Juni 2015 Namibia Backpacking

19 Antworten · 3'525 Aufrufe · gestartet 15. Apr. 2015 von MissPeregrine
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Themenstarter6 Beiträge · seit 201515. Apr. 2015 · #1
Hallo zusammen,

dies ist mein erster Beitrag und ich dachte ich stelle mich mal direkt mit meinen Plänen vor. Ich werde im Monat Juni mit öffentlichen Verkehrsmitteln durch Namibia reisen 🙂 Zuerst bleibe ich einige Tage in Windhoek, dann will ich wahrscheinlich mit dem Mainliner durch zu den Vic Falls. Auf dem Rückweg würde ich mir vielleicht ein zwei der lebenden Museen ansehen. Dann will ich mir einige Tage bis eine Woche für Etosha Zeit nehmen, vielleicht auch irgendwie noch einen Abstecher Richtung Kaokoveld, bevor es dann nach Swakop geht. Von dort will ich noch nach Sossusvlei und schließlich zurück nach Windhoek.

Ich bin (bisher noch) allein unterwegs, hätte aber nichts dagegen, wenn sich zwischenzeitlich jemand anschließen wollte. Genaue Daten hab ich noch nicht und ich bin ziemlich flexibel, auch bezüglich meiner Route 🙂

Liebe Grüße
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749 Beiträge · seit 200615. Apr. 2015 · #2
hallo Peregrine,

öffentliche Verkehrsmittel in Etosha ??
Da habe ich wohl was verpasst ........................

Hast Du das schon alles recherchiert wie das funktioniert ??
Verrate uns doch mal mehr ...............

lg wüstenfee
Themenstarter6 Beiträge · seit 201515. Apr. 2015 · #3
Hallo Wüstenfee,

danke für den Hinweis. Ich bin noch mitten in der Recherche- und Planungsphase, deswegen bin ich dankbar für solche Hinweise 🙂 Für Etosha hatte ich an eine Tour mit Übernachtung gedacht, da bin ich aber noch am Suchen. Die Schwierigkeit, die ich dabei bemerkt habe: wie finde ich Touren vom Osten in den Westen, also ohne Windhoek oder andere Orte als Start und Endpunkt... Ich suche tapfer weiter 😄

(Ich werde auf der einen Seite von einer Freundin, die ihre Jugend in Namibia verbracht hat gedrängt, alles gut zu planen und zu recherchieren und von einer anderen, die viel Erfahrung mit Backpacking hat - nur nicht durch Afrika - geschimpft, wenn sie mitbekommt, worüber ich mir alles Gedanken mache und was ich alles vorher recherchiere und plane und buchen will 😵 )
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1'250 Beiträge · seit 200915. Apr. 2015 · #4
Hallo MissPeregrine,

meiner Meinung nach ist die von Dir beschriebene Route ohne Auto nicht möglich.

Öffentliche Verkehrsmittel zu Etosha bzw. in Etosha? Ins Kaokoveld?? Von dort zu den lebenden Museen?? Nach Swakopmund??

Da musst Du sicher umdenken?! 🙁

Trotzdem viel Spaß bei der Planung,
Elch
Ein Freund ist ein Mensch, vor dem ich laut denken kann. R.W. Emerson Namibia 2013 - http://www.namibia-forum.ch/forum/17-news/278435-unterkunftsbeschreibungen-unserer-letzten-reise.html?start=12 Namibia 2015 - http://www.namibia-forum.ch/forum/8-camping/286282-unsere-campsites-im-maerz-2015.html
33,1k Beiträge · seit 200615. Apr. 2015 · #5
Hallo MissPeregrine,

willkommen im Forum.

Was Du als Frau und alleine machen kannst ist auf die Strecken des Intercape Mainliners und die Shuttlebusse nach Swakopmund von Windhoek (bzw. umgekehrt) beschränkt. Für alles anderes musst Du Dir ein Auto nehmen bzw. eine entsprechende Tour buchen (es gibt z.B. 3-Tages-Shuttles zum Sossusvlei und nach Etosha - alle immer ab Windhoek). Ansonsten kannst Du z.B. auf einer Gästefarm unterkommen (aber nicht zu Backpacker-Preisen) und von dort einen geführte Ausflug nach Etosha machen.
Per Anhalter zu fahren ist verboten und auch nicht zu empfehlen.

Bedenke auch: Backpackerunterkünfte wie in Südostasen etc. gibt es in Namibia - außer in Windhoek und Swakopmund - praktisch nicht!

Viele Grüße aus Windhoek.
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Themenstarter6 Beiträge · seit 201515. Apr. 2015 · #6
Hallo,

@Elch: Als Backpacker sollte man sich ja eh nicht allzu sehr festlegen. Aber ich sehe, was du meinst. Die Wunsch-Route wird definitiv nochmal überdacht.

@travelNAMIBIA: Mir geht es bei meiner Tour nicht darum möglichst günstig davon zu kommen, eine Gästefarm wollte ich daher auch mit einplanen. Mein Vorstellung war die, dass sowieso nicht alle Tour-Angebote online einzusehen sind und ich mir vor Ort dann etwas suche und da erst die nächsten Schritte plane. Ich bin auch frei für (spontante) Planänderungen 🙂 Auto würde ich gerne vermeiden, weil ich schon in Deutschland ungern in fremden Städten unterwegs bin.
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33,1k Beiträge · seit 200615. Apr. 2015 · #7
Hi MissPeregrine,

aha, das klingt ja nun ganz anders.
Du willst einfach nichts vorbuchen, sondern spontan entscheiden. Das ist gut, geht aber mit "guided tours" relativ schlecht, da die gerne wochenlang (sogar Monate) im Voraus ausgebucht sind. Die drei, vier Anbieter, die solche Kurztrip-Shuttle-Touren machen, kannst Du alle online einsehen. Ansonsten sprich mal Wild Dog Safaris an.

Ich würde Dir raten im Chameleon Backpackers in Windhoek unterzukommen und dann schauen wen Du da für Touren (mit Mietwagen!) triffst.

Viele Grüße aus dem heute leider sonnigen Windhoek
Christian

P.S.
Auto würde ich gerne vermeiden, weil ich schon in Deutschland ungern in fremden Städten unterwegs bin.
Hier gibt es ja nur eine "Stadt" und die heißt Windhoek - da halten sich die meisten Touristen eine Nacht auf.
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319 Beiträge · seit 201215. Apr. 2015 · #8
travelNAMIBIA schrieb:
Per Anhalter zu fahren ist verboten und auch nicht zu empfehlen.
Daß per Anhalter zu fahren verboten ist, wäre mir total neu (habe auch im Netz keine ensprechenden Gesetze gefunden). Ich habe selber vor 3 Jahren einigen Leuten in Namibia einen Lift gegeben - waren alles Schwarze; da ist es nicht so unüblich zu trampen - aber die stehen teilweise auch sehr lange.

Aber Namibia ist wirklich nicht zum Trampen geeignet. Ich hatte selber Probleme vor gut 20 Jahren als ich mit dem Rad unterwegs war, einen Lift in den Etosha NP zu bekommen und am nächsten Tag jemanden zu finden, der mich durch den Etosha NP mitnimmt (obwohl ich alle persönlich angesprochen habe). Die meisten Touristen haben alle möglichen Ausreden angebracht - am Ende hat mich ein altes Ehepaar aus Südafrika mitgenommen (bei dennen hatte ich eine Mitnahme garnicht erwartet).

Also die oben beschriebenen Reisepläne sehe ich als fast nicht durchführbar an. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist das auch nicht zu realisieren. Zu manchen Punkten kommt man teilweise mit den öffentlichen, aber man muß meist zurück nach Windhoek.
Zwei andere Möglichkeiten fallen mir ein. Von Windhoek werden teilweise budget Touren angeboten (Sossuvlei etc.). Oder du findest noch jemanden Anderen und ihr mietet zusammen ein Auto.

toum-toum
zuletzt bearbeitet 15. Apr. 2015
33,1k Beiträge · seit 200615. Apr. 2015 · #9
Hallo Toum-toum,
Daß per Anhalter zu fahren verboten ist, wäre mir total neu
mag Dir neu sein, ist aber allgemein nichts neues. Darum stehen ja auch an beliebten Anhalterpunkten Schilder mit einem durchgestrichenen Daumen drauf.



Klar, 90 % der Unterschicht, v.a. auf Farmen sind aufs Trampen angewiesen. Aber das ändert an der Tatsache ja nichts. Zudem ist es natürlich - abgesehen vom Verbot - für eine alleinreisende, weiße Frau (wie in diesem Fall) kaum zu empfehlen.

Viele Grüße
Christian
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Themenstarter6 Beiträge · seit 201515. Apr. 2015 · #10
Trampen kommt für mich - wie schon von Christian betont - absolut nicht in Frage. Aber mit anderen Touristen mitfahren würde ich gerne 🙂

Ich versuche es mal umzuformulieren: Ich will mir einen Monat Zeit nehmen und möglichst ohne eigenen Mietwagen das Land erkunden. Wie viel ich dann sehe oder nicht sehe, sehe ich dann 😛 Victoria Falls ist nicht verhandelbar und sollte mit dem Mainliner ja machbar sein. Wenn die einzige Möglichkeit am Ende ist, dass ich (jedes Mal) zurück nach Windhoek muss, um weitere Touren zu machen, werde ich mich trotzdem über meine Zeit in Namibia freuen. Ich bin also relativ offen und flexibel. Klingt das besser? 🙂

Ich werde mal sehen, wie das mit dem internationalen Führerschein ist. Vielleicht pack ich den zur Not in den Rucksack 😛
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7'296 Beiträge · seit 200615. Apr. 2015 · #11
Hallo,

in Windhoek gibt es einige Backpackerunterkünfte wie Chameleon, Cardboard Box, Backpacker Unite, Backpackers Planet usw.. Dort gibt es häufig ein Schwarzes Brett. Vielleicht kannst Du denen vorab ein Mail schicken und sie bitten, ein Reisepartnergesuch auszuhängen.
Ich hatte damals vor Ort ganz spontan einen Reisepartner in der Cardboard Box gefunden. Er hat mich morgens angesprochen und mittags ging es schon los. Da hatte ich aber auch für einige Tage 'nen Mietwagen.
Ich bin in Namibia auch viel per Anhalter unterwegs gewesen, aber das ist echt mühsam und meist saß ich hinten auf 'nem Pickup.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
309 Beiträge · seit 200917. Apr. 2015 · #12
Hallo Tatjana,

ich bin jedes Jahr in Namibia unterwegs, und bin froh, meinen 4x4 Wagen mit Dachzelt bei mir zu haben. 😄 Den Vorrednern kann ich mich nur anschließen, dass man in Namibia meistens nur mit einem Mietwagen durchs Land kommt. Es ist überhaupt nicht schlimm die Strecken, die im Vorfeld ausgearbeitet sind, zu befahren. Mich entspannt es total in Ruhe zu fahren und dabei vieles zu entdecken. Den ersten Tag in Windhoek empfinde ich immer als gewöhnungsbedürftig wieder den Linksverkehr zu fahren.
Kleinwagen oder kleiner 4x4 wie z.B. Suzuki Jimny mit Campingausrüstung gibt es in Windhoek zu mieten. Mit einem Auto kannst Du selber entscheiden, wann Du wohin fährst. Nimm Dir eine Freundin mit und genießt Namibia. 🤩

Liebe Grüße

Paula
Themenstarter6 Beiträge · seit 201517. Apr. 2015 · #13
Hallo,

@Wolfgang: Da ich vor hab für einige Tage in Windhoek zu bleiben, werde ich mir die schwarzen Bretter mal vornehmen 🙂 Danke für den Tip!

@Paula: Danke für deine Antwort! Für mich ist Autofahren nur beruhigend, solange ich weiß, dass ich meinen Papa/Onkel/Bruder/Bekannten mit Autowerkstatt grad schnell anrufen und um Hilfe bitten kann, wenn ich mal liegen bleibe. Ich spiele mit dem Gedanken mir einen internationalen Führerschein ausstellen zu lassen, damit ich ihn hab, wenn ich mich vor Ort doch anders entscheiden sollte, aber das wäre im Moment nur der Notfallplan.
Meine Freunde haben alle keine Lust und/oder keine Zeit mitzufahren, was ich aber auch nicht tragisch finde. 😗

Tatjana
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7'296 Beiträge · seit 200618. Apr. 2015 · #14
Hallo Tatjana,
MissPeregrine schrieb:Ich spiele mit dem Gedanken mir einen internationalen Führerschein ausstellen zu lassen, damit ich ihn hab, wenn ich mich vor Ort doch anders entscheiden sollte, aber das wäre im Moment nur der Notfallplan.
ich würde Dir dazu raten, denn der kostet ja nicht viel.
Vor meiner ersten Namibiareise habe ich das noch spontan am Abflugtag getan und war dann froh drum. Da ich den Wasserverbrauch beim Radfahren unterschätzt hatte, konnte ich nicht bis zum Sossusvlei fahren und musste die Route ändern. Am Ende der Tour hatte ich dann spontan noch einen Mietwagen nehmen können und auf die Weise zum Sossusvlei. Und da ich den Wagen dann eh hatte, ging es auch noch schnell zum Etosha NP.
Ist schon gut, wenn man für den Fall der Fälle noch eine Option im Ärmel hat.

Gruß
Wolfgang
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1'737 Beiträge · seit 201018. Apr. 2015 · #15
Hallo Tatjana

Bitte beachte, dass man auch für den Intercape "Mainliner" ein Ticket normalerweise im Voraus buchen muss. Der Bus hat eine begrenzte Anzahl Plätze und nimmt nur so viele Passagiere mit. Da ist es nicht wie in anderen afrikanischen Bussen, dass er voll-gestopft wird.

LG
Christa
www.botswanadreams.de "Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach." Ernest Hemingway
7'296 Beiträge · seit 200618. Apr. 2015 · #16
Botswanadreams schrieb:Der Bus hat eine begrenzte Anzahl Plätze und nimmt nur so viele Passagiere mit. Da ist es nicht wie in anderen afrikanischen Bussen, dass er voll-gestopft wird.
... auch andere afrikanische Busse haben eine begrenzte Anzahl an Plätzen. Man sitzt nur sehr eng nebeneinander. Wenn die Plätze besetzt sind, ist auch da Ende. Dann darf erst wieder jemand einsteigen, nachdem jemand ausgestiegen ist. Andernfalls halten die gar nicht mehr erst an bis jemand ans Kabinendach klopft als Zeichen, dass er aussteigen will.
Ausnahme davon sind Pritschen-LKW, die offiziell als Busse verkehren und an offiziellen Haltestellen halten. Das habe ich aber in Namibia noch nie gesehen (bin aber in Malawi und Ghana schon damit gefahren). Da passt immer noch einer irgendwie drauf.

Gruß
Wolfgang
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19 Beiträge · seit 201222. Apr. 2015 · #17
Ich muss mich da meinen Vorrednern anschließen. Die öffentlichen Verkehrsmittel sind sehr begrenzt und fahren auch nur von Windhoek zu einer der Hauptattraktionen. Andere Touristen suchen schonmal Leute die mit Ihnen fahren um sich den Mietwagenpreis zu teilen oder nicht alleine zu fahren.

Ich bin auch schon selbst in Namibia getrampt aber das waren Strecken wo ich wusste, wohin ich muss und auch den genauen Anhalterpunkt gekannt habe. Allerdings waren das nur absolute Notsituationen.

Weiterhin kann ich dir ein anderes Beispiel erzählen. Als ich vor 2 Jahren morgens am Waterberg losgefahren bin, haben mich 2 junge Frauen angesprochen die dort festsaßen, weil sie durch Namibia getrampt sind und mit einem Touristenbus zum Waterberg gekommen sind(getrampt), allerdings auf eigene Faust 1 Tag länger dortgeblieben sind als der Bus und hatten nun keine Möglichkeit nach Okahandja (Richtung Windhoek) zu kommen. Die beiden Frauen haben mir danach erzählt, dass sie gedacht hätten, dass es dort einen Bus geben würde. Ich war das letzte Auto das sie gefragt hatten bzw fragen konnten und ich habe sie dann in meinem Kofferraum "verstaut" und an ihren Zielort gebracht. Die hatten reines Glück, dass ich an dem Tag in die Richtung gefahren bin und sie mitgenommen hatte.

Ich würde mich im voraus bei den backpackers per mail melden und einen Aushang schreiben lassen.

Lg Fabs
Themenstarter6 Beiträge · seit 201522. Apr. 2015 · #18
Botswanadreams schrieb:Hallo Tatjana

Bitte beachte, dass man auch für den Intercape "Mainliner" ein Ticket normalerweise im Voraus buchen muss.
Hallo Christa,

Ich will erst ein paar Tage in Windhoek verbringen. Kann ich das auch vor Ort buchen?
BikeAfrica schrieb:Andernfalls halten die gar nicht mehr erst an bis jemand ans Kabinendach klopft als Zeichen, dass er aussteigen will.
Hallo Wolfgang,

gut zu wissen 🙂 Ist das in Namibia so oder nur in anderen Ländern?
Fabs schrieb:Ich würde mich im voraus bei den backpackers per mail melden und einen Aushang schreiben lassen.
Hallo Fabs,

wie gesagt werde ich erst einige Tage in Windhoek verbringen bevor ich mich mit dem Mainliner auf die Reise zu den Vic Falls machen will. Wahrscheinlich werde ich danach zurück nach Windhoek kommen, wenn sich nichts anderes ergibt. Oder ich schau mal, wie es in Rundu und/oder Tsumeb aussieht. Das sind ja zum Glück auch Haltestellen vom Mainliner.
Falls ich zurück nach Windhoek kommen sollte und dann eine Mitfahrgelegenheit brauche, wird es doch bestimmt reichen, wenn ich mich vor Ort selbst um den Aushang kümmere, oder? Wie lange im Voraus sollte er hängen?

Danke schonmal für die ganzen tollen Antworten 🙂 Jetzt hab ich schon mal eine genauere Vorstellung, wie mein Juni dieses Jahr aussehen wird 😁

Liebe Grüße

Tatjana
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7'296 Beiträge · seit 200622. Apr. 2015 · #19
Hallo Tatjana,
MissPeregrine schrieb:
BikeAfrica schrieb:Andernfalls halten die gar nicht mehr erst an bis jemand ans Kabinendach klopft als Zeichen, dass er aussteigen will.
Hallo Wolfgang,

gut zu wissen 🙂 Ist das in Namibia so oder nur in anderen Ländern?
das gilt natürlich nur für die Minibusse und nicht für die großen Fernbusse. Die haben feste Haltestellen.
Ansonsten ist es regional verschieden, aber ich habe das schon in mehreren Ländern erlebt.
Der sog. Ovambo-Express in den Norden Namibias hatte weitgehend auch feste Haltepunkte, aber man konnte auch unterwegs aussteigen und wenn man es zu Fahrtbeginn gesagt hat, fuhren die auch mal 'nen Schlenker ins nächste Dorf, um jemanden abzuladen. Dafür muss man dann sicherlich etwas Aufpreis bezahlen.

Als Weiße(r) läuft die Fahrt mit einem Minibus (meist Toyota oder Nissan in Größe eines VW Bus, Ovambo-Express Mercedes Sprinter o.ä.) etwa folgendermaßen ab:

- Du musst zunächst rausfinden, ob es überhaupt eine Verbindung nach XYZ gibt. Das werden Dir andere Touristen und weiße Einheimische nur selten sagen können, also musst Du (schwarze) Afrikaner fragen.

- Dann musst Du rausbekommen, wo die Stelle ABC ist, an der die Minibusse abfahren. Das wissen diejenigen, die sich mit der Verbindung auskennen, natürlich auch, aber hier gibt es zwei Möglichkeiten.

A: Du steigst unterwegs an einer üblichen Haltestelle ein. Hier kommen aber vermutlich Minibusse vorbei, die verschiedene Fahrtziele haben. Üblicherweise sind sie nicht beschriftet.
Jetzt kommt so 'ne Karre an und verlangsamt das Tempo. Es macht jemand die Schiebetür auf und ruft, wohin die Fahrt geht. Das passiert im Normalfall in der regional üblichen Sprache, also verstehst Du nichts. Im Idealfall will jemand aussteigen oder jemand Anderes signalisiert, dass er einsteigen will und die Karre hält an. Andernfalls rufst Du dem Typ zu, wohin Du willst und wenn das auf der Strecke liegt, halten sie an.
Ich hatte bisher noch keinen "Schaffner", der kein Englisch konnte. Dem erklärt man, wohin man will und bezahlt entweder direkt oder meist anschließend während der Fahrt den Fahrpreis. Das Fahrziel des weißen "Exoten" merken die sich in der Regel und sagen einem, wo man raus muss.

B: Du steigst am "Busbahnhof", der Starthaltestelle, ein. Das sind Plätze, auf denen eine Handvoll bis über hundert Busse stehen. Drum herum und mittendrin ist quasi Markt, weil man an Reisende auch immer Essen und Getränke verkaufen kann, aber auch jede Menge anderen Kram. Die Busse fahren meist nicht nach Fahrplan, sondern erst, wenn sie weitgehend bis vollständig voll sind (deshalb ist es vorteilhaft, dort einzusteigen, weil an der nächsten Haltestelle steigt evtl. niemand aus und Du demzufolge nicht ein).
Das ist ein buntes Treiben und halt richtig Afrika, aber Du kommst auf diesen Platz und hast keinerlei Orientierung, wohin Du musst. Du fragst andere Leute bzw. wirst als Weißer genauso häufig gefragt, wohin Du willst. Meist bringt Dich jemand an die Stelle, wo der passende Bus abfährt oder Du eine Fahrkarte kaufen musst. Entweder sind das Leute, die von den unterschiedlichen Unternehmen etwas Geld dafür bekommen, dass sie Fahrgäste beischleppen oder einfach hilfsbereite Leute. Noch nie hat hinterher jemand irgendwie Geld für die Auskunft haben wollen. Musst Du zuvor eine Fahrkarte kaufen (das kann es an diesen "Startpunkten" geben, sagst Du dem Fahrer oder "Schaffner" anschließend, wohin Du willst. Er wird es sich merken und Dir Bescheid sagen, wenn Du raus musst.

- Passe an diesen Orten auf Deine Wertsachen auf. Rucksäcke mit 17 Reißverschlüssen und 8 angeknoteten Einzelteilen sind da ungünstig. Trickdiebe in Afrika sind recht clever.

- Beim Gepäcktransport gibt es auch mehrere Möglichkeiten. Der Ovambo-Express fährt z.B. teilweise mit Anhänger. Manchmal wird auch Gepäck aufs Dach geschnallt, aber meist ist es so, dass man sein Gepäck während der Fahrt auf die Oberschenkel stellt (also sperrige Teile des Hausrats zuhause lassen) 😉.

- Sitzverhältnisse sind sehr eng, sowohl seitlich als auch nach vorne sowie in der hintersten Reihe auch nach oben. Falls Du so um die 1,80m bist, wird es evtl. auch mal unbequem.

- Fahrpreise waren immer fair und die normalen Preise. Man hat nie versucht, mich zu bescheißen. Bei Taxifahrten von Flughäfen in die Stadt (in welchem afrikanischen Land auch immer mit Ausnahme von Rwanda) hat man immer versucht, mir das bis zu Vier-/Fünffache des normalen Preises abzuknöpfen.

- Kalkuliere viel mehr Zeit für die Fahrt ein als Du denkst. Hier mal ein Umweg und da mal wieder Gepäck losbinden dauert einfach. Und es ist ein ziemlich doofes Gefühl, wenn man das erste Mal als letzter Passagier mit drei Mann Besatzung durch sehr dubiose Viertel einer fremden Großstadt gefahren wird und nicht weiß, ob jetzt noch alles mit rechten Dingen zugeht (ging es letztlich immer, aber das Gefühl wirst Du im Dunkeln trotzdem haben).

- Du wirst auf solchen Fahrten besonders gegen Abend evtl. mal die Einladung zum Übernachten bekommen. Die meinen das in aller Regel wirklich so und ohne Hintergedanken, also beschimpfe sie nicht, sondern lehne einfach freundlich und ggf. mit Ausrede ab. Ich habe häufig bei völlig fremden Menschen übernachtet, aber würde das als Frau natürlich nicht machen. Die Bereitschaft, dies zu tun, übermittelt gleichzeitig noch eine andere Botschaft.

So, war jetzt bisschen länger, aber hoffentlich ebenso hilfreich. 😉

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
1'737 Beiträge · seit 201023. Apr. 2015 · #20
http://www.intercape.co.za/travel-information/sales-offices/

Hier findest Du die Verkaufsstellen für die Tickets des Intercape - auch in Windhoek. 2009 hatte ich drei Wochen im Voraus mein Ticket von Jo'burg nach Groot Marico oneline gebucht. Der Bus war ausgebucht auf der Hinfahrt und auch drei Monate später auf der Rückfahrt. Es bleibt also sicher ein Risiko, sehr kurzfristig nach Plätzen zu fragen, zumal die Strecke Windhoek - Livingstone nur Mo-Mi-Fr geht.

Du musst halt entscheiden, was Dir ganz wichtig ist.

LG
Christa
www.botswanadreams.de "Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach." Ernest Hemingway
zuletzt bearbeitet 23. Apr. 2015