Reisebericht

Uganda 2015 - Eine affenstarke Tour

von pedro62 · begonnen 16. Juli 2015 · 13 Teile

Teil 116. Juli 2015
Wie angedroht, möchte ich mich mit einem Reisebericht und einigen Fotos für die Unterstützung bei der Reiseplanung bedanken. Vielleicht kommt der eine oder andere auch noch auf den Geschmack dieses herrliche Land zu bereisen.

Die Eckdaten meiner Route:
Von Entebbe über Kampala Richtung Masindi, mit einem Stop im Ziwa Rhino Sanctuary. Weiter in den Murchison Falls National Park, gefolgt von einer überaus anstrengenden Fahrt über Hoima nach Fort Portal. Von da aus in den Kibale Forrest NP und weiter in den Queen Elisabeth NP. Als nächstes stand das Gorillatrekking im Bwindi NP in Buhoma auf dem Plan. Über den Lake Bunyonyi führte der Weg zurück über den Lake Mburo NP nach Entebbe.
Also im Wesentlichen eine ‚klassische‘ Uganda Rundreise für die ich rund 3 Wochen Zeit hatte.
Es handelte sich um eine Selbstfahrertour mit einem Mietwagen von ‚Alpha Rent a Car‘, ich war alleine unterwegs.

Reiseverlauf:

Am 7. Juni ging es vom Münchner Flughafen mit einem A380 von Emirates los Richtung Dubai und weiter nach Entebbe.
Beim Rollen auf die Startbahn bot sich ein schöner Blick auf die Airforce-One des amerikanischen Präsidenten, der gerade beim Treffen der G7 im Bayern teilnahm.

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Ziemlich pünktlich kam ich am Flughafen in Entebbe an und die Einreiseformalitäten waren rasch erledigt. Das Gepäck hatte es glücklicherweise auch nach Uganda geschafft.
Am Ausgang wartete schon der Shuttleservice des Airport Guesthouse, noch kurz eine SIM-Karte besorgt und genug Airtime fürs Handy und schon ging es los in die Unterkunft. Gegen Abend brachte mir Patrick von ‚Alpha Rent a Car‘ meinen Mietwagen aus Kampala, der mich die nächsten 3 Wochen durch Uganda bringen soll (ein Toyota Hilux 4 WD). Die Fahrzeugübernahme ging rasch und unkompliziert, noch schnell bezahlt und die vorab besorgten Gorillapermits übernommen. Der Wagen sah soweit in Ordnung aus und sollte stark genug sein für die bevorstehende Fahrt. Nah dann kann es ja losgehen. Zum Abendessen war grillen angesagt, alles schmeckte lecker.

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Früh morgens raus aus den Federn, Frühstück und ab ins Abenteuer. Auto noch schnell volltanken und im nahegelegenen Supermarkt Getränke kaufen, jetzt ging es los. Das mitgenommene Navi weist mir hoffentlich den richtigen Weg. Schnell an den Linksverkehr gewöhnen (rechts sitzen) bei dem Verkehr eine Überlebenssache. Nach Kampala sind es rund 35 km, der Verkehr wurde immer dichter und dichter und meine ersten Zweifel kamen auf, ob es wirklich eine gute Idee war alleine mit einem Mietwagen die Tour zu bewältigen. Die ersten Schweißflecke machten sich bemerkbar und der Verkehr wurde noch dichter. 1000e Mopeds, Minibusse und sonstige Gefährte fuhren kreuz und quer, ohne jegliches erkennbares System. Es gilt einfach das Gesetz des Stärkeren. Vorbei am Busbahnhof, ein Wunder ohne eine Beule wird der Verkehr ruhiger und Kampala liegt hinter mir- schwitz…
Mein erster Stopp war gegen 14:00 beim ‚Ziwa Rhino Sanctuary‘. Schnell einen Guide besorgt und ab in den Busch, nach rund ½ Stunde waren wir bei einem Rino-Pärchen angekommen. Ist schon irre wenn man rund 10 – 15 Meter von den Tieren entfernt, ohne einen schützenden Zaun dazwischen, steht und hofft die Rinos bleiben wo sie sind. Eines der Tiere wird liebevoll Obama genannt, weil es zu Zuchtzwecken aus Florida eingeflogen wurde. Insgesamt gibt es derzeit 14 Nashörner auf dem Areal. In nächster Zukunft sollen Auswilderungen in diversen Nationalparks erfolgen, damit die Wilderer wieder neue Schlachtobjekte bekommen…

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Nachdem es doch schon spät geworden ist, beschließe ich meine Fahrt bis Masindi fortzusetzen und dort zu nächtigen (Vorgebucht hatte ich nur die erste und letzte Nacht in Entebbe und die Unterkunft für das Gorillatrekking in Buhoma). Ich verbrachte die Nacht im Hotel Masindi. Abendessen hatte ich im Restaurant ‚Travellers Corner‘, sehr gut und günstig.
Am nächsten Tag soll es in den Murchison Falls NP gehen. Frühmorgens nach dem Frühstück ging es wieder los. Es war schon angenehm warm und so öffnete ich die Seitenscheibe um die frische Brise ins Wageninnere zu lassen, was sich als Fehler herausstellen sollte. Jetzt war es also aus mit Teerstraße und es folgten endlose Kilometer auf Gravel mit den üblichen Schlaglöchern und Unwägbarkeiten. Die nächtlichen Gewitter haben die Schlaglöcher ordentlich mit Wasser gefüllt. Leider habe ich zu spät bemerkt, dass mich ein LKW vollbeladen mit Zuckerrohr überholt (die fahren alle wie die Henker) und richtig, das Schlagloch gehörte ihm und mir ein herrlich in goldfarbener, kühler Schlammpackung gefüllter Innenraum. Verzweiflung machte sich breit. Die Windschutzscheibe war innen dreckiger als außen, die Armaturen waren kaum mehr lesbar und ich selbst sah aus wie ein Minenarbeiter nach einer Schlammsprengung. An ein Weiterfahren war also nicht zu denken. Notdürftig hab ich die Schei... mit einer Rolle Klopapier gereinigt und bin nach Masindi zurückgefahren, wo mir an einer Tankstelle ein paar freundliche helfende Hände bei der Reinigung meines Wagens halfen. Eine leichte Schadenfreude war ihnen jedoch anzumerken… Musungu muss für seinen Abenteuerdrang büßen.
Na ja nach rund 1 Stunde war das Auto zumindest außen fast wie neu, innen sah der Himmel eher aus wie eine Tüpfelhyäne mit einem leichten Grauschleier. Ein paar Ugandaschillinge abgedruckt fürs Personal und weiter gings Richtung MFNP.
Eintrittsgeld in den Park und Gebühr für den Wagen gelöhnt (pro Tag 40,- USD + einmalig 30000,-- UGX für den Wagen) und ab bis nach Paara.

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Auf dem Weg sah ich außer jeder Menge Paviane und einigen Vögel nichts Besonderes.
Kurz auf die Fähre gewartet, diese fährt ab 7:00 morgens rund im 2 Stunden –Takt über den Nil. Bereits auf der Überfahrt ließen sich einige Nilpferde und ein Elefant nahe der Anlegestelle bewundern.

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Fortsetzung folgt....
Teil 216. Juli 2015
Ich beschloss mich auf die nördliche Seite des NP zu konzentrieren, der südliche Teil bietet wenig Möglichkeit für Tiersichtungen.
Nach meiner Schlammdusche (die sollte nicht mein letztes Malheur gewesen sein) gönnte ich mir dann den Luxus der ‚Paara Safari Lodge‘. Nett und teuer! und buchte sofort eine Bootstour auf dem Nil bis zu den Nilfällen. Diese Tour war sicherlich der Höhepunkt meines Aufenthaltes im MFNP. Jede Menge Nilpferde, Krokodile (riesen Geräte), Elefanten und Vögel in allen Farben. Ein Genuss für jeden Fotografen. Atemberaubend wie nahe das kleine Boot teilweise an die Kroks und die Nilpferde herangefahren ist. Sehenswert natürlich auch der Nilwasserfall mit seinen tosenden Wassermassen. Nach rund 3 Stunden waren wir zurück beim Ausgangspunkt.


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Teil 316. Juli 2015
Gegen Mittag überquerte ich den Nil, zuvor hat sich aber mein nächstes Problem angekündigt. Das linke hintere Rad wurde heiß und roch auch schon entsprechend, nachdem es bereits am Morgen kurz festhing und sich nicht drehen wollte. Ich fragte nach einer Reparaturmöglichkeit und wurde an die Werkstatt von UWA die in unmittelbarer Nähe zur Fähre war, verwiesen. Also rauf auf die Betonrampe in luftige Höhe und runter mit dem Rad. Kurze Nachfrage bei Alpha Rent a Car, ob ich das mal ansehen und ev. reparieren lassen darf. Kein Problem, dort war man froh nicht mit einem Ersatzwagen aus Kampala anrücken zu müssen. Nun die Reparatur war etwas abenteuerlich aber schlussendlich nach gut 2 Stunden haben die Jungs das hinbekommen. Durch den Austritt von Schmiere aus der Halbachse wegen eines undichten Simmerringes, hatten sich die Bremsbeläge sowie die Bremstrommel fest miteinander verbunden, fast wie für den Bund fürs Leben. Schnell noch 100000,- UGX (und obwohl ich keine Rechnung hatte wurde mir das Geld von Alpha Rent a Car zurückerstattet – Respekt!) abgedrückt und weiter ging die Reise. Übrigens, das einzige technische Problem, das ich auf meiner Reise hatte aber nicht das letzte Malheur! Gut die Bremsen waren insgesamt nicht mehr ihren Namen wert aber man gewöhnt sich daran, dass der Wagen beim Bremsen in jede Richtung zog nur nicht geradeaus…

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Nur wenige Kilometer kurz außerhalb des NP habe ich dann für zwei Nächte in der wunderbaren ‚Murchison River Lodge‘ verbracht. In einem Zelthaus direkt am Nil mit Hippogarantie. Nachmittags noch ein kurzer Besuch bei den Nilfällen und einen schönen Sundowner hoch über dem Nil. Ach das Leben kann so herrlich sein.

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Der nächste Tag galt mal der Entspannung, Vormittags noch einmal ein Gamedrive im nördlichen Teil des Parks und am späten Nachmittag bin ich mit einem Mitarbeiter der Lodge in dessen Dorf um zu sehen, wie das Dorfleben in Uganda so abläuft. Die Häuser sind für unsere Verhältnisse als eher bescheiden zu bezeichnen. Lehmhütten, ein Wohnzimmer, ein Schlafplatz, das wars schon. Gekocht wird im Freien, bei jedem Wetter… Wasser wird mit Kanistern vom teilweise weit entfernten Gemeinschaftsbrunnen von den Frauen nach Hause getragen. Da überlegt man sich den Verbrauch dieses kostbaren Gutes zweimal…
Der Zusammenhalt innerhalb der Community ist viel stärker als wir das in unseren Breiten kennen. Es war eine sehr interessante Erfahrung und man kommt der Bevölkerung auch mal näher.


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Teil 417. Juli 2015
Und weiter geht's...

Der nächste Tag hatte es in sich. Vom MFNP bis Fort Portal, eigentlich wollte ich nur bis zum Lake Albert, irgendwie hab ich aber die Ausfahrt verpasst, so entschloss ich mich durchzufahren. Für die Strecke sollte man zwischen 8 und 9 Stunden benötigen. Da es aber in der Nacht offenbar in einigen Gebieten erheblich geregnet hat, waren die Straßen entsprechend schlüpfrig und äußerst schwierig zu befahren. Wie auf Schmierseife rutschte ich immer wieder von der Straße in den Graben um mich mühsam wieder auf die ‚Fahrbahn‘ zu quälen. Ohne 4 WD keine Chance. Etliche LKWs ereilte das gleiche Schicksal, blieben jedoch in dieser äußerst unangenehmen Stellung liegen.

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Manchmal begann ich zu zweifeln, ob es eine gute Idee war, die Tour alleine in Angriff genommen zu haben, aber was solls, da musste ich nun durch. Rund 70 km fuhr ich praktisch im Schritttempo. Insgesamt brauchte ich für die Strecke satte 13 Stunden und kam praktisch in der Nacht in Fort Portal an. Nachfahrten soll man ja unbedingt vermeiden, da die Einheimischen mit allem was Räder hat und natürlich unbeleuchtet, unterwegs sind. Der eine hat sein Bett quer über das Moped zu Transport verwendet, der nächste fährt mit einer Rolle Wellblech die links und rechts gut 1 1/5 bis 2 Meter über das Fahrzeug hinausragt.. Echt anstrengend, doch irgendwie habe ich es dann doch bis zur Kluges Guestfarm nahe Fort Portal geschafft, obwohl es gerade die letzten Kilometer noch in sich hatten. Um 21:00 Uhr todmüde erreichte ich meine Unterkunft.

Die ganze Farm hatte ich für mich alleine, ich war der einzige Gast!! Noch ein kühles Bier und dem einladenden Blick auf mein Bett konnte ich nicht mehr widerstehen! Ausgeruht und voller Tatendrang erwachte ich am nächsten Morgen. Nach dem Frühstück habe ich einen kleinen Spaziergang durch den angrenzenden Wald gemacht und konnte einige Affen in den Bäumen sehen auch zwei Schlangen nutzten die Sonne um sich aufzuwärmen, suchten aber sofort das Weite.

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Gegen Mittag bin ich nach Fort Portal gefahren, eine der angenehmeren Städte in Uganda und immer schön mit dem Blick auf das Rwenzoriegebirge. Ein paar kleine Einkäufe, etwas Geld behoben und den Wagen vollgetankt ging es zurück zur Kluges Guestfarm.

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Am nächsten Tag setzte ich meinen Trip in den Kibale Forrest fort. Da ich den Permit für das Schimpansentrekking noch nicht hatte, schickte man mich vom Office (Startpunkt der Touren) zurück ins Headquarter von UWA (rund 10 km) entfernt. Ich entschied mich für die Tagestour (Habituaton Tour), erstens wollte ich einen Tag mit den Tieren verbringen und außerdem war der preisliche Unterschied (220,- USD zu 150,- USD) verhältnismäßig gering im Vergleich zur rund 1 stündigen Tour. Die nächsten beiden Nächte verbrachte ich in der nahegelegenen ‚Kibale Forrest Lodge‘ deren Zelte herrlich in einem dichten Waldgebiet liegt und verschiedene Affen und Vögle beheimatet.

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Teil 517. Juli 2015
Morgens gegen 6:30 ging das Schimpansentrekking los, gegen 7:30 hörten wir die Affen bereits mit ihrem typischen Gebrüll und Geheule, kurze Zeit später waren die Schimpansen bereits zu sehen. Es dauerte nicht lange und die ersten Tiere kamen auf den Boden und liefen in einiger Entfernung an uns vorbei. Wir folgten den Affen bis sich diese zum Mittagsmahl auf einen mit leckeren Früchten gefüllten Baum begaben, um sich anständig satt zu fressen und uns die Reste des Mahles auf den Kopf zu werfen.
Nachdem sich die Affen die Bäuche vollgeschlagen hatten, kamen sie langsam wieder runter von den Bäumen um ein wenig herumzutollen und dann eine kleine Mittagssiesta zu halten. Mittlerweile haben sich die Tiere an unsere Anwesenheit gewöhnt und lagen verstreut um uns herum (wir waren zu diesem Zeitpunkt noch 3 Touris und einige Guides). Es war möglich sich einzelnen Schimpansen auf einen bis 1 ½ Meter zu nähern und schöne Portraits-Fotos zu machen, was bei den herrschenden Lichtverhältnissen im Regenwald nicht ganz einfach war.

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Gegen 15:30 haben wir das Trekking beendet, nachdem die Affen wieder in den Bäumen verschwanden und begannen sich für die nächste Nacht ihre Nester zu bauen.
Neben dem Gorillatrekking war diese Schimpansentour sicherlich der Höhepunkt auf meiner Reise und ich kann jedem nur empfehlen die ganztägige Tour mitzumachen.
Teil 617. Juli 2015
In der folgenden Nacht hat es wieder ein heftiges Gewitter mit viel Regen gegeben, mal sehen wie die Straßenverhältnisse am Morgen sein werden!
Nach einem ausgiebigen Frühstück ging es los Richtung Queen Elisabeth NP. Zurück nach Fort Portal über Kasese bis zur QE Bush Lodge am Kazinga Channel. Fahrzeit rund 3 Stunden mit einem obligatorischen Stopp beim Äquatordenkmal. Der Nachmittag diente der Entspannung mit einem herrlichen Blick über den Kanal.
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Am nächsten Morgen machte ich wieder einen Gamedrive im östlichen Sektor des QENP aber außer drei Löwen die in einiger Entfernung durchs Land zogen, war nichts Aufregendes zu sehen. Am Nachmittag machte ich auf dem Kazinga Channel eine Bootsfahrt bei der es wieder einiges an Tieren zu sehen gab.

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Fortsetzung folgt....
Teil 718. Juli 2015
Und weiter geht's...
Noch einen kleinen Nachschlag an Fotos gefällig?


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Nach zwei Nächten in der QE Bush Lodge ging es tags darauf weiter in den südlichen Teil des QENP genauer nach Ishasha, bekannt für seine in den Bäumen liegenden Löwen.
Teil 818. Juli 2015
Nach meiner Einfahrt beim Ishasha-Gate in den NP machte ich meinen ersten Versuch ohne Guide die Löwen zu sehen. Bewaffnet mit einer mehr oder weniger genauen Landkarte machte ich mich auf den Weg. Da die Löwen, wenn überhaupt, ja nur auf bestimmten Bäumen liegen, verlor ich schnell die Orientierung bei den vielen Loops die es hier gab und um diese besagten Bäume führen. Ich wusste auch nicht, dass die Hauptstraße in unmittelbarer Nähe quer durch den NP verlief, so folgte ich bei der Umrundung eines Baumes einer Autospur die aber schließlich in hohem Gras mündete. Zufällig war ein Straßenarbeiter damit beschäftigt mit seiner Machete den Straßenrand zu bearbeiten. Durch das Fenster meines Wagens fragte ich ihn, ob dieser Weg richtig sei, er nickte und so fuhr ich weiter, was leider ein großer Fehler war…

Es gab einen lauten Knall und der Wagen rührte sich keinen Millimeter mehr. Ich bin in eine wohl beabsichtigte Durchfahrtssperre gefahren und mit der kompletten Vorderachse bis auf den Boden des Wagens aufgesessen. Jetzt half auch kein Allrad mehr. Wie ich merkte, hat mich der Straßenarbeiter wohl nicht verstanden, da er kein Englisch sprach!! Super, eine äußerst missliche Lage, mit seinem Wagen in einem löwenverseuchten Gebiet steckenzubleiben. Mit einem mulmigen Gefühl bin ich schließlich ausgestiegen um den Schaden zu begutachten. Der Wagen war, Gott sei Dank, nicht beschädigt aber an eine Weiterfahrt war ohne fremde Hilfe nicht zu denken, dabei waren es nur 10 Meter bis auf die Hauptstraße(!). Der Arbeiter war nicht der Einzige und so kamen nach einer halben Stunde noch zwei Jungs dazu, einer davon ein Parkranger der UWA mit Gewehr, der andere hatte eine Hacke dabei. Meine Rettung… Ich ersuchte ihn das Erdreich hinter den Vorderrädern soweit abzutragen bis der Wagen nicht mehr aufsitzt und tatsächlich nach einigen Versuchen und gemeinsamen Anstrengungen bekam ich den Wagen frei. Mit einem großzügigen Trinkgeld bedankte ich mich bei den beiden Straßenarbeitern aber das nächste Ungemach drohte…

Der Parkranger behauptete ich sei Offroad gefahren und er verständigte sein Office über Funk. Nun, Offroadfahren hieße 150,- US$ Strafe zu bezahlen, was natürlich auch nicht so nett ist. Nach einem langen klärendem Gespräch, konnte ich den Ranger aber davon überzeugen, dass es nicht meine Absicht war Offroad zu fahren sondern aufgrund eines Verständigungsproblems mit dem Straßenarbeiter ein Irrtum war.

So fuhr der Ranger mit mir mit und fungierte bis zu seinem Stützpunkt als mein Guide, aber leider haben wir keine Löwen gesehen, was zu diesem Zeitpunkt vielleicht auch gut war so .
Nachmittags machte ich nochmal einen Gamedrive in diesem Gebiet, geknickt durch den Vorfall am Vormittag aber mit einem Guide. Dieser wusste natürlich wo man zu suchen hat um die Löwen zu sehen und so hatte ich das Glück insgesamt 5 Löwen faul in den Bäumen herumhängend zu sehen.


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Teil 918. Juli 2015
Die nächsten beiden Nächte verbrachte ich, als einziger Gast, in der ‚Ishasha Jungle Lodge‘, eine sehr angenehme Unterkunft in der Nähe des Parkeingangs mit ausgezeichneter Küche und nettem und sehr bemühtem Personal.

Den folgendenTag verbrachte ich bis gegen 14:00 Uhr wieder im Nationalpark und hatte das Glück im nördlichen Teil eine Hyänenfamilie bei der Fütterung der Jungen zu beobachten.

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Selbstverständlich wollte ich auch nochmal nach den Löwen suchen und hab tatsächlich welche gefunden. Zuerst eine Löwin, die bereits faul mit dickem Bauch auf einem Ast schlummerte. Bei geöffneter Seitenscheibe hörte ich ein Knirschen und die Luft war vom Geruch frischen Fleisches geschwängert. Und tatsächlich sprang eine zweite Löwin mit dem übriggebliebenen Hinterteil einer Antilope auf den Baum und verspeiste genüsslich ihren Kill.
Ein wunderbarer Anblick und natürlich ein willkommenes Fotomotiv.

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Warum die Löwen hier in den Bäumen liegen, darum streiten offenbar die Gelehrten aber nachdem mich unzählige lästige Tzetze-Fliegen zu attackieren begannen, könnte ich mir vorstellen, dass dies ein gewichtiger Grund sein könnte um den Plagegeistern zu entgehen.


Abends habe ich noch zufällig zwei Deutsche getroffen, die auch mit einem Wagen von ‚Alpha Rent a Car‘ unterwegs waren und wir haben bei einem netten Plausch ein (warmes) Bier an einer ‚Bar‘ getrunken. Offenbar waren wir Musungus so interessant, dass einige Einheimische ihre Handys zückten und Fotos von uns machten.
Teil 1018. Juli 2015
Am folgenden Tag ging es weiter Richtung Bwindi NP nach Buhoma zum eigentlichen Grund und Höhepunkt meiner Reise – dem Gorillatrekking.

Ich hatte eine Reservierung im ‚Buhoma Community Rest Camp‘, das direkt am Eingang zum Bwindi NP liegt und von Einwohnern von Buhoma betrieben wird. Die Einkünfte daraus kommen der Community zu Gute. Mein Zelt lag im dichtbewaldeten Gebiet mit direktem Blick auf den ‚undurchdringlichen‘ Regenwald – Affenbesuch auf der Veranda inklusive.


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Am Nachmittag machte ich einen ‚Village Walk‘ mit einem Guide aus der Community. Sehr empfehlenswert, da man vieles über das Leben und Traditionen der Menschen hier erfährt.
So besuchten wir einen traditionellen Heiler, der mit Jahrhunderte überlieferten Rezepturen aus Kräutern und Pflanzen die Bevölkerung von so manchem Leiden befreit und selbst im örtlichen Hospital als angesehener ‚Halbmediziner‘ den Ärzten der modernen Schulmedizin sein Wissen zur Verfügung stellt.


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Man erfährt wie man aus Bananen Saft gewinnt, daraus Bier braut und in weiterer Folge hochprozentigen Gin herstellt – natürlich mit Verkostung.
Ein Besuch bei der Batwa Community (Pygmäen, die aus dem Urwald hier als Minderheit umgesiedelt wurden) mit einer Tanz- und Gesangsvorführung rundete den rund 4 stündigen Rundgang ab.

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Interessant war auch zu erfahren, dass aus dem Geld für den Gorillapermit (im Regelfall derzeit 600,-- US$) sehr wenig hier in der Community ankommt und der Löwenanteil nach Kampala geht… Die Einwohner in und um Buhoma haben lediglich die Einkünfte aus dem Restcamp und als Träger für die Touris und deren Gepäck zu schleppen (mindestens 15,-- US$). Man kann sich vorstellen, dass sich die Akzeptanz für die Gorillas in Grenzen hält. Noch dazu kommen die Tiere auch immer wieder mal aus dem NP und suchen die Bananenplantagen der Bauern heim, was natürlich für zusätzlichen Unmut sorgt. Trotzdem haben die meisten eingesehen, dass Buhoma (als auch die anderen Orte mit Gorillatrekking) ihren bescheidenen Wohlstand wohl dem Affentourismus zu verdanken haben.
Die Nacht war unruhig und feucht (wegen der hohen Luftfeuchtigkeit fühlte sich das Bettlaken an als sei es gerade aus der Waschmaschine gekommen). Und wie ein kleines Kind zu Weihnachten konnte ich es kaum erwarten bis das Trekking startete.
Teil 1118. Juli 2015
Gegen 8:00 am nächsten Morgen startete das Briefing für das Gorillatrekking. Man erfährt wie man sich gegenüber den Gorillas verhalten soll, wie groß der Abstand zu den Tieren sein soll, dass man nicht krank sein darf und und und..

Anschließend wurde die Aufteilung zu den einzelnen zu besuchenden Gorillafamilien durchgeführt. (insgesamt gibt es in Buhoma 3 Familien die besucht werden können und das von max. jeweils 8 Personen für ziemlich genau eine Stunde). Da ich von zwei Mädels, die vor kurzem hier waren, erfahren habe, dass die Mubare-Gruppe einige Jungtiere haben soll, wollte ich natürlich zu dieser. Ein Mitarbeiter des ‚ Buhoma Community Rest Camp‘ war mir dann auch behilflich, dass ich dieser Gruppe zugeteilt wurde.



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Gegen 9:00 gings los, für rund 1 ½ Stunden stets bergauf bis zu einem Hochplateau, eine schweißtreibende Partie. Oben angekommen waren es vielleicht noch 20 Minuten bis wir am Lagerplatz der Gorillas eintrafen. Das Gepäck ließen wir bei den Trägern zurück und mit der Kamera bewaffnet gings zu den Menschenaffen. Da schlägt einem das Herz schon höher, nicht nur wegen des kräfteraubenden Aufstiegs.
Und da lagen sie, verstreut auf dem mit Blättern bedeckten Boden. So nahe war ich unserer unmittelbaren Verwandtschaft noch nie…
Der Silberrücken macht uns kurz seine Aufwartung und gab uns zu verstehen, wer der Herr im Hause ist, bevor er sich dezent im Blätterwald zurücklehnte um die ganze Situation zu überblicken. Insgesamt besteht die Familie derzeit aus 14 Tieren (zwei Männchen sonst nur Weibchen und insgesamt 4 Jungtiere, wovon das Jüngste gerade einmal 3 Wochen alt war). Man hofft, dass der jüngste Nachwuchs ein Männchen ist um den Fortbestand der Familie zu gewährleisten aber offenbar ist es noch zu früh um das Geschlecht bestimmen zu können.
Es ist schon schön zuzusehen wie liebevoll die Tiere untereinander umgehen, speziell im Umgang mit den Jüngsten. Man ist geneigt den Finger nicht mehr vom Auslöser zu nehmen aber man muss sich dazu überwinden, denn allein das Beobachten macht irren Spaß.






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Leider war die Stunde viel zu schnell vorbei (wobei man uns gütiger Weise 1 ¼ Stunden Zeit ließ) und man musste sich wieder verabschieden und den Rückweg ins Tal antreten. Wer weiß wie lange es noch möglich ist Gorillas in freier Wildbahn überhaupt zu sehen (es gibt derzeit nur mehr rund 850 freilebende Berggorillas weltweit…). Trotz allem bleibt es ein Erlebnis und eine Erfahrung die man sein Leben lang nicht mehr vergisst und mit einer Träne im Auge gings zurück nach Buhoma.
Gegen 14:00 waren wir wieder im Tal angekommen und es gab als ‚Belohnung‘ noch ein Zertifikat über den Besuch bei den Gorillas.
Teil 1218. Juli 2015
Da ich nicht noch eine Nacht in diesem feuchten Bett verbringen wollte, obwohl es landschaftlich sehr reizvoll war, beschloss ich meine Fahrt Richtung Lake Bunyonyi fortzusetzen. Rund 5 Stunden dauerte die Fahrt teilweise durch den Bwindi NP mal hoch mal runter, durch eine der schönsten Landschaften in Uganda. Immer wieder Zwang mich ein Fotostop zum Stehenbleiben, obwohl die Zeit drängte.


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Rechtzeitig zum Sonnenuntergang kam ich am Lake Bunyonyi an. Der See mit seinen unzähligen kleinen Inseln und seinen wunderbaren Buchten lädt zum Verweilen ein. Er wird auch der Tegernsee der Ugander genannt, weil alle Einheimischen mit Geld sich ein Grundstück an diesem See kaufen und ihre Freizeit hier verbringen.


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Die Nacht verbrachte ich in der ‚Bunyonyi Safari Lodge‘, ein ziemlich großes Hotel mit angeschlossenen kleinen Häuschen. Leider war ich auch hier der einzige Gast aber man versuchte mir improvisiert ein Abendessen zuzubereiten, was durchaus auch gelang…
Nach dem Auschecken am nächsten Morgen fuhr ich noch hoch zur ‚Arcadia Lodge‘ wo man angeblich einen außergewöhnlichen Blick über den See hat. Ich kanns nur bestätigen, traumhaft diese Aussicht.


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Rückblickend betrachtet hätte ich hier noch eine Nacht verbringen sollen, da mein nächstes Ziel der ‚Lake Mburo NP‘ weit hinter meinen Erwartungen zurück blieb.
Gut 4 Stunden dauerte die Fahrt bis zum Lake Mburo NP größtenteils auf Teerstraße mit einem rund 30 Kilometer langem Baustellenabschnitt (Staub und Schlagloch übersäht). Der Gamedrive im NP am Nachmittag war nicht sehr ertragreich. Lediglich die Lage der Unterkunft ‚Eagles Nest‘ hoch über dem NP war für mich den Stopp wert. Der Blick weit über das leicht hügelige Land ist schon imposant. Die Zufahrt zur Lodge ist allerdings etwas abenteuerlich (extrem steil).
Die Nacht war ruhig und angenehm, lediglich der Wind war zu hören. Leider war der Himmel am nächsten Morgen wolkenverhangen und verwehrte einem den Blick auf einen sicherlich sonst sehr aufregenden Sonnenaufgang.


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Teil 1318. Juli 2015
Noch ausgiebig frühstücken, dann gings zurück nach Entebbe (über Kampala mit seinem schrecklichen Verkehr) zum Ausgangspunkt meiner Reise dem ‚Airport Guesthouse‘.
Von nun an war nur noch Erholung angesagt. Fotos sichten, auf Notebook überspielen, etc.
Am Vormittag des nächsten Tages habe ich dem ‚Wildlife Education Center‘ einen Besuch abgestattet, einer Art Zoo wo auch den Einheimischen (speziell den Kindern) die artenreiche Tierwelt Ugandas nahegebracht wird. Für mich war es die letzte Chance zumindest in Gefangenschaft einen Schuhschnabel, diesen komischen urzeitlichen Vogel mit seinem ungewöhnlichen Schnabel zu sehen.


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Da ich, dank ausgebliebener größerer Pannen, einen ganzen Tag früher mit meiner Rundreise fertig war, buchte ich meinen Flug zurück nach Dubai um, damit ich dort zwei Tage zur Verfügung hatte. Meinen Mietwagen, der im Großen und Ganzen sehr zuverlässig war, wurde von Patrick, dem Fahrer von ‚Alpha Rent a Car‘ vorzeitig abgeholt und nach Kampala zurück überstellt. Die Rückgabe war äußerst unkompliziert und ging schnell über die Bühne. Die ausstehenden 100000,-- UGX die ich für die Bremsenreparatur ausgegeben hatte wurden mir ohne Rechnung und ohne Aufforderung ausgehändigt. Ich kann ‚Alpha Rent a Car‘ guten Gewissens weiterempfehlen.

Am 26.6 trat ich pünktlich meinen Rückflug mit Emirates nach Dubai an, um dort den krassen Unterschied zwischen Arm und Reich vor Augen geführt zu bekommen…

Das Resümee meiner Reise:
Uganda ist ein wahnsinnig interessantes Land, wobei das Hauptaugenmerk für mich auf der hohen Primatendichte lag. Wer einmal Schimpansen, Gorillas und andere Affenarten hautnah sehen will wird in Uganda nicht enttäuscht. Wer allerdings in den Nationalparks erwartet eine ähnliche Tierdichte wie in NPs anderer Länder anzutreffen, wird wohl enttäuscht sein. Die Herrschaft Idi Amins hat den Tierbeständen extrem zugesetzt, damals wurde wohl alles abgeknallt was sich bewegt hat und es wird noch Jahrzehnte dauern um wieder den ursprünglichen Bestand zu erreichen. Ich hatte nie das Gefühl nicht sicher zu sein, die Menschen waren überwiegend freundlich und hilfsbereit. Beim nächsten Mal würde ich vermutlich einen Fahrer nehmen oder mich einer organisierten Tour anschließen, selbst zu fahren ist teilweise anstrengend und nicht ungefährlich zumindest wenn man alleine unterwegs ist.
Der Tourismus ist noch immer in den Kinderschuhen und man muss ganz schön tief ins Portemonnaie greifen um ein wenig Luxus bei den Unterkünften zu erhalten. Auch die NP-Gebühren (und ganz speziell das Gorillatrekking) sind nicht von schlechten Eltern. Es ist schon ein sehr hochpreisiges Land, wo viel Geld bei der korrupten Elite Kampalas versiegt, wie leider auch in vielen anderen afrikanische Ländern aber auf jeden Fall eine Reise wert. Hoffen wir, dass die bevorstehenden Wahlen in Uganda den friedlichen Weg des Zusammenlebens der Menschen untereinander fortsetzt und damit auch der Tierwelt einen Fortbestand sichert.

Ich hoffe es war der eine oder andere Tipp, die eine oder andere Anregung dabei, um das Reiseland Uganda auf so manche Todo oder Tosee-Liste zu setzen.



Unterkünfte während der Reise mit kurzer (subjektiver) Bewertung:


Entebbe – Airport Guesthouse
: Beliebte und sehr empfehlenswerte Unterkunft am Beginn und/oder Ende einer Uganda-Rundreise. Gutes Essen, hilfsbereite Mannschaft. Hier passt das Preis/Leistungsverhältnis.

Masindi – Masindi Hotel: Für eine Nacht empfehlenswert auf dem Weg in den Murchison Falls National Park. Altes Hotel im Kolonialstil das schon berühmte Persönlichkeiten wie Humphrey Bogart und Katharine Hepburn beherbergte. Die besten Zeiten hat das Hotel aber schon gesehen. Tipp: Ruhiges Zimmer im hinteren Trakt wenn möglich verlangen, der Verkehr lässt einen sonst nicht schlafen.

MFNP – Paraa Safari Lodge: Direkt nach der Fähre über dem Nil auf der nördlichen Seite des NP. Luxusunterkunft mit entsprechenden Preisen. Sehr schöne Lage, gutes Essen. Hier ist alles geboten um es sich gut gehen zu lassen.

MFNP – Murchison River Lodge: Sehr nett gelegene Lodge im südlichen Teil des NP, knapp außerhalb des NP. Von hier sind es rund 4 km zur Fähre in Paraa. Ich hatte ein Zelt fast am Fluss, hier steigen manchmal auch Nilpferde aus dem Wasser und spazieren umher – sehr idyllisch. Vom Haupthaus und dem vorgelagerten Garten hat man einen schönen Blick über den Nil und den nördlichen Teil des NP.
Fort Portal – Kluges Guestfarm: Rund 18 km außerhalb der Stadt gelegen in einem schönen Waldgebiet. Wirklich schön angelegter großzügiger Garten. Besitzer ist ein Deutscher mit seiner ugandischen Frau. Die Farm ist auch bei betuchteren Einheimischen aus Fort Portal für einen Wochenendaufenthalt sehr beliebt. Absolut empfehlenswert.

Kibale Forrest – Kibale Forrest Camp: Das Camp liegt in einem sehr dichten Waldgebiet rund 5 km vom Nationalparkeingang , von wo die Schimpansen-Trekkings durchgeführt werden. Die schlichten Zelte liegen weit verstreut auf dem Areal. Die nächtliche Geräuschkulisse ist atemberaubend. Affen findet man ständig irgendwo in den Bäumen.

Queen Elisabeth NP – Queen Elisabeth Bush Lodge: Die netten Häuschen stehen auf der Anhöhe über dem Kazinga Kanal. Das abendliche Essen war ausgesprochen schmackhaft auf dem sehr idyllischen Vorplatz bei offener Feuerstelle und vorbei spazierenden Nilpferden. Alleine sollte man während der Nacht nur bedingt herumlaufen, da Nilpferde und sogar Elefanten das Camp aufsuchen können. Weniger gut fand ich die Toiletten im Häuschen (geruchsbelästigend) und die im freien liegende Dusche mit sehr spartanischer Dusch- und Waschmöglichkeit. Das Preis/Leistungsverhältnis passte für meinen Geschmack hier nicht.

QENP-Ishasha Jungle Lodge: 2 km gegenüber dem Eingangstor zum Ishasha Teil des QENP. Ich war dort der einzige Gast aber die Lodge ist absolut empfehlenswert. Küche hervorragend, nett eingerichtete Zimmer in kleinen verstreuten Häuschen. Würde ich jederzeit wieder nehmen.

Bwindi NP – Buhoma Community Rest Camp: Einfache Unterkunft in mitten einer grandiosen Landschaft mitten im undurchdringlichen Regenwald, Affenbesuch auf der Veranda garantiert. Hier beginnen die Touren zu den Gorillas in Buhoma. Die Einkünfte aus dieser Unterkunft kommen der Community zugute (eine der wenigen Einnahmequellen aus dem ‚Gorillageschäft‘, ein großer Teil des Permitgeldes fließt leider nach Kampala in die diversen Kanäle). Preislich wird man nichts Günstigeres in der Umgebung finden.

Lake Bunyonyi – Bunyonyi Safari Lodge: Leicht überdimensioniertes Hotel, direkt am See gelegen. Man war sehr bemüht, obwohl oder gerade weil ich der einzige (!) Gast war. Es war alles nötige vorhanden aber der Brüller war es auch nicht gerade.

Lake Mburo NP – Eagle‘s Nest: Hoch über dem Lake Mburo NP auf einem Berg mit herrlichem Ausblick. Zelte mit außen liegenden Sanitäreinrichtungen. Die An- und Abfahrt ist etwas ‚gewöhnungsbedürftig‘ da ein ziemlich steiler Weg nach oben zur Lodge führt. Ansonsten sehr zu empfehlen.

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