31.12.2015 – Kieliekrankie – oder Silvester im Wilderness Camp – Teil 2
Zurück im Camp, war auch an „unserem“ Wasserloch richtig was los!
Dieses Straußenpärchen übte sich im Synchrontrinken… 😄
Beäugt von dem Goshawk, der wieder auf seinem Posten saß.
Es dauerte nicht lange, da kam eine Herde Oryx heran und man konnte mal wieder deutlich die Rangfolge in der Tierwelt erkennen. Die Strauße schauten etwas pikiert, ergaben sich jedoch ihrem Schicksal und das Wasserloch war in Oryx-Hand… 🙄 😁 🤪
Terrassenaussicht:
Wir bereiteten einen Nudelsalat für den Abend vor, bevor wir uns ein wenig auf’s Ohr legten.
Auch nach der Mittagsruhe war noch immer Oryx-Alarm am Wasserloch! Was war denn heute hier los?!
Gegen vier beschlossen wir, noch eine kurze Ausfahrt Richtung Urikaruus zu machen.
Sehen diese kleinen Hörnchen nicht zaubersüß aus?! 😈
Wieder sahen wir viele Strauße. Damen und Herren immer schön getrennt… 😄
Auch unsere Straußfamilie war wieder unterwegs.
Und dann noch ein Highlight: Zwischen dem Wasserloch Rooibrak und dem Picknickplatz entdeckten wir unter einem Baum drei Cheetahs! 🤩
Zugegebener Weise kann man sie auf dem Bild nur erahnen… 😗
Wir beobachteten sie eine ganze Zeitlang, bevor wir noch ein Stück weiterfuhren… Zum Glück, denn diese Sichtung möchten wir nicht missen… 🙂
Im Schatten unter einem Baum hatte diese Springbockdame wohl gerade erst ein Kleines geboren.
Es war noch ganz feucht, wackelte jedoch bereits fleißig mit seinen großen Ohren. 😘
Weitere Springböcke kamen hinzu, um das Kleine zu begrüßen. 😊
Unter größter Kraftanstrengung versuchte es seine ersten Aufstehversuche zu machen… 😮
Doch des klappte noch nicht und die Familie stellte sich schützend um das Kleine rum, das erstmal wieder Kraft schöpfen musste.
Schweren Herzens trennten wir uns von diesem Anblick, drehten und traten den Rückweg an.
Obwohl es halb sechs war, war es immer noch so heiß, dass jeder Zentimeter Schatten genutzt wurde. Teilweise wurde dabei die eigene Sicherheit auch etwas vernachlässigt. 😕
Viele Tiere blieben einfach am Straßenrand oder auf der Straße liegen, da jede Bewegung bei der Hitze zu anstrengend war. Hoffen wir mal, dass alle Autofahrer entsprechend umsichtig fahren… 🙁 😗
Zurück bei den Geparden, taten sie uns den Gefallen und erhoben sich zum Teil mal kurz, um sich dann wieder platt auf den Boden fallen zu lassen… 😄 Bis jetzt konnten diese drei übrigens noch nicht durch Matthew Schurch identifiziert/zugeordnet werden.
Wir blieben fast eine Stunde vor Ort, doch es passierte nix mehr und wir machten uns auf den Heimweg nach Kieliekrankie.
Ground-Squirrel Bau
Dieses kleine Springbockbaby lag einsam und verlassen neben einem Baum – wir hofften, dass seine Mama es nur zum Fressen dort zurückgelassen hatte und bald wiederkommen würde… 🙁 😕
Am Abzweig nach Kieliekrankie entdeckte Markus noch eine besondere Species – einen Cape Hare – Kaphasen.
Dieses Steinböckchen stand vor den „Toren“ Kieliekrankies in seiner ganzen Schönheit Spalier.
Es war bereits recht spät, als wir im Camp ankamen und der Wind war stärker geworden. Das hatte zur Folge, dass wir im Funkenflug unserer Nachbarn saßen, die versuchten, den Grill startklar zu machen. 😠 Eigentlich kamen wir auch ohne „Feuerwerk“ an Silvester gut über die Runden, aber ok…
Wir waren froh, dass wir bei dem Wind nicht auf den Grill angewiesen waren und alles vorbereitet hatten. Der Salat war bereits fertig und Markus briet die Lammfilets in der Pfanne an. Dazu gab es einen leckeren Chardonney und da sich bei dem Wind auch die Bienen verzogen hatten, konnten wir das Ganze draußen auf der Terrasse genießen. Mmmmhhh…. 😄 🤪 🙂
Unsere Südafrikanischen Nachbarn hatten ihre Grillversuche mittlerweile komplett eingestellt und so konnten wir in aller Ruhe die Löwen beobachten, die sich wieder aus ihrem Mittagsversteck gewagt hatten und nochmals das Wasserloch besuchten. 😉
Der weiße Fleck auf dem Bild ist übrigens ein Löwenbauch… 😄
Und so endete dieser Tag mit einem ähnlich Bild, wie er auch begann! 🙂
Ein weiterer spannender und wahnsinnig schöner Tag im KTP ging zu Ende, für den letzten Tag des Jahres hätten wir uns keinen schöneren Ort vorstellen können! 😘
Wir tranken noch das ein oder andere Kaltgetränk und bestaunten den wahnsinnig tollen Sternenhimmel, bevor wir im 22.30h ins Bett fielen. Den Jahreswechsel verbrachten wir also schlafend… Gute Nacht!
Gefahrene Kilometer im Park: ca. 178
Gespottete Katzen: 11 Löwen und 3 Cheethas
Teil 2228. März 2016
01.01.2016 – Die Fahrt von Kieliekrankie nach Nossob
Der Neujahrstag wurde zum Katzen – aber zum Glück auch Kater-freien Morgen… 😄 Neujahrswünsche brauchten wir nicht zu verschicken, denn Telefonempfang hatten wir seit Tagen nicht mehr gehabt… 😐
Der Himmel zeigte sich dramatisch bewölkt, aber kein Regentröpfchen ließ sich blicken!
Dafür war mal wieder ein Oryx am Start – die Löwen hatten sich verzogen…
Wir packten unsere Sachen zusammen, schließlich sollte es heute weiter gehen – Richtung Norden, entlang des Nossob Rivers. Das Nossob Camp soll ja für seine Löwen bekannt sein – ja, aber die hatte hier doch anscheinend jedes Camp im Programm – oder etwas nicht?!?! 😄 Irgendwas hatten wir diesbezüglich anscheinend bei der Buchung angeklickt… 😗
Nachdem wir gefrühstückt hatten, beluden wir unseren Hilux mit Kisten und Taschen. Das Fleisch hatte sich bisher gut gehalten und wir konnten die Kühlkette aufrecht halten – hoffentlich klappte das auch während der langen Fahrtstrecke nach Nossob… 😕
Als ich zum Auto kam, kam Markus mir aufgeregt entgegen– eine Schlange kam unter dem Nachbarauto hervor, während er unseren Kofferraum belud. 😮 Nun suchte er eine Kamera, "die ich ja schließlich sonst den ganzen Tag mit mir rumschleppte…" 😈 Ja, aber doch nicht beim Autobeladen! 😠
Er schnappte sich die Kamera und stapfte links an Jacques Unterkunft vorbei… Und tatsächlich bekam er noch Beweisbilder, dass diese – wie wir vermuten - Cape Kobra unter dem Auto saß! 🙄
Die Bilder sind nun vielleicht nicht die Besten, das lag dann eventuell doch an meinem Rufen, dass diese Tiere „extremely venomous“ sind!!! 🤢 😵 😣 Wir hatten ja schließlich noch ein paar Urlaubstage vor uns… und es war doch gerade so schön! 😄 😗
Nein, Spaß beiseite, wenn ich mir vorstelle, man belädt den Wagen schön in Flipflops und dann kommt diese Schlange vorbei – da wird mir immer noch ganz anders. 🤨
Ansonsten hatten wir – trotz der trockenen Jahreszeit – übrigens keine Begegnungen mit Schlangen im KTP!
Lange Zeit, darüber nachzudenken, hatten wir jedoch nicht. Unsere „Feuerfunken“-Nachbarn 😈 , wie wir sie seit dem Vorabend liebevoll nannten, nachdem sie versucht hatten, uns abzufackeln, hatten Probleme mit ihrem Auto und fragten nach Starthilfe.
Aber klar, dass war ja die leichteste Übung! 😎 Die beiden kamen aus Kapstadt und wollten an diesem Tag zurück nach Hause. Wahrscheinlich war das der Grund, dass sie uns neben einer Flasche Wein auch noch diverse Sorten Biltong gaben – welches uns bis zum Ende des Urlaubs gereicht hat! 😄 Und ziemlich lecker war… 🙂
Wieder wurden unsere Reifen gelobt – und das von Einheimischen! Ach, was waren wir stolz auf unser Auto… Man vergisst es ja mit der Zeit, aber wenn man von anderen Reisenden hört, wie viele Probleme man haben kann, waren wir schon sehr entspannt unterwegs… 😗
Wir fuhren die „langweilige“ Dünenpad Richtung Kij Kij und dann weiter Richtung Nossob und ich durfte zur Abwechslung auch mal wieder ans Steuer. 😉
Steenbok
Mal wieder ein Southern Pale Chanting Goshawk – Immer, wenn wir einen sahen, suchten wir die Umgebung auch nach einem Schakal ab, da diese beiden Honey Badger auf Beutefang begleiten sollen. Doch leider hatten wir kein Glück mit dem Honey Badger… 😐
Wasserloch Kij Gamies
Am Wasserloch Tierkop gab es Vogelalarm – genauergenommen Rotkopfamadinen-Alarm!
Plötzlich machte ich eine Vollbremsung – ja, mal wieder mitten auf der Pad – aber hier war ja nun wirklich nix los… 😗 Wer fährt schon freiwillig morgens diese Strecke, wenn man nicht gerade hier untergebracht ist?! Wie auch immer, ich hatte was gesehen… 😎 Als ich zurücksetzte war es es allerdings verschwunden. Doch nach kurzem Warten zeigte sich die kleine Maus wieder. Wir tippen aus eine Whistling Rat?
Auch wenn das Foto leider nicht ganz scharf ist, hatte ich mit dieser Sichtung erstmal die „Spotter“ Krone auf! (gelbe Schlangen kann schließlich jeder…) 😛 🤪 😗
Bei Kij Kij beäugten Gnus und Oryx immer noch skeptisch das tote Eland.
Diesen Verreaux’s (Giant) Eagle Owl /Milchuhu entdeckten wir im Baum. Für uns war er leider etwas zu weit entfernt…
Wem dieses Gefieder gehört(e), können wir leider nicht sagen… 😮
Am Picknickplatz Melkvlei hieß es zum einen Fahrerwechsel, zum anderen musste ich dringend mal "wohin"... Ich parkte unseren Hillux links neben den Sanitäranlagen, wo bereits 1-2 andere Autos standen.
Obwohl es noch vor elf war, bereiteten bereits einige afrikanische Familien einen Braai vor. Im großen Stil wurde Feuer gemacht und alles mögliche angeschleppt. Die Kinder sprangen derweil herum oder wurden gefüttert.
Als ich wieder zum Auto zurückkam, meinte Markus, dass am Picknickplatz wohl ein Löwe hier liegen sollte… Wie jetzt?! 😮
Ok, Spuren waren zu erkennen… 🙄
Wir suchten mit den Ferngläsern die Umgebung ab und tatsächlich, hinterm Baum, unter der Bank lag etwas... 🙂
Meiner Meinung nach sah der Arme jedoch nicht mehr richtig „frisch“ aus… 😐 Irgendwie ausgetrocknet und so platt! 🤨
Ein weiteres Auto fuhr auf den Parkplatz und hielt direkt neben der Sitzgruppe. Als die Frau an der Beifahrerseite aussteigen wollte, riefen und winkten wir, sie solle im Auto bleiben.
Auch die afrikanischen Familien hatten den Löwen mittlerweile entdeckt und packten alles mit Sack und Pack wieder ein. Das Grillen wurde erstmal verschoben… 😗
Völlig unbeeindruckt von der Aufregung um ihn herum, erhob sich der Löwe, um sich dann vor dem Baum für alle sichtbar zu platzieren. Ja, was war das für ein prachtvoller Kerl! 🤩
Er setzte seinen Mittagsschlaf fort und wir unseren Weg…
Im Nossob Tal angekommen, wurden die Fahrspuren tiefer und teilweise konnte man die Ebene gar nicht richtig überschauen.
Wir passierten einige Wasserlöcher, jedoch ohne nennenswerte Sichtungen.
Dieser Oryx hat in seinem Leben wohl schon einige Kämpfe hinter sich gebracht!
Klein verjagt Groß…
Am Wasserloch Kameelsleep wurde das Wasserloch – sehr zum Ärgernis der Oryx – von fünf Hyänen besetzt. 😛
Während die Meute faul unter einem Baum lag, markierte ein Tier das Wasserloch.
Dabei pinkelte er/sie auch mehrmals ins Wasser…mmmh… 🤢 Kam jedoch nochmal raus, um dort sein Geschäft zu verrichten… 😣
Und legte sich dann wieder mittenrein. 😄
Es war kurz vor eins, brüllend heiß und während alle anderen Tiere abseits standen und warteten, bis sie endlich ihren Durst löschen konnten, lag dieser freche Kerl ungeniert im Pool. 😛
Am Picknickplatz Dikbaardskolk gab’s für uns eine Mittagszeit. Vom Nudelsalat des Vorabends war noch soviel übrig geblieben, dass es für einen Mittagssnack locker reichte.
Den Großteil der Strecke hatten wir mittlerweile geschafft!
Jeder noch so kleine Camelthorn Tree diente als Sonnenschirm. 😐
Am Wasserloch Kaspersdraai hielt ein Pascha Mittagsschlaf. Leider lag er sehr weit entfernt unter einem Baum. 😗
Wir beobachteten ihn eine ganze Weile, doch es tat sich nichts und so ging es weiter.
Vorbei an diesem niedlichen Steenbok-Pärchen.
Steinböckchen sind Zwergantilopen und fressen fast ausschließlich grüne Pflanzenteile wie junge Blätter, Triebe, Blüten und Früchte verschiedener Pflanzen. Auf Grund des hohen Wassergehalts dieser Nahrung sind sie in der Regel nicht auf Trinkwasser angewiesen. In Trockenzeiten graben sie zudem es nach Wurzeln, Knollen und Zwiebeln.
Sehr weit entfernt sahen wir unsere ersten Kudus im KTP! 😎
Und danach ein weiteres Novum – ein Red Hartebeest. 🙂
Um kurz nach drei erreichten wir das Nossob Camp. Das umzäunte Camp bietet verschiedene Unterkünfte sowie eine Campingsite an. Außerdem gibt es ein kleines Museum, einen Shop, eine Tankstelle, einen Pool und ein beleuchtetes Wasserloch.
Tanken stand als to-do ganz oben, unser Hilux verlangte nach 100 Litern Diesel – bezüglich der Fahrtstrecken im Park hatten wir uns ganz schön vertan… da kam einiges zusammen! 😗
Gebucht hatten wir ein CH2 Chalet – und erhielten die Schlüssel zu 5b. "B" heißt in diesem Fall ein Mittelapartment zwischen zwei größeren Einheiten.
Als wir vor dem Bungalow parkten, war unsere Laune direkt im Keller! Die Terrasse lag nicht Richtung Zaun, sondern Richtung Camp. Dies störte uns nicht wegen den vermeintlichen Sichtungen, sondern wegen der prallen Sonne, die direkt auf unsere Eingangstür und die Sitzgruppe schien. Man hielt es nicht aus! 😣
Die Unterkunft ist schlauchförmig angelegt. Vorne gelangt man in die Küche, diese ist durch eine Glastür vom Schlafzimmer getrennt und von dort geht’s weiter ins Bad. Das bedeutet – kein Fenster im Schlafzimmer und Durchzug war auch nicht möglich. 😮 🙄 😕
Bilder gibt’s später, ich musste mich erst von dem Schock erholen. 😄
Natürlich wussten wir, dass man die einfachste Einheit nicht mit einem Wilderness Camp vergleichen konnte… Schließlich zahlten wir hier auch nur knapp die Hälfte! 😗
Wir machten das Beste draus, packten aus und machten uns auf den Weg zum Hide…
Das anwesende Löwenpärchen versöhnte uns sofort! 😁
Der Pascha hatte wohl kurz zuvor seinen Durst gestillt, wie uns andere Gäste erzählten und lag nun hinter dem Baum- und Buschgestrüpp. Schade, aber Löwenmännchen hatten wir heute ja bereits zweimal gesehen – da war uns die Dame doch nun viel lieber!!! 😉
Und gefiederte Gesellen waren auch vertreten:
Scaly-feathered finch
Cape sparrow/Kapsperling
Black-chested prinia
Lanner falcon/Lannerfalke
Zwischendurch kam die Löwin nochmal zum Wasserloch und hängte sich richtig rein…
Nachdem sie ihren Durst gestillt hatte, war erst mal keine weitere Aktion zu erwarten und wir erkundeten weiter das Camp bzw. den Pool.
Leider gibt’s davon keine Bilder, aber es war sehr erfrischend! Man musste nur aufpassen, dass man regelmäßig auch mit dem Kopf mal unter Wasser ging, da es bei über 40 Grad schon ganz schon bruzelte… 🙄
Bestmöglich runtergekühlt gönnten wir uns einen kleinen Nap, es war jedoch so warm, dass wir es nicht lange aushielten und noch einen Drive machten.
Wir fuhren die Schleife um das Wasserloch Marie se Gat, sahen jedoch außer ein paar Oryx, einem Schakal und einem weiteren Red Hartebeest nicht viel.
Deshalb beschlossen wir, zurück zum Camp und zum Wasserloch zu fahren. Wir hatten an diesem Tag lange genug im Auto gesessen und genossen die Zeit lieber im Hide.
Welch‘ gute Entscheidung, denn als wir den Hide betraten wurde uns schon zugeflüstert, dass eine braune Hyäne am Wasserloch sei… 🤩
Diese hatten wir knapp verpasst, aber immerhin haben wir noch „etwas“ von ihr gesehen!
Es war halb acht und der Himmel verfärbte sich bereits.
Schakale nutzten die Gelegenheit und stillten ihren Durst am Wasserloch.
Weit entfernt zeigte sich nun auch nochmal das Löwenmännchen.
Aber nur die Dame des Hauses erlaubte uns noch einen letzten Blick.
Und was für einen... 🙂
Seelig machten wir uns auf den Weg in die Unterkunft und bereiteten das Abendessen vor. Noch einmal gab es Rinderfilet, in viel Knoblauch und Zwiebeln angebraten, dazu Kartoffeln und Gurkensalat. Das Fleisch hatte auch diesen langen Fahrtag gut überstanden. (Auch wenn der Engel zwischenzeitlich an seine Grenzen kam und die Eiswürfel die Außentemperaturen nicht immer überstanden).
Ein letztes Mal besuchten wir den Hide, bevor wir um kurz vor 22.00h ins Bett gingen. Fünf Minuten später ging der Ventilator aus 😈 – klar, der Strom wird in Nossob nachts abgestellt! 😠 Und uns stand eine der schlimmsten Schwitznächte des gesamten Urlaubs bevor… 🤢 🙄 😵
Tageskilometer: ca. 180 Katzen: vier Löwen
Teil 2329. März 2016
02.01.2016 – Nossob - Ausflug nach Unions End
Wir quälten uns beide durch die Nacht – es war wahnsinnig heiß und stickig in unserem Zimmer… 🙄 😣 Um kurz vor fünf war jeder von uns beiden froh, als der andere sich bewegte oder bemerkbar machte und wir sprangen aus den Betten.
Punkt halb sechs holten wir unseren Laufzettel ab und saßen im Auto Richtung Norden. Aufgrund der Bauarbeiten von neuen Unterkünften gibt es aktuell eine kleine Umleitung durch das Camp.
Kurz nach dem Camp fuhren wir einen Aussichtspunkt an, der für seine Sonnenauf- und –untergänge bekannt ist.
Wir blieben nur kurz und fuhren weiter zum ersten Wasserloch „Cubitje Quap“. Zwei halbstarke Löwenmännchen erwarteten uns bereits im Morgenlicht… 🤩
Zwei Landrover waren mit uns dort und ein Fahrer fuhr tatsächlich eine Runde, als er von einem Löwen „verfolgt“ wurde!?!?! 😄
Die beiden wechselten des Öfteren ihren Platz, anscheinend wussten sie nicht so richtig, wohin und wir beobachteten sie eine zeit lang.
Kuscheleinheiten gab es auch… 😘
„Uah, komm‘ mir nicht zu nah!“
Ok, es war wohl doch nur ein Gähner… 😄
Nach einer guten halben Stunde fuhren wir weiter… Am Wasserloch Kwang erwarteten uns 2 Geier – genaugenommen zwei White-backed vulture/Weißrückengeier.
Bei Bedinkt warteten eine braune Hyäne sowie einige Oryx auf uns….
Ah, wie sehr haben wir uns über diese Sichtung gefreut!!! 🙂 Im Nachhinein sind alle Bilder der Brownie jedoch nicht wirklich schön geworden… 😕 irgendwie sah‘ sie auch ziemlich „abgerockt“ aus und hatte offene Stellen auf der Haut. 😮
Aber auch das Steinböckchen, das uns als nächstes über den Weg lief, sah‘ eigenartig aus… 🤨
Die sonst so hübschen Ohren waren richtig „ausgefranst“.
Entlang des Weges entdeckten wir diesen Fork-tailed drongo.
Viel los war dort oben nicht, den ganzen Tag über kamen uns vielleicht fünf Autos entgegen… 😗
Oryx und Gnus am Wasserloch Langklaas.
Ein Schabrackenschakal am Wasserloch Kousant.
In Polentswa trafen wir auf eine große Gnu Herde, die mit ihren Kleinen nach einem Schattenplatz suchte. Vorsichtig fuhren wir zum Haltepunkt, um die Tiere nicht aufzuschrecken.
Mal wieder gab es eine Umgehung, die nicht auf der Karte eingezeichnet war und wir entschlossen uns, zuerst die längere Strecke zu fahren.
Dadurch verpassten wir allerdings auch den Picknickplatz in Lijersdraai, das sollte jedem bewusst sein, der dort oben unterwegs ist… Viele Toiletten gibt es auf der Strecke nämlich wirklich nicht! 😵
Kori bustard/Riesentrappe
Der Kori bustard ist einer der schwersten flugfähigen Vögel. Er ernährt sich von Pflanzen, wie Beeren und Samen, frisst jedoch auch tierische Nahrung. Es sind sehr scheue Vögel, die eine große Fluchtdistanz haben.
In der Umgebung sah man auf einmal unzählige Termitenhügel. Sie erinnerten fast an Bienenstöcke und sahen wunderhübsch aus, wie sie sich über die Landschaft verteilten…
Wasserloch bei Lijersdraai.
Diesen Oryx hatte es erwischt – faszinierend war, dass oft noch komplette Fellstücke vorhanden waren und nicht alles bis auf die Knochen weggenagt war…
Die Gnus machten sich aufgrund der Hitze ganz klein und kauerten sich in den geringen Schatten, den dieser Baum warf.
Das Wasserloch von Unions End – bei strahlend blauem Himmel.
Wir fuhren die letzten Kilometer bis zum Grenzzaun und der Infotafel. Mittlerweile war es 10:40h – wir hatten also über fünf Stunden für den Weg hierher benötigt.
Krass, direkt dahinter lag Namibia und trotzdem war es soweit weg… 🙁 Um wieder namibischen Boden zu betreten, hatten wir eine ganz schön weite Strecke vor uns! Aber noch wollten wir hier ja nicht weg... 😛
Auf dem Picknickplatz Unions End machten wir erstmal eine ausgedehnte Frühstückspause.
Nicht, ohne immer wieder die Umgebung abzuscannen –doch es waren nur Gnus auszumachen. 😗
Keine Ahnung, wie oft dieser Platz hier besucht wird – sicherlich wird bei dieser Entfernung nicht jeder Besucher des KTP’s hier aufschlagen… Da könnte es schon etwas dauern, bis man gefunden wird. 🙄
Um kurz vor zwölf machten wir uns auf den Rückweg…
In der größten Mittagshitze wurden Allianzen gebildet. Durch die hochstehende Sonne wurden die Schattenplätze immer spärlicher… 😐
Die kleinen Gnus lagen erschöpft zwischen ihren Müttern.
Auf dem Rückweg kamen wir auch auf dem Picknickplatz in Lijersdraai vorbei. Jemand hatte eine Wasserschale aufgestellt und diese kleine Striped Mouse stillt ihren Durst.
Kalahari scrub robin
Immer wieder sah man in der Ebene Windhosen.
Und diese erwischte uns auf der Pad mit voller Wucht! Zum Glück blieben wir rechtzeitig stehen, da war schon eine ganz schöne Kraft am Werk und gesehen hat man für mehrere Sekunden auch nix… 😕 🙄 😣
Ob sich so ein zartes Gnu Baby da halten könnte?!?! 😮
Das Wasserloch Kousant liegt etwas abseits der Pad und wir überlegten auf dem Rückweg erst, daran vorbeizufahren.
Wieder sahen wir einen Schakal und dieses Mal auch einen Secretary Bird.
Beim Rangieren entdeckte Markus auf einmal etwas bei den Wassertanks. Wir umrundeten sie einmal und dann hatten wir eine Position gefunden, in der wie sie tatsächlich sehen konnten. 😉
Gut versteckt und dicht gedrängt, lagen fünf Löwen neben dem Wassertank. Das Zählen war gar nicht so einfach, aber anhand der Ohren haben wir es dann doch hinbekommen. Später am Hide bestätigte eine Dame die Zahl, sie hatten sie ebenfalls entdeckt.
Aufgrund der Hitze hechelten sie so angestrengt, dass sie uns richtig leid taten! 😐
Sorry, ich liebe diese Windräder vor blauem Himmel einfach… 😄
Double-banded courser
Am Wasserloch Kwang erwartete uns eine Überraschung! Nachdem wir dort morgens 2 Geier gesehen hatten, gab es nun eine richtige Versammlung. Zu den Whitebacked Vultures hatten sich nun auch Lappetfaced Vultures gesellt – dekoriert mit einigen Secretary birds und Cape crows…
Wirklich hübsch sind diese Vögel ja nun nicht… 😗
Wir zählten ca. 80 Tiere – beeindruckend war der direkte Größenvergleich der Geier. Warum sie sich dort versammelten, können wir uns allerdings nicht erklären.
Afrikanische Durchfahrtssperre – hier hinter werden zur Zeit die neuen Unterkünfte gebaut, deshalb gibt’s eine Umleitung zum Campeingang.
Wir waren erst nach drei Uhr zurück am Camp! Gute 9,5 Stunden hatten wir somit für unseren Ausflug nach Unions End benötigt.
Die Wäsche hatte ich morgens eingefüllt, gut durchgeschüttelt konnte ich sie nun ausspülen… 😉 Den Tip hatte ich hier aus dem Forum und wollte es unbedingt mal ausprobieren! Klappt prima: Wäsche, Wasser und ein wenig Waschmittel dazu und während der Fahrt gut durchschütteln lassen...
Meine Schuhe hätten es allerdings auch mal nötig gehabt. Die letzten 1,5 Wochen waren sie im Kofferraum gewesen und mittlerweile ziemlich eingestaubt. 😄
Was ich nicht bedacht hatte, war das die Temperaturen im Heck extrem hoch waren – das war schon fast eine 60 Grad Wäsche geworden… 😛
Danach ging es als erstes zum Hide, um zu schauen, was so los ist… 😗 Dieses Mal mussten wir uns jedoch mit Vogelsichtungen „begnügen“.
Nach dem langen Fahrttag rief der erfrischende Pool, wo wir ein wenig mit ein paar Jungs aus Kapstadt und einem Vater aus der Nähe von Durban quatschten. Danach versuchten wir es mal wieder mit einem kurzen Mittagsschlaf… 😉
Lange hielten wir es jedoch nicht aus und es zog uns wieder zum Hide. Mutter und Kind "Red Hartebeest" näherten sich dem Wasserloch, waren jedoch in Alarmbereitschaft und ziemlich nervös. 🤨
Appetitlich sieht die Mahlzeit dieses Ashy Tits nicht wirklich aus – aber ihm schien es zu schmecken.
Die Ring-necked doves bzw. Cape turtle doves/Kapturteltauben saßen dekorativ im Abendlicht.
Um kurz nach sieben machten wir einen jungen Löwen/in auf der anderen Seite aus.
Flankiert von jaulenden Schakalen wagte er sich weiter vor.
Neugierig beobachtete er eine Cape Crow, die am Wasserloch saß… 😁
Die Schakale versuchten alles, um den Löwen zu vertreiben, jaulten und kamen immer wieder recht nah.
Um viertel vor acht verließen wir den Hide, schließlich mussten wir unser Abendessen noch vorbereiten. Es gab die zweite Portion Boerewurst vom Grill, mit Gem Squash und Schafskäsepäckchen. Das war wieder sehr lecker! 🙂 Aufgrund unseres Autokennzeichens fragten unsere südafrikanischen Nachbarn nach, ob wir aus Windhoek kommen - ja, also nein, nicht direkt, irgendwie ja gerade schon, aber nicht wirklich... 😄
Wir versuchten nochmal eine andere Taktik und sperrten alle Fenster und Türen auf, um möglichst gut durchzulüften. Nach dem Essen gingen wir zum Hide und hatten wieder Glück!
Es war vollkommen leer dort und am Wasser waren Löffelhunde!!!! 🤩
In dem Moment, in dem ich ein Bild machen wollte, ging das Licht aus = 22.00h!!! Auch am Wasserloch war nun Ruhe und es war stockdunkel… 😮 😵 😣 Wir schmunzelten – schade, nun hatten wir kein Bild von den Löffelhunden, aber viel wichtiger war es ja, dass wir sie gesehen hatten. 😉
Die Nacht war trotz der geöffneten Fenster heiß und stickig – schlaftechnisch hat uns Nossob auf keinen Fall überzeugt. Zumindest diese Kategorie würden wir nie wieder buchen! 🙄
Tageskilometer: ca. 265 Katzen: 8 Löwen
Teil 2402. Apr. 2016
03.01.2016 Vom Nossob Camp nach Urikaruus – Teil 1
05:45h – Markus war, mal wieder, früh wach… 🙄 Um mich nicht zu stören, packte er sich eine Kamera und verabschiedete sich still und leise zum Hide.
Irgendetwas war in dieser Nacht geschehen, das Wasserloch stand „unter Wasser“! Zwei Mitarbeiter reparierten das Leck… 😄 Wie sich herausstellte, war dieses Leck übrigens der Grund dafür gewesen, dass es in der Nacht anscheinend über mehrere Stunden kein Wasser im Camp gab.
Zehn Minuten später waren sie wieder verschwunden und die ersten Morgenstrahlen waren zu sehen… Ein weiterer Beobachter im Hide verabschiedete sich - die Show war schließlich vorbei. 😛
… und eine Minute später erschienen dann diese beiden Herrschaften auf der Bildfläche! 😮
Mit strammem Schritt ging es Richtung Wasserloch – entweder hatten sie gnädiger Weise gewartet oder es war Zufall, dass sie erst jetzt erschienen! 🤨
Wahrscheinlich waren sie etwas verwundert, woher dieser See kam… Es hatte doch gar nicht geregnet?! 😛
Als um halb sieben die Sonne aufging, wurde ich wach und wunderte mich, wo mein Liebster ist – ja, wie konnte ich ahnen, dass ich bereits etwas verpasste?! 😕
Markus beobachtete mutterseelenallein und in aller Ruhe, wie dieses hübsche Paar seinen Durst stillte…
Als sie es sich bequem machten, lief er los zur Unterkunft, um mich zu holen…
Auf halber Strecke kam ich ihm entgegen und wunderte mich nicht schlecht, was er bereits beobachtet hatte... Gemeinsam gingen wir zurück zum Hide.
Was soll ich sagen, als wir ankamen, waren die beiden schon wieder verschwunden… 😐
Die Sonne war mittlerweile aufgegangen, aber statt die beiden Löwen anzutreffen, näherte sich eine Herde Gnus und etliche Springböcke.
Alle Tiere schienen überrascht und erfreut und statt sich wie sonst um das kleine Wasserbecken zu quetschen, genossen sie ihren „neuen“ See! 🙂
Die Kleinsten wussten gar nicht, wie ihnen geschieht...Hatten sie bisher nur Hitze, Staub und Trockenheit in ihrem Leben kennengelernt, standen sie nun mutig im Wasser.
Wie schön das anzusehen war! Wir freuten uns so sehr über diesen unerwarteten Wassersegen – auch wenn er irgendwie von Menschen gemacht war… 😄
Die Gnus kriegten sich gar nicht ein und nahmen erstmal ein Schlammbad. 🤪
„Lasst die Großen mal Wasser trinken – wir bleiben erstmal bei der Milch.“
„Aber probieren kann man ja mal…“ 😘
Dann war es mit der Idylle vorbei und alle ergriffen die Flucht… Faszinierend war es zu sehen, wie synchron die Babies mit den Muttertieren „Schritt“ halten können – die Beine sind schon fast genauso lang und von Weitem erkennt man sie daneben kaum! Perfekte Tarnung und wahrscheinlich auch überlebens wichtig, um nicht aus der Menge rauszustechen...
Sehr wichtig – denn die Gefahr lauert hier stets und ständig… 😮 In der Ferne war die Löwin auf einmal wieder zu sehen.
In einer großen Staubwolke verabschiedeten sich alle!
Mittlerweile war es kurz vor acht und auch wir verabschiedeten uns, um zu frühstücken und unsere Sachen zu packen. Heute ging es schließlich weiter!
Dieser hübsche Cape glossy starling/Glanzstar hüpfte uns zwischenzeitlich noch vor die Kamera.
Zum Abschluss gibt’s nun noch die Bilder unserer Unterkunft in Nossob, die uns zwei schlaflose und heiße Nächte beschert hatte… 😵
Nachdem der Hillux fix und fertig bepackt und beladen war, checkten wir aus und machten noch einen aller letzten Abstecher zum Hide! Hier waren wir während der letzten Tage wirklich auf unsere Kosten gekommen. 😉
Und wirklich, auch nun kehrte eine mutige Herde Springböcke zurück...
Bloß nicht die Füße nassmachen… 😄
Unbedingt wollte ich noch ein Sprungbild haben, aber irgendwie waren alle Nachfolger „mutiger“ und durchquerten das Nass im normalen Schritt. 😐
Also machten wir uns um kurz nach neun auch auf den Weg… Adios Nossob! Auf geht’s in nächste Wilderness Camp nach Urikaruus… 🤩
Nahe der Pad stand hinter einem Busch eine Red Hartebeest Familie, der wir einen ordentlichen Schrecken einjagten. 😮
Kein Wunder, bei dem kleinen Zwerg… 😘
Der Name „Kuhantilope“ wurde wohl irgendwann aufgrund der Kleinen vergeben, sie sehen wirklich aus wie Kälbchen…
Gegen kurz vor zehn war es wieder soweit, dass sich alle Tiere in den Schatten der Bäume und Büsche verzogen.
Einige waren dabei recht wagemutig und legten sich einfach in den Schatten auf die Pad. Schatten ist schließlich Schatten und so oft kommt ja auch keiner vorbei… 😗
Um halb elf erreichten wir das Wasserloch Kaspersdraai. Auch hier schien es Probleme mit der Wasserleitung gegeben zu haben, denn wieder gab es ein zweites „Wasserloch“…
Die Oryxe standen in Grüppchen verteilt unter den Bäumen oder stillten ihren Durst am Wasser.
Und nicht nur die Oryxe waren, wie auf dem Hinweg vor drei Tagen, wieder vor Ort. Auch unser Löwenmännchen lag mal wieder faul im Schatten. 😎 Glück für die Oryxe, er hatte sich wieder einen Baum in einiger Entfernung gesucht… Pech für uns, die Bilder sind dementsprechend nicht von bester Qualität. 😕
Irgendwie kannte man sich anscheinend oder respektierte sich zumindest, denn die sonst so scheuen Antilopen wirkten recht entspannt.
Einer hatte sich wie ein Päckchen zusammengerollt und schlief sogar… 😘
Aber es gab auch welche, die „Wache“ hielten.
Das nächste Wasserloch – Cheleka – war Löwenfrei, hier standen die Oryxe dann gleich mal im Becken. 😄
Wohnanlage à la KTP
Aus unerfindlichen Gründen gibt es leider kein besseres Bild: ist dies ein Black headed Heron/Schwarzhalsreiher?!
Wir bogen in den Dünenquerpad ab und mit "Eland" gab es ein weiteres Wasserloch mit „Wasserzugabe“… 😉
Wieder auf der Aoub Seite angekommen, hatten wir es bald geschafft…
Hier gab es dann auch wieder Giraffen, die ihre Mittagspause ebenfalls unter den schattenspendenden Camelthorntrees verbrachten – wie passend!
Dem Kleinkindalter entflohen, machte dieses Red Hartebeest nicht gerade den intelligentesten Eindruck. 🙄
Und dann waren wir da, zwischen den Hügeln sahen wir bereits die Dächer des Camps…
Auf das Stelzencamp Urikaruus hatten wir uns ganz besonders gefreut, dementsprechend froh waren wir, dass wir gleich zwei Nächte hier „ergattert“ hatten. Das Camp liegt am Flussbett – die Pad macht hier quasi einen Umweg um das Camp herum – und man hat einen exklusiven Blick auf das camp eigene Wasserloch. (Nicht zu vergleichen und zu verwechseln mit dem Wasserloch Urikaruus, welches zwar den Namen trägt, wir aber während unseres Aufenthaltes als sehr mau empfunden hatten… 😏 )
Kaum eingetroffen, kam Eric auf und zu und begrüßte uns herzlich und zeigte uns alles!
Wir erhielten die Schlüssel zur Nummer 3 – welches von der Einfahrt kommend die 2. Unterkunft ist.
Jede der vier Einheiten, hat zwei Ebenen. Im unteren Teil befindet sich die Küche, die große Terrasse zum Wasserloch mit Grill, im oberen Teil ist der Schlafbereich mit angrenzendem Bad und einem kleineren Balkon - ebenfalls zum Wasserloch gelegen. Die Einheiten sind miteinander über Holzstege verbunden, so dass man sicheren Fußes von einem Chalet zum anderen kommt. Trotzdem ist man hier ziemlich privat untergebracht, die linken Nachbarn konnte man auf der Terrasse nur erahnen, die rechten haben wir ausgeblendet… 😗
Aussicht vom Schlafzimmerausgang…
Aussicht von der Terrasse…
Im Gegensatz zu unseren Nachbarn auf der rechten Seite, hatten wir keinen Baum vor unserem Balkon und somit freie Sicht… 😁
…dafür gab es jedoch auch keinen Schatten draußen und es war warm, sehr warm… 😕
Kurzerhand nahmen wir in der Mitte der Küche (=Schatten) Platz, gönnten uns ein erfrischendes Kaltgetränk und genossen die Aussicht.
Ein Springbock kam vorbei und stillte seinen Durst… Wie idyllisch! Wir waren glücklich und entspannt!!! 🙂
Noch... denn wie sich rausstellte, sollte es noch fast stressig werden im Laufe des Nachmittags/Abends…. 😮 🤪 😗
Tageskilometer : ca. 120
Teil 2503. Apr. 2016
03.01.2016 – Urikaruus Camp
Im Schatten unserer Küche hatten wir es uns „gemütlich“ gemacht… 😐
Rotkopfamadine saßen in den Bäumen nebenan, auch Namaqua Tauben sahen wir.
Ein Oryx näherte sich, checkte die Lage und stillte letztendlich seinen Durst.
Alles war so friedlich und wir beschlossen, den Nachmittag hier zu verbringen und nicht nochmal auf einen Drive zu gehen.
Dafür gönnten wir uns einen kurzen Mittagsschlaf, aber trotz des Ventilators im Schlafzimmer, war es so heiß, dass wir kaum zur Ruhe kamen. 😣 Wenn man hier in Deutschland in den letzten Wochen und Montaten wieder oft genug gefroren hat, klingt die Vorstellung einer gut gewärmten Matratze einfach zu verlockend – im KTP haben wir oft nur gestöhnt, sobald wir uns hinlegten. Innerhalb von Minuten fing man an zu schwitzen, da das Bett soviel Wärme abgab… 🙄
Um kurz nach fünf Uhr gab es endlich etwas Schatten auf der Terrasse und wir konnten zumindest draußen sitzen...
Versteckt unter einem Baum entdeckten wir weit entfernt einen Kori Bustard.
Ein Springbock kam zum Wasserloch…
… doch er trank nicht, denn von der anderen Seite näherte sich diese Cheetah…
Wir hielten den Atem an, sie sah so zart und zerbrechlich aus! 😕
Als sie näher kam, bestätigte sich unser erster Eindruck, sie wirkte wirklich mitgenommen, die Beckenknochen standen hervor und das Fell wies offene Stellen auf… 😮
Matthew Schurch identifizierte sie nach unserer Heimkehr und es handelte sich um „Margie“, eine noch sehr junge Geparden Dame (geboren im Juni 2014) aus einem Wurf von Gepardenmutter Hanri.
Sie war in sehr schlechter körperlicher Verfassung und alleine unterwegs und es tat uns unendlich leid, dieses Tier so zu sehen… 🙁
Während sie am Wasserloch trank, sah sie sich immer wieder vorsichtig um, dann lief sie Richtung Baum…
… wo sie sich schließlich im Schatten niederließ und das Wasserloch weiter beobachtete.
Der Kori Bustard, welcher weiter hinten links im Schatten lag, ging in „Hab-acht“-Stellung und stand lieber auf.
Währenddessen näherte sich von rechts ein Red Hartebeest Bulle.
Skeptisch beäugte dieser stattliche Kerl die Lage.
Er entschied sich für „unsere“ Seite am Wasserloch und näherte sich langsam der Tränke.
Wir waren überrascht, natürlich handelte es sich um ein Raubtier, welches unter dem Baum im Schatten lag, aber a) war es „nur“ ein Gepard, welcher alleine wohl kaum eine Chance gegen einen ausgewachsenen Hartebeest Bullen haben würde und b) handelte es sich um eine ausgemergelte und völlig entkräftete junge Geparden Dame…
Trotz allem schien Margie ordentlich Eindruck zu hinterlassen, als sie aufstand, flüchtete er im gestreckten Trab. 😄
Wieder fiel uns dabei auf, wie elegant sich Red Hartebeest bewegen. 🙂
Margie beobachtete die Lage und in einiger Entfernung stoppte der Bulle und sah sich das Ganze von der anderen Seite an… Der Kori Bustard entfernte sich derweil leise, still und heimlich – aber ziemlich flott… 😗
Da anscheinend nichts zu holen war, verabschiedete sich auch die Gepardin – eine gute Dreiviertelstunde hatten wir sie beobachten können und nur zu gerne hätten wir ihr einen Happen gegönnt… 🤨
Ein Lanner Falke kam zum Wasserloch.
Und auch das Red Hartebeest kehrte zurück, als Margie sich verzogen hatte. Ein Springbock gesellte sich zu ihm, kam aber mit dem tiefen Wasserstand nicht so gut klar…
„Mmh, von der Seite geht’s nicht…“
„Vielleicht auch von hier?!“
„Nee, doch wieder auf die andere Seite. Geht doch!“ 😄
Gemeinsam mit dieser Cape Crow, die auf unserem Dachbalken saß, beobachteten wir das Spielchen…
Das Hartebeest verschwand schließlich und diese beiden Gesellen tauchten auf dem Schauplatz auf.
Die Ground Squirrels wurden derweil von unserer Nachbarin angefüttert – was mich wahnsinnig ärgerte! 😈
Innerhalb – für Giraffen – rekordverdächtiger Zeit 😄 , trank der Giraffen Bulle, flankiert von Oryx und Sprinbock.
Sobald er sich abwendete, um die Lage zu checken, eroberten die Tauben das Wasserloch.
Trank er weiter, waren wieder alle Vögel verschwunden!
Ein Schabrackenschakal gesellte sich auch noch zu der Truppe.
Wo kamen die Tiere nur alle her? 🙄 Im 5-Minutentakt tauchte hier ein neues „Exemplar“ auf. 🙂
Meine neue Herausforderung – alle drei gleichzeitig beim Trinken zu fotographieren – klappte nicht so ganz… 😉
Ein paar Wasserspiele konnten wir jedoch zumindest festhalten…
… dann verabschiedeten sich beide, im letzten Sonnenlicht, durch das staubige Auob Tal…
In dem Geäst am Wasserloch, hatten sich derweil Cape Turtle Doves und Weaver (?) niedergelassen.
Es war viertel nach sieben und mit Sicherheit verpassten wir zu diesem Zeitpunkt die Gelegenheit, das Abendessen vorzubereiten… 😕 Es sollte Nudeln (kann ich! 😉 )mit Tomaten-Thunfisch Sauce (Markus‘ Urlaubsspezialität) geben, aber irgendwie stimmte unsere Abstimmung nicht so gut, zu fasziniert waren wir von dem Gesehen und genossen den Moment. 😗
Auf einmal hörten wir Eric rufen: „Hyäna!!!!“
Schnell liefen wir auf die Vorderseite und entdeckten diesen Brummer, der das Campgelände überquerte. 😮
Sie lief unter dem Stelzenaufbau her, schnurstracks Richtung Wasserloch.
Ohne lange zu zögern, trank sie nicht am, sondern direkt im Wasserloch! 😄
Während sie also noch ein kleines Bad nahm, näherten sich von rechts bereits wieder ein Springbock und zwei Giraffen… 🙂
In der Abenddämmerung konnten wir außerdem sehen, dass ein weiteres Tier am Boden saß. Es war eine Verreaux's eagle-owl/Milchuhu. Leider ist die Bildqualität so schlecht, dass man es hier nicht zeigen muss… 😣
Obwohl die Hyäne noch neben dem Wasserloch stand, näherten sich die Giraffen. Und es wurden sogar noch mehr.
Gleichzeitig erregte ein Kapfuchs unsere Aufmerksamkeit. Bisher hatten wir im KTP nur einmal einen im Bau verschwinden sehen, das ging jedoch so schnell, dass er nur einen Bruchteil von Sekunden zu sehen war.
Sehr hübsch, aber Wahnsinn, wie sehr diese hübschen kleinen Kerle stinken! 🤢 😄
Während wir ihn beobachteten, hatte sich eine ganze Gruppe Giraffen am Wasserloch eingefunden und die Hyäne sich nochmal demonstrativ ins Wasser gesetzt.
Mittlerweile war es nach acht Uhr und dies ist leider auch der Zeitpunkt, an dem sich unsere Kameras verabschieden mussten, da sie es von der Belichtung leider nicht mehr schafften…. 😵
Eric kam rüber, um zu fragen, ob alles in Ordnung wäre und ob wir die Hyäne gesehen hatten?! Dann drückte er uns die Daumen, dass auch der Leo, wie in den vergangenen Nächten, wieder auftauchte. Wir sollten auf das Jaulen der Schakale achten, dass sei ein sicheres Zeichen dafür, dass er in der Nähe wäre… ok! 😉
Nach einem kurzen Disput, wer wann und warum den Zeitpunkt der Vorbereitung des Abendessens verpasst hatte, schwang Markus sich an den Herd und ich hielt Stellung auf der Terrasse. Sobald etwas spannendes, also z. B. ein Leo auftaucht, sollte ich Bescheid geben 😎 – Hahaha!!!
Zu den Giraffen hatten sich weitere fünf Giraffen gesellt… 🙂 Zehn Giraffen neben einer Hyäne am Wasserloch, lockten Markus jedoch nicht vom Herd weg und ich ging eine Etage höher, um zu sehen, ob man von dort vielleicht noch bessere Bilder hinbekommt?!
Kaum war ich oben, hörte ich ein Heulen… Schakale?! 🤨 Tatsächlich, am Wasserloch zeigte sich ein Prachtexemplar von einem Leoparden, flankiert von ca. fünf Schackalen!!! 🤩 Ich flitzte runter, um Markus Bescheid zu geben und wieder hoch… noch nie habe ich mich so sehr über meine Kamera geärgert, aber außer dem Scheinwerferlicht unserer Nachbarn ist leider nicht viel zu erkennen. 😠
Beim ranzoomen wurde alles noch schlimmer 😣 und so landetet das Teil auf dem Bett und ich genoss den Anblick lieber nur durchs Fernglas, während Markus unten auf der Terasse stand. Er war so schön, ein Prachtexemplar - unser erster Leo im KTP!!! 😊
Das Jaulen der Schakale verstummte, als sich der Leopard wieder entfernte… Wahnsinn, diese von Eric vorhergesagte Interaktion der Tiere wirklich beobachten zu können. 😁
Nachdem der Leo verschwunden war, tauchte die Hyäne wieder auf, dann war plötzlich Ruhe.
Das war für mich der Zeitpunkt, alle Sichtungen der letzten 2 Stunden zu notieren, ansonsten hätten wir später alles durcheinandergebracht… 😛
Erneut tauchte eine einzelne Giraffe auf und auch die Hyäne war wieder am Start.
Versöhnt, mit uns und der Welt, genossen wir unser Essen auf der Terrasse und beobachteten das Geschehen, bis Ruhe war dort unten.
Nachdem wir alles gespült und verstaut hatten, entdeckten wir zwei Oryx am Wasserloch. Ein merkwürdiges Klappern war zu hören, doch wir konnten nicht entdecken, woher es stammte.
Als nächstes war ein Kudu-Bulle an der Reihe und Markus war der Meinung, dass er das Klappern mit seinem „Holzbein“ verursachte. 😐 „Quatsch, hast du mal gesehen, wie wunderhübsch und elegant Kudus sind?!?!“ 😈 Ich war entrüstet, konnte jedoch nur schwer beweisen, dass er nicht für dieses Klappern zuständig war… 😗
Es war stockdunkel und die Beleuchtung des Wasserloches reichte nur bis zum vorderen Rand, dies erschwerte auch die Sicht durch das Fernglas enorm.
Trotzdem erkannten wir im Mondlicht die vier Löwen, die nun ankamen. Klar, nach Cheetah und Leo dürfen die im Park quasi allgegenwärtigen Löwen hier natürlich nicht fehlen… 😉 😄
Wir waren uns nicht sicher, ob dies hier alles insziniert war oder Urikaruus die moderne Form der Arche Noah darstellte… ?! 😎 Insgesamt haben wir an diesem Abend wahrscheinlich viele Minuten mit offenem Mund dagesessen! 😄
Nachdem die vier ihren Durst gestillt hatten, positionierten sie sich in einiger Entfernung, links vom Wasserloch, jeweils mit etlichen Metern Abstand. So weit, so gut – wäre nicht von rechts (schon wieder) eine einzelne Giraffe aufgetaucht. 😮
Sie stand am Wasserloch, ca. 200 m von den vier Löwen entfernt, es war dunkel und uns stockte der Atem!
Anscheinend witterte sie die Gefahr, denn nach langem hin und her, trank sie doch nicht und verabschiedete sich wieder in die Richtung, aus der sie gekommen war. Die Löwen reagierten nicht und lagen weiter still an Ort und Stelle. Uns stockte der Atem, wir kamen uns mittlerweile vor, wie in einem Krimi...
Noch bis halb zwölf – übrigens unser KTP Rekord – beobachteten wir die vier und den grandiosen Sternenhimmel und entschlossen uns dann doch, ins Bett zu gehen.
Gute Nacht Urikaruus – wir hatten einiges erwartet – aber diese Show sicher nicht!!! 😊
Tageskilometer: ca. 120 km Wegstrecke Nossob-Urikaruus Katzen: 1 Cheetah, 1 Leopard, 7 Löwen
Teil 2606. Apr. 2016
04.01.2016 – Urikaruus Wilderness Camp - Teil 1 – Der Vormittag im Camp oder „Löwen frei Haus!“
@all: Sorry, dieses Kapitel enthält mal wieder viel, viel zu viele Bilder…. 😉 😗
Waren wir erst um halb zwölf mit einem letzten Blick auf die Löwen ins Bett gegangen, wurde ich von lauten Warnrufen gegen 4:20h geweckt… 😮 Ich schlich mich auf die Schlafzimmerterrasse und konnte im schwachen Licht erkennen, dass die Löwen immer noch vor Ort waren. 🙂 Die Warnrufe stieß ein Oryx aus!
Markus wurde ebenfalls wach und so gingen wir eine Etage tiefer, um uns mit einem heißen Tee nach draußen zu setzen und die Lage zu beobachten…
Gegen viertel vor sechs war es so hell, dass es für das erste Foto des Tages reichte. Die Löwen waren alle vier noch da und einer stillte seinen Durst am Wasserloch.
Von links kommend, warteten schon die ersten Wildtiere…
Das Schauspiel von gestern Abend sollte sich heute morgen also fortsetzen… 😄
Als der Löwe sich vom Wasser zu seinen Artgenossen am Hang gegenüber zurückgezogen hatte, näherte sich direkt eine mutige Giraffe…
All dies geschah‘ noch vor sechs, doch schon bald tauchte die Sonne das Tal wieder in ein zartes Licht.
Mehrere Oryx hatten sich vorgewagt, andere Tiere näherten sich bereits.
Während zwei Löwen im Schatten des Baumes lagen, hatten sich zwei weiter oben platziert. Alle so ungefähr im Bereich des eingezeichneten Kreises. 😎
Dieser Oryx, mit einem abgebrochenen Horn, traute sich weit vor und kam den Löwen dabei gefährlich nah. 🤨
Gegen halb sieben kamen die ersten Gnus ans Wasserloch und dabei sah man, dass einige Tiere sich geschickter anstellten, um an das kostbare Nass zu kommen und sich in die Tränke stellten, während andere einen etwas umständlicheren Weg wählten… 😉
Dieses Oryx hatte sich zumindest etwas abgeschaut, auch wenn es etwas unbequem aussieht. Aua! 😕
Alles schön unter Beobachtung! Das Fell passte sich im Licht dem Untergrund an – perfekte Tarnung. 😎
Als sich weitere Gnus einfanden, musste das Oryx etwas weichen – die Hierarchie der Antilopenarten konnten wir im Laufe des Vormittages noch genau studieren… 😄
Es lag eine nervöse Stimmung in der Luft und ein anderes Oryx flüchtete den Hang hoch… Aaahhh… 😵 😗
Schön vorbeigeschrammt am Todfeind – wir hielten die Luft an – doch die Löwen bewegten sich nicht und konzentrierten sich weiter auf das Wasserloch.
Wir konzentrierten uns derweil erstmal auf die hübschen Yellow Canary/Gelbbauchgirlitz, die sich im Morgenlicht so schön von der Umgebung abhoben. 🙂
Gegen sieben näherten sich von rechts kommend einige Red Hartebeest…
… und von links Kudus!
Eine große Herde Gnus kam dazu – da fehlte doch nur noch die Hyäne und wir waren wieder komplett! Und klar, sie war auch am Start… 🤪 😁
7:00h im Urikaruus Camp – Starbesetzung auf der Theaterbühne – was will man mehr?! Spätestens jetzt war uns war klar, dass der Morning Drive gestrichen war und wir gemütlich „zuhause“ blieben!
Die eleganten Kudus (übrigens auch heute ohne „Klappergeräusche“ 😗 ) warteten in respektvollem Abstand.
Die Gnus näherten sich und schienen von der Hyäne gänzlich unbeeindruckt zu sein.
Ja, da darf man schon mal skeptisch schauen, wenn im Schatten die Löwen liegen…
Die Gnus machten im Vergleich zu allen anderen den entspanntesten Eindruck… ob das an der Gruppenstärke lag?! 🤨
Das Wasserloch wurde regelrecht gestürmt! 🤩
Die Löwen lagen weiter unbeweglich da – während die Hyäne auf der anderen Seite umherschlich.
Während die einen noch ihren Durst stillten, tauchte eine weitere große Gnu-Herde auf…
Wo kamen die nur alle her?! Der Hyäne lief sprichwörtlich das Wasser im Maul zusammen… 😛
Immer wieder näherte sie sich der Herde. 😐
Irgendwann wurde es einem Bullen jedoch zu viel und er ging in den Angriff über!
Die Hyäne gab sich erstmal geschlagen und verzog für kurze Zeit.
Auch einige Muttertiere mit Nachwuchs waren wieder dabei… 😊
Diese bunte Mischung bekommt man wohl nicht allzu oft auf ein Bild… 😄
Erstmal gucken und dann rein ins Wasser! Wir stellten fest, dass die jüngeren Blue Wildebeest sich dabei geschickter anstellten, als einige Große…
Mit der stattlichen Fotoausrüstung unserer Nachbarn konnten wir nicht mithalten – das sah‘ schon professionell aus.. 😉
Um kurz vor acht waren auch die Rotkopfamadinen bereit, doch noch hatten sie keine Chance, ans Wasser zu kommen!
Die Hyäne gab nicht auf und näherte sich nochmal.
Uns war Angst und Bange um die kleinen Gnu-Kälbchen, die teilweise alleine standen, während die Mutter trank… 😮
…aber alles gut, die Muttis kamen immer wieder an.
Einige Nachzügler mussten sich schon ganz schön recken, um ans Wasser zu gelangen und wieder konnten wir verschiedene Möglichkeiten des Saufens beobachten.
Die Gnus zogen schließlich wieder ab – Wahnsinn, zwischenzeitlich hatten wir um die 80 Tiere gezählt, es hatte totales Chaos am Wasserloch gegeben, da alle ran wollten und die vier lagen wie Salzsäulen erstarrt da und rührten sich nicht.
Später erzählte uns Eric, dass er fest damit gerechnet hatte, dass die Löwen zuschlagen würden, da einfach so viele Tiere versammelt und die Gelegenheit genial war – anscheinend hatten sie jedoch keinen großen Appetit gehabt?! 😕
Gegen halb neun verabschiedete sich das letzt Gnu und als nächstes waren die Red Hartebeest an der Reihe – die Oryx Antilopen hatten erstaunlicher Weise das Nachsehen…
Kaum waren hatten die Red Hartebeest ihren Durst gestillt, eroberten die Oryx das Feld. Den Wasserspiegel konnten wir zu dem Zeitpunkt übrigens längst nicht mehr sehen… War da überhaupt noch genug drin?! 😐
Springböcke und Kudus mussten nun warten…
Dieser Oryx mit den abgewetzten Hörnern fiel besonders auf – anscheindend war er der Anführer der Herde, zumindest spielte er sich so auf… 😎
In seiner Rolle, die Kudufamilie auf Abstand zu halten, mischte er die eigene Herde so auf, dass ein Oryx ins Wasser und dann panisch wieder hinaussprang! 😄
Zeit und Muße für ein paar Rangeleien und Machtkämpfe gab es auch noch… obwohl es mittlerweile halb zehn und bereits wieder brütend heiß war! Die Löwen hatten sie wohl mittlerweile komplett ausgeblendet.
Die armen durstigen Kudus nutzten die Gelegenheit und trauten sich mal wieder vor… Schließlich hatten sie nun mittlerweile 2,5 h in der Sonne darauf gewartet, endlich ans Wasser zu kommen... 🙄
Doch keine Chance, prompt wurden sie rabiat wieder verjagt!
Sie gaben sich endgültig geschlagen und verließen den Schauplatz… lieber etliche km weiterziehen, als auf diese sturen Oryx zu warten… 🙁
Dann regte sich etwas auf der anderen „Uferseite“… Ein Löwenmännchen stand auf und lief gemächlich Richtung Wasser – allerdings lief er vorbei… 🤨
… und kam schnurstracks auf’s Camp zu! Ja, was seid ihr denn für Raubtiere?! 😄
Ein zweiter machte sich auf den Weg – er nutzte allerdings die Gelegenheit für einen kleinen Zwischenstopp!
Beide Burschen machten es sich im Schatten von Nachbars‘ Unterkunft bequem…
Bis die richtige Position gefunden war, dauerte es etwas… Passt so gerade! 😄
Wir standen völlig fasziniert auf dem Holzsteg, Eric rief uns allen von seiner Unterkunft aus zu, wir sollten vorsichtig sein und nicht zu tief runter gehen. Klar, nur ein einfaches Tor trennte uns von den beiden stattlichen Katzen! Immerhin stand unser Auto als Block noch davor… 😗
Wenn einen diese Augen anschauen, wird einem jedoch schon anders und man verzieht sich lieber etwas nach oben.
Aber eigentlich war er doch noch ganz müde und außerdem war es sooo warm…
Im Hintergrund trauten sich die ersten bereits wieder vor… Viel zu befürchten gab es aktuell wohl nicht... 😗
Denn während Löwe Nr. 2 sich ausgiebig seiner Körperpflege widmete… 😊
… übte sich Löwe Nr. 1 im Löwen-Yoga!!! Erst mal auf den Rücken rollen und Vorderpfötchen hoch… 🤪 🙂
… dann nach nochmal nachfassen und die Beinchen strecken!! 🤩
Wir konnten nicht mehr… hätten wir nicht gewusst, dass wir in einem Nationalpark sind, hätten wir wohl gedacht, es handelt sich zahme Hauslöwen!!! Die Verlockung, ihm den Bauch zu kraulen, war allzu groß… 😉
Die Nachbarn zu unserer rechten Seite hatten mittlerweile ihr Auto beladen und fuhren zu Eric rüber, um auszuchecken. Im Gegenzug brachten sie ihn wieder zum Unit Nr. 4, damit er es für die neu ankommenden Gäste herrichten konnte.
Das Interesse der beiden wurde nochmal für kurze Zeit geweckt und wir beobachteten sie von der Terrasse aus noch ein wenig.
Gegen elf Uhr fielen sie in den Mittagsschlaf…. Was sollten wir machen?! Unser Auto stand direkt neben den beiden – wir hatten somit tatsächlich einen Löwen-Block! 😁
Also sagten wir Eric nebenan Bescheid, dass er sich um unsere Unterkunft heute nicht kümmern müsste, den Müll würden wir später selber in die Tonnen unter dem Stelzenaufbau entsorgen und legten uns ebenfalls auf’s Ohr! Der Tag hatte schließlich früh begonnen und soooo lange konnten die beiden ja schließlich nicht das Camp besetzten… 🙂 😎 😗
Teil 2709. Apr. 2016
04.01.2016 – Urikaruus – Teil 2 – Ein Ausflug nach Twee Rivieren
Nach diesem aufregenden Morgen schliefen wir ca. 1,5h… 🙄 Als ich aufwachte, hörte ich Stimmen… 🤨 Markus war schon vor mir wach geworden und wie ich feststellte, quatschte er unten mit Eric.
Ich sprang‘ auf – wie konnte man hier nur so lange einen Mittagsschlaf machen?! Aber dann stellte ich fest, es geht auch immer noch länger… 😄
Die beiden Jungs lagen nämlich unverändert an Ort und Stelle! Löwe müsste man sein… 😉
Mittlerweile kamen fremde Autos im Camp an, um die Löwen kurz zu fotografieren und wieder zu verschwinden. Was war denn hier los?! Camptourismus??? 😵 Wahrscheinlich hatten unsere Ex-Nachbarn unterwegs erzählt, dass die Löwen hier rumliegen – woher sonst sollten die Leute das wissen? Handyempfang gab es schließlich nicht…
Unser Plan war es gewesen, einen Drive nach Twee Rivieren und zurück zu machen. Allerdings machten uns die „Schlafmützen“ neben unserem Auto einen Strich durch die Rechnung… 😛 Somit tranken wir auf unserer Terrasse etwas mit Eric und sprachen über den Tag und die Sichtungen am Vormittag. Auf meine Frage bezüglich des geringen Wasserstandes lachte er und meinte, es würde sich im Laufe des Tages durch die Solarbetriebene Pumpe wieder füllen. Ok, die Sonne schien – da konnte ja nix schief gehen… 😉
Markus und Eric fassten einen Plan und dann ging alles ganz schnell… 😮 Wir würden nämlich sofort losfahren! Ja, nee, ist klar… die Fahrerseite war ja direkt neben dem Tor zum Treppenaufgang - aber die Beifahrerseite… 😕 ok, die Jungs machten nicht gerade den aktivsten Eindruck – aber trotzdem… 😣
Aber der Plan sah‘ natürlich anders aus, denn Markus sollte ins Auto einsteigen und mich dann an dem Ausgang von Unit 4 „abholen“. Gesagt, getan… schnell packte ich beide Kameras, eine Wasserflasche sowie die Ferngläser zusammen und ab ging es zum anderen Ausgang. 😗
Wir fragten Eric, ob wir im etwas aus Twee Rivieren mitbringen sollten und er bat uns, Zigaretten und 8 Steakmesser (von der Rezeption) mitzubringen. Bernadette wüsste dann schon Bescheid… Na, mal sehen, ob das funktionieren würde… 😐
Noch völlig aufgekratzt von diesem Urikaruus-Abenteuer fuhren wir los und kurz hinter dem Wasserloch Kamqua winkte uns eine Beifahrerin zu, dass wir anhalten sollten. In unserer Euphorie hätten wir die Cheetah glatt übersehen! 🙄
Bei näherem Hinsehen erkannten wir sie wieder! Das war die kleine, dünne Gepardin von gestern Nachmittag…
Völlig fertig lag sie im Schatten des Baumes und tat uns sofort wieder unendlich leid. 🙁 Auch mit Eric hatten wir über sie gesprochen und er vermutete, dass sie krank sei… Auf alle Fälle befand sie sich in keinem guten Zustand!
Nach kurzer Zeit fuhren wir weiter und am Wasserloch Rooibrak standen mehrere Autos. Ok, das heißt, es musste etwas zu sehen geben! 😎
Aber was?! 🤨
Wir suchten die Umgebung ab und dann entdeckten wir etwas im Baum… 😁
Ein Leo!!! Aber mehr als ein Beweisfoto war da für uns nicht rauszuholen… 😉
Pro forma schickten wir auch dieses – unserer Meinung nach wirklich wenig aussagekräftige - Foto, nach unserer Heimkehr an Matthew Schurch und er identifizierte ihn tatsächlich: es handelte sich um „Masego“! Wie man auf diesem Bild etwas erkennen kann, bleibt uns schleierhaft, aber er war sich völlig sicher… 🙂
Schon bald fuhren wir weiter, denn wer wusste schon, wie lange dieser Leopard Mittagsschlaf halten wollte?! Bei den Katzen hier war man ja nie sicher… 😗
Ein Bild vom Trockenfluss, der die Tier so reichlich in Richtung Urikaruus Camp „spülte“. 😄
Zur Abwechslung der letzten 24h sahen wir dann auch mal wieder Strauße…
Am Wasserloch „Batulama“ zeigte sich wieder das typische Bild – Oryx, Springbock und Secretary birds…
Kein Klippspringer, aber Kletter-Fan…
Das Wasserloch „Gemsbokplein“ lag verlassen da, aber auf der anderen Seite der Pad entdeckten wir diese Schönheit mit Riss!!! 🤩 (Achtung – einige der folgenden Bilder sind nicht besonders appetitlich…)
Vollgefressen lag sie mit ihrem Springbock-Kill im Schatten der Bäume – direkt neben der Pad…
Ihr Bauch war prallgefüllt und als sie aufstand, sah‘ sie richtig behäbig aus… 😄
Sie wechselte die Position und bewachte ihren Kill… Fressen mochte sie leider nicht mehr… Prompt dachten wir wieder an die ausgemergelte Cheetah, die wir etwa 25 km vorher gesehen hatten… ihr hätte so eine Portion ebenfalls gut getan… 😐
Als wir zuhause später diese Worte von Matthew Schurch dazu lasen, erschien uns die ganze Situation noch tragischer… 🙁 „you then saw Hanri with the kill. Hanri is Margie´s mother Why they have seperated so early I don’t know but I feel like they lost each other at some point. If only they would reunite then Margie might stand a chance of surviving.”
Mutter und Tochter wurden also getrennt und während die fünfjährige Hanri anscheinend eine erfolgreiche Jägerin ist, geht es ihrer Tochter so schlecht, dass sie sicherlich nicht mehr lange überstehen wird, wenn nicht ein Wunder geschieht… 😕
Wir fuhren erstmal weiter, da wir uns recht sicher waren, die Cheetah auch auf unserem Rückweg nochmal zu sehen.
Bei Auchterlonie sahen wir einen Secretary Bird und einen Lanner Falcon sowie die Überreste eines Elands… 🤨 Gab’s die hier eigentlich auch am Stück?! Seit etlichen Tagen war wir auf der Suche nach Elands, aber leider bisher ohne Erfolg… 😵
Zwischenzeitlich war die Pad mal etwas tiefer und weicher – echte Probleme hatten wir jedoch die ganzen Tage nicht einmal…
Oryx prägten überwiegend das Bild…
Auch bei Monro erwartete uns eine Herde Oryx – aber dieses Mal gab es eine süße Zugabe! 😘
Endlich gab es auch mal ein paar süße Jungtiere zu sehen… 🙂 Erst jetzt wird mir richtig bewusst, dass wir zwar unzählige Oryx im KTP gesehen haben, aber nur dieses eine Mal jüngere Tiere dabei waren… Und so richtig klein waren die, ihren Hörnern nach, ja nun auch nicht mehr…
Kurz vorm Camp Twee Rivieren gab’s dann nochmal eine größere Straußenansammlung sowie – natürlich – Oryx. 😄
Als wir am Camp ankamen, kam es uns richtig riesig und wuselig vor – wie schnell man sich an die Ruhe gewöhnen kann.
Zuerst steuerten wir mal wieder den Shop an und dieses Mal hatten wir auch Glück und versorgten uns mit neuen Randscheinen, kühlen Getränken, Wasser und Zigaretten für Eric. Außerdem kaufte sich Markus im „Urlaubs-Planungs-Wahn“ direkt mal ein paar Mappen vom Namaqua, Mokala und Ai/Ais-Richtersveld Nationalpark…. 🙂 😘
Nach etlichen Tagen hatten wir hier mal Handyempfang und so schrieben wir ein paar Neujahrswünsche und schickten Lebenszeichen an Familie und Freunde!
Dann ging es weiter zur Rezeption, auf der Suche nach Bernadette! 😉 Wir mussten etwas warten, da am Check-in einiges los war… als wir Eric’s Wunsch nach Steakmessern vortrugen, schüttelte sie nur lachend den Kopf! „Oh, that’s typical Eric…“ Nach kurzem Telefonat stellte sich jedoch heraus, dass die Steakmesser noch nicht geliefert worden waren und wir zogen unverrichteter Dinge wieder ab… 🙄
Auf gleichem Weg traten wir die Heimfahrt an. Und da sah‘ man mal wieder, wieviel Glück oder Pech man an einem Wasserloch haben kann…. 😗
Knapp eine Stunde waren wir in Twee Rivieren gewesen und nun lagen nur wenige Meter hinter der Torausfahrt 7 Löwen am Wasserloch!
Da sich etliche Fahrzeuge dort versammelt hatten, waren sie aus unserer Position nicht wirklich gut zu sehen…
Sieben Löwen auf einen Streich, nicht schlecht! 😁 Da unsere Position jedoch nicht wirklich günstig und wir zudem gespannt waren, was wohl in Urikaruus los ist, fuhren wir bald weiter… 😗
Kori Bustard - Riesentrappe
Auch unseren Oryx-Kindergarten sahen wir auf dem Rückweg ein weiteres Mal. 🙂
Spotted thick knee – Kaptriel
Bei Auchterlonie zog der Himmel sich zu und stand im tollen Kontrast zur Landschaft.
Just in dem Moment, als Markus feststellte, dass an diesem Wasserloch bisher noch nie viel losgewesen sei, kamen zwei Hyänen von rechts und querten die Pad… und wieder - so schnell kann sich das Blatt wenden! 😄
Sie kuschelten sich auf der anderen Seite im Schatten eines Busches zusammen. Erstmalig fielen uns die extrem unterschiedlichen Tupfen bei diesen Tieren auf!
Wie erhofft, lag auch Gepardin Hanri noch im Schatten des Baumes bei Gemsbokplein.
Aus der anderen Richtung kommend fielen, uns die Schleifspuren im Sand erst jetzt richtig auf. Wir setzten etwas zurück und konnten den Weg vom Flussbett auf die andere Seite bis zu ihrem jetzigen Standort gut erkennen.
Sie hatte also im freien Feld gejagt und den Springbock zum Fressen in den Schatten gezogen.
Was für ein prachtvolles Tier sie ist! 🙂 Wir beobachteten sie noch eine Weile, bevor wir uns mit einem stillen Gruß verabschiedeten und unseren Weg fortsetzten.
Mittlerweile wurde es immer dunkler, wodurch die Farben jedoch immer schöner und kontrastreicher wurden!
Plötzlich fielen Tropfen vom Himmel – wow!!! – sollte sich der lang erwartete Regen endlich einstellen?! 😁
Es war jedoch nur ein leichter, kurzer Schauer… 😐 schon bald war der Himmel wieder klar und nur anhand der Fahrspuren sah‘ man überhaupt noch, dass ein paar Tropfen gefallen waren…
Auch diese beiden Gesellen hätten sich über mehr Regen wohl nicht beschwert.
Als wir beim Wasserloch Rooibrak ankamen, war kein Auto mehr zu sehen… Der Leopard hatte sich anscheinend verzogen! Na, man kann schließlich nicht alles haben… 😗
Was aber nicht heißen soll, dass es nix zu sehen gab – im Gegenteil! 🤩
Das war zwar kein gutes, aber zumindest sehr originelles Versteck! 😄
Und beim näheren Hinsehen entdeckten wir auch den Pascha des Trupps… gut versteckt lag er hinter dem Wasserloch, doch nach einiger Zeit tat er uns den Gefallen und zeigte sich zumindest kurz in seiner ganzen Pracht! 🙂
Wir beobachteten die drei eine ganze Zeit und während einer kurz zum Saufen zum Wasser lief, lag der andere relaxed und dekorativ neben der Beschilderung… 😘
Kein Wunder, dass von dem Leo nix mehr zu sehen war! Wenn er schlau war, hatte er sich wohl rechtzeitig in Sicherheit gebracht… 😗 Ansonsten hatte er sich wohl noch tiefer im Geäst des Baumes versteckt – wir entdeckten ihn trotz eifrigen Suchens jedoch nicht mehr.
Der Löwenpascha tat uns leider nicht den Gefallen, näher zu kommen, sondern tat das, was Löwen nun mal am Liebsten tun 😛
Die beiden "Kleinen" begrüßten sich hingegen liebevoll und schauten uns interessiert an…
„Na, wollt ihr mitspielen?!"
Wir lehnten dankend ab und sie nahmen dekorativ wieder ihren Posten ein – während von „Papa“ Löwe fast nix mehr zu sehen war… 😄
Ein Bateleur saß ausnahmsweise mal recht nah‘ der Pad auf einem Baum. Leider wollte er sich nicht so richtig zeigen, sondern war mit seiner Federpflege beschäftigt…
Durch die Wolkendecke schien es viel früher dunkel zu werden…
Hier quert die Pad das Flussbett und macht einen „Umweg“ um das Urikaruus Camp.
Auf dem kurzen Abzweig zum Camp wurde noch Markus‘ großer Wunsch der letzten Tage erfüllt – wir sahen ein (lebendiges) Eland! 🤩
Es tat uns sogar noch den Gefallen und zeigte sich im Profil – sehr zuvorkommend! 😉
Dann sahen wir schon die Dächer unseres Stelzencamp… Mittlerweile war es 18.00h und wir waren wieder daheim!
Die Löwen lagen nicht mehr faul im Camp sondern hatten sich laut Eric vor einiger Zeit wieder zurück auf die andere Flussseite verzogen. Die Nachricht über die noch fehlenden Steakmesser nahm er gefasst auf und freute sich dafür über die mitgebrachten Zigaretten.
Am Wasserloch war bei unserer Rückkehr nicht allzuviel los… ein Oryx galoppierte durch den Staub von dannen… 🤨
… und nach einigem Suchen entdeckten wir auch unsere „Bande“ wieder… 😎
Zumindest drei, von den ursprünglich vier Löwen am Vormittag, waren weit entfernt noch zu sehen, bevor sie sich wenig später über die Dünen endgültig aus dem Staub machten.
Dieses Oryx schien wohl im letzten Moment mal jemandem entwischt zu sein… 😮
… ärgerlich ist der fehlende Schweif auf alle Fälle in Bezug auf die vielen Fliegen, die nun mit Sicherheit nicht mehr so einfach verjagt werden können! 😣
Gemütlich saßen wir auf unserer liebgewonnen Terrasse und beobachteten das Geschehen. Es dauerte nicht lange und die erste Giraffe zeigte sich… 😉
Weitere Oryx kamen und mussten sich ganz schön anstrengen, um an das (übrigens nicht nachgelaufene 😗 ) Wasser zu kommen.
Zwischendurch wurde wieder gekabbelt…
… um dann im nächsten Moment einträchtig zu saufen!
Beim Aufsetzen der Hufe auf der schrägen Innenwand, hielten wir jedes Mal die Luft an, da es eine sehr rutschige Angelegenheit war, die auch die Oryx sehr verunsicherte... 😕
Immer wieder kamen neue Giraffen hinzu und wir amüsierten uns darüber, wie langsam und vorsichtig sie sich jedes Mal dem Wasserloch näherten und wie lange es dauerte, bis sie endlich tranken. 🙄 😄
Aber gut – unbegründet war ihre Vorsicht ja nun wirklich nicht!
Im Vergleich zum Vorabend war zwar etwas weniger los… dafür war das Lichtspiel des Sonnenuntergangs einfach atemberaubend schön! 🙂
Gegen acht Uhr war die Sonne komplett untergegangen und prompt zeigte sich auch der Capfuchs wieder und schlich um die Unterkünfte…
Auch das Klappern des „Holzbeines“ war wieder zu hören… Was war das nur?! 🤨
Dann klärte sich das Geheimnis… 😄 Es war das Eland! Da hatten wir solange ein gesucht und nun merkten wir plötzlich, dass es bereits am Abend zuvor in der Nähe gewesen sein musste!
In der Dunkelheit sah es aus, als würde es eine Decke tragen…
Für letzte Beweisfotos reichte es noch, dann war es endgültig zu dunkel und wir packten die Kameras weg. Die vier Hyänen, die später noch zum Wasserloch kamen, konnten wir somit nicht mehr auf’s Foto bannen. 😉
Ein letztes Mal bereiteten wir alles für unseren letzten Braai des Urlaubes vor… Langsam aber sicher neigte er sich dem Ende zu! 🙁
Vielleicht schmeckte uns das Essen (Rinderfilet, Butternut und Schafskäse mit Chili/Knoblauch vom Grill) deshalb an diesem Abend besonders gut?! 😎
Wir genossen die Ruhe des Abends und beobachteten das Wetterleuchten in der Ferne… Auch am Wasserloch war es ruhiger, wahrscheinlich hatten sich die Tiere aufgrund des Wetters auch verzogen…
Deshalb ging es für uns an diesem Abend auch bereits gegen 22.30h ins Bett.
Gute Nacht Urikaruus – ein weiterer wunderschöner und erlebnisreicher Tag ging für uns zu Ende! 🙂 😘
05.01.2016 – Urikaruus – Der letzte Morgen in Urikaruus
Markus weckte mich um 05.30h… Es waren Hyänen am Wasserloch! Ok, Hyänen hatten wir in den letzten Tagen bereits ein paarmal gesehen, aber es gab auch ein Hyänenbaby und das sollte ich natürlich nicht verpassen… 😄
Ist es nicht puschelig?! 😊
Die beiden Hyänen, welche noch am Wasserloch ihren Durst gestillt hatten, gesellten sich zu der Gruppe…
…und es begann eine Rauferei, woraufhin der kleine Zwerg erstmal in Sicherheit gebracht wurde… so schnell war es auch schon wieder vorbei mit dem „Babygucken“! 🙁
Giraffen, Oryx und Wildebeest standen bereits in der Warteschlange und beobachteten die Szene skeptisch.
Die Hyänen machten sich allesamt vom Acker…
… und die Welt am Wasserloch war erstmal wieder in Ordnung. 🙂
Doch richtig überzeugt wirkten die Tiere nicht… 😐
… und tatsächlich! Drei Hyänen kamen nach etwa 10 Minuten schon wieder zurück!
Es handelte sich jedoch wiederum nur um ein kurzes Gastspiel und das Wasser – ja, wo war es denn eigentlich?! – konnte wieder mehr oder wenig gut erobert werden…
Auch über Nacht war das Wasser nicht nachgelaufen und wer sich nicht rein traute oder gar über einen Giraffenhals verfügte, hatte es mittlerweile sehr schwer… 😗
In einiger Entfernung konnten wir zwei Tiere beim „Kampftraining“ beobachten.
Doch was war das?! Bereits eine halbe Stunde später war es mit der Idylle schon wieder vorbei, da ein Störenfried zurückkam.. 🙄 😵 😣
Diese beiden störten sich nicht daran, wer und was am Wasserloch los war und so waren sie mittlerweile bei ihrer nächsten Übung angekommen… Bitte nur nichts ausrenken! 😄
Um Punkt sieben versammelten sich die Cape Doves und meinten, ihre Zeit wären nun gekommen… 😎
Die Hyänen ließen sich bei ihrer Körperpflege jedoch nicht stören… 😛
Dieser Mahaliweber beobachtete mit uns das Treiben am Wasserloch.
Es hatten sich nochmal fünf Tiere am Wasser eingefunden, Giraffen und Oryx beobachteten das Treiben – wir waren überrascht, dass sie vor so einem Rudel nicht flüchteten…
Gegen 7.00h war die Hyänen Zeit dann jedoch endgültig vorbei und der Trupp machte sich, unter skeptischer Beobachtung, auf den „Heimweg“.
Dabei ging es unter unserem Camp her, an Eric’s Unterkunft vorbei, in die Dünen…
Die „Ruhe“ am Wasserloch war wieder hergestellt und Giraffen und Wildebeest begaben sich wieder in Stellung. Lediglich die Tauben erschwerten das Ganze… 🙄
Und während einige das Treiben abwarteten…
…verschwanden andere fast vollkommen in dem Vogelschwarm!
Die Springböcke beobachteten das Ganze lieber aus sicherer Entfernung… ob’s an ihrer "kleinen" Größe lag?! 😉
Am Treppenaufgang entdeckte Markus eine Stabheuschrecke.
Nach einer halben Stunde war der Spuk vorbei und die Tauben verschwanden so plötzlich, wie sie gekommen waren!
Wer sich allerdings nicht ins Wasser traute, hatte es mittlerweile schwer, seinen Durst zu stillen... 😗
Die beiden Giraffen waren immer noch mit ihrem Spiel beschäftigt – unbeachtet von den anderen Tieren…
Während wir gemütlich frühstückten, näherte sich eine Gruppe Red Hartebeest.
Doch auch bei ihnen lagen an diesem Tag Spannungen in der Luft und es ging ordentlich zur Sache. 😕
Doch schnell war der Streit beigelegt und es kehrte wieder Ruhe ein.
Und auch die Schakale trauten sich nun ans Wasser, sahen jedoch nicht allzu begeistert aus!
Wir genossen den idyllischen Ausblick und trauerten ein wenig dem Ende unseres Aufenthaltes in Urikaruus entgegen…
Während wir so dasaßen und uns dachten, dass es keinen schöneren Ort gibt - machte ich einen Fehler, der das Paradies, zumindest zum Teil – fast ausgelöscht hätte… 😈
Statt den Gasherd auszudrehen, stellte ich ihn versehentlich auf die höchste Stufe – und setzte mich wieder raus…. 😣
Nach einiger Zeit fiel Markus zum Glück der Geruch von Gas auf! Ach du Schreck!!! Das wäre ja was gewesen, wenn wir das Unit 03 mal eben abgeflammt hätten… 😮 🙄 😵 Ich war ziemlich fertig und entsetzt, wie mir das passieren konnte?!
Die kleinen Red Hartebeest ahnten nichts von unserer Aufregung und kamen mit „Schlammstiefeln“ wieder aus dem Wasserloch heraus…
Das erste Mal während unserer Zeit in Urikaruus sahen wir auch Strauße am anderen Ufer.
Auch die Ground Squirrels erfreuten uns nochmal mit ihrer Anwesenheit und nahmen ein Sandbad.
Dann hieß es Sachen packen und das Auto beladen…
…währenddessen entdeckten wir jedoch eine seltene Species am Wasserloch… 😄
… ach nee, den kannten wir doch?!
Da der Wasserstand immer noch sehr niedrig war, wollte sich der Chef selbst mal vergewissern, was da los war. 😉
Wir verabschiedeten uns kurz darauf herzlich von Eric – und waren uns sicher – wir kommen auf alle Fälle wieder!!! 🙂 😎
Teil 2914. Apr. 2016
05.01.2016 – Teil 2 – Von Urikaruus geht’s zum KTC
Schweren Herzens fuhren wir um kurz vor 10.00h vom Urikaruus Camp weg – hier hatte es uns besonders gut gefallen, die Zeit war einfach traumhaft und die Sichtungen/Erlebnisse unglaublich gewesen… 🤪 😄
Wir schlugen den Weg Richtung Twee Rivieren ein und wollten nochmal bis Höhe Auchterlonie fahren – nun wurde uns bewusst, dass wir quasi bereits auf Abschiedstour im KTP waren, am nächsten Tag sollte es wieder zurück nach Namibia gehen und dann bald nach Hause. 🙁
Am Wasserloch Kamqua war alles ruhig, bei Rooibrak erwarteten uns statt der Löwen vom Vortag nun Strauße und Springböcke.
Habe ich bereits geschrieben, dass es warm war?! Gefühlt stiegen die Temperaturen jeden Tag mehr an… Unser Hilux hatte jedoch keine Temperaturanzeige… Jeder Zentimeter Schatten wurde von den Tieren ausgenutzt!
Bei Montrose erwarteten uns Oryx…
… und eine weitere Straußenfamilie – dieses Mal hatten wir auch mehr Glück, die Kleinen ablichten zu können. Witzig sahen sie aus, wie Orgelpfeifen! 😁
Batulama lag hingegen fast verlassen da… wenige Oryx und einen einzelnen Strauß trafen wir an.
Dafür entdeckten wir nahe der Pad noch diese hübschen Kronenkiebitze.
Auf unserem Weg sahen wir noch etliche Piepmätze:
Familiar chat
Rotbauchwürger (vielen Dank, Konni!)
Pale chanting goshawk
In Gemsbokplein war alles ruhig, von dem Kill des Vortages war nix mehr zu sehen. In Auchterlonie drehten wir um, es ging zu unserer letzten Unterkunft, welche eine Woche zuvor ja bereits auch unsere erste war… Wahnsinn, wie schnell die Zeit doch vergangen ist! 😉
Ein Springbock Baby wartete mal wieder auf seine Mami... 😊
Verstecken gilt nicht!
Ungewöhnliches Zusammentreffen am Wasserloch.
Das Oryx guckte zwar etwas skeptisch, posierte mit dem Raubadler und Sekretär jedoch wirklich gut… 😁
Versteckt, aber nicht unentdeckt – Flecken- bzw. Berg-Uhu (vielen Dank, Matthias!)
Am 13th Waterhole lagen sie dann faul im Schatten… vier Löwen… 🤩
… ach nee, fünf! Da lag ja noch einer – weit entfernt unter einem Baum. Witzigerweise in Gesellschaft eines Schakals…
Hechelnd lagen sie im Gestrüpp und wir erwarteten eigentlich nicht viel Aktion bei dieser Mittagshitze…
Doch wie auf Kommando stand tatsächlich einer auf und begab sich zum Wasserloch…
Und prompt folgte ein zweiter kleiner Löwe… (dies war bei allen Löwensichtungen, die wir ja nun wirklich zuhauf hatten, übrigens unser einziges Löwen“junges“ – wenn man ihn überhaupt noch so bezeichnen kann) 😉
Erst gab es ein paar Kuscheleinheiten…
…bevor er dann keck das Wasserloch umrundete.
Der ganze Spaß dauerte nur drei Minuten und dann lagen sie wieder versteckt im Schatten.
Während die Oryx auf der anderen Seite die Ohren hängenließen 😐 – die Besetzung des Wassers konnte ja noch dauern…
Auch diese Junge Gnu-Familie stand nicht weit entfernt… 😮 ob das so ein guter Ort für Mutter und Kind war?!
Aber auch zwanzig Minuten später sahen die Löwen immer noch faul und entspannt aus und wir setzten unseren Weg fort…
14th Waterhole, ein ähnliches Bild erwartete uns auch bei Craig Lockhart und Sitzas: Oryx, Springböcke, Strauße und/oder Sekretäre…
Und auch die Giraffen nutzten die Mittagszeit mal wieder für eine Pause.
Wenige Kilometer vor Mata Mata sahen wir einen Baum! Ok, Bäume gibt es natürlich etliche im KTP… 😎 aber da lag doch was… 😄
Weit weg und schwer zu erkennen, tippten wir auf drei Cheetahs!
Da sie wirklich sehr weit weg waren und sich nicht rührten, blieben wir nicht lange und fuhren weiter Richtung Mata Mata… Es war ja erst zwei Uhr und vielleicht sollten wir ja Glück haben, die Jungs bei einem späteren Drive nochmal wieder zu sehen?! 😉
In Richtung Mata Mata sahen wir eine Wolke aufsteigen – wahrscheinlich war es wieder eine Windhose… In den letzten Tagen hatten wir diverse übers Land ziehen sehen und bei Nossob hatte eine unser Auto ja sogar auf der Pad erwischt.
In Mata Mata stockten wir unsere Wasservorräte nochmal auf – unser Fleisch hatten wir in den letzten Tagen gegessen und für heute Abend stand die in Keetmanshoop erworbene „Notreserve“ auf dem Speiseplan… 😗 Lebensmittel benötigten wir für den letzten Tag also keine mehr.
Zurück und voller Vorfreude, auf das Zelt Nr. 7 mit nigelnagel-neuem Schloss, ging es zum KTC… Etwas enttäuscht waren wir dann doch, dass wir nun die Nr. 2 bekamen – die Sicht auf’s Wasserloch war von hier definitiv nicht so gut, da es weiter weg war… 😵 Dafür lag es fast am Ende und das würde zumindest abends weniger „Verkehrsaufkommen“ bedeuten… 😛
Ein letztes Mal räumten wir Gepäck und Vorräte aus dem Hilux. Die beiden Klappboxen, welche uns während der Tour gute Dienste geleistet hatten, waren mittlerweile fast federleicht… Klar, bei der Hitze und den langen Nächten auf diversen Balkonen und Terrassen waren auch die Getränkevorräte merklich geschrumpft… 😛
Es war so heiß, dass wir gar nicht mehr klar denken konnten und uns erstmal an den Pool begaben… An unserem Ankunftstag kam er uns nicht so verlockend vor, aber nach vielen Tagen und Stunden im Auto, nahmen wir die Erfrischung dankbar an.
Eine riesige Cape Crow saß am Rand und stillte am Pool ihren Durst. Meine Güte, aus dieser Perspektive sah‘ sie ganz schön furchteinflößend aus! 🤨 Aber wir verhielten uns alle ruhig, tauchten ab und zu den Kopf unter Wasser, damit es keinen Hitzschlag gab und sahen ihr zu…
„Erfrischt“ legten wir uns auf die Betten, ein wenig Schlaf bei der Hitze täte doch bestimmt gut?! Aber daran war nicht zu denken… wie im Fieber waren wir innerhalb von Minuten total naßgeschwitzt. 😈
In etlichen Guestbooks hatten wir von Besuchern des KTPs gelesen, die im Herbst und Winter so sehr gefroren hatten und wir stellten uns ständig vor, wie schön das gerade wäre… 😕 Abkühlung, zumindest für ein paar Minuten, ein Traum! 😄
Teil 3024. Apr. 2016
05.01.2015 – Teil 3 - Kalahari Tented Camp
An Schlaf war nicht zu denken, es war einfach viel zu heiß… 😣 Somit machten wir uns gegen 17.00h nochmal auf und steuerten die nahegelegenen Wasserlöcher an. Augen auf hieß es, schließlich hofften wir, die Cheetahs wiederzuentdecken… 😎
Zugegebener Maßen erwies sich dies einfacher, als gedacht – zwar hielten wir die Augen nach dem Baum auf, unter dem sie drei Stunden vorher gelegen hatten – aber so weit entfernt mussten wir nun gar nicht mehr suchen… In der Flussebene sahen wir bereits eine Cheetah…
…und zwar nicht solo, sondern mit einem Riss! 😄
Das war jedoch nicht alles… rechts von uns lagen diese Gesellen unter einem Busch – direkt neben der Pad! 🤩
War es die Gruppe von heute Mittag? Die Stelle stimmte, allerdings waren es statt der geschätzten drei, tatsächlich wohl fünf Cheetahs gewesen! 🤪 😁
Fasziniert beobachteten wir diese wunderhübschen Tiere, ganz alleine übrigens, denn kein weiteres Auto war zu sehen…
Einen kleinen Springbock hatte es erwischt und allzu lange konnte die Jagd noch nicht her gewesen sein…
Wir wunderten uns, dass die anderen vier Tiere im Schatten lagen und die Lage beobachteten, allerdings erkannte man schnell, dass der ein oder andere seinen Hunger bereits gestillt hatte, wie die blutverschmierten Mäuler verrieten.
Wir waren hin und weg… sorry, deshalb gibt’s auch dieses Mal wieder viel zu viele Bilder! 😗
Nach ungefähr zehn Minuten, erhoben sich zwei weitere Katzen und querten gemächlich die Pad… Wir hatten unser Auto weit genug entfernt abgestellt, so dass wir ihre lautlose Kommunikation nicht störten und tatsächlich würdigten sie uns keines Blickes, als sie einzeln die Pad querten.
Ohne lautes Gezanke, machten sie sich gemeinsam über den Riss her…
… auch zu dritt blieb es eine harmonische Angelegenheit!
Wir konnten uns nicht sattsehen, diese wunderschönen Tiere beim Fressen, zu beobachten… (insgeheim war ich jedoch froh, dass wir erst eintrafen, als der Springbock bereits gerissen war… 😕 )
Der Magen des Böckchens wurde nochmal genau unter die Lupe genommen, bevor sie das tote Tier an eine andere Stelle zogen. 😄
Leider entfernten sie sich mit dieser Aktion immer mehr von uns…
Mittlerweile trafen vier Tiere aufeinander und immer noch herrschte Eintracht und Harmonie…
Auch die letzte Cheetah erhob sich schließlich aus ihrem Schattenplatz und begab sich zu den anderen…
Während zwei Geparden wieder unter „ihrem“ Baum Platz nahmen, schafften die anderen den Riss weiter in die Büsche und bald waren sie nicht mehr zu sehen. Keine halbe Stunde lag' zwischen dem ersten und dem letzten Bild, dann war das „Spektakel“ schon wieder vorbei…
Wieder hatten wir enorm viel Glück gehabt und waren zur richtigen Stelle, am richtigen Ort gewesen! 😉 😎
Bei den fünf Geparden handelte es sich übrigens um eine Familie: Corinne (2011) mit ihren vier Cubs (Casper, Chase, Carina und Cora). Anfang 2014 geboren, scheint es sich hier um einen wirklich erfolgreichen Familienverbund zu handeln, der sich in einem großen Radius bewegt.
Wir verabschiedeten uns und steuerten das nächste Wasserloch – Craig Lockhart – an. Schon von Weitem sahen wir, dass viele Oryx und Springböcke weit entfernt vom Wasser standen. Was war da los?! An der dunklen (Regen-?) Wolke konnte es doch wohl nicht liegen… 😐
Als wir näher kamen, stockte uns der Atem! Was war denn hier los?! 😮
Drei Löwen und eine Giraffe – war sie lebensmüde?! 🙄
Während die Löwin ihren Durst stillte, trauten wir uns kaum zu atmen…
Eine zweite Löwin erhob sich und lief zum Wasserloch.
Die Giraffe machte für einen kurzen Moment den Eindruck, als wolle sie den Rückzug antreten…
Um zwei Meter später wieder stehen zu bleiben. 😣
Selbst die Löwen machten einen etwas perplexen Eindruck… 😄
Ein Löwe lag, einer trank und der dritte machte einen Bogen um die Giraffe – war das ihre Taktik?! Wollten sie sich im Feld platzieren, um dann einen Angriff zu starten?!
Schnell machte ich noch ein Foto von der „Giraffe am Stück“! 😛
"Na, dass hättest Du Dir wohl früher überlegen sollen…" 😗
Oryx und Springböcke beobachteten die Szene aus sicherer Entfernung!
Als sich auch der zweite Löwe vom Wasserloch weg begab, drehte die Giraffe tatsächlich wieder Richtung Wasserloch ab.
Es war eine ideale Position, die letzte Löwin hätte nur aufspringen und die Griffe in die Richtung der beiden anderen jagen müssen…
Anscheinend waren jedoch alle gut gesättigt, ob die Giraffe das ahnte?! Oder verließ sie sich einfach auf ihre Größe und die Tatsache, dass es sich „nur“ um drei Löwen handelte?! Selbstbewusst nahm sie nun den Platz am Wasserloch ein. 😎
Wir beobachteten die beiden noch eine Weile, doch als sich auch der dritte Löwe verabschiedete, machten wir uns ebenfalls auf den weiteren Weg…
Ein wunderschöner Lanner Falcon saß im Baum.
Die Wolken hatten sich mittlerweile etwas zugezogen – und tatsächlich! – es regnete… 🙂 🤪 😁
Eine Kombination aus Wasser und Staub erfüllte die stürmische Luft! Wir waren happy, dass der so lang ersehnte Regen endlich eintraf…
Ein Southern Pale Chanting Goshawk versteckte sich unter einem Busch.
Ein paar Kilometer weiter entdeckten wir diese Truppe. 🤨 Klar, wie jedes andere Auto vor uns, hielten auch wir an, um Hilfe anzubieten – wie sich rausstellte, hatte sich jedoch „nur“ der Motor überhitzt und sie mussten etwas warten, bevor es wieder weiterging.
Punktuell war tatsächlich Wasser runter gekommen…
… an anderen Stellen hatte der Wind eher seine Spuren hinterlassen!
Diese Springböcke hatten zumindest einen Schauer abbekommen und stellten ihr Fell auf.
Die erhofften Freudensprünge blieben jedoch leider aus – vielleicht reichte ihnen das bisschen Regen noch nicht?! 😕
Auf einer Seite ließ sich die Sonne bereits wieder sehen….
Wir drehten um und fuhren zurück Richtung KTC, dabei entdeckten wir Strauße, die ein Staub(schlamm)bad nahmen… Es war wahrlich nur ein Tropfen auf dem heißen Stein gewesen, aber die Freude sah' man den Tieren trotzdem fast an...
Passend zur wolkenverhangenen Stimmung entdeckten wir diesen Martial Eagle/Kampfadler im Baum, als wir auf dem Rückweg die Umleitung bei Dalkeith fuhren. 🙂
Geradezu majestätisch saß er dort oben und beobachte die Umgebung mit stechendem Blick!
Am Wasserloch Craig Lockhart war mittlerweile wieder Ruhe und Ordnung eingekehrt – von Löwen und Giraffe war weit und breit nichts mehr zu sehen.
Im Baum entdeckten wir dafür einen Verreaux's eagle-owl /Milchuhu – ob er eine Stunde vorher bereits dort gewesen war?! Bei dem atemberaubenden Löwen/Giraffen-Treffen war er uns zumindest nicht aufgefallen… 😗
Wir mussten sehen, dass wir bis halb acht zum Camp zurück kamen… Vorbei an Giraffen, Springböcken und Oryx ging es im Abendlicht zum KTC.
Am Wasserloch im Kalahari Tented Camp trafen sich noch ein paar Oryx ein, viel mehr erwarteten wir jedoch auch nicht mehr – unser Drive hatte uns mehr als zufriedengestellt!
An unserem letzten Abend im KTP gab es schnelle Küche – die Dose Linsensuppe hatten wir eigentlich als Notreserve gekauft, falls das gefrorene Fleisch den Kühlprozess während unserer Reise nicht überstehen sollte… Alles hatte jedoch hervorragend funktioniert und nun musste sie irgendwann mal dran glauben. Auch wenn die Temperaturen nicht wirklich Eintopf-würdig waren und wir uns in dem Moment anderes hätten vorstellen können, schmeckte es – aufgepeppt mit Chili und Biltong -trotzdem ganz ok. 😛
Nach einem letzten Abschlußgetränk ging es an diesem Abend relativ früh, gegen 22.00h, ins Bett. Nachts hörten wir Regen und Löwen- und Hyänengeheul… oder träumten wir einfach nur, da so viel gesehenes verarbeitet werden musste?!?!? 🙄 😄
Tageskilometer: ca. 220 Katzen: 8 Löwen, 5 Cheetahs
Teil 3129. Apr. 2016
06.01.2016 – Abschied vom KTP und zurück nach Namibia
Nach einer geruhsamen Nacht wurden wir bereits kurz vor fünf vorm Wecker wach… Heute hieß es Abschied nehmen vom KTP 🙁 und wir genossen bei einem Tee den letzten Morgen mit Ausblick auf’s (ruhige) Wasserloch.
Punkt halb sechs starteten wir unsere letzte Pirschfahrt. Wir wollten noch einmal bis zum Wasserloch Craig Lockhart fahren, bevor wir letztendlich den Park verlassen mussten. Meine Stimmung war bereits auf dem Tiefpunkt – zu schwer fiel mir der Gedanke, bereits wenige Stunden später durch das Gate fahren zu müssen… 😕
Erste Gnu Herden kreuzten unseren Weg, auch Giraffen und Oryx standen bei Sitzas bereits parat.
Um kurz nach sechs ging die Sonne über dem Auob Tal auf.
Ein Glanzstarling präsentierte sich im schönsten Morgenlicht.
Am Wasserloch Craig Lockhart versammelten sich Gnus, Red Hartebeest, Oryx und ein Schabrackenschakal. Das Red Hartebeest sah sehr abgemagert aus und wir hofften erneut inständig, dass die Regenzeit bald beginnen würde…
In der Nacht hatte es bereits ein wenig geregnet und die Gnus genossen sichtlich den noch leicht feuchten Boden und vollführten ihre Morgentoilette… 😄
Ich wäre am liebsten einfach dort stehen geblieben und hätte das Schauspiel ewig weiterbeobachten können, doch Markus drängte zur Weiterfahrt. Während ich die letzten Minuten noch intensiv die Stimmung aufnehmen wollte, wollte er nun doch noch ein Wasserloch weiterfahren… Allerdings lohnte es sich nicht wirklich. 😕
Dafür entdeckten wir auf der Rückfahrt zwischen C.L. und Sitzas tatsächlich – wie schon am Ankunftstag – eine Wildcat. 🤩
Dieses Mal jedoch in direkter Nähe zur Pad… und gerade rechtzeitig, denn Schwups war sie im einem Satz wieder im Dickicht verschwunden und nur noch schwer zu entdecken. 😎
Ein entgegenkommender Fahrer erzählte uns von einer Löwensichtung, wir dankten ihm und machten ihn auf die Wildcat im Baum aufmerksam, worüber er sich sehr freute!
Die Löwen hingegen waren einfach auszumachen…
…zumindest kündigten die vielen Autos bereits eine „größere“ Sichtung an. 😣
Etwas abseits im Dickicht sahen wir die drei Löwen mit Riss.
Leider war die ganze Szene etwas verdeckt, aber durchs Fernglas erkannten wir, dass es sich um ein „Wildebeest-Frühstück“ handelte. Eine gute Stunde vorher hatten wir und auch andere noch nichts davon gesehen.
Während sich das Familienoberhaupt vom Riss entfernte, genossen die beiden Damen das Mahl – ein Schakal lauerte bereits in Wartestellung.
Eine Dame folgte dem Pascha recht bald und beide liefen quasi parallel zur Pad – sehr Tourifreundlich! 😉
Kurze Rast, ein bisschen Posen…rechts, links, fertig – Danke! 😎
Dann wurde in Löwenart genüßlich das Revier markiert.
Bei Sitzas stillten nun Oryx ihren Durst.
Und Giraffen entdeckten wir ebenfalls im Schatten eines großen Camelthornes.
Es handelte sich um eine richtige Giraffen-Herde!
In den letzten Tagen hatten wir hier im Park viel mehr gesehen und erlebt, als wir im Vorfeld jemals erwartet hatten! Es waren traumhafte Tage gewesen und auch beim letzten Drive gab die Tierwelt nochmal alles… 🙂 was nicht gerade dazu beitrug, dass wir uns auf den bevorstehenden Check-out freuten!
Ein letztes Mal inspizierten wir auch die Gegend um den „Geparden-Baum“ ganz genau. Am Vortag hatten wir an dieser Stelle gleich zweimal Glück gehabt und drei bzw. fünf Cheetahs gesehen.
Und kaum zu glauben, aber wahr… auf den letzten Metern vorm Camp sahen wir die Familie vom Vorabend wieder! 😄
Mittlerweile war es kurz vor acht und da wir gegen neun das Camp verlassen wollten, machten wir uns schweren Herzens auf den Heimweg.
Wir frühstückten gemütlich und packten unsere Sachen zusammen. Ein Schabrackenschakal kam nochmal bis zu unserer Terrasse vor, um sich zu verabschieden.
Ein letztes Täubchen…
… und dann ging es für uns schnurstracks zum Mata Mata Camp.
Dort tankten wir nochmal auf und erhöhten unseren Reifendruck wieder.
Währenddessen trafen wir ein deutsches Pärchen, dass heute Morgen eingetroffen war. Sie fluchten noch über die Einreiseprozedur – während wir von den Erlebnissen der letzten Tage schwärmten. Besonders die junge Frau war sich überhaupt nicht sicher, ob die Idee, den KTP statt des Etoshas zu buchen, eine gute war… 😏
Wie gerne hätten wir mit den beiden getauscht und nochmal fünf Tage dran gehängt! Während Markus sich um die Reifen kümmerte, quatschte ich die beiden zu, wie schön alles war und was wir wo gesehen hatten.
Wieder „Wiedereinreise“ in Namibia verlief problemlos und wieder fielen uns die extremen Unterschiede in der Bekleidung der Offiziellen auf! Wie gerne hätte ich von dem jungen Burschen in Uniform (mit kurzer Hose) und gewienerten Stiefel ein Foto gemacht… 😄
Auf der C15 ging es Richtung Stampried, dabei fiel uns auf, dass es an diesem Teil des Auob Rivers viel grüner war, als es im KTP der Fall gewesen ist. Anscheinend war hier bereits mehr Regen runtergekommen…
Gegen zwölf machten wir am Straßenrand eine kurze Snackpause und aßen mit wenig Appetit unsere belegten Brote. Wieder war es einfach viel zu warm…. 🙄
Dabei fiel mir auf, dass in der Innenverkleidung der Radaufhängung auf der Beifahrerseite ein großes Loch klaffte… 😮 Wir konnten uns nicht erklären, wo wir uns so ein riesiges Stück Kunststoff abgerissen hatten... Aber gut, wir blieben recht entspannt, schließlich hatten wir das Rund-um-Sorglos-Paket gebucht und befürchteten nix schlimmes bei der Autoübergabe.
Auf dem weiteren Weg liefen etliche herrenlose Pferde rechts und links der Pad entlang…
Weiter ging es Richtung B1 und kurz nach Stampried hatten wir seit dem 25.12. das erste Mal wieder Asphalt unter den Rädern.
Nach ca. 380 km - es war übrigens unsere zweitlängste Etappe während des gesamten Urlaubes - trafen wir gegen halb drei in Kalkrand ein.
Im Ort ging es einmal rechts, über die Schienen und schon standen wir vor der Rezeption/Restaurant der Teufelskrallen Lodge.
Wir wurden freundlich in Empfang genommen und erhielten an der Rezeption einen Willkommensdrink sowie die Schlüssel zum gebuchten Zelt Nr. 05. Markus hatte im Vorfeld das Zelt 06 buchen wollen, da es ganz am Ende liegt. Dieses war jedoch bereits von anderen Gästen gebucht worden.
Um zu den Unterkünften zu kommen, fährt man am Gelände wenige Kilometer entlang, bis man zu einem verschlossenen Gatter kommt.
Nach weiteren 2-3 km Fahrt über das Gelände kommt man bei den Zeltunterkünften an.
Die Zelte sind sehr hübsch und auf Holzstelzen gebaut, in das ausgelagerte „Badezimmer“ gelangt man über einen Holzsteg. Nach den letzten Tagen in staatlichen Camps kam uns die Einrichtung geradezu luxuriös vor! 😛
Nachdem wir unsere Sachen ausgeladen hatten, genossen wir die Aussicht und gönnten uns nach der langen Fahrt erstmal ein kühles Savanna… 😎
Wahrscheinlich taten wir der Unterkunft wirklich unrecht, aber ein wenig störte uns, dass der Blick von der Terrasse aus quasi auf die „Stadt“ geht. Diese liegt zwar etliche Kilometer entfernt, aber man konnte sie deutlich sehen. Wären wir unser Tour in anderer Richtung gefahren, hätten wir es wohlmöglich gar nicht so empfunden und die Ruhe und Stille genossen… 😕
Den Nachmittag verbrachten wir, mit den einzigen anderen Gästen, am Pool und genossen die Erfrischung des kühlen Wassers. Noch immer war es sehr heiß und man hielt es in der Sonne kaum aus.
Gegen fünf zog es sich dann jedoch zu und es wurde richtig stürmisch! Wir packten unsere Sachen zusammen und fuhren zurück zum Zelt. Mittlerweile war es bereits so windig, dass wir noch nicht mal die Eingangstür öffnen konnten, um für Durchzug zu sorgen. 😣 Ein Sandsturm peitschte förmlich über die Dünen! Unser halboffenes Bad war bereits total versandet… Auch auf der Terrasse konnten wir nicht mehr sitzen, da uns dort der Sand um die Ohren flog.
Sogar die Hängelampe an der Eingangstür zerbrach, da der Wind sie so doll hin und her schaukelte.
Wir entdeckten etliche Millipedes im Sand.
Überall sah‘ man ihre Spuren und eine richtige Kolonie hatte sich gegen Abend unter dem Zeltaufbau versammelt.
Zum Größenvergleich habe ich mal einen Flip Flop daneben gelegt. Das waren ganz schöne Brummer, wenn man bedenkt, dass ich Schuhgröße 41 habe… 😗
Wir hatten das Essen dazu gebucht und machten uns gegen sieben auf den Weg zum Restaurant. Zu gerne wäre ich nach der langen Fahrerei den Weg zu Fuß gelaufen, aber bei dem Sandsturm war daran nicht zu denken.
Dafür war das Essen köstlich! 🙂 Zur Vorspeise gab es einen griechischen Salat, als Hauptgang Beef mit Kartoffeln, Gem Squash und in Zimt gebratenen Süßkartoffeln und als Dessert Crepe mit einer Apfel-Caramelsirup-Füllung. Dazu eine gute Flasche Chardonnay. Mmmmh…. Leider haben wir vom Essen keine Bilder gemacht. Alles war sehr gut, aber viel zu viel.
Abgefüttert gönnten wir uns noch einen schnellen Gin Tonic auf der Terrasse, aber leider konnten wir den Abend draußen nicht weiter genießen. Zwar waren die Temperaturen seit Tagen endlich mal erträglich, aber dafür war es immer noch total windig und ungemütlich.
Bereits gegen 21.00h verkrochen wir uns also in unser hübsches Himmelbett! 😘
Tageskilometer: ca. 387 (ab Mata Mata) Katzensichtung: 3 Löwen, 5 Cheetahs, 1 Wildcat
Teil 3207. Mai 2016
07.01.2016 – von der Teufelskrallen Tented Lodge/Kalkrand geht’s nach Windhoek - heute mal mit wenig Bildern und viel Text! 😉
Die Nacht über stürmte es weiter… Irgendetwas klapperte und raschelte die ganze Zeit… 😐 Markus schreckte irgendwann auf und meinte, dass draußen etwas/jemand wäre… 😕 Kaum zu glauben, da hatten wir gerade die Grenzen des „sicheren“ Parks verlassen und schon bekamen wir Paranoia… 😣 Letztendlich war es wohl nur die Zeltplane oder evtl. wirklich ein Böckchen oder Springbock (schließlich gab es auch ein Wasserloch in Sichtweite, aber wir hatten tagsüber und abends kein einziges Tier auf dem Gelände gesehen), trotzdem lagen wir eine Zeit lang wach und lauschten.
Dementsprechend gerädert waren wir am nächsten Morgen. 😵
Um kurz vor sieben standen wir auf und ein Blick nach draußen verriet uns, dass alles ruhig und friedlich war. Auch der Sturm hatte sich gelegt…
Auch die Millipedes hatten bereits wieder ihre zahlreichen Spuren im Sand hinterlassen.
Zum Frühstück ging es wieder Richtung Rezeption und das Frühstück war ebenfalls super lecker!
- eigentlich haben wir Bilder mit dem Handy gemacht, aber irgendwie finden wir sie nicht mehr - 🙁
Danach packten wir gemütlich zusammen und verließen die Teufelskrallen Tented Lodge auf dem Weg zu unserer letzten Station der Reise… Windhoek!
Außerhalb des Geländes tummelten sich Ziegen, Pferde und Rinder entlang des Weges… Die Pferde sahen ziemlich abgemagert aus – was sie jedoch nicht von der Reproduktion abhielt... 😄
Es standen knapp 200 Kilometer Strecke nach Windhoek an und die Fahrt entlang der B1 war ziemlich ereignislos.
Es viel uns jedoch auf, dass die Landschaft nun bereits einen wesentlich grüneren Eindruck machte, als bei unserer Ankunft 3 Wochen zuvor. 🙂
Umso näher wir Windhoek kamen, umso grüner wurde es… Später erfuhren wir, dass es noch gar nicht viel geregnet hatte, was so ein bisschen Wasser in diesem Land ausmacht ist schon faszinierend!
Gegen Mittag trafen wir in der Pension Uhland ein, hier hatten wir uns für die letzten beiden Nächte unseres Urlaubes eingebucht. Ursprünglich wollten wir nur eine Nacht dort bleiben und wären dann evtl. zwei Nächte in Kalkrand geblieben. Da wir jedoch bei unserer Ankunft gar keine Zeit in Windhoek verbracht hatten, entschieden wir uns letzten Endes doch nochmal um.
2010 war ich vor Beginn einer Gruppenreise alleine eine Nacht in Windhoek gewesen und hatte am ersten Tag die Stadt, vom Safari Court Hotel aus, zu Fuß hin und zurück „erkundet“. Damals hatte mir Windhoek echt gut gefallen und ich Markus einige Ecken dort zeigen… Im Nachhinein stand ich da wahrscheinlich unter dem Einfluss meiner Euphorie, das erste Mal in meinem Leben „endlich“ in Afrika zu sein… 🙄
Bei der Planung für unseren Windhoek Aufenthalt, war uns die Idee gekommen, einen Ausflug nach Katutura zu machen. Es gibt ja namenhafte Anbieter, bei denen man u.a. diese Touren buchen kann… Eine weitere Möglichkeit ist es, Katutura per Rad zu erkunden, allerdings starten die Touren relativ weit außerhalb und wir hätten die Fahrt dorthin und zurück organisieren müssen.
Dann entdeckte Markus auf der Homepage der Pension Uhland unter dem Menüpunkt „my Katutura“, dass Mitarbeiter der Pension, Führungen nach Katutura machen und ihre persönliche Einblicke in den Stadtteil vermitteln. Zwei Drittel des Preises erhält der "Tourführer" und das letzte Drittel kommt einem sozialen Projekt zugute. Das sagte uns zu und somit verzichteten wir auf eine Buchung bei einem kommerziellen Anbieter. Bedingung dafür war jedoch, dass wir für die Tour ein eigenes Auto benötigten und somit verlängerten wir die Mietdauer vorab um einen Tag.
An der Rezeption wurden wir herzlich von Charmaine in Empfang genommen, sie war wirklich gut drauf und scherzte mit uns rum… Statt eines Zimmers auf der Vorderseite, gab sie uns eins auf der Rückseite, dieses wäre viel, viel besser für Paare und ruhiger gelegen. Ok, sollte uns recht sein… 😎 Über den Pool sollten wir uns nicht wundern, dieser war kurzerhand in ein Bälleparadies umgewandelt worden – nun gut, für uns viel somit ein erfrischendes Bad aus, obwohl es bestimmt lustige Bilder ergeben hätte… 😄
Kurzum, das Zimmer war eine Mega-Enttäuschung! Im Vergleich zur Teufelskrallen Tented Lodge war es einfach und funktional eingerichtet – mehr hatten wir bei einer Standartzimmerbuchung natürlich auch nicht erwartet – allerdings war ich schon etwas angenervt, dass wir ca. 20 Mücken in dem Raum hatten. 😈 Diese flogen auf, sobald wir unsere Taschen abstellten. Ich machte kurzen Prozess und begab mich erstmal auf Mückenjagd. Nachdem wir die letzten Wochen – abgesehen von dem einen Bienenstich – unbeschadet überstanden hatten, hatten wir natürlich keine Lust, uns zum Abschluß noch „auffressen“ zu lassen… 😠
(die Bilder sind vom nächsten Morgen – so sahen die Betten bei unserer Ankunft selbstverständlich nicht aus…)
Markus schlug vor, nach einem anderen Zimmer zu fragen, aber nun war ich beleidigt und meinte, dass es schon ok wäre, nachdem ich nun hoffentlich alle Mücken erwischt hatte… Unsere Stimmung war getrübt, so hatten wir uns das Ende unseres Urlaubes nicht vorgestellt…. 😣 😗 Also machten wir uns erstmal auf den Weg Richtung City Centre. Allerdings wurden wir an der Rezeption von Charmaine auf meine Kamera angesprochen. Sie meinte, es wäre keine gute Idee, diese mit in die Stadt zu nehmen… Was war denn hier los?! 😕 Vor fünf Jahren war ich mutterseelen alleine hier unterwegs gewesen. Na gut, dann blieb die Kamera halt in der Pension… (dementsprechend gibt es auch kaum Bilder von unserem Ausflug, da mir das fotographieren mit dem Handy dann auch zu dämlich war!) 😗
Während ich die Kamera sicher verstaute, buchte Markus über Charmaine für abends einen Tisch im „Stellenbosch“. Es war ihre Empfehlung und da wir unser Auto nun ohnehin einen Tag länger hatten, wollten wir direkt am ersten Abend dorthin fahren. Joe’s Beerhouse stand dann also erst für den nächsten Abend auf dem Programm, das war ja auch fußläufig zu gut erreichen…
Wir liefen Richtung Stadtmitte, noch immer hing die Weihnachtsbeleuchtung an den Straßen – aber auch das kannte ich aus 2010 – für mich gehört das also einfach zu Windhoek dazu… 😛
So richtig wohl fühlten wir uns in der Stadt nicht - wahrscheinlich lag das an der Einsamkeit der letzten Wochen… wir besorgten uns im Infocenter also einen Stadtplan und machten uns auf den Weg zum Craft Market, den hatte ich bei meinem ersten Besuch nämlich noch nicht gesehen. Witzigerweise trafen wir dort auch unsere „Nachbarn“ aus der Teufelskrallen Lodge… Wie klein ist doch die Welt!
Aus den letzten Urlauben hatten wir uns immer jeweils ein geschnitztes Holztier mitgenommen, diese Sammlung sollte erweitert werden. Allerdings fanden wir nichts Richtiges – Elefanten und Nashörner hatten wir schließlich im Süden gar nicht gesehen, auch die Erdmännchen hatten wir nicht zu Gesicht bekommen und die Oryxauswahl überzeugte uns nicht. Da hatten wir auf der Reise schönere Modelle gesehen – aber leider nicht gekauft. 🙁 Also kam mir die Idee, Kissenbezüge zu ergattern und wir durchforsteten die Stände. Ziemlich zum Ende wurden wir fündig und gönnten uns zum Abschluss einen Mittagssnack im Craft Market.
Wir ergatterten einen Tisch in der Mitte der überdachten Terrasse und bestellten super leckere Milchshakes sowie Wraps bzw. Salat. Bis das Essen endlich kam, warteten wir bestimmt 45 Minuten und der Himmel zog sich deutlich zu. Schließlich begann es so stark zu regnen, dass wir selbst in der Mitte der Terrasse noch nass wurden. 😮 Zum Glück wurde ein Platz direkt an der Hauswand frei und wir zogen schnell um.
Natürlich freuten wir uns über den lang ersehnten Regen, wussten allerdings noch nicht wirklich, wie wir bei dem Wetter wieder zur Pension kommen sollten. Und ein wenig ärgerten wir uns, dass wir zu Fuß unterwegs waren und unser Auto daheim stand. Irgendwie passte nix zusammen an diesem Tag… 😣
Trotz meines Gesichtsausdrucks schmeckte der Kefir mit Zitrone topp! 😄
Irgendwann hörte der Regen dann doch wieder auf und wir kamen halbwegs trocken wieder in der Pension an.
Aufgrund unseres verspäteten Mittagssnack, um kurz nach vier, hatten wir eigentlich noch gar keinen richtigen Hunger, machten uns allerdings, angekommen in der Pension, quasi direkt wieder fertig. Nach 10 Tagen benutzte ich statt Kernseife erstmals wieder Shampoo – ein völlig neues Lebensgefühl! 🙂 Obwohl ich mir die Kernseifenwäsche im KTP im Vorfeld wirklich schlimmer vorgestellt hatte… 😄
Da die Strecke zum Stellenbosch nur einige Kilometer betrug, fuhren wir um ca. viertel vor sieben los. Der Tisch war für 19.00h reserviert… Ok, links raus, dann rechts, wieder rechts… wir fuhren am Joe’s Beerhouse vorbei. Irgendwo in dieser Ecke hielt ein Auto vor uns links an und jemand stieg ein oder aus. Nachdem wir vorbei fuhren, fuhr auch das Auto wieder los – soweit so gut… Wir konzentrierten uns also, angekommen auf dem Sam Nujoma Drive, auf die im Internet angegebene Hausnummer des Stellenbosch'.
Doch wir fanden die angegebene Nummer nicht… 🤨 Irgendwann gab es eine „Lücke“ in der Numerierung und nach einiger Zeit ging es mit höheren Nummern weiter. Aber in der logischen „Lücke“ entdeckten wir nix, was annähernd einem Restaurant ähnlich sah. So fuhren wir ein ganzes Stück die Straße entlang und drehten irgendwann. Verwundert stellten wir fest, dass uns das Auto immer noch folgte und dabei fiel uns auf, dass es kein Nummernschild hatte. Was war da los?! Wir fuhren Richtung Stadt und drehten erneut… Das Auto drehte ebenfalls.... 😕
In dem Bereich der „Hausnummernlücke“ hielt Markus an und stieg aus, um sich die einzig mögliche Location näher anzusehen… Mir stockte der Atem, als der andere Wagen ebenfalls anhielt und ich dachte, jeden Moment springen drei Männer raus und es ist vorbei mit lustig… 🙄 Aber zum Glück passierte nix und ich war heilfroh, als Markus wieder im Auto saß und wir weiter fuhren. Da uns das Auto wieder folgte, drehten wir erneut genervt um und sie taten es uns nach. 😠 Bei unserem zweimaligen Auf- und Abfahren hatten wir jedoch eine Polizeistation an der Straße gesehen. Dort hielten wir an und tatsächlich – unsere „Verfolger“ fuhren weiter und wir hatten endlich unsere Ruhe…. 😈
Leider konnten uns die Polizisten bezüglich des Stellenbosch auch nicht weiterhelfen – ja, was war denn hier los?! Das Restaurant stand bei Tripadvisor auf dem ersten Platz und wir fanden es nicht und niemand kannte den Weg?! 😣
Genervt fuhren wir zurück zur Pension – mittlerweile war es bereits deutlich nach sieben. Während Markus mit Charmain sprach und sie nochmal im Restaurant anrief, um unsere Reservierung aufrecht zu halten, bemerkte ich über die Wlan Verbindung, dass wir einen Zahlendreher in der Hausnummer hatten. 😄 Trotz allem hatten wir es bei mehrfachem Abfahren nicht entdeckt. 😕
Wir machten uns also erneut auf den Weg und hielten in Höhe der angegebenen Hausnummer auf einem Parkplatz am Straßenrand an. Ein Security Guy konnte uns schließlich weiterhelfen und wer das Stellenbosch schon einmal besucht hat, weiß natürlich auch, dass es etwas versteckt in einem Caree liegt und die Einfahrt nur über eine Seitenstraße zu erreichen ist… 😉
Nun war es schnell gefunden und wir wurden herzlich begrüßt und erhielten einen ruhigen Tisch am Rande des hübschen Innenhofes. Auch das Essen war köstlich und nach den vielen Steaks der letzten Wochen gab es ein Fischgericht für Markus und ein Curry für mich. Wir genossen die fast mediterrane Atmosphäre. Dazu eine gute Flasche Chardonnay und wir waren wieder versöhnt, mit uns, mit Windhoek, mit der Welt… 😘
Fahrtstrecke: ca. 200 km
Teil 3311. Mai 2016
08.01.2016 – Windhoek/Katutura Tour
Aufgrund der „Verfolgungsfahrt“ am Abend vorher, schliefen wir lieber mit geschlossenen Terrassentüren – und wieder einmal war es ziemlich warm. 😣 Obwohl die Tage während unseres Aufenthalts in Windhoek deutlich kühler waren, als z. B. im KTP oder Fishriver Canyon, war durch den Niederschlag die Luftfeuchtigkeit höher und somit schwülwarm.
Zwar hatten uns die Mücken wider Erwarten nicht genervt, dennoch fragten wir an der Rezeption, ob wir für die letzte Nacht ein anderes Zimmer bekommen könnten… Glück gehabt! Ein Upgrade war möglich und sie wollten die Sachen rüber bringen, während wir unterwegs waren. Unsere zweite Kamera, die Ausweise und andere wichtige Dinge deponierten wir währenddessen an der Rezeption.
Dann frühstückten wir in aller Ruhe. Charmaine hatte uns am Abend vorher zwar gesagt, dass wir auch in Katutura frühstücken könnten, aber darauf wollten wir uns nicht komplett verlassen… 🙄
Bevor es losging packten wir noch unsere Einkaufstasche und verstauten alle restlichen haltbaren Lebensmittel darin, wie Kekse, Kaffee, Tee, div. Dosen, Cracker. Falls möglich, wollten wir sie jemandem zukommen lassen, bevor wir alles entsorgten…
Pünktlich um halb zehn erschien Chanelle und wir starteten unsere Tour. Markus saß auf der „Papa side“, sie auf der „Mama side“ und ich – auf der Rückbank! 😛
Nachdem die neuen "Richtungsnamen" erläutert waren, verließen wir die Stadt Richtung Katutura. Auf dem Weg erklärte Chanelle uns einiges, an dem wir während der Fahrt vorbeikamen und es war sehr unterhaltsam. Ich machte währenddessen ein paar Bilder, was aufgrund der neuen Situation aus dem „background“ gar nicht so einfach war…
Bald kamen wir an einer Hauptstraße in Katutura an und alles wurde etwas chaotischer.
Doch dann ging es rechts ab und wir fuhren einen Feldweg entlang.
Zuerst waren wir etwas überrascht, doch Chanelle zeigte uns das Areal des Penduka Projects (www.penduka.com). Witzigerweise startet ab hier auch die geführte Fahrradtour durch Katutura, über die wir uns im Vorfeld informiert hatten…
Frauen haben in Namibia einen niedrigen sozialen Status und dadurch oft schlechte Chancen, eine Arbeit zu finden. Das führt dazu, dass sie und ihre Familien in Armut leben – ein Teufelskreis, der durch gesundheitliche Probleme häufig verstärkt wird. Viele von ihnen leben mit Krankheiten wie Tuberkulose oder HIV/AIDS oder einer Behinderung. Penduka versucht, diesen negativen Kreislauf zu durchbrechen und diesen Frauen zu helfen, ein besseres Leben zu führen: Die Organisation schafft Arbeitsplätze und gibt ihnen eine Perspektive. Die Frauen bekommen ein regelmäßiges Einkommen und können für ihre Familien sorgen. Das verschafft ihnen Respekt in ihrem sozialen Umfeld – so wächst ihr Selbstbewusstsein / und steigert ihr Selbstvertrauen. Penduka ist eine nichtstaatliche Entwicklungsorganisation, die mit und für die Frauen in Namibia arbeitet. Sie hat ihren Sitz in Katutura, dem ehemaligen schwarzen Township von Windhoek, der Hauptstadt Namibias….
Idyllisch gelegen befinden sich hier neben der Werkstatt und einem Souvenirladen, auch ein Konferenzraum und verschiedene Unterkünfte.
Fast bedauerten wir es ein wenig, dass wir nicht hier unsere letzte Nächte in Windhoek verbringen konnten. Das war doch gleich viel afrikanischer und ruhiger, als das Hotel Uhland! 🙂
Zumindest das letzte Panoramabild des Urlaubes gehört diesem Ort…
Chanelle erzählte uns, dass auf diesem Steg Hochzeiten gehalten werden und wir konnten es uns bildlich vorstellen. Ein schöner Ort, so nah an der wuseligen Stadt.
Diese Ground agama lief uns bei unserem Rundgang über den Weg.
Das „Flaschenhaus“ konnten wir leider nicht besichtigen, da es zu dem Zeitpunkt vermietet war (ein wenig erinnerte uns die Vorliebe zu Glas an das Owl House in Nieu Bethesda….) 😉
Es gab verschiedene Bauten, die für unterschiedliche Zeremonien genutzt werden/wurden.
Einen Souvenierladen gab es auch - und ich ärgerte mich, dass wir unsere Kissenbezüge bereits am Vortag im Craft Market gekauft hatten. Hier gab es richtig viele schöne Dinge… Nun gut, zumindest ein weiterer bestickter Bezug musste also noch mit… 😛
Auch den Innenraum der Werkstatt konnten wir uns ansehen, hier wird z. B. Altglas zu neuen Glaskugeln geformt und verarbeitet. Daraus entstehen indivdiduelle Schlüsselanhänger, Ketten etc. Der Produktionsprozess ist auf den Außenwänden liebevoll dargestellt. Eine taubstumme Dame trafen wir bei der Arbeit an, ansonsten war es an diesem Tag sehr ruhig…
Einen Brennofen gibt’s natürlich auch, in den Vertiefungen werden die neuen Glaskugeln gebrannt.
Wir überlegten kurz, ob wir auf den letzten Metern noch auf einen Landy umsteigen sollten – ließen es dann aber doch lieber sein… 😄
Die Fahrt mit Chanelle ging weiter und wir fuhren zum „Soweto Market“…
Wir parkten unser Auto und verschlossen die Türen, ohne irgendetwas Sichtbares im Wagen liegen zu haben – viel dabei hatten wir an diesem Tag ohnehin nicht… Sicherheitshalber fragte ich Chanelle, was ich mit der Kamera machen sollte, aber sie meinte, ich könne sie ruhig mitnehmen – Really?! 😕 🤨
Wieder etwas gelernt, in Windhuk City sollte man besser keine Kamera dabei haben, in Katutura war das wiederum ok! Aber gut, heute waren wir auch in Begleitung einer selbstbewussten einheimischen Dame unterwegs… 🙂
Insgesamt machte der Soweto Market einen ziemlich ruhigen Eindruck auf uns. Nun gut, es war ein Freitagvormittag, aber viele Shops hatten noch geschlossen… Lediglich bei den Hairdresser war ordentlich etwas los – in fast jeder Hütte ließ sich ein Mädel Haare (ein-)flechten.
Chanelle erklärte uns, dass dies ein Statussymbol für die schwarze Bevölkerung sei und viele Wert darauf legten. Sie selber trug ihre Haare jedoch seit Jahren lieber kurz. Außerdem erzählte sie uns von ihren drei Kindern und dass sie auf alle Fälle noch ein viertes haben wollte…
Wie man bei uns Telefonkarten mit Guthaben erhält, kauft man hier Guthabenkarten für fließendes Wasser. Da viele hier über kein geregeltes Einkommen verfügen, gibt es keine Langzeitverträge für Strom und Wasser wie bei uns. Es war sehr interessant, einen Einblick in das tägliche Leben und die Umstände zu erhalten.
Wohlbehalten kamen wir wieder am Auto an und setzten unseren Weg fort. Chanelle lotste uns zu einem Haus in einer Sackgasse, in dem ein Kinderhort untergebracht ist. Auch zwei ihrer Kinder gingen hierher, wenn sie und ihr Mann arbeiteten. Dort übergaben wir unsere „Spartüte“ einer älteren zahnlosen Dame, die sich herzlich für die wenigen Dinge bedankte. Uns war es fast ein wenig unangenehm, wie sie sich freute und in dem Moment verzichtete ich lieber darauf, Fotos zu machen… 😊
Ein allgegenwärtiger Handyladen… 😁
Entlang der Straße gab es viele Meat Cutter… Sie zerlegen gegen ein paar Dollar Entgeld fachgerecht Fleisch. Dies läuft nicht ohne eine offizielle Genehmigung. Auch hier hat alles hat seine Ordnung… 😕 Wer ohne Erlaubnis ein Gewerbe öffnet, dem wird es auch hier wieder schnell weggenommen.
Unsere letzte Station der Tour war der Oshetu Community Market.
Wieder parkten wir unser Auto an einem vermeintlich sicheren Platz und auch hier konnte ich meine Kamera mitnehmen. 🙂
Es war deutlich mehr los, aber dennoch waren nicht alle „Stände“ geöffnet.
Wir wunderten uns, dass die meisten Stände verlassen dalagen und wir entspannt durch die Reihen gehen und uns die Auslagen ansehen konnten (kein Vergleich z.B. zu arabischen Märkten, auf denen man von allen Seiten belagert und belabert wird…). 😉
Chanelle bot uns an, die Mopani Würmer später in der Pension für uns zubereiten zu lassen, doch wir lehnten dankend ab und verpassten somit ein wohlmöglich (einmaliges) Angebot?! 😛
Während im Inneren der Halle das Fleisch von ganzen Rindern zerlegt wurde und ohne Kühlung bei der Wärme und von einigen Fliegen besetzt rumlag, wurde am Rande fleißig gegrillt.
An einem Stand "gönnten" wir uns trotz aller fehlenden Hygienestandarts zaghaft eine Portion Kapana (grilled meat).
Es wird direkt vom offenen Feuer in einem Schälchen serviert und man kann im Stehen die Fleischstreifen in eine Pappbox mit einer Gewürzmischung dippen.
Was soll ich sagen?! Das war so lecker, dass wir eine weitere, größere Portion orderten. 🤩 Auch hier war es auffällig, dass wir als einzige Weiße weder komisch beäugt wurden, noch sich die „Nachbargriller“ in den Vordergrund spielten… Alles lief ganz relaxed ab. 😎
Mit unserer Portion Kapana ging es weiter zu einem Stand mit Erfrischungsgetränken. Wir suchten uns jeder ein gekühltes Getränk aus und Markus zahlte. Dann verschwand die Frau mit dem Geld. Ich hatte das gar nicht richtig mitbekommen und wunderte mich, warum wir dort weiter warteten. Nach einigen Minuten tauchte ein junges Mädchen auf und brachte tatsächlich Wechselgeld. Anscheinend hatte es da einen Engpass gegeben... 😄
Lachend verabschiedeten wir uns und verspeisten unseren Snack gemeinsam mit Chanelle während der Fahrt. Wir waren fast ein wenig enttäuscht, Katutura schon wieder zu verlassen, so langsam waren wir mutiger geworden… 😉
Doch bei all dem friedlichen Anschein, den diese Stadt auf uns machte, beteuerte Chanelle, dass auch sie abends gewisse Ecken niemals betreten würde… 😣 Wir waren froh, diesen Ausflug mit ihr gemacht zu haben und einen (kleinen) Einblick in dieses Viertel bekommen zu haben, das Ganze war zudem auf eine sehr nette Art geschehen und wir bedankten uns bei unserer Heimkehr in der Pension herzlich und gaben ihr ein ordentliches Trinkgeld. Das hatte sie sich wirklich verdient! 🙂
Gegen halb eins waren wir zurück in der Pension Uhland und unser Gepäck war inzwischen umgezogen. Wir hatten nun die Nummer 19 erhalten und das Zimmer war eine sehr positive Überraschung im Vergleich zur Nummer fünf vorher.
Es gab sogar eine Klimaanlage und die lief auf Hochtouren – ich schaltete sie erstmal ab, als Markus kurz zu Toilette war. Doch leider wurde ich direkt erwischt! 😣 Das einzige Mal auf unserer Reise einigten wir uns also darauf, die Klimaanlage anzulassen… 🙄 bezüglich der Temperatur versuchte ich jedoch alle Tricks, sie immer etwas höher zu stellen, damit es nicht zu kalt war. 😉
Bevor es zum "Temperatur-Stress" kam, stand nun jedoch erstmal die Autorückgabe an. Wir vergewisserten uns, dass wirklich alles ausgeräumt war – aber wie sollten wir die ganzen Sachen am nächsten Tag bloß wieder in unsere Reisetaschen bekommen?! 😕
Dann ging es, die uns nun bekannte Strecke, zur Pettenkofer Straße und somit zu AFRICAN TRACKS 4X4 CAR HIRE, zurück. Wiebke begrüßte uns wie beim Anreisetag und nach einem kurzen Check übergaben wir ihr die Schlüssel unseres treuen Hilux. 74.407 km hatte er bei unserer Abgabe auf dem Tacho – in den letzten 3 Wochen hatte er uns somit 4.420 km über Schotter-, Sand- und Steinpad gebracht und das ohne Murren oder einen Platten. Fast wehmütig ließen wir ihn nun dort stehen… 😐
Die Übergabe verlief fix – der Steinschlag und alle weiteren Kratzer wurden ohne Wimpernzucken aufgenommen – Dank unserer all-in Versicherung - und wir verabredeten mit Wiebke, dass uns am nächsten Morgen ein Fahrer um 9:30h abholen sollte und sie rief nach einem Mitarbeiter, der uns nun zum Hotel fahren sollte. Wir winkten jedoch ab und erklärten ihr, dass wir den Weg zurück laufen wollten, was sie wiederum erstaunt zur Kenntnis nahm.
Ein wenig wollten wir dann doch noch von Windhoek sehen und so liefen wir in der Mittagshitze die B1 entlang bis zum Übergang und machten noch einen kurzen Abstecher zum Bahnhof. 🙄
Aufgrund der brennenden Temperaturen ging es dann jedoch auf schnellsten Weg zurück. Da der Pool immer noch ein Ballparadies war, sahen wir erneut von einem erfrischenden Bad ab und gönnten uns dafür einen ausgedehnten Mittagsschlaf in unserer „Kühlkammer“… 😉
Für den Abend hatten wir einen Tisch im Joe’s Beerhouse reserviert, ich kannte es bereits von meinem letzten Namibiaaufenthalt und nun sollte auch Markus es kennenlernen.
Da es fußläufig von der Pension zu erreichen ist, machten wir uns kurz vor sieben auf den Weg und kamen dieses Mal auch ohne Zwischenfälle an. 😛
Es war brechend voll und wir erhielten ein Tisch am Rand, was uns jedoch ganz gut gefiel, da wir so nicht inmitten des Trubels saßen.
Ein letztes Mal gönnten wir uns Austern und Oryx Carpaccio zur Vorspeise sowie Steak und Oryx Steak als Hauptgang.
Im Vergleich zu anderen Stationen dieser Reise war das Essen keine kulinarische Offenbarung, einem Abschlußabend war es mit etlichen Bieren und einigen Springböcken dann dennoch würdig. 😁 Auch der Kellner Horacio war sehr nett und wurde mit einem guten Trinkgeld belohnt. Vor lauter Freude klappte es dann jedoch mit dem Bezahlen nicht so richtig… was jedoch nicht an ihm lag, sondern an mir, da ich zweimal versuchte, Markus‘ PIN bei meiner Kreditkarte einzugeben… 😕 🤪 Glücklicherweise entdeckten wir den Fehler dann doch und alles lief glatt.
Wieder in der Pension Uhland angekommen, tranken wir auf unserer Außentreppe das letzte Savannah und waren einerseits etwas traurig, dass der schöne Urlaub nun vorbei war… 🙁 andererseits froh, dass alles so gut geklappt hatte und glücklich über die wundervolle Zeit und die tollen Sichtungen, die wir hatten… 😊
Teil 3418. Mai 2016
09.01.2016 Abreise und Heimflug
Noch einmal frühstückten wir im Hotel Uhland, bevor uns pünktlich um 09:30h, der Fahrer von African Tracks abholte. Nach 3 Wochen ging es im humanen Tempo wieder zurück zum Flughafen und wir konnten in aller Ruhe einchecken.
Mit South African Airlines ging es gegen 12:40h von Windhoek nach Johannesburg. Hier hatten wir einige Stunden Aufenthalt, die ich jedoch zum größten Teil mit gemütlichen Rumstöbern in diversen Souvenirläden verbrachte… 😗 Das ein oder andere Teil fand so also noch den Weg in den Lufthansa Flieger. 😄 🤪
Während die Stunden vergingen, schien die Welt in Johannesburg unterzugehen! 😵 Es regnete wie aus Kübeln und der Flug hatte letzten Endes auch noch Verspätung. 😣
Irgendwann ging es am Abend dann doch los und ohne weitere Zwischenfälle landeten wir am Sonntagmorgen gegen halb sechs in Frankfurt. Dort ging es, wie auf dem Hinweg, mit der Bahn weiter zu meiner Schwester, wo wir mal wieder ein frühes Frühstück bekamen und von dort unseren Heimweg mit dem Auto fortsetzten… 🙂
Unser Fazit:
Alles in allem war es ein super Urlaub 🙂 , ohne Pannen und größere Zwischenfälle! Die Landschaft hatte uns - trotz der extremen Hitze und Trockenheit - sehr beeindruckt und die Menschen waren allesamt freundlich gewesen. Weder mit dem Auto noch mit den Tankmöglichkeiten hatten wir irgendwelche Probleme gehabt und auch Bargeld hatten wir immer ausreichend dabei. 😄 Ja, und was die Sichtungen anging, waren wir auch hier sehr verwöhnt worden und höchst zufrieden!!! 😘 😘
Bezüglich der einzelnen Stationen, hier noch ein kurzes Feedback:
• Swakopmund-Namib Guesthouse : nettes B&B, sauber und modern eingerichtet, gutes Frühstück, nicht im Zentrum, aber alles alles fußläufig zu erreichen. • Swakopmund – Batis Birding Safari: toller Guide und ein super Ausflug – würden wir jederzeit wieder buchen! • Sesriem- Desert Camp: Zeltfeeling, sehr authentisch, super sauber, tolle Lage! Frühstückskorb als auch das Essen in der Hauptlodge ist empfehlenswert. • Tirasberge - Farm Gunsbewys: recht einfache Unterkunft, aber ein wunderschönes Fleckchen Erde! Wir waren etwas traurig, Frau Gräbner nicht kennengelernt zu haben; auf alle Fälle sollte man den Morning Walk mitmachen! • Alte Loge – Lüderitz: Guesthouse mit Familienanschluß! Wir hatten extrem viel Glück, dass wir die Weihnachtstag mit Beate und Günther und ihrer Familie verbringen durften und zudem weitere nette Gäste dort kennengelernt haben. Besser hätte das Weihnachtsfest in der Ferne nicht sein können! • Fishriver Canyon - Canon Lodge: tolle Lodge; kleine, aber feine Chalets (hohe Nummer buchen!), Landschaftlich ist es ein Traum, 2 Tage hätten hier evtl. auch gereicht • Mesosaurus (Keetmanshoop): einfache Unterkünfte, aber es gibt alles, was man braucht. Unbedingt die Tour zu den Fossilien und den Köcherbäumen machen! • KTP – Kalahari Tented Camp: Die Zelte sind sehr geräumig und sauber; wie bei Sanparks gewohnt, ist in der Küche alles vorhanden, was man benötigt. Man sieht seine Nachbarn nicht groß, aber wenn man Pech hat, kann man sie hören… Sicht zum Wasserloch: die Nr. 7 ist besser als die am Rand gelegene Nr.2. • KTP-Kieliekrankie: tolle Unterkunft in den roten Dünen, die Ausstattung ist für ein staatliches Camp geradezu luxeriös; netter und fürsorglicher Guide; abgesehen von unserem Bienenproblem – Top! • KTP-Nossob: nie wieder 5b – alles andere können wir nicht beurteilen; das Wasserloch war sehr ergiebig und mit dem kleinen Shop, der Tankstelle und dem recht schönen Pool, ist ansonsten alles vorhanden, was man braucht. • KTP-Urikaruus: unser neues Lieblingscamp! Teilweise ist es etwas in die Jahre gekommen, aber die Erlebnisse und Sichtungen haben das alles mehr als wett gemacht… sehr netter Guide! • Kalkrand Teufelskrallen Lodge: Die Zeltunterkünfte sind sehr hübsch, das Essen im Haupthaus ist gut; bei uns ist der Funke nur nicht so richtig übergesprungen, aber das lag wohl an den Erlebnissen im KTP. Wäre es die erste oder zweite Unterkunft unserer Reise gewesen, wären wir sicherlich begeistert(er). • Windhoek – Pension/Hotel Uhland: hmmm, das ist wohl die einzige Unterkunft unserer gesamten Reise, die wir nicht nochmal buchen würden. Und wenn, dann nur das zweite Zimmer! Zu 99% würden wir jedoch beim nächsten Mal eine Unterkunft weiter draußen mit mehr Flair bevorzugen. Empfehlenswert ist allerdings die Tour mit einem Mitarbeiter nach Katutura! • Auto-African Tracks: unkompliziert, alles prima, super Reifen, keine Probleme, gerne wieder!
Etwas unglücklich war unser spät gebuchter Rückflug über Johannesburg, dadurch haben wir künstlich einen Tag mehr in Windhoek verbracht und waren auf dem Rückweg (gefühlt) ewig unterwegs. 🙄 Bezüglich der Flüge an sich, gab es jedoch nix zu meckern.
...
So, dass war es nun… 🙁 Wir bedanken uns an dieser Stelle nochmal ganz herzlich bei allen Mitreisenden und deren Feedback, Danke-Button-Drückern und auch bei den stillen Mitlesern. Es ist toll, dass ihr uns so tapfer begleitet habt, denn oftmals hat uns euer Feedback beim (Weiter-)Schreiben motiviert... 🙂 😊 😘
Die Reise beim Schreiben quasi nochmal zu erleben, hat einen unfassbaren Wert – und trotzdem bin ich froh, dass es nun geschafft ist!!! 😄 😛
Mein persönliches Zeitlimit habe ich zum Glück gerade noch so einhalten können und nun gibt es auch schon eine neue Aufgabe: Taschen packen… 😉 😗 Am Freitag geht es nämlich (endlich) wieder los!!! 🤩 🤩 🤩