Mit dem Fahrrad von CPT nach WDH

81 Antworten · 16,4k Aufrufe · gestartet 05. Mai 2015 von Equilibre
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Themenstarter71 Beiträge · seit 200905. Mai 2015 · #1
Hallo liebe Forengemeinde,

anfang des Jahres startete ich auf meine Radltour von Kapstadt nach Windhoek los und bekam im Vorfeld hier im Forum einige gute Tipps. Deshalb möchte ich mich gerne mit ein paar Fotos und Geschichten bedanken und freue mich natürlich wenn Radfreunde etwas ähnliches vorhaben und ich bei der Planung weiterhelfen kann.

Um mal zu sehen wie das Interesse denn so um Fahrradreisen steht, starte ich mal mit ein paar Fotos:

Pünktlich zum Jahreswechsel startete ich mit dem Flieger los nach Kapstadt. 30kg inklusive Fahrrad im Gepäck waren die Grundausstattung für die nächsten 3 Monate.

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Erstaunlicherweise feierte niemand im Flieger den Jahreswechsel und so verschlief auch ich die ersten Stunden von 2015. Dafür war ich für die ersten KM in Südafrika aber auch gut ausgeruht.

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Dank British Airways flog mein Fahrrad in einer 20€ teuren und nur 3,5kg schweren Fahrradtasche kostenlos mit. In Kapstadt kamen auch alle Teile unversehrt an und waren ruckzuck zusammengebaut. Als Werkzeug hatte ich nur die nötigsten Teile dabei und hoffte auf keine größeren Schäden weit abseits der Zivilisation.

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Den im Nachtflug getankten Schlaf konnte ich auch sofort gut gebrauchen, denn schon auf den ersten 30km hatte ich meinen ersten Platten, dies soll nicht der einzige der Reise gewesen sein.

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zuletzt bearbeitet 05. Mai 2015
5'479 Beiträge · seit 200905. Mai 2015 · #2
Das hört sich ja sehr interessant an. Ich würde mich über einen ausführlichen Bericht Deiner Reise sehr freuen.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
30 Beiträge · seit 201405. Mai 2015 · #3
Meinen absoluten Respekt hast Du jetzt schon!
Mit dem Fahrrad alleine als Frau durch das südliche Afrika: chapeau!
Einen Radreisenden aus dem Forum durfte ich letztens persönlich kennen lernen und ich fand seine Berichte sehr spannend.
Ich freue mich auf Deinen nächsten Eintrag 🙂
Liebe Grüße vom Stanzerl
Themenstarter71 Beiträge · seit 200906. Mai 2015 · #4
Die ersten Radtage waren besonders anstrengend, da mein Körper einfach noch nicht an 8-10 Stunden Fahrradfahren gewöhnt war. Anfangs war mein Magen wie zugeschnürrt und der Sympatikus arbeitete auf Hochtouren. Aber nach etwa 3-4 Tagen war alles eingespielt und langsam gewöhnte ich mich auch an den täglichen Rhythmus vor Sonnenaufgang aufzustehen, Sachen packen und loszuradeln. Meist hab ich versucht spätestens um 16 Uhr einen Übernachtungsplatz zu finden.
Urspünglich hatte ich geplant über die Mittagshitze eine Pause einzulegen, allerdings konnte ich einfach nicht entspannen bevor ich mein Nachtlager noch nicht gefunden hatte und habe somit meist unterwegs nur ab und zu 15 Minuten angehalten um Flaschen umzufüllen oder einen Happen zu essen. Abends konnte ich dann mein Bett fertig machen und in Ruhe essen und entspannen.

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In Yzerfontein erlebte ich den ersten lang ersehnten Sonnenuntergang am Meer, das war schon ein fantastisches Gefühl an der Westküste Südafrikas immer entlang des Meeres radeln zu dürfen.
An diesem Abend hatte ich auch mein erstes Südafrikanisches Braai. Meine Campingnachbarn verwöhnten mich und meinten, das Eiweiß werde ich am nächsten Tag gut gebrauchen können. Was soll man da sagen, so ein herzliches Willkommen in diesem Land!

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zuletzt bearbeitet 06. Mai 2015
521 Beiträge · seit 201106. Mai 2015 · #5
Vielen Dank für deinen Bericht! Ich bin schon sehr gespannt wie es weiter geht und was du alles erlebt hast!

Hoffe, es geht bald weiter 😉
Nunanani
Südafrika, Botswana, Namibia, Zimbabwe, Mosambik,...
1'920 Beiträge · seit 200807. Mai 2015 · #6
Ich bin dabei........

wie schön zu lesen, dass es noch normale Menschen gibt, und nicht nur die Hardcore Lodger ..... 😗


Auf jeden Fall bitte weiterschreiben, und alles gerne auch ausführlicher .
Würde mich freuen, wenn du villeicht auch die Tagesettappen und die Reisegeschwindigkeit erwähnst, alles was halt so ums Rad fahrn dazugehört 😉
Equipment u.s.w........


Lg
Heinz
zuletzt bearbeitet 07. Mai 2015
Themenstarter71 Beiträge · seit 200908. Mai 2015 · #7
Von Yzer ging es frühmorgens auf noch leeren Straßen weiter in Richtung West-Coast Nationalpark.
Das Radfahren genoss ich dort besonders, da wirklich nicht viel Verkehr war und man an Vogelbeobachtungshütten (Birdhides) gut Pause machen konnte und gleichzeitig ein paar Tiere sehen.

Zu den Km und zur Reisegeschwindigkeit kann ich leider keine exakten Aussagen machen, da mein Tacho nach dem Hinflug nicht mehr funktionierte. Er sprang allerdings auf einmal wieder an. Aber ich war meistens so um die 15km/h auf Teerstraßen unterwegs. Später auf der Pad (Kiesstraße) warens dann so um die 12 km/h.
Je nach Tagesform bin ich einfach mal mehr und mal weniger geradelt. Da war alles zwischen 50 und 160km dabei. Täglich war ich zwischen 8 und 10 Studen unterwegs.
Aber die tägliche Km Anzahl bzw Geschwindigkeit war mir auch insgesamt unwichtig, es sollte ja kein Stress oder Wettrennen werden, sondern ich wollte die Natur und die Menschen genießen und das geht am besten wenn man anhalten kann wenn und wo man sich wohlfühlt. Die Reise war das Ziel 😉


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zuletzt bearbeitet 08. Mai 2015
6'152 Beiträge · seit 200608. Mai 2015 · #8
hallo, respekt, respekt , na diesen Radel-Reisebericht lass ich mir nicht entgehen.Vorab schon mal herzlichen Dank.
Liebe Grüsse
Hanne
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland
1'920 Beiträge · seit 200808. Mai 2015 · #9
Equilibre schrieb:
Zu den Km und zur Reisegeschwindigkeit kann ich leider keine exakten Aussagen machen, da mein Tacho nach dem Hinflug nicht mehr funktionierte.
Blos kein Stress, das hier ist ja ne Radreise und keine Tour de South Africa.

Mich interessiert sowas halt explizite, da ich Mitte Juli selbst auf Radreise gehe....
Allerdings liegt meine Tagesplanung NUR zwischen 60 und 100 KM ..... Easy goin eben

Lg
1'737 Beiträge · seit 201008. Mai 2015 · #10
wie schön zu lesen, dass es noch normale Menschen gibt, und nicht nur die Hardcore Lodger .....
Bloke, bist Du ganz sicher, dass auch Du ein normaler Mensch bist? Wenn ja, dann Applaus.
www.botswanadreams.de "Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach." Ernest Hemingway
7'296 Beiträge · seit 200609. Mai 2015 · #11
Botswanadreams schrieb:
wie schön zu lesen, dass es noch normale Menschen gibt, und nicht nur die Hardcore Lodger .....
Bloke, bist Du ganz sicher, dass auch Du ein normaler Mensch bist? Wenn ja, dann Applaus.
... Radreisende sind normale Menschen.
Verrückt sind immer nur die Anderen. Man selbst empfindet sich in der Regel als normal.

Egal in welchem Bereich des Lebens.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
128 Beiträge · seit 200609. Mai 2015 · #12
Hallo Equilibre!
Meinen Respekt hast du! Eine sicher sehr schoene und erlebnisreiche Tour, die nicht manche so mitnehmen. Solange es "geradeaus" geht, ist das ja noch recht entspannt. Aber es sind immerhin sieben Paesse zu meistern udn dauernd die Autos um die Ohren. Das geht schon an die Substanz. Bin gespannt, wie es weiter geht!
Cheers, Battli
aus Somerset West/RSA
zuletzt bearbeitet 09. Mai 2015
1'933 Beiträge · seit 200909. Mai 2015 · #13
Hallo Equilibre



Freue mich sehr auf diesen Reisebericht.
Liebe Grüße Lotusblume Reiseberichte(klick):2022-Sep/Okt Südafrika "Genuss-Reise ums Westkap"//2021-Nov "3670 km durch Namibias Nov.-Hitze"//2018-Okt Namibia "Von der Wüste zu den Wasserwelten"//2015-Aug/Sep Südafrika "Unser Wiedersehen mit Südafrika"//2013-Nov Namibia "Unsere Silberhochzeit bei Vollmond"//2010-Apr Namibia "Unsere Unterkünfte"
1'920 Beiträge · seit 200809. Mai 2015 · #14
BikeAfrica schrieb:
Botswanadreams schrieb:
wie schön zu lesen, dass es noch normale Menschen gibt, und nicht nur die Hardcore Lodger .....
Bloke, bist Du ganz sicher, dass auch Du ein normaler Mensch bist? Wenn ja, dann Applaus.
... Radreisende sind normale Menschen.
Verrückt sind immer nur die Anderen. Man selbst empfindet sich in der Regel als normal.

Egal in welchem Bereich des Lebens.

Gruß
Wolfgang
Wolfgang hat dir schon die passende Antwort gegeben 😗
zuletzt bearbeitet 09. Mai 2015
Themenstarter71 Beiträge · seit 200910. Mai 2015 · #15
Verrückt oder nicht verrückt, das ist hier die Frage!
Also ich muss schon zugeben, dass mir vor der Reise fast alle davon abgeraten haben und es für viel zu gefährlich eingestuft hatten, besonders die Strecke in Südafrika.
Vielleicht hatte ich einfach jede Menge Glück, oder es ist wirklich nicht ganz so gefährlich wie alle sagen.
Zumindest hab ich mein Rad länger als eine Woche behalten, was mir nicht zugetraut wurde und ich habe auch wirklich nur sehr hilfsbereite und freundliche Menschen auf meinem Weg getroffen.
Entgegen der Meinung von vielen, sind die Bewohner der Westküste und im Namaqualand außerdordentlich freundlich und offen zu mir gewesen.

Aber nun weiter mit der Reise.
Vom Westcoast Nationalpark ging es weiter auf eine kalte Cola nach Langebaan an den Strand.


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Nach kurzer Pause und Stopp im ortsansässigen Fahrradladen (ich habe mir Sealant in die Reifen spritzen lassen, um wegen der Teufelsdornen nicht alle 50km einen Platten zu haben). ging es weiter nach Vredenburg. Auf dem Weg dorthin fuhr ich an einem der ältesten Stahlwerke Südafrikas vorbei.

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In Vredenburg hatte ich mich mit einem Couchsurfing Gastgeber verabredet und verbrachte dort 2 Nächte um mich etwas zu erholen. Die ersten Radtage hatten mich in der ungewohnten Hitze doch ganz schön geschlaucht. Am nächsten Tag gingen wir zusammen an der Saldanha Bay Kajak fahren.


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zuletzt bearbeitet 10. Mai 2015
1'920 Beiträge · seit 200810. Mai 2015 · #16
Equilibre schrieb:Verrückt oder nicht verrückt, das ist hier die Frage!
Also ich muss schon zugeben, dass mir vor der Reise fast alle davon abgeraten haben und es für viel zu gefährlich eingestuft hatten, besonders die Strecke in Südafrika.
Vielleicht hatte ich einfach jede Menge Glück, oder es ist wirklich nicht ganz so gefährlich wie alle sagen.
Ich finds immer wieder interessant, wie manche Leute, einfach wissen wie wo was funktioniert, obwohl sie noch nie da gewesen sind.
Und nur weil man sich selber nicht traut so eine Reise zu machen, ist es auf einmal zu gefährlich.


LG
7'296 Beiträge · seit 200610. Mai 2015 · #17
Equilibre schrieb:Verrückt oder nicht verrückt, das ist hier die Frage!
... meine Antwort darauf:
Ich bin nicht verrückt genug, um normal zu sein.
Wäre ich normal, würde ich ja wahnsinnig werden. 😉
Also ich muss schon zugeben, dass mir vor der Reise fast alle davon abgeraten haben und es für viel zu gefährlich eingestuft hatten, besonders die Strecke in Südafrika.
... als ich vor fast 20 Jahren meine erste Radtour durch Namibia ausheckte und im Vorläuferforum entsprechende Fragen stellte, rieten mir alle ab - bis auf einen. Das waren alles Afrikareisende und trotzdem hielten sie es für zu gefährlich oder wegen der weiten Strecken einfach für unmöglich. Diese Sichtweise hat sich inzwischen verändert.

Wenn man sich aber im Bekanntenkreis umschaut, findet man evtl. Leute, die noch nie im Flugzeug saßen, denen eine Pauschalreise in Afrika schon zu gefährlich wäre, die noch nie eine Radtour gemacht haben, noch nie im Zelt schliefen, noch nie alleine gereist sind usw. ...

Und jetzt womöglich alles in Kombination ... kein Wunder, dass denen das zu gefährlich erscheint und die einem abraten wollen.

Jahrelang haben mir Bekannte und Eltern von solchen Reisen abraten wollen. Da ich aber immer wohlbehalten und extrem erholt zurückkehrte, haben sie es irgendwann aufgegeben. Ich habe inzwischen insgesamt über ein Jahr mit dem Rad in Afrika verbracht und es gab nur sehr wenige gefährliche Momente. Die meisten wurden durch Hunde oder Autos verursacht.

Es mag auf den ersten Blick nicht so aussehen, aber ich halte das Fahrrad für das beste Verkehrsmittel, um Afrika und seine Bewohner kennenzulernen. Will man Tiere beobachten, ist es aber wohl eher die schlechtere Wahl. Man begegnet hin und wieder welchen, aber da ist die Ruhe zum Fotografieren und beobachten eher nicht gegeben. Ich habe vier der Big Five vom Rad aus gesehen und kein einziges Foto gemacht. Bisschen Land gewinnen war eher die Devise. 😉

Ich bin neugierig auf die weiteren Berichte und ... Deine Fotos gefallen mir.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Themenstarter71 Beiträge · seit 200912. Mai 2015 · #18
Wunderbar erholt und wieder bestens gestärkt radelte ich zum Sonnenaufgang aus Vredenburg los.
Während dem Radeln traf ich immer wieder sehr interessante und nette Leute. Bei einem kurzen Stopp lernte ich diesen jungen LKW-Fahrer kennen, der überhaupt nicht glauben bzw. verstehen konnte dass ich mit dem Fahrrad nach Windhoek unterwegs bin.

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Am Schluss wollte er mich noch heiraten, was ich leider verneinen musste da ich ja noch einen weiten Weg vor mir hatte und weiter wollte. 😎
Nächste Station sollte Elandsbaai sein. Bei der Strecke gab es die Möglichkeit eine Abkürzung zu nehmen. Diese kürzere Strecke ist eine private Sandstraße der Bahngesellschaft und führt direkt zwischen Meer und den Bahngleisen entlang.
Bei der Abzweigung machte ich eine Pause, da ich mir nicht sicher war ob ich die Strecke befahren sollte, da ja "private road" davor stand. Allerdings kamen immermal wieder Autos von der gravel road und mein Couchsurfhost meinte er sei auch schon mit dem Motorrad dort entlang gefahren.

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Naja dachte ich mir, mehr als zurückschicken werden sie mich wohl hoffentlich nicht, und wenn ich dann über der Hälfte bin darf ich vielleicht sogar durchtreten.
Alles war ruhig bis zum Ende die paar Autos die mir entgegenkamen haben mich zwar ordentlich eingestaubt, aber sonst wollten sie nichts von mir. Zwischendrin kam auch einmal der 4-6 km langer Güterzug vorbei, zum Glück musste ich in diesem Moment gerade nicht die Gleise überqueren!

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Interessant wurde es dann beim 2. Abschnitt von Elands nach Lambert's Bay. Dort gab es eine Schranke und die war logischerweise unten. Naja dann frag ich eben mal nach. Als auf mein Hallo nicht reagiert wurde, versuchte ich ans Pförtnerhäuschen zu klopfen. Auch wieder keine Reaktion. Als ich genauer schaute schlief der Pförtner tief und fest. Na gut ich habs ja versucht... Also fuhr ich neben der Schranke vorbei.

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Als ich am Ende der Strecke wieder an einer Schranke mit Pförtnerhäuschen ankam, wurde mir nur föhlich zugewinkt, was ich freundlich erwiderte.

Der gesamte Fahrtag war einer der schönsten der ganzen Reise. Es hat mich sehr beeindruckt auf dieser verlassenen Strecke direkt am Meer entlang radeln zu können.
Kurz vor Lambert's Bay wurde ich dann noch spontan von einem Ehepaar zu einem "cool drink" und zum Braai eingeladen. Das Braai wurde in einer alten Waschmaschinentrommel angefeuer um kein offenes Feuer am Strand zu machen, was ich eine ziemlich kreative und gute Lösung fand!

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Wir tauschten ein paar Geschichten aus am Ende übernachteten wir alle auf dem Camping Platz in Lambert's Bay.
zuletzt bearbeitet 12. Mai 2015
1'920 Beiträge · seit 200812. Mai 2015 · #19
Equilibre schrieb: Diese kürzere Strecke ist eine private Sandstraße der Bahngesellschaft und führt direkt zwischen Meer und den Bahngleisen entlang.

Hallo Equilibre

Ich stell mir das ziemlich zermürbend vor, mit all den **SCHWEREN GERÄTSCHAFTEN** sich auf ner Sandpad vorwerts zu bewegen.

Geht ziemlich an die psyche könnt ich mir vorstellen... 🙄
Themenstarter71 Beiträge · seit 200917. Mai 2015 · #20
Zermürbend war eigentlich nur ein einziger Tag in diesen 3 Monaten, dieser folgt zugleich.
Nach den ersten 10km hatte ich gleich einen Platten so begann der Tag schonmal nicht mehr ganz so knackig frisch wie es nach den aufstehen zuerst aussah.
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Endlich wieder startklar entschied ich mich für eine 50km lange Sandstraße, da ich ein wenig weg von der Hauptstraße fahren wollte. Easy 50km dachte ich mir, lag aber ziemlich falsch. Denn die Straße besiegte meine Psyche bereits nach 10km. Ich hatte wirklich keine Lust mehr, denn dauernd fraßen sich meine Räder so tief in den Sand ein, dass ich mit vollem Gepäck immer langsamer wurde und schließlich einfach seitlich umkippe. Nachdem es endlich bergabging platzte mir der Kragen, denn die ganze Plackerei war umsonst. Der Sand war so tief dass ich sogar bergab schieben musste. Das ging einfach so gar nicht, denn während der ganzen Schieberei motiverte mich nur, dass sich das ganze Hochschieben letztendlich mit einer genialen und durch den Fahrtwind erfrischenden Abfahrt lohnen würde.

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Die Straße des Horrors 😈 IN DEN STAUB! Heute ist das Ende aller Tage...
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Nach einer gefühlten Ewigkeit und psychisch wie physisch am Ende, erreichte ich letztendlich doch nochmal die Teerstraße.
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Vredendal begrüßte mich mit seinen grün strahlenden Weinanbaugebieten und den blühenden und süßlich duftenden Frangipani Bäumen.

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Am Ende des Tages war die Welt allerdings wieder gerade gerückt. Denn ich wurde auf ein original Namakwa Braai eingeladen. Dazu bereitete ich Champignions mit einer Frischkäse-Feta Füllung und einer ordentlichen Ladung Knoblauch zu. Diese Beilage kam wirklich gut an was mich gleich noch mehr freute.

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Test,
merkwürdiger weise werden meine Einträge nicht mehr weitergeleitet und ich komme wenn ich auf Absenden drücke auf die Startseite. Über Beitrag ändern funktioniert es dann wieder.
Liegt das womöglich an einegfügten Dateien?
zuletzt bearbeitet 18. Mai 2015