Eine Ostafrika Rundreise

Reisebericht 43 Antworten · 7'335 Aufrufe · gestartet 18. Juni 2015 von Bertlgoesafrika
Themenstarter82 Beiträge · seit 201307. Juli 2015 · #21
Zum Bwindi Nat. Park oder die Straße des Todes

Wir lassen uns Zeit, es sind ja nur 170 km von Mbarara zum Park.
Gorillas, wir kommen.
Zuerst wird die Straße wahnsinnig schlecht und an den Seiten so ausgefranst, dass nur noch ein schmaler Streifen – auch mit tiefen Löchern – in der Mitte bleibt, den man sich dann mit dem Gegenverkehr teilen muss, wobei die halsbrecherisch fahrenden Überlandbusse natürlich nicht ausweichen ( das ist dann die vierte Stufe vom Mineswepper, die Expert Extendet version).

Dann nach ca. 50 km plötzlich wird die Strasse perfekt, breit und ohne Löcher und wir freuen uns schon, wie gut wir vorankommen. Kurz nach Kabale geht es rechts nach Buhoma, dem letzten Ort vor dem Park. Das Schild sagt 76 km und es ist eine miese Schotterstrasse mit brutalen Unebenheiten und dann kommen sie, die Senken mit den Schlammlöchern und es hat kurz vorher geregnet. Ein Hoch auf die Stollenreifen, ohne die wäre ich nicht weitergekommen.
An einer Stelle war die Schlammdurchfahrt zu lang und blieb stecken, Scheiße, mit viel Mühe und der Kraft von einheimischen ( eine alte Frau und ein Kind) ging es noch mal gut , für die 79 km haben wir 4 Stunden gebraucht.
Bin tot…..aber ein paar Biere (Nile, ist ganz gut) richten es wieder.

Ein paar Bilder vom hier im Bwindi Nat. Park.

Unser Zelt im Regenwald (nartürlich mit Regen 🙁

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Themenstarter82 Beiträge · seit 201308. Juli 2015 · #22
Bwindi Teil 1

So, haben uns eingerichtet, ist ziemlich gruslig der Campground, die sanitären Einrichtungen kann man nicht zeigen, sonst würde sofort ein Hilfstrupp aus Deutschland starten.
Wir duschen uns vor dem Zelt mit Wasserflaschen. (Natürlich kalt). Landschaftlich ist der Platz top, er liegt mitten im Regenwald und ist terrassiert.
Da er fast leer ist, haben wir eine ganze Terrasse für uns.
Wir beschließen dann, nur zwei Nächte zu zelten und die dritte in einer Lodge zu verbringen,der Preis ist trotz Newyear-Discount, den wir ausgehandelt haben, immer noch exorbitant.
Haben dann heute Nachmittag einen Community Walk gemacht, dort wird einem das Leben der Einheimischen Bevölkerung näher gebracht.
Auf dem Program stehen:

Ein Deutsches Wasserkraftwerk besichtigen
Einen Medizinmann und Pygmäen besuchen
Die Verarbeitung von Bananen erklären lassen
. Während des Walkes konnte man Fragen stellen und der Guide, eine junge Frau erzählte von sich reichlich.
Den Besuch des Wasserkraftwerk haben wir abgelehnt
Dann zum Medizinmann, das war lustig, ein alter Herr mit Fellhut und Fell der meinte dann mit so einem schönen Bart, ob ich auch ein Medizinmann bin, ich verneinte.
Er hat uns dann eine ganze Menge über seine Kräuter und Heilmethoden erzählt, ich wollte mich schon hinlegen und mich untersuchen lassen.

Auch das mit den Bananen war sehr aufschlussreich, der Tanz der Pygmäen war dann etwas zu touristisch.

Der Medizinmann:

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Seine Heilkräuter:

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Kaffeebohnen:

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Bananen in verschiedenen Zuständen, Saft Schnaps und so:

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Themenstarter82 Beiträge · seit 201309. Juli 2015 · #23
Zu den Gorillas im Zauberwald

Geschafft, wir haben vor einem Jahr die Gorilla Permits bestellt und bezahlt und nun gehts los.
Gestern war es noch etwas schwierig (afrikanische Bürokratie ist unvorstellbar schwerfällig), hier vor Ort die Permits ausgestellt zu bekommen, aber hartnäckiges Generve hat wie immer geholfen.
Um 8:00 stehen wir bereit, etwas Verwirrung und bald stellt sich unser Guide vor, wir sind alleine, bekommen eine Privattour.
Der Aufwand, der hier betrieben wird, ist gewaltig insgesamt sind 10 Leute involviert.
- der Tourguide
- Zwei mit AK 47 bewaffneter Schutz (wilde Tiere oder/und wildgewordene Kongolesen)
- noch ein Guide, der vor Ort war
- und die Trecker (die suchen die Gorillas)
- und ein Porter (der hat unsere Sachen getragen)

Was soll ich sagen, einmalig, der Silberrücken war 3m von mir entfernt, toll.
Der steile Aufstieg auf den Berg war allerdings der Hammer 2,5 Stunden im REGENWALD, Luftfeuchtigkeit 1000% (gefühlt), war kurz davor, schlapp zu machen.
Es ist ein einmaliges Erlebnis, das wir nicht missen möchten, würde es jederzeit nochmal machen auch wenn das Vergnügen 600$ p.P. kostet und die Stunde wie im Fluge vergeht.
Fotografieren war extrem schwierig (schwarzer Gorilla im schwarzem Regenwald).

Mittlerweile fragen mich alle Leute, ob ich der bin mit dem Motorrad, bin wohl so bekannt wie ein bunter Hund in Uganda,wahrscheinlich ist auch schon ein Bild vom Moppet und von uns im ugandischen Tagblatt, es wird andauern fotografiert ( einer hat auf die Antwort seiner Frage nach den Hubraum (sind 1200cc) gesagt: oh my godness)

Die Freundlichkeit der Leute ist hier wie auch in Tansania unübersichtlich, werde später noch ein paar Worte darüber verlieren. Auch über Sicherheit kann man nichts negatives berichten, alle sind freundlich, stellen sich vor und fragen, woher man kommt und wie es einem geht.

So jetzt das Zelt abgebaut, den feucht kalten Platz verlassen, und ab in die Luxus Lodge. 🤩


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Themenstarter82 Beiträge · seit 201313. Juli 2015 · #24
Zum Queen Elizabeth NP

In der Lodge war es super, ein toller Service, ein riesiges Wohnzimmer mit Kamin, ein großes Schlafzimmer mit 3m Bett, am Abend wurde ein Lagerfeuer entzündet, wo man seinen Sundowner zu sich genommen hat.
Vorher gab es eine Massage, was nach der anstrengenden Wanderung sehr angenehm war.
Auch das Abendessen war sehr gut und dazu kühler Weißwein, in Afrika eine Seltenheit. Neben jedem Tisch (insgesamt nur 8, da es 8 Zimmer gab) wurde ein kleiner Holzkohleofen aufgebaut, damit kein Frösteln nach Einbruch der Dunkelheit aufkommt (im Regenwald kommt man tagsüber vor Schwüle fast um, wenn es dunkel wir, frischt es auf)

Als wir ins Zimmer zurück kamen, war der Kamin an und es glühte ein angenehmes Feuer.
Und zur Krönung, das Bett war selbstverständlich gemacht, als wir die Decken zurückschlugen waren zwei Wärmflaschen darin, kein Kommentar…..

In der Früh bekamen wir noch riesiges Lunchpaket mit, das wir Mühe hatten zu verstauen.
Das ganze Hotel hat unsere Abfahrt beobachtet und zum Abschied gewunken.

Dann wieder diese Scheißstraße, alles 1. und 2. Gang, kamen aber gut voran, weil es keine Schlammdurchfahrten gab (Gott sei Dank)
Nach 50 km wurde sie besser, aber nach kurzer Zeit kam tiefer loser Schotter und das 70 km, das wird eine Freude, ich erinnerte mich an mein BMW Fahrertraining, den Lenker wie zwei Eistüten halten und Gas geben.
Ich fuhr dann bald an die 80km/h, flog über alle Löcher, bis auf die großen, dann gab es wieder einen Einschlag, muss nochmal ein Dankschreiben an die BMW Ingenieure aufsetzen.

Das Zimmer mit Aussicht.

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3'700 Beiträge · seit 200913. Juli 2015 · #25
Hallo Bertl,
In der Lodge war es super, ein toller Service

Und wenn du nun noch verrätst, um welche Lodge es sich handelt... 😗

Herzliche Grüße und Dank
Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit www.butterblume-in-afrika.de
Themenstarter82 Beiträge · seit 201313. Juli 2015 · #26
Klar, hab ich das nicht geschrieben....... 😈

Es war die Buhoma Lodge, wir haben sie aber ein bisschen billiger bekommen "Happy new year" Rabatt. 😄
Themenstarter82 Beiträge · seit 201314. Juli 2015 · #27
Am Kazinga Kanal

Sind nur ein kurzes Stück gefahren, wollen am Kazinga Kanal eine Bootsfahrt machen und uns hier ein bisschen umschauen.
Beziehen in der Queen Elisabeth Busch Camp Quartier, eine Lodge mit Ausblick auf den Kanal und mit dem Grunzen der Nilpferde, die dort am Fluß lagern.
Fahren dann am Nachmittag zum Boot, dazu müssen wir uns erst ein Permit von der UWA besorgen die sackeln uns wieder ordentlich aus, 110 $.

Dann in den Park, der Parkwächter sagt, when you see a Hippo, don’t stop, give speed and cross the hippo infront or behind……(wie ein Hippo ist auf meiner Straße)
Toll ein Hippo, das ist größer als mein nicht ganz kleines Motorrad und deutlich schwerer, na ja dann mal los, der Untergrund ist eine Sandpiste…..
Nach kaum 2 km kreuzt eine Herde Elefanten den Weg, ich weiß nicht wer mehr Angst hat, wir oder die Elis, wir warten ab, schalten den Motor aus und schauen was passiert, wenden ist nicht möglich.

Wir glauben, alle Elis sind nun auf der anderen Seite, ich gebe Gas und denke mir, wenn noch einer kommt, links antäuschen und rechts überholen, ob das klappt?
Als wir an die Stelle kommen, stehen lauter Elis rum und schauen, was da zwei verrückte Muzungus auf einem Motorrad im Nat. park machen; es gibt auch Löwen hier.
Das Ganze erleben wir noch zwei mal, was die Fahrzeit zum Boot verlängert und wir befürchten, zu spät zu kommen.

Kommen gerade noch rechtzeitig an, die Bootfahrt ist ganz nett, sehen viele Tiere ganz nah, inkl. einen Eli Kampf.
Zurück in der Lodge gibt es Essen am Lagerfeuer, die Tische werden mit Petroleumlampen erhellt, sehr romantisch.
Das Personal gibt sich größte Mühe und bereitet uns einen schönen Abend.

Unsere Dusche ist außen an einem Baum.

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16 Beiträge · seit 201314. Juli 2015 · #28
Wahnsinn! Tolle Bilder, spannende Geschichte, wenn auch leicht gefährlich und etwas unverantwortlich 🙄
1'737 Beiträge · seit 201014. Juli 2015 · #29
In Uganda gibt es am Gate einen Aushang: "Motorräder auf eigenes Risiko". Ob Fahrräder da auch drauf standen, kann ich mich nicht mehr erinnern.

Hallo Bertlgoesafrika

Danke für Deinen Bericht. Allerdings ist Dein Schreibstil für mich etwas gewöhnungsbedürftig, was wohl am Alter liegt. War das Euer erstes Mal Afrika?

LG
Christa
www.botswanadreams.de "Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach." Ernest Hemingway
zuletzt bearbeitet 14. Juli 2015
Themenstarter82 Beiträge · seit 201315. Juli 2015 · #30
Nach Fort Portal

Dank dem Tipp von Butterblume (Danke war sehr nett 😎 )vom Namibia Forum sind wir zum Kluge gefahren.

Wir sind beim Kluge Guesthouse bei Fort Portal eingetroffen. Ein pensionierter Deutscher und seine afrikanische Frau haben sich hier eine traumhaft schöne Anlage geschaffen mit einem Garten mit prächtigen Bäumen und Blumen.

Wir spannen am Nachmittag aus und richten unsere Sachen wieder her.
Bekommen ein gutes Abendessen und sitzen am Abend am Lagerfeuer, wo wir Geschichten übers Land hören, ein sehr netter Abend. Es ist noch ein anderes weit gereistes deutsches Paar da und einige afrikanische Gäste.

Müssen eine Nacht im Zelt verbringen, da erst am nächsten Tag eines der zehn Zimmer frei wird.

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Themenstarter82 Beiträge · seit 201316. Juli 2015 · #31
Bei Kluge

Waren jetzt 3 Tage bei Kluge Guesthouse und es hat uns sehr gut gefallen, Kluge konnte uns eine Menge Tipps geben.
Als erstes sind wir in die Ruwenzori Berge gefahren, die auf der Karte auch blaue Berge heißen, kommt da das Lied her? Die Chinesen haben da eine Superstraße hinbetoniert.
Am Nachmittag wurden wir durch den Park, das Anwesen ist 17ha groß, geführt und ein kundiger Angestellter erklärte uns Fauna und Flora, sehr nett. (Als wir uns bei Kluge bedankten für den tollen Führer, war seine Antwort, "ja das macht er gerne aber Arbeiten das ist nicht sein Ding)...... 😄

Wir sind am Freitag zum Kibale Nat. Park gefahren, um ein Schimpansen Trecking zu machen. (Hat Kluge organisiert)
War wieder eine dermaßen Scheiß Straße dorthin, hin und zurück 60km, ich hatte Angst, das Motorrad zu verlieren.
Auch das Trecking war wieder anstrengend, bei 30° durch Dschungel, durch Dickicht, durch Unterholz, Berg auf und ab, die blöden Viecher waren nicht zu finden. Ich hatte wieder Kreislauf und Puls, man darf alte Männer nicht so umher scheuchen.
Wenn da eine Mamba gewesen wäre, na ja, wer will schon ewig leben.

Nach 2 Stunden fanden wir die Schimpansen doch noch, saßen einfach auf einem Baum in ca 20m Höhe, ich hatte nach wenigen Minuten Genickstarre.
Auf einmal ein riesen Geschrei und Getöse, da kam ein Schimpanse aus dem Gebüsch und auf uns zu, so dass gleich der Tourguide zur Kalaschnikoff griff, so ein Männchen soll locker einen Menschen töten können, das glaube ich jetzt auch, der war riesig, nix mit Cita aus Daktari. (ist eine alte Hollywood Serie) 😛
Der Schimpanse blieb aber dann mitten auf dem Weg sitzen und hat sich richtig in Pose zum Fotografieren gesetzt und wir sind wieder mit dem Leben davongekommen.

Wir wurden dann mit einem BodaBoda (Motorrad Taxi, zu dritt auf einem Mopped und ohne Helm versteht sich) zurück zum Gate gefahren, ein interessantes Erlebnis.

Den Abend verbrachten wir wieder beim Lagerfeuer und unterhielten uns sehr nett mit einer ugandischen Familie, die auf Urlaub hier ist. Der Sohn studiert im 4 Semester Jura und fragte uns, ob wir auch vor Gericht Englisch sprechen, was wir verneinten. Das verstand er nun nicht, denn wie kann man sich den sonst verständigen….
War ein netter Abend.

Unser Tourguide:

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Wilde Bananen
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338 Beiträge · seit 201516. Juli 2015 · #32
hallo bertl
na endlich geht es weiter, ist immer ein guter tag bei dir neues zu lesen. hoffentlich bekomme ich das ende des jahres auch so hin wie du 🤩
liebe grüße
gerhard
Themenstarter82 Beiträge · seit 201317. Juli 2015 · #33
hallo Gerhard,

Danke für dein Lob, warum sollst du es nicht hin bekommen ist ganz einfach...:)
Themenstarter82 Beiträge · seit 201317. Juli 2015 · #34
Zu den Murchison Falls Teil 1

Wir wollen zu den Murchison Nat. Park in Norden sind so 400km vom Kluge aus.
Wir wissen (dank Kluge) das das meiste Schotter ist und rät uns unterwegs zu nächtigen was eine gute Idee war.
Bin heute so 250km beschießene Straßen gefahren. Für die Strecke haben wir 7 Stunden gebraucht und das arme Motorrad arg hergenommen, aber es hält tapfer durch.

Es ist sehr schlimmer Verkehr hier obwohl die Straße eigendlich nur mit 50km/h zu befahren ist, überholen ein ständig Autos die weit über 100km/h fahren sehen auch dementsprechend viele Unfälle.

Jetzt trinke ich mein Bier auf der Hotelterrasse in Masindi , wegen des vielen Staubes…..

Dusty road:

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Themenstarter82 Beiträge · seit 201320. Juli 2015 · #35
Murchison Teil 2 oder doch nicht zu Murchison Falls

Gestern gab es Hähnchen zum Abendessen, es waren definitiv keine europäischen Masthähnchen. Wir vermuten, das Huhn starb an Unterernährung und wurde uns nach seinem Ableben dann serviert.
So etwa 80g Fleisch hatte es noch.

Sind heute morgen zeitig aufgebrochen, um zum Murchison Nat. park zu fahren und dann mit dem Schiff zu den Fällen.
Das Hinweisschild Paraa Lodge fanden wir bald, 83km heißt es, dann mal los, wieder scheiß Schotterstraße.

Nach gut 1,5 Stunden stehen wir vor einer Teerstraße, die darf es hier gar nicht geben, mist, weder das Navi gab einen Hinweis, noch ein Abzweig war zu sehen, das würde bedeuten 35 km Miststraße zurück, dazu haben wir keine Lust und ausserdem fährt das Schiff um 14:30, das wird knapp.
Wir entschließen uns, nicht zurück zu fahren, also Planänderung.

Sind dann in die Chobe Safari Lodge gefahren, ein unglaublich schön gelegenes Haus direkt am Nil (genauer am Victoria Nile, der in ein paar Kilometer in den Albert Nile fließt und dann zum Nil wird) mit Aussicht vom Zimmerbalkon und von der Restaurant- und Poolterrasse auf Flusspferde, Affen und Warzenschweine, die sich hier zum Greifen nahe tummeln.
Sehen Nilpferde von ganz nah, man kann direkt ans Ufer gehen und ihrem Treiben zusehen, wenn aber eins rauskommt…
Ich weiß aber, was zu tun ist (dank Erkan mein Arbeitskollege, der schon mal in Afrika war und diesen Tipp von einem Ranger bekam): don’t run, find tree…. 😉

Das gab es zu Mittag, der war gut:
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zuletzt bearbeitet 20. Juli 2015
3'700 Beiträge · seit 200920. Juli 2015 · #36
Hi Bert,
don’t run, find tree….
und hoffe, dass du dir diesen nicht mit den Baumlöwen teilen musst. Aber Murchison Falls ist ja nicht bekannt für Baumlöwen! 🤪 🤩 🤪

Herzlichen Dank für die Fortsetzung
Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit www.butterblume-in-afrika.de
zuletzt bearbeitet 20. Juli 2015
Themenstarter82 Beiträge · seit 201321. Juli 2015 · #37
Die Lampf!
Haben uns gegen die Murchison Fälle entschieden, da dies 200 km Umweg auf schlechten Straßen bedeutet hätte . Wir brauchen ja auch noch einen Grund, wieder hierher zu kommen. Seit 3 Wochen meldet mein Bordcomputer den Fehler LAMPF! (Ratespiel: was ist das für eine Fehlermeldung?)
Es ist unmöglich, so etwas hier zu kaufen. Das Teil wird bestaunt, als käme es vom Mars, einer fragte mich nach dem Barcode…
Wir sind heute 400 km in den Südosten nahe an die kenianische Grenze gefahren.
Die Stadt heißt Mbale und ist die drittgrößte Stadt Ugandas (75.000 Einwohner), die Hauptstraße sieht aus, als wäre sie gerade von tausenden kleinkalibrigen Granaten getroffen worden. Es geht nur in Schrittgeschwindigkeit im 1. Gang.
Unser Hotel ist ganz in Ordnung, Mount Elgon Hotel und hat einen schönen Blick auf den Mount Elgon.
Als ich Abends als Verdauungsschnäpschen einen Uganda Waragi und kein internationales Produkt bestelle, freut sich der Barman so, dass er ihn mir schenkt (TAB)......

(= Lamp Front, also das Scheinwerferlicht)
Themenstarter82 Beiträge · seit 201322. Juli 2015 · #38
Auf zum Lake Naivasha

Sind zum Lake Naivasha gefahren, Irmi hat die letzten Tage Stunden im Internet verbracht, um eine schöne bezahlbare Unterkunft zu finden, hat sie.

Wie sind im Kiboko Luxury Tended Camp, sehr schön, ein Traum.

Die Preisverhandlungen gestalten sich schwierig, denn bei booking.com war es, durchaus erschwinglich, als Irmi nach einer halben Stunde nicht wieder kam, sah ich mal nach und ja die wollten doch tatsächlich 500$ die Nacht (wir wollen zwei Nächte bleiben), wir haben dann über Booking.com gebucht und siehe da, kostet nur noch einen Bruchteil……

Hier ist man wieder mitten unter Tieren, ein paar Bilder. Hier am See gibt es riesige Blumenfarmen, bei denen unsereiner kauft, wenn er daheim günstige Blumen aus Holland kauft. Über die Zustände dort hat man schon gelesen, dass die Arbeiter aufgrund des Einsatzes von Pestiziden krank werden; außerdem entnehmen die Firmen dem See enorme Mengen an Wasser. Von dem allen bekommt man natürlich als Tourist nichts mit.

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Soger eine ipad Dockingstation....
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Themenstarter82 Beiträge · seit 201323. Juli 2015 · #39
Lake Naivasha Teil 2

Es war eine richtig kalte Nacht, 5°, wir haben es aber im Bett schön mollig gehabt und hatten wieder eine Wärmflasche und die war dringend nötig.
Wollten heute zum Hellsgate Nat. Park, da dort Rad- und Motorradfahrer erlaubt sind, aber wieder Afrika: alles darf fahren, außer Motorradfahrer, auf meine Frage nach dem warum, keine Begründung, nur ein Lächeln, no Sir, sorry…..

Haben einen interessanten Bericht gelesen, “Fritteuse des Teufels”, da geht es um die häufigen Stromausfälle in Afrika. Ein Grund ist, dass Diebe das Öl aus den Trafos klauen, die an den Strommasten hängen und dann das Öl zum frittieren von Pommes hernehmen!
Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen, Öl aus einem Trafo klauen, das der zum Kühlen braucht und dann damit Lebensmittel frittieren.Wie giftig das Zeug ist, kann man sich ja vorstellen.

Haben am späten Nachmittag eine Bootsfahrt auf dem See unternommen, für einen Birdwatcher ein Paradies, aber auch für uns sehr schön.
Das ist hier eine super schöne Anlage und das beste Essen bisher. Sind aber wie immer fast alleine, der Tourismus ist ziemlich am Boden in Afrika und insbesondere in Kenia, wegen der Anschläge und der Angst vor Ebola!
Morgen gehts zurück in die Jungle Junction.

Vögel:

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Fischer ohne Boot.

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Themenstarter82 Beiträge · seit 201324. Juli 2015 · #40
Zurück in der Jungle Junktion,

Wir sind wieder in Nairobi in der Jungle Junktion. Es sind diesmal sehr viele Leute hier und es sehr nett. Wir reden wieder mit Leuten, die seit Jahren am Stück (!) unterwegs sind.
Irmi ist zum Flughafen und fliegt um 14:30 heim.

Durch unsere Planänderung sind wir nicht an die Küste gefahren, sondern über Ostuganda zurück nach Nairobi.

Ich räume auf und putze das Motorrad. Am Montag verpacke ich es wieder in die Kiste, am Dienstag bringe ich es zum Flughafen, wo Liz, meine Speditionskauffrau, hoffentlich alles erledigt. Die wird mich wieder wie eine Weihnachtsgans ausnehmen…..

Ich fliege am Dienstag Abend (Mitternacht) heim, wohin mir mein Motorrad in einem anderen Flieger folgen wird, so hoffe ich doch. Dann das ganze Spiel rückwärts und es wäre geschafft.
Ich freue mich schon auf unseren Zoll und die Spedition, das wird wieder lustig.


Schweres Gerät wieder in Nairobi

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Alles Arbeitet

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Wieder verpackt

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Mein fleißiger Helfer

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