PApaulinchenThemenstarter475 Beiträge · seit 201201. Dez. 2015 · #1
Hallo zusammen,
ich habe noch ein paar Fragen zu unserer Reise im Dezember. Bei einigen Zielen sind wir uns noch etwas unschlüssig, deshalb wäre es schön, wenn ihr uns etwas Entscheidungshilfe geben könntet.
Wir werden in jedem Fall zum Luangwa NP fahren. Leider ist auch unsere Zeit begrenzt, deshalb stellt sich die 'entweder / oder' - Frage zu einigen Zielen:
1. Lohnt der Kafue NP auf einer Sambia-Erstreise? Wenn ja, welcher Ort/Orte dort wären denn im Dezember zu empfehlen? 2. Kasanka: lohnt es sich, wegen der Flughunde dorthin zu reisen? Die Jahreszeit würde passen. War jemand dort und kann es empfehlen und/oder Tips geben? Der Park liegt für uns eigentlich etwas zu weit nördlich. Von dort zum Luangwa wieder südlich geht ja nicht einfach so über eine Asphaltstrecke, sondern Pisten, die zu der Jahreszeit nicht unbedingt sicher sind. 3. Der Lower Zambesi NP liest sich sehr interessant, aber er erinnert mich etwas an den Tuli-Block. Sehr schön im Park, aber für Camper keine Übernachtungen, sondern nur außerhalb camps vorhanden. Habt ihr Tips für schöne camps am Rande des NP, von wo aus man schöne Touren in den Park machen kann?
Ich bin für jeden Tip dankbar, wer noch gute Ideen hat, bitte her damit. 😎
Hi Paulinchen... Da will ich doch mal gleich schnell in die Tasten hauen, damit Ihr meine Infos noch rechtzeitig vor Eurer Reise erhaltet.
Also.... Der Kafue NP lohnt immer. Insbesondere die Kaingu Lodge/Campsite (...das betonte ich hier im Forum ja schon fast gebetsmühlenartig.... 😉 😉 😉 )und die Mayukuyuku Campsite liegen landschaftlich wunderschön...und ausreichend Tiersichtungen dürften dort auch sicher sein. Ferner sind die Nanzhila Plains immer eine Reise wert. Sie liegen im südlichen Teil des Kafue NPs. Generell müsst Ihr Euch über die aktuellen Pistenkonditionen vor Ort erkundigen...gerade in dieser Jahreszeit.
Kasanka NP ist wegen der Flying dogs ein absolutes Muss, wenn man, wie Ihr, zu dieser Jahreszeit dort ist. Ja, das mit der Weiterfahrt von dort Richtung South Luangwa NP ist dann so eine Sache... Ob zu dieser Jahreszeit die 05 Road befahrbar sein wird, da hätte ich so meine Zweifel. Auch die Fahrt über Mutinondo weiter durch den North Luangwa NP (Buffalo Camp) über den Luangwa in den Luambe NP und weiter durch den Nsefu Sector des South Luangwa NPs zu den Restcamps am Main Entrance Gate des SLNPs dürfte aufgrund des Wetters nicht durchführbar sein. Somit bliebe nur die Fahrt auf der Great Northern Road bis zum Kasanka NP, dann wieder auf dieser zurück nach Lusaka und dort die Great Eastern Road Richtung Chipata und South Luangwa NP zu nehmen. Fahrt- uns somit zeittechnisch aufwendig.... finde ich.
Ich würde mich da eher für den einen NP oder den anderen NP entscheiden, wobei ich dabei wirklich große Probleme hätte, denn die Flying dogs sind phantastisch, doch den South Luangwa NP, der zu meinem persönlichen Lieblingsnationalpark empor erklommen ist, würde ich nicht auslassen wollen.
Vom Lower Zambesi NP waren in der letzten Zeit die, mit denen ich sprach, enttäuscht. Dies mag wohl meist an der aufwendigen Zufahrt, der eingeschränkten Befahrbarkeit innerhalb des NPs und den nur außerhalb gelegenen Campsites gelegen haben.
Ich an Eurer Stelle würde den Lower Zambesi NP aus dem Programm streichen und lieber ein paar Tage in Livingstone oder surroundings (Kubu Cabin Campsite) bleiben, und somit entspannt u. a. die Rhinos im Mosa oa Tunya Nationalpark besuchen.
Kasanka NP: Ein sehr schöner Park. Allerdings glaube ich, dass es schwierig werden könnte zur Hauptzeit der Flughunde Migration einen Platz zu finden. Hier würde ich mich unbedingt vorher informieren, bevor Ihr die weite Fahrt in den Norden antretet. Ausserdem war das bisher der Park mit den meisten Tsetses auf unseren Reisen. Das mag ja immer jahreszeitlich verschieden sein. Im Kasanka war es nur eben so, dass auch auf den Campsites so viele Tsetses unterwegs waren, dass man nur nach Sonnenuntergang entspannt draussen sitzen konnte.
Lower Zambezi: Auch ein sehr schöner Park und auch wenn man nicht im Park campen kann, lohnt er sich. Wir haben seinerzeit (2009) in der Mvuu Lodge übernachtet. Meines Wissens die am dichtesten zum Parkeingang gelegenen Campsites. Schöner Ausgangspunkt für Tagesausflüge in den Park. Allerdings braucht man ob der recht schlechten Wegstrecke schon knapp 2h bis zum Parkeingang. Man trifft aber natürlich schon vor dem Parkeingang auf Tiere.
Viel Spaß in Sambia und Gruß Carl
Madam und Boss Unterwegs (2014/15)
"Bacon and Eggs - A day's work for a chicken; A lifetime commitment for a pig." (Anon)
"I will go anywhere, provided it be forward" (David Livingston)
Meine Reise in den Kafue NP liegt zwar schon 3,5 Jahre zurück, bleibt mir aber weiter gut in Erinnerung. Womöglich, weil es auch meine damalige Erstreise nach Zambia und sogar Afrika war. Insgesamt 3 Wochen mit'm 4x4 und Dachzelten auf staubigen Pisten. 😉
Zum Kasanka und Lower Zambezi kann ich leider nichts sagen, dazu gab's ja außerdem schon Wortbeiträge.
Wenn du meinen Reiseblog zum Thema Kafue lesen willst, hier ist der Link. Bitte einfach fortlaufend lesen, es sind 3 Seiten. Dort werden außerdem die Unterkünfte etwas besser beschrieben.
Davon abgesehen eine kurze Meinung:
Ja, der Kafue NP ist riesengroß und mehr als abwechslungsreich. Leider bringt es den Umstand mit sich, dass er wesentlich schlechter erschlossen ist, als beispielsweise der South Luangwa NP. Für Newbies und ggf. bei straffer Marschroute würde ich - und damit breche ich eine Lanze - auf den Kafue verzichten und mich lieber auf die besser erreichbaren Parks stürzen. Insgesamt hatten wir einige schöne Tage, doch auch sehr mit katastrophalen (Wellblech-) Pisten und enorm schlechter Infrastruktur zu kämpfen. Ab dem Itzehi-Tezhi-Stausee Richtung Süden waren die Pisten teils so schlecht, dass wir dachten, uns fällt die Achse vom Hilux ab. So mussten wir uns auf einer ausgetrockneten und knochenharten Schlagloch-Schwemmfläche durch meterhohes Schilf im völligen Blindflug kämpfen, nur das GPS hat uns den Weg halbwegs gewiesen. Reifenspuren? Fehlanzeige! Und ich betone: Das war die Haupt-Piste. 😗 Alles in allem schon ein echtes Abenteuer, das wir so später in Zambia nicht mehr sahen.
So, das waren nun einige Horror-Geschichten. Gleichzeitig begegneten uns im Kafue aber auch unsere ersten Elefanten und Antilopen, viele Vögel und wenige Hippos. Insgesamt empfanden wir die Tierwelt als eher "knapp bestückt". Besonders, im direkten Vergleich mit dem South Luangwa NP. Am Itezhi-Tezhi-Stausee wurden wir dann noch von einer ganzen Armada Klippschliefern "überfallen", das war schon cool. Unzählige schöne Bilder sind dort entstanden, nicht zuletzt bei Sonnenuntergang. Auch die einsamen und ruhigen Momente auf der tollen Campsite der Mukambi Safari Lodge ganz in der Nähe der M9 (Hauptstraße Lusaka - Mongu) waren einfach ganz fabelhaft, die Sonnenuntergänge unbeschreiblich. Die Busanga Plains haben wir nicht kennegelernt, da wäre die Anfahrt noch länger gewesen. Aber sicherlich als Zambia-Wiederkehrer eine Reise wert.
So, viel geredet. Ich hoffe trotzdem, es hilft euch. Ich fand' Zambia toll, von vorne bis hinten (außer die Verkehrspolizei rund um Lusaka, aufpassen!!!). Und ich beneide euch schon ein wenig, das gebe ich zu. Falls euch der Blog auch noch weiterbringt, gerne weitersagen. 🙂
Ab dem Itzehi-Tezhi-Stausee Richtung Süden waren die Pisten teils so schlecht, dass wir dachten, uns fällt die Achse vom Hilux ab. So mussten wir uns auf einer ausgetrockneten und knochenharten Schlagloch-Schwemmfläche durch meterhohes Schilf im völligen Blindflug kämpfen, nur das GPS hat uns den Weg halbwegs gewiesen. Reifenspuren? Fehlanzeige! Und ich betone: Das war die Haupt-Piste.
Also sorry, da warst Du nicht auf der Cordon road gen Süden, sondern sicher auf der River-Piste.
Cordon Road 2012
LG Christa
www.botswanadreams.de
"Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach."
Ernest Hemingway
Die Cordon Road sagt mir nichts, nach River-Piste klingt meine Reiseerinnerung dann doch mehr. Lag der Fehler etwa beim Reisenden? 😉
Ich glaube, ich ahn' da etwas. Schaue mir gerade noch mal die Faltkarte von Ilona Hupe an. Die Cordon Road ist doch lt. Google sicherlich die D769 und führt schnurgerade süd-westlich, richtig? Wir haben anstatt dessen die unnumerierte Piste genommen, die geschwungen nach Süden führt und beim Ndumdumwenze Gate mündet. Und genau das ist wahrscheinlich die River-Piste!? 😐
EDIT: Ich seh' schon den Fehler, wenn ich mir Google Earth etwas genauer betrachte und der Route folge, die wir genommen haben. Wir sind ja unzählige km im ausgetrockneten Flussbett des Nanzhila gefahren. Na das erklärt so einiges.
wir waren im Okt/Nov 2014 in Sambia und Malawi und können vom North Luangwa NP zu der Jahreszeit nur abraten. Wir waren über Lusaka in den Kasanka NP gefahren - Mitte Okt also eher noch etwas früh für die Flughunde - aber es war schon beeindruckend. Gemäß dem Ranger den wir kennengelernt hatten waren es "erst" so ca. 1 Mio Flughunde 😗 , aber wir waren schon hin und weg. Wie muß es erst sein wenn sich abends 'zig Millionen Flughunde aufmachen zur Futtersuche. Also auf jeden Fall empfehlenswert.
Vom Kasanka sind wir damals weiter zu Kapisha Hot Springs - auch sehr nett um ein zwei Tage aus zu spannen und dann sollte die Route über den North Luangwa NP in den Luambe NP und dann weiter in den South Luangwa NP gehen. Das war der Plan.... Nachdem es in den zwei Nächten davor aber bereits "etwas" geregnet hatte, war bereits die Anfahrt in den North Lungwa "prickelnd" 🤢 Das Problem ist, dass es dort die "black cotton soil" gibt und wenn man da im Matschloch stecken bleibt hat man ein echtes Problem. Naja, in den North Lunagwa sind wir noch einigermaßen mit kleinen Adrenalinstößen gekommen, aber leider hat es Nachts wieder geregnet und die Jungs im Camp meinten die Piste zum Luambe NP wird "schwierig". Nachdem wir kein Satellitentelefon dabei hatten und uns berichtet wurde, dass auch das letzte Auto vor gut einer Woche vorbei gekommen ist und das Camp Ende Nov. sowieso geschlossen wird, hatten wir entschieden vom NL raus nach Lundazi zu fahren und über die Teerpad nach Chipata und South Luangwa zu fahren. Ich kann nur sagen, diese ca. 160 km nach Lundazi bereiten uns heute noch Gänsehaut wenn wir daran denken. Die Piste war mit recht großen Matschpfützen gespickt und es ist der Wahnsinn wenn ein 4x4 auf keinerlei Steuerung mehr reagiert, weil er wenn er noch überhaupt fährt und nicht durchdreht einfach wie auf Schmierseife macht was es will . Wir hatten auf jeden Fall 3 Kreuze gemacht als wir die Strecke hinter uns hatten 🙄 :unsere: und die Teerpad wieder erreicht haben.
Also auf jeden Fall zu der Jahreszeit mit den Locals sprechen wie die Pistenverhältnisse sind und dann entscheiden.
Den Lower Zambezi kennen wir leider nicht. Wir waren auf der anderen Seite im Mana Pools NP und der hat uns sehr gut gefallen.
Viele Grüße und viel Spaß in Sambia - wir sind nächstes Jahr wieder dort 🤩
PApaulinchenThemenstarter475 Beiträge · seit 201202. Dez. 2015 · #8
Hallo zusammen,
Ganz lieben Dank für eure schnellen Tips, ja wir freuen uns schon sehr, insgesamt haben wir 4 1/2 Wochen Zeit und aufgrund des Wetterrisikos zu der Zeit fast nichts reserviert und insgesamt 4 Länder als Plan B im Visier. Aber Sambia ist eigentlich das Hauptziel diesmal... 😉 @Alm Danke für deine schnelle Zusammenfassung, das hilft... Lower Sambesi fällt dann wahrscheinlich hinten rüber, Kasanka halte ich mir mal warm, das hört sich einfach gut an und die Jahreszeit passt ideal... South Luangwa ist ein MUSS, Kafue wenn möglich auch, zumindest für einen kurzen ersten trip.
und der tip mit dem relaxen um Livingstone herum hört sich gut an, vor allem, weil wir von Jo-burg ziemlich direkt über Maun und Savuti dorthin fahren und es der erste stop in Sambia sein soll.
PApaulinchenThemenstarter475 Beiträge · seit 201202. Dez. 2015 · #9
Hallo Carl,
danke für deine tips, ja wir werden uns vor Ort erkundigen, bevor wir nach Kasanka fahren sollten. Lower Zambezi wird wohl eher eine Spontanentscheidung vor Ort, je nach Zeitfenster..
PApaulinchenThemenstarter475 Beiträge · seit 201202. Dez. 2015 · #10
Hi Lohengrin,
danke für deine ausführliche Antwort, deinen blog habe ich überflogen und werde ihn mir bis zum Wochenende durchlesen, vielen Dank. 😎 Kafue bleibt mal auf dem Schirm und wir entscheiden vor Ort, je nach Zeit, Lust und Wetter. Reizen würde der NP mich schon, zumindest einen kleinen Teil zu erkunden....
nochmal vielen dank, wenn ich deinen blog gelesen habe, bekommst du noch ein Feedback
PApaulinchenThemenstarter475 Beiträge · seit 201202. Dez. 2015 · #11
Hi,
Danke für deinen Hinweis zu Kasanka, wir werden es wahrscheinlich versuchen.... 🙂 North Luangwa....ja....das hört sich nach Regen nicht so gut an. Wir werden es vor Ort entscheiden, wenn´s zu viel regnet, dann wird die Route angepasst....Schlammschlachten sind nicht so meins, wir hatten da schon sehr üble Sachen auf unseren Reisen...deine Gänsehaut kann ich nachvollziehen....mein Manni kann nicht genug davon bekommen... 😄
Muss nochmals kurz anknüpfen... Es besteht die Möglichkeit von der Great North Road über die 05 in den South Luangwa NP zu fahren. Im sambischen Winter "eigentlich" kein Problem, kennen aber trotzdem Leute, die auch im Sommer so ihre Schwierigkeiten damit hatten. Aber auf jeden Fall ist die 05 eine "stabilere" Möglichkeit, um in den SLNP runterzufahren. Ob sie im sambischen Sommer ohne große Anstrengungen befahrbar ist, solltet Ihr vor Ort nachfragen.
Gruß vom Alm
PApaulinchenThemenstarter475 Beiträge · seit 201203. Dez. 2015 · #13
ALM schrieb: Ob sie im sambischen Sommer ohne große Anstrengungen befahrbei ist, solltet Ihr vor Ort nachfragen. Gruß vom Alm
PApaulinchenThemenstarter475 Beiträge · seit 201208. Jan. 2016 · #14
Hallo zusammen,
Leider sind wir seit gestern zurück, es war soooo toll..... 😎 In Kurzfassung sind wir gereist wie folgt: - Start Jo-burg - 2 Tage Savuti - es war unglaublich trocken dort, entsprechend spektakulär die Erlebnisse am Wasserloch - 3 Tage Umgebung Livingstone, so trocken waren die Fälle sicher selten - 4 Tage Kafue, wenig Tiere, aber eine abenteuerliche Strecke von Süd nach Nord - abgesoffen wegen Starkregen in Lusaka und die Tour panisch geändert - 4 Tage Lower Sambesi, den NP haben wir leider nicht erreicht ( mud ), aber die Strecke davor allein ist ja schon toll und unsere camps hatten einfach spektakuläre Ausblicke auf den Sambesi... 😉 ... - 4 Tage South Luangwa, dort ging nicht mehr so viel mit 4x4, aber die Hauptstrecken haben für Tiersichtungen so völlig ausgereicht, dass ich mit nicht vorstellen kann, wie viel besser es werden könnte....tolle Tiersichtungen....
Vielleicht schaffe ich ja doch einmal einen zumindest kurzen Reisebericht....
Aber schon einmal ein großes Danke euch für eure Tips, das war schon eine tolle Reise.
Montango1'667 Beiträge · seit 201108. Jan. 2016 · #15
Hallo Paulinchen,
willkommen zurück. Wäre toll, wenn Du noch einen kurzen Bericht und ein paar Fotos !! einstellen könntest. Wir sind im Mai dort und deshalb natürlich ganz besonders interressiert.
PApaulinchenThemenstarter475 Beiträge · seit 201208. Jan. 2016 · #16
Hi Montango,
Bei der tollen Hilfe, die ich hier bekommen habe, werde ich alles dransetzen, einen Kurzbericht einzustellen. Wahrscheinlich in den nächsten wenigen Tagen, denn noch ist alles frisch und präsent.