Maria 58186 Beiträge · seit 201021. Juni 2015 · #21
Als wir 2011 im Senyati Camp waren.
Wir lagen in unserem Dachzelt und mitten in der Nacht knackte es neben unserem Zelt. 😮 Als dazu noch ein tiefes Grummeln zu hören war schauten wir raus und sahen einen riesigen grauen Berg direkt neben unserem Zelt. Ein Elefant nahm in aller Seelenruhe einen Mitternachtssnack zu sich. Fasziniert und mit klopfendem Herzen beobachteten wir die Szene. 🙂
L.G. Maria
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200622. Juni 2015 · #22
... mir sind noch ein paar eingefallen, meist Begegnungen mit ungewöhnlichen Menschen.
Da war die Begegnung mit ehemaligen Kindersoldaten in Sierra Leone und mit Menschen, die mir in Rwanda vom Bürgerkrieg und ermordeten Familienangehörigen erzählten. Die Kinder in einem Kindergarten in Katutura, die ein Begrüßungslied sangen, als ich sie besuchte und ihnen die Fotos vom Vorjahr brachte. Der Besuch einer Chorprobe in Kigali, Kirchenbesuche in Sierra Leone und Kamerun. Menschen, die mich von der Straße weg zum Essen und Übernachten eingeladen haben, besonders in Kamerun und während des Ramadan in Gambia. Junge Menschen, die als Kind vor dem Bürgerkrieg in Sierra Leone flüchteten und ihre Eltern verloren und nicht wussten, was mit ihren Geschwistern geschah. Das hat mich sehr nachdenklich gemacht und mir gezeigt, wie gut es mir geht. Der alte Maasai in der Nähe des Kilimanjaro, der querfeldein durch die Pampa wanderte und zufällig die Piste kreuzte und sich erst in die Hände spuckte, bevor er sie uns zum Gruß reichte (ich weiß bis heute nicht sicher, was das bedeutet). Der Maasai, der uns in einem Dorf "am Ende der Welt" in fast perfektem Deutsch ansprach, wo ansonsten alle nur Maa und keiner Englisch oder Kiswahili sprach. Das Treffen mit einem König, das uns so seltsam vorkam, als wäre es aus "Der Prinz aus Zamunda".
Und dann gab es natürlich auch noch Begegnungen mit Tieren wie diese hier. Fotos entstanden dabei nur selten. Bei den Zebras ist es gelungen, bei Elefanten und Bären (Alaska, Canada)leider nicht. Aber diese Momente bleiben auch ohne Foto in Erinnerung.
Gruß Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200622. Juni 2015 · #23
... hier noch einige Aufnahmen von einem See in Kenya im Abendlicht ...
... und am nächsten Morgen mit Nebel über dem See.
Und aus einem ganz anderen Teil der Erde ein anderer bewegender Moment:
Auch das legendäre Dawson City mit seiner Geschichte war für mich ein ganz großes Ereignis ...
... und natürlich auch mein Treffen mit Batman.
Gruß Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Daxiang5'049 Beiträge · seit 201422. Juni 2015 · #24
Für mich ist „das Heimkommen nach Afrika“ jedes Mal ein magischer Moment. Es gibt so viele schöne Erinnerungen an tolle Sichtungen und Erlebnisse, dass es mir schwer fällt eins heraus zu picken.
Die bewegendsten Momente waren für mich sicherlich die Begegnung mit Schimpansen und Gorillas in freier Natur.
Bei unserer ersten (und bisher einzigen) Tour Januar 2013 durch Namibia die Fahrt nach Namutoni im Etosha.
Zuerst das winzige Chamäleon auf der Straße erspäht und gewartet bis es sicher rüber war:
Beim Weiterfahren dann ca. 2 Dutzend Giraffen die die Straße überquerten um zum Wasser zu kommen:
Beim Gamedrive in Namutoni die 6 Löwen an der Pfütze aus dem offenen Land Rover auf weniger als 10 Meter Entfernung:
und schließlich auf der Runde nördlich von Namutoni im eigenen Auto die Straßenblockade der Elefanten:
Christoph
THBiker1'366 Beiträge · seit 201122. Juni 2015 · #26
Oh ein toller Thread.
Da möchte ich auch etwas dazu besteuern. Es gab so viele magische Momente
2009, meine erste Afrikareise, als ich in Mombasa ankam und wir zu unserer Unterkunft gefahren sind. Für mich einer meiner magischsten Momente! Ein Traum wurde Wirklichkeit. Ich verbinde mit Kenia seit meiner Kindheit sehr viel, obwohl ich bis dahin nie dort gewesen bin.
Ebenfalls 2009. Meine Lebengefährtin hatte Geburtag und ich habe ihr als Überraschung eine Schnorcheltour organisiert. Auf der Bootsfahrt sahen wir unser erstes wirklich großes Wild, nämlich Buckelwale. Nie hätte ich damit gerechnet so etwas zu erleben.
Ebenfalls 2009: Vor unserer Safari fragte mich Trevor (Kiwara Safari) mit welcher Vorstellung bzw. Erwartung ich auf Safari gehe und was ich gerne sehen würde. Meine Antwort hat ihn wohl etwas überrascht, denn normal nennen die Gäste wohl sowas wie Löwen, Leoparden, Efanten...., meine Antwort "Ich würde einfach mal gerne den Kilimanjaro sehen". Gleich am 2. Abend fuhren wir im Tsavo West zu einem Aussichtspunkt und wir konnten den Sonnenuntergang am Kili erleben.
2010 wir beobachten eine Gepardin die Jagdabsichten hat. Bei uns ein weiterer Wagen. Auf einmal springt die Gepardin auf den Wagen, leider nicht auf unseren. Wie sehr hätte ich sie bei uns gehabt.
2013 steht ein Elefant keinen Meter neben unserem Wagen und frist gemütlich an einem Baum. Das war so beeindruckend wie friedlich dieser graue Riese war.
2015 Wir beobachten eine Gepardin. Sie schaut nervös in der gegend herum. Wie wir erfahren haben hat sie keine 3 Wochen alte Babies, die sie wohl aber seit dem Vortag nicht meh gefunden hat. Sie ruft ihre Jungen. Dieser Ruf ging mir durch Mark und Knochen. Immer wieder lief sie umher und rief, aber nichts. Nach mehreren Stunden beobachten glaubten wir schon, dass sie ihre Kinder verloren hat. Wir fuhren nochmal zu einer Baumgruppe in der wir vielleicht die Jungen vermuteten. Fehlanzeige. Doch als wir zur Gepardin zurückkommen, kommen auf einmal aus dem nichts die Kleinen angerannt. Die Freude auf auf allen Seiten riesig. Selbst unser Guide hatte Tränen in den Augen 😗 und zur Kröung kletterten die Kleinen später noch auf unserem Autoreifen rum.
....ach ich hätte noch so viele, für mich magische Momente, aber ich denke unvergessen wird mein erster Schritt auf afrikanischem Boden sein. Seitdem hat sich mein Leben verändert.
Fredi1Themenstarter284 Beiträge · seit 201023. Juni 2015 · #27
Es gibt 2 Arten von Afrika-Reisenden. Die einen machen ihre Afrika-Tour, finden sie schön und das war's dann. Die zweite Kategorie - und ich glaube, da gehören alle Formis dazu - sind von dem Kontinent, seinen Menschen, der Natur und den Tieren verzaubert und kommen immer wieder. Ich glaube fast, dass es keinen anderen Erdteil gibt, der einen so in seinen Bann zieht ( und nicht mehr loslässt ).
Grüsse Fredi
Die Massai haben erzählt, dass sich zwei Löwen das Grab als Ruheplatz ausgesucht haben. Von dort haben sie eine gute Sicht ins Tal und auf das Wild. Ich darf nicht vergessen, es Denys zu erzählen, er würde sich darüber freuen. ( Frei nach Tanja Blixen)
Berg-Eule2'060 Beiträge · seit 201323. Juni 2015 · #28
Hallo,
für mich sind die magischen Momente zum einen die "Begegnungen" mit den Urzeiten der Erde: in der Namib, im Versteinerten Wald, bei den Orgelpfeifen, am Verbrannten Berg, am Fish River Canyon, im Python Valley, beim Hoba Meteoriten, ...
... zum anderen die Ausblicke in weite Fernen, heuer hat mich sehr die Aussicht in Dolomite über die Westseite des Etosha NP fasziniert sowie der Ausblick über die weiße Pfanne von Onkoshi aus, und ganz besonders die Aussicht von der Grootberg Lodge.
Liebe Grüße von Gabriele
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Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert. (Seneca)
Clamat1'425 Beiträge · seit 201323. Juni 2015 · #29
Hi,
Ein kohlrabenschwarzer Himmel und plötzlich kommt ein kleiner Sonnenstrahl heraus und zaubert einen Regenbogen
Upps! Kaum habe ich ein Gläschen Roten schnabuliert, schon sehe ich zwei Regenbögen. Oder sind da gar zwei? 😉 ... Ein tolles Foto! Vielen Dank für diesen wunderbaren Thread und eure beeindruckenden Fotos und Gedanken.
LG Ute
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200623. Juni 2015 · #31
Fredi1 schrieb:Es gibt 2 Arten von Afrika-Reisenden. Die einen machen ihre Afrika-Tour, finden sie schön und das war's dann. Die zweite Kategorie - und ich glaube, da gehören alle Formis dazu - sind von dem Kontinent, seinen Menschen, der Natur und den Tieren verzaubert und kommen immer wieder.
... es gibt mindestens noch eine dritte Kategorie: Diejenigen, die die Reise furchtbar finden und sich sicher sind, nie wieder nach Afrika zu kommen. Das sind meist Touristen, die entweder die aufdringlichen Menschen und das Handaufhalten für jeden Handschlag nervig finden und ihre erste Reise als Pauschalreisender nach Marokko, Tunesien, Ägypten oder Äthiopien unternommen haben oder eine Hotelanlage am Strand z.B. in Gambia oder Kenya nie verlassen haben, weil sie beim Versuch gleich massiv angebettelt oder von Verkäufern umringt wurden.
Ich glaube fast, dass es keinen anderen Erdteil gibt, der einen so in seinen Bann zieht ( und nicht mehr loslässt ).
... und auch keinen, vor dem viele Menschen so viel Angst haben. Ok, Nahost hält da noch mit ...
Gruß Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
picco6'369 Beiträge · seit 201124. Juni 2015 · #32
Hoi zämä
Magische Momente in Afrika...das gabs für mich auch! 😎 Und nicht wenige! 😄
Der Erste war wohl als ich im Nairobi Safari Walk beim Hauptquartier des Nairobi NP's von einer Zecke in den Bauch gebissen und mit Rickettsien versorgt wurde...keine 12 Stunden nachdem ich erstmals einen Fuss auf afrikanischen Boden gesetzt habe! 😵 Somit hatte ich mein erstes (und bisher einziges) afrikanisches Gesundheitssouvenier... 😠
Der zweite Moment war wohl als sich in Nairobi ein Militärangehöriger in Privatwagen mit der Pistole den (eigentlich nicht vorhandenen) Vortritt vor unserem Auto sicherte... 🙄 Da hab ich einen kurzen Moment daran gezweifelt ob das der richtige Kontinent für mich ist... 😗
Der dritte Moment war am Lake Naivasha, als ich 'mein' erstes wild lebendes Wildtier in Afrika sah:
Der vierte Moment war wohl in der Masai Mara, wo ich mich an einem Pick-Nic-Platz erstmals in meinem Leben 'zuhause angekommen' gefühlt habe:
Das alles war während meiner ersten Reise...aber auch jede andere Reise hielt magische Momente bereit, mehr dazu später...die Arbeit ruft! 😉
Fredi1Themenstarter284 Beiträge · seit 201024. Juni 2015 · #33
Hier noch zwei schöne Erlebnisse:
Wir sassen abends beim Lagerfeuer auf der Campside third bridge, als plötzlich Antilopen um uns herum sprangen. Der Grund war ein Löwenrudel, das die Brücke überquert hatte und direkt hinter unseren Autos vorbeizog.
Ein anderes mal in der Pipers pan in der Zentralkalahari mussten wir unser Abendessen verschieben und in das Auto flüchten, weil 2 grosse Löwenkater durch unser Lager spazierten.
das sind alles so Geschichten, die dir niemand nehmen kann. Aber wenn man sie bei Freunden erzählt, die noch nie in Afrika waren wird man schnell als Aufschneider angesehen, weil man sich so etwas hier überhaupt nicht vorstellen kann. Viele glauben hier wahrscheinlich, dass wir in so eine Art Safaripark reisen. Gruss Fredi
Die Massai haben erzählt, dass sich zwei Löwen das Grab als Ruheplatz ausgesucht haben. Von dort haben sie eine gute Sicht ins Tal und auf das Wild. Ich darf nicht vergessen, es Denys zu erzählen, er würde sich darüber freuen. ( Frei nach Tanja Blixen)
freshy3'883 Beiträge · seit 201124. Juni 2015 · #34
Zuerst einmal: [Ein herzliches Dankeschön an alle, die in diesem Thread für das Miterleben vieler magischer Momente gesorgt haben. Ich kann mich nur schwer entscheiden, denn die Magie begleitete uns auf allen unseren Touren durch Namibia, Botswana und Südafrika. Zwei Beispiele sollen genügen:
Oktober 2013, Chobe NP, Ihaha Campsite, morgens kurz nach Sonnenaufgang: Nach einem dramatischen Sonnenuntergang am Abend vorher hatte es in der Nacht ein heftiges Gewitter gegeben. Als wir unseren Camper morgens verließen, trauten wir unseren Augen nicht. Wir blickten auf eine weite Fläche Schwarz, die sich langsam vorwärts bewegte. Büffel, Büffel, nochmals Büffel beim Grenzübertritt von Namibia nach Botswana. Ihre Leiber glänzten in der frischgewaschenen Luft. Nach einer halben Stunde war der Spuk vorbei. Es kommt häufig vor, dass wir vor lauter Faszination vergessen, ein Erlebnis zu fotografieren. So auch diesmal. Doch es hat sich tief in unserem Gehirn festgesetzt.
September 2014, Bwabwata NP in der Sambesi Region: Wir sitzen abends bei einem kleinen Feuer, als es um uns herum kracht, knuspert und brummt. Keine zehn Meter entfernt nimmt eine kleinere Elefantenherde ihr Nachtmahl ein. Als ein größerer Baum in Angriff genommen wird, staubt es so, dass Feuer und die Schemen der Elefanten in einer dichten Wolke verschwinden. Wir husten und niesen. Dann ziehen die Dickhäuter weiter. Am anderen Morgen wollen wir den NP verlassen, fahren durch eine Savanne, in der das Gras sehr hoch steht und bemerken zu spät, dass wir mitten in einer Elefantenherde gelandet sind. Die Leitkuh stellt sich uns in den Weg, schlägt mit den Ohren und brummt. Sie lässt uns nicht aus den Augen, und sobald wir Anstalten machen weiterzufahren, hält sie uns unmissverständlich zurück. Vor, hinter und neben uns grast ihre Familie und lässt sich nicht stören. Ich weiß nicht mehr, wie lange wir in der riesigen Herde standen, aber mit einem Mal teilte sie sich, gab den Pfad frei. Die Leitkuh hat sich abgewendet. Im Schritttempo und mit Herzklopfen durchfahren wir die zweigeteilte Herde, es ist wie Spießrutenfahren.
Montango1'667 Beiträge · seit 201124. Juni 2015 · #35
Hallo,
auch von mir noch mal Danke für die vielen Momentaufnahmen in Wort und Bild.
Mir fällt auch noch einer der unendlich vielen Augenblicke ein, die man nie mehr vergißt.
Wir beobachten in der Serengeti eine Thomson Gazelle. Plötzlich erscheint ein Löwe, von der Gazelle unbemerkt schleicht er sich an. Wir wissen nicht, ob wir Mitleid mit der Gazelle haben sollen oder ob die Fazination, die Jagd zu sehen überwiegt. Wir halten die Luft an und schauen zu.
Cornelia72 Beiträge · seit 200824. Juni 2015 · #36
Was für ein Thread! 🙂 🙂 🙂 Ich finde die Beschreibungen und Fotos Eurer "Magischen Momente" so klasse! Vielen Dank.
Natürlich hatte auch ich schon viele solche Momente in Afrika. Das letzte Erlebnis Ende Mai ist noch ganz frisch in meinem Herzen. Auch wenn einige Fomis meinen Thread schon angesehen haben, möchte ich dieses Erlebnis doch mit vielen Menschen teilen. Deshalb nochmals unser kleines Video für die, die es noch nicht gesehen haben und die Beschreibung dieses magischen Moments:
23.05.2015 Unser letzter Tag im Krüger National Park. Nach drei Wochen Südafrika (Drakensberge, iSmangaliso, iMfolozi-Hluhluwe, Ithala, Swaziland und Krüger Park) wollen wir uns nun auf den Weg nach Johannesburg machen.
Wir haben im Crocodile Bridge Camp übernachtet.
Früh am Morgen fahren wir auf dem Crocodile River Drive in Richtung Malelane, wo wir dann den Park verlassen wollen. Es ist noch ziemlich neblig. Nach ein paar Kilometern auf der Pad sehen wir trotzdem schon von weitem: Da liegt etwas auf der Piste! Ganz langsam fahren wir heran.
Nun sehen wir was es ist: Drei Löwinnen liegen gemütlich im Sand. Zuerst nähern wir uns auf 10 m, dann auf 5 m und dann noch näher – die Löwen beachten uns nicht.
Jetzt bemerken wir auch, dass eine Löwin am Oberschenkel und am Fuß verletzt ist. Sie leckt sich dauernd die Wunden.
Die beiden anderen Löwinnen dösen und gähnen und sind ganz entspannt. Wir sind begeistert und können uns gar nicht satt sehen an den großen Tieren!
Inzwischen sind auch andere Autos angekommen. Die Löwinnen dösen weiter und lassen sich nicht stören. Irgendwann wittern sie dann in eine Richtung, stehen auf, recken und dehnen sich und gehen auf der Piste ein Stück weiter.
Wir hinterher. Nun sehen wir, dass weitere Löwen aus dem Busch kommen, darunter zwei Junge. Die Katzen begrüßen sich, schmusen ein bisschen, die Jungen spielen. Alles geschieht direkt vor unseren Augen. Ist das toll anzusehen!!
Wir hinterher. Nun sehen wir, dass weitere Löwen aus dem Busch kommen, darunter zwei Junge. Die Katzen begrüßen sich, schmusen ein bisschen, die Jungen spielen. Alles geschieht direkt vor unseren Augen. Ist das toll anzusehen!!
Irgendwann kommt dann die ganze Familie auf unser Auto zu, trottelt langsam vorbei und läuft noch lange auf der Piste, bis die ganze Truppe dann im Busch verschwindet.
Insgesamt waren es wohl 8 Löwen. Wir sind ganz erfüllt und glücklich, dass wir dieses Ereignis über eine halbe Stunde miterleben durften. Alle anderen Autos sind nun verschwunden, Wir stehen noch am Rande der Piste, um unsere Fotos zu sichten.
Und plötzlich sehen wir links im Gebüsch die verletzte Löwin. Wir hatten sie am Anfang ganz aus den Augen verloren! An irgendetwas macht sie sich zu schaffen… Und dann höre ich es: Ein leises Fiepen kommt aus dem Busch. Kurz darauf hat die Löwin ein Junges im Maul und kommt auf uns zu.
Wie toll, ein so kleines Löwenbaby in freier Wildbahn beobachten zu können! Die Mama setzt ihr Kleines vorsichtig ab. Das streicht um ihre Beine und fiept. Die Löwin macht ein paar Schritte, das Baby läuft unbeholfen hinterher.
Die Mutter nimmt es wieder ins Maul und trägt es über die Piste. Sie versucht die Witterung aufzunehmen. Die anderen Löwen sind schon längst verschwunden und inzwischen sicherlich weit weg. Unsere Löwin humpelt, ihr Fuß ist ganz schön angeschwollen. Ob sie beim Jagen verletzt wurde? Jetzt setzt sie das Baby wieder ab und geht vorweg durch das hohe Gras. Das Kleine fiepend hinterher. Das Gras ist noch feucht vom Nebel. Das ist sicher ungemütlich für das Kleine. Das Fiepen wird lauter. Dann trägt die Mutter ihr Junges wieder ein Stück. Und irgendwann sind Beide dann hinter Büschen und Bäumen verschwunden.
Hermann und ich schauen uns an und können noch gar nicht realisieren, was wir da gerade erlebt haben.
Liebe Grüße Cornelia
freshy3'883 Beiträge · seit 201124. Juni 2015 · #37
Cornelia, dein Video ist für mich der Favorit auf den 1. Platz. Zum Weinen schön!
Fredi1Themenstarter284 Beiträge · seit 201029. Juni 2015 · #39
Aber auch die schrecklichen Momente, die man erlebt hat, haben sich in unser Gedächtnis eingebrannt und kann man nicht mehr vergessen:
-der Überfall auf meine Frau und mich am hellichten Tag in Windhoek
-der tragische Tod unseres Mitreisenden im Kongo
-der nächtliche Angriff eines Elefanten auf dem Campingplatz in Purros, der das Zelt unseres Fahrers zerstört hat ( und der dann dabei Gottseidank unverletzt blieb )
Gruss Fredi
Die Massai haben erzählt, dass sich zwei Löwen das Grab als Ruheplatz ausgesucht haben. Von dort haben sie eine gute Sicht ins Tal und auf das Wild. Ich darf nicht vergessen, es Denys zu erzählen, er würde sich darüber freuen. ( Frei nach Tanja Blixen)
Hermann1'564 Beiträge · seit 200629. Juni 2015 · #40
hallo Fredi, ja, da hast Du recht.Auch das sind auf jeden Fall (wenn auch traurige) magische Momente.