Um Punkt 15.00 Uhr treffen wir uns im Gemeinschaftsbereich und geben noch unsere Getränkebestellung für den Sundowner unterwegs auf. Als unser Nature Guide für die kommenden Tage stellt sich Ryan vor, ein sehr sympathischer junger Mann, der uns ein ganz klein bisschen an unseren Sohn erinnert 🤪.
Mit von der Partie auf unserem alten und echt klapprigen Landy sind die beiden Ehepaare aus Irland und UK sowie ein weiteres junges Pärchen, das gerade noch rechtzeitig und völlig abgehetzt in letzter Minute ankommt. Endlich kann es losgehen 🙂
Als erstes treffen wir auf ein prächtiges Eland 🙂
Auch Gnus sind hier in großer Zahl zu finden, wobei ich Ryan schon fast nötigen musste für ein Foto anzuhalten (hier scheint man NICHT für Gnus zu halten) 😐
Diesem stattlichen Büffel werden wir fast täglich begegnen – er scheint an dieser Stelle seinen Stammplatz zu haben und nicht besonders bewegungsfreudig zu sein 😄
Die Kuhantilope schaut irgendwie recht dämlich drein 🤪
Wir freuen uns immer über den Anblick von Impalas 🙂
Auch die ersten Rhinos lassen nicht lange auf sich warten – mein Mann freut sich besonders, da er letztes Jahr in Namibia nur eines dieser beeindruckenden Tiere für einen kurzen Moment erspähen konnte 😗
Schon bald kommen wir am Bushman’s-River an, an dem sich eine größere Eli-Herde mit Nachwuchs tummelt. Hier herrscht eine besonders schöne und friedliche Stimmung.
Granny, Mum und Little-Eli 😘
Auch Wasserprusten will gelernt sein 😄
Hier gibt es reichlich Nahrung und Wasser – ein wahres Paradies!
Elefanten in solch dichtem Blätterwerk haben wir noch nicht gesehen:
Da es schon recht spät ist, müssen wir für den Heimweg ein wenig Gas geben 😗 An den Rhinos können wir allerdings nicht einfach vorbeifahren 😛
Es wird schon bald dunkel und in der Dämmerung hätten wir sie fast nicht entdeckt - nur die Öhrchen lugen aus dem Gras 😮
Auf der Fahrt zurück zum Camp färbt die untergehende Sonne den Himmel über dem alten Farmhaus blutrot:
Im Camp kommen wir erst nach Einbruch der Dunkelheit wieder an. Dort erwartet uns ein Lagerfeuer und heißer Kakao mit einem Schuss Amarula! Den können wir jetzt gut gebrauchen, denn wir sind trotz warmer Jacken und Decken ziemlich durchgefroren 🙄
Da wir spät dran sind, treffen sich alle wenige Minuten später wieder zum Dinner. Einer der Nature Guides ist beim Abendessen immer dabei – heute ist es Kathi, die vor einigen Jahren ihren Traum verwirklicht hat und Deutschland den Rücken gekehrt hat. Bevor sie ganz nach Südafrika ausgewandert ist, hat sie schon während ihres Urlaubs als Freiwillige im Reservat gearbeitet.
Das Abendessen ist schmackhaft, wenn auch keine kulinarische Offenbarung. Hier kann aufgrund der einfachen Gegebenheiten nicht alles frisch zubereitet werden, daher wird ein Teil der Speisen von der Lodge angeliefert und zu einem kleinen Teil Convenience-Produkte verarbeitet. Dennoch gibt es aus unserer Sicht absolut nichts zu auszusetzen!
Das komplette Team in diesem Camp ist super nett und engagiert - besonders positiv fällt uns Andile auf, der die Gäste tagsüber betreut 🙂. Übrigens ist es beruhigend zu wissen, dass in der Nacht immer einer der Angestellten für Notfälle im Camp anwesend ist 😗.
Nach dem Dinner führt unser Weg zum Zelt entlang eines spärlich beleuchteten Kiesweges durch die Dunkelheit – spätestens jetzt kommen die Taschenlampen zum Einsatz, die als Gastgeschenk im Zelt bei unserer Ankunft bereit lagen.
Auch hier wurde das Zelt für die Nacht für uns vorbereitet. Das Licht brennt und die Betten wurden aufgedeckt. Auf dem Bett finden wir eine Gute-Nacht -Geschichte: „Why the Bat flies at Night“ 🙂.
Den Rest des schönen aber kalten Abends verbringen wir auf der Veranda vor unserem Zelt. Über uns der sternenklare Himmel wie es ihn nur in Afrika gibt. Wir scheinen mitten im Himmelszelt zu sitzen, so hell leuchten die unzähligen Sterne über uns. Um uns herum nur der Busch mit all seinen Geheimnissen und Geräuschen. Das ist Afrika! 🤩
Später erfreuen wir uns an dem Luxus einer Heizdecke in unserem Bett 🤪 und lauschen noch eine ganze Weile dem Geräusch des Windes, der das Buschwerk um uns durchstreift. Und so verbringen wir unsere erste Nacht in einem Zelt in Afrika!
Morgen beginnt ein neuer Tag im Busch zu sehr früher Stunde mit einem Early Morning Drive im Nebel!
Teil 2229. Apr. 2016
29.2.2016 Teil 1 – Tiere und Landschaft im Nebel
Unser Wecker klingelt um 5.00 Uhr - draußen ist noch stockdunkle Nacht. Nur wenige Minuten später kommt unser persönlicher „Wake-Up-Caller“ vorbei 😁.
Der Weg zur Toilette im Halbdunkel ist für mich eine kleine Herausforderung und mehr als erleichtert stelle ich fest, dass es im Klohäuschen keine ungebetenen Besucher gibt 🤪.
Ich mache uns noch zwei Instant-Kaffee und wir genießen den Beginn des Tages im Morgengrauen auf unserer Veranda. Um kurz vor halb sechs machen wir uns auf dem Weg zum Haupthaus, wo bereits frisch gekochter Kaffee und Kekse bereitstehen. Pünktlich um halb sechs nehmen wir in Ryans klapprigem Landy Platz.
Unsere ganze Aufmerksamkeit richten wir zunächst auf den Sonnenaufgang und die morgendliche Landschaft im Nebel. Eine einzigartige Stimmung umgibt uns:
Fasziniert von diesem Schauspiel verpassen wir ganz knapp eine Löwenfamilie mit Nachwuchs. Wir erhaschen noch einen „Glimpse“ von spielenden Löwen inklusive Papa - leider taugen die Fotos maximal als „Beweisfoto“ 🤨
Ein echter Hingucker sind die Waterbucks im sich auflösenden Nebel 🙂
Immer wieder schweift unser Blick in die schöne Landschaft des Reservats 🙂
Hier macht sich wortwörtlich etwas „aus dem Staub“ bevor wir erkennen konnten, um welches Tier es sich handelt 🤪
Ein Elefantenbulle zieht seines einsamen Weges:
Friedliche Rhinos beim Frühstück:
Auch dieser Giraffenbulle gefällt uns vor dieser Kulisse ausnehmend gut 🙂
Ein Schwarzkopfreiher fängt sich auch gerade sein Frühstück:
Und noch eine wunderschöne Giraffe:
Offensichtlich unzertrennbare "dicke" Kumpels 😛
Heute Morgen sichten wir außerdem eine noch unbekannte Spezies – einen fünfbeinigen Elefant 😛
Gegen 8.00 Uhr machen wir uns auf den Weg zurück zum Camp – wir alle sind jetzt mächtig hungrig und freuen uns auf unser ausgiebiges Frühstück auf der schönen Veranda.
Bei unserer Ankunft ist der Tisch bereits gedeckt und es erwartet uns ein reichhaltiges Buffet, das keine Wünsche offen lässt. Nun wird es aber Zeit für eine Abkühlung! Zwischenzeitlich ist es schon unglaublich heiß geworden und das kühle Nass im Pool kommt heute wie gerufen 🤩.
Später treffen sich wieder alle gemeinsam zum Lunch auf der Veranda. Nach dem Mittagessen verabschieden wir uns von den Engländern und Iren, die heute noch abreisen.
Wir verschaffen uns zwischenzeitlich häufiger Abkühlung am Pool und entspannen auf unserer Veranda. Die abendliche Pirschfahrt wurde wegen der großen Hitze um eine Stunde nach hinten verlegt – also starten wir erst gegen 16.00 Uhr.
29.2.2016 Teil 2 – Letzter Besuch bei „unserer“ Eli-Familie
Im Laufe des Nachmittags trudeln langsam „die Neuen“ ein. Das sind Mutter und Sohn aus Deutschland, wieder ein Ehepaar aus England und zwei ältere Herren, die allerdings etwas sonderbar daherkommen 🤢. Das englische Ehepaar jedoch ist absolut liebenswert. Die beiden sind zum allerersten Mal in Afrika und sind ganz besonders aufgeregt vor dem ersten Game Drive ihres Lebens.
Punkt 16.00 Uhr steigen wir wieder zu Ryan auf den Landy. Wir lehnen uns entspannt zurück und die Fahrt kann beginnen. Es ist immer noch sehr heiß - kein Tier weit und breit 😐
Ein einzelnes Gnu döst regungslos in der Hitze:
Am Fluss treffen wir wieder „unsere“ Eli-Familie“ - da bleiben wir eine ganze Weile 😁
Zuerst zeigt sich wie immer die Oma 😎
Dicht gefolgt von Tochter mit Enkel 🙂
Von Little-Eli können wir einfach nicht genug bekommen 😘
Die Familie kommt uns wieder einmal sehr nah 🤩
Und weil es so schön ist hier noch mal unser kleiner Star 😛
Abschied von Granny und Family - morgen werden wir sie nicht mehr sehen 😐
Für den Sundowner fährt Ryan heute Abend mit uns an einen besonders schönen Aussichtspunkt von dem man einen wunderbaren Blick über das Reservat hat:
Nach unserem Sundowner schaukeln wir wieder gemächlich Richtung Camp zurück - ohne nennenswerte Sichtungen.
Zum Abschluss zeigen sich fast an der gleichen Stelle wie gestern wieder die beiden Löwendamen 🤪 – das Licht ist allerdings schon wieder sehr schlecht 🙄
Aus dem fahrenden Auto versuche ich noch den Sonnenuntergang in einem Foto festzuhalten 😊
Zurück im Camp herrscht heute ein geschäftiges Treiben 😮. Am Lagerfeuer gibt es heute aufgrund der Hitze keinen Kakao sondern einen eiskalten Gin Tonic 🙂
Wie wir später erst erfahren, leistet uns heute der Gründer und Besitzer des Reservats Giles Gush zum Dinner Gesellschaft 🙂
Giles wirkt eher zurückhaltend, erzählt uns während des Essens die Geschichte seiner Familie. Sein Vorfahr Richard Gush kam mit den Britischen Siedlern 1820 in Südafrika an. Er verließ London, um ein neues Leben in dieser wilden und unbekannten Gegend – der östlichen Grenze der Kapkolonie – zu beginnen. Sein Sohn Joseph wiederum kaufte 1854 dieses Land mit dem Namen „Woodbury“. Allerdings mussten die frühen Siedler schnell feststellen, dass es viel Zeit und Mühen kosten würde, dieses Land so zu bewirtschaften, dass es allein die Familien ernähren könnte. Daher mussten er und auch die nachfolgenden Generationen ein zweites Standbein schaffen. Sie verdingten sich als Schreiner und Zimmerleute, die zu diesen Zeiten sehr gefragt waren.
Im Verlauf des Abends erfahren wir aber auch von den Sorgen und Nöten der Farmer in Südafrika, von einem Nachbarschaftsstreit wegen dem geplanten Bau eines Windkraftparks in direkter Nachbarschaft und etwas über die Forschungsarbeiten des Reserves. Giles wiederum interessiert sich sehr für die Entwicklungen in Europa - insbesondere in Deutschland – die Flüchtlingskrise ist ein beliebtes Thema...
Der Abend vergeht aufgrund der interessanten Gespräche wie im Flug.
Schon recht spät treten wir den dunklen Rückweg zu unserem Zelt an und machen es uns auf der Veranda bequem. Heute Nacht scheinen die Sterne noch ein wenig zahlreicher und heller zu sein. Noch lange schauen wir in das Sternenzelt über unserem Zelt und wollen uns von diesem Anblick nicht trennen – schließlich ist dies unser letzter Abend vor unserer Heimreise.
Etwas wehmütig wird uns ums Herz – so schnell können drei Wochen vergehen 🙁 !
Morgen erwartet uns die letzte Pirschfahrt unserer Reise - und Ihr wisst ja - Das Beste kommt zum Schluß 😎
Teil 2304. Mai 2016
01.03.2016 – Final Countdown
Unser letzter Tag in Südafrika bricht an 🙁.
Auch an diesem Morgen werden wir um 5.00 Uhr von Schritten auf dem Kies und einem freundlichen „Good Morning“ geweckt - Zeit aufzustehen!
Da unser Flieger erst am späten Nachmittag ab Port Elizabeth startet, können wir in aller Ruhe noch den Morning Drive und im Anschluss ein ausgiebiges Frühstück genießen.
Pünktlich um 5.30 Uhr starten wir mit Ryan zu unserem letzten Gamedrive.
Der Sonnenaufgang macht uns den Abschied nicht wirklich leichter 😣
Im schönsten Morgenlicht treffen wir eine Gruppe Rhinos bei der Morgentoilette – wir amüsieren und königlich 😄
Der Bauch wird geschrubbt 🤪
Auch Rhinos machen Frühsport 😎
Und zum krönenden Abschluss wird dann auch der Lippenstift perfekt aufgelegt 😛
Dieses Schauspiel ist zum Piepen und lädt förmlich zum Verweilen ein 😄!
Heute scheint unser Rhino-Glückstag zu sein – eine weitere Gruppe ist nicht weit entfernt 🙂
Zwischendurch erspähe ich einen vermutlich juvenilen Schmätzer 😉
Diese beiden haben definitiv noch nicht ausgeschlafen und von uns lassen sie sich schon mal gar nicht stören 🤪
Ab jetzt wird’s leicht zäh 😠! Ryan schaukelt uns kreuz und quer durch die Landschaft - wir haben irgendwann keinen Plan mehr, wohin die Reise an diesem Morgen führt oder wo wir uns überhaupt befinden 🙄. Ryan ist auch eher wortkarg – er muss sich aufs Fahren konzentrieren.
Es geht auf abenteuerlichen Pfaden über Stock und Stein immer weiter den Berg hinauf. Hier werden Mensch und Maschine auf die Probe gestellt - manchmal braucht sogar der Landy zwei bis drei Anläufe in dem schwierigen und steilen Gelände 🤩. Gut geschüttelt und gerührt landen wir schlussendlich auf einer Teerstraße außerhalb des Reservates. Was wollen wir denn hier bloß 🤨? Ryans Ehrgeiz ist entflammt - er will uns unbedingt eine Geparden-Familie präsentieren, die sich irgendwo in dieser Gegend aufhalten soll.
Unsere Fahrt endet allerdings in einer Sackgasse – und keine Spur von den Geparden 😈.
Nicht nur wir, sondern auch Ryan sind mehr als enttäuscht. Für die Cheeta-Suchaktion haben wir uns extrem weit vom Camp und Reserve entfernt – und nix, aber auch gar nix gefunden 🤢!
Und jetzt hat Ryan auch noch Schwierigkeiten, die nächstgelegene Einfahrt zum Reserve wieder zu finden 😣 – hier oben ist nicht unbedingt sein Revier. Wir landen zunächst auf einer Gravelpad und entdecken immerhin einen ausnehmend hübschen Schakal direkt am Straßenrand – er zeigt sich an uns ebenso interessiert, wie wir an ihm 🙂
Noch während wir mit dem Schakal beschäftigt sind tut sich direkt vor uns auf der Straße etwas. Wir fahren näher heran – und was entdecken wir 🤩 Mama Cheeta nebst vier halbwüchsigen Sprösslingen haben es sich direkt auf der Pad gemütlich gemacht.
Die Jungtiere sind etwa ein halbes Jahr alt und haben noch leichten „Welpenflaum“ 😘
Wir sind selbstverständlich mehr als entzückt – zumal wir die 5 völlig für uns alleine haben 🙂. Ein anderes Safari Fahrzeug der Lodge ist uns noch während wir den Schakal bewundert haben entgegengekommen. Sie haben die Cheetas nicht gesehen – so kann sich von einer Minute auf die andere die Situation ändern.
Sie können sich nicht so wirklich zwischen Aufstehen, Hinlegen, oder doch wieder ein Stückchen laufen entscheiden. Glücklicherweise findet der Wechsel immer schön der Pads entlang statt. Auch sie sind von unserem Wagen völlig unbeeindruckt – sogar eher neugierig 😄
Dieser Blick lässt unsere Herzen höherschlagen 😘
Und wieder geht es ein Stückchen weiter - oder doch nicht 🤪
Nach gut einer halben Stunde verschwindet die ganze Familie wieder im Dickicht.
Nun machen wir uns weiter auf die Suche nach der Zufahrt zum Reserve und sind kurze Zeit später dann auch erfolgreich. Wir landen irgendwo in der Nähe Aussichtspunktes an dem wir gestern unseren Sundowner mit Blick auf die Ebene genossen haben.
Und nun müssen wir uns alle erst mal ungläubig die Augen reiben! Wir können es kaum glauben! 🤩 🤩
Keine zehn Meter von uns entfernt liegt er einfach so da 🤩
His Royal Highness King Lion 😎
Wir halten vor Ehrfurcht und Respekt alle die Luft an – im Auto ist es plötzlich mucksmäuschenstill 😮
Und als ob wir ihm nicht schon nah genug auf den Pelz gerückt wären – seine Majestät geruht aufzustehen und bewegt sich gemächlich direkt auf uns zu 🤩
Der Abstand zwischen uns und King Lion beträgt nun gefühlte 2 Meter – in Wirklichkeit vielleicht 5 Meter – auf jeden Fall bedenklich nah 🤩 Ich checke mal eben, ob ich auch alle Gliedmaßen innerhalb des Autos verstaut habe 😗.
Diesen Blick werden wir alle glaube ich nicht so schnell vergessen 😮
Quasi kurz vor dem Entern unseres Autos überlegt es sich der König der Amakhala-Löwen dann aber doch anders… Wir sind wohl nicht wirklich interessant für ihn 😗
Er zieht es vor auf sein Königreich herabzublicken und nach einem leckeren Frühstück Ausschau zu halten 😛
Und schon bald ist er den Abhang hinunter in Richtung Fluss verschwunden - wir alle atmen völlig fasziniert aber irgendwie auch erleichtert auf 😗!
Da wir nun alle auch die Sprache wiedergefunden haben, erklärt uns Ryan, dass für uns zu keiner Zeit eine Gefahr bestanden hätte. Im Reserve werden die Tiere überhaupt nicht und schon gar nicht aus Fahrzeugen heraus gefüttert werden. Daher assoziieren die Tiere ein Fahrzeug nicht mit Beute. Das wollen wir ihm mal so glauben und wir leben ja auch alle noch 😣.
Nun machen wir uns aber schnurstracks auf den Weg hinunter in die Ebene. Zum einen, um King Lion eventuell auf dem Weg nach unten nochmal zu sehen und zum anderen ist es schon wieder recht spät.
Auf dem Rückweg erspähen wir seine Majestät nur noch in ganz weiter Ferne, haben dafür aber auch noch eine Elefantenbegegnung, die den Puls nochmal kurz in die Höhe treibt 😣. Hier hat Ryan den Sicherheitsabstand dann wohl doch etwas falsch eingeschätzt, wie er später auch zugibt 😣 🤩
Dieser Morning Drive hatte es wirklich in sich – wir sind nun alle hellwach und sehr beeindruckt von den so hautnahen und wunderbaren Tierbegegnungen an diesem Morgen 🙂 🤪!
Zurück im Camp wartet wieder ein tolles Frühstück an dem schön gedeckten Tisch auf der Veranda auf uns.
Wie gerne würden wir noch ein paar Tage an diesem wirklich schönen Ort bleiben können! Wir sind uns beide einig, dass dieser Aufenthalt im Amakhala Woodbury Tented Camp unser persönliches Highlight dieser Reise war!
Nach dem Frühstück wird es Zeit für eine Dusche und die letzten Dinge werden im Koffer verstaut. Wir sind nun startklar und verabschieden uns von allen Mitarbeitern und Gästen im Camp. Schweren Herzens machen wir uns auf den Weg Richtung Airport Port Elizabeth 😐.
Nun sind wir auch schon am Ende unserer Reise entlang der Gardenroute angelangt. In den nächsten Tagen folgt noch ein Kapitelchen über die Heimreise mit einem kurzen Fazit!
Teil 2405. Mai 2016
Heimreise – Fazit – Dankeschön!
Die Fahrt zum Flughafen geht schneller als gedacht - wir finden den Flughafen auf Anhieb und tanken ein letztes Mal direkt vor der Einfahrt zur Autorückgabe. Die Autoübergabe bei Avis verläuft ebenfalls schnell und reibungslos.
Wider Erwarten früh am Check-In angekommen erhalten wir das Angebot, einen Flug früher nach JBO zu nehmen 🙂. Da es am Flughafen PLZ nix wirklich Spannendes gibt, nehmen wir das Angebot gerne an und so geht es quasi ohne Wartezeit in den Flieger Richtung Johannesburg.
In JBO checken wir uns in der Bidvest Lounge ein. Für einen längeren Aufenthalt am Flughafen ist diese Lounge sehr empfehlenswert. Dort findet man bequeme Sitz- und Liegegelegenheiten, saubere sanitäre Einrichtungen, Wlan sowie Getränke und eine leckere Buffetauswahl. Nachdem unsere 4 Stunden in der Lounge abgelaufen sind, bummeln wir noch ein wenig durch die Geschäfte und treffen schon wenig später Petra und Mike wieder, die aus Kapstadt eingeflogen sind 🙂. Es gibt natürlich jede Menge zu erzählen und Fotos zu gucken!
Per Zufall entdecke ich beim Blick auf die Abflugstafel, dass unser Flieger 2 Stunden Verspätung haben wird 😈. Auf eine Information bzw. Ansage bei Flugverspätungen wartet man hier vergebens – da ist schon Eigeninitiative gefragt 🤢.
Um die nun noch längere Wartezeit zu überbrücken, beschließen wir gemeinsam bei Mugg & Bean noch lecker und entspannt ein letztes Ma(h)l auf südafrikanischem Boden zu speisen. Das hat den Vorteil, dass wir uns später im Flieger direkt in den Schlafmodus begeben können 😉.
Wie angekündigt startet der Flieger dann mit 2-stündiger Verspätung in die Nacht Richtung Frankfurt. Nach einem GT verschlafen wir den restlichen Flug bis zum Frühstück und landen am nächsten Morgen wieder im grauen Frankfurt. Hier verabschieden wir uns auch von Petra und Mike, die wir hoffentlich bald einmal wiedersehen.
Unser Shuttle zum Holiday Parkplatz gestaltet sich langwierig, da sich ein LKW-Unfall auf der regulären Strecke ereignet hat und diese komplett gesperrt ist 🤢. Über geheime Wege des Airportgeländes gelangen wir ebenfalls mit Verspätung endlich am Parkplatz an und auf der überfüllten Autobahn im morgendlichen Berufsverkehr heißt es nun endgültig: „Welcome back to Germany“!
Fazit
Unser Trip entlang der Garden Route hat uns durch abwechslungsreiche und unterschiedlichste Landschaften geführt. Für uns war es besonders schön, einige Lieblingsplätze unseres Sohnes entdecken zu können 🤪
Beginnend am Westkap in der für Viele schönsten Stadt Südafrikas - an Steilküsten entlang der rauen und wilden Ozeane mit ihren kilometerlangen Sandstränden und malerischen Buchten bis an das Ende des afrikanischen Kontinents - gefolgt von abenteuerlichen Passfahrten bis in die trockene Halbwüste - über Gebirgsketten mit grünen Hochplateaus und tiefe Flusstäler zurück zur fruchtbaren Küste mit stillen Lagunen - weiter durch dichte Wälder und tropische Regenwälder bis hin zu den Buschlandschaften des Ostkaps.
Landschaftlich ist die Gardenroute ganz sicher ein Highlight – und vor allem für Afrika-Neulinge ein idealer Einstieg. Wir persönlich empfanden es entlang der Gardenroute manchmal zu europäisch, bisweilen ein Hauch zu amerikanisch und hatten oftmals nicht wirklich das Gefühl in Afrika zu sein 😗.
Eine Annäherung an unendliche Weiten haben wir in der Karoo gefunden - einen Hauch von Stille und "Buschfeeling" im Amakhala Woodbury Tented Camp. Die Tierwelt in dieser Region erschließt sich leider nur durch den Besuch von Game Reserves oder Nature Parks. Über die unverhofften Begegnungen am Wegesrand haben wir uns daher umso mehr gefreut!
Die Streckenabschnitte und die Unterkünfte habe ich im Vorfeld mit großer Sorgfalt und Bedacht ausgewählt. Mein Mann hatte sich möglichst kurze Tagesetappen gewünscht und alle unsere Unterkünfte waren geschmackvoll und mit Liebe zum Detail eingerichtet. Die mit Abstand luxuriöseste Unterkunft war das Woodall Country House 🙂. Aber auch alle anderen Unterkünfte können wir uneingeschränkt empfehlen. Kulinarisch ist man in dieser Region ohnehin allerbestens aufgehoben - nicht umsonst zählt die Gardenroute zu den Hotspots für Gourmets und Weinliebhaber 🤪.
Auch wenn es während unserer Reise häufiger geregnet hat, sind der Niederschlagsmangel und die Trockenheit auch in dieser Region ein großes Problem. Das Land leidet sehr und die auch ohne Wasser immergrünen Pflanzen und Büsche verfälschen das Bild und die durchaus angespannte Lage im Land.
Zum ersten Mal waren wir mit einem Kleinwagen unterwegs. Das war problemlos möglich, allerdings musste man schon ein paar Abstriche machen, insbesondere die Passfahrten und Zufahrten zu einigen Unterkünften wären mit etwas mehr Bodenfreiheit ein noch größeres Vergnügen gewesen 😉.
Ich schätze eher nicht, dass wir in nächster Zukunft zu Wiederholungstätern werden – dafür gibt es für uns noch viel zu viele weiße Flecken auf der afrikanischen Landkarte und auch in Namibia gibt es immer noch einige Regionen, die wir unbedingt noch entdecken möchten 😎.
Im Oktober geht es anlässlich meines runden Geburtstages mit der ganzen Familie nach mehr als zwei Jahrzehnten wieder mal nach Ostafrika! Nach ein paar -leider- wenigen Safaritagen im Norden Tansanias gönnen wir uns im Anschluss ein paar entspannte Tage auf Sansibar. Auf diese Reise freuen wir uns alle schon sehr!
Dankeschön!
Liebe Mitfahrer!
Ich möchte mich ganz herzlich für die nette Begleitung auf dieser Reise, die Motivation durch die vielen Kommentare und /oder Danke-Button-Drücker sowie die Bestimmungshilfen bei den Piepmätzen bedanken 🙂!
Es war wieder einmal eine Freude mit Euch unsere Reise nochmals im Rückblick zu erleben! Vielen Dank an Euch alle - auch an diejenigen, die als „Blinde Passagiere“ mit uns gereist sind!!
Euch allen wünsche ich schöne und erlebnisreiche Reisen, eine allzeit gute Pad wo auch immer in dieser Welt und vor allem Gesundheit!!