joagriThemenstarter14 Beiträge · seit 201606. Feb. 2016 · #1Hallo zusammen,
wir (meine Frau und ich und unsere 2 Kids 11 u. 12 Jahre) fahren im Juni + Juli für 5 Wochen RSA+NAM+ZIM+ZAM mit einem 4x4 mit Dachzelten.
Unsere Frage / Überlegungen, ist es sinnvoll Malariaprophylaxe zu nehmen oder diese lieber als Gegenmittel dabei zu haben?
Eigentlich tendiere ich gegen eine tägliche Einnahme, da diese eigentlich nur bei Reisedauern bis zu 4 Wochen empfohlen werden. Wir hätten ja 6 Wochen, da eine Woche vorher begonnen werden muss.
Zudem ist ja Trockenzeit und weniger an Mücken unterwegs.
Ich selbst hatte schon mal Malaria (nach einer 12 tägigen Busch-walking-Safari in Sambia) und hatte damals Halfan genommen (ups - vom Markt genommen wegen zu vieler Todesfälle 😗 ). War heftig, hat aber top geholfen und nach 2 Tagen sind wir nach Namibia weiter gefahren.
Während meiner 2 Jahre die ich in Afrika gearbeitet hatte, habe ich Resochin und Paludrine das erste halbe Jahr genommen. Dann alles abgesetzt und eher auf Gegenmittel gesetzt die ich nie brauchte 🙂
Jetzt mit meinen Kindern bin ich mir aber unsicher, ob wir prophylaktisch schlucken sollen oder einfach reisen und wenn es einen erwischt dann halt als Treatment nehmen.
Wie sind eure Meinungen / Erfahrungen?
Besonders diejeniger die schon mit Kindern gereist sind.
Danke und Grüße,
Joachim
Tadi441 Beiträge · seit 201207. Feb. 2016 · #2Hallo Joachim,
von mir der Ratschlag ein Tropenmediziner um Rat zu fragen. Alles andere wäre ja nur ein subjektiver Ratschlag. Und da es nie die gleichen Umstände gibt, ist es wie in einer Lotterie. Alles eine Glaubensfrage und eine Wahrscheinlichkeitsrechnung.
Viele nehmen Prophylaxe, andere lehnen das kategorisch ab.
Liebe Grüße aus Hamburg mit schiet Wetter
Petra
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200607. Feb. 2016 · #3Tadi schrieb:von mir der Ratschlag ein Tropenmediziner um Rat zu fragen. Alles andere wäre ja nur ein subjektiver Ratschlag.
... die Ratschläge von Tropenmedizinern sind auch subjektiv. 😉
@Joachim
Deine Erfahrungen sind größer als die der meisten Leute, die Dir jetzt Tipps geben werden. Am Ende wirst Du tun, was Du jetzt schon für sinnvoll hältst.
Was Du an Empfehlungen bzgl. der maximalen Länge der Einnahme als Prophylaxe kennst, ist allerdings veraltet. Sowohl Lariam als auch Malarone sind für längere Zeiträume zugelassen.
Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
buma831 Beiträge · seit 200907. Feb. 2016 · #4Hallo Joachim,
zu Deiner Information: Die Einnahme von Malarone wird erst einen Tag vor Eintritt in ein Malariagebiet empfohlen!
Viel Spaß bei der Entscheidungsfindung wünscht
Marga
travelNAMIBIA33,1k Beiträge · seit 200607. Feb. 2016 · #5Hi Jochim,
wir haben während wir in Westafrika waren (also nicht die Zeit als wir dort gelebt haben, aber dann immer wieder in den Urlauben) Resochin genommen. Hieß schon damals, dass es nichts (mehr) hilft, wir hatten aber nie Malaria. Für das südliche Afrika (oder mittlerweile überall?) wird meistens Malarone zur tgl. Einnahme empfohlen. Die Ärzte hier in Namibia empfehlen scheinbar grundsätzlich nichts anderes mehr, v.a. kein Lariam.
Viele Grüß aus Windhoek
Christian
P.S. Ich in kein Arzt, Apotheker oder ähnliches...
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Gerd19425'538 Beiträge · seit 200807. Feb. 2016 · #6Hallo und Guten Morgen, Joachim,
einen medizinischen Rat darf, kann und will ich Dir nicht geben. Aber ich kann Dir von.meinen Erfahrungen erzählen. Wir waren in den letzten 17 Jahren ca. 30 Mal nördlich der Etoscha (südlich ist ja frei von Malaria). Wir haben im Winter nie irgendwelche Mittel genommen. Grund: Der Anopheles ist es dann zu kalt und sie ist deshalb nicht aktiv. Erst wenn die Temperatur in der Dämmerung und/oder Nacht 20 Grad oder mehr bleibt, nimmt meine empfindliche Frau irgendwelche Mittel. Ich begnüge mich mit GRÜNDLICHEM Einreiben des ganzen Körpers. Auch im Schambereich, da ich nur in einer Shorts schlafe. Und da kommen die Biester leider durch.
Ich wünsche Dir einen schönen Sonntag.
Liebe Grüße
Gerd
Mellie1248 Beiträge · seit 201507. Feb. 2016 · #7Guten Morgen Joachim,
Grundsaetzlich finde ich, dass es jeden selber ueberlesen ist ob und wie er einer Malaria Infektion vorbeugt. Bei unseren Kindern sind wir allerdings nicht experimentierfreudig, die beiden werden Prophylaxe einnehmen. Wir tragen die Verantwortung fuer ihre Gesundheit und inzwischen gibt es fuer Kinder gut vertraegliche und wirksame Medikamente.
LG, Mellie
2006: Botswana und Sued Afrika
2009: Botswana und Sued Afrika
2012: Sued Afrika (KTP)
2014: Marokko
2016 endlich wieder Botswana und Sued Afrika :)
lilytrotter4'129 Beiträge · seit 200807. Feb. 2016 · #8Das Suchwort
Malariaprophylaxe
ergibt
6 Seiten Beiträge im Laufe des letzten Jahres
54 Seiten Beiträge im Laufe des letzten Jahre
viel Spaß beim Lesen 🙂
Tipp: Gehe mit deiner Familie zum Tropenmediziner deines Vertrauens!
Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt
Biologe1'162 Beiträge · seit 201207. Feb. 2016 · #9ergibt
6 Seiten Beiträge im Laufe des letzten Jahres
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verstehe ich nicht, oder ist das der Entwurf für eine Büttenrede?
Beste Grüße
Michael
7x Namibia, 2x S-Afrika, ca. 45x Atlantische Inseln (Kapverden > 25x, Kanaren, Madeira, Azoren); 7x W-Afrika (Senegal, Guinea Bissau, Gambia, Sierra Leone), Marokko, Tunesien, Jemen, Madagaskar, USA, Kanada, Costa Rica, ziemlich viel ME & SE rauf und runter und kreuz und quer
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200607. Feb. 2016 · #10Biologe schrieb:ergibt
6 Seiten Beiträge im Laufe des letzten Jahres
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verstehe ich nicht, oder ist das der Entwurf für eine Büttenrede?
... soll vermutlich "der letzten Jahre" heißen im zweiten Satz.
Aber klasse Spruch .... 😉
Gruß
Wolfgang
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_Matthias_284 Beiträge · seit 201407. Feb. 2016 · #11Lass dich von einem Reisemediziner beraten, was du ersten Beitrag schreibst ist zum Teil falsch, zum Teil veraltet.
joagri schrieb:
Eigentlich tendiere ich gegen eine tägliche Einnahme, da diese eigentlich nur bei Reisedauern bis zu 4 Wochen empfohlen werden. Wir hätten ja 6 Wochen, da eine Woche vorher begonnen werden muss.
Ich glaube du mixt hier verschiedene Mittel. Und viel wichtiger als vorher ist, dass auch nach verlassen des Malariagebiets die Prophylaxe (je nach Mittel) bis zu 4 Wochen weiter genommen werden muss, ansonsten kannst du es gleich lassen.
Persönlich bevorzuge ich Vorbeugung vor Heilung, aber diese Entscheidung muss jeder selbst treffen.
Für Prophylaxe wird für Erwachsene eigentlich nur noch Malarone oder Doxycyclin empfohlen, wie das bei Kindern ist, keine Ahnung.
franzastische Reisen, Fotos und mehr -
https://franzastisch.de
joagriThemenstarter14 Beiträge · seit 201607. Feb. 2016 · #12Hallo zusammen,
wow - da kam ja schon was zusammen.
Besten Dank für die vielen Rückmeldungen.
@ Mellie1 - werden wir genau so tun.
Herzlichen Dank für alle Anregungen.
Echt ein klasse Forum - hätte ich von dem nur schon früher gewusst ... 🙂
ALM2'319 Beiträge · seit 201108. Feb. 2016 · #13Ein Hoch auf Lilytrotter 😛
Nicht wegen Ihres Schreibfehlers, sondern wegen des Inhaltes Ihrer Nachricht hier.
Das Thema Malariaprophlylaxe ist hier bereits gefühte 28 Millionen Mal durchgekaut worden.
Jeder hat da seine Präferenzen, Erfahrtungen, Meinungen und Sichtweisen.
Wir nehmen fürs östliche und südliche Afrika immer Lariam, welches ja gerne als des Teufels Mittagessen verschrien ist, wir aber bestens damit fahren.
Andere schwören auf Malarone.
Resochin...sorry Christina...ich wußte gar nicht, daß es das noch gibt und das es noch angezeigt ist bei vorbeugenden Maßnahmen gegen eine Malariainfektion. Ich nahm Resochin das letzte mal 1987 und wollte nur noch sterben, so heftig reagierte mein Körper darauf.
Genereill gilt... Dem Rat eines Tropenmediziners sollte sich niemand entziehen und... Vorbeugende "mechanische" Maßnahmen, wie das Auftragen eines Repelents auf Haut und ggf. Kleidung sowie das Tragen von heller Kleidung, sind unabdingbar.
Alm
camperfan235 Beiträge · seit 201601. März 2016 · #14Also, ich bin definitiv keiner, der sich unnötiges einwirft. Ich hab lange mit mir gerungen, Prophylaxe mit Malarone, ja oder nein.
Aber eigentlich ist es tatsächlich so- die WAHRSCHEINLICHKEIT an den Victoriafällen ist defintiv höher als im Krüger / St. Lucia / Hluhluwe, bei den letzteren Zielen ist sich die DTG nicht sicher ob Stand by oder Therapie. 2015 wird im Krüger nur Stand by empfohlen, im Tropeninstitut dagegen Prophylaxe.
MIR hat heute ein Tropenmediziner glaubhaft versichert, das WENN man vom Stand by Gebrauch macht, man logischerweise wahrscheinlich Malaria hat. WENN man sie hat, ist der Urlaub gelaufen, denn man ist erst mal RICHTIG krank. Man behandelt dann ja die Malaria bereits...
Und das braucht kein Mensch.
Ich habe mit einigen Leuten gesprochen, die Malarone genommen hatten- tatsächlich verträgt das mancher nicht, aber dann setzt man es halt ab, wechselt ggf. auf Doxycyclin und hat trotzdem der Schutz nicht 100 % ist, eine hohe Wahrscheinlichkeit, eben NICHT an Malaria zu erkranken.
Meine Entscheidung ist gefallen...
Übrigens hat meine Entscheidung beeinflusst, das wir definitiv an einigen Tagen in der Dämmerung, nachts und teils auch auf dem Wasser unterwegs sein werden. Also zu der "moskitoaktiven" Zeit. Wir haben ein WoMo gemietet, wo ich mich darauf verlassen muß, das die Insektenschutzgitter an den Fenstern in Ordnung sind- an der Tür gibts vermutlich aber keine. Im WoMo ein Moskitonetz aufhängen dürfte auch nicht so einfach sein, ich hab jedenfalls kein Glück mit Klebestrips.
Ansonsten braucht die Schulmedizin mich aber nicht mit allen möglichen Impfungen verfolgen :)- ne Vierfachimpfung wollten sie mir gleich verpassen 🙂
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200601. März 2016 · #15camperfan schrieb:
MIR hat heute ein Tropenmediziner glaubhaft versichert, das WENN man vom Stand by Gebrauch macht, man logischerweise wahrscheinlich Malaria hat. WENN man sie hat, ist der Urlaub gelaufen, denn man ist erst mal RICHTIG krank. Man behandelt dann ja die Malaria bereits...
... nein.
Man behandelt etwas, das man für Malaria hält, weil man von West Nile Fever, Rift Valley Fever, Dengue, Chikungunya, Gelbfieber und Co. noch nie etwas gehört hat und wenn man es gehört hätte, es als Laie nicht unterscheiden könnte.
Mit Glück behandelt man tatsächlich eine Malaria.
Wenn man richtig viel Glück hat, behandelt man die richtige Malariaform mit dem dazu passenden Medikament.
Mit weniger Glück behandelt man -im übertragenen Sinne- gerade Verstopfung mit Immodium.
Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
chamäleon20112'497 Beiträge · seit 201102. März 2016 · #162015 wird im Krüger nur Stand by empfohlen, im Tropeninstitut dagegen Prophylaxe.
Ich verstehe nicht ganz, ob Du im Krüger zur Prophylaxeberatung warst oder ob ich nun im Tropeninstitut Malarone einnehmen soll. 😗
Schau mal die Berichte über WoMos durch, da gibt es entweder Netze oder die Leute bringen sich geschickt selber noch was an der Tür an. Wir persönlich essen aber zum Beispiel beim Campen immer draußen und gehen nur zum Schlafen ins Gefährt. Peaceful Sleep hilft, falls mal Mossies da sind, ungemein.
Ich persönlich habe im Okavangodelta und im Caprivi Malarone geschluckt, mein Mann Lariam, beide haben wir die Medikamente gut vertragen, die anderen 6 Mitreisenden haben nichts genommen und hatten auch keine Probleme. Mücken gab es kaum, Stiche daher auch nicht. Das weiß man nur leider nie mit Sicherheit vorher.
Bei der Einnahme von Doxycyclin erhöht sich die Sonnenempfindlichkeit extrem, das finde ich in einem Land im südlichen Afrika suboptimal, nur noch mit langärmeligen Sachen und Hut und das noch bei Kindern.
Die Meinung von Wolfgang zu Standby möchte ich noch mal ausdrücklich unterstreichen, Selbstmedikation ohne ärztliche Abklärung ist bei kaum einer Erkrankung sinnvoll, schon gar nicht bei einer, mit der man keinerlei Erfahrung hat.
Mich wundert, dass Du so begeistert Chemie schluckst, aber wichtige Impfungen ablehnst, oder hab ich da was falsch verstanden? Ist die Vierfachimpfung "Keuchhusten, Diphterie, Tetanus, Polio", ohne die würde uns "unser" Reisemediziner nicht weglassen, auch nicht ohne Hepatitisimpfung.
Viele Grüße
Karin
Würde sollte niemals ein Konjunktiv sein.
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camperfan235 Beiträge · seit 201602. März 2016 · #17Begeistert Chemie schluckst- garantiert nicht. Und Selbstmedikation gg bin ich auch nicht sonderlich aufgeschlossen- denn ich denke mal, man sollte nichts behandeln ohne Diagnose. Ergo würde ich ohnedies vorziehen zum Arzt zu gehen.
Übrigens bin ich Krankenschwester, medizinisch also nicht ganz ungebildet.
Mein Plan ist eher, an den Victoriafällen was nehmen- ich denke schon das das recht sinnvoll ist. Ob ich es dann weiternehme, wird sich zeigen.
Bislang habe ich mich immer dagegen entschieden und auch nie Probleme gehabt mit Mückenstichen- aber man denkt ja immer, mich wird es schon nicht erwischen. Und wenn ? Das Risiko ist mir vor allem bei meiner Mutter zu groß.
Impfen ist bei mir etwas spezielles- ich baue nämlich schlicht keinen Impfschutz auf, auch nicht nach mehreren Nachimpfungen. Kommt ein Titer zustande, ist der nach nem halben Jahr weg....Tetanus bin ich dann doch geimpft, allerdings habe ich auch da einen sehr niedrigen Titer. Im Falle einer Verletzung hilft nur sofortige Passivimpfung.
Übrigens, die Empfehlungen- auf der Seite der deutschen Tropenmedizin DTG wird an den VF Prophylaxe empfohlen, Südafrika nur Stand-by.
Im Tropeninstitut hatten sie zur Verbreitungslage einen Thieme liegen ( wissenschaftliches Buch), das mit Sicherheit nicht druckfrisch war. Anhand dessen erfolgte die Beratung, hier ist die Region VF, Krüger, St. Lucia bis fast runter nach Durban noch knallrot eingezeichnet für "Gefahr".
Nach was soll man sich also richten, wenn nicht mal das Tropeninstitut aktuelle Bücher hat 🙂.
ALM2'319 Beiträge · seit 201102. März 2016 · #18Guten Morgen.
Man kann als weiteren Ratschlag sich ja auch die Hinweise, die Sanparks kommuniziert, zur persönlichen Entscheidungsfindung heranziehen.
Des Weiteren gibt es südafrikanische Stellen der Gesundheits- und Hygienebehörden, die ebenfalls als tauglich zu erachten und beherzigen sind.
Mit besten Grüßen
Alm
clz30 Beiträge · seit 200802. März 2016 · #19Hallo in die Runde,
hier noch ein Auszug aus einem sehr lesenswerten Aufsatz aus der Pharmazeutischen Zeitung:
"Ausschließlich in den Leitlinien der deutschsprachigen Fachgesellschaften gibt es die »notfallmäßige Selbstbehandlung« (Stand-by-Therapie). Das bedeutet: Der Reisende führt ein Malariamittel mit sich (natürlich ein anderes als das, das er zur Prophylaxe verwendet) und nimmt es ein, wenn Fieber nach mehr als sieben Tagen Aufenthalt in dem gefährdeten Gebiet auftritt und innerhalb von 24 Stunden keine qualifizierte Hilfe erreicht werden kann. Praktischerweise kommen für diese Indikation Artemether/Lumefantrin und Atovaquon/Proguanil infrage, Letzteres natürlich nur, wenn es nicht schon zur Prophylaxe verwendet wurde.
International wird die notfallmäßige Selbstbehandlung sehr kritisch gesehen, da Untersuchungen gezeigt haben, dass die Trefferquote sehr gering ist. Häufig nahmen die Reisenden die Tabletten ein, obwohl keine Malaria vorlag. Mindestens genauso häufig wurde die Einnahme unterlassen, obwohl der Patient an Malaria erkrankt war."Das gibt Wolfgang recht.
Den gesamten Aufsatz findet ihr unter
http://www.pharmazeutische-zeitung.de/?id=33154Bernd
LEleserGast02. März 2016 · #20Guten Morgen, ich will mich an der Diskussion nicht beteiligen, sondern nur empfehlen das südafrikanische Forum zu lesen. Dort gibt es auch viele Beiträge von Ärzten aus der Region, schon ein Mal Erkrankten oder Leuten, die innerhalb weniger Tage Freunde und Familienmitglieder durch Malaria verloren haben.
Vielleicht wird die/der Eine oder Andere seine Einstellung zu Prophylaxe, Selbstbehandlung etc. ändern.
Grüße
PS. ...und die Prophylaxe sofort nach Verlassen eines Risikogebietes abzusetzen, d. h. nicht ordnungsgemäß vorzubeugen, ist sowieso xxxxxxx