Hallo! Ich meine, dass gerade Namibier weniger bis gar nicht "gefährdet" sind. Sie werden sehr oft als "gleich" behandelt, besonders die, die auch noch Afrikaans sprechen. Auch sind die Namibier weniger in Massen auftretend und eher ruhige Zeitgenossen. Habe eben noch am Freitag bei der Polizeistation Kleinvlei mit einem namibischen Unternehmer gesprochen, der dort seine Jungs durch die Grünanlage gehetzt hat, damit sie danach wieder ansprechend ausgesehen hat. Ein angenehmer Zeitgenosse, kaum von südafrikanischen Coloureds zu unterscheiden, aber irgendwie sehr kompetent und zielstrebig. Er hat noch keine Ressentiments erfahren, auch ist er sehr gut integriert. Vielleicht spielt auch die Nähe Kapstadts eine Rolle? Da waren und sind eher die Somalis und die Nigerianer "ein Problem". Somalis bringen es im Familienclan und mit Fleiss - wohl auch etwas Risikobereitschaft - relativ schnell zu bescheidenem Wohlstand. Wobei Letztere sich lautstark verhalten, immer in Massen auftreten und ganze Quartiere unterjochen, Tic und andere Drogen dealen. Also ganz unterschiedliche Wahrnehmungen in den Massen der Südafrikaner in den Suburbs darstellen. Was ich aber immer wieder feststelle wenn ich die AZ lese, dass die "Unterjochung" durch Südafrika im ehemaligen Südwest Afrika noch heute immer wieder als Grund angeführt wird, dass man doch mit denen nicht dies, und mit diesen nicht das, usw.. Irgendwie weltfremd und jeder Grundlage entbehrend! Oder wurde dies erst durch die "Transformation" ein wirkliches Thema? Was treibt zB SWAPO und deren Executive andauernd zu diesen Sprüchen? Nachdenklich Battli
Simbabwe hat bereits 400 Staatsbürger zurückgeholt, 1100 weitere aus der Region um Durban folgen heute und morgen. Namibia plant sowas offiziell noch nicht - es gibt aber auch nur sehr wenige Namibier (in absoluter Zahl) in Südafrika und kaum in KwaZulu-Natal. Zudem haben viele Namibier auch die südafrikanische Staatsbürgerschaft und sind somit keine "sichtbaren" Ausländer. Viele Südafrikaner (und da spreche ich nicht von den ganz rechts Außen) sehen Namibia auch weiterhin als Teil des Landes...
Die staatliche Obrigkeit in Namibia mag Südafrikaner nicht!. Dies zeigt sich im täglichen Leben u.a. daran, dass Fahrzeuge mit ZA-Kennzeichen fast immer an den Verkehrskontrollen rausgezogen werden.
Viele Grüße aus Windhoek Christian
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macfrankThemenstarter93 Beiträge · seit 201420. Apr. 2015 · #4
travelNAMIBIA schrieb: Die staatliche Obrigkeit in Namibia mag Südafrikaner nicht!. Dies zeigt sich im täglichen Leben u.a. daran, dass Fahrzeuge mit ZA-Kennzeichen fast immer an den Verkehrskontrollen rausgezogen werden.
Na prima. Wir werden einen Mietwagen bekommen, der von bushlore und somit etvl. mit ZA-Kennz. ist... Na, wir haben ja Zeit und der Status "Touri" und "Deutsch" machen das hoffentlich besser - obwohl... 😉
Alex_Muc857 Beiträge · seit 201420. Apr. 2015 · #5
Servus,
die kennen die Mietwagenfirmenautos recht gut.. und wenn, wirst eben mal rausgewunken, das ist dann auch nicht weiter schlimm.. Namibier, speziell Offizielle, die sich profilieren müssen, haben relativ oft eine relativ deutliche Wortwahl, auch wenn das nicht nötig wäre.. Und von den meisten Gewerkschaftern halte ich in Namibia auch nicht viel, mir kommt oft der Begriff "Nepotism" in Sinn bei der Sinnhaftigkeit der Aussagendieser Herren. Es gibt so wenige Namibier in SA, und auffallen tun die nicht groß. Speziell "beliebt" sind Gruppen, die Geschäfte betreiben (siehe Beitrag Battli), also auch noch was abfällt, und arme Teufel, die mit im Slum wohnen - oft Zimbabwer o.ä. Namibier dürften da gar nicht so sehr auffallen, und deshalb auch weniger bedroht sein (siehe Beiträge Christian und Battli).
Was aber wahrscheinlich auffällt: Die Leute aus Zimbabwe etc, denen Reifen um die Hälse gehängt und angezündet werden, die mögen das nicht sonderlich (was durchaus nachzuvollziehen ist). Das heisst, diejenigen, die aus Armut nach Südafrika geflüchtet sind, wandern zum Teil nach Namibia weiter - mit den entsprechenden Problemen. Nach den letzten Krawallen hatten wir bzw. unser Wächter einiges zu tun mit vielen Fremden, die die Bahngleise entlangkamen, und in der Gegend um Windhoek gingen Diebstahl, z.T. auch Raub nach oben - kein Wunder, die armen Flüchtlinge hatten ja auch wirklich nichts mehr (und nichts mehr zu verlieren), und genügend arme Namibier gabs ja auch.. Was ich traurig finde: Südafrika hat in der Apartheit viel durchgemacht (Namibia im Anhang auch einiges), und jetzt, nach hoffnungsvollem Beginn, machen die schwarzen Rassisten den weißen Rassisten in Punkto Hirnlosigkeit und plumper Ideologie locker Konkurrenz... Viele Grüße Alex
PS: Zum Thema "Mögen": Die namibische Regierung weigert sich seit Jahren, an die namibischen Veteranen des Bürgerkriegs auf südafrikanischer Seite (oft zwangsverpflichtete, namibische Soldaten) das von der Queen zur Verfügung gestellte Geld (!) auszuzahlen - das sind ja "Verräter" am Land.. So richtig grün sind sie sich nicht, die beiden "schwarzen" Freiheitsregierungen..
Cruiser2'530 Beiträge · seit 201121. Apr. 2015 · #6
Die SA Regierung hat leider auch eine große Mitschuld an dieser Sache, wegen Ihrer laschen und korrupten Einlaßkontrollen. Es sind ja viele Ausländer illegal hier, ohne Aufenthaltsgenehmigung etc.
Das entschuldigt nicht den Fremdenhass, könnte aber sehr vieles verbessern. Ich bin sicher das 50% illegal hier sind.
Ich fahre am Freitag nach Nam durch Botswana und bin mal gespannt was uns erwartet an den Grenzen. Bin mit ZA Fahrzeug unterwegs. 🤩
Best Regards
Adolf
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Tomcat1'155 Beiträge · seit 200621. Apr. 2015 · #7
Cruiser schrieb:
Ich fahre am Freitag nach Nam durch Botswana und bin mal gespannt was uns erwartet an den Grenzen. Bin mit ZA Fahrzeug unterwegs. 🤩
...na ja... und wen man dann auch noch eine GP Nummer hat 😉
Aber Danke für den Hinweis mit Mozambique. Das ist eher lästig und sieht nach Plan B aus. Wir wollten Freitag in einer Woche nach Maputo ( CH Kennzeichen..) und dann nördlich nach Beira fahren... mal schauen, wie sich die Dinge entwickeln.. 😠 lg tom