Das erste Wild nehme ich en-passant während des Snacks im Camp mit, denn die Buschbock-Dame lässt sich ihrerseits bei ihrem Mahl nicht stören.
Wir fahren auf der alten Strecke Richtung Mophiti Drift durch einen schönen, alten Waldbestand.
Zebramanguste
Arnot´s Chat, ab auf die Liste
Da sich sonst wenig weitere Objekte der Begierde zeigen, probieren wir die Ecke Richtung Death Tree Island aus.
ein Trupp Hornraben passiert direkt vor uns den Weg, hier Alt- und Jungvogel zusammen.
Wasserbock
Grautoko und Riesenglanzstar
Giraffennachwuchs
Dank Navi finden wir wieder zurück Richtung Camp, hier hätten wir sonst definitiv ein Problem gehabt. Wir machen uns zu Fuß auf den Weg auf einen Hügel, um den Sonnenuntergang mit einem Savannah zu geniessen.
Sunset
ihn habe ich gar nicht bemerkt, aber Andreas macht mich darauf aufmerksam, dass drei Meter neben mir ein Black-collared Barbet sitzt. Letztlich sind es über zehn Vögel, die hier die diversen Höhlen in einem alten Kameldorn als Schlafplatz aufsuchen.
als es dunkel ist und die Getränke getrunken, stolpern wir durch die Nacht zurück. Vor uns auf dem weissen Sand der Fahrspur liegt eine kleine Schlange und nimmt die gespeicherte Wärme auf. Leider komme ich erst auf die Idee, ein Foto zu machen, als die Schlange sich langsam in die Botanik zurückzieht. Ich hatte nicht an den Blitz gedacht... Laut Führer könnte es eine ungiftige Swamp-snake gewesen sein. Gegen das Restlicht des Abendhimmels erkennen wir einen Bat Hawk-Fledermausaar, der unverkennbar auf Jagd geht.
der Mond erleichtert uns den Rückweg, und wir beschliessen den Abend am Feuer. In der Ferne brüllt ein Löwe.
Die Gegend direkt ums Camp gefällt uns sehr gut. Man hat, wenn man einen Termitenhügel als Ausguck nutzt, einen schönen weiten Blick übers Delta mit seinen riesigen Schilfflächen, und so beschliessen wir, morgen früh nicht raus zu fahren, sondern hier ums Camp herum zu Fuß unterwegs zu sein.
bis dahin, Matthias
Teil 2211. März 2016
21. Januar :
der neue Tag bricht an, und wir machen uns gleich wieder auf zu dem toten Kameldorn, denn wenn die Bartvögel aufstehen, wollen wir vor Ort sein.
wir haben nicht damit gerechnet, dass die Barbets auch Frühaufsteher sind, jedenfalls herrscht noch kein Fotolicht, als sie aus den Baumhöhlen schlüpfen.
über den Sumpfflächen hat sich Bodennebel gebildet. In einem Busch weiter draussen sitzen zwei Black Coucals, leider viel zu weit für ein Foto.
Bennett´s Woodpecker, für den es typisch ist, dass er auf dem Boden nach Nahrung sucht.
Puffback-Schneeballwürger
Hartlaub´s Babbler
Als wir zurück zum Camp gehen, um zu frühstücken, entdecke ich eine Antilope, die sofort Euphorie auslöst.
Sitatungabock. Er äst in aller Ruhe Wasserpflanzen und lässt sich nicht stören.
Nach unserem Z´Morge räumen wir das Lager, und fahren dann aber nochmals schnell zu den Barbets. Kontrolle ist besser.
ein Baumhopf kontrolliert die Höhlen, und darauf hin schaut ein Bartvogel aus einer der Höhlen und fängt laut an zu schimpfen. Daraufhin erscheint der Partner, und auf einem Ast vor der Wohnung halten sie Hochzeit.
Halsbandbartvogel-Kopula
Auf dem Rückweg passieren wir wiederum den Sitatunga, der nun sogar Gesellschaft von einer Geiss mit ihrem Kitz erhalten hat. Wir verlassen Xakanaxa und nehmen die Pad Richtung Third Bridge unter die Räder. Hier hat es uns sehr gut gefallen, und das nächste Mal würden wir hier eher zwei Nächte einplanen.
Wasserbock
Sattelstorch
Ohne besondere Ereignisse erreichen wir Third Bridge. Hier kaufen wir zwei Bündel Brennholz, und dann suchen wir unsere Campsite Nr.1 auf. Es ist mittlerweile drückend schwül geworden, ein Gewitter liegt in der Luft. So nutzen wir die Mittagsstunden und schlafen eine Runde.
Andreas und seine Dackelgarage. Drinnen war es einfach zu drückend, aber im Schatten geht´s.
erinnert mich an einen Blaupfeil.
Den Nachmittag verbringen wir auf dem Mboma Island Loop, davon demnächst mehr.
Matthias
Teil 2313. März 2016
nachmittags 21. Januar :
Nach wie vor liegt ein Gewitter in der Luft. Wir fahren den Northern Loop um Mboma Island herum in der Hoffnung, hier ein wenig Einblick in das Okavango-Delta zu erhalten.
Ausblick dank Ausguck. Der erhöhte Stand von einem Termitenhügel erlaubt etwas freiere Sicht, aber viel mehr als etwas Wasser und riesige Gras- und Schilfflächen ist nicht zu sehen. Doch ja, ein paar Weissbartseeschwalben.
Gewitterstimmung überm Delta
Die Pad wird wohl eher selten befahren, sie ist ziemlich zugewachsen, und einige Male muß Andreas aussteigen und Äste weghalten oder sogar abbrechen. Wild sehen wir auch nur sehr wenig, es ist noch immer drückend schwül.
diesen Water Monitor überraschen wir bei seinem senkrechten Mittagsschlaf.
Weideschweine
Kurz vor Third Bridge stoppen wir an der grossen Pan und nehmen uns mal die reichlich abwechslungsreiche Vogelwelt vor.
heilige Ibisse auf grossem Fuß.
Wir finden einen Trupp Caspian Plover, wovon sogar ein Tier ( noch oder schon wieder ) im Prachtkleid ist, sowie einige Kitlitz Plover, die als neu verbucht werden können.
Dann kochen wir ausgiebig und geniessen einen friedlichen Abend ohne besondere Ereignisse. Dafür fängt es nachts an zu regnen, aber da wir vorbereitet sind, können wir weiter schlafen.
22. Januar :
Der Tag bricht bleiern an, und so ist es schon hell, als wir über die Brücke rumpeln. Zuerst ist nicht viel Wild auszumachen, aber dann entdecke ich einen Räuber, der mal wieder einen Adrenalinkick verursacht.
Streifenschakal. Die Zebras beobachten ihn genau.
an der Hyäne wären wir fast vorbei gefahren, obwohl sie keine zehn Meter neben der Spur sitzt. So ist das, wenn man permanent den Horizont absucht. Sie hat wohl eine unschöne Erfahrung machen müssen letzte Nacht, denn sie blutet am Hals und oben über der Keule. Immer wieder setzt sie sich nach ein paar gehumpelten Metern und schleckt die Wunden.
wird mal wieder Zeit für einen Eisvogel. Grey-headed Kingfisher.
the voice of Africa. Cape Turtle
Wir fahren zurück und wollen frühstücken, aber unser Kocher kommt irgendwie nicht richtig auf Touren, und so dauert es, bis wir unsere Kanne Tee aufbrühen können. Mittlerweile ist es wieder wärmer geworden, und die Zelte sind soweit abgetrocknet, dass wir einpacken können.
Wir fahren schön langsam nach South Gate.
Red-shouldered Widow-Stummelwida
ein typisches Konglomerat von Reihern und Zebras
Waidmannsheil, Marabu.
Hottentot Teal
Wollhalsstörche, die allesamt eine grosse Fluchtdistanz einhalten. Der Mopanebusch im Hintergrund zeigt deutliche Spuren von Elefantenpräsenz.
Wir checken in South Gate ein, und belegen unsere Campsite. Ausser uns ist noch ein einzelner Schweizer hier, und wir unterhalten uns über das Woher und Wohin. Es fängt wieder zu gewittern an, aber wir lassen uns von dem Regen doch nicht unseren Abenddrive vermiesen.
Davon handelt der nächste Teil,
schönen Sonntag noch,
Matthias
Teil 2415. März 2016
noch der 22. Januar :
Als wir unseren abendlichen Drive starten, nieselt es etwas, aber der dunkle Himmel verspricht weitere Niederschläge. Wir fahren ein Stück zurück Richtung Third Bridge und biegen dann ab auf die Pad nach Black Pools.
die Truppe Zwergmangusten kommt gerade heim, und aus allen Löchern des alten Termitenhügels taucht ein Tier auf und verschwindet wieder. Leider ist es ziemlich dunkel, und ich muss am DIN-Rädle drehen, damit überhaupt noch was geht.
auch der wie ein begossener Pudel da sitzende Milchuhu hätte etwas mehr Licht gut vertragen.
Es fängt richtig zu pladdern an, und schnell wird aus unserer Fahrspur eine Seenlandschaft. In den Seen sitzen, wie aus dem Nichts aufgetaucht, fette Frösche und quaken sich eins. Wir sehen zwei Steinböckchen, später noch drei grasende alte Dagga Boys. Überall in den offenen Wiesen stolzieren Marabus. Da der Regen nicht nachlassen will, schlittern wir wieder zurück.
Hier wartet die nächste Überraschung auf uns. Schnell mal eben kochen können wir vergessen, unsere Gasflasche hat fast keinen Druck mehr, und das Holz will bei dem Regen auch nicht brennen. Andreas hat die geniale Idee und legt einige kleinere Späne auf den Kocher, und bringt diese mit dem Restgas zum brennen. So schaffen wir es doch noch, ein ordentliches Kochfeuer am Brennen zu halten. In der Dämmerung fängt eine Zwergohreule an zu singen, wir finden sie aber nicht.
Mit schön am Feuer absitzen ist es heute leider nichts, und nach dem Abwasch verschwinden wir im Zelt. Die Eule singt anhaltend, dazu trommelt der Regen aufs Dach. Schnell schlafe ich ein.
23. Januar :
Bevor wir unseren ersten Besuch hier im Moremi beenden, wollen wir doch noch versuchen, ein Stück Richtung Black Pools zu fahren. Noch hat es einiges an Gewölk am Himmel, aber wir vertrauen auf die Sonne.
Marabu in seinem Schlafbaum.
einer der dicken Quaker hat es nicht geschafft, denn ein Schreiadler hat ihn sich zum Frühstück gekrallt.
ob es der selbe von gestern Abend ist? Eher nicht. Aber auch dieser Milchuhu hat es nicht sonderlich gemütlich, denn er wird permanent von einem Schmarotzermilan attackiert.
junger Gaukler
die Sonne hat schon gut gearbeitet, die Wolken sind fast verdampft.
Suicide Chick als Primaballerina.
Gabelrackenpaar.
Wir schaffen es bis zur Picnic site, dann beschliessen wir umzudrehen, denn wir müssen ja bis um 11.00 Uhr den Park verlassen. In einer weiten Graspläne streiten sich zwei Tsessebe-Bullen, drei Hyänen laufen dahinter nach links, während davor zwei Sekretäre auf der Jagd sind. Dazu immer wieder Herden Impalas. Hier könnte man es durchaus länger aushalten.
Als wir über eine Kuppe kommen, sitzt unvermittelt auf kurze Distanz ein ausgefärbter Gaukler perfekt im Licht auf einem weissen Termitenhügel, was für ein Traummotiv. Leider hält er nicht aus, und so bleibt das Motiv ein Traum.
dafür bleibt der Schmarotzermilan sitzen, was er da zum Fressen hat, können wir nicht erkennen. Sieht aus wie irgendwelche Innereien.
Zurück im Camp hat die Sonne wunschgemäss die Zelte getrocknet, und wir packen ein und fahren pünktlich durchs Gate. Adieu Moremi. Es hat uns sehr gut gefallen hier, und der nächste Aufenthalt lässt hoffentlich nicht zu lange auf sich warten.
Wir fahren Richtung Maun, halten aber noch ein paar Mal für die letzten Elefanten und ein paar Giraffen.
Red-billed Firefinch-Kleiner Amarant
Village Indigobird-Rotschnäblige Atlaswitwe ( beide ab auf die Liste unter "Neu" ).
kurz vor dem Vet Fence wird der letzte Elefant dieser Reise geknipst, von nun an geht es ohne die grossen Grauen weiter.
Auf dem Weg nach Maun, mittlerweile wieder auf einer richtig breiten Sandstrasse, entdecke ich plötzlich linkerhand eine grüne Schlange, die aber natürlich weg ist, bis ich gewendet habe. Wir suchen noch ein Stück, auch in den Bäumen, denn ich meine, es war eine Boomslang, aber die Schlange zeigt sich nicht mehr.
Als wir in Maun auf den Parkplatz vom Spar fahren, geht ein tropischer Guß nieder, und wir erledigen derweil unsere Einkäufe. Danach tanken wir voll und versuchen dann bei zwei Firmen, unsere Gasflasche aufzufüllen. Aber es ist Samstagnachmittag, die Läden sind geschlossen.
Wir fahren weiter, nun wieder auf Teer, bis hinter Ghanzi und erreichen noch vor Sonnenuntergang das Thakadu Camp. Nach dem Zeltaufbau und einer Dusche gehen wir ins Restaurant und geniessen diesen Vollmondabend im Freien sitzend bei zwei GTs. Zum Abendessen gönne ich mir einen Elandpotjie mit Reis, dazu ein Bierchen. Schmeckt alles sehr lecker, lediglich eine Truppe von so Macchotypen, die sich gegenseitig Fotos von erlegten Tieren auf dem Handy zeigen und dabei einiges an Bier vernichten, stören den Abendfrieden, da sie immer lauter werden. Saturday night fever halt.
Kosten Thakadu Camp : 110.- Pula pP
Der nächste Tag sieht uns auf dem Weg in den KTP. Ich kann es kaum erwarten.
viele Grüsse, Matthias
Teil 2516. März 2016
24. Januar :
Nachts, wir haben schon geraume Zeit geschlafen, wird plötzlich die gesamte Anlage beschallt. Die mittlerweile restlos besoffenen Helden der Kalahari gedenken wohl nun nach Hause zu fahren und wollen das auch allen Anwesenden kundtun, jedenfalls lassen sie ihre Motoren aufjaulen und die Radios sind voll aufgedreht. Was Typen! Eine Schande fürs Geschlecht.
Der nächste Morgen ist Sonntag, und da wir ja kein Gas mehr haben, müssen wir warten, bis der Frühstückstisch gedeckt wird. Also schnappen wir uns die Ferngläser und gehen vorab auf Vogelpirsch. Da wir noch keinen Hunger haben, trinken wir nur zwei Tassen Kaffee, zahlen unsere Zeche, packen ein und fahren das kurze Stück zurück nach Ghanzi. Hier kaufen wir noch Lebensmittel ein, dann versuchen wir, natürlich absehbar erfolglos, unsere Gasflasche füllen zu lassen.
Auf einer ordentlichen Teerpad cruisen wir Richtung Süden. Immer wieder werden wir gezwungen anzuhalten, denn öfters stehen Esel, Ziegen, aber auch Rinder und Pferde mitten auf der Strasse. Und so kommt, was kommen muss. Wir passieren kurz hinter einander die frischtoten Kadaver zuerst einer Kuh, dann eines Pferdes. Hey, hier ist was los. Jeweils runde fünfzig Geier sitzen auf den Körpern und in den umliegenden Büschen. Jedes Mal, wenn ein LKW vorbei röhrt, fliegen alle auf, um umgehend wieder zu landen.
Lappet-faced Vulture-Ohrengeier
schaurig-schönes Spektakel
interessant ist die Interaktion zwischen den Geiern.
deutlich sind die Neuankömmlinge an ihren noch sauberen Hälsen auszumachen.
In Kang fahren wir in den abseits liegenden Ort, aber eigentlich wissen wir, dass wir auch hier kein Gas erhalten werden.
Dann biegen wir Richtung Hukuntsi ab. Hier muss es unlängst geregnet zu haben, denn auf dem Boden kriechen niedrige, gelbblühende Pflanzen, und Gruppen ebenfalls gelbblühender Sträucher, die aus der Ferne an Forsythien erinnern, leuchten uns regelrecht entgegen.
In Hukuntsi tanken wir voll, und im Supermarkt erstehen wir noch einen Sack Holzkohle. Damit sollten wir über die Runden kommen, denn es ist klar, dass es die nächste Woche kein Gas geben wird.
Weiter geht die Fahrt über Zutshwa, der letzten Ortschaft vor dem KTP. Hier erwischt uns ein Gewitterschauer. Schlagartig wird aus der Gravel Pad eine sandige Fahrspur, und ich schalte den Allrad zu.
Schlagartig ändert sich auch die eher langweilige Savanne in eine fast englisch anmutende Parklandschaft. Grosse Bäume, sanfte Hügel, überall wächst ein grüner Grasteppich, und schon bald sehen wir die ersten Tiere. Herden von Tieren. Hunderte Springböcke, dazu vielleicht eine dreistellige Anzahl Gnus sowie geschätzte fünfzig Hartebeester. Wir sind in der Kaa Kalahari Concession Nr.2 angekommen. Was aber auffällt, ist dass die Tiere eine grosse Fluchtdistanz einhalten. Erst später erfahren wir, dass es eine Jagdkonzession ist.
Kalahari at its best.
Eigentlich haben wir vorgehabt, noch bis zum Kaa Gate zu fahren, aber diesen Plan schmeissen wir sofort über Bord, als wir an einen Wegweiser "Name Pan Campsite" kommen. Wir inspizieren den Platz auf einer kleinen Anhöhe mit Blick auf die Pan, auf der Herden von Tieren grasen. Wir sind uns einig, einen schöneren Platz gibt es nicht, der ist unser.
Wir stellen die Zelte auf und buddeln an einer alten Feuerstelle ein Loch, dann entzünden wir ein Kochfeuer. Nebenbei bekommen wir schon Besuch von zwei neugierigen Schakalen.
Stilleben
dank der Wolken erleben wir einen spektakulären Sonnenuntergang.
Name Pan.
was für ein schöner Abend.
wir geniessen den Abendfrieden nach dem langen Fahrtag.
Auch hier singt wieder eine Zwergohreule, und später brüllt ein Löwe, deutlich näher als in Nambwa. Der volle Mond spendet helles Licht, und als das Feuer herunter gebrannt ist, verschwinden wir in den Zelten. Sofort sind die Schakale wieder da und kontrollieren, ob wir nicht etwas für sie übrig gelassen haben. Einer kommt bis auf einen halben Meter an mein Mossinetz, er kann mich aber nicht sehen.
Morgen also, endlich, geht es wieder in den Kgalagadi Transfrontier Park.
bis dahin, Matthias
Teil 2625. März 2016
25. Januar :
Wir haben wunderbar geschlafen und sind entsprechend erholt, es hat uns ja auch keine grölende bierseelige Meute gestört. Die Restglut lässt sich wieder anfeuern, und schon bald singt unser Teekessel wieder. Was für ein schöner und friedlicher Platz. Ich habe noch nie vorher, weder in Reiseführern noch im Forum, von dieser "Name Pan" gelesen. Gewundert habe ich mich auch, dass dieser schöne Platz umsonst sein soll? Jedenfalls war nirgends etwas über eine Gebühr zu lesen. Die Schakale sind auch wieder anwesend, aber auch heute fällt nichts für sie ab. Wir packen zusammen, und gegen acht Uhr sind wir reisefertig.
noch niemals vorher habe ich fünfhundertstückstarke Herden Springböcke gesehen, hier finden wir drei solch riesige Gruppen, die sich das frische Gras schmecken lassen.
zurück am Abdreh zur Name Pan.
die Agame nutzt die frühe Sonne für eine Aufwärmrunde.
auch der Vierstreifenmaus gefällt das Frühstück draussen besser.
dann fühlen wir uns in einen amerikanischen Western versetzt. Vor uns flüchten allerdings keine Büffel, sondern eine mindestens 300 Köpfe zählende Herde Elands geht in voller Flucht ab, so dass es trotz feuchtem Boden nur so staubt. Hinter der nächsten Kuppe warten sie dann auf uns, und die Stampede geht von Neuem los.
es sind hauptsächlich Kühe mit Kälbern, aber auch ein paar tonnenschwere Bullen stehen in der Herde.
wir passieren blühende Landschaften, wohlwissend, dass aus den so schön gelb blühenden Blümchen bald schon gemein pieksende Morgensterne werden.
regelmässig sehen wir Weissbürzel-Singhabichte, die es oberhalb Mauns gar nicht hatte.
auf einer vegetationslosen Pan hat es weitere Elands, dazu Gnus, Hartebeester und Oryx. Sie alle scharren an Löchern mit den Hufen und nehmen wohl Salze auf.
Gemsböcke
Dann erreichen wir das Kaa Gate, und hier löst sich auch das Rätsel mit der Bezahlung der Name Pan Campsite. Pro Nase und Fahrzeug fallen fünfzig Pula an, zahlbar in Zutshwa. Vielleicht lässt sich hier der "Service" noch etwas optimieren, denn ein Schild in Zutshwa selbst haben wir nicht gesehen. Fürs nächste Mal aber merke ich mir das Prozedere, der Platz ist die Gebühr auf alle Fälle wert. Überhaupt sind wir froh, dass wir nicht gestern Abend noch die fünfzig Kilometer haben fahren müssen, gegen die Uhr und die sinkende Sonne, denn heute haben wir in aller Ruhe dreieinhalb Stunden für die Strecke gebraucht. Wir stören den Ranger bei seiner bestimmt schweren Arbeit hier im Nirgendwo, das grosse Buch verrät, dass wir heute seine ersten Kunden sind.
In der grössten Mittagshitze nehmen wir nun die 84 km Richtung Kannaguass unter die Räder. Ich zeige hier einen Plan vom Park, damit sich auch die nichtortskundigen Leser ein Bild machen können.
immer wieder sehen wir Steppe Buzzards, aber alle sind überaus scheu und flüchten sofort, kaum dass der Wagen anhält.
einen einzelnen Sekretär stören wir bei seiner mittäglichen Exkursion. Grössere Wildtiere sind fast keine auszumachen, sie stehen jetzt alle im Schatten grosser Bäume.
Dafür finden wir drei Erdmännchen, die ihrem Namen gerecht werdend genau so auf ihrem Bau stehen. Der Hitze und der blaustichigen Farben gedankt unternehmen wir keine Anstalten zu fotografieren, sondern beobachten sie nur eine Weile.
Die Strecke ist teilweise tiefsandig und öfters zugewachsen, und als wir gerade über eine Kuppe kommen und nach unten fahren, steuern wir auf einen etwa 70 Grad geneigten Kameldorn zu, der einen Meter neben der Spur steht. Auf den schräg stehenden, schattigen Stamm hat sich eine quietschgelbe Kapkobra in die Borke geklemmt und gedenkt hier ihren Schlaf zu halten. Da wir direkt auf sie zu halten, fühlt sie sich bedroht, spreizt die Haube, reisst das Maul auf und, so sieht es zumindest aus, faucht uns an. Dazu züngelt sie ununterbrochen. Im selben Moment passieren wir sie auch schon, den rechten Arm habe ich schnell eingefahren, und im Spiegel sehe ich, dass sie sich in eine Baumhöhle zurück ziehen will. Bis ich gewendet habe, vorbei gefahren bin und wiederum gewendet habe, sehen wir gerade noch, wie die Schlange den Kopf aus der Höhle streckt, dabei immer wieder züngelnd. Dann taucht sie ab. Wir warten rund zwanzig Minuten mit fertig fokussierten Kameras, bis uns die Arme schwer werden. Die Schlange hat die bessere Geduld, und einmal an der Rinde zu kratzen, dazu kann ich mich dann auch nicht aufraffen. Vielleicht versteht sie ja keinen Spass...
Singhabicht
Endlich erreichen wir das Nossobtal, und gemütlich nehmen wir die restliche Strecke bis Polentswa in Angriff. Dort belegen wir unsere Campsite, geniessen ein kühles Savannah und kochen dann. Für einen Abenddrive fehlt uns jegliche Motivation, die Hitze hat uns geschlaucht, und so bleiben wir einfach unter unserem A-Frame sitzen und sehen der Sonne beim untergehen zu.
aus dem löchrigen Fundament kommen, nachdem die Sonne weg ist, einige Tubercled Geckos hervor gekrochen.
Hinter unserem Camp fängt ein Rufous-cheeked Nightjar an zu singen.
bis zum nächsten Kapitelchen wünsche ich schöne Ostern,
Matthias
Teil 2727. März 2016
26. Januar :
Kurz nach sechs Uhr starten wir zu unserem ersten Gamedrive im Park. Es hat noch einiges Gewölk am Himmel, die Gewitter haben sich noch nicht alle aufgelöst.
Dämmerung über Polentswa
erster Stopp an der Polentswa Pan: "nur" ein paar Springböcke
Wir entscheiden uns Richtung Süden zu fahren.
Red-necked Falcon. Nachdem wir 2013 so einen Falken erstmalig auf weite Distanz gesehen haben, bleibt dieser zu unserer Freude völlig entspannt sitzen und geniesst die ersten Sonnenstrahlen des Tages.
Wir biegen zu unserem ersten Wasserloch Kousant ab, das ein paar Meter abseits der Durchgangsstrasse liegt. Hier stehen wir einige Zeit und warten mal ab, ob Tiere zum Trinken auftauchen. Aber es hat "nur" Vögel hier, hauptsächlich Täubchen und Webervögel. Das Wasser scheint ziemlich brackig zu sein, auf der Erde sieht man Salzkristalle. Nach rund einer halben Stunde beschliessen wir weiter zu fahren. Als wir zurück an die Hauptpad kommen, nähert sich von links ein Auto und bremst abrupt direkt vor uns. Was ist los? In dem Moment kommt ein Leopard über die linke Strassenböschung, quert völlig unbeeindruckt die Pad und kommt auf vier, fünf Meter an uns vorbei. Ich fahre rückwärts parallel zum Leppard, und mit einer Hand fotografiere ich blindlings.
der Strauch ist scharf geworden. Man kann aber schön sehen, wie das Tarnfleckmuster die Konturen des Tieres auflöst.
on the move. Offensichtlich ein Kuder. Noch keine Stunde unterwegs, und wir haben unsere erste Katze im Kasten, und dann noch ein Leo. Wie geil ist das denn? Der Tag ist gelaufen, oder was kann jetzt noch kommen? Am Meisten freue ich mich für Andreas, denn es ist sein erster Leo.
an einer Regenwasserpfütze schlabbert der Leo für drei Minuten Wasser.
und ab
da geht er hin und verschwindet über die Düne. In dem Moment kommt ein weiteres Auto angefahren, leider etwas zu spät. So kann es auch gehen. Völlig entspannt fahren wir weiter in südlicher Richtung. Bald stehen zwei Fahrzeuge rechts am Rand, und wir nehmen unsere erste Löwin mit.
sie widmet sich der Fellpflege, und so fahren wir bald weiter.
Cape Crow. Es sind unsere ersten Krähen überhaupt während der Reise, sie sind wesentlich seltener als ihre Genossen in Deutschland.
Gauklerpaar beim Horstbau.
Fiscal Shrike-Fiskalwürger
Mittlerweile hat die Sonne die Wolken vertrieben, es ist wieder heiss geworden, und den Red-headed Finchs-Rotkopfamadinen ist nach einem Mittagsschlaf.
Kalahari Scrub-robin-Kalahariheckensänger
Grey-backed Finchlark-Nonnenlerche
Wir beschliessen umzukehren und zu frühstücken, bevor auch wir uns einen Power-nap gönnen.
unser Hausvögelchen. Es wird immer zutraulicher und wuselt bald zwischen unseren Füssen rum. Fawn-coloured Lark-Steppenlerche.
Was kann der Abenddrive noch bieten? Geht da noch was on top? Demnächst hier.
bis dahin,
Matthias
Teil 2828. März 2016
noch 26. Januar :
Die kleine Lerche wird immer zutraulicher, zuletzt sitzt sie zwischen uns mit leicht abgewinkelten Schwingen, sodass der Wind etwas Durchschlupf findet und für Kühlung sorgt.
Wir verlassen unseren kleinen Freund und begeben uns wieder auf die Piste, wiederum in südlicher Richtung. Gleich an der Polentswa Pan sitzt ein Tawny Eagle in einem toten Kameldorn und beobachtet, was so am Wasserloch kommt und geht.
Raubadler
Secretary Bird, er versucht durch Trampeln kleine Echsen oder Schlangen zur Flucht zu bewegen, um sie dann mit eleganten Schritten zu verfolgen.
auf der Strasse kommt uns diese Slender Mongoose-Schlankichneumon entgegen, leider verschwindet sie in der Deckung des Banketts und taucht nicht wieder auf.
ich bin nicht ganz sicher, es wird wohl auch eine Steppenlerche sein. Aber die Lerchen, die Pieper und besonders die ganzen Cisticolen bringen uns öfters zum Verzweifeln. Oft lassen sie sich nur durch ihren Gesang zweifelsfrei zuordnen.
der ist eindeutig, das ist ein Kalahariheckensänger in typischer Haltung.
Über dem Nossob beobachten wir eine Gruppe von mindestens zwölf Lannerfalken, begleitet von Gauklern, Raubadlern und einem Wahlbergadler, die alle irgendwelche Insekten in der Luft jagen. Andreas übt sich mit Flugstudien, während ich mich mit beobachten begnüge.
Gnu vor Gewitterhimmel
Gewitterstimmung im Nossobtal
es ist mittlerweile 19.23 Uhr, und wir müssen uns sputen, um rechtzeitig zurück im Camp zu sein. Dabei könnten wir es hier noch eine ganze Weile, so kurz vor Sonnenuntergang, aushalten.
an dem Roadblock kommen wir aber nicht so einfach vorbei. Was für ein Anblick, mit dem gerade noch zu ahnenden Regenbogen im Hintergrund.
also gut, wir geben fünf Minuten zu. Dann fahren wir aber ganz langsam und äusserst rechts an den Damen vorbei, und sind kurz darauf zurück in Polentswa.
Dort geniessen wir den Abendfrieden, der leider nach Sonnenuntergang von den Südafrikanern von Site 1 mit einem unangemessen lauten Kompressor gestört wird. Grrr, ich wünsche ihnen einen Kolbenfresser.
Der nächste Tag führt uns das Nossobtal abwärts bis nach... Nossob eben.
Grüsse von Matthias cliffhanger fotomatte.
Teil 2903. Apr. 2016
27. Januar :
In aller Frühe sind wir auf, und da wir uns mangels Gas nicht mit Wasserkochen aufhalten müssen, haben wir flott unser Lager abgebrochen und sind kurz nach sechs Uhr reisefertig.
noch weit vor Sonnenaufgang unser erstes "Wild" : eine zuckersüße Elefantenspitzmaus. Leider ist es nicht einfach, dieses hyperaktive Tierchen ohne verdeckende Grashalme zu fotografieren.
Den nächsten Stopp legen wir wieder am Wasserloch Kousant ein, denn insgeheim hoffen wir, dass diese Station fest im Tagesablauf des Leokuders verankert ist und er es erneut besuchen wird.
Die Sonne geht auf und beleuchtet das Geschehen mit einem schönen, weichen Licht, aber der Leo hat andere Pläne.
Nun, die Täubchen sind zuverlässig wieder da.
Lark-like Bunting-Lerchenammer
Namaqua Dove-Kaptäubchen
Nach einer guten Stunde fahren wir langsam weiter, und schon bald fällt uns eine merkwürdige Erhebung auf einer weiten, kahlen Fläche auf. Der Blick durchs Fernglas offenbart zwei Löwen am frischen Gnuriss.
Löwen an noch dampfendem Gnu.
dieser Blick...
mittlerweile ist es kurz vor acht Uhr, die Sonne brennt schon anständig, und ich bin mir sicher, dass die Löwen es nicht mehr allzu lange auf der freien Fläche aushalten werden. Aber was machen mit dem Gnu? Es ist noch mehr als hälftig vorhanden, so einen fetten Braten überlässt man doch nicht einfach den schon wartenden Schakalen.
der Pascha gibt als Erster auf, und da der einzige grössere Baum in näherem Umkreis direkt vor uns an der Pad steht, kommt er langsam näher und legt sich vier Meter vor uns in den Schatten.
schon bald fängt die Löwin an, den Gnukadaver weg zu schleifen. Dieser scheint immer noch recht schwer zu sein, jedenfalls schafft sie immer nur ein paar Meter, dann lässt sie ab und braucht eine ganze Weile, um zu verschnaufen.
währenddessen liegt der Gemahl sabbernd im Schatten.
einmal mehr muss sie verschnaufen.
gleich hat sie es auch in den Schatten geschafft.
Er beobachtet das Ganze aus seiner Schattenparkerposition.
endlich Schatten.
da liegen sie dann alle drei vereint. Nur die Schakale wollen nicht hierher folgen, sie trollen sich hungrig davon.
die völlig ausgepumpte Löwin.
leise Sohlen
Aug´ in Aug´
Dieses Spektakel haben wir alleine geniessen dürfen, und jetzt, wo die beiden Löwen im Schatten liegen, kommt ein weiterer Wagen dazu. Wir verlassen diesen Platz, denn vermutlich tut sich hier die nächsten Stunden nichts Spektakuläres mehr. Schlafen ist angesagt.
Langsam fahren wir weiter Richtung Süden.
Gemsböcke an einer Wasserpfütze trinkend.
eine männliche Ground Agama auf ihrem Ausguck. Ich kann mir nicht helfen, immer wenn ich das Bild sehe, muss ich an Kermit denken.
Wir finden noch einen Pygmy Falcon, aber er sitzt gegen den Himmel voll im Gegenlicht, das Foto spare ich auf. Ebenso wie die Schnurrbärtchen, die es verstehen, immer im Schatten zu bleiben, und das bei einer nicht gerade fotofreundlichen Fluchtdistanz.
Kurz vor der Mittagspause erreichen wir Nossob und checken für den Campingplatz ein. Nachdem wir uns eingerichtet haben, genehmigen wir uns ein verspätetes Frühstück. Anschliessend statten wir dem Pool einen Besuch ab.
Der abendliche Gamedrive führt uns entlang der beiden Kehren des Nossob bis nach Kaspersdraai.
imposante Wolkentürme
Raubadler
Es ist immer noch brüllheiß, und ausser dem Raubadler entdecken wir nichts "Gescheites", sodaß wir wieder zurück fahren und den Sonnenuntergang im campeigenen Hide verbringen. Aber auch hier ist tote Hose, wahrscheinlich ist es einfach noch zu warm.
Zurück auf unserem Platz starten wir ein Grillfeuer und bereiten unser Abendessen zu, dazu geniessen wir einen GT mit Blick in den Abendhimmel. Es fliegen ein paar Ziegenmelker durchs Bild, und eine Schleiereule schnarcht. Leider ist von der Weissgesichtsohreule, die hier residieren soll, nichts zu bemerken.
Ein makelloser Tag bricht an, und wir verlassen Nossob noch im Dunklen in nördlicher Richtung. Es gibt kurz hinter dem Camp einen Aussichtshügel, wo man aussteigen darf. Hier erwarten wir den Sonnenaufgang.
die ersten Sonnenstrahlen belecken den oberen Rand des Nossobtals.
Bei Kwang finden wir die ersten Tiere.
Riesentrappe
Schakal
Kurze Zeit später treffen wir mal wieder auf Löwen, diesmal vier Miezen auf dem Laufsteg.
eine ganze Weile fahren wir langsam hinter ihnen her, und als die einzelne Löwin nach links in die Botanik ausweicht, passieren wir die Gruppe, fahren ein Stück vor und erwarten sie dann von vorne.
es sind allesamt noch Jungkatzen.
schöne Rücken...
so sieht ein wenige Sekunden alter Tatzenabdruck aus.
Die Löwinnen verlassen die Pad und schlagen sich rechterhand in die Büsche. Auf einem Hügel mit Aussicht legen sie sich in den Schatten, und sind von der Strasse aus praktisch nicht mehr zu sehen.
Chat Flycatcher-Drosselschnäpper
auf sie haben wir schon lange gewartet, unsere ersten Namaqua Sandgrouse-Namaflughühner. Bislang haben wir sie nur hoch überfliegend gehört.
und dann endlich, das erste Schnurrbärtchen, das nicht im Schatten sitzt und nicht sofort flüchtet. Dafür scheint es schon ziemlich schläfrig zu sein. ( Scaly-feathered Finch )
Herr und Frau Gelbbauchgirlitz- Yellow Canary.
Ein wolkenloser Tag im Nossobtal bedeutet auch wieder Hitze, und so beschliessen wir zurück zu fahren. Wir frühstücken in aller Ruhe, denn das Camp ist fast vollständig verwaist, alle anderen Camper sind unterwegs. Nur die Erdhörnchen versammeln sich um uns und hoffen auf leichte Beute, aber... mir gäbet nix. Wir packen zusammen, kaufen noch eine Boerewors für heute Abend im Shop, und nachdem wir getankt haben, verlassen wir Nossob in südlicher Richtung.
dann der nächste Roadblock. Fünf wiederum junge Löwen nutzen das immer kleiner werdende Schattenfenster eines Kameldorns, zwei weitere sollen weiter oben im Hang liegen.
alle sind sehr schläfrig, und zur Kontrolle reicht es völlig, wenn man ein Auge mal knapp öffnet.
es sind alles noch Milchbärte, die sich da zusammen gerottet haben.
und dann: Action ist angesagt, vier von fünf Löwen kucken.
die Zähne sind ohne Befund, aber gegen Parasiten- wohl was unseren Hirschläusen vergleichbares- sollte mal wieder was getan werden.
nach einigen Malen innbrünstiger Gähnattacken verfällt die Truppe wieder in den Ruhemodus, und wir fahren weiter in das nahegelegene Dikbaardskolk, wo man aussteigen und picknicken darf. Was einen gewissen Nervenkitzel erhält, wenn man weiss, dass 100 Meter weiter ein paar Löwen liegen. Hier aber belästigen uns nur die Siedelweber, die wohl der irrigen Annahme sind, wir würden unsere Kekse mit ihnen teilen. Aber die Brösel sind ihnen gut genug, und sie hopsen zwischen unseren Zehen rum.
wir passieren ein ganzes Feld blühender Nerinen.
darüber haben wir uns dann riesig gefreut: endlich ein Lanner auf freundliche Distanz, und da es ausserhalb des Schattens mörderheiss ist, bleibt er auch brav im Schatten sitzen.
Dann erreichen wir völlig gerädert Rooiputs und wir kippen als erstes zwei Liter gekühlten Ceres-Fruchtsaft in uns rein, bevor wir uns in den Schatten des A-Frames auf unsere Matten legen und einen auf Löwe machen. Langsam kehren die Lebensgeister zurück, und wir erkunden die Umgebung des Camps. Direkt im Busch neben unserer Site baut ein Pärchen Brubrus ein Nest, aber es will nicht gelingen, ein ordentliches Bild zu schiessen.
die Äste davor sind scharf 😗 ,trotzdem zeige ich den Brubru, denn was Besseres habe ich nicht hinbekommen, grrr.
Auf einen Abenddrive haben wir beide keine Lust, es ist nach wie vor heiss, und wir erkunden zu Fuss die Umgebung.
die Dornbüsche fangen zu blühen an, es hat wohl kürzlich etwas geregnet.
Dann geniessen wir den Abend an unserem Platz mit einem ausgiebigen Nachtmahl. Lediglich der Generator der in Sichtweite befindlichen Lodge nervt, aber um 22.00 Uhr erstirbt auch dieses Fremdgeräusch, und wir können nun das Nachtkonzert für Ziegenmelker, Weissgesichtsohreulen und Bellgeckos geniessen. Nachts wache ich auf, weil eine Schleiereule auf dem nahe befindlichen Wasserbassin herumturnt und schnarcht. Ich verlasse das Zelt und sauge die Stimmung der vom Dreiviertel-Mond erhellten Szenerie in absolut friedlicher Stille ein.
Der nächste Tag sieht uns im unteren Nossobtal, unter anderem sind mal wieder Löwen angesagt, viele Löwen.
Bis dahin, freundliche Grüsse, Matthias
Teil 3117. Apr. 2016
29. Januar :
In Polentswa hatten wir ja die Lerche als Hausvögelchen, hier übernimmt diese Rolle ein Familiar Chat-Rotschwanzschmätzer, der nicht nur äusserlich an unsere Hausrotschwänze erinnert.
morgens um halbsechs
Pünktlich um 6.00 Uhr sind wir unterwegs und treffen auch sogleich auf die ersten Löwen.
Lions on the move.
es ist eine ältere Löwin mit ihren nahezu ausgewachsenen Cubs, die zielstrebig das nächste Wasserloch Rooiputs ansteuern.
den Weg kennt man, den findet man auch blindlings.
am Wasser
"vier" Löwen
und was macht der andere Löwe da? Der macht mir ja alles nach.
die "Alte" behält den Überblick.
Nachdem sie ihren Durst gestillt haben, schlagen sich die drei Löwen durch die Büsche auf der anderen Seite des Nossobtals und legen sich irgendwo ausser Sicht in den Schatten.
Wir fahren weiter in nördlicher Richtung.
Damit wir nicht nur Löwen auf dem Chip haben, legt sich ein junger Schakal vor uns in den noch kühlen Sand.
Denn schon am nächsten Wasserloch Kij Kij warten die nächsten Löwen auf uns. Wir können es kaum fassen. Da wir bislang noch keinen richtig alten, prächtigen Mähnenlöwen "geliefert" bekommen haben, wird das nun nachgeholt.
ein richtiger Bilderbuchlöwe liegt da etwas gelangweilt vor uns im Schatten.
einen Schatten weiter abseits liegt der Rest der Familie.
kleiner Gremlin. Auch diesjährige Junge haben wir noch nicht abgelichtet ( die Savuti-Kids haben sich ja davon geschlichen ), das wird nun auch erledigt.
das wusste ich nicht, dass auch Löwinnen brüllen. Sie jedenfalls stösst mächtig laut ihren Revieranspruch ins Nossobtal-- im Liegen. Man muss es ja nicht gleich übertreiben.
Dann kehrt wieder Ruhe ein, die Löwen schlafen, und wir beschliessen, die Route Richtung Auchterlonie in Augenschein zu nehmen.
die Sonne geniessende Ground Agama
Steinböckchen
Hier ist es aber knochentrocken, Gras gibt es gar keines mehr, und so rechnen wir uns wenig Chancen auf Tiere aus. Deshalb drehen wir um und fahren langsam zurück durchs Nossobtal ins Camp.
Chestnut-vented Titbabbler-Meisensänger beim Nestbau. Neben dem Frühstück beobachten wir die Brubrus und die Meisensänger beim vervollständigen ihrer Wohnstätten, dann gehen wir wieder auf Exkursion zu Fuss, denn wir wollen die Weissgesichtsohreulen finden, die in unmittelbarer Nähe die Nacht über gesungen haben. Leider gelingt es uns nicht.
Lilien blühen vereinzelt.
Streifenskink
Chat Flycatcher-Drosselschnäpper
Dann geben wir uns der Hitze geschlagen und legen uns auf unsere Matten und halten Siesta bis gegen 16.00 Uhr. Den Abenddrive wollen wir dann Nossobabwärts Richtung Twee Rivieren fahren. Ob er sich gelohnt hat, gibt es demnächst hier zu lesen.
bis dahin, schönen Sonntag noch allerseits und Danke fürs Interesse,
Matthias
Teil 3217. Apr. 2016
weiter der 29. Januar :
Wir fahren also diesmal in südlicher Richtung bei immer noch grosser Hitze. So filzen wir besonders alle Bäume, die Schatten versprechen, und finden bald schon zwei Berguhus direkt neben der Strasse.
Spotted Eagle-Owl
der Partner sitzt im selben Baum eine Etage höher.
Hier verbringen wir eine ganze Weile, entscheiden uns dann aber weiter zu fahren, denn die Eulen werden sicher nicht vor Sonnenuntergang ausfliegen.
so finden wir als nächstes einen bewohnten Erdmännchenbau. Der Hausherr ist mit Renovierungsarbeiten beschäftigt, hält aber immer wieder inne, um die Lage zu sondieren.
er kommt näher
und sucht nach Fressbarem in den Totholzhaufen.
beim Wasserloch Leeuwdril liegen wieder Löwen im Schatten, aber einige Autos stehen ziemlich nahe dran, was den Tieren offensichtlich nicht gefällt. Namentlich ein Lodgeauto tut sich besonders hervor, indem er so nah an die Löwen ranfährt, bis sie aufstehen und sich notgedrungen zurück ziehen. Uns gefällt die ganze Situation nicht, und wir konzentrieren uns auf ein paar Namaflughühner, die zum Trinken einfallen.
Dann fahren wir langsam wieder zurück und finden bald ein weiteres Paar Berguhus, die wir beim runterfahren übersehen haben müssen.
der Partner sitzt direkt daneben, aber total im Gestrüpp verdeckt. Auffällig, dass die Iris gelb scheint, während die des anderen Tieres knallorangerot geleuchtet hat.
Wir beobachten genau, was an den Siedelwebernestern los ist, aber wir finden einfach keine Kapkobra mehr.
diese Pantherschildkröte frisst kleine Steinchen, wohl zur Zerkleinerung der Nahrung im Magen. Bekannt ist mir ein solches Verhalten von Hühnervögeln, nicht aber von Reptilien.
wie erwartet sitzen die zuerst gefundenen Uhus immer noch an ihrem Platz, aber das Licht ist mittlerweile weicher. Stretching ist angesagt, damit die Gelenke wieder funktionieren, wenn es demnächst auf Beuteflug geht.
der Partnervogel hat etwas die Position geändert und ist nun auch ein Foto wert.
Es ist knapp vor halbacht, und wir verlassen die Uhus, um pünktlich im Camp zurück zu sein. Dann sehe ich aber etwas Rotbraunes rechts am Rand liegen, bremse scharf und schlage etwas ein, damit auch Andreas als Hinterbänkler freies Schussfeld hat.
da liegt auf freiem Feld, in einer Senke, die noch etwas Feuchtigkeit gespeichert hat und daher wohl ein bisschen kühler zu sein scheint, ein Karakal. Ich kann meine Freude kaum zügeln und muss mich zur Ruhe zwingen, damit ich die Bilder nicht verwackle, denn hier scheint keine Sonne mehr hin.
er steht dann auf, sichert längere Zeit in alle Richtungen,
und läuft dann ein paar Meter weiter und legt sich hinter einen Busch, sodaß er von der Strasse nicht mehr zu sehen ist. Das ganze Spektakel hat zwei, vielleicht drei Minuten gedauert, und es sei uns verziehen, dass wir erst mit fünf Minuten Verspätung in Rooiputs ankommen.
Nun ist ein ausgedehnter Sundowner angesagt, danach kochen wir noch, ich habe aber keine Erinnerung mehr an unser Nachtessen. Ich kann mich aber gut an die euphorische Stimmung des Abends erinnern. Was für ein Erlebnis. Wir sind hin und weg, und wie ich das hier schreibe, kommt die ganze Situation wieder hoch, als wäre es gestern gewesen.
Scheinbar gibt es heute keine Gäste auf der Lodge Rooiputs, denn der Generator läuft nur kurz, und so können wir diesen letzten Abend in einem botswanischen Camp in vollen Zügen geniessen.
Der nächste Tag sieht uns im Auobtal.
viele Grüsse, Matthias
Teil 3318. Apr. 2016
30. Januar :
Heute verlassen wir Botswana, auch wenn man das gar nicht merkt innerhalb des KTP, und wechseln in unser letztes Camp nach Mata- Mata. Wir frühstücken also in aller Ruhe, denn die anderen Camper sind alle schon unterwegs, und brechen unsere Zelte ab. Natürlich gestalten wir den Transfer nach Twee Rivieren, wo wir die Grenzformalitäten erledigen müssen, als Gamedrive.
Zuerst überraschen uns zwei Kapfüchse, die die Strasse kreuzen, aber leider zu schnell zwischen Gestrüpp verschwinden.
Die ersten Bilder des Tages verbraten wir auf einen Lanner, der zu Fuss auf Insektenjagd geht. Sorry freshys, keine Art spezifiziert. 🤢
dieser Springbock vor den rötlichen Dünen begeistert uns ebenso.
die Berguhus sitzen wieder im selben Baum, hier der Vogel der "rufous morph".
da der "Normale" mit den gelben Augen.
Bei Leeuwdril pausieren wir eine Stunde, um die zum Trinken einfallenden Sandhühner zu beobachten.
alles dreht sich ums Wasser. Die Schildkröte nimmt ein Bad, und die Namaflughühner kommen und gehen. Sie bleiben immer nur wenige Sekunden, trinken kurz und sind schon wieder in der Luft.
Riesentrappe
noch viel hektischer als ihre Verwandtschaft sind die Burchell´s Sandgrouse-Fleckenflughühner.
Dann stoppen wir in Twee Rivieren, erledigen den Papierkram und erstehen noch ein paar Lebensmittel im Shop, der grösser und besser ausgestattet ist als die kleine Butze in Mata-Mata.
Weiter geht es dann über die Dünenkämme Richtung Auobtal, nicht ohne ein paar neue Vögelchen.
Spike-heeled Lark-Langspornlerche. Eine der wenigen Lerchenarten, die relativ einfach zu bestimmen ist, aufgrund des überlangen Schnabels und der namensgebenden Rückzehe.
Ant-eating Chat-Termitenschmätzer
Relativ ereignislos tingeln wir das Auobtal entlang, bis wir auf eine junge Familie in einem VW-Bus treffen, denen wir gestern die Uhus gezeigt haben. Sie revanchieren sich nun und machen uns auf einen Cheetah mit einem gerissenen Springbock aufmerksam.
der Gepard ist schon voll gefressen, er leckt nur noch etwas Schweiss und beobachtet sonst sehr genau, wer oder was sich da eventuell seiner Beute nähern könnte. Hier wird sich vor dem Abend wahrscheinlich nicht viel tun, so fahren wir bald weiter.
Zwischen Dertiende und Veertiende Boorgat meine ich im Vorbeifahren ein Gnu im Baum hängen gesehen zu haben. Ja nee, is klar, ein Gnu hängt im Baum. Is doch logisch. Ich setze zurück, und tatsächlich hängt da ein frisches, unberührtes Gnu hoch oben auf halber Höhe eines Kameldorns im Schatten. Natürlich filzen wir daraufhin sämtliche Bäume, aber so sehr wir uns auch verrenken, wir finden den Leo nicht. Das muss eine Schau gewesen sein, wie der Leo den Kadaver in den Baum gezogen hat. Ich erinnere mich, wie die Löwin zu tun hatte, um das Gnu nur ebenerdig weg zu schleifen. Wir überlegen kurz, ob wir gegen Abend nochmals hierher fahren, aber es ist doch ganz schön weit von Mata Mata entfernt. Wir müssten also deutlich vor Sonnenuntergang wieder zurück fahren, und vermutlich kommt der Leo erst mit der einsetzenden Dunkelheit zurück zum Riss. Schade.
Aber etwas gutes hat es doch, dass wir hier eine ganze Weile stehen, denn wir finden einen Wiedehopf, der im Schatten Gefiederpflege betreibt. Es ist der allererste Hoopoe dieser Reise, der nicht sofort Reissaus nimmt, und so muss er eine Fotosession über sich ergehen lassen.
Dann erreichen wir Mata-Mata und checken ein. Der Platz ist vielleicht zu einem Drittel gefüllt, wir haben freie Platzwahl.
Wir bauen auf und trinken was Kaltes, dann widmen wir uns den Vögeln auf dem Platz.
direkt neben uns hat ein Cape Glossy Starling-Rotschulterglanzstar seine Jungen in einer Baumhöhle.
Fütterung vollzogen. So in etwa hätte das Bild mit der Kapkobra ausgesehen.
"Reichsvogel"
Laughing Dove-Senegaltaube
Wir erfrischen uns im Pool und legen uns danach kurz auf die dort bereit gestellten Liegen, aber die sind sowas von unbequem. Danach habe ich "Rücken". Um die Wirbelsäule wieder einzurenken fahren wir auf der Rüttelpiste bis nach Craig Lockhart, direkt in ein Weltuntergangsgewitter.
die Gnus ertragen stoisch den prasselnden Regen.
zuerst meine ich, dass es hagelt hinter den Gnus, aber es ist Bodennebel, der sich in Sekundenschnelle bildet. Aufgrund der hohen Temperaturen des Bodens verdampft der Regen sofort wieder.
ein pudelnasser Springbock
sie hingegen hat gut Lachen, als Wasserschildkröte. Marsh Terrapin.
winzig kleine Lilien
zum Abschluss unserer Abendrunde finden wir noch einen Milchuhu.
unser letzter, stimmungsvoller Abend im KTP.
Zurück im Camp kommt auch der zwischenzeitlich verzogene Regen zurück. Es schüttet. Unseren Versuch, ein Feuer zu starten, müssen wir bald aufgeben, und so vespern wir lediglich und verschwinden bald in den Zelten.
Der nächste Tag beginnt mit einem letzten Gamedrive. Kann uns der noch etwas Neues bieten? Wir werden sehen.
viele Grüsse, Matthias
Teil 3423. Apr. 2016
31. Januar :
Der Regen hat in der Nacht irgendwann aufgehört, morgens sieht es wieder nach Sonne aus, und so entern wir um 6.00 Uhr ein letztes Mal den Park. Im breiten Tal des Auob zwischen Sitzas und Craig Lockhart finden wir zwei Wildkatzen, die ins Freie stürmen und hier miteinander spielen. Wir sind begeistert, unsere fünfte Katzenart.
6.30 Uhr im Auobtal.
sie kommen immer näher heran, und die Sonne hat sie nun auch erreicht.
leider ziehen sie sich wieder zurück in die bewachsene Düne.
So fahren wir weiter das Tal hinab. Es gibt nach dem gestrigen Regen einige Pfützen, die voll Wasser sind und auch umgehend von Vögeln angenommen werden.
Mahaliweber
Gabar Goshawk mit gelber Schnabelwurzel. Eigentlich sollte sie rot sein, aber ein Shikra kann es nicht sein. Vielleicht wieder einmal ein noch nicht vollständig ausgefärbter Vogel.
einen trinkenden Habicht habe ich auch noch nicht gesehen...
den Striped Kingfisher-Streifenliest hatten wir noch nicht auf dieser Reise, er ist unser letzter neuer Eisvogel für dieses Mal.
Wir drehen um und fahren langsam zurück Richtung Mata- Mata.
nochmals finden wir einige Eastern Paradise-whydahs, obwohl es die laut Verbreitungskarte meines "Newman´s" hier eigentlich gar nicht geben dürfte. Dann stehen wir ziemlich lange bei einem Pärchen Chestnut-vented Titbabblers ( ich liebe diesen Namen ), die leider sehr hyperaktiv sind und sich durchs Gestrüpp jagen.
Meisensänger
Plötzlich hält ein Kleinbus neben uns, und Thomas, unser befreundeter Farmer aus Witvlei fragt uns süffisant, ob wir mal wieder hinter Vögeln her sind. Er ist als Guide mit vier Deutschen unterwegs, und wir unterhalten uns kurz übers Woher und Wohin. Ich habe mich sehr über das unerwartete Treffen gefreut, denn dieses Mal machen wir keine Station auf der Farm unserer Freunde. So klein ist die Welt.
Irgendwann lohnt sich unsere Ausdauer, und ein Meisensänger setzt sich offen in einen Busch und singt seinen Reviergesang.
Um 9.00 Uhr sind wir zurück im Camp.
Mahaliweber in seinem Nest direkt über unseren Zelten.
Wir frühstücken ausgiebig, dann packen wir zusammen. Nach dem obligatorischen Auschecken aus dem KTP und der Wiedereinreise nach Namibia fahren wir über die C 15 durch abwechslungsreiche Landschaft Richtung Gochas. Eigentlich hatte ich geplant, hier zu übernachten, aber es ist noch früh am Tag, und so fahren wir weiter auf der C 18 nach Westen. Hier sehen wir dann unsere ersten und einzigen Löffelhunde dieser Reise, leider beide kurz hinter einander totgefahren. Dann biegen wir auf die kleinere D 1047 ab. Bald erreichen wir eine Pan, und die steht voller Wasser. Hier muss es unlängst geschüttet haben. Die Pad läuft wie der Hindenburgdamm durch die See, rechts und links riesige Wasserflächen mit unzähligen Vögeln.
Kittlitz´s Plover-Hirtenregenpfeifer im Schlichtkleid.
nun ein durchgefärbter Vogel.
Little Stint-Zwergstrandläufer
das letzte Foto des Tages zeigt nochmals einen Hirtenregenpfeifer, der eine kleine Nestmulde ausdreht und hier wohl bald auf seinen Eiern sitzen wird.
Die Fahrt geht weiter über die D 1049 und die M 29 bis Mariental. In der grossen Engen-Tanke an der B 1 gehen wir ins Wimpy-Restaurant und "verwöhnen" uns mit einem Cheeseburger mit Fritten, dazu einem grossen Milchshake. Hinterher gibt es noch einen grossen Pott Kaffee, und so gestärkt packen wir das letzte Stück für heute an, die Teerpad M 34 bis nach Maltahöhe.
Kurz bevor die Sonne den Horizont kratzt, erreichen wir das sehr übersichtliche Maltahöhe und steigen auf dem Campingplatz Oahera ab. Wir sind die einzigen Gäste, und können den Platz frei wählen. Schnell stellen wir die Zelte auf, um dann erst mal einen Kaffe zu kochen. Es gibt eine kleine Küche für die Camper, und es gibt... yes, Gas. Das müssen wir nutzen. Nach einem Sundowner und einer belebenden Dusche gehen wir schlafen.
Kosten Camping Maltahöhe: 70.- Nam$ p. P.
Der nächste Tag sieht uns auf Tour Richtung Naukluftberge.
Bis dahin, schönes Wochenende,
Matthias
Teil 3501. Mai 2016
01. Februar :
Wider erwarten haben wir prächtig geschlafen, denn das befürchtete Dauergebell aus der Nachbarschaft ist ausgeblieben. Wir frühstücken in der Sonne sitzend, trinken dank Gas in-Null-Komma-nix fertig zubereiteten Kaffee und beobachten dabei die Felsenschwalben, die an dem grossen Schuppen, wo eine Kunstausstellung untergebracht ist, brüten. Auch ein paar Dusky Sunbirds schwirren um ein paar Blüten. Nachdem wir zusammen gepackt haben, suchen wir den örtlichen und erstaunlich grossen Supermarkt auf, ergänzen ein letztes Mal unsere Vorräte und verlassen dann Maltahöhe auf der C 14. Immer wieder finden sich Siedelwebernester auf den Masten der Telefonleitung, die die Strasse entlangführt. Und nicht nur die Webervögel selbst nisten hier, auch ein paar Rosenköpfchen und ein Paar Zwergfalken nutzen die angebotene Sozialwohnung.
Pygmy Falcon-Zwergfalken-Weibchen, endlich mal mit dem Licht.
Bald biegen wir ab auf die einsame D 850. Hier hat es wohl unlängst etwas geregnet, jedenfalls blüht es entlang der Pad in allen Farben.
winzig kleine Lilien, die von Ameisen besucht werden.
diese blauen Blumen sind durchaus häufig.
Pin-tailed Whydah- Dominikanerwitwenmännchen
Die Strasse führt landschaftlich sehr abwechslungsreich in Richtung Tsarisberge.
an einem Moringa müssen wir einen Fotostopp einlegen. Ich bewundere diese Bäume mit ihren charakteristischen, glattrindigen Stämmen, die aus der blanken Steinwüste herauswachsen. Wir passieren das Weingut Neuras, das etwas deplaziert wirkt hier mitten in dieser bergigen Einöde. Dann biegen wir ab auf die D 854 und folgen dem Tsauchab Rivier bis nach Hauchabfontein. Wieder sind wir die einzigen Gäste und können uns den Platz frei aussuchen. Wir wählen einen gut beschatteten Campsite, und nachdem wir uns reichlich mit gut gekühlten Säften erfrischt haben, legen wir uns auf unsere Matten und halten Siesta. Es ist heute noch heisser als die Tage im KTP, noch vor 12.00 Uhr mittags haben wir die 40 Grad-Marke geknackt, und am frühen Nachmittag zeigt das Thermometer des im Schatten stehenden Autos unsere Toptemperatur von 44 Grad. Das ist warm, sehr warm. Wir beschliessen, den Felsenpools einen Besuch abzustatten. Der Wasserstand ist bestimmt drei Meter tiefer als 2012, aber die Pools sind tief genug, dass man herrlich drin schwimmen kann. Bloß barfüssig wieder aussteigen ist keine gute Idee, ich verbrenne mir die Fusssohlen auf den gekochten Steinen. Schnell wieder zurück ins kühle Nass. Hier dümpeln wir geraume Zeit auf dem Rücken liegend und beobachten die Schwalben, die im Sturzflug auf das Wasser stürzen und einige Tropfen Nass aufnehmen. Später kurbelt ein Schwarm von Schmarotzermilanen über uns in der Luft in einer Thermikblase. Es sind sicher über fünfhundert Vögel. Als wir lange genug eingeweicht sind, gehen wir zurück zum Camp und bereiten unser vorverlegtes Abendessen zu. Ein letztes Mal braten wir eine Boereworsschnecke mit Zwiebeln und Knöbi, dazu gibt es Reis. Als Desert öffnen wir eine Dose Ananas. Während der Küchenarbeiten halten wir Ausschau nach Campvögeln, und hier huschen ständig ein Pärchen Pririt Batisse durchs Unterholz.
Pririt Batis-Männchen
Gegen Abend erkunden wir die Gegend in Richtung des hier in den Tsauchab einmündenden Zebra Riviers.
der Blick geht das Zebra Rivier aufwärts,
während links davon das Tal des Tsauchab liegt.
Andreas glast die Berghänge ab, und weit entfernt entdecken wir ein paar Bergzebras sowie einen Schlangenadler und ein paar kreisende Geier.
nur im Flussbett selbst gibt es noch etwas Grün, die Berghänge sind vertrocknet, denn hier hat es die ganze Saison ausser ein paar Tropfen noch nicht geregnet.
Gewitterwolken über dem Zebra Rivier
das Tsauchab Rivier flussabwärts.
während die Sonne hinter den Ausläufern der Naukluft-Berge einen Abgang macht, genehmigen wir uns unser mitgebrachtes Feierabendbierchen.
ein wahrhaft heisser Tag findet seinen Abschluss, und wir sinieren noch eine ganze Weile am Feuer sitzend und lassen die nun definitiv zu Ende gehende Reise Revue passieren.
Ich wünsche allen Fomis einen schönen Wonnemonat, er kann ja nur noch besser werden. 🤢
viele Grüsse, Matthias
Teil 3610. Mai 2016
02. Februar :
Heute haben wir nicht allzu viel Strecke zu machen, so lassen wir den Morgen ganz gemütlich angehen. Schon früh morgens hat es 25 Grad, sieht demnach nach einem weiteren heissen Tag aus. Dafür also hätten wir kein Feuer mehr gebraucht, aber da wir ja gaslos sind, reaktivieren wir die Restglut und bereiten unseren Kaffe zu. Dann packen wir unseren Krempel ein, und kurz nach 8.00 Uhr rumpeln wir langsam die D 854 Richtung Büllsport entlang. Es ist ziemlich bewölkt, tolle Fotos der Naukluft- Berge entstehen deshalb keine, aber ein paar Greife, die die Masten als Ansitzwarte nutzen, nehmen wir trotzdem mit.
Schlangenadler
Kampfadler
Wir finden einen Trupp Mousebirds, aber die verstehen es perfekt, sich hinter ein paar unscheinbar kleinen Ästchen zu verstecken. Nie sitzt einer frei.
White-backed Mousebird
Bokmakierie, der lauthals sein Lied trällert.
Wir passieren den Abdreh zum Naukluft NP, und kurz überlegen wir, ob wir den schönen Olive Trail laufen sollen, aber wegen den mittlerweile schon wieder knapp 40 Grad verwerfen wir diesen Gedanken ganz schnell wieder. Bei Büllsport hat es wieder einen Zwergfalken, der seine Beute in einem Dornbusch kröpft. Ein grosses Wasserloch dient vier verschiedenen Schwalben- und drei Seglerarten als Trinkgelegenheit. Wir biegen ab auf die Strasse Richtung Solitaire, die sich landschaftlich sehr schön zwischen den Bergen durchwindet. Diese Route habe ich gewählt, um vielleicht noch die Felsenadler ins Portefolio zu bekommen. Und wir haben Glück. Neben zwei Habichtsadlern finden wir tatsächlich erst einen jüngeren, noch braunen, später dann zwei adulte, tief schwarze Felsenadler über einem Berg kreisend, leider etwas weit weg. Dann wird die Landschaft wieder offener, und die C 14 leitet uns nach Solitaire, wo wir eine Pause einlegen und in Moose´s Bakery einen Tee und dazu einen Muffin zu uns nehmen. Ein Blick auf die Tafel am Shop, wo die Regenmengen der letzten Jahre aufgeschrieben stehen, zeigt, dass diese Ecke hier bislang noch überhaupt keinen nennenswerten Niederschlag gesehen hat. Und so sieht die Landschaft auch aus. Trocken, verbrannt, das Gras bis auf die Wurzeln abgeweidet. Weiter geht es auf der C 14, die gerade frisch gegradet wird und sich deshalb halbseitig schon in bestem Zustand befindet. Dann nehmen wir den Abdreh auf die D 1275 und erreichen schon bald unser Tagesziel Camp Gecko. Wieder sind wir die einzigen Gäste, und wir können uns unseren Platz frei wählen. Es ist wieder brüllheiss, wie am Vortag zeigt das Thermometer 44 Grad. Wir setzen uns unters Schattendach, trinken kalte Säfte und lassen den Blick weit über die vor uns liegende Namib- Wüste schweifen. Dann gehen wir das kurze Stück den Hang hinab und zurück zur Farm, wo wir uns längere Zeit in den herrlich erfrischenden Pool legen, bis unsere Haut ganz schrumpelig ist. Dann sitzen wir eine Weile mit René zusammen und schnacken über den ausbleibenden Regen und seine Messer, die er aus Damaszenerstahl in Handarbeit fertigt. Schöne Stücke, aber nichts für meinen Geldbeutel. Langsam wird das Nachmittagslicht weicher und die Temperatur dank einer frischen Brise erträglich, und so widmen wir uns den Vögeln, die hier rund um unseren Platz zu finden sind.
White-throated Canary-Weißkehlgirlitz
Black-chested Prinia-Brustbandprinie
Dusky Sunbird-Rußnektarvogel. Immer schön im Dickicht, immer schön im Schatten. Grrr.
zum Abschluss noch als Scherenschnitt gegen die tiefer stehende Sonne.
weit reicht der Blick über die Wüste
Ashy Tit, wir nennen sie a shy tit. Aschenmeise.
die allerletzten Sonnenstrahlen des Tages beleuchten den Weißkehlgirlitz, dann verschwindet die Sonne hinter den Bergen.
Wir machen mit dem für den Donkey bereit liegenden Holz ein Feuer und kochen unser letztes Abendessen. Da wir heute keine Lust auf Boerewors haben, kommt Andreas auf die geniale Idee und pellt die Wurst aus der Haut. Mit viel Zwiebeln, Paprika, Tomaten, Karotten, einer Dose Pilzen, viel Knoblauch und eben dem Hackfleisch machen wir eine deftige rote Soße zu unseren Nudeln. Da es ja unser letztes Menue sein wird, sind wir entsprechend grosszügig mit den verwendeten Mengen, auch, um die Vorräte zu dezimieren. Zum Abschluss öffnen wir die letzte Dose Pfirsiche, und dann sind wir pappsatt. Bis das Feuer erlischt, sitzen wir und starren in die Weite und in den Sternenhimmel.
letztes Licht am letzten Abend.
Es folgt noch eine kalte Dusche, da das Holz ja zweckentfremdet schon verbrannt ist. Wir hätten aber sowieso diesen heissen Tag nicht auch noch heiss duschen wollen, und sind für die Abkühlung dankbar.
Bevor es uns zu sentimental wegen des nun direkt vor uns stehenden Endes unserer rundherum gelungenen Reise wird, verkriechen wir uns in die Zelte.
Der nächste Tag sieht uns auf der Pad zurück nach Windhoek, bietet aber sowohl ornithologisch wie landschaftlich noch ein paar Leckerlies.
Bis dahin, liebe Grüsse, Matthias
Teil 3711. Mai 2016
03. Februar :
Früh morgens ist es ziemlich bewölkt, im Osten über den Bergen hat es nachts ein Wetterleuchten gegeben, aber geregnet hat es nicht. Wieder nicht. Trotz der Bewölkung hat es hier, so bergnah, abgekühlt. Es ist deutlich frischer als die letzten Tage. Wir lassen alles etwas gemütlicher angehen, und neben dem Frühstück fotografieren wir wieder ein paar der lokalen Federtiere. Man könnte auch sagen, wir versuchen den Zeitpunkt unserer unweigerlich bevor stehenden Abfahrt immer noch ein bisschen weiter rauszuzögern.
diesen Ausblick hat man vom Freiluftklo, wahrlich "a loo with a view". Dazu höre ich balzende Rüppeltrappen und wiehernde Bergzebras unten in der Ebene. Sehen kann ich sie nicht, denn wer nimmt schon das Fernglas mit aufs Klo?
eine halbe Stunde später setzt sich doch die Sonne wieder durch.
Mountain Chat-Bergschmätzer-Männchen
Red-eyed Bulbul-Maskenbülbül
Fiscal Shrike ( Western Race )-Fiskalwürger
Acacia Pied Barbet-Rotstirnbartvogel
gegen 9.00 Uhr schiesse ich das letzte Vogelbild für heute, nein, für diese Reise: nochmals der immer zutraulicher werdende Bergschmätzer.
Dann verlassen wir unseren luftigen Übernachtungsplatz. Hier hat es uns sehr gut gefallen. Beim Haupthaus verabschieden wir uns von René, und den Arbeitern überreichen wir unsere übrig gebliebenen Lebensmittel. Kaum zurück auf der Strasse, balzen hier mitten auf Selbiger zwei Rüppeltrappen. Da es voll gegenlichtig ist, begnüge ich mich mit Beobachten. Dann steigt die Strasse an, und wir fahren den Spreetshoogte Pass hinauf. Mittlerweile ist es wärmer geworden, und in der beginnenden Thermik sehen wir einen europäischen Wespenbussard kreisen. Als wir um eine der engen Kurven kommen, sitzt auf einem Telegrafenmasten, der abhangs steht, quasi auf unserer Augenhöhe, ein Felsenadler. Es sind nur gute zehn Meter bis zu dem Tier, und er scheint zu überlegen, ob ihm das was ausmacht oder nicht. Er entscheidet sich dann aber doch, Luft unter die Schwingen zu nehmen und segelt in engen Kurven immer höher davon.Leider ging das Alles zu schnell für uns, und so gibt es keine Bilder, aber das Erlebnis war top.
Oben auf dem Pass halten wir, machen die letzten Fotos und glasen nochmals über das weite Land. Weit entfernt segeln zwei weitere Felsenadler. Wir sind happy.
Blick vom Spreetshoogte Pass nach Westen.
Dann fahren wir via D1261 und D1265 beständig auf Windhoek zu. Eine Pause unter einem schattenspendenden Baum nutzen wir, um unseren letzten Joghurt und die letzte Dose Ananas zu verspeisen, und über den Kupferberg Pass erreichen wir gegen Mittag die Hauptstadt. Wir fahren direkt nach Klein-Windhoek, um ein paar Sachen einzukaufen. Leider gibt es kein Rauchfleisch bei Biltong-and-bites. Dann suchen wir einen Carwash, den wir dank Navi ohne Probleme finden, und hier lassen wir das Auto für 150.- Nam$ wieder auf Hochglanz bringen, denn der anghängliche Dreck aus dem Moremi ist bis hierher mitgefahren. Wir tanken voll, und dann verlassen wir die ungewohnt hektische Stadt in Richtung Flughafen. Bei unserem Vermieter werden wir freudig begrüsst, und noch freudiger zeigt sich Vincent über das blitzblanke und ohne Macken zurück gebrachte Auto. Denn das ist nicht selbstverständlich, wie er mit einer Handbewegung auf einen Suzuki Jimny zeigt, der gestern aus der Etosha zurück gebracht wurde. Mit Totalschaden. Wenige Monate alt, kaum der Rede wert die gefahrenen Kilometer. Nun nur noch ein Haufen Schrott. Während wir unsere Taschen ausräumen, erfolgt parallel schon der Check des Fahrzeugs, ohne Beanstandung. Kim gibt den Selbstbehalt wieder frei, und wir trinken ein Bierchen, bis unser Shuttle zum Flughafen kommt. Dann heisst es Abschied nehmen.
Am Airport geben wir unsere Taschen auf, und dann sitzen wir noch eine ganze Weile draussen und schauen den Vögeln zu. Hier bekommen wir auch den letzten Neuen für die Liste, irgend ein Webervogel, ich weiss nicht mehr welcher. Und schlussendlich landen wir bei dreihundertzweiundzwanzig Arten, die wir zweifelsfrei bestimmt haben. Dazu kommen noch ein paar ziemlich sichere Kandidaten sowie einige Wahrscheinliche obendrauf. Wir sind mehr als zufrieden mit unserer Ausbeute. Dann gehen wir ins Restaurant, essen einen Burger mit Fritten, trinken ein Bier dazu und als Abschluss noch einen Kaffee. Irgendwann hat das leidige Warten ein Ende, und wir können über das Rollfeld zur Maschine gehen. Ein letztes mal schnuppern wir die warme, würzige Luft, dann nehmen wir in der Blechhülse Platz. Wenigstens haben wir wieder Plätze am Notausgang bekommen.
Der Rest ist wie immer und nicht der weiteren Rede wert. Wir landen pünktlich, in Deutschland ist es trüb, grau, dunkel, kalt, kurz: zum Abgewöhnen. Mit dem Zug fahre ich nach Hause, und hier liegt Schnee. Was für ein Kontrast.
Das also war der Bericht meiner diesjährigen Afrika-Orni-Tour, die mir, ich glaube man konnte es herauslesen, mehr als nur Gefallen hat. Nein, ich war begeistert. Und der Ausblick? Mit ein paar sehr bekannten und ebenso vogelnärrischen Fomis zeichnet sich eine Orni-Special-Tour für den Sommer 2017 ab. Und das ist gleichzeitig der Haken daran. Denn ich spreche von unserem Sommer, also der kalten Jahreszeit, und nicht meiner so geliebten Regenzeit. Nun, wir werden sehen. Ich freue mich jedenfalls sehr auf diese schöne Runde durch Namibia und Botswana.
Es wird noch ein Fazit geben, aber der Bericht ist hier zu Ende. Ich bedanke mich für alle Kommentare, Klicks und PMs und freue mich, wenn der Eine oder die Andere etwas Kurzweil beim Lesen gefunden hat.