Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Graskop960 Beiträge · seit 201310. Mai 2023 · #162
Moin, was bedeutet das eigentlich wirtschaftlich für Namibia. Müsste man sich dort nicht langsam Gedanken machen sich von der Währungsunion loszusagen oder ist das aus Gründen nicht möglich? Gruß Silvio
PS Oder findet man den Werteverfall gar nicht so schlimm weil es dadurch für die Einnahmequelle Tourist preiswerter wird?
Müsste man sich dort nicht langsam Gedanken machen sich von der Währungsunion loszusagen oder ist das aus Gründen nicht möglich?
Dazu wird sich seit Jahren Gedanken gemacht und die Zentralbank sagt, dass es schwere negative Folgen für Namibia haben wird. Man hat sich ja jetzt schon theoretisch etwas losgesagt, in dem man den Leitzins hier nicht auf das Niveau von Südafrika angehoben hat.
Viele Grüße Christian
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Graskop schrieb:Müsste man sich dort nicht langsam Gedanken machen sich von der Währungsunion loszusagen oder ist das aus Gründen nicht möglich?
Vom Wertefall könnte man sich grundsätzlich nur abkoppeln, wenn es in Namibia wirtschaftlich gravierend besser als in Südafrika. Das wäre in diesem Jahr wohl der Fall (2,8% prognostiziertes Wachstum laut IWF vs. 0,1% in Südafrika), aber langfristig? Zudem ist Südafrika mit riesigem Abstand Haupthandelspartner. Wenn sich die Währungen beider Länder stark auseinander entwickeln würden, bekäme man entweder bei Importen oder Exporten vom wichtigsten Handelspartner große Probleme.
Unabhängig davon, wie es wirtschaftlich gerade läuft, ist Namibia eine winzige Volkswirtschaft. Wenn solche Volkswirtschaften frei konvertierbare, ungebundene Währungen haben, dann sind diese meist extrem volatil und das wäre eine große Belastung für die Wirtschaft. Das will man also nicht.
Statt sich 1:1 an den Rand zu koppeln, könnte sich Namibia aber entscheiden, den Namibia-Dollar an eine andere Währung oder einen Währungs-Korb zu koppeln. So macht Botswana es auch. Der Pula ist an einen Währungskorb aus Rand und IWF-Sonderziehungsrechten gebunden. Man kann über 5 Jahre sehr schön sehen, wie der Pula die Bewegungen des Rand zwar nachvollzieht, Ausschläge aber dadurch stark gedämpft werden, dass er nicht 1:1 an den Rand gebunden ist. Mir fehlt aber das Wissen, um beurteilen zu können, ob das für Namibia unter dem Strich wirklich die bessere Lösung wäre.
Dieser Wertverfall wird offenbar vom amerikanischen Deep State betrieben weil Ramaphosa dem Senilen in Washington nicht gehorcht wegen Rußland und China. Es läuft ab wie in Zimbabwe seinerzeit, und man versucht durch eine wirtschaftliche Verarmung einen Putsch herbei zu führen. Oder es kommt möglicherweise wie in anderen ungehorsamen afrikanischen Staaten, wo Präsidenten offenbar unerwartet verstorben worden sind, wie u.a. der tanzanische Präsident Magufuli nachdem er die Absurdität des PCR Tests öffentlich verkündet hatte. Oder vorher Ghaddafi weil er aus dem Dollar wagte aussteigen zu wollen. Dann wird mal eben eine Revolution organisiert. Die gegenwärtigen Laufzeiten von Swift-Zahlungen und deren Verzögerungen bis 4 Wochen und länger sind eindeutiger Hinweis daß etwas nicht stimmt und Manipulationen sich vermuten lassen.
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pollux1'677 Beiträge · seit 200712. Mai 2023 · #167
"... und Manipulationen sich vermuten lassen. "
Ja, der amerikanische Hegemon schlägt gerade wild um sich gegen jeden, der sich seinen Positionen und Anmaßungen widersetzt. Ich glaube aber, dass das für die USA und auch die europäischen Vasallen nicht gut ausgehen wird.
Südliches Afrika seit 1992: 49 Reisen, 1.369 Tage, 174.380 km, 493 Vogelarten
RD03joe212 Beiträge · seit 201914. Mai 2023 · #171
Ich weiß ja nicht, ob die Amerikaner überhaupt wissen, wo Südafrika liegt. 😄
Der Rand wird oft schwächer, wenn die Bodenschätze am Weltmarkt billiger werden bzw. die Nachfrage danach geringer ist, weil die Weltwirtschaft schlechter läuft.
Die katastrophale Wirtschaftspolitik und Sicherheitslage tut ein übriges Investoren zu verschrecken, internationales Geld fließt ab, der Rand wird schwächer. Die häufigen Stromausfälle zB durch jahrelange Mißwirtschaft bei Eskom schwächen die Wirtschaft zusätzlich. Man investiert doch zB lieber in eine Minengesellschaft in einem anderen Land, die nicht ständig wegen Stromausfällen die Arbeit einstellen muß. Züge, die Erz- und Kohle transportieren, fahren nicht mehr regelmäßig da durch Kupferdiebstähle die Signale nicht funktionieren. Die Polizei ist uneffektiv bei dem Problem. Die Lokomotiven sind veraltet und häufig kaputt. Die Minen weichen deshalb auf viel teurere LKW Transporte aus, die aber die Mengen nicht schaffen. usw usw Südafrika wird heruntergehabeckt und das schwächt den Rand.
Botswana dagegen hat eine wirtschaftspolitisch viel klüger agierende Regierung, eine höhere Sicherheit im Land und ein höheres und leicht ansteigendes Pro Kopf Bruttoinlandsprodukt (Südafrika stagniert seit 2007).
Für Investitionen kann man bei dem Kurs wirklich Schnäppchen machen (Eigenerfahrung). Für die Wirtschaft und Inflationsrate bei Importwaren ist das eine Katastrophe!
HAHans-Wolf272 Beiträge · seit 201915. Mai 2023 · #173
Für die Wirtschaft und Inflationsrate bei Importwaren ist das eine Katastrophe!
Nicht zwangsläufig. Für die exportorientierten Wirtschaftszweige, immerhin etwa 30% des BIP, ist das ein unverhoffter warmer Regen.
Wenn ich vor einigen Jahren in Namibia oder Südafrika investiert habe, so entstehen in der Dachgesellschaft in Euopa oder USA erhebliche zusätzliche Abschreibungen durch den Wertverlust, der buchmäßig durch den Umrechnungskurs entsteht. Viele notwendige Ersatzteile werden sehr teuer. Ich erinnere nur an das Drama um die Druckmaschinenen zur Erstellung von ID oder Führerscheinen. Die möglichen weiteren Schäden für die Wirtschaft im Lande sind sehr groß. Aber bei der Politik ist keine wirkliche Einsicht erkennbar. Wobei sich Namibia da besser anstellt als Südafrika. Es ist etwas wie in Zeitlupe aber dort passiert der gleiche Niedergang wie in Zimbabwe davor in Echtzeit passiert ist. Dabei werden die Geldsäcke der Machthaber voller und voller. Wenn gestritten wird, dann meist darüber, wer wie viel vom Kuchen abbekommt. Die eigentlichen Probleme des Landes werden kaum gelöst und gleichzeitig erfolgt ein Ausverkauf der Werte und Bodenschätze an China.
Nachdenkliche Grüße jaw
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)
Statt zu investieren kauft man in D lieber namibisches Lithium in China. Klöckner & Co haben ja bereits vor Jahren alle Aktivitäten in NAM eingestellt.
Aber es ist den Deutschen immer lieber die Moralischen zu mimen. Kaufen kein Öl beim Russen direkt, aber russisches Öl überteuert über China und Indien...
GinaChris4'984 Beiträge · seit 201625. Mai 2023 · #176
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Graskop960 Beiträge · seit 201320. Juni 2023 · #178
Der Rand und damit auch der Namibia Dollar sind erstmals wieder auf dem Weg zu 19:1 zum Euro...
Viele Grüße Christian
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Swakop521'223 Beiträge · seit 201030. Sept. 2024 · #180
Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer, der Rand schwankt um ca. 5% bereits die vergangenen zwei Jahre.
Das Jahr 2023 war ein in der Tat besonders lukratives Jahr zum Immobilienerwerb in NAM, da gab es mehr als 20 Rand auf die Eurone.
Wer mit Lebensversicherungen 95% Wertverlust des ZAR seit Mitte der 70iger Jahre erlebt hat, den erschüttert nichts mehr. Tolle Lebensleistung. Wofür man sich Mitte der 1970er in bester Lage in Windhoek zwei Häuser kaufen konnte, bekommt man heute höchstens einen Mittelklassewagen, gebraucht, als Ausschüttung. Krass dargestellt, aber wahr. Denn 1975 bekam man ca. DM 8,00 für 1 (einen!) Rand! Und die Comrades haben der Währung noch den Restkick gegeben.
Grüße H.
*Wer einen Fehler begeht und ihn nicht korrigiert, begeht einen zweiten! (Konfuzius)