Tiersichtungen in Etoscha - Erfahrungen?

19 Antworten · 3'898 Aufrufe · gestartet 12. Feb. 2016 von Zebrax
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Themenstarter134 Beiträge · seit 201612. Feb. 2016 · #1
Ich habe noch nicht den richtigen Reisebericht gefunden. Mein Mann hatte gehört, dass Etoscha mehr Tiere als Krüger Park hat und daher interessanter sei. Die ersten Reiseberichte, die ich ausgesucht hatte, hatten wenig von Etoscha drin.

Wer kann mir hierzu ein paar Tipps geben?

Wer kennt beide Parks?


LG.
Definition Fernweh: Egal wo man sich aufhält, möchte man gleichzeitig woanders sein.
455 Beiträge · seit 201412. Feb. 2016 · #2
Hallo Zebrax,

ich war zwar noch nie im Krueger, aber ich berichte gerade vom Etosha in meinem RB. Vielleicht mast Du ja mal reinschauen:

" Buschabenteuer durch BOTS+NAM im Sept.2015"

LG,
Elsa
zuletzt bearbeitet 12. Feb. 2016
1'680 Beiträge · seit 200712. Feb. 2016 · #3
Etosha ist kein Big 5-Gebiet und auch nicht so abwechslungsreich (sowohl Flora als auch Fauna) wie der Kruger, die einen bevorzugen den einen Park, andere den anderen, um sich selbst ein Bild zu machen sollte man sich beide angeguckt haben 😉 für mich persönlich: Etosha war schon toll, aber nicht so toll wie der Kruger.
lG und bleibt gesund! M@rie M@rie's on the road again - Namibia-Botswana 2012 "Es kommt nicht darauf an, ob du gewinnst oder verlierst, es kommt nur darauf an nicht aufzugeben!" ~ "It always seems impossible until it is done." Nelson Mandela ~
zuletzt bearbeitet 12. Feb. 2016
831 Beiträge · seit 200912. Feb. 2016 · #4
Etosha ist mehr für Fortgeschrittene.
LG
Marga
PS.: Das gibt jetzt wieder einen Aufschrei, ich ahne es schon.
4'140 Beiträge · seit 200912. Feb. 2016 · #5
Hallo Zebrax,
Etoscha ist kein Zoo. Tiersichtungen sind also nicht immer garantiert und es ist auch unterschiedlich in den Jahreszeiten. In der Trockenzeit versammeln sich sehr viele Tiere um die Wasserstellen, wenn es dagegen gut geregnet hat und viele Pfützen in der Landschaft sind, verlaufen sich die Tiere etwas. Dies gilt besonders für die Elefanten. Große Herden sieht man zuverlässig immer in der Trockenzeit, nach viel Regen oft nur mal den einen oder anderen. Ähnlich st es mit Löwen, die sieht man natürlich besser, wenn kaum mehr Gras vorhanden ist, steht das Gras hoch, kann ein Löwe schon mal 5 Meter von dem Weg entfernt nicht mehr zu sehen sein, wenn er untzer einem Busch liegt.
Aber: Zu sehen gibt es immer was, wenn man ein wenig Geduld (und auch Glück) hat. Ich war schon 15 mal in der Etoscha und habe es noch nie bereut. Augen auf und nicht einfach von Wasserloch zu Wasserloch rasen, dann sieht man schon was. Für Löwen ganz früh bei Toröffnung raus und in den Gästebüchern nachschauen, wo gerade die Rudel sind. Und mal einen ganzen Tag in Okaukuejo verbringen, kann überraschende und tolle Sichtungen ergeben.
Richtig: Es gibt keine Büffel hier, aber die anderen "vier" sieht man.
Viele Grüße:
Burschi
21x Namibia, 6x Botswana, 6x Südafrika, 4x Simbabwe, 2x Sambia, 1x Tansania, 2x Kenia, 1x Mauritius, 1x Sansibar
5'050 Beiträge · seit 201412. Feb. 2016 · #6
Hallo Zebrax,

wir fahren regelmäßig im Frühjahr oder Herbst nach Etosha und kommen jedesmal begeistert zurück. Man muss sich für den Park Zeit nehmen, dann sieht man schon viele Tiere. Im letzten Jahr waren wir im Frühjahr und Herbst jeweils für eine Woche im Park und haben auch schon für dieses Jahr eine Woche gebucht.

Was uns in Etosha so alles vor die Linse gekommen ist, kannst du in unseren Berichten sehen.

Bericht vom April

Bericht September/Oktober

Bericht vom September/Oktober13

LG Konni
Link zu Reiseberichten: http://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/286619-reiseberichte-linksammlung-daxiang.html
zuletzt bearbeitet 12. Feb. 2016
33,1k Beiträge · seit 200612. Feb. 2016 · #7
Hallo Zebrax,

Kruger und Etosha sind kaum vergleichbar. Die Landschaften sind zum Großteil unterschiedlich, die Artenvielfalt der Großtiere ist im Krüger höher, dafür sieht man in der Trockenzeit in Etosha meiner Erfahrung nach viel mehr. Zudem ist Etosha, obwohl es infrastrukturell "besser" erschlossen ist als viele andere Nationalparks, deutlich weniger touristisch erschlossen als Krüger. Die "Touristendichte" in Krüger ist deutlich höher.

Nur mal ein paar Zahlen zum Vergleich...

Fläche:
Krüger etwa 20.000 km²
Etosha etwa 22.300 km²

Touristen pro Jahr:
Krüger 1,45 Mio
Etosha: 0,28 Mio

Unterkünfte:
Krüger 30 Camps + Konzessionslodges
Etosha 5 Camps + 1 extra Campingplatz

Säugetierarten:
Krüger +- 200 - darunter Big 5 und Flusspferd
Etosha: 114 - darunter die Big 4 (ohne Büffel), keine Flusspferde

Vogelarten:
Krüger 360-440
Etosha 340

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
785 Beiträge · seit 200812. Feb. 2016 · #8
Hi,

ich denke auch, dass die beiden Parks zu unterschiedlich sind, um sie miteinander vergleichen zu können!

Allerdings muss ich sagen, dass wir bei unserem letzten Besuch in Etoscha im August 2015 etwas enttäuscht waren, war schon sehr staubig und sehr viel los und von daher noch mehr Staub welcher von den ganzen Autos aufgewirbelt wurde!

Wenn es jedoch um die Vielseitigkeit der Tiersichtungen geht, dann würde ich Krüger empfehlen und je weiter man in den Norden fährt um so ruhiger wird es dort, in Bezug auf Besucher!


Gruß


Markus
475 Beiträge · seit 201213. Feb. 2016 · #9
Hi,

Den Krüger kennen wir nicht, waren aber 2x im November/Dezember in Etosha. Immer wieder würde ich zumindest zu dieser Reisezeit dorthin reisen.
Die Tiersichtungen gerade auf der letzten Reise im Dezember 2014 waren klasse und wenig Touristen unterwegs.
Auch nachdem wir inzwischen den KTP, CKGR, Chobe, Kafue und South Luangwa besucht haben, ist Etosha für uns immer noch 1. Wahl.

lg
paulinchen
Sambia Dezember 2015 / Januar 2016 Sambia November 2016
zuletzt bearbeitet 13. Feb. 2016
Gast13. Feb. 2016 · #10
Hallo,

bestimmte Tierarten wie Büffel, Hippos, Krokodile, Wildhunde gibt es im Etosha nicht. Landschaftlich ist der Park eher langweilig und die 3 Hauptcamps sind Massentourismus. Aber was Tiersichtungen anbetrifft, halte ich den Etosha für einen der besten Parks im südlichen Afrika. Wird meines Erachtens häufig unterschätzt.

Wenn man irgendetwas vergleicht, muss man für einen fairen Vergleich auch immer das Preis-/Leistungsverhältnis beachten.
Ein Tag Etosha inkl. der wohl erträglichen Campsite Olifantsrus kostet für 2 ca. 40 EUR. Ein Tag Savuti für 2 kostet 120 EUR also das Dreifache. Krüger ist per Camping je nach Campsite und Saison ähnlich teuer odr bis zu 1 Drittel teurer.

Beste Grüße

Guido
zuletzt bearbeitet 13. Feb. 2016
Themenstarter134 Beiträge · seit 201620. Feb. 2016 · #11
Hatte vergessen das Thread zu abonnieren.

Namibia wir kommen (April). Dann haben wir den Vergleich.

Unsere überaus liebe und geliebte Wirten aus Balule Game Reserve (KNP) hat uns geraten Nambia zu besuchen.
Also machen wir das auch.

Wir waren den ganzen November in Krüger. Ja, es waren viele Touris unterwegs, aber wir hatten durchaus Strecken für uns fast alleine. Von Phalaborwa bis Lower Sabie war es angenehm. Es tat dem Tiervorkommen nichts ab. Wir haben richtig viele Tiere gesehen. Jedoch nur 1 Leopard und 1 Gepard. Hoffentlich sehen wir mehr in Etosha.

Wir haben in den Bungalows gewohnt. Die Konzessionen sind gut. Mugg & Bean war echt ok. Die Betten waren furchtbar.
Ich finde Namibia einiges teurer als die Lodges und B&Bs in Südafrika. Aber vielleicht habe ich nur die falschen erwischt. SA war fürs Essen preislich kaum zu schlagen.

Danke für eure Einschätzungen.

Zebrax

Konni, ich schaue mir gleich deine Berichte an.
Definition Fernweh: Egal wo man sich aufhält, möchte man gleichzeitig woanders sein.
33,1k Beiträge · seit 200620. Feb. 2016 · #12
Hallo Zebrax,
Jedoch nur 1 Leopard und 1 Gepard. Hoffentlich sehen wir mehr in Etosha.
ich habe bisher, bei sicher 100+ Besuchen in Etosha, einmal einen Leoparden gesehen. Landschaft und Vegetation sind nicht gerade für Leoparden ein Paradies. Aber wenn ihr noch Okonjima, Erindi o.ä. besucht, sind Euch Sichtungen (fast) sicher.
Ich finde Namibia einiges teurer als die Lodges und B&Bs in Südafrika. Aber vielleicht habe ich nur die falschen erwischt. SA war fürs Essen preislich kaum zu schlagen.
würde ich pauschal nicht unbedingt unterschriebn. Man hat halt viel mehr Auswahl in RSA und damit auch deutlich mehr Konkurrenz und deshalb häufiger ein anderes Preisgefüge. Hier in Namibia musst Du halt an einigen Orten nehmen, was es gibt und dann eben auch den dementsprechenden Preis bezahlen. Wenn Du Gästefarmen, B&Bs (in Städten) und kleine Lodges auswählst bzw. Lodge-Ketten, kommst Du preislich ähnlich wie in Südafrika weg.

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
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Themenstarter134 Beiträge · seit 201620. Feb. 2016 · #13
Guter Hinweis mit Leopard und Gepard. In vielen Berichten gibt es gute Bilder. Muss nur realisieren, von woraus die stammten. Wenn ich Fütterungsbilder sehen, weiß ich, dass das nicht in Etosha ist.

Deine Liste aus dem anderem Thread werde ich gut beackern.

LG - Zebrax
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31 Beiträge · seit 201006. März 2016 · #14
Hm, hab doppelt gepostet und kriege diesen Eintrag nicht mehr weg.
Sorry.
zuletzt bearbeitet 06. März 2016
31 Beiträge · seit 201006. März 2016 · #15
Hallo zusammen,
wir sind soeben zurück von unserer 3 Wochentour durch Namibia und Botswana.
Wir haben Etosha von West nach Ost durchquert und haben wirklich viele Tiere hautnah erlebt.
Elefanten, Löwen & Leopard liefen uns vor die Fotolinse. Eine tolle Übernachtung im Olifantsrust-Camp mit supernaher Beobachtungsmöglichkeit 3 Meter über dem Wasserloch und hautnahem Löwengebrüll in den Nacht.
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Themenstarter134 Beiträge · seit 201606. März 2016 · #16
Danke für die Meldung. Noch 1 Monat dann sind wir auch in Namibia.
Wunsch meines Mannes ist 8 Tage in Etoscha und so ist es geplant. Hier scheint der Schnitt so 4-5 Tage zu sein.

Hoffe, dass ist nicht zu viel.

Wir sind 2 Nächte in Toko Safari - Dolomite war ausgebucht.
2 Nächte Okaukuejo
1 Nacht Halali
3 in Onguma Aoba (3-Tage Angebot) Übrigens, die Online-Buchung funktioniert tadellos.

Danach fahren wir nach Divundu RiverDance - aber nicht weiter.

Wie heißt es? Wir sind in Urlaub und nicht auf der Flucht.

Bin sehr gespannt auf dein Reisebericht und die Bilder. Was macht die Regenzeit?

Schöne Grüße
-Zebrax
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31 Beiträge · seit 201006. März 2016 · #17
Die Regenzeit hatte so wie wir es erlebt haben in diesem Jahr ihren Namen nicht verdient.
Die Menschen freuen sich im Moment über jeden Tropfen Regen.
Grüße vom Bärliner
5'538 Beiträge · seit 200806. März 2016 · #18
Hallo Zebrax,

Hoffe, dass ist nicht zu viel.

Mir wäre das nicht zu viel, wenn ich die Zeit dazu hätte. Aber manche Reisende haken ja nur ab, egal ob Land, Landschaft oder Tiere - die Hauptsache gesehen und weiter. Ich hatte mal so einen Freund. Der hat am 2. Tag Etoscha schon gesagt: "Jetzt haben wir genug Elefanten und Löwen gesehen. Ich würde gerne mal wieder in eine Stadt fahren." Wie heißt es so schön? "Jeder Jeck is anders."

Liebe Grüße und viel Spaß.

Gerd

PS: Meinst Du mit Toko Safari die Rustig Toko Lodge? Wäre eine gute Wahl.

Von Onguma bis Riverdance Lodge sind es über Grootfontein locker 600 km und somit gute 6 Stunden reine Fahrzeit. Die kürzere Strecke über Tsintsabis geht aber auch nicht schneller, weil Ihr dann an die 200 km Schotter-/Sandpiste habt. War beim letzten Mal zwar ganz gut in Schuss, aber bei diesen Straßen weiß man nie. Ich würde deshalb an Eurer Stelle noch einen Zwischenstopp in der Nähe von Rundu einlegen - z. B. Hakusembe.
241 Beiträge · seit 201610. Mai 2016 · #19
Wir waren in beiden jeweils zur Trockenzeit. In beiden haben wir spektakuläre Eindrücke gesammelt.
Im Krüger Haben wir vor allem in den frühen Morgenstunden geniale Bilder eingefangen. Ab 10.00 Uhr war es aber oft wie verhext, da sah man fast nix mehr.
In Etosha sieht man an den Wasserlöchern den ganzen Tag über Tiere. Im Krüger scheinen sich diese an den Flüssen zu tummeln, an die man dann oft nicht so nah ran kommt.

Zumindest war das mein Eindruck.

Unser Favorit bleibt Etosha.
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Themenstarter134 Beiträge · seit 201610. Mai 2016 · #20
Wir hatten mehr Spaß in Krüger. Es gab mehr Straßen abzufahren. Wir wussten nie, wenn wir wieder was Neues entdecken. Und wir sind viel tagsüber in der Hitze gefahren. Stimmt, dann nimmt die Zahl der Sichtungen ab. Dafür gab es Überraschungen.

Die Pfanne war uns nach 2 Tagen schon etwas langweilig. Mein Mann hat das soziale Verhalten an den Wasserlöchern beobachtet. Wenn verschiedene Elefantengruppen sich am Wasserloch treffen, begrüssen sie sich mit "Hand- bzw. Russelschlag". Die kleinen haben im Wasser gespielt und die Mütter habe im Kreis gestanden und Kaffeekränzchen gehalten. Oder die Tränkordnung, oder wer vertreibt wen: Pumba vertreibt Oryx. Da lernt der Oryx fast das Springen.
Vater Elefantenbull vertreibt alle.

Die verschiedenen Landschaften in Krüger fanden wir spannender. Wir haben uns von Galton Gate (nicht über Dolomite) bis von Lindquist in Etoscha durchgearbeitet. Okondeka (Löwen) und Fishers Pan waren auch dabei. In Krüger haben wir insgesamt mehr Tierarten gesehen. In Etoscha war die Anzahl der Tiere höher - insbesondere an den Wasserlöchern. Es war schon interessant und die Reise wert. Es gibt Tierarten in Etoscha, die wir in Krüger nicht vorfanden. Wie Oryx und braune Hyäne. Später in Mahango Park noch weitere Tierarten.

Die Betten in Etoscha sind 100 Mal besser als Krüger.

Ja, es gibt fast immer (manchmal muss man ein wenig warten) Tiere an der Wasserlöchern. Aber nach gefühlten 10.000 Zebras, 5.000 Giraffen, 100.000 Impalas, massig Rotebeest und Streifengnus, 500 lilac breasted rollers, Sozialverhaltensstudien, ganze Tierwanderungen a la Lion King, ist eine Besonderheit wie ein schwarzer Zebra, 3 schläfrige Löwen, ein Blitz von brauner Hyäne oder der Pirsch auf eine neue Tierart schon interessant. Wir wünschten uns mehr Self-Drive Möglichkeiten in Etoscha.

Reisebericht folgt . . . . .
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