Reisebericht

Mit dem Landy durch den Süden

von macfrank · begonnen 02. Okt. 2015 · 23 Teile

Teil 2108. Feb. 2016
Was man wirklich braucht – Teil 5: Diesel

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Als Kind muss ich bei Urlaubsfahrten meine Eltern wohl entnervt haben. Statt des üblichen „Sind wir bald da??“: „Haben wir noch genug Benzin im Tank???“ Und das in Deutschland auf dem Weg in die Alpen... 🙄 Schon von daher konnte ich mich in Namibia anfreunden mit dem Grundsatz: An jeder Tankstelle volltanken, die man auf dem Weg erreicht. Es könnte mal geschlossen sein oder keinen Diesel geben. Sind alle auf den Karten verzeichnet. Bei uns lag der Abstand zwischen 140 und 450 km, meist um die 250 km, also gar kein Problem.

Der Landy hatte einen 75 Liter Tank plus einen Zusatztank mit ca. 35 Litern. Dies war ein Durchlauftank, d.h. man tankt ganz normal voll, als hätte man nur einen großen Tank. Die Tanknadel bewegt sich aber erst abwärts, wenn der Zusatztank leer ist. Auf dem Dach hatten wir noch zwei 20 Liter Kanister, die aber leer blieben. Nur für die letzte Etappe Swakopmund – Welwitschia – Blutkuppe – Bosua Pass – Windhoek haben wir einen Kanister als Reserve mitgenommen (wegen des o.g. Kindheitstraumas 🙂 ). Nicht so leicht für uns Kurze, den auf’s Dach zu kriegen, aber der Tankwart hat geholfen . 😉 Gebraucht haben wir den Kanister nicht, aber es hat beruhigt und so konnten wir am letzten Tag direkt zum Flughafen durchfahren.

Verbraucht haben wir zwischen 10 und 14 Liter/100km, im Mittel etwas unter 12 Liter/100km. Ob mit 60km/h über Gravel oder 100 über Teer scheint da keinen großen Unterschied zu machen.
Teil 2209. Feb. 2016
PassSpaß

Apropos letzte Etappe. Wenn man aus den tief gelegenen küstennahen Gebieten wieder westwärts fährt, muss man irgendwie die „Randstufe“ erklimmen. Einer der Pässe die das bewerkstelligen ist der Bosua Pass. Das hat mit dem Landy wahnsinnig Spaß gemacht. Zumindest mir, der aber auch nicht auf der dem Abgrund zugewandten Seite saß 😗 Der Landy kletterte kraftvoll und sicher die 20% Steigung hoch. Da konnte ich sogar noch vom 2. in den 3. Gang hochschalten und weiter beschleunigen – yeehaaa 🤩 Bergab ist das vielleicht nicht ganz so spaßig, vor allem wenn man mit 20% Gefälle auf eine Kehre zufährt. Diese Kurve ist aber inzwischen gepflastert worden.

Eine halbe Stunde nach der ersten Steigung (oranger Pfeil) war ein guter Platz zum Halten und Pipi machen 😊 (grüner Pfeil)

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Teil 2310. Feb. 2016
Nun der letzte Teil, als "triple-feature":

Sicherheit

Was war nun mit all den gefährlichen Tieren? Nichts. Keine Schlange, kein Skorpion. Nur die Paviane in der Naukluft. Im Daan Viljoen Park, unserer letzten Station, war es dagegen ein entspanntes Miteinander.

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Im Namibrand Park haben wir gaanz kurz einen Leoparden gesehen! Der hat sich aber schnell vor uns versteckt und kam zum Leidwesen aller nicht mehr hervor.

Gefahr scheint aus Sicht der Namibier eher von den Städten auszugehen. Hier z.B. böse Treppenstufen vor der Post in Swakopmund 😉

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Trotzdem ist eine gewisse Aufmerksamkeit und Vorsorge in den Städten sicher richtig. Als wir am letzten Tag wieder nach Windhoek fuhren, haben wir die Türen von innen verriegelt. Und: an der zweiten roten Ampel versuchte tatsächlich jemand die Türen zu öffnen – grrr. Einem Pärchen, mit dem wir sprachen, wurde genau so bereits am zweiten Tag ein Rucksack mit Kamera gestohlen 🙁

Abschied

Am letzten Tag sind wir also ganz entspannt von Daan Viljoen über Windhoek zum Flughafen gefahren. Dabei im Park noch eine kleine Offroad-Runde gedreht 😄 Ein bischen zaghaft, weil wir nun nach fast 3000km nicht doch noch einen Reifen wechseln wollten.
https://www.youtube.com/watch?v=7ItTQ2aigU0

Die Übergabe des Landys am Flughafen war völlig problemlos. Der Mitarbeiter fragte dreimal ungläubig nach: „Kein Schaden? Kein Reifenplatzer??“ – „Nein, tolles Auto“ 😁 „Ja, ihr Deutschen und der Land Rover... Was ist das nur?“

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Happy. End.

Ja, was ist das nur? Daktari kann es bei uns nicht sein. Damit sind wir nicht so sehr aufgewachsen. In Namibia haben wir uns jedenfalls in diesen kantigen, altmodischen Wagen und das Reisen mit ihm verliebt. So sehr, dass wir wieder zuhause eine wohlüberlegte, emotionale Entscheidung getroffen haben. Dies ist nun unserer und wir bauen ihn gerade um zu einem Reisemobil:

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Aber das ist eine andere Geschichte... 🙂
Danke für’s Lesen.
Frank + Steffi

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