Dürre in Sambia

11 Antworten · 2'340 Aufrufe · gestartet 09. März 2016 von Resi_Kuhtreiber
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Themenstarter2 Beiträge · seit 201609. März 2016 · #1
Hallo,
ich habe gerade einen Bericht über die Dürre in Sambia, Zimbabwe und Malawi gelesen. Wollte eigentlich im Oktober für 3 Wochen nach Sambia und Malawi eine Rundreise machen. Ist das jetzt überhaupt sinnvill? Nehme ich den Einheimischen als Tourist nicht Wasser und Resourcen weg?

Was meint ihr?

Gruss Resi
33,1k Beiträge · seit 200609. März 2016 · #2
Hi Resi,

und das Ausbleiben Deines Geldes hilft ihnen wie?
Die Dürre ist auch in Lesotho, Teilen Südafrikas, Namibia...

Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
52 Beiträge · seit 201209. März 2016 · #3
Naja Ressourcen wegnehmen ist relativ. Glaube auf eine Person kommt es am Ende auch nicht wirklich an. Du solltest es aber mit deinem Gewissen vereinbaren. 🙂
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389 Beiträge · seit 200609. März 2016 · #4
Hallo Resi,

auch wir sind im August in ZIM unterwegs. Für mich stellt sich weniger die Frage ob ich den Einwohnern etwas wegnehme. Das Problem an der Versorgungslage sehe ich nicht am Vorhandensein von Lebensmittel / Wasser sondern an der Möglichkeit sich diese zu kaufen. Wenn halt kein Wasser zum Duschen da ist reicht uns auch eine Katzenwäsche (Wasser haben wir im Auto ausreichend dabei). Eher mache ich mir Gedanken über die Sicherheitslage.
Ich verfolge hier im Forum intensiv die Berichte. Bis jetzt konnte ich nichts negatives entdecken was uns davon abhält nicht nach ZIM zu fahren (den Menschen dort geht es nicht besser wenn wir wegbleiben).

Im Gegenzug kann man der Bevölkerung auch etwas gutes tun wenn man sich z.B. mit Lebensmitteln oder anderen Dingen für Hilfe / Dienstleistung bedankt. Darauf werden wir uns bei unseren Einkäufen auch einstellen.

Gruß Joachim

P.S. An alle Moralapostel -> spart euch die Antworten/Kritiken/erhobenen Zeigefinger. Meine Meinung steht nicht zur Diskussion.
Touristen bringen Souveniers mit nach Hause. Reisende Geschichten.
1'667 Beiträge · seit 201109. März 2016 · #5
Hallo Resi,

wir stehen vor einer ähnlichen Frage. Wir fahren im Mai nach Sambia und Zimbabwe.

Ich habe mir da insbesondere wegen Zimbabwe bereits viele Gedanken gemacht. Dabei geht es mir weniger um die Frage der Versorgung, wenn Du Geld hast , wirst Du auch jetzt in Zimbabwe sicher alles bekommen. Und nimmst damit der armen Bevölkerung auch nichts weg. Bei den Preisen in den Supermärkten kann sich das der einfache Bürger sowieso nicht leisten.
Jeden Tag eine Dusche oder gar einen Pool brauchen wir nicht.
Zur Sicherheitslage mache ich mir auch nicht mehr Gedanken als sonst.

Was mich besorgt, ist eher die Frage, was man sehen wird von der Dürre sowohl bei Mensch als auch bei den Tieren.
Bei unserem letzten Zimbabwebesuch 2012 fiel uns vor allem der aufkommende Optimismus der Menschen auf und die Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Nach 2 Jahren Dürre sieht das sicherlich heute wieder ganz anders aus.

Trotzdem glaube ich, dass man gerade jetzt weiter nach Zimbabwe fahren sollte. Die Menschen dort haben viel durchgemacht und sich wirklich über den wieder aufkommenden Tourismus gefreut.

Wir werden auf alle Fälle fahren und im Juni kann ich dann auch berichten.

LG

Montango
Botswana 2016 Sambia 2016 Zimbabwe 2016 KwazuluNatal 2015 KTP-Namibia-Kapstadt 2013 Zimbabwe 2012 Noch keiner hat am Ende gesagt "Ich hätte mehr Zeit im Büro verbringen sollen"
118 Beiträge · seit 200809. März 2016 · #6
Stellt sich nicht -zumindest auch- die selbstkritische Frage, wieviel Urlaubsfreude man in einem Land empfinden kann und darf, dessen Bevölkerung so existentiell bedroht ist?
elefant
5'479 Beiträge · seit 200909. März 2016 · #7
Wenn man selbst nicht glücklich sein darf, weil andere leiden, wird man den Rest seines Lebend unglücklich verleben.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
1'667 Beiträge · seit 201109. März 2016 · #8
elefant schrieb:Stellt sich nicht -zumindest auch- die selbstkritische Frage, wieviel Urlaubsfreude man in einem Land empfinden kann und darf, dessen Bevölkerung so existentiell bedroht ist?
elefant
99 % der Touristen würden das doch nicht einmal merken, da Sie entweder nur in Ihrer wohlbehüteten Lodge sitzen oder irgendwo im Nationalpark. Da liegt dann im schlimmsten Fall mal ein verdursteter Elefant....
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2'349 Beiträge · seit 200909. März 2016 · #9
Mit dem Geld was man dem Land mit seinem Besuch bringt, unterstützt man die Wirtschaft und damit auch die Wasserversorgung in diesem Land.

Regierung und Einheimische sind froh um jeden Touristen, der Geld bringt.

Dass ihr den Menschen und Tieren ("etwas") Wasser wegnehmt, wenn ihr dort Urlaub macht, ist sicher kein Problem deshalb.

Ihr bringt mit einem Besuch 10.000 mal mehr Gutes für ein solches Land, wie das "Schlechte" in dem ihr etwas Wasser verbraucht.

Trotzdem sollte man sich natürlich Gedanken machen und Wasser wo möglich sparen!

LG

Otjikoko
zuletzt bearbeitet 09. März 2016
1'155 Beiträge · seit 200609. März 2016 · #10
elefant schrieb:Stellt sich nicht -zumindest auch- die selbstkritische Frage, wieviel Urlaubsfreude man in einem Land empfinden kann und darf, dessen Bevölkerung so existentiell bedroht ist?
elefant
....das hat etwas. Ich kenne Simbabwe seit Jahren. Die Menschen habe in letzter Zeit viel von dem verloren was ich immer mochte. Der Zweckoptimismus und die Fröhlichkeit ist bei vielen irgendwie abhanden gekommen. Man blickt immer mehr in "tote" Augen... Die Dürre macht die Situation sicher nicht besser...


In einem NP ist man aber schön isoliert von den ganzen Problemen. Ich persönlich habe aber wenig Lust Gamedrives zu machen und abends ein fettes Steak zu grillen, eine gute Flasche Wein zu trinken und eine Zigarre zu rauchen, wenn ein paar Kilometer weiter Menschen am hungern sind. Aber dies muss jeder selber wissen... lg tom


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zuletzt bearbeitet 09. März 2016
5'479 Beiträge · seit 200909. März 2016 · #11
Was ist an dem fetten Steak, der guten Flasche Wein und der Zigarre besser, wenn Du sie in der Schweiz genießt? In Zimbabwe kommt durch Deinen Besuch und Deinen Konsum wenigstens Geld ins Land. Wegessen tust Du denen gewiss nichts, denn Deine Lebensmittel sind für die normale Bevölkerung sowieso unerschwinglich.

Für mich sind das alles Floskeln die das eigene Gewissen beruhigen sollen, aber keinerlei praktische Relevanz haben.
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1'155 Beiträge · seit 200609. März 2016 · #12
Topobär schrieb:

Für mich sind das alles Floskeln die das eigene Gewissen beruhigen sollen, aber keinerlei praktische Relevanz haben.
..da hast Du recht... es sind -wie geschrieben- "meine" Foskeln und momentanen Prinzipien ...und viel Geld lasse ich nie im Land.. Sprit und Food kommt von RSA...lg tom