apr. 2016 · #9
Meine Männer sind gerade in Mosambik (Vilanculos) Sehr idyllisches, von Südafrikanern gern besuchtes Städchen, so wie die Deutschen Mallorca und auch wegen des vorgeagerten Barruzo Archipels.
Keine Spur von Unruhen, erzählt wird im Norden.

Samara Restaurant und Lodge mal googlen. Mein Mann erzählte, dort könne man hervorragend essen, einfach aber fein, direkt am Strand. Unterkunft einfach, Preis(50/DZ incl. Frühstück) Wir planen gerade den Weihnachtsurlaub und werden wieder dort hin im Anschluss an Kruger Südafrika. Da ich noch nicht dort war, kann ich nur schreiben, was ich hörte. Sehr freundliche Menschen, überhaupt nicht aufdringlich.
Noch einfacher ist die Baobab Beach Lodge (20€)