Mit dem Fahrrad von CPT nach WDH

81 Antworten · 16,4k Aufrufe · gestartet 05. Mai 2015 von Equilibre
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66 Beiträge · seit 200913. Juni 2015 · #41
Equilibre schrieb:

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Hi Equilibre,

Nicht nur der Bericht ist erfrischend, auch Dein Auge für gute Aufnahmen finde ich bemerkenswert und unterstützt den Text. Thumbs up.

Peter
1999 SA, Nam, Bot, Zim| seither 743 Tage in Süd- und Ostafrika unterwegs |
zuletzt bearbeitet 13. Juni 2015
7'296 Beiträge · seit 200613. Juni 2015 · #42
Bloke schrieb:
Equilibre schrieb:Hi Bloke,

meist hatte ich zwischen 8 und 10 Litern dabei.

Es hat sich bewährt die 2 Liter Flaschen längs zur Fahrtrichtung zu packen, da das Wasser sonst extrem schaukelt wenn die Flaschen nicht mehr ganz voll sind.
Danke
das mit der Fahrtrichtung macht Sinn, an sowas hatte ich noch gar nicht gedacht 😣
... ich packe gerne mal an den hinteren Seitentaschen Flaschen obendrauf und benutze zum Festschnallen den Gurt, der bei den Ortlieb Backroller zum Schließen der Taschen verwendet wird. Dann befinden sich die Flaschen automatisch in Längsrichtung.

Am besten benutzt Du entweder Flaschen, die in der Mitte verjüngt sind, damit die nicht rausrutschen können oder so 2-Liter-PET-Flaschen von Cola. Die sind recht robust und sind mir schon häufiger abgestürzt. Nur einmal bekam eine Flasche einen kleinen Riss und musste umgefüllt bzw. getrunken werden, ansonsten blieben sie heil. Das kann allerdings auch ziemlich Glück gewesen sein.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Themenstarter71 Beiträge · seit 200914. Juni 2015 · #43
Ja ich habe auch Flaschen verloren als ich einmal anders gepackt hatte als üblich.
Besonders gut kam ich mit der Trinkblase zurecht. Da passte gleich mal 3L rein und die Luft wird bei den ersten Schlücken gleich mit rausgezuogen. Wenn den Rucksack mit Blase auf dem Gepäckträger hatte, habe ich dann meist die leere Flasche am Rahmen von dort komplett wiederaufgefüllt.
Da ich sonst jedesmal fürs Trinken anhalten musste um am Schlauch zu zutseln.
Mehrere Flaschenhalter in Reichweite sind da sicher auch eine gute Lösung
Themenstarter71 Beiträge · seit 200916. Juni 2015 · #44
So weitergehts mit genug Wasser und Nahrung, das ich netterweise einem Touristen abschwatzen konnte!
Normalerweise ist meine Hemmschwelle da sehr groß, denn die Reisenden planen schließlich auch nur für sich selbst Wasser ein. Ich will mich da nicht prinzipiell drauf verlassen und lieber schleppe ich meine eigenen Vorräte mit, denn das gehört eben auch dazu!
Dennoch war ich sehr froh und dankbar, dass ich so viele nette und hilfsbereite Menschen auf meiner Reise treffen durfte. Das zog sich wirklich durch die Bank, ob es nur eine einfache Frage nach dem Weg war oder ich Ersatzteile für das Fahrrad brauchte, immer wurde mir über das Ziel hinaus Hilfe angeboten und auch ehrlich und herzlich eingelöst, falls nötig.
So kam es dass ich in Maltahöhe ein nettes Niederländisches Ehepaar auf dem Campingplatz kennen lernte, mit denen ich Abends noch lange dasaß und über Reisen und das Leben plauderte. Wir sagten uns Gute Nacht und gute Weiterfahrt, da ich schon früh loswollte am nächsten Tag.
Etwa um 10 Uhr holten die beiden mich dann ein, und hielten an. Die Frau kam aus dem Auto und meinte sie hätten noch eine Tasse Kaffe übrig von heute Morgen.
Ich war total überwältigt über diese herzliche Einladung zu einer Tasse Kaffe inkl. echt Niederländischer Kekse. Es war ja nur eine Tasse Kaffee denken jetzt sicher viele. (übrigens kein Rikoffy, sondern echter Filterkaffee)
Aber allein die Geste, anzuhalten und mir das anzubieten ist einfach so nett!
Dazu bekommen alltägliche und einfache Dinge auf (Rad)-Reisen einfach einen anderen Stellenwert.
Da ich keinen Kocher dabei hatte, fiel auch der Morgenkaffee für diese 3 Monate aus, so freute ich mich umso mehr um diese Geste und das kleine Dopingwunder.
Denn nachdem wir uns dann erneut verabschiedeten ging die Radlerei natürlich umso leichter, einmal wegen der Freude um die netten Niederländer und natürlich mit dem Kaffee und den Keksen im Blut!
Ja, ich denke oft an die beiden zurück, besonders in stressigen Momenten in welchen man sich einfach mal an kleinen Dingen freuen muss und Probleme die in Wirklichkeit nicht so schlimm sind mal wieder zu relativieren. Das ist schon ein wichtiger Lerneffekt den ich gemacht habe. Es gelingt sicherlich nicht immer, aber wenn man auch nur ab und zu dran denkt ist es schon viel wert.

So nun genug philosophiert jetzt gibts ein paar Fotos für den geistigen Urlaub zu sehn.

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Das Gewitter gerade so umfahren. Puh!

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Vielleicht hat jemand von Euch mehr Informationen zu diesem Berg?! Es konnte mir niemand genau sagen was er genau ist, einmal war es ein Vulkan, dann ein Meteoriteneinschlag oder auch eine heilige Stätte.

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Wild campen in der nähe von Bethanie
Am Morgen bei Sonnenaufgang waren ein paar mehr Pfotenabdrücke um den Schlafplatz als am Abend zuvor...

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Morgens kurz hinter Maltahöhe

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kleiner Pass...Als Bayerin war ich sehr überrascht, dass ich den Pass so schnell überqueren konnte. Da hatte ich mir schlimmeres vorgestellt. Endlose Serpentinen, Schiebestrecken und Frustration. Aber die Strecke war wirklich ein wunderschöner Abschnitt, der sich auf alle Fälle auch mit dem Auto lohnt zu nehmen!
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Jaja die Regenzeit.
1'920 Beiträge · seit 200816. Juni 2015 · #45
Equilibre schrieb:
Ich war total überwältigt über diese herzliche Einladung zu einer Tasse Kaffe inkl. echt Niederländischer Kekse. Es war ja nur eine Tasse Kaffee denken jetzt sicher viele. (übrigens kein Rikoffy, sondern echter Filterkaffee)
Aber allein die Geste, anzuhalten und mir das anzubieten ist einfach so nett!
.
Back to the Basic, und man lernt die einfachen Dinge des Lebens wieder zu schätzen 😉

Ich denke , Jeder sollte einmal in seinem Leben WIEDER GEERDET werden, einfach auch um gefallen an den EINFACHEN DINGEN wieder zu haben.
7'296 Beiträge · seit 200616. Juni 2015 · #46
Equilibre schrieb:Mehrere Flaschenhalter in Reichweite sind da sicher auch eine gute Lösung
... ich habe deshalb gleich vier dran. Und würde ich ohne Lenkertasche fahren, wären am Lenker nochmal zwei.
Bloke schrieb:
Back to the Basic, und man lernt die einfachen Dinge des Lebens wieder zu schätzen 😉

Ich denke , Jeder sollte einmal in seinem Leben WIEDER GEERDET werden, einfach auch um gefallen an den EINFACHEN DINGEN wieder zu haben.
... sehr Viele wollen das gar nicht. Die schimpfen lieber den ganzen Tag darüber, dass das Essen in der Kantine 20 Cents teurer geworden ist. Dass Menschen anderswo in der Welt noch Geld bezahlen, um verschimmeltes Brot kaufen zu können (selbst erlebt), übersteigt deren Horizont.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
935 Beiträge · seit 200627. Juni 2015 · #47
Hallo Equilibre!
Ich hoffe du bist nicht schon wieder auf großer Tour.
Deinen spannenden Bericht würde ich nämlich zu gerne weiter verfolgen 🙂
Und ich denke, ich bin nicht die Einzige!
Viele Grüße
Rebecca

@Bloke
Ich denke , Jeder sollte einmal in seinem Leben WIEDER GEERDET werden, einfach auch um gefallen an den EINFACHEN DINGEN wieder zu haben.
Ja, das kann ich nur empfehlen und nicht nur einmal! Ich versuche es immer wieder.
Aber wie Wolfgang schon schreibt, wollen das wirklich nicht Viele oder sie trauen sich nicht.
Themenstarter71 Beiträge · seit 200906. Juli 2015 · #48
Keine Angst, ich war nur im Heimaturlaub. Zwar gab es die ein oder andere MTB Tour mit Hüttenübernachtung aber das waren dann doch eher nur 2 Tages Trips 😉

Nun lasst und also weiter Richtung Sossus vorarbeiten. Nach dem Zarishoogte Pass und dem wunderschön der Regenzeit geschuldeten grünen Revier wurde es nach und nach trockener und man konnte den Wüstenstaub langsam riechen.

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Einen Erholungsstopp machte ich noch auf der Hammerstein Lodge und wollte eigentlich wie immer irgendwo auf dem Boden übernachten. Da sprach mich der Manager an, ob ich denn überhaupt noch gehen könne, er hat mich ja heute ein paar mal überholt als er die Kinder zur Schule nach Maltahöhe gebracht hat.
Naja geht schon meinte ich und lachte.
Darauffolgend bot er mich für einen geringen Aufpreis ein echtes Bett an und lud mich sogar noch zum Abendessen ein. Da mir ein wenig Erholung nach den letzten langen und anstrengenden Tagen nicht schaden würde, nahm ich die Einladung gerne an. Den nächsten Tag verschlief ich so gut wie ganz, Erholung war scheinbar bitter nötig gewesen. Als ich Nachmittags dann doch meinen Kopf rausstreckte waren bereits alle Touristenbusse verschwunden und so konnte ich als einziger Gast den Pool genießen.

Am Abend gabs noch ein gemeinsames Abschiedbraai mit dem Manager und seinem Sohn und ich versprach einen Kasten Bier auszugeben, falls wir uns in Swakop wiedersehen sollten.
So ging es am nächsten Morgen zum Sonnenaufgang wieder pünktlich los auf Pad.

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83 Beiträge · seit 201307. Juli 2015 · #49
WAS FÜR EIN OBERHAMMERAFFENGEILES BILD!!!!!
Themenstarter71 Beiträge · seit 200910. Juli 2015 · #50
Von Hammerstein ging es so gut wie nur noch bergab auf der Pad, ein wahrer Genuss!
Da diese Gegend zu meinen Lieblingsplätzen in Namibia gehört wollte ich die Zeit noch etwas verlängern und blieb noch eine Nacht etwa 50 km von Hammerstein entfernt und startete dann am folgenden Tag zum Sossusvlei.

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So genoss ich den Tag in vollen Zügen, da ich bereits um halb 10 morgens am Campingplatz einchecken konnte.
Keep calm and relax!

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Das tat ich auch und nutzte das W-Land der Lodge um mich mal wieder zu Hause zu melden und einen kleinen Bericht der letzten Tage abzugeben. Natürlich hat mich auch der kostenlose Kaffee dazu überredet am gewählten Platz eine Nacht zu verbringen.
Also machte ich es mir in der Lounge bequem und goss mir gleich einen heißen Rycoffee auf. Da noch eine Dame in der Lounge saß, fragte ich ob sie auch einen möchte, dann bringe ich einen mit.
Nein, sie wollte keinen und saß weiter mit Füßen auf dem Tisch da und schaute Serien in Ihrem Smartphone.

Pfui doch was war das? Die Milch war sauer, verdammt. Also schüttete ich den Kaffee schnell weg und fragte die Dame ob sie wisse wo man denn frische Milch herbekommen könnte, bzw ob sie wüsste wo denn jemand von der Rezeption sei?!
Ja sie macht die Rezeption, die Küche ist jetzt aber geschlossen.
Also fragte ich sie ob sie nicht schnell Milch aus dem Kühlschrank bringen könne?
Nein nein die Küche ist jetzt geschlossen da kann sie keine Milch holen.
Die Küche war aber weder abgeschlossen noch der Kühlschrank, nur waren die Köche eben gerade nicht da.

Na toll, but never mind, this is Africa 😄

Schwarzer Kaffee geht ja auch, also setzte ich mit meinem Kaffee wieder hin, da stellte die Dame ihr Telefon plötzlich auf laut und schaute ohne schlechtes Gewissen oder dem Gedanken andere Gäste zu stören weiterhin Serien auf ihrem Handy mit voller Lautstärke :-D Oh man!

Also ging ich dann wieder zu meinem Schlafplatz um Mittag zu essen. Dann später kehrte ich zurück, fragte ob denn die Küche für den Abend aufmacht und ob ich dort etwas bestellen könne.
Nein, die Küche bleibt geschlossen, wegen einem Gast machen sie da nicht extra den Aufwand.

Ooohke dann also Millipap again, nicht so tragisch, nur kein Aufwand.

Jaa ein bischen gemein fand ich das schon, obwohl der Campingplatz natürlich nicht besonders teuer war, dennoch hätte ich mich wenigstens über einen Schuss frische Milch gefreut. Aber wenn man genau drüber nachdenkt ist das ja nicht schlimm. Nur sind wir wohl etwas andere Dienstleistung gewohnt, aber andere Länder andere Sitten!

Der Sonnenuntergang entschädigte schon wieder alles und schließlich war ich ausgeruht um am nächsten Tag zum Sossusvlei zu fahren.

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5'479 Beiträge · seit 200910. Juli 2015 · #51
Immer wieder schön, von Deinen Erlebnissen zu lesen.

Welche Lodge war den da so Service orientiert?
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
Themenstarter71 Beiträge · seit 200915. Juli 2015 · #52
Sorry, ich werde den Namen nicht nennen, ist auch gar nicht wichtig für den weiteren Verlauf der Reise. Die Besitzer der Lodge waren im Urlaub, möglicherweise hatte es etwas damit zu tun.

Aber nun gehts endlich ins Sossusvlei! Weiterhin bergab bis zur Abzweigung nach Sesriem.

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Die letzten 10km waren nicht so fluffig denn der Sand der Pad war teilweise ziemlich lose. Und so fuhr ich andauern Schlangenlinien mit dem Ziel möglichst auf dem harten Sandteil der Straße zu fahren. Muss ziemlich lustig ausgesehen haben.
Am selben Abend besuchte ich dann gleich noch den Sesriem Canyon, wobei mich dieser nicht so sehr vom Hocker gehauen hat. Interessant war dass dieser seinen Namen von den Sechs Riemen bekam, die man dazu brauchte um Wasser aus dem Canyon holen zu können.

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Am Abend genoss ich den wunderschönen Blick vom Campingplatz und freundete mich mit einem schwedischen Paar an. Ich fragte sie ob sie mich zum Sonnenaufgang zur Dune 45 mitnehmen könnten, da ich mit dem Fahrrad zu spät kommen würde, da das Gate ja erst eine Stunde vor Sonnenaufgang öffnet.

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So sprang ich am nächsten Morgen mit den in Landrover und wir tuckerten Richtung Dune 45.
Doch schon nach einigen Minuten fuhren wir im dicksten Nebel und wussten am Ende gar nicht ob wir die richtige Düne erklimmen würden oder nicht. Überhaupt wussten wir nichtmal ob wir ganz oben standen oder ob es noch weiter hoch gehen würde. So verpassten wir den Sonnenaufgang zwar genau genommen, aber die Stimmung war trotzallem schön! Wenn auch anders als erwartet.

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Als wir im Deadvlei ankamen stand die Sonne schon recht hoch und es wurde so heiß, dass man nicht mehr ohne Schuhe laufen konnte.

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zuletzt bearbeitet 15. Juli 2015
3'700 Beiträge · seit 200915. Juli 2015 · #53
Hallo Equilibre,

habe eben gerade deinen Bericht entdeckt und bin schwer beindruckt von dieser taffen Frau, der noch dazu fantastische Aufnahmen aus sehr interessanten Perspektiven in körperlichen Ausnahmesituationen gelungen sind. Meine Hochachtung und mein Kompliment! 😁

Herzlichen Dank für´s Einstellen
Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit www.butterblume-in-afrika.de
319 Beiträge · seit 201216. Juli 2015 · #54
sehr, sehr schöne Bilder, wie man sie hier nicht oft sieht. Was mir auf meiner Radtour durch Namibia zu kurz gekommen war, waren die Kontakte zu den Einheimischen. Das wurde erst besser, als ich ins Kaokoveld gefahren bin. Da haben mich die Himbas abends mitgeschleift, weil sie böse Geister bei einer Frau durch Tanz und Gesang austreiben wollten. Faszinierende Atmosphäre unterm Sternenhimmel. Gesang, Tanz, schweißgebadete Körper - ist aber schon 20 Jahre her.
Caprivi hat jetzt noch etwas einen Hauch vom schwarzen Afrika. Von den menschlichen Begegnungen war Rwanda und Congo dieses Jahr einfach ein bleibendes Erlebnis. Ich traf dort einen anderen Radfahrer, der seit 14 Monaten unterwegs war, erst durch Asien und jetzt von Südafrika nach Ägypten - der war von den menschlichen Begnungen im südlichen Afrika auch enttäuscht.
Aber die Landschaft in Namibia ist natürlich einmalig.

Gruß
toumtoum
Themenstarter71 Beiträge · seit 200919. Juli 2015 · #55
Danke für Eure positiven Rückmeldungen!
Ja dem kann ich zustimmen, Kontakt zu Einheimischen bliebt mir besonders im Bereich der Namib eher verwehrt. Aber die Besiedlungsdichte ist dort einfach seehr gering, sodass man nicht vielen Menschen begegnet.
In Südafrika habe ich dagegen einige Einheimische getroffen, es war zwar auch Ferienzeit und somit waren viele Südafrikaner auf den Campingplätzen und auch auf Rastplätzen oder in Cafes unterwegs aber der Kontakt war um einiges vielfacher.

In Namibia hingegen traf auch hauptsächlich auf Campingplätzen und Lodgen auf Einheimische Leute, sonst während dem Radeln aber auch auf ein paar neugierige Touristen, die sich wunderten was ich denn da mache allein mit dem Fahrrad.
Nach wie vor kann ich nur betonen, dass ich in den 3 Monaten wirklich NUR positive Erfahrungen gemacht habe und überall Hilfe und Unterstützung angeboten bekam.

Nach meinem Wunschhöhepunkt dem Sossusvlei kam aber unerwarteterweise der wirkliche Höhepunkt meiner Reise. Als ich Nachmittags von Sesriem losstartete war es klar, dass ich bis zum Einbruch der Dunkelheit an keiner Unterkunft mehr vorbeikommen würde. So stellte ich mein Zelt im Gras neben der Straße auf.
Seit langem schlief ich bereits auf dem Boden ohne meine Matratze aufzupusten, so sparte ich mir Abends die Kraft und Morgens ein paar Minuten beim zusammenpacken. Zudem ist der Boden meistens recht bequem gewesen oder ich gewöhnte mich einfach dran.

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Der Sonnenuntergang und der folgende Mondaufgang machten den Abend schonmal ziemlich perfekt. Doch als dann später noch ein Oryx in der Entfernung stand und sich wohl wunderte wer da in seinem Bett schläft war dies wirklich ein sehr beeindruckender Moment mitten in der Wildnis als Gast bei den Tieren zu nächtigen.

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Meinen Proviant hatte ich sicherheitshalber einige hundert Meter weit weg verstaut und die Schuhe habe ich mit ins Zelt genommen.
Nachts hörte ich Wildschweine und ein Schakal markierte mein Zelt, was ich am nächsten Morgen ziemlich schnell riechen konnte 😄

Am nächsten Tag startete ich vor Sonnenaufgang los und konnte den Mond untergehen sehen.

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An diesem Tag begegnete ich besonders vielen Tieren, da ich nun den Namib-Naukluft-Park betreten hatte. Wildebeest, Oryx und Zebras galopierten im goldenen Licht der aufgehenden Sonne. Ich war so sehr fasziniert von diesen Momenten, dass ich nicht im geringsten daran dachte Fotos zu machen. Manchmal muss man die Momente einfach so genießen und im Gehirn abspeichern.
zuletzt bearbeitet 19. Juli 2015
521 Beiträge · seit 201120. Juli 2015 · #56
Vielen vielen Dank, dass Du den Bericht für uns schreibst.
Deine Reise liest sich so schön und Du klingst so entspannt dabei, da bekommt man auch Lust auf so eine radtour!
Wobei ich aber zugeben muss, dass ich überhaupt nicht gerne auf dem Rad sitze 😄

Freue mich auf die Fortsetzung von Dir!

Gruß,
Nunanani
Südafrika, Botswana, Namibia, Zimbabwe, Mosambik,...
zuletzt bearbeitet 20. Juli 2015
Themenstarter71 Beiträge · seit 200907. Aug. 2015 · #57
Fortsetzung folgt!
Auf dem Weg nach Swakop sah ich jede Menge Tiere, besonders in den Morgenstunden war dies immer ein wunderschönes Erlebnis.

Zwischendrin machte ich nochmal Halt auf Rostock Ritz und wurde dort herzlich willkommen geheißen. Mir wurde sogar ein Bett angeboten, das war wunderbar mal wieder die müden Knochen auf einer gemütlichen Matratze ruhen zu lassen. Außerdem genoss ich wunderschöne Nachmittagsstunden am und im Pool. Der Ausblick ist wirklich toll, hier und da galoppieren Zebras, die Erdmännchen quiecken und es geht einem einfach nur gut.

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Nach Rostock Ritz standen 2 Bergpässe auf meiner Karte, (genau die Karte in der auch Goageb noch als Stadt eingezeichnet war...). Als bayerisches Kindl malte ich mir schrecklichstes aus und die Aussage des Personals auf Rostock waren schockierend. Der Anstieg ist mindestens 90 Grad steil! 😕
Ganz klar, alle 2 Pässe würde ich niemals an einem Tag schaffen!
Mein Hang zur weiblichen Übertreibung war am Ende natürlich total fehl am Platz und nach etwa einer Stunde hatte ich den Gaub Pass überstanden.
Auch den Kuiseb Canyon konnte ich am gleichen Tag noch durchqueren auch wenn dieser am Ende ganz schön Kräfte zerrte. Besonders geht es ständig auf und ab, was der allgemeine Sportler als geniales Intervalltraining bezeichnen würde. Doch am Ende des Tages war ich einfach nur platt und fiel hundemüde ins Bett, in den Schlafsack meine ich!


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zuletzt bearbeitet 07. Aug. 2015
7'296 Beiträge · seit 200607. Aug. 2015 · #58
... wie hast Du denn die Strecke zwischen Rostock Ritz und der Küste mit Deiner Ausrüstung geschafft? Ich habe da seinerzeit 40 Liter Wasser getrunken und auf 'nem Anhänger mitgeschleppt ...

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Themenstarter71 Beiträge · seit 200909. Aug. 2015 · #59
Meistens hatte ich zwischen 8 und 10 Liter Wasser dabei, was mir knapp für 2 Tage reichte. Wenn möglich trank ich gut und gerne ca 6 Liter am Tag, aber mit 4-5 konnte ich es auch ganz ok aushalten wenn es sein musste bzw. nicht anders möglich war.
Deshalb startete ich auch in Rostock noch vor Sonnenaufgang los um die kühlen Stunden nutzen zu können.
So hatte ich bereits am Nachmittag ca 100km abgespult. Die Strecke restlichen 100km waren ziemlich öde und eintönig. Kein Tier das man weit und breit auf den ersten Blick erkennen konnte, ein paar Autos die einen einstaubten und die sengende Hitze.

Etwas vor den Vogelfederbergen machte ich eine Pause, was nicht ganz so gemütlich war, weil auf der Strecke wirklich kein einziger cm an Schatten zu finden war.
So war ich wohl nicht allzu konzentiert als ich meinen Rucksack und meine Wasservorräte wieder auf den Gepäckträger schnallte. Denn nach ein paar Metern fiel meine letzte 2L PET Flasche runter und wie es natürlich kommen musste, ging sie kaputt und mein wertvoller Wasservorrat wurde von der Wüste aufgesogen. 🤩
Zwar hatte ich noch in meinem Trinksack im Rucksack eine Reserve und hätte das letzte Stück bestimmt noch geschafft, wenn auch nicht wirklich mit Freude,
aber ich wollte mein Glück nicht herausfordern und so nahm ich dankend das Angebot von 2 netten Männern im Bakkie an und fuhr bis nach Swakopmund auf 4 Rädern statt auf 2.
Echte Radreiseverfechter sind nun sicherlich schwer empört über solch eine Schummelei, aber da ich mir von vornherein klargemacht hatte, dass ich mir oder anderen mit der Reise nichts beweisen will oder muss und auch nicht gesponsort wurde oder sonstige Verpflichtungen einging stand für mich der Spaß- und nicht zu vergessen der Sicherheitsfaktor an erster Stelle.

Außerdem stellte sich diese Begegnung als echter Glücksfall heraus und ich durfte mit den 2 Jungs, die sich als Vater und Sohn vorstellten, sogar mit in der neuen Wohnung campieren.

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Im nächsten Eintrag gibt es dann meine Erlebnisse aus Swakop zu lesen. Immer wieder wird mir gesagt, dass Swakopmund ein schrecklich verschlafener langweiliger kleiner Wüstenort ist, aber das ist wirklich nur so wenn man nicht mutig anfängt an der Oberfläche zu kratzen.
So verbrachte ich die ersten Tage mit Sightseeing und versuchte somit meine neue Bekanntschaft (Eine Dame die ich kurz nach dem Sossusvlei kennenlernen durfte und mich mit ihr in Swakopmund verabredete) vom Swakopmunder Vibe zu überzeugen.
zuletzt bearbeitet 09. Aug. 2015
Themenstarter71 Beiträge · seit 200911. Aug. 2015 · #60
Was zu tun in Swakopmund???
Wenn man also wirklich nur ein oder 2 Tage in der kleinen wunderbaren Küstenstadt hat und sich nur ein bischen für die Tierwelt und die Wüste interessiert, führt eigentlich kein Weg an Tommys Desert Tour vorbei 😁
Ich schluckte allerdings erstmal als ich den Peis für die Tour erfuhr und war sehr skeptisch, da ich von NIEMANDEN etwas negatives über die Tour gehört hatte, sowas gibt es doch gar nicht?!
Na gut, ich interessiere mich allgemein sehr für Fauna und Flore und vor allem liebe ich die Wüste, so lieber später nochmal wildcampen und eine Woche Millipap mit Wasser, aber diese Tour gönnte ich mir jetzt einfach!

So kam es, dass meine Bekannte und ich von Chantal (Tommys Kollegin) sehr freundlich empfangen und mit dem Auto direkt am Treffpunkt abgeholt wurden.
Wir waren bei dieser Tour insgesamt zu 4. und das Paar das mit uns fuhr hatte schon die 2. Tour bei Tommy gebucht, nachdem sie das erste mal so begeistert waren, naa trotzdem wollen wir erst mal sehn!

Nach einer Einführung und ein paar sehr interessanten Informationen über die Welt der Wüste zeigte Chantal auf einmal auf einen kleinen Busch mitten in der Wüste und meinte: "Da! Seht ihr?"
Äääh nein wir sehen nix, wo und was soll da sein?
Na da! Das kleine Chamäleon!
WAAS? Tatsächlich, Chantal hat von ungefähr 100m Entfernung ein kleines Chamäleon entdeckt.
Da wären wir alle sicher blind vorbeigelaufen!
(Mit Lupe sieht man es sogar auf dem Foto, unten in der rechten Ecke auf dem schwarzen Streifen vor dem Busch)

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Na gut, ich musste sagen, diese Chantal hat wirklich Ahnung!
Also nach gefühlten 5 Minuten hatte sie uns so ziemlich überzeugt und wir sahen tatsächlich so viele Tiere, (Schlangen, Spinnen, Vögel, mehrere Chamäleons, Lizzards, ...) das hätte ich mir nie träumen lassen.
Aber auch mit Ihren sehr kritischen und interessanten Informationen zum Schutz der kleinen Wesen schaffte Chantal schnell Begeisterung!

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Alle von uns aufgesuchten Stellen wurden wieder so verlassen wie wir diese vorfanden. Dieser Punkt war mir persönlich auch extrem wichtig. Denn auch in der Naturfotografie ist dies wichtig, lieber ohne Foto nach Hause gehen als negative Folgen in der Tierwelt oder in der Natur zu hinterlassen.

Wenn man dann hört, dass Autospuren in der Wüste bis zu 100 Jahre brauchen um zu verschwinden und bis heute noch die Donkeykarren Rillen in der Namib zu sehen sind, ist das wirklich schockierend wenn man immer mal wieder wilde Raser mitten durch die Wüste preschen sieht.

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Witziger weise kam ich nach dieser Tour zu dem Schluss, dass das alles gar nicht teuer war, denn die vielen Eindrücke und Informationen waren mehr wert als alles Geld, dass ich dafür investieren durfte.
Jetzt bin ich aber mal gespannt was Ihr so für Erfahrungen gemacht habt, hat Euch die Living Desert Tour auch so begeistern können?
zuletzt bearbeitet 11. Aug. 2015