piscatorThemenstarter1'483 Beiträge · seit 200925. Feb. 2016 · #1
Guten Morgen, ich möchte keine Beunruhigung schüren, aber diese Info soll, wie auch im Text angemerkt, die Aufmerksamkeit weckken, sofern nicht schon geschehen, da die Tricks eigentlich bekannt sind.
Wertsachen nicht offen zeigen, Fenster und Türen verschlossen halten - sorry, das sind keine neuen Sachen, das sind Maßnahmen die man überall auf der Welt beherzigen sollte, insbesondere in Touristengebieten. Ich sehe da jetzt nichts besonderes in der Meldung.
Rodrigo1'125 Beiträge · seit 200625. Feb. 2016 · #4
'Nichts Besonderes'? Ganz schön cool - oder ist es schon zynisch? In der Sache stimmt es: Man fährt durch die Stadt nicht mit offenem Seitenfenster. Man lässt nichts im Innenraum liegen. Und vor allem: sofort nach Start die Türen verriegeln! Die meisten s.a. neuen Autos tun das automatisch. Beim Anhalten vor Ampeln oder sonstigen Hindernissen mindestens 2 m Abstand halten, so dass man nicht hilflos eingeklemmt wird und nicht mehr fliehen kann. Ein Elektroschocker ist auch hilfreich, hat uns einmal in Swakopmund 'gerettet': Schon das Zeigen des Geräts hat so seine Wirkung... Das Verschweigen, zu dem manche neigen, ist kontraproduktiv. Man muss wissen, welche Gefahren drohen. Es ist nun mal anders dort als bei uns. Rodrigo
Omnia vincit amor
Tomcat1'155 Beiträge · seit 200625. Feb. 2016 · #5
Namibia-Neuling schrieb:
Ich sehe da jetzt nichts besonderes in der Meldung
.
Nichts besonderes mehr....ja da hast Du leider recht. Das ist ja langsam das Bedenkliche in WDH ...
die AZ berichtet auch immer nur von Touristen, die überfallen werden. Für Einheimische schein ja alles super zu sein 😉 Im Ernst: Ich verhalte mich hier - klar, bin ach kein Tourist - wie in jeder Großstadt, wobei für mich das Schließen des Fahrerfensters während der Fahrt nicht dazu gehört. Und wenn ich mal Einkäufer im Auto habe, die ich eben nicht mit viel Aufwand verstecken kann, dann ist es eben so. Ich meide gewisse Straßen, wo solche Vorfälle wie in der AZ geschildert häufiger vorkommen. Autovermieter, Unterkünfte etc. sind meiner Meinung nach in einer Art Pflicht, Touristen über "Kriminalitäts-Hotspots" zu informieren. Dazu gehört z.B. de Wener-List-Straße in Windhoek-Central.
Viele Grüße aus Windhoek Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Montango1'667 Beiträge · seit 201125. Feb. 2016 · #8
Danke an piscator für den Hinweis.
Klar sollte man auf so etwas vorbereitet sein. Klar weiss man mittlerweile, dass es in Windhoek regelmäßig zu solchen Überfällen kommt.
Das diese Tricks jedoch immer wieder funktionieren, heißt aber auch, dass eben nicht jeder mit solchen Überfällen rechnet. Da ist es nur gut, von Zeit zu Zeit die Aufmerksamkeit wieder zu wecken.
Und natürlich kann auch in Deutschland etwas passieren, aber dass in München ein Taxifahrer ein Auto stoppt, damit aus diesem etwas gestohlen wird, habe ich zumindest noch nicht gehört. Liegt vielleicht daran, dass München ja auch nur ein Dorf ist 😉
Rodrigo schrieb:'Nichts Besonderes'? Ganz schön cool - oder ist es schon zynisch?
Weder noch. Es ist nicht schön, dass man das so sagen muss dass es "nichts besonderes" ist, aber so ist unsere Welt leider geworden. Ich sehe jedenfalls keinen Grund, warum man das speziell für Windhoek hervorheben muss, selbst hier in der Gegend passiert sowas inzwischen.
...für benchmarking, z.B. SA laut http://crimestatssa.com/topten.php Theft out of or from motor vehicle : Worst ten precincts in 2015 Precinct/Province: Number Crimes Cape Town Central /Western Cape: 3441 Sunnyside/Gauteng: 1943 Stellenbosch/Western Cape: 1819 Bellville/Western Cape: 1732 Pretoria Central/Gauteng: 1617 Park Road/Free State: 1522 Honeydew/Gauteng: 1495 Sandton/Gauteng: 1480 Mitchells Plain/Western Cape: 1366 Johannesburg Central/Gauteng: 1361 Total: 17776 Grüße .....da wird man schon vorsichtig.......zumindest nachdenklich
Hallo ihr Lieben, ich und mein Freund sind letztes Jahr in Windhoek auch ausgeraubt worden. Und zwar waren wir gerade mit unserm Mietwagen auf dem Weg zum Flughafen,vorher haben wir noch in Windhoek getankt und weil wir noch Zeit hatten sind wir nach Klein Windhoek zu unseren FReunden gefahren ,um uns von Ihnen zu verabschieden. Sie wohnen in einer exklusiven Gegend in einer Sackgasse.Wir haben vor dem Haus geparkt und nich auf dem Hof der eingezäunt war ,da wir nur 5 Minuten bleiben wollten. Also Auto zu kurz rein Tschüss gesagt und nach 5 Minuten wieder zum Auto.... Die SCheibe war eingeschlagen und alles weg ALLES auch als wir den Kofferraum Öffneten bekam ich einen SChock weil unsere KOffer die darin waren weg waren.... 🙁 Es war echt alles geklaut....Pässe,Kamera, KLamotten,Geld.....wir hatten nur noch die KLeidung die wir trugen... NAtürlich waren wir total am Ende unser flug sollte in 2,5 Stunden gehen. Ich will jetzt hier nicht die ganze Story erzählen sondern nur warnen übervorsichtig zu sein und ich finde in der Stadt ist es viel unsicherer als das Land!! Natürlich werden jetzt Einige denken warum wir auch so doof sind und nicht auf den eingezäunten Hof gefahren sind.....aber glaubt mir das haben wir uns selbst schon oft genug vorgeworfen. In der Gegend wohnen eher die "reicheren Leute aus Windhoek"....die Diebe sind uns wahrscheinlich von der Tankstelle gefolgt!!! Passt auf Euch auf,denn ich habe echt lange an dem Erlebnis zu knabbern auch jetzt noch nach einem dreiviertel Jahr denk ich immer noch oft daran dass diese Menschen mir meine tollen Errinnerungen(Fotos) geklaut haben und in meinen Sachen rumwühlen.... 🙁 Trotzdem werde ich es mir nicht nehmen lassen in dieses schöne Land zu reisen.....nur Windhoek werde ich wahrscheinlich so gut es geht umgehen!!!
....will gar nicht nachfragen nach dem Ärger, den Ihr hattet, kann es mir aber vorstellen....wenigstens am
Ende der Reise.....hast Du noch die genauen Koordinaten der Tanke......die scheint mir eine "Schlüsselrolle" zu
spielen....leider.... 🙁 🙁 🙁
BMW
Rodrigo1'125 Beiträge · seit 200602. März 2016 · #15
Guten Abend, Tabea, mein ganzes Mitgefühl ist Dir gewiss, sagt Dir ein Mitleidender. Ich habe drei Jahre gebraucht, um das zu überwinden. Bei mir war es ein persönlicher Angriff morgens um drei, ich wurde auch verletzt und brauchte hier eine Augenoperation. Das ist Euch erspart geblieben, seid froh. Wenn Du nach einem Dreivierteljahr immer noch davon träumst, lass Dich fachlich behandeln. Den Rat hatte mir damals 'Jaw' gegeben (manche kennen ihn noch aus dem Forum, Fachmann). Ich habe das befolgt, und ich bin ihm dankbar für diesen Rat. -- Ja, ich stimme Dir zu: Deswegen sollte man Namibia nicht vermeiden. Ich plane fürs nächste Jahr eine Art Abschiedstour, einmal noch. -- Was aber immer ärgerlich ist: Wenn jemand schreibt: Ja, das kann Dir am Hauptbahnhof in xyz auch passieren, ist alles nicht außergewöhnlich. Tröstet Dich ein solcher Kommentar? Nein, wohl nicht. Durch WDH werde ich, soweit das die Ampeln zulassen, durchrasen. Aber in Nebenzentren (z.B. Okahandja) ist es auch nicht besser. Ich steige auf Farmen und Lodges um. Meinem Alter eben angemessen. Ich wünsche Dir alles Gute! Rodrigo
Das schlimme Erlebnis von Tabsi zeigt m. E. wie unwahrscheinlich effizient und schnell Profis vorgehen können und dass jeder Normalbürger (mich eingeschlossen) das unterschätzt. Einer Bekannten wurde sehenden Auges am Parkplatz einer Raststätte in Spanien das Auto ausgeräumt: Ein Kombi fährt hinter das geparkte Opferfahrzeug, verstellt teilweise die Sicht, 3 Mann springen heraus, brechen Kofferraum und Tür mit Brechstange auf, laden in den Kombi und weg. Dauert zwei bis drei Minuten. Wahrnehmen …. Schrecksekunden, dass da etwas nicht stimmt…. zum Auto laufen…und nur mehr die Rücklichter der Diebe sehen. Anzeige sinnlos, Diebe über alle Berge. Grüße PS. Und keineswegs möchte ich durch das Spanienbeispiel die Debatte „das kann überall passieren“ befeuern. Ich wollte damit nur sagen wie effizient professionelle Kriminelle sind.
Hallo alle zusammen, wir sind momentan in Namibia und trafen vorgestern zwei Pärchen nicht mehr ganz jungen Alters in Swakop, die ihr Auto bei Sun gemietet hatten. Das Auto stand auf der Strasse, wurde mit allem Gepäck bepackt und anschließend gingen alle vier ins Office, um den Papierkram zu erledigen. Danach fuhren sie zum Einkaufen, als sie schließlich bemerkten, dass zwei der vier Reisetaschen aus dem Kofferraum verschwunden waren. Das gesamte Gepäck eines der Paare... Sie waren alle der Meinung, dass der Diebstahl vor dem Sun- Office geschehen war. Sie hatten das Auto nicht abgeschlossen- von der Vermietungsfirma hatte sie niemand darauf hingewiesen... Sie informierten ihre Buchungsfirma in Windhoek und den Autovermieter, aber nicht die Polizei, weil sie meinten, dafür keine Zeit mehr zu haben. Dieser Fall wird also nicht in die Statistik eingehen und auch nicht in der AZ veröffentlicht werden. Nicht schön. Liebe Grüße vom heißen Etongo Marga
GRGrenzgänger142 Beiträge · seit 201603. März 2016 · #18
buma schrieb: Sie hatten das Auto nicht abgeschlossen- von der Vermietungsfirma hatte sie niemand darauf hingewiesen... Liebe Grüße vom heißen Etongo Marga
Also, dass ich mein Auto abschließen sollte, wenn ich es unbeaufsichtigt und mit Gepäck darin abstelle, sollte ich auch wissen, ohne dass mich jemand (von der Vermietungsfirma) darauf hinweisen müsste.
Mein Mann hält mich manchmal in Namibia für ein wenig neurotisch, aber wenn wir unser Auto bei Savanna übernehmen, was beim ersten Mal (Bushcamper) einer längeren Erklärung bedarf, stellen wir alles Gepäck ohne Ausnahme in das Office (möglichst nicht direkt neben die Tür sondern weiter hinten hinter ein Sofa), da hier die Übergabe auch an der Straße erfolgt und ein Formi in seinem Reisebericht erzählt hat, dass während der Übergabe (drei Leute neben dem Auto) blitzschnell ein Rucksack aus dem Auto entwendet wurde.
Erst wenn alles erledigt ist, packen wir unser Gepäck ins Auto, schließen hinten ab, setzen uns vorne rein und ich verriegele die Türen. Dann kommt das Gepäck in die Pension und wir gehen mit leerem Auto einkaufen.
Falls wir unterwegs mal das Auto stehen lassen müssen, bleibt einer beim Wagen. Wenn das gar nicht passt und unser Gepäck im Wagen ist, ist nichts, aber auch gar nichts im Innenraum des Wagens zu sehen (außer der Kühlbox, die auf dem Rücksitz festgeschraubt ist).
Ich versuchte auch in Deutschland nichts wertvolles im Auto zurückzulassen, bin aber in der Tat hier nicht ganz so vorsichtig. Eine gestohlene Geldbörse zu Hause ist sehr ärgerlich, aber ein Urlaub ohne meine Kleidung und Utensilien schmälert den gesamten Urlaubswert doch erheblich und nach Hause fahren zu müssen ohne meine gesammelten Erinnerungen wäre für mich ebenso schlimm.
Zu Buma´s Geschichte eine Weitere: Wir haben letztes Jahr am Waterberg zwei Paare (auch nicht mehr jung) im Hilux mit Dachzelten getroffen, denen in Opuwo an der Tankstelle genau der Rucksack gestohlen wurde, in dem sich die gerade wieder aufgefüllte Reisekassen (und alle Papiere des Rucksackbesitzers) befand. Der Rucksack stand auf der Rückbank ZWISCEN der beiden Frauen. Es ging so schnell, Tür auf, rübergebeugt, gegriffen, dass nach der Schrecksekunde schon alles geschehen war.
Dieses Jahr reisen wir mit unseren beiden erwachsenen Söhnen und deren Freundinnen und ich habe ihnen schon jetzt eingeimpft, bei Tankstopps, in Städten und Orten ... sind die Türen verriegelt und man macht nur ein Fenster ein Stück runter. Wenn der Fahrer zum Bezahlen aussteigt, bleiben die anderen Türen verriegelt. Wenn man das die ersten zwei Tage durch hat, geht das in Fleisch und Blut über.
Viele Grüße Karin
Würde sollte niemals ein Konjunktiv sein.
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Rodrigo1'125 Beiträge · seit 200603. März 2016 · #20
Guten Morgen! @ Karin: Nein, Du bist nicht neurotisch, wenigstens deswegen nicht (irgendwie neurotisch sind wir ja alle....). Was Du machst, ist alles o.k., ja notwendig. Das sage ich Dir, der ich Johannesburg-erfahren bin. Auch wenn Namibia nicht JNB ist, ist Dein Vorgehen richtig. Lass Dich nicht irre machen und impfe Deinen 'Kindern' Deine Verhaltensweise ein. Ich habe schon mal in JNB ein Messer am Hals gehabt; ich weiß, wovon ich rede. Und trotzdem: Viel Vergnügen dort! Rodrigo