Reisebericht gute 2 Wochen Kapstadt nach Port Elizabeth im Okt/Nov 2015
Ich bin selbst nicht mehr ganz so aktiv im Forum.
Trotzdem will ich wieder einen Bericht schreiben. Diesmal ohne viel Tiere (Vögel ausgenommen) aber dafür mit mehr Landschaft.
Unsere Tour führte uns diesmal an einige schon bekannte Orte und auch an neue. In erster Linie sollte Ruhe und Erholung im Vordergrund stehen und ein gesunder Mix aus etwas Luxus, Gourmet Dinners und sehr einsamer Selbstversorgung.
05.11.2015 Flug Frankfurt - Zürich (Lufthansa) und Zürich - Kapstadt (Edelweiss Air) 06.11.2015 Ankunft Kapstadt - Kirstenbosch Botanical Garden - Ikhaya Safari Lodge 07.11.2015 Picknick mit Franzickes auf Vergelegen - Petit Ferme Franschhoek 08.11.2015 Babylonstoren - Glen Carlou . Chamonix - Petit Ferme Franschhoek 09.11.2015 Fahrt nach Prince Albert - Weltevrede Fig Farm Haus Fonteinskop 10.11.2015 Weltevrede Fig Farm Haus Fonteinskop 11.11.2015 Weltevrede Fig Farm Haus Fonteinskop 12.11.2015 über den Swartbergpass nach Wilderness ins Xanadu Guesthouse 13.11.2015 Wanderung Wildeness NP - Dinner mit Franzickes im Serendipity - Xanadu Guesthouse 14.11.2015 Fahrt in die Baviaanskloof - Ceder Tourism / Cob Cottage 15.11.2015 Baviaanskloof - Ceder Tourism / Cob Cottage 16.11.2015 Baviaanskloof - Ceder Tourism / Cob Cottage 17.11.2015 Fahrt nach Tsitsikamma - Storms River Mouth Camp Honeymoon Chalet 18.11.2015 Wanderung - Natures Valley - Storms River Mouth Camp Honeymoon Chalet 19.11.2015 Fahrt nach Jeffreys Bay - Val Paraiso Guesthouse 20.11.2015 Fahrt zum Camp Figtree Nähe Addo NP 21.11.2015 Fahrt in den Addo NP - Camp Figtree 22.11.2015 Fahrt zum Airport Port Elizabeth - Flug über Joburg nach Frankfurt 23.11.2015 Ankunft in Frankfurt
Der endgültige Start des Berichtes wird irgendwann in den nächsten Tagen sein, da noch etwas Bildbearbeitung und Sortierung angesagt ist 😉
Ich freue mich selbst, dass es bald wieder los geht !
Viele Grüße Casimodo
Teil 230. Nov. 2015
05.11.2015 Flug von Frankfurt über Zürich nach Kapstadt
Ein Taxi bringt uns von Seligenstadt zum Flughafen. Um 18:20 eine halbe Stunde Flug nach Zürich mit Lufthansa. Um 22:30 Uhr geht es mit Edelweiss Air weiter. Wir warten die meiste Zeit in einem Bistro, Kerstin holt sich noch Umckaloabo, da sie Halsschmerzen hat.
Der Flieger startet um 22:20 Uhr, ist eng und bis auf den letzten Platz voll. Aber irgendwie geht der Flug rum. Nebenan redet ein alter Mann und seine Frau so laut, dass wir mehrmals wach werden.
06.11.2015 Landung in Kapstadt / Übernahme Mietwagen / Fahrt zur Ikhaya Safari Lodge in Constantia
Gegen 20 vor 11 landet der A330 und wir sind froh, aus der Hasenkiste raus zu kommen. Immigration und Gepäck erledigen, Geld holen und nach kurzem warten bekommen wir unseren Mietwagen. Ein Tiguan oder ähnlich sollte es sein, gebucht über Billiger Mietwagen über Hertz. Es wird ein stattlicher Kia Sportage Automatik mit ca. 30.000 Km, ein optimales Gefährt.
Bei der Landung war es noch bedeckt, jetzt brechen die Wolken auf und wir fahren durch regen Verkehr zu der ca. 20 KM vom Flughafen entfernten Ikhaya Safari Lodge.
Sie liegt in Mitten eines mondänen Wohngebietes im Stadtteil Constantia am Fuße des Tafelberges.
Der erste Eindruck ist klasse.
Das Zimmer ist nett eingerichtet, hat einen kleinen Balkon mit guter Aussicht.
Nach einer Dusche stärkt uns eine Tasse Kaffee und Gebäck.
Da wir fit sind, setzten wir unseren Plan, endlich einmal den Kirstenbosch Botanic Garden anzuschauen, auch um.
Der Haupteingang ist nur ca. 3-4 KM entfernt.
Teil 302. Dez. 2015
06.11.2015 Kirstenbosch Botanical Garden und Dinner im La Colombe
Die Fahrt von Ikhaya zum Kirstenbosch Botanical Garden ist ein Witz. Wir sind trotz des langen Fluges fit und freuen uns, dem ekligen Herbstwetter in Deutschland entflohen zu sein.
Überall blühen die irrsten Pflanzen und das alles vor der Kulisse der schroffen Hänge des Tafelberges.
In die andere Richtung hat man einen weiten Blick über Kapstadt.
Wir entschließen uns immer bergauf zum Bereich der Proteas zu laufen. Und die sind herrlich !
Schmetterlinge hat es auch
Einen Baumwipfelpfad
Den ersten Piepmatz (noch unbestimmt), er hielt sich stets im schlechten Fotolicht auf und hielt nie still 😉
Perlhuhnküken
Hadeda Ibis
Nach ca. 2 ½ Stunden sind wir doch etwas müde und fahren mit einem Muffin und einem Brötchen bewaffnet zurück in die Lodge. Um 19:00 Uhr ist ein Tisch im Nobelrestaurant La Colombe reserviert und ein Taxi soll uns um 18:45 Uhr holen. Nachdem wir gerade 20 Minuten geschlafen haben, weckt uns um 6 die Lodgebesitzerin. „Your Taxi is here, is that right?“ No, it is not right 🙁 „It's not a Problem for him, he will wait.... „ 😈
So sind wir etwas früher im La Colombe auf dem Weingut Misty Mountain. Wir bekommen einen schönen Tisch am Fenster und lassen uns einen Moreson Sparkling Wine und einen Gin Tonic mit irgendeinem besonderen Gin schmecken.
Was dann Stück für Stück auf den Tisch wandert ist ein echter Genuss für Gaumen und Augen.
Eine echte Geschmacksexplosion, denn die Vielzahl von edelsten Genüssen begeistert uns völlig.
Mein Nachtisch Gurkeneis mit irgendwie speziell gefriergetrockneten Erdbeeren, Erdbeereis, Erdbeerschoko ist 😎 😎 😎
Kerstins war aber auch nicht übel....
Am Ende eines perfekten Abends sagen wir beide, dass es das beste Restaurant war, in dem wir je gegessen haben. Und so sind wir gegen 10 zurück in der Lodge und schlafen trotz hörbarer Straße schnell ein.....
Der Beginn der Reise war schon einmal schön. Und soviel kann verraten werden. Es blieb auch so, bzw. es steigerte sich 🙂
Teil 404. Dez. 2015
07.11.15 Teil 1 Hout Bay/Chapmans Peak Drive
Nach einer gut durchschlafenen Nacht geht es kurz nach 8 zum Frühstück. Wir sind die ersten und setzten uns an einen schönen Tisch im Freien. Der Kaffee tut gut und die Eier mit Bacon schmecken hervorragend. Obwohl es zeitlich eng sein wird, wollen wir über Hout Bay und den Chapmans Peak Drive über Fishhoek nach Vergelegen. Und so heißt es um 20 vor zehn Abschied nehmen von der ersten Unterkunft.
Die Wolken fallen entlang des Weges den Tafelberg hinunter und vorbei am nahen La Colombe erreichen wir in wenigen Minuten Hout Bay. Dort waren wir in 2006, die Erinnerungen sind schon sehr verblasst. An der Marina halten wir kurz, machen einige Fotos von der schönen Landschaft und gehen zum Hafenbecken.
Dort füttert eine verlebt aussehende ältere Frau einen Seelöwen mit Trockenfisch.
Sie schneidet kleine Stücke ab, wirft einen Brocken ins Hafenbecken und bietet dem Seehund einen zweiten Brocken aus dem zahnlosen Mund an.
Die Frau beeindruckt uns sehr.
Zwischenzeitlich verjagt der Seehund zwei Neuankömmlinge und kommt an Land. Das gefällt der Frau nicht. Sie jagt ihn zurück ins Wasser. Leider rennt uns die Zeit davon. Beschämend ist es, dass die meisten Touristen gerne zuschauen, dann aber bei der Aufforderung einen kleinen Obolus zu geben fast panisch weggehen. Ich gebe ihr zum zweiten Male eine kleine Summe und sie ist sehr, sehr dankbar.
Dann geht es weiter zum nahen Chapmans Peak Drive.
Die Berge liegen zum Teil in Wolken und das Navi zeigt uns eine Ankunftszeit von 12:14. Um 12:15 sind wir auf Vergelegen mit Ingrid und Helmut (Franzickes) zum Weinpicknick verabredet. Der Drive ist landschaftlich schon ein Knaller, aber wir nehmen ihn im Schnelldurchgang. Am zweiten Viewpoint kauft Kerstin einen kleinen pinkfarbenen Perlenelefanten. Irgendwelche Asiaten schwenken die südafrikanische Fahne und lassen sich fotografieren. Eine schöne Kulisse als Fotomotiv.
Dann erreichen wir nach einigen Kilometern das Ende des Drives und halten kurz an der tollen Kulisse des Noordhoek Beach.
Über Fishhoek und Muizenberg geht es die lange, sandige Küstenstrasse weiter in Richtung Khayelitsha.
Obwohl wir das zum zigsten Male sehen, sind wir von den tausenden ärmlichen Hütten immer wieder bedrückt.
Teil 505. Dez. 2015
07.11.15 Picknick auf Vergelegen mit Franzickes
Auf die Minute pünktlich erreichen wir das Weingut Vergelegen. Hier hatten wir in 2006 unsere erste Live-Begegnung mit südafrikanischem Wein. Ingrid und Helmut sind schon da. Es ist schon ein besonderes Gefühl, in Südafrika eine kleine Verabredung zu haben und so freuen wir uns ein Loch in den Bauch die beiden wieder zu sehen.
Um das alles richtig nachvollziehen zu können, solltet Ihr eines wissen. Franzickes stalken uns seit Februar diesen Jahres. Angefangen hat das im River Place Manor in Upington. Dann gleich hinterher zwei Nächste in Urikaruus. Jetzt Kapstadt, dann ein paar Tage später werden wir sie gaaanz zufällig in Wilderness zum Dinner wiedersehen. Ach ja und im nächsten Oktober werden wir gaaaaanz zufällig wieder am gleichen Tag nach Afrika fliegen 😛 😉 Zufälle gibts.
Aber die beiden machen was falsch. 😉 So weit ich weiß, geht stalken eigentlich im Geheimen vor sich. Aber Franzickes sitzen dann zack immer sofort mit am Tisch.... 😉 Wir haben uns schnell daran gewöhnt........ 😉 Aber jetzt im Ernst :
An der Rezeption gibt es ein fröhliches Wiedersehen.
Wir ordern eine Flasche Sekt zum warm werden und werden zu einem sehr schön gelegenen Tisch in dem urigen Kampferbaumwald geführt.
Die Bedienung zerbricht einen Kampferbaum-Ast und führt uns den stark würzigen Geruch vor.
Die Sonne scheint von den urigen Bäumen gebrochen in den Wald und wir genießen die tolle Atmosphäre bei Afrikalatein, ernsten Gesprächen und allerlei Quatsch.
Dieses Päärchen nebenan ist übrigens der Grund für den Teil des Reisebericht-Titels. Aber das kann ich aus Spannungsgründen erst am Ende auflösen. es ist einfach noch zu früh 😛
Es gibt passables, kaltes Essen und eine Flasche Sauvignon Blanc hinterher.
Alles in allem ist hier der Wald und die Lage das Highlight und das Essen eher nebensächlich. Es gefällt uns allen so gut, dass die Zeit wie im Flug vergeht.
Es ist absolut ruhig, wohl temperiert und wir bewundern alle vier die hübsche junge Bedienung.
Dann machen wir uns auf und laufen etwas herum.
Am Haupthaus stehen einige besonders eindrucksvolle Bäume. Sie sind so um 1700 herum gepflanzt worden.
Auf einem sitzen doch tatsächlich zwei Cape Eagle Owls.
Hier hat sich vor etlichen Jahren Nelson Mandela mit Bill Clinton getroffen.
Lustige Fenster-Selfies
Auf dem Weg zum Ausgang genießen wir noch den schön angelegten Garten mit den voll in Blüte stehenden Jacarandas.
Die Mädels machen noch ein paar Kaspereien.
Dann geht es langsam zum Ausgang.
Wir nehmen Abschied von Ingrid und Helmut. Er ist nicht ganz so schwer, da wir einige Tage später in Wilderness zum Dinner im Serendipity verabredet sind. Es war wieder ein ganz, ganz nettes Zusammentreffen mit den beiden. Ganz unkompliziert und entspannt, so wie das sein soll 😉
Teil 612. Dez. 2015
07.11.2015 Ankunft in Franschhoek Petit Ferme und Dinner im Foliage
Die Stunde Fahrt nach Franschhoek vergeht im Flug und so stehen wir gegen 17:30 Uhr an der Rezeption und nehmen den Schlüssel für unsere gebuchte und bereits reservierte Poolvilla Vista entgegen.
Hier hat Kerstin vor 1 ½ Jahren mit gebrochenem Knöchel gesessen. Die Lage und der Ausblick sind einfach ein Genuss, leider ist das hier aber auch kein Schnäppchen.
Leider verabschiedet sich die Sonne schon wieder stimmungsvoll hinter den Bergen.
Um 19:30 Uhr geht es ins Foliage nach Franschhoek runter. Die Restaurants hatten wir nach den Erfahrungen des letzten Urlaubes alle von Deutschland aus gebucht und sind jetzt ganz froh darüber. Das Foliage kommt sofort etwas lockerer als das La Colombe rüber. Die Küche ist offen und die Chefs sind alle jung und tragen coole Vollbärte.
Wir bestellen Vor- und Hauptspeisse und eine Flasche Antonij Rubert Petit Verdot, die sich als Kracher herausstellt. Das Essen ist nicht ganz so spektakulär wie in La Colombe.
Insgesamt schmecken die einzelnen Gänge aber ganz hervorragend und auch die Nachspeisse stellt uns voll zufrieden. Ein gelungener Abend mit netter, aufmerksamer Bedienung.
Zurück im Petit Ferme genießen wir noch einen Augenblick die Abendstimmung und den Ausblick und gehen dann ins extrem gemütliche Bett.
Teil 712. Dez. 2015
08.11.2015 Petit Ferme, Glen Carlou, Babylonstoren, Chamonix und Restaurant Monneaux
Gegen halb neun gehen wir zum gewohnt guten Frühstück mit schönem Ausblick.
Zuerst besuchen wir heute bei allerschönstem Wetter das Hugenotten-Denkmal. Überall blüht es schön.
Dann ein kurzer Einkaufsbummel in Franschhoek. Das Städtchen ist unserer Meinung nach eine Spur zu touristisch geworden.
Heute ist Wein-Einkaufstag für die kommenden Selbstversorgungsunterkünfte. Zuerst geht es nach Glen Carlou, wo die ersten Flaschen den Besitzer wechseln.
Die Weine kennen wir gut von zu Hause, allerdings nicht den Petit Verdot, der muss probiert werden.
Vom Restaurant aus hat man einen schönen Blick auf die Paarl Rocks.
Dann schlägt Kerstin spontan Babylonstoren vor.
Franzicke hatte ihr davon erzählt. Das liegt nicht weit weg und soll einen schönen Garten haben.
Da es Sonntag ist und das Wetter hervorragend passt, ist dort einiges los.
Im weit angelegten, herrlichen Obst und Gemüsegarten des Weingutes verläuft sich die Menschenmenge auch schnell und wir genießen die Sonne.
Unterwegs kommt uns eine ansehnliche Schildkröte entgegen.
Im Gartenrestaurant ist es uns zu rummelig , nichts für uns.
Wir besuchen den schönen Shop, der Wein ist aber recht hochpreisig. So schlägt Kerstin vor, dass wir das Restaurant in Chamonix versuchen. Dieses Weingut liegt direkt etwas oberhalb Franschhoeks. Auch diese Weine kennen wir aus Deutschland.
Gerade so ergattern wir noch den letzten Parkplatz und erhalten einen Tisch direkt am kleinen Bach. Vor lauter Essen wollen wir nur eine Vorspeise und den Nachtisch essen, der uns vom Nachbartisch her anlacht.
Dazu gibt es eine Flasche Weißwein, ein hervorragendes Reserve Cuvee.
Mit dem Lunch hatten wir gerade so Glück, denn die Küche schließt um 3, bestellt haben wir um 20 vor 3.
Die Vorspeise ist recht übersichtlich, aber lecker. Der Nachtisch ein Traum 🙂
Zufrieden verlassen wir das ruhige Restaurant und kaufen im Shop noch etwas guten Wein.
Den Rest der Flasche Weißwein nehmen wir mit und fahren spontan zum Weingut Holden Manz.
Eine nette Angestellte überredet uns zu einem kleinen Weintasting mit vier Weinen. Da sie gut schmecken und auch noch preiswert sind, nehmen wir auch hier 4 Flaschen mit. Das Weingut wirkt im Vergleich zu den anderen eher bodenständig, die Weine sind auch preiswerter. Aber sie schmecken uns. Die Lage ist auch idyllisch und im Obergeschoss entdecken wir das sehr stylish eingerichtete Restaurant French Kitchen.
Schade, dass wir eine Buchung für heute Abend haben, sonst wären wir hier eingekehrt. Leicht angesäuselt verlassen wir den schönen Platz und gehen zur Siesta ins Petit Ferme.
Kerstin liest auf der Terrasse, ich schlafe fast drei Stunden lang. Das war irgendwie nötig. Leicht bematscht geht es um viertel vor acht los in Richtung des Restaurants Monneaux.
Das war eine Notlösung, denn die meisten Restaurants haben Sonntag Ruhetag ! Im Internet hochgelobt, sind wir nach den tollen Abenden vorher vielleicht etwas verwöhnt. Aber so ganz unser Ding ist es nicht. Die Atmosphäre sachlich, Kerstins Vorspeise ist fast schon eine Frechheit. Eine geschmorte Zwiebel mit etwas Teig darunter.
Der Hauptgang ist recht gut, zum Nachtisch teilen wir uns eine köstliche Creme Brulee.
Der Boshkloof Shiraz schmeckt gut. OK, preislich war es günstig, aber mit den Gourmet Erlebnissen der beiden Vorabende kann das Monneaux nicht mithalten.
Teil 813. Dez. 2015
09.11.2015 Petit Fermet über Prince Albert zur Weltvrede Fig Farm Haus Fonteinskop
Gut haben wir geschlafen ! Es heißt Abschied nehmen von diesem Wohlfühlbett ! Aber zuerst noch lekker Frühstück und Auto gepackt und einen letzten wehmütigen Abschiedsfernblick genossen...
Dann sitzen wir im Auto und bei bestem Urlaubswetter geht es über den Hugenottentunnel und die sehr gut ausgebaute N1 über Worcester nach Prince Albert.
Die 380 KM stellen sich als Kinderspiel heraus. Die Strecke geht wider Erwarten durch landschaftlich sehr reizvolle Gegenden. Die ersten 100 oder 150 KM gehen fast vollständig durch riesige Rebflächen.
Immer wieder sehen wir prachtvoll blühende Jacarandas und das ganze wird durch eindrucksvolle Berge abgegrenzt.
In den drei Baustellen haben wir auch Glück und so erreichen wir genau in der eingeplanten Zeit die Abzweigung zur Prince Albert Road.
Die ist etwas kleiner und kurviger und geht direkt auf das eindrucksvolle Massiv der Swartberge zu. Prince Albert selbst ist ein kleines, verschlafenes Städtchen. Auch hier blühen überall die Jacarandas.
Im lokalen OK Supermarkt bekommen wir alles für die Selbsversorgung der nächsten drei Tage. Die Lokalmuttis begrüßen uns alle sehr freundlich und neugierig und im Bottleshop nebean gibt es Savannah und ein Sixpack Windhoek.
Das lokale Slaghuis stellt sich als sehr rudimentär heraus. Fillet gibt es keines und so kaufen wir Boerewors für zwei Tage und zwei eingeschweißte Rumpsteaks. Naja.....
Im Lazy Lizard bekommt Kerstin dann noch ein paar Muffins für den Nachmittagskaffe und dann biegen wir am Ortsende auch schon ab auf die Pad nach Weltevrede.
Die folgenden 25 KM lassen unsere sehr hohen Erwartungen an diese Unterkunft nicht kleiner werden. Durch die karge, menschenleere Landschaft der Karoo steigert sich die Bergkulisse rundherum immer mehr.
Die Pad windet sich in sanften Kurven den Hügeln angepasst unserem Ziel entgegen. Alle paar Kilometer kommen wir an einer Obstfarm vorbei, bis wir kurz vor dem Ziel auf einem Pass stehenbleiben und aussteigen.
Kerstin meint sofort:“das ist wie in den Cederbergen!“. Stimmt ! Und die lieben wir. Hinter uns liegt die malerisch aussehende Gegend, durch die wir hierher gekommen sind und vor uns eine dramatische Berggegend, in der irgendwo unsere Unterkunft liegen muss.
Nach einige Fotos steigen wir ganz begeistert und euphorisch wieder ein und fahren durch ein kleines Flussbett zur Figfarm.
Die wirkt verschlafen und bis auf einige aggressive, eingesperrte Hunde sehr friedlich. In einem kleinen Haus mit Rezeptionsschild werden wir vom Eigentümer und einigen sehr friedlichen Hunden herzlich begrüßt. Alles wirkt sehr bodenständig. Im Haus stehe bereits ein Glas Feigenmarmelade. Nach einer Limo fahren wir hinter dem Eigentümer hinterher zum vielleicht 5 KM entfernt liegenden Haus Fonteinskop.
Das liegt innerhalb eines kleinen Tierschutzgebietes der Farm. Durch ein Tor geht es einige Meter in ein kleines Tal hinein, wo wir unser Auto abstellen und in das kleine, seltsame Gefährt einsteigen. Es geht eine steinige, steile Pad den Berg herauf zum gebuchten Haus. Erst im letzten Moment sehen wir, was uns erwartet. Wir sind beide von den Socken. Hammer ! Der Blick ist zu 100 % Out of Africa !
Das Haus ist riesig, sehr stilvoll und hochwertig eingerichtet.
Die Küche ist vollwertig mit hochwertigem Material bestückt, ein kleiner, schöner Pool und mehrere Sitzmöglichkeiten auf der riesigen Terrasse.
Unten laufen einige Giraffen und ein Zebra herum.
Aufpassen sollen wir auf den Elandbullen. Mit ihm sei nicht zu spaßen. Der Besitzer veranschiedet sich. Wir verzichten auf sein Angebot, dass jeden Morgen eine Putzkolonne vorbeikommt. So können wir ganz unbeschwert den Morgen verbringen. Gut, dass es hier weder Strom, noch Funkempfang hat !
Wir kochen einen Kaffee, decken den schönen Holztisch und setzen uns in euphorischer Stimmung hin.
Rechts ein eindrucksvoller Berg. In der Mitte auch. Und nach links geht der Blick in Richtung der Swartberge.
Die Häuser in Sichtweite sind alle unbewohnt. Es sei hier völlig sicher, weil einfach niemand in dieser Gegend sei. Zu hören sind nur die Geräusche des Windes, der Vögel und ab und zu schreit eine Pavianherde. Autos, Menschen..... Fehlanzeige ! So lieben wir es.
Der Rest des Tages vergeht im Nu. Wir genießen die Ruhe und köpfen eine Flasche weißen Chamonix Reserve Blend.
Es gibt zwei Grills und genügend Feuerholz. Kerstin macht einen griechischen Salat und ich grille die Boerewors.
Zufrieden geniessen wir die Mahlzeit un dbeobachten die langsam sichtbar werdenden Sterne. Afrika, wir sind wieder in Afrika und zu 100% zufrieden und glücklich und bettschwer... Gute Nacht Du schöner Tag !
Teil 916. Dez. 2015
10.11.2015 Weltevrede Figfarm – Fonteinskop
Heute ist Gammeltag. Kerstin schläft recht lange. Ich erledige den Abwasch, koche Kaffee und genieße die Ruhe und den tollen Blick.
Leider fliegen nur wenige Vögel in nächster Nähe herum, während unten aus dem Busch das Gezwitscher einer Vielzahl von Vogelarten zu hören ist.
Das ist etwas schade, aber auch wieder nicht so schlimm. Der Himmel ist heute bedeckt mit einigen blauen Löchern. Gegen 11 wird sehr gemütlich gefrühstückt.
Hier sind wirklich keinerlei Geräusche der Zivilisation zu hören.
Daraus schöpfen wir einen guten Teil der Erholung. Das macht uns zufrieden.
Und so vergammeln wir den Tag bis zum Spätnachmittag. Da raffen wir uns zu einer kleinen Runde zu Fuss auf. Zuerst geht es den steilen Hausberg hinunter. Überall wachsen in der Wüstenlandschaft der Karroo die irrsten sukkulenten und andere Pflanzen, die sich an das extreme Klima gewöhnt haben.
Bis vor einigen Wochen muss hier alles in voller Blüte gestanden haben. Jetzt sind noch einige kleine Kunstwerke übrig. Botanikern muss hier das Herz aufgehen.
Für uns geht es weiter an unserem Auto und aus dem Gate des kleinen Reserves heraus nach rechts.
Dort setzt sich das Pflanzenwunder fort, bis wir vor zwei Gates stehen.
Eines ist privat, das zweite ist der Eingang zum Gamkakloof Nature Reserve. Unser Vermieter sagte, wir dürften dort Wandern, aber wir trauen uns nicht und es ist auch schon relativ spät.
Und so drehen wir um. Im Reserve sehen wir aus einiger Entfernung den Elandbullen, vor dem uns unser Vermieter eindringlich gewarnt hat.
Oben angekommen entdecken wir das Zebra, welches unseren Rasen frisst.
Es ist von unserer Rückkehr nur mittelässig begeistert. Da es keine Konkurrenten hat, sieht es aus wie aus dem Ei gepellt. Keine Bisswunden und Schrammen.
Nach einigen Fotos hat es keine Lust mehr auf uns und kehrt zu seinen Kumpels, den Giraffen zurück.
Wir fangen gleich mit dem Braai an. Der Grill ist klasse und so gibt es im nu lekker Boerewors und Tomaten, Mozzarella, Zwiebel Salat. Ihr kennt das sicher, der Mozarella heißt hier zwar so, schmeckt aber ganz anders 😉
In der untergehenden Sonne sehen die Bergketten am Horizont wieder besonders mystisch aus. Wir trinken ein Bierchen und eine Flasche des köstlichen, gekauften Weines. Was ist das leben schön !
Da es bedeckt ist, versteckt sich der Sternenhimmel. Viel zu früh werden wir müde und gehen ins Bett.
Teil 1017. Dez. 2015
11.11.2015 Weltevrede Figfarm – Fonteinskop
Eigentlich ist alles wie gestern. Auch der Himmel ist wieder bedeckt.
Nach einem gemütlichen Frühstück und ausreichender Ruhezeit laufen wir den Berg hinunter zum Auto und fahren zur Figfarm.
Dort ist man gerade am Marmeladekochen. Die Feigenmarmelade schmeckt übrigens superköstlich. Ich checke kurz die Mails, dann laufen wir in Richtung einer dramatisch aussehenden Schlucht. Man könne nur bis dorthin laufen, durch gehe nicht. Schon nach einigen Metern treffen wir auf mehrere Malachite Sunbirds.
Leider ist das Licht nicht sehr gut, aber das ist doch Mal ein Highlight gleich am Anfang.
Am weiteren Weg entlang geht es an den drei anderen Gästehäusern der Figfarm vorbei.
Dann ist auf einer kleinen weiteren Farm Sackgasse. Ein Farmarbeiter versteht unser Englisch wohl nicht und deutet in eine Richtung, in die wir laufen sollten. Dort ist aber Ende.
So geht es ein kleines Stück zurück bis zu einem Bach. Hier fliegen haufenweise Vögel herum.
Zuerst flüchten sie, aber nachdem wir uns gesetzt haben, werden sie etwas mutiger.
Viel passiert uneinsehbar im dichten Buschwerk, aber ab und zu wagen sich doch einige vor unsere Linse.
So macht das Spaß. Und so geht es langsam zurück in Richtung Figfarm.
An einem zur Zeit leer stehenden Guesthouse fotografieren wir einige weitere Vögel.
Und einen Dassie.
Hier herrscht eine unglaubliche Artenvielfalt. Mit mehr Zeit ist das hier ein Birderparadies.
Zurück in unserem Chalet überraschen wir wieder das Zebra auf unserem Rasen. Gegen sieben stehe ich noch ahnungslos zufrieden vor dem Grill unter immer noch bedecktem Himmel. Doch dann beginnt er sich langsam rose zu färben. Kerstin meint schon „da geht heute was!“. Und was dann geht !
Immer dramatischer verfärbt sich der eben noch graue Himmel in tiefes rot !
Und zwar so weit wir sehen können. Ganz aufgeregt und völlig euphorisch laufen wir umher und machen unzählige Fotos.
Und so schmeckt das in Pesto, Öl, Knobi und Zwiebeln eingelegte Rumpsteak nochmal so gut !
Meine Befürchtungen, eine lederne Schuhsohle zu prouzieren bestätigen sich nicht, das Fleisch ist sehr gut !
Und so sinken wir irgendwann sehr zufrieden und gut erholt in unser großes, gemütliches Bett !
Teil 1119. Dez. 2015
12.11.2015 Fahrt von der Figfarm über den Swartbergpass nach Wilderness
Leider geht es heute weiter nach Wilderness ! So ein toll eingerichtetes Selbstversorgerhaus mit solch einer Ruhe und Fernblick hatten wir vorher noch nicht gesehen !
Schnell sind die Sachen gepackt. Wir essen die restliche Papaya mit Zitronensaft, Müsli und Toast mit Feigenmarmelade. Dazu ein Glas Ceres O-Saft und Kaffee, der mit unserem lieb gewonnenen Reisekaffeefilter zubereitet wurde.
Um 10 holt uns Jaco mit dem kleinen Auto ab. Er hat seine knuffige Tochter Karla dabei, die etwas fremdeld.
Unten am Auto wird umgepackt, dann verabschieden wir uns von dem schönen Ort.
Wir genießen die landschaftlich sehr reizvolle Strecke nach Prince Albert, die uns auf der Herfahrt schon so gut gefallen hat.
In Prince Albert versucht Kerstin erfolglos, eines dieser Solarweckgläser zu bekommen.
Dann geht es in Richtung Swartbergpass.
Vor 9 Jahren sind wir den in anderer Richtung schon einmal gefahren.
Kerstin ist schon etwas aufgeregt. Der Anfang ist gleich wieder sehr spektakulär.
Wir fragen uns, wie irgendjemand auf die Idee kommen kann, hier eine Passstraße zu bauen. Durch ganz enge, felsige Passagen geht es dann auf Schotter immer weiter aufwärts.
Immer wieder halten wir für Fotos an. Es sind nur wenige Autos unterwegs.
An Wochenenden soll es hier voll sein. Das Wetter ist tadellos und so geniessen wir die aufregenden Landschaft und die enge Passtraße.
Oben wachsen schöne Proteen.
Auf der Passhöhe stoppen wir, nach einigen Fotos geht es weiter zum nächsten etwas größeren Aussichtspunkt.
Hier kommen wir mit zwei sehr netten Österreichern ins Gespräch.
Die Abfahrt auf der nach Oudshoorn zugewandten Seite finden wir diesemal nicht so steil wie damals.
Der Fernblick ist aber überwältigend.
An Straussenfarmen vorbei erreichen wir Oudshoorn.
Hier blühen wieder viele prächtige Jacarandas.
Auch die weitere Strecke in Richtung Wilderness führt uns durch landschaftlich reizvolle, gebirgige Gegenden. In George ist einiges los. Es scheint in den letzten Jahren ganz ordentlich expandiert zu sein.
Und so erreichen wir zum dritten Mal in unserem Leben Wilderness.
Teil 1220. Dez. 2015
12.11.2015 Wilderness / Xanadu Guesthouse
Der Himmel ist blau und der endlose Sandstrand lacht uns entgegen. Diesmal haben wir uns für das Xanadu auf der Duin Road entschieden.
Die farbigen Hausangestellten führen uns zu unserer Dachsuite. Das Haus ist pompös, schwülstig eingerichtet und sicher nicht jedermanns Geschmack. Uns gefällt es.
Und unser Zimmer ist der Kracher.
Wir sind hier oben ganz alleine und haben eine eigene Dachterrasse mit tollem Meerblick, auch vom Bett und wenn man will von der Badewanne aus. Wow!
Wir richten uns kurz ein und gehen dann sofort auf Strandspaziergang.
Da gerade Flut ist, ist er nicht ganz so breit, aber trotzdem noch sehr beeindruckend. Die Menschen, denen man hier begegnet wirken alle sehr zufrieden.
Wir kehren im Salinas auf einen Tintenfisch ein und laufen dann wieder zurück ins Guesthouse.
Es ist einfach herrlich und wir sind gut drauf 🙂
Dort treffen wir auf die Eigentümer, beide sehr nett. Die Dame des Hauses ist Künstlerin und hat alle Bilder selbst gemalt. Er kommt gerade vom Zahnarzt und wirkt etwas bodenständiger. Dann ist noch etwas Zeit zum relaxen. Die Liegen auf der Dachterrasse sind sehr bequem. Die Regenwalddusche ist enorm groß. Um 19:45 Uhr geht es per Auto zum The Girls. Auch diesen Tisch hatten wir von zu Hause aus vor reserviert. Leider ist er noch nicht frei, als wir uns im Restaurant anmelden. Es herrscht etwas Chaos, denn 6 weitere Gäste warten unkoordiniert im Eingangsbereich. Die Bedienung ist total überfordert und lässt uns erst einmal mitten im Chaos stehen. Nein, sie hätten leider keine Bar oder einen Wartebereich. Doch dann bekommen wir doch schnell einen Tisch auf der Empore zugewiesen. Die bestellte Vorspeiseplatte teilen wir zu zweit. Sie ist ganz OK. Die Hauptgänge kommen dann nach einer längeren Wartezeit. Das Girls-Filet für Kerstin und die Fischplatte für mich. Am essen gibt es nichts zu meckern, die große Begeisterung komt aber auch nicht auf. Vielleicht sind wir inzwischen zu verwöhnt ?
Dann fahren wir zurück ins Xanadu, geniessen noch einen kleinen Moment das Meeresgetöse auf der Terrasse und sinken in das sehr bequeme Bett.... Dort treffen wir auf die Eigentümer, beide sehr nett. Die Dame des Hauses ist Künstlerin und hat alle Bilder selbst gemalt. Er kommt gerade vom Zahnarzt und wirkt etwas bodenständiger. Dann ist noch etwas Zeit zum relaxen. Die Liegen auf der Dachterrasse sind sehr bequem. Die Regenwalddusche ist enorm groß.
Um 19:45 Uhr geht es per Auto zum The Girls. Auch diesen Tisch hatten wir von zu Hause aus vor reserviert. Leider ist er noch nicht frei, als wir uns im Restaurant anmelden. Es herrscht etwas Chaos, denn 6 weitere Gäste warten unkoordiniert im Eingangsbereich. Die Bedienung ist total überfordert und lässt uns erst einmal mitten im Chaos stehen. Nein, sie hätten leider keine Bar oder einen Wartebereich. Doch dann bekommen wir doch schnell einen Tisch auf der Empore zugewiesen. Die bestellte Vorspeiseplatte teilen wir zu zweit. Sie ist ganz OK. Die Hauptgänge kommen dann nach einer längeren Wartezeit.
Das Girls-Filet für Kerstin und die Fischplatte für mich.
Am Essen gibt es nichts zu meckern, die große Begeisterung kommt aber auch nicht auf. Vielleicht sind wir inzwischen zu verwöhnt ?
Dann fahren wir zurück ins Xanadu, geniessen noch einen kleinen Moment das Meeresgetöse auf der Terrasse und sinken in das sehr bequeme Bett....
Teil 1324. Dez. 2015
13.11.2015 Wilderness – Wandern und Birding im Wilderness NP
Um 08:30 Uhr geht es zum Frühstück.
Die Nacht mit Meeresgetöse hatte uns einen erholsamen Schlaf geschenkt. Jetzt nehmen wir am großen runden Tisch zum Frühstück Platz. Wir sind die Nr. 5 und 6 in der Runde, die nichts miteinander redet. Nach einiger Stille stellen wir die üblichen Fragen. Where are you from ? What kind of trip are you doing..... Schweden und Frankfurter sitzen also mit am Tisch. Und sie sind jeweils das erste Mal in Südafrika und bleiben an der Gardenroute. Die Deutsche hat drei Jahre in New York gewohnt und kann auch noch fließend Schwedisch !
Nach dem Frühstück geht es in den ca. drei KM entfernten Wilderness NP. Wir zeigen am Gate unsere Wildcard Bestätigung und die Passkopien und werden freundlich hereingelassen.
Nach einigen Metern Laufen springen allerlei Vögel um uns herum.
Dieser Fork tailed Drongo ist gänzlich furchtlos und auch die anderen Vögel haben kaum Fluchtdistanz.
Sie sind die Camper hier gewöhnt.
Dann erreichen wir über eine alte Eisenbahnbrücke den Beginn des Kingfisher Trails.
Er geht strack mitten in den Dschungel rein.
Überall hört man das Zwitschern und die Warnrufe der Vögel, sie bleiben aber unsichtbar.
Nach einigen hundert Metern fliegt ein Knysna Lourie hoch oben in den Wipfeln davon. Er sitzt so ungünstig, dass wir nur nur seine Rufe hören und ein sehr matschiges Bild gelingt. Schade, aber jetzt kennen wir wenigstens seine Rufe. Schließlich erreichen wir den Fluss und die Ponton Brücke.
Wir setzen über und gleich wieder zurück. Inzwischen ist hier mehr los. Wir machen erst einmal Pause auf der schönen Sandbank. Irgendeine kleine Schlange flüchtet vor Kerstin.
Auf einem geparkten Kanu sitzt es sich gut. Wieder hören wir die Laute von Knysna Louries und plötzlich landen zwei direkt im Baum über uns. Zwar im Vollschatten, dafür aber ganz gut einsehbarsichtbar
Die Kamera rattert, irgendwas brauchbares wird dabei sein.
Wie gerne wollten wir solch einen Knysna Lourie sehen und jetzt hat es tatsächlich geklappt. Ganz lustig ist dann noch das Zusammentreffen mit einem Araber und seiner Frau. Erschöpft zieht er sein Kanu watend durch den Fluss. Er hat keine Lust mehr, ist aber trotzdem zu Witzen aufgelegt. Ich wünsche ihm viel Spaß beim Weiterwandern. Vom Ponton aus ruft er zurück „We will surely have No fun!“...
Wir drehen um und laufen langsam zurück zu unserem Auto.
Im Ebb and Flow Camp versuchen wir dann noch einige Zeit Vögel zu erwischen und haben auch Erfolg.
Kerstin entdeckt einen weiteren Knysna Lourie, der rote Beeren frisst. Meistens sehen wir zwar nur den Kopf, aber über diese Bilder sind wir recht glücklich.
Zufrieden geht es zurück ins B&B und dann zum Milkwood Market Square. In einem Kaffee essen wir süße Köstlichkeiten trinken einen sehr guten Kaffee und nebenbei fliegt noch ein Nektarvogel herum.
Im Quickspar gibt es alles für die weiteren Selbstversorgungstage und einen Geldautomaten.
Teil 1425. Dez. 2015
13.11.2015 Wilderness – Xanadu – Wandern und Birding im Wilderness NP- Dinner mit Franzickes im Serendipity Guesthaus
Nach kurzer Siesta im B&B fahren wir nochmal in den Park und laufen ein Stück den Kingfisher Trail.
Der ist bis auf wenige Vögel und einige schöne Pflanzen recht langweilig, aber wir bekommmen wenigstens etwas Bewegung.
Inzwischen haben auch Ingrid und Helmut sich gemeldet. Wir treffen uns um 19:15 bei Ihnen i B&B und werden von einem Shuttle zum Restaurant Serendipity gebracht. Dort waren wir bereits dreimal Essen und sind froh, wieder einmal dort einkehren zu können. Und dann auch noch in so netter Begleitung.
Franzickes wohnen zwei Häuser nebenan und alle freuen sich über das schnelle Wiedersehen ! Der Taxifahrer ist auch gut drauf ! Und so betreten wir wenige Minuten später das wie ein Privathaus aussehende Serendipity. Ein Angestellter begrüsst uns und bringt uns auf die Terrasse zum Aperitiv. Dort sind auch die Frühstücks-Frankfurter. Rudolf erklärt in bekannt bildhafter Sprache und Gestik das umfangreiche Menü. Dazu lassen wir uns den empfohlenen Gin & Tonic schmecken, Ingrid so etwas ähnliches wie einen Kir.
Dann geht es endlich los.
Dreierlei Venison mit Kudu, Springbock und Eland ist ein sehr guter Beginn.
Was dann folgt, begeistert uns alle vier. Die Weine sind alle gut ausgewählt (drei Flaschen;-).... ) und die verschiedenen Gänge sind ein Geschmackserlebnis.
Zwischendurch erzählt Helmut Witze 🙂
Dabei unterhalten wir uns gewohnt gut und die Zeit vergeht leider wie im Flug. Und dann heißt es leider Abschied nehmen, denn wir sind gegen 23 Uhr die letzten. Wir fragen unseren coolen Taxifahrer, obe man hier irgendwo noch etwas trinken könne. „Hey, you are not in Capetown, you are in Wilderness!“ Ok, ist vielleicht auch besser so. Und so ist diese wunderschöne Abend auch schon wieder vorbei. Der Schlaf kommt schnell und das Rauschen des Meeres geht schnell in die Träume über.....
Teil 1525. Dez. 2015
14.11.15 Wilderness – Baviaanskloof Cob Cottage
Mit leicht dickem Kopf geht es heute unter die Dusche. Das Meer ist normal am Tosen, da könnten wir uns beide daran gewöhnen. Unser gestriger Versuch eine Nacht zu verlängern scheiterte leider. So geht es um 08:30 Uhr zum Frühstück, dass heute ganz in Deutscher Hand ist. Die Frankfurter von gestern, zwei Afrika infizierte Golfer und zwei Newcomer. Die Gespräche sind wieder etwas schleppend. Wir fragen den Gastgeber, was er von der R339 hält, die von Knysna aus über den Prince Alfred Pass nach Uniondale geht. Er meint, es sei ohne 4x4 machbar, würde aber mindestens genauso lang dauern, wie die Teerstrecke über George. Seine Frau hat die Strecke in schlechterer Erinnerung, sie hatte Angst 😉 Da wir unsere Reifen nicht zermartern möchten, verzichten wir schweren Herzens auf den Pass, der sich im Netz sehr gut liest.
Ziel Nr. 1 ist der samstägliche Craft und Food Farmers Market im nahen Sedgefield. Nach dem Abschied vom Xanadu ist der Markt direkt an der N2 in Sedgefield nicht zu verfehlen. Es ist ganz gut was los.
Hier kann man in ganz relaxter Atmosphäre allerlei Kunsthandwerk, Schnickschnack und lokale Erzeugnisse zum Essen erwerben. An einem sehr netten Käsestand erwerben wir Anura Camembert, Brie, einen Mancheco und irgendeinen sehr leckeren Käse am Stück.
Nebenan beim deutschen Metzger eine leckere Salami, Fleischwurst (!!!) und geräucherte Schweinelende.
Zu gutem Schluss holt sich Kerstin in der großen „Wir Essen jetzt, nicht später-Ecke“ einen leckeren Bananen Karamel Pfannkuchen und ich mir ein Boerewors Brötchen mit Tomatensosse.
Dann machen wir uns auf den Weg zur Baviaanskloof. Es geht zurück über Wilderness und George den Pass hoch über eine landschaftlich wieder reizvolle und gut ausgebaute Landstrasse in Richtung Uniondale. Hier ist fast nichts los.
Uniondale wirkt etwas heruntergekommen. Wir sind froh, nach dem Tanken wieder weiter fahren zu dürfen. Dann erreichen wir die Abzweigung in die Baviaanskloof.
Eigentlich wollten wir einen 4x4 mieten und ganz durch fahren. Letztendlich entschieden wir uns doch dagegen, weil wir den 4x4 wirklich nur hierfür gebraucht hätten und das den Reisepreis enorm in die Höhe getrieben hätte. Uns so zwischendurch, unser Kia Sportage Automatik ist für diese Reise das perfekte Auto. Wir sind so begeistert, dass wir uns sogar für zu Hause über ein Automatikfahrzeug Gedanken machen 😉
Die Pad ist erstaunlich gut und über die leicht in Schlangenlinien gehende Sttrecke geht es an vereinzelten Farmen vorbei in Richtung mehrerer Berge. Unterwegs können wir gerade noch einem auf der Pad liegenden Stock, äh ich meine einer Kapcobra ausweichen. Sie stellt sich auf und droht uns mit Gewalt. Bis ich rückwärts an der Stelle angelangt bin, sehen wir gerade noch ihren Schlangenbobbes im Gebüsch verschwinden.
Also geht es weiter. Das Licht ist schön und wir gleiten ganz entspannt über den Gravel, bis wir den Nuwekloof Pass erreichen.
Entspannt sind wir immer noch, aber jetzt kommt Begeisterung dazu. Es blüht wieder gelb und die felsige Abfahrt in die Kloof ist wirklich sehr sehenswert.
Zusätzlich sehen wir auf der ganzen Strecke ein Auto.
Bei einer Pinkelpause bin ich nicht unbeobachtet 😉
Die Gegend hier hat etwas friedliches.
Nach einigen Fotostopps erreichen wir die Abzweigung nach rechts zum Cedar Tourism Gelände auf der Matjiesriver Farm. Jetzt wird es etwas rustikaler.
Es geht über einige sehr steinige Passagen. Wenn es unser erster Afrika Urlaub gewesen wäre, hätte uns jetzt der Atem gestockt, inzwischen sind wir solche Passagen aber gewohnt und wissen, dass das auch ein 2x4 locker schafft. Spannend wäre es bei Starkregen geworden. Spannend könnte ich hier auch mit unmöglich ersetzen 😉
Die kleine Pad windet sich einige Kilometer durch dramatische Felsberge in ein kleines Tal.
Hier gefällt es uns sofort ! An einem kleinen Haus winkt uns Willem zu, der Verwalter. Er spricht (wussten wir) leider nur Afrikaans. Mit einem alten Isuzu fährt er vor uns her zum Cob Cottage.
Es liegt wunderschön mit weitem Blick über die Berge ganz allein (ganz links im Bild).
Willem hat eine tolle Lagerfeuerstelle gebaut. Das Haus ist mit allem nötigen ausgestattet und hat einen Aussen-WC und Dusche. Der Gaskühlschrank und der Herd funktionieren einwandfrei.
Willem erklärt uns alles nötige mit einigen auswendig gelernten Brocken Englisch und ist auch schnell wieder weg. Wir installieren uns und sind ganz begeistert.
Hier sind wir wie erhofft wieder ganz weg von jeglicher Zivilisation. Ausser Willem, seiner Frau und seiner Kinder leben die nächsten Menschen viele Kilometer entfernt in der Kloof. Und ausser uns sind keine weiteren Touris da. Momentan ist es noch sehr heiß.
Feuerholz ist auch ausreichend da. Heute Abend gibt es Boerewors aus dem Quickspar mit Salat, einen weißen Chamonix Reserve und einen Chamonix Pinotage.
Die Feuerstelle ist so konzipiert, dass man auf dem äusseren Ring bequem sitzen kann und das Feuer im inneren Ring vor sich hin brennt.
Nach dem Sonnenuntergang wird es auch schnell kalt und so sitzen wir mit den Teller auf den Knien ums kleine Lagerfeuer. Das ist noch einmal eine Nummer schöner, als die Grillfeuer, die ja auch schon etwas haben.
Wir genießen die Stille und die Lagerfeuerromantik, frieren etwas und fallen dann irgendwann sehr müde und nach Rauch stinkend ins sehr, sehr bequeme Bett mit schöner, warmer Decke.
Die Nacht im sehr bequemen und warmen Bett war echt erholsam. Kerstin schläft noch. Ich stehe auf, koche Kaffee und genieße die Ruhe. Kerstin schläft noch einige Zeit.
Ich laufe herum und schaue nach den kleinen Dingen des Lebens.
Als sich Kerstin einige Zeit später dazugesellt, entdeckt sie hinter dem Haus diesen Weber beim Nestbau.
Erst kurz nach zwölf decken wir den Frühstückstisch. Es gibt die leckere Wurst und Käse vom Markt in Sedgefield und Feigenmarmelade. Den Kaffee brühen wir wie immer in unserem liebgewonnenen Reisekaffeefilter. Das Wetter ist gut, die Temperaturen angenehm.
Erst gegen drei Uhr Nachmittags geht es los zu einer kleinen Wanderung über das Farmgelände.
Diese Käfer rennen überall herum und halten nie still.
Viele Schmetterlinge fliegen herum.
Und Kerstin findet diese Gottesanbeterin.
Vom Verwalter ist nichts zu sehen. Er scheint aber viel beschäftigt zu sein, denn in einem kleinen Tal hinter der Farm entstehen neue Campingplätze und kleine Hütten.
Wir laufen jetzt in einen dunklen Wald hinein. Der Himmel hat sich inzwischen bedeckt. Ca einen meter neben uns in einer dunklen hecke zwitschert es hektisch. Was ist das ? Es fliegt hektisch hin und her und ist kaum zu erkennen ! Kerstin meint „das ist irgendein total abgefahrener, bunter Vogel!“. Plötzlich fliegt er zwei, drei Meter hoch in einen Baum und mir stockt fast der Atem !
Ein African Paradise Flycatcher !
Und der kleine Vogel hat sich das Wort Paradise im Namen redlich verdient. Die Fotobedingungen sind sehr schwierig. Die Bilder hier sind stark im Ausschnitt vergrößert und kräftig nachbearbeitet. Zuerst sah man die Farben gar nicht, aber hier hat sich das Fotografieren in RAW richtig bezahlt gemacht.
Wir sind restlos begeistert und laufen entlang eines kleinen Sees weiter.
Einige Meter weiter liegt das Just for Two Cottage. Es riecht etwas muffig, hat aber auch einen schönen Blick und ist rustikal eingerichtet.
Für uns ist das Cob Cottage die bessere Wahl gewesen. Dann geht es weiter in das Tal eines Gebirgsbaches.
Es gibt viele Büsche, Wasser und allerlei Vögel.
Willem hat hier ein interessantes Labyrinth angelegt, in dem allerlei interessante kleine Pflanzen wachsen.
Die Wanderung ist sehr abwechslungsreich. Ohne große Höhepunkte, aber sehr relaxed und ganz einsam.
Zurück an der Farm beobachten wir noch die Webervögel. Menschen sind keine zu sehen.
Und so erreichen wir wieder unser kleines Cob Cottage.
Dann verbringen wieder einen stimmungsvollen Abend am Lagerfeuer.
De heutige Tag ist eigentlich schnell beschrieben. Wir machen Urlaub, schlafen aus, genießen die Ruhe, Frühstücken in Ruhe.
Nebenbei beobachten wir die kleinen Dinge, die um uns herum passieren. Es ist herrlich ruhig und wir schwelgen darin.
Ein Bokmakirie
Am späten Nachmittag laufen wir los zu einer kleinen Wanderung auf dem Weg, den wir auf der Hinfahrt entlang gefahren sind.
Die Vogelausbeute ist leider nicht so groß. Dieses White Eye blieb wenigstens sitzen 😉
Und immer wieder blüht es am Wegesrand.
Unterwegs treffen wir einen Muli, der uns argwöhnisch beobachtet. Ausserdem zieht eine Pavianherde fluchtartig und laut schreiend hoch in die Berge. Das Echo Ihrer Schreie klingt gruselig.
Gegen halb sechs kommen wir zurück ins Cottage, Kerstin geht auf die Toilette und sagt „wir haben ein Schlangenproblem in der Badewanne!“
Oh ja, aber es ist wenigstens eine satte, sehr träge Schlange. Sie hat nicht gerade die Größe einer ausgewachsenen Felsenpython, aber im Bad brauchen wir sie nicht.
Nach einigen Diskussionen setzt sich mein Plan durch, Ihr mit einem Stück Feuerholz den Weg in die Freiheit zu ermöglichen, ohne uns in Gefahr zu bringen. Denn wir haben keine Ahnung, ob es eine mörderische Giftschlange ist oder...... Vielleicht kann uns jemand wegen der Bestimmung helfen ?
Die kleine, elegante Schlange bewegt sich sehr langsam und schafft die Flucht nach ca. einer halben Stunde. Uff, geschafft ! Wir belohnen uns mit einem Windhek Lager und zünden das Feuer an. Heute gibt es eingelegte Rumpsteaks, die wieder köstlich schmecken.
Ein romantischer Abend am Lagerfeuer geht langsam zu Ende.....
Teil 1801. Jan. 2016
17.11.2015 Abschied Baviaanskloof / Fahrt nach Tsitsikamma
Heute heißt es Abschied nehmen vom Cob Cottage und der Baviaanskloof. Bei Sonne und angenehmen Temperaturen genießen wir das Frühstück und packen dann unsere Sachen. Kurz vor 11 rumpeln wir dann langsam über die steinige Zufahrt in Richtung des kleinen Hauses, in dem Willem und seine Familie wohnt. Niemand ist zu sehen. Und so fahren wir langsam weiter. Immer wieder halten wir auf der Suche nach Vögeln an und haben auch immer mal Erfolg.
Eine große Schildkröte blockiert kurz den Weg.
Kurz vor der Pad durch die Kloof bleiben wir an einem dichten Gebüsch stehen. Direkt vor uns hüpft dieser Acacia Pied Barbet herum.
Er ist noch nicht bestimmt.
Weiter geht es über die Pad, die durch die Kloof führt.
Mit etwas Wehmut blicken wir aus dem Fenster auf die schöne Landschaft.
Es geht wieder den Pass hoch
und auf die Pad in Richtung der großen Nationalstrasse.
Die weitere Strecke in Richtung Tsitsikamma geht durch reizvolles, hügeliges Farmgebiet hindurch.
Viertel vor drei stehen wir vor diesem Schild.
Teil 1901. Jan. 2016
17.11.2015 Tsitsikamma Storms River Mouth Camp
Nach dem schnellen und freundlichen Check In im Storms Rivers Mouth Camp fahren wir gespannt in Richtung unseres reservierten Honeymoon Cottages. Es ist die Nr. 17. Sie liegt je nach Ebbe und Flut sehr nahem am Meer und ist einfach phantastisch !
Auch die Einrichtung begeistert uns. Das Cottage ist hochwertig ausgestattet, ganz gut in Schuss und vom Bett aus sieht man den Ozean !
Nach kurzem Einräumen geht es zu Fuß in Richtung Restaurant.
Inzwischen ist hier eine Filiale des Cattle Baron, eine Steak-Haus-Kette. Genau richtig für eine kleine Mahlzeit mit Blick auf das Meer.
Wir warten, bis die Hauptmasse der Bustouris durch ist und laufen dann in Richtung der Suspension Bridge.
Hier waren wir im Jahr 2006 bereits schon einmal. Der Himmel ist inzwischen bedeckt.
Der Weg geht durch üppige Vegetation am Hang entlang.
Immer wieder fliegen Vögel herum
und es bieten sich spektakuläre Ausblicke auf das Meer.
In einem Baum hängt eine faule, verfressenen Horde Dassies herum.
Als wir die Suspension Bridge in Sichtweite bekommen, fängt es heftigst an zu regnen.
Nach kurzer Flucht bietet ein Baum mit dichtem Laub Schutz.
Irgendwann lässt der Regen nach und es geht zurück ins Cottage unter die heiße Dusche. Wegen des Wetters fällt das Grillen aus. Anstatt dessen ergattern wir einen Tisch im Cattle Baron.
Es gibt sehr, sehr leckere und günstige Filetsteaks in einer Pfefferkruste.
Wir sind sehr zufrieden und kehren in unser gemütliches Bett zurück.
Inzwischen ist die Flut da und die Brecher donnern nur wenige Meter entfernt an die Felsen. Teilweise spürt man die Vibrationen sogar !
Teil 2001. Jan. 2016
18.11.2015 Tsitsikamma / Waterfall Trail
Bei herrlichstem Wetter und reich gedecktem Frühstückstisch genießen wir die traumhafte Lage am Meer.
Es ist derart schön und entspannend, dass wir erst um 11:00 Uhr zu unserer Wanderung aufbrechen.
Durch das Camp geht es immer an sich meterhoch an den Felsen brechenden Wellen vorbei.
Hier stehen die Hütten eng an eng. Aber sie haben eigentlich fast alle einen schönen Meerblick.
Diesem Schauspiel könnte man ewig zuschauen, leider müssen wir die Uhr aber etwas im Auge behalten.
Am Ende des Camps erreichen wir die Oceanettes. Hier haben wir vor neun Jahren gewohnt.
Direkt hier liegt der Anfang des Trails.
Der Anfang ist vielversprechend. Es geht durch ein gelbes Blumenmeer die Küste entlang.
Immer wieder geht es in dichte Vegetation hinein und ein paar Treppen hoch und herunter.
Dann stehen wir wieder am Meer.
Eine große Heuschrecke
Dann beginnt eine Passage, an der man über große Felsen klettern muss.
Ich beobachte Kerstin etwas ängstlich, denn sie hat immer noch Probleme mit ihrem ehemals gebrochenen Knöchel.
Die Vernunft bringt uns zur Umkehr.
Es war auch so eine herrliche kleine Wanderung !
Quer durch das Camp geht es zurück zu unserem Chalet.