Auf der Mokutshomo Picnic Site machen wir uns ein 2. Frühstück. Ein Platz ist völlig zerstört (Elefanten?). Der Platz liegt eigentlich schön, aber durch das viele Buschwerk ist der Ausblick eher wenig. Über viele kleine Wege, alles sehr gut zu befahren, trödeln wir weiter. Bis 3rd Bridge sehen wir noch Elefanten,
zwei wunderschöne Giraffen,
einen versonnenen Pavian
Zwei eilige Schakale
Versteckte Kudus
und eine Warzenschweinfamilie.
Impalas und Zebras sowieso
Die Tiere sind hier alle deutlich weniger scheu als in der Kalahari und fühlen sich von einem dieselnden Auto nicht bedroht. Dann kommen wir an die 1st Bridge. Norbert geht vor um zu filmen wie ich dann drüberrumpeln darf. Dass man wegen der Trockenheit auch locker außen rum hätte fahren können, sehe ich erst später. 😠
Das gleiche Spiel dann an der 2nd Bridge – was tut man nicht alles für den Film. 🤪 🤩 🤪 Dann kommen wir ans Gate von 3rd Bridge. Eine nette Lady sitzt im Büro, öffnet den riesigen Anmeldefolianten und trägt unsere Daten ein. Direkt neben dem Gate ist ein neues Gebäude mit einem Shop, dass ich mir aber nicht angesehen habe. Unsere Campsite No 1 ist sehr schön gelegen mit einem freien Ausblick.
Der Ablution Block ist in der Nähe, genauso gebaut wie in South Gate, aber viel gepflegter.
Wegen der Baboons gibt es für den Müll ein Gefängnis.
Auch hier sind nur wenige Plätze belegt und wir genießen wieder einen schönen Abend.
Gruß, Mischa
Teil 2219. Jan. 2016
15.11. Beim Frühstück haben wir einige Zaungäste: Kapweber (?)
Gelbschnabeltoko
und wieder eine Giraffe 🤩
Neben der 3rd Bridge ist eine Büffelherde
Dann fahren wir kreuz und quer durch den Wegedschungel südlich von Xakanaxa. Ab und an geben wir Koordinaten ins Garmin ein um uns wieder einzunorden.
Dead Tree Island erreichen wir mit trockenen Reifen. Die Landschaft mit den abgestorbenen Bäumen ist sehr bizarr. Alles ist staubtrocken.
Teil 2319. Jan. 2016
Am Dead Tree Pool sind viele Letschwes.
Im Pool sehen wir einige Hipponasen und –ohren.
Einer tut mir irgendwann den gefallen zumindest verhalten zu Gähnen. 😁
Am Nachmittag kommen wir in Xakanaxa an. Unsere Campsite No 4 wird von einer Horde Baboons belagert. Da wir morgens in 3rd Bridge gesehen haben, wie mühelos diese Biester die Zelte der Nachbarn geöffnet hatten, ist uns etwas mulmig. Neben der Campsite steht ein alter Ablution Block. Die Türen hängen in den Angeln und der Raum ist voll mit kaputten Flaschen – der Partyraum der Baboons? 😈 😈 😈 Wir versuchen den Platz zu tauschen, geht aber nicht. Als wir zu No 4 zurückkommen, sind die Affen verschwunden und wir bauen uns dort auf, Steinschleuder und Munition griffbereit. Mit einem Baum als Ziel üben wir auch ein wenig. 😈 Dann kommen die „Purzels“ mit Sohn und Schwiegertochter an. Wie wir, bleiben sie auch 2 Nächte und haben neben uns die No 5. Wir begrüßen uns herzlich und tauschen einige Erlebnisse aus.
Hinter No 5 ist ein neuer Ablution Block, der noch nach Farbe riecht aber tiptop sauber ist. Abends gehen Norbert und ich noch ans Nachbarfeuer. Wir quatschen noch eine ganze Weile (mit ein bisschen viel Rotwein). Es ist wirklich ein schöner Abend und wir verabreden uns für morgen für eine Bootsfahrt auf der Lagune. Die Baboons bleiben verschwunden!
Gruß aus dem verschneiten Hamburg, Mischa
Teil 2425. Jan. 2016
16.11. Wir frühstücken wieder kurz nach Sonnenaufgang.
Nach dem 3. Kaffee aus der mitgebrachten Espressokanne werfen wir einen Blick auf die Karte und entscheiden uns zunächst den Paradise Pool anzusteuern. Dort gibt es aber wenig zu sehen. So fahren wir Richtung 4th Bridge um dann eine Rundfahrt über die Xhoro Road zu den Audi Pools und zurück über die Letchwe Flats zu unternehmen. Gleich am Anfang der Xhoro Road stehen zwei Elefanten dicht am Weg.
Sie machen keine Anstalten sich zurückzuziehen. Ich traue mich nicht näher heran – dann fahren wir den Kreis eben andersrum. 🤪 😁 Auf der ganzen Strecke sehen wir immer wieder Elefanten. Mal auf ausgetrockneter Landschaft und mal versteckt zwischen grünen Bäumen.
Teil 2525. Jan. 2016
Mittags sind wir wieder im Camp und verkriechen uns in den Schatten. Wir können für 16:00 Uhr eine 2stündige Bootsfahrt buchen. Der Weg zum Steg ist kurz und so gehen die „Purzels“ und wir, bewaffnet mit Hut und Kamera, zu Fuß dorthin. Wir tuckern an einer Lodge vorbei
und kommen dann auf „offene See“.
Wir hatten nicht geahnt wie groß die Wasserflächen sind, die wir jetzt sehen können. Unser Bootsführer hat offensichtlich Spaß an seinem Job.
Er dreht zwischendurch immer mal wieder auf, wir fliegen übers Wasser und genießen den Fahrtwind. Wieder sehnen wir ein paar Hipponasen und –ohren und am Ufer einen Elefanten. Ich versuche ein paar Bilder von den vielen Vögeln zu machen. Die meisten sind leider unscharf und/oder verwackelt.
Es ist dennoch eine sehr schöne, stimmungsvolle Tour.
Nach 2 Stunden sind wir wieder im Camp. Nach dem Essen sitzen wir noch lange (ich noch länger) am Feuer um endlich etwas mehr von dem Holz zu verbrennen, dass wir seit Tagen immer wieder aus- und einpacken.
Gruß, Mischa
Teil 2625. Jan. 2016
17.11. Nachts hat es heftig gestürmt, gedonnert und geblitzt und ich hatte ein wenig Angst um unsere Markise, ist aber nix passiert. Heute ist der Himmel bewölkt, es nieselt und es ist deutlich kühler geworden. Wir verabschieden uns herzlich von den „Purzels“, die nach Maun und dann weiter zu Tiaan´s Camp wollen. Unser heutiges Ziel ist North Gate. Obwohl auf der Karte als Sackgasse eingezeichnet, nehmen wir zunächst die „Old Road“. Vorbei an den Paradise Pools – wieder nix – durchfahren wir eine buschige Landschaft. Der Regen wird jetzt stärker und die Pfützen tiefer. Wieder sehen wir Elefanten.
Schließlich endet der Weg. Die Karte hatte also recht! 😗 Wir drehen um und sind froh, dass es inzwischen aufgehört hat zu regnen, so können die Pfützen nicht mehr tiefer werden. Wenn man sich hier festfährt, kann man vermutlich SEHR lange auf Hilfe warten. Wir treffen noch ein paar pudelnasse Impalas
bevor wir sicher und erleichtert wieder auf den Hauptweg kommen. An den Dombo Hippo Pools:
Kurz vor North Gate können wir noch einen Hilux rausschleppen, der sich im Matsch festgefahren hatte. Im Camp sind alle sehr freundlich. Uns wird sogar ein Laundry Service angeboten, den ich blöderweise vorschnell ablehne. Unser Platz No 10 liegt sehr schön mit Blick auf eine Ebene.
Wir haben uns kaum häuslich eingerichtet, als wir das Gebrüll eines Löwen hören. Dann läuft eine Herde Impalas an unserer Campsite vorbei und kurz darauf ein einzelnes Hippo. Das Löwengebrüll hört nicht auf. Der Löwe scheint wirklich nicht weit weg zu sein – die Luft vibriert förmlich. Selbst die Campangestellten sind sehr nervös. Ein paar Fahrzeuge machen sich auf, um den Löwen zu suchen. Der verstummt kurz darauf und wurde auch nicht gesichtet. Das Hippo können wir noch eine Weile beobachten und noch viel länger hören – ich liebe dieses Geräusch! 🤩 Nach dem Essen sitzen wir entspannt in unseren Stühlen vor dem Feuer. Plötzlich kommt eine recht große Hyäne direkt über unsere Campsite gelaufen – zwischen uns und dem Feuer durch. 😈 Zum Glück hatten wir schon alle Essensreste weggeräumt und das Biest behelligt uns nicht wieder. Ich brauche dennoch einiges an „rotem Mutsaft“ bis ich ins Zelt krabbeln und schlafen kann 😊 – Das Hippo ist noch lange zu hören…
Gruß, Mischa
Teil 2726. Jan. 2016
18.11. Am Gate fragen wir nach dem besten Weg nach Savuti. Von der Marsh Road wird uns dringend abgeraten, da es ja jetzt mehrfach geregnet hat. Also die Sand Road! In Khwai kaufen wir uns ein frisches Brot – sehr weiß und sehr weich, außerdem süß, wie wir später feststellen. 🤢 Unterwegs sehen wir kaum Tiere, nur ein paar neugierige Giraffen.
Die Sand Road hat es in sich: tiefer Sand und darunter immer wieder diese blöden, unegalen Buckel. 😈
Wir sind nach 110 km in Savuti einigermaßen geschafft. Wir sind von Maun bis hierher knapp 500 km gefahren, der 1. Tank läuft auf Reserve also schalten wir auf den 2. Tank um. Savuti ist größer als alle anderen Camps bisher. Am Gate werden wir vor Warzenschweinen gewarnt, aber es gibt anscheinend keine Baboons! Der Ablution Block ist zu einer Festung gegen die Elefanten ausgebaut. Umschlossen von einer hohen, dicken Betonmauer mit einem extrem schmalen Eingang.
Wir fahren zu unserer Campsite No 3, im äußeren Ring, direkt am Savuti Chanel – der aber – große Enttäuschung – ausgetrocknet ist. 🙁 😮 🙁 Es sieht auch nicht so aus, als ob es hier in den letzten Tagen geregnet hätte.
Gegen 16:00 Uhr fahren wir noch mal los, wir haben heute einfach zu wenige Tiere gesehen! Baobab Gallery ist unser Ziel. Unsere ersten Baobabs auf dieser Reise!
Auf dem Weg hin und zurück sehen wir ein paar Vögel im ausgetrockneten Flussbett
und in einer Pfütze eine Schlange.
Und dann endlich doch noch ein paar Wasser suchende Elefanten
Der Shop hier in Savuti, auf den wir uns verlassen hatten (Wasser und evtl. Bier) ist „bis auf weiteres“ geschlossen. 😐 Vielleicht müssen wir daher unseren Reiseplan abändern. Wir beschließen aber zunächst die 2. Übernachtung hier beizubehalten um uns dann in Linianti zu entscheiden.
Gruß, Mischa
Teil 2826. Jan. 2016
19.11. Nach dem Frühstück machen wir uns auf die Gegend rund um Savuti zu erkunden. Unser erstes Ziel sind die Bushman Paintings. Wir parken neben einem großen Baobab.
Obwohl wir dort eine ganze Weile rumkraxeln, können wir nichts entdecken. Aber die Aussicht ist schön!
Dann erkunden wir die Gegend südlich von Savuti. Wir fahren kreuz und quer durch das trockene Flussbett.
Wir sehen Gnus, Zebras, Leierantilopen und eine Gruppe Elefanten, dicht zusammengedrängt unter einem Baum.
Dann fahren wir zurück ins Camp. Es ist inzwischen wieder sehr heiß geworden.
Teil 2926. Jan. 2016
Die nächsten Stunden verbringen wir mit Lesen, Schreiben und möglichst wenig körperlichen Aktivitäten. 😗 😗 😗 Am späten Nachmittag raffen wir uns wieder auf und fahren zu einer großen Ebene südlich der Bushman Painting Hills. Hier gibt es noch vereinzelte, kleine Wasserstellen. Wir halten unter einem schattenspendenden Baum und warten einfach ab.
Nach kurzer Zeit kommen sie:
Zielstrebig laufen sie auf die Wasserstellen zu. Unmutig scharren sie mit Rüssel und Vorderbeinen im Boden der fast ausgetrockneten Löcher.
Unschlüssig stehen sie herum, einige tröten, für uns klingen sie ziemlich verärgert.
Nach einer Weile verlassen sie die Ebene in kleineren Gruppen. Wir hoffen, dass sie woanders noch genug Wasser finden und fahren zurück zum Camp.
Langsam ballen sich immer mehr dunkle Wolken zusammen.
Plötzlich läuft noch ein Elefant friedlich an unserem Camp vorbei.
Der Wind nimmt zu, es fängt an etwas zu tröpfeln und dann zucken stundenlang Blitze über den Himmel. Wir glauben, dass das Unwetter irgendwo nördlich von uns tobt. In die Richtung wollen wir morgen fahren, nach Linianti. 😐
Gruß, Mischa
Teil 3028. Jan. 2016
20.11. Heute ist es angenehm kühl und noch immer etwas bewölkt. Der Shop ist plötzlich geöffnet und wir kaufen Wasser und ein paar Dosen, die wir für Bier halten. Lebensmittel haben sie nicht im Angebot. Die Strecke nach Linianti ist mühsam, da z.T. wieder sehr tiefsandig. Das Auto muss sich wirklich durchwühlen. Am Wegesrand sind Elefanten
Gegen Mittag erreichen wir das Camp. Wir werden von einem sehr freundlichen Ranger begrüßt. Der schickt uns erst mal zum 5 km entfernt liegenden Gate, zur Anmeldung. Wir sind offenbar durch den Hintereingang ins Camp gekommen. 😉 Unsere Campsite No 2 liegt direkt am Fluss, mit schönem Ausblick.
Wir vertrödeln ein paar Stunden uns machen uns dann auf den 7 km langen Gamedrive. Mehr gibt es hier leider nicht, da rund herum vieles privat ist. Ein Waran kreuzt unseren Weg
und noch einer
An einem Wasserloch sind einige Marabus und Pelikane
Und eine Etage höher ein Schreiseeadler
Wir beschließen die 2. Nacht in Linianti zu streichen. Sehr viel mehr als den 7 km Drive gibt es hier nicht. Schade, denn der Platz selbst gefällt uns sehr. Abends ist das Kochen etwas mühsam, da der Wind wieder zugenommen hat und Gasflamme und Feuer seitlich wegbläst. Die Dosen, die wir in Savuti gekauft haben, enthalten leider kein Bier, sondern eklig süßen Cidre – blöder Fehler! 🤢 🤢 🤢 Wir sitzen auch nicht mehr lange draußen, weil es anfängt zu regnen. Die Markise haben wir, wegen des Windes, lieber eingerollt. Gruß, Mischa
Teil 3108. Feb. 2016
20.11. Heute ist es angenehm kühl und noch immer etwas bewölkt. Der Shop ist plötzlich geöffnet und wir kaufen Wasser und ein paar Dosen, die wir für Bier halten. Lebensmittel haben sie nicht im Angebot. Die Strecke nach Linianti ist mühsam, da z.T. wieder sehr tiefsandig. Das Auto muss sich wirklich durchwühlen. Am Wegesrand sind Elefanten
Gegen Mittag erreichen wir das Camp. Wir werden von einem sehr freundlichen Ranger begrüßt. Der schickt uns erstmal zum 5 km entfernt liegenden Gate, zur Anmeldung. Wir sind offenbar durch den Hintereingang ins Camp gekommen. Unsere Campsite No 2 liegt direkt am Fluss, mit schönem Ausblick.
Wir vertrödeln ein paar Stunden uns machen uns dann auf den 7 km langen Gamedrive. Mehr gibt es hier leider nicht, da rund herum vieles privat ist. Ein Waran kreuzt unseren Weg
Und noch einer
An einem Wasserloch sind einige Marabus und Pelikane
Und eine Etage höher ein Schreiseeadler
Wir beschließen die 2. Nacht in Linianti zu streichen. Sehr viel mehr als den 7 km Drive gibt es hier nicht. Schade, denn der Platz selbst gefällt uns sehr. Abends ist das Kochen etwas mühsam, da der Wind wieder zugenommen hat und Gasflamme und Feuer seitlich wegbläst. Die Dosen, die wir in Savuti gekauft haben, enthalten leider kein Bier, sondern eklig süßen Cidre – blöder Fehler! 🤢 🤢 🤢 Wir sitzen auch nicht mehr lange draußen, weil es anfängt zu regnen. Die Markise haben wir, wegen des Windes, lieber eingerollt.
Teil 3208. Feb. 2016
21.11. Heute scheint nicht mein Tag zu sein. Die Kontaktlinsen machen Probleme und ich muss auf die dicke Brille umsteigen. 🙁 😈 🙁 Als ich Kaffee kochen will, schlagen plötzlich Flammen aus dem hinteren Teil des Gaskochers. Schnell den Hahn an der Gasflasche wieder zugedreht und dann halt ohne Kaffee losfahren… 😠 😠 😠 Wir wollen nach Kasane, um unsere knapp gewordenen Vorräte aufzustocken. Die Planung – 10 Tage ohne Einkaufsmöglichkeit – war wohl doch etwas zu ambitioniert. Wir haben uns aus den Reiseführern die Chobe Safari Lodge ausgeguckt. Sie liegt sehr praktisch am Ortseingang, mit Tankstelle und Supermarkt nebenan. Wir bekommen einen schattigen Platz, der sogar einen kleinen Ausblick auf den Chobe hat.
Norbert versucht ein wenig zu schlafen. Leider müssen wir die Autotüren geschlossen halten, weil neben Warzenschweinen, auch Baboons und Monkeys herumtollen. 😈 Ich verbringe den Nachmittag lieber auf der Terrasse direkt am Bootssteg.
Nach dem Sundowner
essen wir im Restaurant. Es ist edel gedeckt, mit weißen Stofftischdecken und –servietten.
Das Publikum ist gemischt. Viele Gäste aus der Lodge, aber auch einige vom Campingplatz. Es gibt ein großes Buffet. die Vorspeisen sind sehr lecker, die Hauptgerichte nicht so. Schon sehr nett mal nicht selbst grillen oder Kochen zu müssen. Während des Essens bekommen wir eine Tanz- und Gesangseinlage des Personals geboten. Kugelrund krabbeln wir in unser Zelt. Da es immer noch sehr warm und stickig ist, lassen wir die Autotüren offen. Wir beschließen einfach, dass das Viechzeug jetzt auch schläft. 😗
Gruß, Mischa
Teil 3308. Feb. 2016
22.11. Die Mücken haben nicht geschlafen und mein persönlicher Mückenschutz – Norbert – hat entsprechend schlecht geschlafen. Nachts hat es angefangen zu Regnen und es ist deutlich kühler geworden. Im Nieselregen frühstücken wir unter unserer Markise und packen dann das Auto zusammen. Bis zum Gate sind es nur wenige Kilometer.
Die Herren im Office sind etwas verwirrt. Laut unseren Buchungen sind wir doch noch im Park, wieso wollen wir jetzt rein??? Kopfschüttelnd öffnet uns dann einer der Schlagbaum. Im Park nehmen wir jeden Loop mit, der am Chobe vorbeiführt. Von der Einbahnstrassenregelung bekommen wir nichts mit, wir treffen auch auf keine anderen Fahrzeuge. Es nieselt und es ist kühl, für uns absolut ungewohnt!
Wir sehen einige Hippos an Land – es ist ja jetzt auch hier nass.
Ein Büffel, der offenbar im Schlamm feststeckt:
Ein Krokodil:
Und viele Vögel:
Teil 3408. Feb. 2016
eine Luxusherberge:
pudelnasse Impalas:
und endlich ein gähnendes Hippo:
Am frühen Nachmittag kommen wir in Ihaha an.
Unser Platz No 10 liegt ganz am Rand. Wir haben einen tollen Ausblick auf den Chobe in dem, direkt vor uns, ein Hippo wohnt. Drüben in Namibia beobachten wir einen Fischer mit seinem Mokoro.
Neben Sunday Pan gefällt uns dieser Platz am besten. Die Ablutions (Zustand ok) sind zwar recht weit weg, aber das stört uns nicht. Die Randlage ist uns viel wichtiger. Ein paar Stunden später brechen wir noch mal zu einem Gamedrive auf. Es hat inzwischen zwar aufgehört zu regnen, es ist aber immer noch kühl. Ich hole mir sogar einen Pullover aus der hintersten Ecke. Wir sehen ein paar Paviane:
einige Giraffen:
und die Reste eines Risses:
Schon auf dem Rückweg, sehen wir eine Herde Elefanten auf dem Weg zum Fluss.
Norbert ist kurz ausgestiegen um besser filmen zu können und wird dabei von einem ankommenden Ranger erwischt. Der belässt es zwar bei einer strengen Ermahnung – aber auch die verlangt ein Formular - von dem wir einen rosa Durchschlag erhalten. Das ganze dauert natürlich und inzwischen sind die Elefanten weg.
Zurück auf der Campsite bereiten wir das Essen vor. Plötzlich, wie aus dem Nichts, tauchen 3 oder 4 große Paviane auf. Wir versuchen unser Essen zu verteidigen. Sie sind sehr hartnäckig und aggressiv. Einer springt auf den geöffneten Klapptisch am Auto und zerstört dabei einen Teil der Aufhängung. Am Ende erwischen sie nur ein Stück altes Brot, aber ich bin doch mächtig aufgewühlt… Nach dem Essen sitzen wir noch eine Weile bei Feuer, Lampen und Kerzen. Es kommt noch eine Fußpatrouille vom Militär vorbei. Seit es hier einige Überfälle auf Camper – von Menschen, vermutlich aus Namibia – gegeben hat, wir hier Wache gehalten. Nach einem freundlichen Gespräch gehen sie weiter. Wir sehen sie aber noch einige Male aus der Entfernung.
Vielleicht schaffe ich heute Abend noch ein Kapitel.. 😉
Gruß, Mischa
Teil 3508. Feb. 2016
23.11. Die Nacht ist ansonsten ruhig geblieben. Ganz früh am Morgen kommt noch eine Patrouille mit dem Auto vorbei. Nach dem Frühstück fahren wir noch einen Abschieds-Loop um Linyanti. Es ist wieder sonnig und warm geworden. Viel sehen wir leider nicht, auch nicht auf dem Weg zum Gate.
Jetzt bringen wir erstmal wieder Luft in die Reifen
Dann kommen 300 öde Kilometer von Kasane bis Nata. Die Straße ist als Autobahn ausgewiesen und über weite Strecken schnurgerade. Für Abwechslung sorgen Elefanten, die an mehreren Stellen die Straße queren.
Am frühen Nachmittag erreichen wir die Nata Lodge. Wir entscheiden uns schnell für ein Chalet (100,- €). Es ist wunderbar, plötzlich sooo viel Platz! Mit einem großen Bett, Freiluftdusche, einer Badewanne im Zimmer, Klimaanlage und einem großen Balkon mit Blick auf Palmen.
Wir sind uns sehr schnell einig, dass wir hier eine 2. Nacht bleiben wollen, Urlaub von der Reise sozusagen. Dafür müssen wir allerdings Kubu Island streichen. Aber nach den Regenfällen ist nicht klar ob wir da überhaupt hinkommen – und dann auch wieder weg. Also ein weiteres Reiseziel, das wir in die Schublade „nächstes Mal“ packen. Nach einem Campari an der Bar essen wir im Restaurant auf der Terrasse. Das Essen ist ok, aber lange nicht so gut wie in Kasane.
Gruß, Mischa
Teil 3618. Feb. 2016
25.11. Nach einem weiteren opulenten Frühstück fahren wir etwa 350 langweilige Kilometer zum Khama Rhino Sanctuary. Am frühen Nachmittag kommen wir dort an. Am Eingang kaufen wir einen Sack Holz und richten uns auf der Campsite häuslich ein. Auf dem Weg dahin treffen wir dieses süße Zebra:
Dieses Mal sind wir viel näher an dem Ablution Block. Dann machen wir uns auf die Suche nach den Rhinos. Achtung, es kommen jetzt wirklich viele Rhinobilder !
Kurz vor unsere Campsite noch ein paar Zebras:
Gruß, Mischa
Teil 3726. Feb. 2016
26.11. Gestern war unser letzter Abend in Botswana. Heute lassen wir uns mit dem Frühstück ein wenig Zeit – irgendwie wollen wir nicht losfahren…. Wir verlassen Khama, es hat uns hier wieder sehr gut gefallen. Der Grenzübertritt nach Süd Afrika ist umständlich aber letztendlich problemlos. Es gibt eine etwas irreführende Prozedur incl. Gesundheitscheck mit einem Ferndiagnosegerät, dass an eine mobile Radarfalle erinnert. Als Zwischenstopp bis Johannesburg haben wir uns das Matamba Bushcamp vorgenommen. Als wir es, nach einiger Sucherei, endlich gefunden haben, stehen wir vor einem verschlossenen Tor. Ein großes Schild gibt uns den Hinweis eine Telefonnummer anzurufen um uns anzumelden. Leider haben wir kein Telefon, das hier in Süd Afrika funktioniert. Hupen nützt auch nichts und so fahren wir weiter in Richtung Johannesburg. Mit Karte und Navi versuchen wir einen anderen Campingplatz zu finden. Wieder nur verschlossene Tore mit Hinweisen auf Telefonnummern. Schon ziemlich genervt finden wir einen Platz in der Nähe von Modimolle. Eine große Anlage, eher ungemütlich, aber wir sind froh irgendetwas gefunden zu haben.
27.11. Nach dem Frühstück räumen wir unseren Wagen auf. Nach ereignisloser Fahrt sind wir schon gegen 11:00 Uhr in Johannesburg. Wir brauchen aber noch gut eine Stunde um den Hof von Bushlore zu finden. Das Navi, dass uns bis dahin perfekt überall hin gebracht hatte, hat sich hier um entscheidende 500 Meter vertan. Die Autorückgabe verläuft problemlos. Die Markise, die uns am letzten Abend noch um die Ohren geflogen und verbogen war, wird nur mit einem Achselzucken quittiert. Wir werden zum Flughafen gebracht und haben dort dann noch viel Zeit. Die verbringen wir größtenteils in einer Lounge. Das kostete zwar Eintritt, aber dafür gibt es freie Getränke, Essen und Internet – und einen Raucherraum. In dem riesigen Flugzeug, dass wieder rappelvoll ist, haben wir Sitze im 1. Stock. Das bedeutet ein wenig mehr Platz. Wenig und schlecht geschlafen haben wir trotzdem.
In den gut 3 Wochen sind wir etwa 5.000 km gefahren. Wir hatten keinen Platten und mussten uns nie freischaufeln. Ärgerlich (und gefährlich!) war die undichte Gasleitung zum Kocher. Die zunehmenden Startprobleme des Wagens kamen durch einen „Sprung“ aus der Fahrspur, als uns jemand entgegen kam. Dabei haben wir uns wohl einen Kriechstrom eingefangen. Insgesamt waren wir aber mit Bushlore zufrieden.
Die Fotos kommen aus einer Lumix FZ 200. Bis auf 2 Ausnahmen habe ich die Bilder nicht weiter bearbeitet – der Zeitaufwand wäre mir viel zu groß gewesen.
Bei einer nächsten Fahrt würden wir:
Uns mehr Zeit für die Wagenübernahme nehmen
Am ersten Tag nur eine kurze Fahrstrecke einplanen – wenn überhaupt
Auf die lange An und Abfahrt von Johannesburg verzichten und lieber in Maun, Windhoek (dann mit KTP) oder Kasane starten. Vielleicht auch gar keinen Kreis fahren, sondern z.B. Windhoek – Kasane.
Mehr Zeit für die Kalahari einplanen
Nicht mehr als 5-6 Tage ohne Versorgungsmöglichkeit planen
Ab und An eine Lodgeübernachtung einbauen
Ein Telefon mitnehmen
Norbert („Nördby“) hat inzwischen seinen Film zu dieser Reise hier eingestellt.
Noch mal herzlichen Dank für die vielen Tipps von Euch. Ohne sie wäre die Liste oben sicherlich viel länger geworden. 😄 😄 😄