SUSukiThemenstarter4 Beiträge · seit 201512. Jan. 2016 · #1Wir planen einen 31 tägigen Namibia-Botswana-Urlaub mit 4x4 und Dachzelten. Bevor wir nun die Campinglätze endgültig buchen, möchten wir hier unsere Route Euch erfahrenen Urlaubern vorstellen mit der Frage, ob diese so realisierbar ist?
1. Windhoek
2. Köcherbaum
3. Lüderitz oder Duisiwib
4. Sesriem
5.Sesriem
6.Naukluft
7. Naukluft
8.Blutkuppe
9.Swakopmund
10.Spitzkoppe
11.Twyfelfontein
12. Kaokoveld/ nördlich sesfontein
13.Richtung Etosha
14. Etosha
15.Etosha
16.Grootfontein
17.Grenze Botswana Tsumkwe
18.Maun
19.Nxai
20.Gweta
21. Kubuisland
22. Kasane/Senyati
23.Senyati
24.Mwandi Camp bei Kavimba/ Ngoma Gate
25. Savuti
26. Khwai
27. Third Bridge
28. Third Bridge
29.Third Bridge
30. Grenze Namibia
31. Windhoek
Wir wissen, dass es ein straffes Programm ist. Doch unsere Frage ist, ob es überhaupt zu schaffen ist, v.a. in Botswana? Welche Erfahrungen habt Ihr, jeden tag in einem anderen Camp zu übernachten? Empfindet man 5 h Fahrt als ermüdende Fahrt oder ist der Weg das Ziel mit Tierbeobachtungen? Sind die Strecken so gewählt, dass wir bei frühmorgendlicher Abfahrt bereits am frühen Nachmittag am nächsten Camp eintrifft - keine Panne vorausgesetzt.
Wir hoffen auf schnelle Antworten, da die Buchungen auf unsere Zusagen warten.
Danke Euch allen!
Susanne und Andreas
Gerd19425'538 Beiträge · seit 200812. Jan. 2016 · #2Hallo und herzlich willkommen im Forum, Susanne und Andreas,
meine Stellungnahme bezieht sich nur auf Namibia, weil ich meine Ausflüge in Botswana nie mit dem Wagen, sondern mit Kleinfliegern gemacht habe.Wir wissen, dass es ein straffes Programm ist. Doch unsere Frage ist, ob es überhaupt zu schaffen ist, v.a. in Botswana? Ja, es ist zu schaffen, aber ich würde es nicht machen. Mir wäre das viel zu stressig. Bedenkt, dass Ihr mit dem WoMo nicht so schnell fahren könnt wie mit einem PKW. Wenn Ihr einen Schnitt von 60 km/h auf den Sand- bzw. Gravelpads erreicht, dann ist das sehr, sehr viel. Ob Ihr mehr als die Straßen seht, kann ich nicht beurteilen, weil ich Eure Fahrweise nicht kenne.
Welche Erfahrungen habt Ihr, jeden tag in einem anderen Camp zu übernachten? Fast täglich auf dem Bock zu sitzen, ist keine Erholung, selbst wenn der Weg das Ziel ist. Man braucht auch mal ein oder zwei Tage zum Entschleunigen.
Empfindet man 5 h Fahrt als ermüdende Fahrt oder ist der Weg das Ziel mit Tierbeobachtungen? Am Anfang nicht, denn da ist alles neu. Aber irgendwann ist die Luft für das Neue raus und dann sind 5 Stunden Fahrt oder - wie bei Euch manchmal auch 7 Stunden - keine Erholung mehr. Dann sieht man auch die Schönheiten der Landschaft nicht mehr richtig, weil man "überfüttert" ist. Ich habe das mal in den USA ähnlich gemacht und am Grand Canyon habe ich ganz enttäuscht geguckt, weil mir das gar nichts mehr sagte. Erst zu Hause beim Betrachten meiner DIAs habe ich dann gesehen, was ich da verpasst habe.
Sind die Strecken so gewählt, dass wir bei frühmorgendlicher Abfahrt bereits am frühen Nachmittag am nächsten Camp eintrifft - keine Panne vorausgesetzt.Bei der ein oder anderen Etappe in Namibia bezweifle ich das. Aber dafür müsste ich z. B. wissen, wo die 12. Etappe genau hinführen soll. Wenn Du z. B. mit dem WoMo den Joubert Pass hochfahren willst, dann braucht das seine Zeit.
Anmerkung zu einigen Etappen:
Köcherbaum - Lüderitz oder Duwisib. Wenn Du wirklich nur für eine Nacht nach Lüderitz düsen willst, dann lass es. Fahre lieber vom Köcherbaumwald bis Aus und biege dort in Richtung D 707 ab. Dort würde ich dann mindestens zwei Nächte campen und zwar entweder auf der Namtib (Tiras-Berg-Seite) oder auf Gunsbewys (Dünenseite) oder bei beiden je eine Nacht. Die beiden Farmen liegen nur 30 km auseinander, aber die Landschaft ist grundverschieden.
Tag 9 - Swakopmund Von der Blutkuppe bis Swakop fährt man ca. 2 Stunden. Wenn Du unterwegs noch den Welwitschia Drive mitnehmen willst, sind es 3 - 4 Stunden. Du hast also den Nachmittag, wo Du außer bummeln nichts unternehmen kannst und den nächsten Vormittag für Aktivitäten. Ein bisschen wenig für diese Stadt. Hier findest Du, was man unternehmen kann (und das ist nicht vollständig):
http://www.namibia-forum.ch/forum/132-reiseziele-tipps/288133-2-wochen-in-namibia-ideen-gesucht.htmlhttp://www.namibia-forum.ch/bilder/gerd1942/freizeitgestaltung-in-swakopmund/bild_24737.htmlhttp://www.namibia-forum.ch/bilder/userpanel.html?start=200Kaokoveld siehe oben. Ansonsten sind die einzelnen Etappen machbar.
Zu Botswana müssen Dir andere Fomis etwas sagen.
Liebe Grüße
Gerd
Felix-on.tour30 Beiträge · seit 201412. Jan. 2016 · #3Hi Ihr da drüben!
Wenn Ihr mit Eurer Stuka im Tiefflug durch das allerschönste Gebiet in Afrika pflügen wollt, dann tut das!
Ihr werdet aber so weder Land noch Menschen auch nicht aus der Entfernung kennen lernen.
Für Namibia musst Du Dir die Zeit gönnen können!
Also ich würde sehr gerne mindestens vier Reisen aus Eurem Reiseplan machen.
Tut es und gebt Euch die Zeit.
Andernfalls hättet Ihr mehr davon gleich vor dem Weiterflug in Pretoria in das Naturkundemuseum zu gehen. Ihr würdet dort mehr in kürzerer Zeit erleben! Wirklich wahr!
NAM tickt eben anders als Male!
Der größte Luxus ist…
… mit Zeit zu reisen.
Gerd19425'538 Beiträge · seit 200812. Jan. 2016 · #4Hallo Felix,
Du hast ja Recht. Aber ich weiß nicht, wie jung die Beiden sind. Als ich so zwischen 25 und 30 war (vorher konnte ich mir so große Reisen nicht erlauben), wollte ich auch immer alles auf einmal und ich habe in so manchem Urlaub meine 5 - 6.000 km runtergerissen. Daher habe ich auch viel Verständnis für diese Tourgestaltung.
Seit ich Namibia zum ersten Mal erlebt habe, habe ich erkannt, dass doch nicht der Weg das Ziel ist, sondern dass man am Ziel Zeit haben muss zum Verarbeiten und Entschleunigen. Aber wer noch die ganze Welt vor sich hat, der macht halt solche Reisen. Und bei ein paar Stationen ist sogar ein Zeitraum von zwei Tagen vorgesehen.
Liebe Grüße
Gerd
Mellie1248 Beiträge · seit 201512. Jan. 2016 · #5Hallo Susanne und Andreas,
Eure Strecke in Namibia kann ich nicht beurteilen, aber den Abschnitt in Botswana wuerde ich so nicht fahren sollen, es waere mir zu anstrengend.Es kommt auch sehr auf die Jahreszeit an, in der Ihr reisen wollt (Strassenverhaeltnisse).Abseits der Hauptstrassen trifft man haupsaechlich auf Sand/Schlamm/Wasser und das voran kommen kann dauern. Fuer Savuti, Nxai wuerde ich jeweils mindestens zwei Naechte einplanen, sonst lohnt sich die Anfahrt gar nicht. In Moremi wuerde ich vielleicht vier Naechte einplanen, aufgeteilt auf zwei Campsites. Streicht lieber etwas und nehmt es langsam, dann koennt Ihr es geniessen.
LG, Mellie
2006: Botswana und Sued Afrika
2009: Botswana und Sued Afrika
2012: Sued Afrika (KTP)
2014: Marokko
2016 endlich wieder Botswana und Sued Afrika :)
Alex_Muc857 Beiträge · seit 201412. Jan. 2016 · #6Hallo,
nur ein paar Anmerkungen:
Lüderitz für eine Nacht ist schon schön, aber von Quivertree aus habt ihr fast nicht genug Zeit. Ich fand Shark Island sehr beeindruckend, mittags um 1 angekommen, hingelegt (Windschatten, sehr kalter Wind), Vögel beobachtet, und Schweinswale oder Delphine.. 20 Meter vom Ufer weg..
Evtl. einen Tag hier einbuchen? Dazu noch die verlassene Diamantenstadt, Diamanten kaufen (sehr günstig direkt vom Hersteller) als Souvenir.. ? Die Fahrt durch die Dünen vor Lüderitz ist auch ein Erlebnis, endlich echte Sandwüste.. 😉
Was Gerd schreibt, stimmt schon mit der Wegstrecke.. ich würde auch die D707 fahren, und dort Namtib ansteuern - herrlich!
Dafür würde ich (!) 1 Tag Sesriem streichen, mittags 2 ankommen, die Dünen, am nächsten Morgen den Canyon, und so um 9.30 los in den Namib Naukluft.
Etosha ist fast kurz, 1 Tag länger?
Überleg Dir, bei Tsumkwe kann man viel mit den San dort machen, Halbtageswanderungen etc., das wäre was interessantes. Von Grootfontein aber ein gutes Stück zu fahren...
Ich selbst plane normal 300-400 km pro Tag, das ist dann mit Abfahrt 7.30 - 8 Uhr meist eine Ankunft von ca. 14-15 Uhr. Alles über 400 km wird lange, 600-650 km sind nicht schön. Da reicht ein Tag, 2 Tage möchte ich das nicht machen. Im Schnitt mache ich ca. 350 km pro Tag, und möchte das eigentlich reduzieren auf den nächsten Reisen. Wichtig: Ich selbst habe auf Gravel fast den gleichen Schnitt wie auf Asphalt (fahrzeugspezifisch), da solltest Du aber wirklich maximal (!) 60 km / h rechnen, eher 50.
Gruß
Alex
Hauis303 Beiträge · seit 201013. Jan. 2016 · #7Hallo Ihr beiden,
zu welcher Reisezeit wollt ihr den unterwegs sein? Das wäre wirklich noch hilfreich. Zum einen wegen der Straßenbedingungen und zum anderen müsst ihr auch berücksichtigen, dass es evtl. schon sehr früh dunkel wird.
Insgesamt muss ich leider auch sagen, dass ihr versucht zu viele Ziele in zu wenig Zeit zu packen. Dadurch seid ihr stellenweise sehr in Hetze und an einigen Stellen kommt ihr am späten nachmittag an und müsst schon sehr früh wieder los. Wir sind 85% eurer Strecke schon gefahren und waren auch in den jeweiligen Camps.
Das schöne ist doch, auch mal entspannt Fotostopps einzulegen und besonders schöne Landschaften zu genießen oder beim Frühstück auch mal Zeit zu haben in der Sonne zu sitzen und den vielen Vögeln oder Buschhörnchen zuzuschauen.
Ihr müsst bei der straffen Planung oft eher auf die Uhr schauen und schnell weiter.
Wenn es euch darum geht möglichst viele Ziele abzuhaken...o.k.. Wenn ihr einen spannenden Afrikaurlaub erleben und genießen wollt, würde ich nochmal ein wenig an der Route feilen.
Ja bei den Strecken auf dem Teil in Namibia ist auch der Weg das Ziel. Da sind sehr schöne Strecken dabei, aber nur wenn man auch Zeit hat mal anzuhalten. Im botswanischen Teil eurer Reise ist es außerhalb der Nationalparks so, das die Strecken sehr langweilig sind (grau & staubig, kerzengerade), man vor allem auf Ziegen, Rinder, und Hunde aufpassen muss und die Fahrt aufgrund der eintönigen Strecke sehr schnell anstrengend wird. Da sind 5 Stunden sehr ermüdend. Wechselt ihr euch beim Fahren ab? Solltet ihr bei einigen der Fahrstrecken machen sonst wird´s auch gefährlich.
Liebe Grüße und viel Spaß noch bei der Planung!
Tanja
STStrubi86173 Beiträge · seit 201414. Jan. 2016 · #8Hallo,
ich gehöre nicht zu denjenigen, die immer zu möglichst mindestens zwei Nächte an einem Ort raten. Mit Dachzelt müsst ihr ja eh immer alles morgens einpacken und abends dann neu aufbauen. Von daher empfinde ich das nicht als so dramatisch, wenn ab und zu auch nur eine Nacht an einem Ort verbracht wird. Das hängt viel mehr davon ab, was ihr an diesem einen Ort machen wollt.
Trotzdem gebe ich hier den Leuten recht, dass eure Tour wohl etwas stressig werden könnte. Ich persönlich würde in eurem Fall auf jeden Fall auf den Süden von Namibia (Köchbäume, Lüderitz) verzichten und diese Tage an an andere geplante Ziele dran hängen.
Ggf. solltet ihr euch auch überlegen, ob ihr Swakopmund entweder irgendwie um wenigstens einen Tag verlängert (z.B. mit einem der eingesparten Tage im Süden. Oder ihr lasst die Blutkuppe weg) oder es komplett weglasst. Rein als Zwischenstopp halte ich es nicht für allzu sinnvoll.
Etosha lohnt wenigstens ein Tag mehr sicher auch. Könntet ihr ggf. dadurch realisieren, indem ihr Grootfontein streicht, diese Nacht im Osten des Etosha verbringt und dann in einem Zug bis Tsumkwe fahrt. Wäre zwar ein langer Fahrtag, aber wenn ihr in Grootfontein nichts bestimmtes geplant habt, wäre mir das so lieber als zwei Zwischenübernachtungen, wo sonst aber nichts weiter ist. Muss aber dazu sagen, dass ich die Strecke nach Tsumkwe noch nicht gefahren bin und daher nicht weiß, in welchem Zustand diese ist. Weiß daher auch nicht, ob es halbwegs vernünftig möglich ist, von Ostetosha bis nach Tsumkwe in einem Rutsch zu fahren. Vllt können da Kenner der Strecke noch etwas sagen.
Ansonsten könnte man noch über Nacht mehr in Kasane (vor allem falls einen Ausflug zu den VicFalls vorhaben solltet) und/oder z.B. Ihaha Campsite (sofern das halwegs sicher ist) nachdenken. Von dort dann ggf. direkt nach Savuti. Die Nacht, die ihr beim Ngoma Gate "gespart" hättet, könntet ihr dann z.B. in Savuti dranhängen oder vorher für Nacht nach Linyanti fahren.
Zu dem Teil in und um die Makgadikgadi Pans kann ich nichts sagen. Dort waren wir nicht.
Aber das ist, wie gesagt, nur meine Meinung - eben wie ich damit umgehen würde, wenn ich an eurer Stelle wäre. Möglich ist es auch so, wie ihr es geplant habt.
Gruß
Peter
Logi16,9k Beiträge · seit 201214. Jan. 2016 · #9Heute schon die Suchfunktion genutzt? 🤪