am Mittwoch habe ich mein Moppet verpackt und zum Flughafen gebracht.
war ganz schön anstrengend,
– die spannende Frage: passt alles?
– und wo kommt das ganze Gepäck hin?
– es war kalt , 2°.
Es hat dann aber doch ganz gut hingehauen und die Kiste passte auch in den LKW gerade so rein, links und rechts war je 1cm Platz.
Dann zum Flughafen MUC, Frachtzentrum, dort sollte ich bei einer Firma AIRTRUCK die Kiste abgeben.
Lief dann wie folgt ab: (Eine Tragödie in 5 Akten)
– Akt 1: Ich fand alsbald die große Halle mit der Aufschrift AIRTRUCK, fragte einen Staplerfahrer, ob ich hier richtig bin und er bejahte. Ich glaube allerdings, dass er der deutschen Sprache nicht mächtig war. Ich lud die Kiste aus, was nicht so ganz einfach war, aber ich schaffte es.
– In der Halle gab ich einem Mitarbeiter meinen Zettel, den ich von der Hamburger Spedition bekommen hatte; der schaute den Zettel genau an und sagte ,ich bin hier falsch und im übrigen fliegen wir nicht mit KLM (diese Gesellschaft bringt mein Moppet nach Afrika).
– Er zeigt aufgeregt allen Kollegen, die im über den Weg liefen meinen Zettel und die Verwirrung war groß, dann meinte er, ich sollte doch am Tor 7 nachfragen, die müssten was wissen.
– Akt 2: Auf zum Tor 7, dort war eine Frau, der ich mein Anliegen vortrug und auch die wußte von nichts, ich sollte doch auf den Toni oder Sepp warten, nachdem mir beide Herren noch nicht vorgestellt wurden, schaute ich die Dame fragend an, wer dass denn sei….
– Also wartete ich 10 min, dann kam ein Herr mit dunkler Hautfarbe und seinem Abendessen vorbei, der wurde sofort von der Dame angesprochen (wahrscheinlich war er Sepp oder Toni) und bedeute mir, dass ich über die Straße Gebäude E erster Stock rechts zum Sischpotz (war Swissport) gehen muss.
– Akt 3: dort erreichte ich ein Büro, gab einem Herrn meinen Zettel und sagte, ich hätte eine Kiste abzugeben. Er machte sich sofort an die Arbeit, schaute im PC nach, fand meinen Auftrag und suchte dann ein XYZ Papier und fand es nicht; ich sagte nochmal, dass ich was zum abgeben hätte, darauf der Mitarbeiter `ach so nee da müssen Sie ins Erdgeschoß Tor 8′. Ich runter ins Erdgeschoss (erwähnte ich schon, dass mittlerweile 1 Stunde vergangen war?)
– Akt 4: Tor 8 und alles verschlossen, toll, als ein Staplerfahrer kommt, schnell mit rein, eine Dame übernimmt meine Papiere und sagt, ja hier bin ich richtig, super, ich soll doch schon mal die Kiste holen.
– Toll, wieder über den ganzen Platz, Kiste wieder eingeladen, stand ja schon bereit, und rüberfahren; nach einigen probieren sehe ich, dass die Ladekante zu hoch ist für einen Sprinter . Ein netter Mitarbeiter sagt, ich soll da ranfahren (hydraulische Rampe) und drinnen Bescheid geben ,die schicken dann einen Stapler. Gesagt getan, wieder zu dieser Frau, Tor wieder verschlossen, aber ein energisches Klopfen bewirkte, dass sich die Tür öffnete, die Dame sagt mir, dass ich doch falsch bin und muss wieder rüber zu AIRTRUCK muss, Sch…..
– Akt 5: Ich wieder rüber zu den Herren, bei denen ich zuerst war und sagte erneut, ich bin hier richtig, ein Herr Wagner wisse Bescheid, darauf: ach so, der ist im 1 Stock im Büro, grrrr.
– Ich in den ersten Stock, alles zu, in der Kaffeeküche ein einsamer Herr , den ich befragte, ob im Büro noch jemand sei, ja ich soll warten, da kommt bestimmt einer.
– also wartete ich, (erwähnte ich schon, dass 1,5 Stunde vergangen waren), alsbald kam ein Herr, dem übergab ich meinen Zettel. er besah ihn ungläubig. Nach kurzem Nachdenken kam die Frage, ob das das Motorrad ist,. Ja, das ist es, sagte ich, worauf er sich an den Vorgang erinnerte.
– Letzter Akt: Er ging mit mir ins Lager und sagte seinem Mitarbeiter, dass das schon so recht ist, also ich wieder über den Platz und hole das Auto. Wieder dort einparken und das Moppet ausladen. Wieder im Lager fragte mich der Herr , ob es Sicherheitesgut ist. Keine Ahnung, sagte ich und ob es Gefahrengut ist? Ich bejahte, aber da sind ja keine Warnhinweise drauf….. und so weiter. Ich konnte ihn erweichen, einen Stapler zu schicken. Der kam in 3 min. und meine Kiste mit Moppet verschwand …… Ich fuhr heim. ENDE, Applaus und Vorhang
Hier noch ein paar Bilder
Teil 218. Juni 2015
Bin da
Das wird lustig bin hier erst 6 Stunden da aber schon sicher 3 mal übervorteilt worden die haben einen unglaubliches geschick einem das Geld aus der Tasche zu ziehen. Ich glaube wir haben auch schon einen Namen für die Tour, eine Ostafrika Reise oder wie nimmt man eine Weinachtsganz aus ich bin die Weinachtsganz.
Zum Flughafen zurück und zur Liz (meien Speditionskauffrau), die wartet schon und geht mit mir zur meiner Kiste, die steht schon verladen auf einem Kleinlaster.
Nachdem Chris (Besitzer der Jungle Junktion) nicht gleich kommen kann, fahren wir halt mit dem und muss wieder bezahlen, Weinachtsganz, der murmelt was vom Bypass und fährt einen wahnsinnig schlechte Straße ich hab um meine Kiste Angst. aber wir kommen nachbeinigen suchen an. Das abladen ist brutal in nichts für schwache Nerven. Bilder kommen extra. Überrings das Wetter 24° Sonne leicht bewölkt……. Motorrad zusammen gebaut und Startklar. Kiste verstaut, erstes Bier aufgemacht……. Das Abenteuer kann beginnen. 🙂
Teil 319. Juni 2015
Alles wird gut
So Motorrad wieder zusammen gebaut alle schrauben da, was ich für ein Wunder hallte, alles funktioniert, Test fahrt erfolgreich.
Hier in der Jungle Junktion ist es toll, es sind nette Leute sind hier und es werden allerlei Erlebnisse ausgetauscht. – eine Japanerin die mit einem Toyota Kleinbus von Japan über Vladivostok nach Afrika gefahrenen ist, alleine. – ein holländischen Pärchen das 4,5 Jahren unterwegs ist mit einem 10to. der eine Zylinderkopfdichtungs Schaden hat. – ein paar Schwenden die mit dem ” Pink Caravan Sweden” unterwegs sind. – einem Stuttgarter der alle Jahre für 4 Wochen hier her kommt und mit seinen hier untergestellten Benz G Afrika erkundet. – ein Aussi der gestern den ganzen Tag sein Moppet geputzt hat und es immer noch dreckig ist……
Der Jungle Junktion Chef Chris hat sich ein ganz netten Laden aufgebaut Und mit seinem super Kontakten kann er sicher jeden helfen.
Ich brauchte noch eine Versicherung ( KFZ Versicherung reine Verarsche aber die Weihnachtsgans muss noch geschröpft werden) für Ostafrika, die COMESA card, nartürlich kann Chris die mir besorgen.
Ein paar Impressionen von der Jungle Junktion:
Das Abladen........
Der Inhalt wohlbehalten angekommen
Mein neuer Freund der Wachhund
Teil 422. Juni 2015
Die Waisen Elephanten von Nairobi
Heute war ich bei der Sedrick Stiftung die sich um Waise Elefanten kümmert. Dort werden die kleinen Elefanten von den umliegenden Nationalparks eingefangen, die keine Mutter mehr haben, die von Wilderen erschossen wurden. Ohne solche Orte würden sie verhungern.
Durch die Turi Schau bei der Fütterung trägt das Eintrittsgeld etwas zum Unterhalt bei.
Auf einem Schild stand: 1940 = 3,5 Mio Elis 1980 = 1,5 Mio Elis 2014 = 300.000 Elis
80% vom Elfenbein gehen nach China.
Teil 525. Juni 2015
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Safari Teil 1
So nun haben wir unser Motorrad in Arusha gelassen und besteigen nun einen Landrover von Paradise Safari.
Aber nun von vorne.
Erstes Ziel der Arusha National Park
So es ist soweit, um 9:00 steht der Land Rover, der im Fachjargon Landi heißt, vor der Tür. Unsere zwei Mitreisenden, ein Ehepaar aus Landsberg, und unser Fahrer John und der Koch Paolo. Wir fahren nochmal zur Zentrale, wo alles eingeladen wird und auch tatsächlich Platz hat, dann müssen wir unser Lunchpaket beim nächsten Imbiss aussuchen und bestellen. Es gibt frittierte Bällchen mit Limette und Dreiecke mit Rinderhack, Somosas. Unser erstes Ziel ist der Arusha National Park, der liegt zwischen dem Mount Meru und dem Kilimandscharo. Wir treffen um 10 Uhr dort ein, dann gibt es eine Planänderung und die Wanderung mit einem bewaffneten Ranger findet sofort statt in der Sonne so gefühlt 35°. Als wir unseren bewaffneten Führer sehen, trauen wir unseren Augen nicht, er hat ein Gewehr umhängen Typ Mauser 1909, das haben unsere Truppen unter dem Kaiser zurückgelassen, Wahnsinn, wen will er damit beschützen? Alles Turi Show? Er versichert aber, er könnte einen Büffel damit erlegen und zwar, wenn er ihn gut trifft mit einem Schuss, denn das Gewehr hat große Munition. Die Wanderung ist ganz nett, wir laufen am Fuße des Mount Meru herum, was schon beeindruckend ist. Wir gehen mitten durch eine Büffel Herde hindurch, sehen allerlei merkwürdige Pflanzen, die uns erklärt werden und wandern zu einem Wasserfall, wo wir picknicken. Der Ranger ist ein schmächtiger junger Mann, dem wir einen Teil unseres Essens anbieten. Er nimmt dankbar an und weg ist alles in Sekunden. Zurück gehen wir über Gras, das elastisch ist und wie Rasen aussieht, sowenig Unkraut ist da. Dann sind wir weiter im Auto gefahren, eine Runde durch den Park, an zwei Seen mit einer grossen Schar von Flamingos vorbei, sehr schön.
Dann kommen wir am heutigen Quartier, der Momella Lodge an. Sie liegt schön und es sind hübsche Blumen da, aber die einzelnen Hütten sehen schon von weitem ziemlich schäbig aus. Das Innere der Hütten ist deprimierend, heruntergerissene Tapeten, verschlissene Bettwäsche, verrostete Wasserhähne, alles eher unsauber, zumindest im Eindruck. Wir schleichen ziemlich gedrückt zum Essen. Warum Momella Lodge? Sie war in den 50er Jahren die Lodge, da wurde Hatari mit John Wayne und Hardy Krüger gedreht, der Kamin, vor dem er nach Feierabend seinen Bourbon trank, ist immer noch da.
Teil 601. Juli 2015
Auf zum Lake Victoria
Sind zu unserem Moppet gefahren und es steht unversehrt da, es war bei einer Firma untergestellt die sich Mr. Fortes Ltd. nannte, Name ist wohl Program. Sind dann Richtung Mwanza am Victoria See gefahren und es hat geregnet bei nur noch 16°, ich schau noch mal in der Karte nach, ob ich mich nicht verfahren habe, ist das wirklich Afrika? So richtig heiß ist es hier nicht. Haben heute 600 km bis zu einem Ort namens Nzega geschafft, auf der Hauptstrasse ist das überhaupt kein Problem, sie ist in super Zustand, kaum Verkehr, teilweise sind aber so große Schlaglöcher drin, wenn man die übersieht, war es es dann. Zum Verkehr werde ich später noch mehr berichten.
Sitzen gerade auf der Hotel Terrasse in Nzgea, als ich den Bericht schreibe, trinke dabei ein warmes Safari Bier, es gibt keinen Strom, kein Wlan, kein warmes Wasser zum Duschen. TAB
Mit der Kommunikation klappt es überhaupt nicht, ich habe gerade beim Koch, der eine Goldkette trägt – da wäre selbst Dieter Bohlen neidisch – ein Freidily Chichyken mit Chipsy (Hexe) bestellt oder so, keine Ahnung schauen wir mal was kommt (Anm. ist doch ganz einfach, gebratenes Huhn mit Pommes)
Übrigens das wichtiges Utensil ist ein Taschenlampe, habe ich immer am Mann. Noch was, Afrika hat nichts absolut nichts mit Jenseits von Afrika zu tun, ist eine reine Hollywood Erfindung. Unser Hotel ist gut und hat nur 15€ gekostet. Unsere Bar, stark gesichert und der Trockenraum:
Teil 703. Juli 2015
Auf nach Bukoba
War wieder eine sehr anstrengende Fahrt. Habe ein neues Spiel entdeckt, Mineswiper oder wie das alte Atari Spiel hieß: In manchen Straßen sind tiefe und riesige Schlaglöcher,denen man ausweichen muss, sonst versinkt man komplett in manchen Löchern. Es gibt mehrere Spielstufen: For Beginners Kein Problem, man sieht sie meistens und sucht sich den besten Weg aus und nutzt dabei auch die Gegenfahrbahn. For Extendend: Es kommt dir genau in dem Moment ein Auto entgegen, das halbiert die Chancen. For Experts: Der Entgegenkommende nutzt deine Fahrspur, weil er meint, hier geht es besser für ihn, das minimiert die Chancen ungemein….
In Bukoba ist die Hotelsuche schwierig. Wir entscheiden uns für ein Scheißhotel, dort verbringen wir nun Silvester, dann mal Prost. Kaufen noch reichlich Wein und stellen fest, dass die angeblich schönste Stadt Tansanias auch keine wirkliche Schönheit ist. Das passiert was Merkwürdiges. Beim warten sprechen mich zwei Leute an und sagen sie hätten genau das selbe Moppet und noch zwei 1150 und 1000 und 650 GSén, ausgerechnet hier im Outback…. Wir machen es uns auf Hotelterrasse bequem, als ich das vertraute Brummen einer BMW höre und tatsächlich besucht mich der Typ, ein Inder, gebürtig in Tansania, im Hotel und erzählt mir seine Geschichte, dass er Touren organisiert und viele Deutsche Freunde hat, ein sehr netter und interessanter Kontakt.
Dann Prost Neujahr, den Abend verbringen wir zu zweit auf der Terrasse. Nur der Hotelpapagei ist noch zu hören. Dann ist Mitternacht und es bleibt dunkel. Ein Feuerwerk gibt es nicht.
Teil 806. Juli 2015
Nach Uganda
Haben ein wenig ausgeschlafen und machen uns auf den Weg, nachdem ein gewaltiges Gewitter vorbei gezogen ist.
An der Grenze nach Uganda sieht es wieder aus, als haben sie sich letzte Nacht gegenseitig beschossen. Man fährt auf perfekter Teerstraße kommt an die Grenze und kann nur noch mit geländegängigen Fahrzeugen weiter. Und dann findet man die Grenzhäuschen nicht, erst ein paar Einheimische weisen einen darauf hin. Diesmal hatte ich einen persönlichen Schlepper, ohne den würde ich noch heute an der Grenze herumirren. Ich mußte dann eine ugandische Straßennutzungsgebür von 20$ zahlen, die ich dem Grenzbeamten sofort gebe, nein ich muss es in Uganda Geld tauschen meint er, ist aber Feiertag, toll Banken haben zu. Nach ewigen hin und her habe ich alle Papiere was für ein Bürokratischer Schwachsinn.
Die Polizei läßt uns komplett in Ruhe, wir haben eine Taktik entwickelt. Am Straßenrand steht sie herum und wartet auf Beute, alle sehr adrett gekleidet in strahlendem Weiß. Wenn wir die Bullen sehen; sie schauen einen zuerst ganz verdutzt an, was für ein Monster kommt denn da, dann winken wir sofort ganz schnell, wir nennen es aktives Winken; die Polizei winkt dann ganz eifrig zurück und wusch sind wir vorbei. Klappt
Teil 908. Juli 2015
Bwindi Teil 1
So, haben uns eingerichtet, ist ziemlich gruslig der Campground, die sanitären Einrichtungen kann man nicht zeigen, sonst würde sofort ein Hilfstrupp aus Deutschland starten. Wir duschen uns vor dem Zelt mit Wasserflaschen. (Natürlich kalt). Landschaftlich ist der Platz top, er liegt mitten im Regenwald und ist terrassiert. Da er fast leer ist, haben wir eine ganze Terrasse für uns. Wir beschließen dann, nur zwei Nächte zu zelten und die dritte in einer Lodge zu verbringen,der Preis ist trotz Newyear-Discount, den wir ausgehandelt haben, immer noch exorbitant. Haben dann heute Nachmittag einen Community Walk gemacht, dort wird einem das Leben der Einheimischen Bevölkerung näher gebracht. Auf dem Program stehen:
Ein Deutsches Wasserkraftwerk besichtigen Einen Medizinmann und Pygmäen besuchen Die Verarbeitung von Bananen erklären lassen . Während des Walkes konnte man Fragen stellen und der Guide, eine junge Frau erzählte von sich reichlich. Den Besuch des Wasserkraftwerk haben wir abgelehnt Dann zum Medizinmann, das war lustig, ein alter Herr mit Fellhut und Fell der meinte dann mit so einem schönen Bart, ob ich auch ein Medizinmann bin, ich verneinte. Er hat uns dann eine ganze Menge über seine Kräuter und Heilmethoden erzählt, ich wollte mich schon hinlegen und mich untersuchen lassen.
Auch das mit den Bananen war sehr aufschlussreich, der Tanz der Pygmäen war dann etwas zu touristisch.
Der Medizinmann:
Seine Heilkräuter:
Kaffeebohnen:
Bananen in verschiedenen Zuständen, Saft Schnaps und so:
Teil 1009. Juli 2015
Zu den Gorillas im Zauberwald
Geschafft, wir haben vor einem Jahr die Gorilla Permits bestellt und bezahlt und nun gehts los. Gestern war es noch etwas schwierig (afrikanische Bürokratie ist unvorstellbar schwerfällig), hier vor Ort die Permits ausgestellt zu bekommen, aber hartnäckiges Generve hat wie immer geholfen. Um 8:00 stehen wir bereit, etwas Verwirrung und bald stellt sich unser Guide vor, wir sind alleine, bekommen eine Privattour. Der Aufwand, der hier betrieben wird, ist gewaltig insgesamt sind 10 Leute involviert. - der Tourguide - Zwei mit AK 47 bewaffneter Schutz (wilde Tiere oder/und wildgewordene Kongolesen) - noch ein Guide, der vor Ort war - und die Trecker (die suchen die Gorillas) - und ein Porter (der hat unsere Sachen getragen)
Was soll ich sagen, einmalig, der Silberrücken war 3m von mir entfernt, toll. Der steile Aufstieg auf den Berg war allerdings der Hammer 2,5 Stunden im REGENWALD, Luftfeuchtigkeit 1000% (gefühlt), war kurz davor, schlapp zu machen. Es ist ein einmaliges Erlebnis, das wir nicht missen möchten, würde es jederzeit nochmal machen auch wenn das Vergnügen 600$ p.P. kostet und die Stunde wie im Fluge vergeht. Fotografieren war extrem schwierig (schwarzer Gorilla im schwarzem Regenwald).
Mittlerweile fragen mich alle Leute, ob ich der bin mit dem Motorrad, bin wohl so bekannt wie ein bunter Hund in Uganda,wahrscheinlich ist auch schon ein Bild vom Moppet und von uns im ugandischen Tagblatt, es wird andauern fotografiert ( einer hat auf die Antwort seiner Frage nach den Hubraum (sind 1200cc) gesagt: oh my godness)
Die Freundlichkeit der Leute ist hier wie auch in Tansania unübersichtlich, werde später noch ein paar Worte darüber verlieren. Auch über Sicherheit kann man nichts negatives berichten, alle sind freundlich, stellen sich vor und fragen, woher man kommt und wie es einem geht.
So jetzt das Zelt abgebaut, den feucht kalten Platz verlassen, und ab in die Luxus Lodge. 🤩
Teil 1113. Juli 2015
Zum Queen Elizabeth NP
In der Lodge war es super, ein toller Service, ein riesiges Wohnzimmer mit Kamin, ein großes Schlafzimmer mit 3m Bett, am Abend wurde ein Lagerfeuer entzündet, wo man seinen Sundowner zu sich genommen hat. Vorher gab es eine Massage, was nach der anstrengenden Wanderung sehr angenehm war. Auch das Abendessen war sehr gut und dazu kühler Weißwein, in Afrika eine Seltenheit. Neben jedem Tisch (insgesamt nur 8, da es 8 Zimmer gab) wurde ein kleiner Holzkohleofen aufgebaut, damit kein Frösteln nach Einbruch der Dunkelheit aufkommt (im Regenwald kommt man tagsüber vor Schwüle fast um, wenn es dunkel wir, frischt es auf)
Als wir ins Zimmer zurück kamen, war der Kamin an und es glühte ein angenehmes Feuer. Und zur Krönung, das Bett war selbstverständlich gemacht, als wir die Decken zurückschlugen waren zwei Wärmflaschen darin, kein Kommentar…..
In der Früh bekamen wir noch riesiges Lunchpaket mit, das wir Mühe hatten zu verstauen. Das ganze Hotel hat unsere Abfahrt beobachtet und zum Abschied gewunken.
Dann wieder diese Scheißstraße, alles 1. und 2. Gang, kamen aber gut voran, weil es keine Schlammdurchfahrten gab (Gott sei Dank) Nach 50 km wurde sie besser, aber nach kurzer Zeit kam tiefer loser Schotter und das 70 km, das wird eine Freude, ich erinnerte mich an mein BMW Fahrertraining, den Lenker wie zwei Eistüten halten und Gas geben. Ich fuhr dann bald an die 80km/h, flog über alle Löcher, bis auf die großen, dann gab es wieder einen Einschlag, muss nochmal ein Dankschreiben an die BMW Ingenieure aufsetzen.
Das Zimmer mit Aussicht.
Teil 1213. Juli 2015
Klar, hab ich das nicht geschrieben....... 😈
Es war die Buhoma Lodge, wir haben sie aber ein bisschen billiger bekommen "Happy new year" Rabatt. 😄
Teil 1314. Juli 2015
Am Kazinga Kanal
Sind nur ein kurzes Stück gefahren, wollen am Kazinga Kanal eine Bootsfahrt machen und uns hier ein bisschen umschauen. Beziehen in der Queen Elisabeth Busch Camp Quartier, eine Lodge mit Ausblick auf den Kanal und mit dem Grunzen der Nilpferde, die dort am Fluß lagern. Fahren dann am Nachmittag zum Boot, dazu müssen wir uns erst ein Permit von der UWA besorgen die sackeln uns wieder ordentlich aus, 110 $.
Dann in den Park, der Parkwächter sagt, when you see a Hippo, don’t stop, give speed and cross the hippo infront or behind……(wie ein Hippo ist auf meiner Straße) Toll ein Hippo, das ist größer als mein nicht ganz kleines Motorrad und deutlich schwerer, na ja dann mal los, der Untergrund ist eine Sandpiste….. Nach kaum 2 km kreuzt eine Herde Elefanten den Weg, ich weiß nicht wer mehr Angst hat, wir oder die Elis, wir warten ab, schalten den Motor aus und schauen was passiert, wenden ist nicht möglich.
Wir glauben, alle Elis sind nun auf der anderen Seite, ich gebe Gas und denke mir, wenn noch einer kommt, links antäuschen und rechts überholen, ob das klappt? Als wir an die Stelle kommen, stehen lauter Elis rum und schauen, was da zwei verrückte Muzungus auf einem Motorrad im Nat. park machen; es gibt auch Löwen hier. Das Ganze erleben wir noch zwei mal, was die Fahrzeit zum Boot verlängert und wir befürchten, zu spät zu kommen.
Kommen gerade noch rechtzeitig an, die Bootfahrt ist ganz nett, sehen viele Tiere ganz nah, inkl. einen Eli Kampf. Zurück in der Lodge gibt es Essen am Lagerfeuer, die Tische werden mit Petroleumlampen erhellt, sehr romantisch. Das Personal gibt sich größte Mühe und bereitet uns einen schönen Abend.
Unsere Dusche ist außen an einem Baum.
Teil 1415. Juli 2015
Nach Fort Portal
Dank dem Tipp von Butterblume (Danke war sehr nett 😎 )vom Namibia Forum sind wir zum Kluge gefahren.
Wir sind beim Kluge Guesthouse bei Fort Portal eingetroffen. Ein pensionierter Deutscher und seine afrikanische Frau haben sich hier eine traumhaft schöne Anlage geschaffen mit einem Garten mit prächtigen Bäumen und Blumen.
Wir spannen am Nachmittag aus und richten unsere Sachen wieder her. Bekommen ein gutes Abendessen und sitzen am Abend am Lagerfeuer, wo wir Geschichten übers Land hören, ein sehr netter Abend. Es ist noch ein anderes weit gereistes deutsches Paar da und einige afrikanische Gäste.
Müssen eine Nacht im Zelt verbringen, da erst am nächsten Tag eines der zehn Zimmer frei wird.
Teil 1516. Juli 2015
Bei Kluge
Waren jetzt 3 Tage bei Kluge Guesthouse und es hat uns sehr gut gefallen, Kluge konnte uns eine Menge Tipps geben. Als erstes sind wir in die Ruwenzori Berge gefahren, die auf der Karte auch blaue Berge heißen, kommt da das Lied her? Die Chinesen haben da eine Superstraße hinbetoniert. Am Nachmittag wurden wir durch den Park, das Anwesen ist 17ha groß, geführt und ein kundiger Angestellter erklärte uns Fauna und Flora, sehr nett. (Als wir uns bei Kluge bedankten für den tollen Führer, war seine Antwort, "ja das macht er gerne aber Arbeiten das ist nicht sein Ding)...... 😄
Wir sind am Freitag zum Kibale Nat. Park gefahren, um ein Schimpansen Trecking zu machen. (Hat Kluge organisiert) War wieder eine dermaßen Scheiß Straße dorthin, hin und zurück 60km, ich hatte Angst, das Motorrad zu verlieren. Auch das Trecking war wieder anstrengend, bei 30° durch Dschungel, durch Dickicht, durch Unterholz, Berg auf und ab, die blöden Viecher waren nicht zu finden. Ich hatte wieder Kreislauf und Puls, man darf alte Männer nicht so umher scheuchen. Wenn da eine Mamba gewesen wäre, na ja, wer will schon ewig leben.
Nach 2 Stunden fanden wir die Schimpansen doch noch, saßen einfach auf einem Baum in ca 20m Höhe, ich hatte nach wenigen Minuten Genickstarre. Auf einmal ein riesen Geschrei und Getöse, da kam ein Schimpanse aus dem Gebüsch und auf uns zu, so dass gleich der Tourguide zur Kalaschnikoff griff, so ein Männchen soll locker einen Menschen töten können, das glaube ich jetzt auch, der war riesig, nix mit Cita aus Daktari. (ist eine alte Hollywood Serie) 😛 Der Schimpanse blieb aber dann mitten auf dem Weg sitzen und hat sich richtig in Pose zum Fotografieren gesetzt und wir sind wieder mit dem Leben davongekommen.
Wir wurden dann mit einem BodaBoda (Motorrad Taxi, zu dritt auf einem Mopped und ohne Helm versteht sich) zurück zum Gate gefahren, ein interessantes Erlebnis.
Den Abend verbrachten wir wieder beim Lagerfeuer und unterhielten uns sehr nett mit einer ugandischen Familie, die auf Urlaub hier ist. Der Sohn studiert im 4 Semester Jura und fragte uns, ob wir auch vor Gericht Englisch sprechen, was wir verneinten. Das verstand er nun nicht, denn wie kann man sich den sonst verständigen…. War ein netter Abend.
Unser Tourguide:
Wilde Bananen
Teil 1617. Juli 2015
Zu den Murchison Falls Teil 1
Wir wollen zu den Murchison Nat. Park in Norden sind so 400km vom Kluge aus. Wir wissen (dank Kluge) das das meiste Schotter ist und rät uns unterwegs zu nächtigen was eine gute Idee war. Bin heute so 250km beschießene Straßen gefahren. Für die Strecke haben wir 7 Stunden gebraucht und das arme Motorrad arg hergenommen, aber es hält tapfer durch.
Es ist sehr schlimmer Verkehr hier obwohl die Straße eigendlich nur mit 50km/h zu befahren ist, überholen ein ständig Autos die weit über 100km/h fahren sehen auch dementsprechend viele Unfälle.
Jetzt trinke ich mein Bier auf der Hotelterrasse in Masindi , wegen des vielen Staubes…..
Dusty road:
Teil 1720. Juli 2015
Murchison Teil 2 oder doch nicht zu Murchison Falls
Gestern gab es Hähnchen zum Abendessen, es waren definitiv keine europäischen Masthähnchen. Wir vermuten, das Huhn starb an Unterernährung und wurde uns nach seinem Ableben dann serviert. So etwa 80g Fleisch hatte es noch.
Sind heute morgen zeitig aufgebrochen, um zum Murchison Nat. park zu fahren und dann mit dem Schiff zu den Fällen. Das Hinweisschild Paraa Lodge fanden wir bald, 83km heißt es, dann mal los, wieder scheiß Schotterstraße.
Nach gut 1,5 Stunden stehen wir vor einer Teerstraße, die darf es hier gar nicht geben, mist, weder das Navi gab einen Hinweis, noch ein Abzweig war zu sehen, das würde bedeuten 35 km Miststraße zurück, dazu haben wir keine Lust und ausserdem fährt das Schiff um 14:30, das wird knapp. Wir entschließen uns, nicht zurück zu fahren, also Planänderung.
Sind dann in die Chobe Safari Lodge gefahren, ein unglaublich schön gelegenes Haus direkt am Nil (genauer am Victoria Nile, der in ein paar Kilometer in den Albert Nile fließt und dann zum Nil wird) mit Aussicht vom Zimmerbalkon und von der Restaurant- und Poolterrasse auf Flusspferde, Affen und Warzenschweine, die sich hier zum Greifen nahe tummeln. Sehen Nilpferde von ganz nah, man kann direkt ans Ufer gehen und ihrem Treiben zusehen, wenn aber eins rauskommt… Ich weiß aber, was zu tun ist (dank Erkan mein Arbeitskollege, der schon mal in Afrika war und diesen Tipp von einem Ranger bekam): don’t run, find tree…. 😉
Das gab es zu Mittag, der war gut:
Teil 1822. Juli 2015
Auf zum Lake Naivasha
Sind zum Lake Naivasha gefahren, Irmi hat die letzten Tage Stunden im Internet verbracht, um eine schöne bezahlbare Unterkunft zu finden, hat sie.
Wie sind im Kiboko Luxury Tended Camp, sehr schön, ein Traum.
Die Preisverhandlungen gestalten sich schwierig, denn bei booking.com war es, durchaus erschwinglich, als Irmi nach einer halben Stunde nicht wieder kam, sah ich mal nach und ja die wollten doch tatsächlich 500$ die Nacht (wir wollen zwei Nächte bleiben), wir haben dann über Booking.com gebucht und siehe da, kostet nur noch einen Bruchteil……
Hier ist man wieder mitten unter Tieren, ein paar Bilder. Hier am See gibt es riesige Blumenfarmen, bei denen unsereiner kauft, wenn er daheim günstige Blumen aus Holland kauft. Über die Zustände dort hat man schon gelesen, dass die Arbeiter aufgrund des Einsatzes von Pestiziden krank werden; außerdem entnehmen die Firmen dem See enorme Mengen an Wasser. Von dem allen bekommt man natürlich als Tourist nichts mit.
Soger eine ipad Dockingstation....
Teil 1924. Juli 2015
Zurück in der Jungle Junktion,
Wir sind wieder in Nairobi in der Jungle Junktion. Es sind diesmal sehr viele Leute hier und es sehr nett. Wir reden wieder mit Leuten, die seit Jahren am Stück (!) unterwegs sind. Irmi ist zum Flughafen und fliegt um 14:30 heim.
Durch unsere Planänderung sind wir nicht an die Küste gefahren, sondern über Ostuganda zurück nach Nairobi.
Ich räume auf und putze das Motorrad. Am Montag verpacke ich es wieder in die Kiste, am Dienstag bringe ich es zum Flughafen, wo Liz, meine Speditionskauffrau, hoffentlich alles erledigt. Die wird mich wieder wie eine Weihnachtsgans ausnehmen…..
Ich fliege am Dienstag Abend (Mitternacht) heim, wohin mir mein Motorrad in einem anderen Flieger folgen wird, so hoffe ich doch. Dann das ganze Spiel rückwärts und es wäre geschafft. Ich freue mich schon auf unseren Zoll und die Spedition, das wird wieder lustig.
Schweres Gerät wieder in Nairobi
Alles Arbeitet
Wieder verpackt
Mein fleißiger Helfer
Teil 2027. Juli 2015
Letzer Akt
Nachdem ich 16 Stunden auf Flughäfen und in Flugzeugen verbracht habe, bin ich wieder daheim.
Jetzt fehlt nur noch mein Motorrad. Es soll über Istanbul am Mittwoch in München ankommen. Da ich nicht weiß, bei welcher Spedition ich es abholen soll, klemme ich mich hinters Telefon. Nachdem ich es in Nairobi bei Swissport abgegeben habe, ruf ich dort an, negativ, aber der nette Angestellte meint, der Nummer nach sei es bei Cargogate. Dort erklärt man “des Motorradl, ja des is do, des kenans abhoin”. Super, ich sofort einen Sprinter bei Sixt bestellt und los gehts. Es gab dann aber doch keinen Sprinter mehr, sondern nur noch einen 12 to. Den nehme ich und mache mich mit einem Truck und einem merkwürdigen 8 Gang-Getriebe zum Flughafen auf.
Ich finde gleich das Büro mit großen Lettern “Cargogate Import”. Eine nette Dame gab mir sofort meine Papiere und ich musste noch EUR 17,85 bezahlen. Dann zum nur 30 m entfernten Zoll und übergebe dem Zollbeamten meine Papiere, der sagte ” a Motorradl, i hob desselbe”. Nach 10 min war alles abgestempelt, zurück zur Spedition und die abgestempelten Papiere abgegeben und der Auskunft, die Kiste auf den Stellplatz 28 zu bringen. Nachdem ich dort 10 min. gewartet habe, hatte ich mein Moppet wieder. Das war einfach und fast schon langweilig, also ganz unafrikanisch. 2 Stunden später stand mein Moppet wieder in der Garage.
Mission done.
Nächstes Ziel Südafrika in 7 Monaten (ja wieder mit Motorrad)