Reisebericht

Mit dem Landy durch den Süden

von macfrank · begonnen 02. Okt. 2015 · 23 Teile

Teil 102. Okt. 2015
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Meine Güte ist das schon so lange her? Dann wird's aber Zeit für unseren Reisebericht. Bald ist ja auch FoMi-Treffen 😊
Na dann...

Lass uns doch…
…mit einem Land Rover in Namibia fahren.
Betonung auf Land Rover 🙂

Land Rover zum einen als Alternative zur Kleingruppenreise. Die hatten wir für September 2011 gebucht, uns vorbereitet und gefreut, um dann sechs Wochen vor Abflug zu hören, dass sie aufgrund zu geringer Teilnehmerzahl nicht stattfindet. Vier Teilnehmer hätten es werden müssen, aber wir waren die einzigen die verbindlich gebucht hatten 🙁 Na, die Dolomiten waren dann auch schön…

Land Rover zum anderen als Alternative zu, ja, welchem Fahrzeug denn? Das war irgendwie nie eine Frage. Sieht halt knuffig aus 🙂 Als wir dann einem an alten Land Rovern interessierten Freund diesen Kalender schenkten…
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...sagte Steffi eben beiläufig "Lass uns doch mit einem Land Rover in Namibia fahren".
Meine Antwort: <pause> "ja!!"

Das war am 23. Mai 2014. Am 27. Mai habe ich mich bei diesem tollen Forum angemeldet und erste Tipps bekommen.
Steffi fand noch ein GEO Spezial von 2008 "Namibia und Botswana" (http://www.geo.de/GEO/heftreihen/geo_special/namibia-und-botswana-58350.html?t=img), das ebenfalls eine große Hilfe für die Routenfindung war. Sehr wertvoll war auch die Tracks4Africa Karte in Papier und als Garmin-Karte für BaseCamp und GPS-Gerät, die wir noch von 2011 hatten.

Zwei Wochen später war der Reiseplan ausgearbeitet, ein Landy-Vermieter mit Deutschem Büro gefunden (Kwenda Safari als Organisator und Vermittler zu Bushlore Südafrika) und die Reise gebucht. 🙂

Fast finale Route in der GEO-Karte:
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Teil 202. Okt. 2015
Unsere Route

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1. Mai Ankunft, Windhoek, Hotel Pension Palmquell
2. Bagatelle, Camping
3. Mesosaurus, Bushcamp
5.-6. Canyon Lodge
7.-9. KAV Eagle's Nest, The Rock
10.-11. Koiimasis, Camp Site #3
12.-13. Tok Tokkie Trails
14. Soussus Dune Lodge
15.-16. Büllsport, Bullenkopf Camp
17.-18. Swakopmund, Central Guesthouse
19.-20. Blutkuppe, Camping
21. Daan Viljoen, "Chalet"
22. Rückflug

Wie ihr seht, ein Mix aus Camping und fester Unterkunft. Von einfach bis Luxus. Alles mal ausprobieren. Wir waren eher noch keine Camper, waren zwar schon mit Kamelen und Schlafsack in Wüsten unterwegs, wussten daher aber auch, dass wir zumindest einmal in der Woche eine schöne Dusche brauchen würden. Da ahnten wir noch nicht, dass wir die ganz toll auch auf Namibischen camp sites finden würden.
Und dann die ganzen tödlichen Tiere. 😵 Überall Skorpione und Schlangen. Kaum ist es dunkel, überfluten sie die Campingplätze, verstecken sich unter dem Auto und konkurrieren mit Schakalen und Hyänen um die Essensreste der Camper (oder um die Camper). Und die Sandalen können sowieso zuhause bleiben.
Was macht man sich manchmal für Gedanken… Die Sandalen kamen glücklicherweise doch mit, jedenfalls meine 🙂 was gut war, weil es heiß war. Aber jetzt geht's erstmal los:

Gefahren sind wir ziemlich genau 3000 km. Davon waren 700 km Teer.
Tieferen Sand sind wir nur gefahren, wenn er auf der Pad lag 🙂 Geplant war, im Sossusvlei bis "nach hinten" zu fahren, dazu kam es aber wegen eines klitzekleinen technischen Problems und unserer Unerfahrenheit bzgl. der Zeitplanung nicht.
4x4-Strecke war nur ca. 30 km, dafür war der Spaß dort umso größer und hat Appetit auf mehr gemacht 🙂

Unser Reisebericht wird nicht streng chronologisch alle Stationen behandeln, sondern eher in themenbezogenen Kapitelchen folgen.
Dabei berichten wir insbesondere auch zum Land Rover und dem Fahren und Wohnen damit, bringen ein paar Erfahrungs-Daten dazu, die nicht in den Reiseführern stehen, versuchen die Fragen zu beantworten, die uns selbst bei der Vorbereitung interessiert haben.

Beginn der D707:
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Teil 305. Okt. 2015
Papierkram, Permits, Polizei

Die Übergabe fand am Flughafen statt und dauerte ca. 1,5h. Ein - erst förmlicher, dann aber doch lustiger - Mitarbeiter von Bushlore hat uns geduldig alles erklärt.

Da der Wagen in ZA zugelassen ist, gab es zusätzlichen Papierkram. Der Wagen hatte keine Firmen-Aufkleber (yeah 🙂 und wir bekamen allerlei Zulassungs- und Grenzübertrittsgenehmigungspapiere mit und einen Schrieb, der bestätigte, dass wir mit dem Wagen fahren dürfen.

Dank eines Forenbeitrags hatten wir nach dem "Cross Border / Road Tax Permit" gefragt. "Ach braucht man nicht". "Doch, hätten wir gerne.". Das dünne Zettelchen in halber A5-Größe hatte ich fortan in der Brieftasche beim Internationalen Führerschein. Der Int. Führerschein (und nur der) wurde bei jedem Checkpoint benötigt und am Checkpoint beim Verlassen des Ai-Ais-NP dann tatsächlich auch das Cross-Border-Dings von einem - erst förmlichen, dann aber doch lustigen - Polizisten verlangt.

Überhaupt waren die Polizisten an den Checkpoints (vor/nach Windhoek, hinter Walvis Bay, am Ai-Ais "West-Tor") sehr entspannt. Sie haben die Aussprache meines Nachnamens (mit "ö" drin) geübt, sich über meinen zweiten Vornamen lustig gemacht - ja Danke - und einer wollte eine Mitfahrgelegenheit (war aber schon alles voller Kram, wie er enttäuscht feststellte).

Permits benötigten wir für Sossusvlei und den Namib-Teil des Namib-Naukluft NP, in dem der Welwitschia-Drive und die Blutkuppe liegen. Für Sossusvlei haben wir es im Büro hinter der Einfahrt in Sesriem bekommen. Für das andere waren wir in Swakopmund im Büro des MET. Urige Büro-Atmosphäre mit einer - erst förmlichen, dann aber doch lustigen - uniformierten Mitarbeiterin.
Teil 405. Okt. 2015
Links fahren!

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Das war einfach, da wir auch schon viel in UK unterwegs waren. Allerdings mit dem Motorrad oder dem eigenen Auto. Eine Umgewöhnung war das Schalten mit Links, aber der Landy fühlt sich ja sowieso ganz anders an, als ein "richtiges" Auto. Mehr wie ein kleiner LKW. Schön. 🙂 Entsprechend bin ich in Windhoek herumgehopst wie ein Fahranfänger. 😊 Auf dem kleinen Parkplatz von Woerman & Brock herumzurangieren, ging aber gut. Riesiger Wendekreis, aber gute Übersicht.

Erster Reisetag

In Dordabis der erste gravel. Achje... Trotz verringertem Luftdruck hatte ich mir das Gerüttel nicht soo arg vorgestellt.
Die C15 Richtung Bagatelle war schlecht in Schuss, fanden wir. Namibias gravel roads seien doch so toll. War *das* damit gemeint? Würde das die nächsten 2500 km so weiter gehen??
Auch wenn es mal nicht so gerüttelt hat, musste ich mich an den Schotter erstmal gewöhnen.
"Wie auf Murmeln" stand in den seitenlangen Fahr- und Sicherheitstipps, die wir von Kwenda bekommen hatten. Das trifft es ganz gut. Der Landy mit seinem hohen Aufbau und der Dachlast schwimmt da schon etwas. Mehr als 50 - 60 km/h sind wir daher nicht gefahren, was mit unseren vielen kleinen Pausen zu einem Schotter-Schnitt von 37 km/h führte. Das war aber ok, wir wollten ja langsam Reisen und hatten sieben Stunden als "worst case" ausgerechnet. Nach sechs Stunden waren wir an der Bagatelle angekommen, die Landschaft war toll, endlich in der Weite, der Sonne, draußen!

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Teil 506. Okt. 2015
Unter Vögeln

Nun hatten wir vor, über die M29 zum Mesosaurus Camp zu fahren. Die "worst case" Dauer dafür war 8h30. Nochmal viele Stunden dieses Gerüttel? Davon hatten wir ja, dachten wir, noch reichlich vor uns und so entschieden wir uns, die Alternative über die B1 zu nehmen. Auf der restlichen Route würde es keine Alternativen mehr geben. Bereits die C20 war geteert. Ach wie schön. Das war der zweite Tag. Heute vermisse ich die Schotterstraßen. Reisen verändert.

Vor Keetmanshoop biegt man auf die M29 ein. Und wieder fettes Wellblech. Dieses Mal noch mehr Luft raus. Blöd nur, dass das Manometer immer 2 bar anzeigt, egal was man macht, also "nach Gefühl" abgelassen. Dann auf die C17 und - Ruhe… Es gibt sie also doch, die guten Straßen! Hoffnung für Fahrwerk und Wirbelsäule keimt auf. Hurra. Schneller sind wir trotzdem nicht gefahren. Landschaft genießen.

Wellblech auf der C27 (von der M29 gibt's kein Foto):
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An der Mesosaurus-Rezeption wurden wir sehr nett vom Sohn des Besitzers Giel (sprich: "chiel") begrüßt und fuhren dann noch 20 Minuten über einen schönen 4x4 Weg zum Bushcamp.

Yeah, da fühlt sich der Landy wohl. Nachdem wir uns einen Platz neben/unter einem Webervogel-Nest ausgesucht hatten. Ging es die gleiche Strecke bald schon wieder zurück. Fossil-Führung mit Giel stand auf dem Programm. Hier verraten wir nichts, weil er das wirklich toll macht. Sehr zu empfehlen! Dauert etwa 1,5 Stunden und zur Dämmerung um 17:00 waren wir wieder im Camp. Landy hat sich auch gefreut, weil die Führung mit dem eigenen Fahrzeug über einen - für den zweiten Erfahrungs-Tag nicht anspruchslosen - 4x4 Weg führt.

Der Abend und die Nacht mit den "sociable weavers" war lustig und irgendwie heimelig. Die fleißigen "Spatzen" quietschen wie Gummientchen oder wie die Vögel aus dem Pixar-Film "for the birds" (https://vimeo.com/61971077)

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Sonnenaufgang 5:30 Uhr, Aufstehen "mit den Vögeln", das Licht genießen und fotografieren bis 6:30 Uhr, dabei Frühstück machen, aber vorher noch das Dachzelt einpacken. Tja, das Dachzelt. Damit konnten wir uns während der drei Wochen nicht so recht anfreunden. Innen ganz viel Platz (1,40m x 2,00m) und auch das Rauf- und Runtersteigen geht gut, aber Gestänge, Klappen, Leiter-Verlängerung und vor allem das Einpacken fanden wir recht umständlich. Nun sind wir halt nicht so groß, der Landy dafür umso höher. Daher bedeutet das Einpacken, dass wir ein paar Mal an dem Landy herumturnen müssen, bis die Abdeckplane richtig sitzt und festgezurrt ist. Wenn Schlafsäcke und Kissen im Zelt bleiben, also immer, ist die Plane nicht wirklich groß genug. Und das vor dem Frühstück… Aber hinterher hat man erst recht keine Lust mehr dazu.
Erwähnte ich die tollen Duschen auf der camp site?

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Teil 609. Okt. 2015
So, vor dem FoMi-Treffen, noch ein Kapitelchen 🙂 Bis morgen dann.

Auf Pad

Im Großen und Ganzen gewöhnt man sich irgendwann an die Straßen. Man lernt zu "sehen" und stellt sich früh z.B. auf weichere Sandpassagen und Spuren ein. Viele Fahrzeuge kommen nicht entgegen und so fährt man eh mehr in der Mitte, wo es meist fester und ebener ist, als am Rand. LKW sind wir fast keinen begegnet, hauptsächlich auf der B1, und Steinschlag durch andere Fahrzeuge hatten wir nicht zu beklagen.

Das übelste Stück war sicher das Löwen Rivier auf der C12 ein Stück südlich von Seeheim. Wellblech, sehr sandig verspurt und mit noch matschigen Stellen, denen man aber ausweichen kann. Wenn niemand entgegen kommt. Was praktisch nie passiert. Außer auf Kuppen.
Es stehen da auch Gefahren-Schilder. Also schön sachte durchfahren.
Die C13 nördlich von Aus war sehr sandig und Teile der D707. So hat man das auch mal im Programm 🙂

Zufahrt zur Canyon Lodge:
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D207, wunderschöne Pad entlang der Berge, rechts geht's ins Gamchab Rivier:
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C13 halb zwischen Rosh Pinah und Aus. 100km geradeaus. 40 vor dieser "Kurve" und 60 dahinter:
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Briefkasten an der D707:
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VW Bus auf der D707:
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Strauße und Springböcke an der D707:
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D707 🙂
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Nein, nicht die D707. Es gibt viele schöne Strecken. Hier die C14 nördlich von Solitaire:
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Teil 720. Okt. 2015
So nun geht's mal wieder ein Stück weiter mit:

Andere Landys. Und: Toyotas haben auch Probleme

Bekanntlich ist der Land Rover ein völlig problemloses Auto und daher so weit verbreitet, dass man praktisch keine anderen Marken sieht, besonders keine Toyotas 😉 In Seeheim haben wir beim Käsekuchenessen die ersten anderen Landys getroffen. Sechs Italiener (?) in zwei Autos. Haben bereits zu Beginn ihrer Reise einen Tag verloren, weil ein Wagen Getriebeprobleme hatte und sie auf Ersatz warten mussten...

Auf dem Tok Tokkie Trail trafen wir ein sehr nettes Britisches Pärchen, die in einem relativ neuen Toyota Land Cruiser unterwegs waren. Auch schon ihr zweiter, weil der erste nach ein paar Tagen nicht mehr wollte. Sie sind vor uns wieder abgefahren, kamen uns dann aber 10 Minuten später wieder entgegen - auf dem Rücksitz im Wagen eines anderen Pärchens, das auch mit uns wandern war - nanu ?? Der Cruiser der Briten hatte Feuer gefangen! Stichflamme aus dem Motorraum. Gottseidank nicht abgebrannt, aber starten wollte der Wagen danach auch nicht mehr. :-/ Soviel dazu.

Seeheim:
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Canyon Roadhouse:

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Teil 828. Okt. 2015
Langsam geht's weiter. Habe gerade nicht soviel Zeit. Aber keine Sorge, das letzte Kapitel "Happy. End." kommt noch dieses Jahr 😉

Jetzt erstmal zu einem der essentiellen Themen:

Was man wirklich braucht, Teil 1 - Luft

Normaler Reifendruck für Teer ist 2,6 - 3,0 bar. Für gravel wurden 1,8 - 2,0 empfohlen.
Auch wegen des kaputten Druckmessers, der irgendwie immer 2,0 bar anzeigte, hatten wir anfangs auf Schotter wohl eher zuviel Druck drauf. In der Canyon Lodge bin ich dann mal mit einem freundlichen Mechaniker zur Werkstatt gefahren. 500m vom Haupthaus. Dort haben wir dann mit seinem Druckmesser unseren "kalibriert". Über 2,2 bar zeigte er tatsächlich immer 2,0 bar, darunter 0,2 bar zuviel… Fortan sind wir mit echten 1,8 bar gefahren und der Unterschied war gewaltig! Auf Wellblech änderte sich dadurch die "Rüttelfrequenz" und es wurde bei der uns sicher erscheinenden Geschwindigkeit etwas ruhiger.

Vom Daan Viljoen bis zum Flughafen sind wir die 70km Teer mit "gravel"-Druck gefahren. Ist zwar theoretisch für die Reifen nicht so gut, aber bei unserem Bummeltempo kein Problem. Den Kompressor hatten wir bisher nicht gebraucht und wollten ihn nun auch nicht mehr auspacken. Er wäre mit Klemmen an der Batterie anzuschließen gewesen und die sitzt beim Landy unter dem linken Sitz. Sitzpolster raus, Sitz nach vorne schieben, Deckel abnehmen. Und dann minutenlanger Kompressor-Krach.

Eine Tankstelle in Windhoek wollten wir deswegen auch nicht extra ansteuern. Es war sehr voll und wuselig, jede Ampel war rot und wir fühlten uns nicht recht sicher. Zu recht, wie sich zeigte. Dazu unter "Sicherheit" mehr.

Luft raus… (hier Beginn der C13):
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Luft rein… (hier Rosh Pinah):
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Canyon Roadhouse. Da liegt doch ein Druckmesser rum…
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Apropos Canyon Roadhouse. Wir haben doch glatt vergessen, Pandoras Box zu öffnen… Die Neugier nagt jetzt. Wer das Geheimnis kennt, möge uns eine PM schicken. Die Hoffnung stirbt zuletzt 😉
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Teil 916. Dez. 2015
Viel zu tun gerade, aber nun soll es weiter gehen, damit ihr für die dunkle, kalte Zeit etwas zu Lesen habt 🙂

Am Oranje

Die weiteste Tagesetappe lag nun vor uns. Von der Canyon Lodge zum Oranje/Gariep und nach Aus. 380 km. Ein Deutsches Pärchen wollte am selben Tag dort entlang noch bis Lüderitz fahren. Kann man machen, muss man aber nicht. Besonders nicht mit dem Landy. Wir sind schon etwas früher am Frühstücksbuffet aufgetaucht. Regulär gibt es erst ab 7:00 Uhr etwas, aber alles war schon fertig angerichtet und das freundliche Personal hatte nichts dagegen.
Bei einer unserer ca. 10 Päuschen am Oranje, trafen wir dann das Pärchen wieder, die uns trotzt späteren Frühstücks eingeholt hatten. Sie sind dann auch bald wieder los, während wir noch die Vögel am Wasser beobachteten.

C37. Da hinten ist Südafrika.
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Am Oranje sind wir auch dem ersten grader begegnet, die unermüdlich Spur für Spur in Schuss halten. Blöd hier nur, dass auf einem sehr schmalen Stück unsere Spur jetzt ein Sandhaufen war, der vom Grader, der gerade die rechte Spur gemacht hatte, dorthin geschoben worden war.
Das kam sehr plötzlich, ich fuhr also langsamer, um über den Sandhaufen auf die rechte Spur zu wechseln, da tauchte aus dem Sand ein fetter Stein auf. Bremsen? Zu spät, auf dem Sand reicht das nicht und der Wagen steht ja auch schon nicht mehr gerade. Noch stärker rechts einschlagen und vorbei? Gar nicht gut. Überschlagsgefahr. Mitten drüber? Nein, könnte das Differential treffen. Kleine Korrektur. BAMM. Mit dem linken Vorderrad drüber. Das lief in Sekunden ab.

Mist. Ausgestiegen, alles begutachtet. Nichts. Alles ok. Der Knall war die Federung. Hörte sich drinnen schlimmer an, als es war. Alles gut. Dafür ist der Landy gebaut 🙂

Ai-Ais NP Checkpoint "Ost". Unbesetzt.
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Rast bei Boo Plats. Von außen sah die camp site ganz ordentlich aus. Ein Schild hängt da auch noch. Wäre eine schöne Zwischenstation gewesen, ist aber wohl geschlossen. Zum Fragen war niemand da.
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Fish River Brücke.
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Einer der wenigen Abschnitte, wo man den Fluß von der Straße aus sehen kann.
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Eine schöne Picknick-Stelle direkt am Wasser haben wir leider nicht gefunden. Es gehen hier und da z.T. tiefsandige Spuren in Richtung Wasser, aber die hatte ich mir noch nicht zugetraut und wegen der langen Etappe wollte ich auch den Einsatz von Sandmatten und Schaufel vermeiden. Nächstes Mal 🙂
Teil 1019. Dez. 2015
Klein-Aus-Vista

Auf unsere Hitliste der längsten/schönsten Anfahrten vom Farm-Tor/Rezeption bis zur Unterkunft/camp site steht natürlich auch „KAV“. 9 km auf schöner Sandpiste, 20 Min. der untergehenden Sonne entgegen und dann noch eine kleine Steigung und wir stehen an "The Rock".

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Theoretisch kann man nun zum Abendessen zum Haupthaus zurück gondeln und dann wieder retour und zum Frühstück nochmal. Praktisch gibt es das Frühstück fertig auf Tellern und ein Braai-Paket für's Grillen am Haus zum Mitnehmen. Mit Kuchen 🙂
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Ja, ok. Nett angerichtet, aber zumindest das Frühstück war auch nichts Besonderes. Wir sind drei Tage dort geblieben und haben uns dann selbst verpflegt und dazu den sehr guten Wein genossen, der im Häuschen bereit lag.

Dann auf unserer Terrasse Sonnenuntergang gucken.

ahhh….
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Zaungäste am Tag:

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und in der Nacht:
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Kein Foto gibt's von der Feldmaus. Zu schnell, die kleine. Hat uns jeden Abend besucht, daher mussten alle Lebensmittel duchrbeißsicher verstaut werden (z.B. im Kühlschrank, in Töpfen). Eine Lebend-Falle in der Küche hat sie auch gefunden. Fürchterliches Gerappel in der Nacht und eine verwirrte Maus in der Falle. Mäuschen nach draußen gesetzt, 5 Min. später wieder Gerappel… Falle weggesperrt (ohne Maus!). Ruhe.
Teil 1121. Dez. 2015
Was man wirklich braucht - Teil 2: Verpflegung

Die Verpflegung stellte tatsächlich überhaupt kein Problem dar. Nachdem wir am ersten Tag in Windhoek unser Gepäck ausgeladen hatten, sind wir zu Woermann & Brock gefahren. Überschaubar und alles da, was man braucht. Dank der Tipps des Forums, haben wir dem Parkwächter ein Zeichen gegeben, den Daumen hoch bekommen und nach dem Einkaufen ein paar N$ gegeben - wie die alten Hasen 🙂

Eingekauft haben wir gemütlich in ca. einer Stunde für ca. 100€. Darunter Wasser, Feuerholz, Alufolie, Peaceful Sleep Mückenspray (kaum benötigt, zum Glück), Biltong, vakkumverpacktes Kudu, Butternusskürbis, Süßkartoffeln, Obst, Müsli, H-Milch, Käse.

Während der ganzen Reise hatten wir immer soviel Haltbares dabei, dass wir außerplanmäßig 2-3 Tage irgendwo hätten festsitzen können (naja, eigentlich wohl auch eine Woche 🙂. Den dafür eingekauften Doseneintopf hatten wir bei Abgabe am Flughafen immernoch.

Dieses Gefühl, autark zu sein, war mit die schönste Erfahrung der Reise.

Große Müllbeutel für die Reisetaschen hatten wir auch, aber der Landy ist hier besser als sein Ruf. Klar war es im Auto irgendwann sandstaubig, aber nun auch nicht soo sehr. Wir stellen uns allerdings auch nicht an, wenn im Auto jemand mit Keksen krümelt und ausgesaugt wird unser Wägelchen daheim auch nur zweimal im Jahr beim Räderwechseln vom Händler 🙂

Und ja, auch Toilettenpapier 🙂 Das gab's aber praktisch überall auch auf den camp sites (außer Blutkuppe), so dass ihr Euch die Familienpackung schenken könnt 😉

Farm-Shop auf Büllsport: von Feuerholz über Kühlschrank bis zum PC alles da 🙂
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Unterwegs haben wir meist in den Tankstellen eingekauft. Das war am Bequemsten und es gab immer welche mit guten Shops, wo man oft auch (belegte) Brote und leckeres Essen zum Mitnehmen bekommen konnte.

Ziemlich zu Beginn, an der Tankstelle in Keetmanshoop, haben wir für 50 N$ ein riesiges Netz Orangen gekauft. Die haben bis zum Schluss gereicht. Waren gekühlt wie leckeres Eis und wir haben sie gerne zwischendurch verschenkt und ein Lächeln zurückbekommen: von dem Mädchen in Aus, das an der Tankstelle schüchtern "I am hungry" sagte; von dem netten, schwitzenden Fahrer/Gepäckträger der Sossus Dune Lodge; von den Mechanikern in Sesriem; von der Familie irgendwo auf der C28, die seit Stunden auf eine Mitfahrgelegenheit wartete, um ihre drei Kinder zur Einschulung zu bringen (leider kein Platz mehr im Landy, zu viel Kram dabei 🙁 ).
Teil 1223. Dez. 2015
Das bringt uns zu:
Was man wirklich braucht - Teil 3: Kühlschrank und die Kraft der zwei Herzen

Das ist schon toll. Immer frische Lebensmittel dabei, kühle Getränke, einen Sack voller Orangeneis 🙂 Unser Landy war mit einem riesigen 60 Liter Engel Kühlschrank ausgestattet. Wir hätten vorher nicht vermutet, dass ein Kühlschrank das elende Gerüttel aushält. Hat er. Und hervorragend gekühlt, bei geringem Stromverbrauch.
Während der Fahrt stand er auf "2". Temperatur im Wagen z.B. 36°C, im Kühlschrank 4°C.
Bei Übernachtungen haben wir ihn tagsüber auf "1" und nachts auf "cool" gedreht.

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Befeuert wurde er von einer eigenen Batterie. Das Doppelbatteriesystem von National Luna hat ein LED-Schätzeisen, mit dem man den Zustand von Starter- und Zusatzbatterie sehen kann. Falls die Starterbatterie mal leer/kaputt sein sollte, könnte man auf die zweite umschalten und den Motor damit starten. Nett.

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Die Batterien stehen im Batteriekasten unter dem linken Sitz. Die Elektronik war einfach an die Rückwand geschraubt, das Controllerkabel nach hinten rausgeführt und in der Sitztasche verstaut. Zur Isolierung und als Rüttelschutz lag noch eine alte Gummifußmatte auf den Batterien. Reicht doch.
Teil 1323. Dez. 2015
Und für die technisch nicht so Interessierten, hier schonmal das nächste Kapitelchen:

Ausflug: Kolmannskuppe

Ein Tagesausflug von KAV und für uns eine der fotografisch ergiebigsten Stationen.
Wir sind um 7:00 losgefahren und waren um 8:45 in Kolmannskuppe. Im Bradt's Reisführer hatten wir gelesen, dass das Permit nur in Lüderitz zu bekommen sei, daher hatten wir dafür noch Zeit eingeplant. Was wie Blödsinn klang, war es auch. Natürlich bekommt man das Permit direkt am Eingang von einem sehr freundlichen Mitarbeiter. Für einen Tag (bis 13:00) 80N$. Mit einem Fotografie-Permit für 200N$ kann man auch außerhalb der Öffnungszeiten rein, muss das Auto aber dann draußen vor der Schranke stehen lassen.
Im Café kann man die Wartezeit bis zur sehr empfehlenswerten Führung um 9:30 gut mit einem zweiten Frühstück überbrücken (Scones! 🙂. Diamanten gab's nicht zu kaufen - es war Samstag. Rein zufällig natürlich... 😉

Insgesamt haben wir vier Stunden in Kolmannskuppe herumgestöbert, die Atmosphäre aufgesaugt und fotografiert.

Wer sowas ebenfalls toll findet, dem können wir in Berlin die go2know Touren sehr empfehlen!

Grasplatz im Morgennebel
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Die Wildpferde direkt an der B4, hier auf der Rückfahrt. Am Morgen waren sie aber auch schon da 🙂
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Teil 1427. Dez. 2015
Und weiter geht's...

„gleich da“

Die Dimensionen sind in Namibia doch ein klitzekleines Bischen anders als zuhause.

130 teils sandige km und 3,5h seit Abfahrt in Klein-Aus-Vista: "Guck mal, hier ist das gate von Kooimasis. Gleich sind wir da."
Die Rezeption erreichten wir "gleich" nach 22 km, d.h. 50 Min. Fahrt durch eine herrliche Landschaft.

Wie sich die Maßstäbe hier verschieben, zeigte sich auch in einem Gespräch mit dem Camping-Nachbarn. Die beiden Deutschen waren seit 5 Monaten mit einem sehr alten (!) Toyota unterwegs. Sie buchen nie vor und sind auf gut Glück zur Koiimaisis gefahren. Haben den letzten freien Platz bekommen. "Na, sonst wären wir die 20 km eben wieder zurück gefahren und hätten es woanders versucht".

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Teil 1530. Dez. 2015
Was man wirklich braucht - Teil 4: Wasser

Trinken, trinken, trinken. Die beste Vorbeugung gegen alles. Bei ersten Annzeichen von Kopfschmerzen hat man nicht genug getrunken. Die Wüstenluft ist trügerisch. Schweiß verdunstet sofort und man meint, man verliere nicht viel Wasser. Gut ist es, wenn man unterwegs dauernd anhalten und pinkeln muss 🙂 Mangels Bäumen und geeignetem Buschwerk einfach im Schatten des Autos. Kommt ja eh nie jemand vorbei. Außer hinter dem Bosua Pass, wenn Nachmittags der Schatten auf die Gegenfahrbahn fällt. Sorry, guys. War halt dringend. 😉

Sehr praktisch der außenliegende (Warm-)Wasserhahn. 40 Liter Brauchwasser. Leider kann man nicht sehen, wie voll dieser Tank ist und so hatten wir in leergetrunkenen 5 Liter-Flaschen immer 5-10 Liter Brauchwasser extra dabei. Brauchwasser aber eigentlich nur per Definition, denn das war halt Trinkwasser aus dem Hahn/Brunnen/Tank unserer Unterkünfte, was wir überall zum Kaffee, Tee und Kochen verwendet haben. Prima Qualität. Keinerlei Probleme.

Zum Trinken haben wir trotzdem Flaschen gekauft. Vier Flaschen á 5 Liter im Karton hatten wir als Reserve und haben sie erst an den letzten Tagen angebrochen. Immer mal wieder haben wir 1,5 Liter Flaschen gekauft, von denen auch immer 1-2 im Kühlschrank waren. Kann man ca. 2 Tage nachfüllen. Dann aber wegwerfen, fangen sonst an zu müffeln.

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Auch das Auto braucht Wasser. Nach der Rückkehr von unserer sehr lohnenswerten dreitägigen Wanderung auf dem Tok Tokkie Trail musste ich feststellen, dass der Verschluss vom Kühlwassernachfüllbehälter verloren gegangen war. (Nur) ein Liter war verdunstet, zum Glück stand der Landy die drei Tage unter einem Carport im Schatten. Ein anderes Pärchen hat sich gewundert, wie wir das denn gemerkt hätten - "ähm, bei der Routinekontrolle Luft, Öl, Wasser..." - "aha..., macht ihr das zuhause auch?" - "nein..."

Der Mechaniker Franz von Tok Tokkie hatte eine findige Idee, das Problem zu lösen: ein Stück Reifenschlauch und Kabelbinder. Ob das halten würde…?

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Unsere nächste Station war Sesriem. Dort haben wir vom Tankwart einen Hinweis auf den Mechaniker der Lodge bekommen und von diesem die Telefonnummer von "Kokos the Mechanic", der evtl. einen Deckel haben könnte. Hatte er nicht, aber es war eine sehr nette Begegnung mit drei Generationen an der Tankstelle.

Kleiner Einschub von Steffi: Eigentlich bin ich viel zu schüchtern, mir ein Foto zu erfragen. Aber diese drei freundlichen, hilfsbereiten Mechaniker habe ich sofort ins Herz geschlossen. Ich habe tatsächlich noch heute ihre Gesichter deutlich vor Augen. Am liebsten hätte ich einen netten Abend am Lagerfeuer mit den Jungs verbracht. Und, jippieh, ich habe mich GETRAUT. Ich habe gefragt, ob ich die Drei gemeinsam fotografieren dürfe und habe eine soooo schöne Reaktion erhalten 😁 Die Drei haben sich extra galant für mich in Pose gestellt:

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Die Gummi-Kabelbinder-Lösung hat übrigens 600 km bis Swakopmund gehalten hat, wo wir einen passenden Deckel bekamen. Ich bin überzeugt davon, dass das noch 1000 km gehalten hätte 🙂

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Teil 1604. Jan. 2016
Ein Gesundes Neues! Für die nächsten zwei Wochen oder so ist noch Stoff da. Machen wir bei dem aktuellen Wetter mal einen Ausflug ins Warme 🙂

Ausflug: Dead Vlei

Kurz: grandios!

Wir haben uns für eine Nacht in der Sossus Dune Lodge einquartiert. Wegen des Kühlwasserdeckels hatte mich dagegen entschieden, das letzte Sandstück zum Dead Vlei selbst zu fahren, da ich nicht einschätzen konnte, ob der Landy dort heiß werden und mir der "Deckel" doch noch abfliegen würde. An sich ja kein Problem, aber ich wollte die wertvolle Urlaubszeit nicht mit Reparieren zubringen.

Wir haben also ab der Lodge eine Fahrt gebucht. Los ging's um 5:15 Uhr. Der Fahrer ist mit 10 Personen im Wagen auf dem Teerstück dann 100 km/h gefahren. Das war einer der drei Momente in den drei Wochen, wo wir uns nicht ganz sicher gefühlt haben... (die anderen waren Paviane in der Naukluft und Menschen in Windhoek). Um kurz nach 6:00 Uhr sind wir am Dead Vlei Parkplatz angekommen und Richtung Big Daddy marschiert. Dort ca. 1 km auf dem Grat entlang und den Sonnenaufgang genossen. Ganz auf den Gipfel von Big Daddy wären es nochmal 2 km gewesen. Stattdessen sind wir zum Dead Vlei abgestiegen, haben die Atmosphäre genossen und gut 300 Fotos gemacht… 🙂

In der ganzen Zeit waren dort nur sehr wenige Touristen. Darunter ein paar Deutsche Hipster, die im Rahmen eines Kurses einen voll coolen action movie mit Quadcopter drehen wollten, ey. Wäre das Kreischeteil nicht nach 5 Minuten von alleine kaputt gegangen, hätte ich das erledigt… Der Kursleiter war auch schon sichtlich genervt. Leute gibt's…
Mehr Menschen kamen erst, als wir gegen 9:00 wieder am Fahrzeug waren. Anschließend gab es ein leckeres Frühstück auf dem Sossusvlei-Parkplatz.

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Auf der Rückfahrt auf dem Sandstück haben unser und zwei weitere Fahrer noch einem gut gelaunt schaufelnden Niederländischen Pärchen geholfen 🙂 "Mehr Luft ablassen! Noch mehr!"

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Teil 1708. Jan. 2016
Wandern: Büllsport, Quivertree Gorge

Nur einen Namibischen Katzensprung (120km, gut 2h) und man gelangt von den Dünen des Sossusvlei in die Berge der Naukluft. Büllsport Farm, Büllsport Bullenkopf Camp. Auch eine sehr nette Anfahrt, vom Farmhaus 10 Min. über eine holprige 4x4-Strecke ☺
Nun will ich auch mal versuchen, ein kleines Video hochzuladen. Was von draußen so ruhig aussieht...

Bei YouTube ansehen ↗

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Am nächsten Morgen, etwas früher als geplant, gegen 6:45 Uhr, rollt ein weiterer Land Rover auf unserer camp site ein. Es ist nicht nur noch ziemlich früh, sondern auch noch ziemlich frisch (10°C) und wir sind gerade erst beim Kaffeekochen. Der freundliche Farmangestellte spricht wenig Englisch und wir kein Afrikaans, aber für "Heißer Kaffee?" und "Jaaa :-)" ist das egal.

In Fleece und Decken gehüllt, zuckeln wir in dem offenen Landy zwei Stunden in die Naukluft-Berge, bis wir den Beginn der Wanderung erreichen. Dabei halten wir immer wieder an, um uns Tiere zu zeigen und so gut es geht erklären zu lassen. Kudus, Paviane und das seltene Bergzebra, das hier (vor Menschen) geschützt lebt.

Die Fahrt folgt einem schönen 4x4-Weg, der kurz vor einem grandiosen Aussichtspunkt ziemlich schmal und steil wird. Ein paar Kühe lassen sich nur widerwillig von dem im low range und hier auch mit Differentialsperre gefahrenen Landy beiseite schieben. Ich liebe dieses Fahrzeug, auch wenn ich hier heute nur mitfahren darf. Steil bergab ist Steffis vertrauen in die Technik eher nicht so ausgeprägt, aber ich erkläre ihr das mit der Motorbremse und dass der Landy ein System hat, durch das der Motor nicht ausgehen und man ohne Bremse, Gas oder gar Kupplung zu treten, einfach langsam bergab tuckern kann. Ja-naja-gut... 😉

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Steffi: In der Wanderbeschreibung steht, man möchte doch seine Fäkalien nicht auf den Wegen hinterlassen. Äh, wer macht denn so was. Iehhhh, wer hat denn hier so viele Tretbomben hinterlassen? Ist ja eklig. Da, dort drüben, da sitzen sie. Ich, Blindfisch ich, habe nichts gesehen, will stehen bleiben. Frank hat Schiss. Das Gebrülle ist fürchterlich. Die kommen bestimmt gleich rüber und machen uns platt. Manno, meine ersten Paviane, und dann darf ich noch nicht mal gucken. Ab jetzt wandern wir schneller als gewöhnlich. Und das Brüllen geht weiter, wird plötzlich wieder lauter. Warum denn nur, was haben wir getan? Noch ein bischen schneller wandern. Puh, am Ziel. Unser Fahrer holt uns wieder ab. Losfahren? Nö, es kommen gleich noch zwei Wanderer. Ach sooooo, das erklärt, warum sich die Paviane nicht beruhigten ... manmanman ... mit diesen Tieren möchte ich nicht auf Tuchfühlung gehen. Die Zähne sind beeindruckend. Glücklicherweise sind sie unserer camp site ferngeblieben. Die Farmbesitzer haben die frechen Tiere von Autos aus beschossen, so dass die Tiere sich gemerkt haben, dass Autos Gefahr bedeuten und den camp sites daher in der Regel fernbleiben. Gut zu wissen 😉

Tote Euphorbia:
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Hyänenspuren, wohl vom Vorabend:
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Teil 1804. Feb. 2016
Sorry, viel anderes um die Ohren und Mac war in der Reparatur. Aber jetzt kommen die letzten Kapitel.

Camping gegen Lodges, 1:0

Steffi: Es braucht nicht viel zum Leibesglück. Prima Campinggeschirr, ein paar Töpfe, es war alles da, was man braucht. Wir hatten sogar einen Potjie. Doch dafür braucht man Zeit, und so war er eigentlich nur im Weg. Wir waren froh, im Supermarkt uns auch mit Spüli, Schwamm und Alufolie versorgt zu haben. Ohne wäre blöd. Schonmal Bratapfel im Lagerfeuer gebraten? Der Tipp mit den Süßkartoffeln und Kürbis in Alufolie gegrillt war auch super und lecker, man kann ja nicht nur Fleisch ... trotzdem, am gegrillten Wild kommst Du nicht vorbei ...

Und, nunja, der Kaffeefilter (siehe Foto) ist sicherlich eine nette Outdoor-Erfindung. Doch braucht der Kaffee solange zum Filtern, dass der Kaffee nur noch lauwarm ist, wenn er fertig ist. Es dauerte zu lange, der Ertrag war mager. Nee, beim nächsten Mal tut es dann doch der Lösliche 😉

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Teil 1904. Feb. 2016
Heisse Beine und Flamingos

Nach dem Ausblick auf den Kuiseb haben wir uns entschlossen, nicht mehr zur Geologenhöhle zu wandern. "Nächstes Mal" 😉 Es war bereits Mittags, 36°C im nicht vorhandenen Schatten und wir würden heute auch so schon 8-9 Stunden unterwegs sein. Die Durchquerung der Namib auf der C14 stand noch an. Ein über 140km ödes aber einfach zu fahrendes Stück, in dessen Verlauf sich die Fahrerseite innen von 25 auf 35°C aufheizen sollte. Ich habe ein T-Shirt ins Fenster geklemmt, um die Sonne abzuschirmen. War trotzdem warm… Die Klimaanlage des Landy ist dafür offenbar nicht ausgelegt…

Nach etwa einer Stunde Fahrt wurde es mir dann auch noch im Fußraum heiß. Achje… davon hatte ich bisher nur gelesen: Getriebe und Partikelfilter (neumod'scher Kram) strahlen ihre Hitze ab… Etwas von der kostbaren kühlen Luft in den Fußraum leiten und einen heißen Kopf bekommen? Gar anhalten und den Fußraum mit Handtüchern isolieren?? Nicht gut. Also linkes Bein verrenken um Abstand zu schaffen. Brauchte hier eh nur das Gaspedal. Und auch das wurde nicht zu sehr gedrückt. Statt 5 Minuten früher am Ziel zu sein und einen Verlust des Kühlerdeckelersatzes zu riskieren, lieber niedrigtourig mit 80 dahincruisen und garantiert ankommen. Und ab und zu die Beifahrerin müde angrinsen "Hast Du's gut"…

Unser einziger Stop auf der Strecke war der letzte Baum, etwa 30 km nach dem Kuiseb, der auch auf der T4A-Karte eingezeichnet ist 🙂 Auch den - unerwartet flachen - Vogelfederberg haben wir links liegen lassen und gut 2 lange Stunden nach dem Canyon erreichten wir Walvis Bay. Wasser! Häuser! Noch dazu sehr schöne. Eine kühle Brise und Flamingos! Wo ist bloß der Eiswagen >dingdingding< ??
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Teil 2007. Feb. 2016
Einsamkeit... und Uran-Explosionen

Da fährt man stundenlang durch die Einsamkeit (Swakopmund → Welwitschia Drive → Blutkuppe) und ist dann keine zwei Kilometer Luftlinie von einer der großen Uranminen Namibias entfernt. Ein sehr... interessantes Gefühl...
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Die Blutkuppe ist ein toller Platz und wir haben die Abgeschiedenheit sehr genossen.
Abends kann man dann aber schon ein ständiges Brummen von der Mine hören – und am Tage auch mal Explosionen, gefolgt von einer Staubwolke...

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„Hi!. We saw your Defender. Are you from South Afrika? No? We thought you were the guys we met the other day. Ok. Cheers. Bye!“

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Langer Heinrich

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