Versicherungsausschluss bei Überschlag rechtlich?

37 Antworten · 5'593 Aufrufe · gestartet 01. Juni 2015 von myrio
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Themenstarter962 Beiträge · seit 200701. Juni 2015 · #1
Bei einer der bekanntesten Rent a Carfirmen Bobocamper entdeckte ich den Versicherungshinweis, dass im Falle von rollover kein Versicherungsschutz gewährt wird. Es ist für mich undiskutabel dass sich der Versicherer so knallhart unliebsame Kosten ersparen moechte. Wozu zahlt man denn teure Volkasko?
Allerdings erhält man die Möglichkeit der 100 %igen Absicherung indem man bei einer 30 tägigen Tour fast 1000.- Euro extra zahlen muss. Das ist reine Abzocke!
Man wird ja bei der Normalkasko ohnehin durch die enorm hohe SB zur Kasse gebeten.
Ist das eigentlich rechtsgültig oder kann man das anfechten?
Wer kennt sich aus.
Erbitte um Antwort.
MfG Frank
http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/193547-afrika-2011-so-qbeautiful-greenq-1teil.html http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/193761-afrika-2011-so-beautiful-green-teil-2.html http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/195398-a-f-r-i-k-a-2011-so-beautiful-green-teil-3.html
zuletzt bearbeitet 01. Juni 2015
33,1k Beiträge · seit 200601. Juni 2015 · #2
Hallo myro,

bei jedem Autovermieter in Namibia sind sogenannte "Roll-Overs" ohne Einwirkung eines beweglichen anderen (Auto, Kudu etc.) nicht versichert. Das ist schlichtweg so, übrigens auch bei den meisten Versicherungen für normale Privatfahrzeuge in Namibia. Solange man sich an Geschwindigkeitsbeschränkungen etc. hält, sollte ein Überschlag ja auch nicht stattfinden. Deshalb haben ja viele Vermieter "schwierige" Straßen ausgeschlossen und setzen immer niedrigere Höchstgeschwindigkeiten fest. Black Boxes sind mittlerweile bei fast allen Vermietern die Regel, da sie ansonsten schlichtweg keine Versicherung mehr für ihre Fahrzeuge bekommen.

Eine 100%ige Absicherung dagegen gibt es nach namibischem Recht nicht (außer, man fährt z.B. mit einem Fahrer usw.)

Bei einem Vermieter bei mir um die Ecke werden im Durchschnitt pro Jahr 30 Fahrzeuge "gerollt"...d.h. 30x ein Totalschaden, den die Versicherung sicher nicht decken will/wird.

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Themenstarter962 Beiträge · seit 200701. Juni 2015 · #3
Danke Christian,
das ist für mich als vernunftbegabter Mensch eine plausible Antwort. Aber leider steht dieser Passus eben in den Versicherungsbedingungen gar nicht so eindeutig.
Sondern nur Rollover ausgeschlossen!!!
Der Hinweis mit der Blackbox ist ja seeeehr interessant,
heisst dass das alle Speeds aufgezeichnet werden?
HG Frank
http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/193547-afrika-2011-so-qbeautiful-greenq-1teil.html http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/193761-afrika-2011-so-beautiful-green-teil-2.html http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/195398-a-f-r-i-k-a-2011-so-beautiful-green-teil-3.html
zuletzt bearbeitet 01. Juni 2015
33,1k Beiträge · seit 200601. Juni 2015 · #4
Hi Frank,
Der Hinweis mit der Blackbox ist ja seeeehr interessant,
heisst dass das alle Speeds aufgezeichnet werden?
je nach Vermieter und eingesetzter Technologie werden Geschwindigkeiten, Orte, Standzeiten etc. aufgezeichnet. Diese können entweder nach der Reise oder via Handynetz in "Echtzeit" ausgewertet werden.

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Gast01. Juni 2015 · #5
Tatsächlich finde ich es auch interessant zu wissen, ob die Klausel so wirklich rechtens ist wie myrio es zitiert: Rollover ausgeschlossen!

Häufig ist es wirklich unangepasste Geschwindigkeit, aber es kann ja wirklich mal sein dass man einem entgegenkommenden Fahrzeug oder einem Tier plötzlich ausweichen muss und sich dabei überschlägt. Und wie Christian richtig schreibt:
travelNAMIBIA schrieb:
bei jedem Autovermieter in Namibia sind sogenannte "Roll-Overs" ohne Einwirkung eines beweglichen anderen (Auto, Kudu etc.) nicht versichert.
Mit Einwirkung sollten sie schon versichert sein. Eine so allgemeine Aussage wie oben dürfte dann also nicht rechtlich abgesichert sein.
7'296 Beiträge · seit 200601. Juni 2015 · #6
WoMa schrieb:Häufig ist es wirklich unangepasste Geschwindigkeit, aber es kann ja wirklich mal sein dass man einem entgegenkommenden Fahrzeug oder einem Tier plötzlich ausweichen muss und sich dabei überschlägt.
... wenn Du dem Kudu allerdings vor dem Überschlag noch erfolgreich ausgewichen bist, wirst Du ein Problem damit haben, dessen Beteiligung nachzuweisen. Ich würde vermuten, man bleibt in solchen Fällen auf den Kosten sitzen.
Wahrscheinlich ist einem das fast noch egal, sofern man selbst und die Mitfahrer wenigstens nicht ernsthaft verletzt werden.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
1'425 Beiträge · seit 201301. Juni 2015 · #7
Hi Frank,

die eigentliche Ursache für einen Überschlag ist die "den Straßenverhältnissen nicht angepasste Geschwindigkeit", somit ein Versagen des Fahrers.

Hierfür gibt es auch bei uns in Deutschland den §3 StVO:


§ 3 Geschwindigkeit

(1) Wer ein Fahrzeug führt, darf nur so schnell fahren, dass das Fahrzeug ständig beherrscht wird. Die Geschwindigkeit ist insbesondere den Straßen-, Verkehrs-, Sicht- und Wetterverhältnissen sowie den persönlichen Fähigkeiten und den Eigenschaften von Fahrzeug und Ladung anzupassen. Beträgt die Sichtweite durch Nebel, Schneefall oder Regen weniger als 50 m, darf nicht schneller als 50 km/h gefahren werden, wenn nicht eine geringere Geschwindigkeit geboten ist. Es darf nur so schnell gefahren werden, dass innerhalb der übersehbaren Strecke gehalten werden kann. Auf Fahrbahnen, die so schmal sind, dass dort entgegenkommende Fahrzeuge gefährdet werden könnten, muss jedoch so langsam gefahren werden, dass mindestens innerhalb der Hälfte der übersehbaren Strecke gehalten werden kann.

(2) Ohne triftigen Grund dürfen Kraftfahrzeuge nicht so langsam fahren, dass sie den Verkehrsfluss behindern. (dazu will ich jetzt keinen Kommentar abgeben 😗 )

(2a) Wer ein Fahrzeug führt, muss sich gegenüber Kindern, hilfsbedürftigen und älteren Menschen, insbesondere durch Verminderung der Fahrgeschwindigkeit und durch Bremsbereitschaft, so verhalten, dass eine Gefährdung dieser Verkehrsteilnehmer ausgeschlossen ist. (Dieser Absatz wird leider viel zu wenig beachtet 😣 )

Alles ist bei uns in Deutschland übrigens bußgeldbewehrt .

Wir hatten Mietwagen in Neuseeland, Australien, Chile, Argentinien und............überall war der Überschlag in der Versicherung ausgeschlossen.

Zur Black Box:
Es werden sämtlichen Daten per GPS in Echtzeit gespeichert, d.h. deine genaue Route, deine jeweilige Geschwindigkeit, wenn du beschleunigst, wenn du abbremst, deine Standzeiten. Alles nachvollziehbar und wenn du vorher richtig gefahren bist, aber plötzlich und unerwartet einen Schlenker machen musstest, weil du einem Tier ausweichen musstest und dann auf dem Kopf liegst, so ist das auch nachvollziehbar. (Black Box ist ja im Moment auch Thema bei unseren deutschen Autoversicherern)

LG

Claudia
Unsere Reisen findet man unter: http://clamat.de/
zuletzt bearbeitet 01. Juni 2015
7'296 Beiträge · seit 200601. Juni 2015 · #8
Clamat schrieb:Zur Black Box:
Es werden sämtlichen Daten per GPS in Echtzeit gespeichert, d.h. deine genaue Route, deine jeweilige Geschwindigkeit, wenn du beschleunigst, wenn du abbremst, deine Standzeiten. Alles nachvollziehbar und wenn du vorher richtig gefahren bist, aber plötzlich und unerwartet einen Schlenker machen musstest, weil du einem Tier ausweichen musstest und dann auf dem Kopf liegst, so ist das auch nachvollziehbar. (Ist ja im Moment auch Thema bei unseren deutschen Autoversicherer)
... diese Fahrmanöver dürften sich im Nachhinein nicht von solchen unterscheiden lassen, bei denen Leute ein bisschen dösen, an den abschüssigen Fahrbahnrand geraten und dann in Panik das Steuer verreißen. Da gibt es bis zum Unfall genauso keine Auffälligkeiten wie bei einem plötzlich auftauchenden Tier mit Ausweichversuch. Ich bin gespannt auf die Ergebnisse von Auswertungen einer Blackbox.

Da wird man vermutlich das gesamte Fahrverhalten über längere Zeit auswerten müssen und im konkreten Fall eines Unfalles trotzdem auf Vermutungen über den Hergang zum Moment X angewiesen sein.

Gruß
Wolfgang
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1'425 Beiträge · seit 201301. Juni 2015 · #9
Hi Wolfgang,

das "bisschen dösen" gehört genauso zu den Todsünden im Straßenverkehr wie das Rumdatteln auf dem Handy 🤢
Ich will jetzt hier keine Grundsatzdiskussion vom Zaun brechen, aber ich bekomme jeden Tag viel zu viele vermeidbare Unfälle mit, bin bei der Polizei.

LG

Claudia
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7'296 Beiträge · seit 200601. Juni 2015 · #10
Clamat schrieb:
das "bisschen dösen" gehört genauso zu den Todsünden im Straßenverkehr wie das Rumdatteln auf dem Handy 🤢
... da sind wir uns schon einig.
Ich bin viel mit dem Auto unterwegs und auf der Autobahn erkennt man in der Regel aus 100 Metern Entfernung, wer telefoniert oder -noch schlimmer- SMS u.ä. schreibt.
Ich wollte damit nur ausdrücken, dass man hinterher nur anhand der Aufzeichnungen auf der Blackbox die Unfallursache meist dennoch nicht kennt. Den Schlenker mag man noch erkennen. Ob der Schlenker durch ein plötzlich auftauchendes Tier oder Unachtsamkeit ausgelöst wurde, kann die Blackbox aber nicht mehr mitteilen. Dazu würde man auch noch eine Kamera benötigen.
Ich will jetzt hier keine Grundsatzdiskussion vom Zaun brechen, aber ich bekomme jeden Tag viel zu viele vermeidbare Unfälle mit, bin bei der Polizei.
... weiß ich und möchte auch nicht mit Dir tauschen.
Mir reichen schon die Unfälle, die ich so unterwegs sehe oder hin und wieder knapp vermeiden konnte. Mein Ziel ist es daher immer, die so ca. 2.000 km Autobahn im Monat so vorausschauend zu fahren, dass ich ohne Bremsen auskomme. Wenn man das versucht, merkt man erst einmal, für wie viele Leute man so mitdenken muss. 😉

Gruß
Wolfgang
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1'425 Beiträge · seit 201301. Juni 2015 · #11
Mir reichen schon die Unfälle, die ich so unterwegs sehe oder hin und wieder knapp vermeiden konnte. Mein Ziel ist es daher immer, die so ca. 2.000 km Autobahn im Monat so vorausschauend zu fahren, dass ich ohne Bremsen auskomme. Wenn man das versucht, merkt man erst einmal, für wie viele Leute man so mitdenken muss. 😉

Gruß
Wolfgang

Eine sehr gute, empfehlenswerte Einstellung, Danke 😘

LG

Claudia
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zuletzt bearbeitet 01. Juni 2015
Gast01. Juni 2015 · #12
BikeAfrica schrieb:
... diese Fahrmanöver dürften sich im Nachhinein nicht von solchen unterscheiden lassen, bei denen Leute ein bisschen dösen, an den abschüssigen Fahrbahnrand geraten und dann in Panik das Steuer verreißen. Da gibt es bis zum Unfall genauso keine Auffälligkeiten wie bei einem plötzlich auftauchenden Tier mit Ausweichversuch
Hmmm....wenn man rumdöst und sich plötzlich auf dem Bankett wiederfindet, wird man doch wahrscheinlich nur das Steuer herumreissen und nicht gleichzeitig eine Vollbremsung herlegen. Wenn ein Tier auf die Strasse springt ist heftiges Bremsen neben dem Ausweichen "normale" Reaktion (wenn auch nicht empfehlenswert).
Eigentlich muss man ja beim Auswerten einer Black Box nur die Geschichte, die erzählt wird, mit den aufgezeichneten Daten vergleichen und gucken, ob das zusammenpasst 😉
BikeAfrica schrieb:Ich bin gespannt auf die Ergebnisse von Auswertungen einer Blackbox.
Wenn dich das wirklich interessiert, könnte ich dir da eventuell behilflich sein 😄
1'425 Beiträge · seit 201301. Juni 2015 · #13
Hi WoMa,

genau das sagen die Daten:

beim Dösen kommt man auf das Bankett, erschrickt und macht meistens ein ungeschicktes Lenkmanöver um wieder auf die Straße zu kommen.
Wenn ein Hinderniss auf der Straße auftaucht, steht man in die Eisen und versucht dann auszuweichen und zu korrigieren. Daten verraten alles 🤩

LG

Claudia
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126 Beiträge · seit 200902. Juni 2015 · #14
Hallo zusammen,

Daten können alles mögliche verraten. Aber ob man auf einer Strasse fährt und plötzlich das Lenkrad verreist ohne zu bremsen kann durchaus verschiedene Ursachen haben. Da kann das Dösen oder aber auch ein direkt vor dem Fahrzeug auftauchendes Hindernis - bei mir ein großer Vogel (glücklicherweise in Deutschland, und ich habe zuerst gelenkt und dann gebremst) - oder auch sonst etwas vorkommen. Die Blackbox kann da leider nicht helfen. Sie kann nur die "wahrscheinlichste" Variante favorisieren. Und wenn der Überschlag kategorisch ausgeschlossen ist ist sowieso alles egal.

Viele Grüße

Petet
663 Beiträge · seit 201505. Juni 2015 · #15
Es gibt halt Vermietungen, die in manchen Jahren 10% ihrer Autos durch Überschläge verlieren. Und so einen Überschlag löst man in aller Regel genau durch eine Sache aus: zu starke Lenkbewegung bei zu hoher Geschwindigkeit. Sprich, das ist etwas, das nur der Fahrer verhindern kann (nehmen wir mal den recht unwahrscheinlichen Fall außen vor, dass im ungünstigen Moment en Reifen platzt).

Nun gibt es das Thema Vollkasko Versicherung. Jede Versicherung will am Ende des Jahres aber Gewinn machen. Gehen 10% der Fahrzeuge alleine durch Überschläge verloren, gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder man zieht die Prämien massiv an oder man schließt den Schadensfall aus. Im Sinne all derer, die vernünftig fahren, ist letzteres die Lösung, mit der deutlich mehr Leute glücklich sind.

Was das Thema Wild angeht: Bei allem kleiner als Oryx würde ich eine Vollbremsung machen und drauf halten. Selbst bei Oryx wohl noch. Gerade bei einem Jeep dürfte da der Oberkörper im Frontgrill landen und nicht in der Scheibe. Auch die Kühe in Namibia haben nicht so viel Masse, selbst da muss man sich fragen was die bessere Lösung ist. Das gleiche in Deutschland, wegen einem Reh niemals ausweichen, das Risiko beim Ausweichmanöver einen großen Schaden zu verursachen ist viel höher als die Risiken die bei einer Kollision während der Vollbremsung auf einen zukommen.
zuletzt bearbeitet 05. Juni 2015
1'455 Beiträge · seit 200605. Juni 2015 · #16
Namibia-Neuling schrieb:
...
Was das Thema Wild angeht: Bei allem kleiner als Oryx würde ich eine Vollbremsung machen und drauf halten. Selbst bei Oryx wohl noch. Gerade bei einem Jeep dürfte da der Oberkörper im Frontgrill landen und nicht in der Scheibe. Auch die Kühe in Namibia haben nicht so viel Masse, selbst da muss man sich fragen was die bessere Lösung ist. Das gleiche in Deutschland, wegen einem Reh niemals ausweichen, das Risiko beim Ausweichmanöver einen großen Schaden zu verursachen ist viel höher als die Risiken die bei einer Kollision während der Vollbremsung auf einen zukommen.
Besser waere:
- Angepasste Geschwindigkeit, d.h nicht >80km/h auf Gravel
- Der Fahrer schaut auf die Strasse. Ist hart, abert sein Job. Keine Ablenkungen durch Kinder, Navi, watt auch immer
- Nicht in Daemmerung und im Dunkeln fahren.

Es fuehlt sich wirklich Scheisse an, einem angefahrenen Tier den Gnadenschuss zu verpassen.
Wobei die meisten Verursacher so feige sind, dass sie einfach weiter fahren und weder nach dem Tier schauen oder sich die Muehe machen, den naechsten Farmer um Hilfe bitten.

Macht Urlaub und fahrt keine Rennen. Urlaub misst man nicht in km in 2 Wochen.

LG Jens
663 Beiträge · seit 201505. Juni 2015 · #17
Jens_Dietzel schrieb:
Besser waere:
- Angepasste Geschwindigkeit, d.h nicht >80km/h auf Gravel
- Der Fahrer schaut auf die Strasse. Ist hart, abert sein Job. Keine Ablenkungen durch Kinder, Navi, watt auch immer
- Nicht in Daemmerung und im Dunkeln fahren.
DIE drei Punkte hatte ich als Selbstverständlich erachtet. 80 auf Gravel ist schon heftig, das geht nur wenn die Strecke wirklich gut ist und lange geradeaus. Habe ich gegen Ende an einem Tag mal gemacht, aber auch schnell die Lust daran verloren. War schließlich Urlaub und keine Flucht. Ich fand auf den meisten Gravelroads 60 aus Fahrersicht gerade noch so angenehm zu fahren. Zumal eh regelmäßig mal Engstellen, Senken oder Tore kommen. Ab 70 wird es meistens echte Arbeit das Auto geradeaus zu halten. Und sobald am Horizont etwas auftaucht: Vom Gas gehen. Schon alleine weil man so fair sein sollte Fußgänger und, Kutschenfahrer und andere Autofahrer beim überholen nicht komplett einzustauben. Und noch dazu weil es genug Tiere gibt, die einem im Auto zwar neugierig anschauen, deswegen aber noch lange nicht von der Straße gehen.

Noch besser ist übrigens wenn nicht nur der Fahrer sondern auch der Beifahrer mit auf die Straße schaut.
1'425 Beiträge · seit 201306. Juni 2015 · #18
Hi,

......ab und zu hätte der Beifahrer auch gerne ein Bremspedal 🤩

Ich kann es absolut nicht nahvollziehen, warum man auf einer Gravelroad mit 80km/h oder mehr rumbrettern muss 🤢

Wenn ich Strecke schaffen will, dann nehme ich die Teerstraße. Ist in Namibia wirklich kein Problem um in kurzer Zeit von A nach B zu kommen, aber ich muss dann nicht auf der Gravel fahren, nur um zu beweisen, dass ich auch "Offroad" fahren kann, das echte "Outdoorfeeling" hatte 😐

Für mich gibt es nur 2 Alternativen:

1. ich habe Zeit und trödle auf den Nebenstrecken rum,
oder
2. ich will möglichst viel Strecke machen , um von einem Ort zum andren zu fahren, dann muss ich Teerstraße nehmen.

Natürlich gibt es noch die Ausnahme, dass ich mein geplantes Ziel nur über Gravelroad erreiche, dann beziehe ich das aber vorher in meiner Reiseplanung mit ein. Sind zwar ziemlich ausgeleierte Sprüche, aber für mich ist der Weg das Ziel - ich sehe die Landschaft, die Tiere, die Menschen und , wie schon gesagt, ich bin im Urlaub und nicht auf der Flucht

Außerdem erübrigt sich mit einer solchen Fahrweise in sehr vielen Fällen die Diskussion nach einem 2. Ersatzreifen 😛

LG

Claudia

Ps: das war das Ergebnis von 4 jungen Menschen, welche meinten, sie hätten die Straße im Griff 🤢


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Dieses Jahr in Chile erlebt 😣
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zuletzt bearbeitet 06. Juni 2015
1'182 Beiträge · seit 200606. Juni 2015 · #19
Hallo Frank,

als ich Deinen ersten Beitrag gelesen habe, musste ich den Kopf schütteln, tut mir leid. Das war Biertisch-Geschwafel in Reinkultur.

Aber ich vermute und hoffe, dass Du nach einigen guten Beiträgen von Fomis, die das Thema besser kennen, einsichtiger geworden bist. Es handelt sich hier eben nicht um ein paar unbedeutende Schäden, sondern viel mehr um einen ziemlich großen Brocken. Namibia-Neuling hat sehr richtig darauf hingewiesen, dass die Versicherer nur die Wahl haben, diese Schäden auszuschließen, was sie ja tun, oder die Prämien so gewaltig zu erhöhen, dass sich kaum noch einer das leisten könnte. Im übrigen wäre, auch das hat Namibia-Neuling richtig gesagt, die zweite Version - also die Prämienerhöhung - eine Unterstützung der Leichtsinnigen zum Nachteil der Vorsichtigen.

Auch wenn man gern mal auf Versicherer einschlagen möchte, sollte man verstehen, dass es Kaufleute sind, denen man eine Gewinnchance zugestehen muss.

Gruß,
Bernd
0
zuletzt bearbeitet 06. Juni 2015
1'425 Beiträge · seit 201306. Juni 2015 · #20
Hi,

und bei der ganzen Diskussion über die Kostenübernahme sollte man nicht vergessen, dass es auf vielen Strecken kein Handynetz gibt, es Stunden dauern kann bis mal jemand vorbei kommt und das nächste Krankenhaus 300km entfernt ist. Das sind für mich gewichtigere Argumente zum langsam fahren als 20.000 Euro für Blech

LG

Claudia
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