Und dann zeigt mir die Kamera einen leeren Akku an!!!
Shit!!!
Ausgerechnet jetzt, kurz vor dem Beginn der Jagt!!!
Also in allem Gehetze den Ersatzakku gesucht, gewechselt und...
...die Trappe hat in der Zwischenzeit den Leo bemerkt und ist davongeflogen!
Der Leo befindet sich nach einer ganz kurzen Spurteinlage nun auf der rechten Seite des Autos, im besten Morgenlicht, aber
weit weg...
Oben: Er schaut nochmals zu uns zurück, als wollte er Abschied nehmen...
Oben: ...und trottet dann von dannen...Byebye, Leo Nr. 24...der Nächste macht das Viertelhundert voll! :-D
24 Leoparden in 9 Afrika-Reisen...über mangelndes Sichtungsglück darf ich mich nicht beklagen!!!
Was für ein Abschluss des Safari-Teils unserer Reise!!!
Oben: Wenige hundert Meter nach der Leosichtung stehen wir zum letzten Mal an einem Botswanischen Gate, zumindest für
diese Reise!Am Gate machen wir unsere letzte Früchtepause dieser Reise, während Obby die Formalitäten erledigt.
Kaum zum Gate raus sind wir schon zwischen den ersten Häusern von Kasane!
Wir alle sind erstaunt wie nahe der Leo an der Stadt war!!!
Als erstes fährt Obby an eine Tankstelle, denn der Tank und auch die Reifen benötigen dringend eine Füllung!
Währenddessen gehen wir Getränke einkaufen, was aber nicht alle können, da sie kein Botswanisches Geld mehr haben...
...und mit US-Dollar kann man im Supermarkt verständlicherweise nicht bezahlen!
Der Geldwechsler ist aber noch nicht zur Arbeit erschienen und wird es wohl auch nicht so schnell, denn sein Büro öffnet erst
um 09:30 Uhr!
Und wir haben 08:30Uhr!
Doch Obby oder Badiri können helfen, indem sie den Typen ans Telefon kriegen!
Schnell ist er überredet heute etwas früher zu öffnen und um 08:45 steht er auch tatsächlich da!
In der Zwischenzeit hab ich mit meinem letzten botswanischen Geld meine Getränke schon gekauft und geh zum Auto zurück.
Dort erwartet uns ein T-Shirt-Händler, der seine Ware auf der Motorhaube unseres Autos ausbreitet.
Offenbar ein Mann der zumindest weiss was wir vorhaben, denn er offeriert uns die gewünschten T-Shirts heute zu bezahlen
so dass er sie in Produktion geben könne und sie von einem Geschäftspartner morgen in Sambia zu unserer Lodge gebracht würden...
Mir ist die Sache nicht ganz geheuer...jetzt zahlen, dann in ein anderes Land fahren und morgen von einem Fremden die Shirt's kriegen?
Ein leises 'Hmmm' ist da angebracht!!!
Obwohl er auch T-Shirts mit dem 'Bushways'-Schriftzug dabei hat, also eventuell sogar zu 'Bushways', unserem Veranstalter, gehört!
Einige bestellen, ich nicht, gespannt ob die Shirt's geliefert werden sind wir alle!
Wir fahren um 09:00 weiter zum Campingplatz der ersten Nacht, wo wir den Anhänger abkoppeln und unser Gepäck auf die
Rückbank legen sowie eine Plane drüber befestigen, was in Sambia offenbar Vorschrift ist und auch kontrolliert werden soll...
Und dann...
...der Abschied von Badiri!!!
Wir stellen uns im Kreis auf und rufen Badiri zu uns, Andy als unser Ältester hält eine Dankesrede von einigen Minuten Dauer,
voll von Emotionen und Erlebnissen...
Badiri ist sichtlich gerührt!
Dann verabschiedet sich jeder Einzelne von ihm, natürlich herzlich und mit Umarmung!!!
Wir verlassen einen Freund!
Zum Schluss überreichen wir ihm sein Trinkgeld in einem Couvert sowie meine LED-Leuchte, die ihm so gut gefallen hat.
Er freut sich wie ein kleines Kind!!!
So schön!!!
:-D
Doch dann müssen wir los...
Tschüss Badiri, bist ein toller Kerl!!!
Oben: Badiri verschliesst unsere Einstiegslike und winkt uns noch lange hinterher, wie auch wir ihm noch lange winken...
Was für ein liebenswürdiger Kerl!!!Die Fahrt zur Grenze ist recht kurz, schon bald stehen wir am Ende einer Lastwagen-Kolonne...
Und kurz darauf sind wir beim Gebäude wo wir die Ausreisestempel in die Pässe kriegen, während Obby das Auto mit dem Gepäck bewacht.
Anschliessend macht er die Papiere für sich und das Auto klar, und schon gehts weiter zum Fähranlager am Sambesi!!!
S A M B E S I ! ! !
Was für ein Name!
Der steht für mich in einer Reihe mit Serengeti, Ngorongoro, Kilimanjaro, Masai Mara, Okovango und Kongo!!!
DIE Symbole für das wilde Afrika!!!
Oben: Und auch das ist ein Symbol für Afrika...Kopfschüttel... 😉
Oben: Der Zusammenfluss von Chobe River (Am Oberlauf 'Cuando', dann 'Kwando', dann 'Linyanti' und zum Schluss eben 'Chobe'
genannt, links) und Sambesi (auch Zambezi oder Zambesi genannt, Afrika's viertlängster Fluss nach dem 'Nil', dem 'Kongo' und
dem 'Niger', rechts) beim Grenzübergang Kazungula (links Botuana, rechts Namibia, hinter mir Zimbabwe und rechts von
mir, aber nicht zu sehen Sambia).
Oben: Ausladen der einzelnen Packungen, natürlich von Hand und mit Publikum 😉Wir stehen hier und müssen aufpassen was wir fotografieren, denn Militär, Polizei, Brücken, Zoll usw sollte bzw. darf nicht
fotografiert werden.
Da ich mit Kamera in der Hand rumlatsche werd ich von zwei Polizisten beobachtet und benutze die Kamera deonstrativ nur
so dass sie keinen Grund haben einzuschreiten.
Die Fähre ist voll und auf dem Weg nach Sambia, erst wenn sie zurück ist dürfen wir auch drauf!
Als erstes werden dann zwei Lastwagen draufgefahren, dann unser Auto und erst danach dürfen Menschen auf die Fähre gehen!
Wohl damit beim Kippen der Fähre aufgrund einer Fehlbeladung nur die Autos mit den Fahrern in den Sambesi fallen, wo sicher
auch einige liebe Krokodile auf Gesellschaft warten...
Dann legt die Fähre mit ohrenbetäubendem Lärm und schwarzen Wolken aus dem Auspuff los!
Tschüss Botswana, auf gehts nach Sambia!!! :-D
Schon bald sind wir dort und betreten das nächste afrikanische Land, 'mein' Sechstes.
Sofort werden wir von diversen Händlern und Agenten bestürmt, doch wir alle sind recht gut im Abwimmeln dieser Leute... 😉
Anständig und mit Lächeln, aber deutlich genug dass es nur einer ein zweites Mal versucht.
Was dann ohne Lächeln und deutlich deutlicher abgewimmelt wird...
Wir folgen Obby's Auto auf einen Parkplatz, wo er uns das Prozedere um ein KAZA-Visa (also ein Visa für Sambia und
Zimbabwe zum selben Preis wie das Visa nur für Sambia) zu erhalten, erklärt.
Während Claudine, Patrick und ich beim Auto bleiben macht Obby die Einreisepapiere für sich und das Auto klar und der Rest
der Gruppe versucht sich das KAZA-Visa zu holen.
Es dauert lange, ein weiterer fliegender Händler versucht mich zu überzeugen meine halbvolle PET-Flasche auszuleeren und ihm
die leere Flasche zu schenken, wofür und weshalb sagt er nicht, er drängelt nur...
Mach ich natürlich nicht...sondern vertreibe ihn weil mir seine Blicke in unser Auto und zu unserem Gepäck sehr
unsympatisch rüberkommen!
In der Zwischenzeit ist auch unsere Parallelgruppe auf dem Parkplatz angekommen.
Die gehen alle in Richtung des Zollgebäudes und das Auto bleibt unbewacht zurück...
...hmm...find ich etwas blauäugig...
...aber wir passen auch auf jenes Auto auf!
Endlich kommt der Rest unserer Gruppe zurück, mit langen Gesichtern!
Denn heute gäbe es kein KAZA-Visa, da der dafür zuständige Mann nicht da wäre...
Nun haben die alle 'nur' ein Sambia-Visa bekommen, das heisst sie können morgen die Victoria-Fälle nur auf der sambischen
Seite anschauen und auch keinen Flug über die Fälle machen!
Das finden wir drei bisherigen Autobewacher aber mehr als nur erstaunlich...
Nun gehen also wir drei in Richtung des Zollbüros, wo noch immer die Leute der Parallelgruppe stehen.
Offenbar gibt's wirklich ein Problem, denn auch denen wird die Story vom 'heute gibts kein KAZA-Visum' erzählt!
Ihr Fahrer Cullum stösst dazu und fragt bei der Zöllnerin nach, dasselbe Ergebniss!
Aber zum Glück haben wir Schweizer dabei, denn Gwénaelle sagt in der typischen schweizer Kompromissbereitschaft zur Zöllnerin
folgendes: 'Wir bleiben hier stehen und blockieren das gesammte Zollbüro bis wir alle ein KAZA-Visa haben!', stellt
sich mit verschränkten Armen und dem Rücken zur Zollbeamtin hin und beginnt mit Claudine zu quasseln und zu lachen...
Wir Anderen blockieren den Rest den Büros...demonstrativ!
Der Zollbeamtin vergeht das Lachen schon bald, denn soviel sie auch versucht mit uns zu sprechen, niemand reagiert auf sie!
Schon bald steht sie auf und verschwindet hinter einer Türe in einen angrenzenden Raum.
Kurze Zeit später kommt sie in Begleitung eines schlecht gelaunten Mannes wieder raus...
...und der Mann ist genau derjenige, der das KAZA-Visa ausstellen darf... 😉
Afrika halt! :-D
Also von jedem die Pässe und 50$ einsammeln, ihm übergeben und weiterhin alles blockieren bis er uns die Pässe zurückgibt,
alle wieder verteilt sind und jeder kontrolliert hat ob er auch wirklich das richtige Visa mit den richtigen Daten hat... 😉
Wir alle haben es erhalten, nur unsere anderen Mitreisenden nicht...
Zurück beim Auto staunen die Anderen nicht schlecht dass wir das KAZA-Visa haben... 😉
OK, alles stimmt nicht, Claudine heisst nun gemäss Visa André und hat dazu ein neues Geburtsdatum erhalten, ich heisse plötzlich
C. Mario mit Vornamen, aber der Rest passt!
Zurück zu den Autos wo kurz davor auch Obby eintrifft und los gehts in Zweierkonvoi zur
Maramba River Lodge (klick mich)in Livingstone.
Es ist nun schon nach 11:00 Uhr und wir haben noch etwa eineinhalb Stunden Fahrt vor uns!
Zuerst müssen wir aber dank durch wartende Lastwagen blockierter Hauptstrasse quer durch den Markt Slalom fahren
bevor's raus geht auf die gut asphaltierte, grossteils schnurgerade Strasse nach Livingstone.
Oben: Ausblick durch die Windschutzscheibe auf die schnurgerade Strasse.
Oben: Impressionen am Strassenrand...
Oben: Auch eine Eisenbahn hat Sambia zu bieten!
Diese der Firma Zambia Railways Corporation, kurz ZR (klick mich) hat jedoch nichts mit der TAZARA (Tanzania-Zambia Railway, klick mich!)
zu tun, welche von Südafrika mit einmal Umladen/Umsteigen bis nach Dar es Salaam führt.