MYmy4seasonsThemenstarter80 Beiträge · seit 201310. Apr. 2015 · #1
Hallo Forum,
wie würdet ihr es anpacken, wenn ihr mehrere Monate Zeit für das südliche Afrika hättet und zur möglichst optimalen Reisezeit in der richtigen Region sein wolltet?
In welchem Monat würdet ihr starten? In welchem Land? Wie viel Zeit muss man mindestens veranschlagen, um die Vielfalt dieser großen Region wenigstens in einigen gut ausgesuchten Schwerpunkten zu erleben ?
Gibt es Länder oder Länderkombinationen, die mehr als andere die ganze Vielfalt der Attraktionen des südlichen Afrikas in sich vereinen? Gibt es Regionen, auf die wir uns konzentrieren sollten?
Vielleicht war schon mal jemand von euch mehrmonatig im südlichen Afrika unterwegs oder hat Überlegungen in diese Richtung angestellt. Ich würde mich freuen, wenn ihr uns ein paar Hinweise oder Tipps geben oder eure Gedanken dazu mitteilen würdet. Wir sind erst ganz am Anfang unserer Überlegungen und tappen noch völlig im Dunkeln.
Wie wäre es mit einer klassischen Rundreise Kapstadt-Garden Route-Drakensberge-Hluhluwe-Imfolozi Game Reserve-St. Lucia-Krüger NP-Tuli Block-Matobo NP-Hwange NP-Vic Falls-Lower Zambesi NP/Mana Pools NP-South Luangwa NP-Mutinondo Wilderness-Kasanka NP-Kafue NP-Sioma Ngwezi NP-Caprivi-Panhandle-Maun mit Moremi-Makgadikgadi Pans mit Nxai Pan NP-Central Kalahari-Kgalagadi Transfrontier Park-Naukluft Mountain Zebra-Sossusvlei-Richtersveld NP-Aussenkehr-Ai/Ais-Augrabies NP-Tankwa Karoo-NP-Cederberg Wilderness Area-Kapstadt.
Drei Monate wären hierbei mindestens als temporäre Verfügbarkeit zu empfehlen.
Was die Wetterbedingungen im Einzelnen angehen, da musst Du Dich für jeden einzelnen Posten erkundigen. Abstriche und Kompromisse bedingt durch die klimatischen Verhältnisse werden wohl unumgänglich sein.
Schöne Grüße vom Alm
MYmy4seasonsThemenstarter80 Beiträge · seit 201310. Apr. 2015 · #3
Hallo Alm,
Danke für deine Antwort. Aber ... Die Strecke ist mindestens 15.000 km lang und m.E. in 3 Monaten nur dann zu schaffen, wenn man in den einzelnen NPs nur maximal 2 Übernachtungen bleibt und/oder sehr lange Fahrtage einlegt. Ich kenne jemanden, der das in 4 Monaten gemacht hat, und selbst das war wohl ziemlich gehetzt.
Gibt es nicht Länder oder Länderkombinationen, die die Vielfalt der Attraktionen des südlichen Afrikas in sich vereinen? Gibt es Regionen, auf die wir uns konzentrieren könnten? Sozusagen ein "Best of" statt ein "All you can eat" ? 😎
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200610. Apr. 2015 · #4
my4seasons schrieb: Gibt es nicht Länder oder Länderkombinationen, die die Vielfalt der Attraktionen des südlichen Afrikas in sich vereinen? Gibt es Regionen, auf die wir uns konzentrieren könnten? Sozusagen ein "Best of" statt ein "All you can eat" ? 😎
... ich würde das südliche Afrika noch etwas nach Norden ausdehnen und etwa folgende Route anpeilen: Start in Namibia/Walvis Bay und zum Sossusvlei. Anschließend nach Norden durchs Damaraland und Kaokoveld zu den Epupa Falls. Richtung Osten durch den Caprivi und Okavango nach Zimbabwe und zu den Victoria Falls. In Zambia dann durch den ein oder anderen Nationalpark und Richtung Osten nach Malawi. Von dort nach Norden nach Tanzania zum Lake Victoria und in Serengeti, Ngorongoro, zum Kilimanjaro und am Ende noch 'ne Woche nach Zanzibar.
Auf der Strecke wäre so ziemlich alles dabei - Wüste, einsame Landschaften, Wasserfälle, Nationalparks mit Tieren, Gletscher, Sandstrand und an vielen Stellen noch ohne Tourismus. Wie lange die Strecke wäre, habe ich jetzt nicht geschaut.
Gruß Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
lilytrotter4'129 Beiträge · seit 200810. Apr. 2015 · #5
Hallo, my4seasons,
Irgendwie bin ich schon etwas verwundert über deine Reaktion.
Du wünschst dir eine recht anspruchsvolle Ausarbeitung aller Highlights des südlichen Afrikas nach deinem Geschmack, ohne selbst im entferntesten die notwendigen persönlichen Informationen (Vorlieben, usw.) dafür preiszugeben. Dann gibt sich einer Mühe und arbeitet dir die Highlights aus. Wie meinst du denn eigentlich deine Anfrage, wenn du eine solch umfangreiche Antwort mit deinem Kilometer-und-Zeit-Kriterium mal eben vom Tisch wischst, um deine Frage mit anderen Worten erneut zu toppen!?
Südafrika kennst du ja schon soweit, dass es ein Leichtes sein dürfte, dir einen roten Faden für deine dortigen Highlights zu spinnen. Dann könntest du mit dieser Vorarbeit doch mal hier auflaufen, damit der nächste Rat nicht wieder an einem weiteren noch nicht genannten Kriterium scheitert und alle Ratschläge wieder sinnlos werden.
Oder, nimm doch der Einfachheit halber, die Tour desjenigen, den du kennst und wandle sie nach deinem Geschmack ab. Das ist sicher ganz einfach und wäre doch schon mal ein Anfang, an dem sich die Rat-gebenden Fomis orientieren können.
Gutes Gelingen.
Gruß lilytrotter
Nachsatz: Und da du diese Frage gestellt hast: Ja, wir waren schon mehrere Monate im südlichen Afrika unterwegs (und mehr als das), haben aber nie Überlegungen in Richtung „Best-of“ gehabt. Und es war sehr schön! Sehr schön für uns. Für Andere wäre unsere Reiseart vielleicht weniger schön, weil die „Best-of“ oder das was sie dafür halten, evtl. nicht dabei waren/sind. Wir wussten auch immer ohne Bewertungen, warum wir wo hinwollen und „Best of“ war NIE der Grund. 😊 – Nach was richtet sich ein „Best-of“? Nach 100 Places to see...?? 🤩
Vielleicht überdenkst du einmal deine persönlichen Kriterien?
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt
Ich starte mal mit der Reisezeit. Unabhängig, wie viele Monate Ihr Zeit habt, würde ich Mitte/Ende November die Reise spätestens beenden. Dann beginnt überall im südlichen Afrika die Regenzeit. Ab Juni/ Juli ist es von oben wohl meist trocken, in Zambia und auch in Botswana kann es noch höhere Wasserstände geben, dass nicht alle Pisten befahrbar sind.
Botswana, Zimbabwe und Zambia wären für mich ein muss für die Wildnis mit Tieren. Namibia, wenn Ihr die Weite der Landschaft liebt, ist sicher ein guter Startpunkt. Südafrika kenne ich leider noch nicht. Wir sind bisher längstens 5 Wochen unterwegs gewesen und haben dabei immer nur Teile der Länder bereist. Gern kannst Du mal auf unserer Homepage (Signatur) vorbei schauen und einige Ideen holen.
LG Christa
www.botswanadreams.de
"Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach."
Ernest Hemingway
MYmy4seasonsThemenstarter80 Beiträge · seit 201311. Apr. 2015 · #7
Danke für den Hinweis mit der Jahreszeit. Wie gesagt haben wir noch nicht den Überblick. Da in den einzelnen Gegenden mal diese, mal jene Zeit als beste oder schlechteste Jahreszeit gilt, war uns nicht klar, dass Nov bis März insgesamt ungünstig ist.
Da werden wir also grundsätzlich umdenken müssen, sonst würden wir aufgrund sonstiger Pläne (Iran, Arabien) in Afrika eine Punktlandung in der schlechtesten Jahreszeit hinlegen. 🙄
MYmy4seasonsThemenstarter80 Beiträge · seit 201311. Apr. 2015 · #8
lilytrotter schrieb:Wie meinst du denn eigentlich deine Anfrage, wenn du eine solch umfangreiche Antwort mit deinem Kilometer-und-Zeit-Kriterium mal eben vom Tisch wischst, um deine Frage mit anderen Worten erneut zu toppen!?
Südafrika kennst du ja schon soweit, dass es ein Leichtes sein dürfte, dir einen roten Faden für deine dortigen Highlights zu spinnen. Dann könntest du mit dieser Vorarbeit doch mal hier auflaufen, damit der nächste Rat nicht wieder an einem weiteren noch nicht genannten Kriterium scheitert und alle Ratschläge wieder sinnlos werden.
Dabei hatte ich mir Mühe gegeben mein Eröffnungsposting sorgfältig zu formulieren ... Hat wohl nicht geklappt.
Ich möchte nicht Kilometer fressen. Wir waren erst kürzlich an einem Naturreiseziel unterwegs und dort durchschnittlich 4 Stunden pro Tag hinter dem Lenkrad. Durchschnittlich! - Das bedeutet viele lange Fahrtage, wenn man auch mal irgendwo verweilen möchte, weil es der Ort wert ist.
Es gibt Leute, die allein im Krüger Park zwei Wochen verbringen. Das wäre nicht unser Traum, aber 1000 km pro Woche - das kann man vielleicht machen, wenn man nach 3 Wochen wieder heim fliegt, um sich dort davon zu erholen. 😉
Was wir wollen: Abwechslung und von allem etwas - Wüste und malerische Felsen, üppige und vielseitige Vegetation, Savanne, Berge, Tiere. Nicht alle Parks sehen, aber von allem etwas.
Was wir nicht wollen: 5 Parks hektisch anfahren, um in jedem dieser Parks ähnliches, z.B. Löwen und Zebras, zu sehen. Dann bleiben wir lieber gemütliche 5 Tage in dem einzigen davon, und zwar möglichst im schönsten aus der Gruppe ähnlicher Parks.
Und da du diese Frage gestellt hast: Ja, wir waren schon mehrere Monate im südlichen Afrika unterwegs (und mehr als das), haben aber nie Überlegungen in Richtung „Best-of“ gehabt. Und es war sehr schön! Sehr schön für uns. Für Andere wäre unsere Reiseart vielleicht weniger schön, weil die „Best-of“ oder das was sie dafür halten, evtl. nicht dabei waren/sind. Wir wussten auch immer ohne Bewertungen, warum wir wo hinwollen und „Best of“ war NIE der Grund. 😊 – Nach was richtet sich ein „Best-of“? Nach 100 Places to see...?? 🤩
Bei Tierparks danach, ob es viele oder wenige Tiere zu sehen gibt (Arten und Anzahl pro Art) - im Zweifelsfall solche Parks, die nicht komplett überlaufen sind. Bei Landschaften danach, ob sie markant und ästhetisch sind: tolle Wüste mit interessanten Dünen oder Felsformationen, schöne und vielseitige Vegetation, vielleicht sogar große Blütezeiten. Was ich nicht mag: unentschiedene Landschaften, die "nichts Genaues" sind. Tiere sehen - klar. Landschaften haben für uns aber eine genauso hohe Priorität.
Jeder hat doch seine Lieblingsziele, seine besonderen Highlights. Welche? Das würde mich interessieren.
Namaqualand - Mitte/ Ende August - Blumen in der Wüste - min. 5 Tage - steht noch auf meiner Wunschliste Damaraland/ Kaokoveld - Juni bis November - traumhafte Landschaften und Einsamkeit - 10-15 Tage Caprivi intensiv - August bis November - Wasser und Tiere - 10 Tage Chobe Waterfront - immer - Tiere intensiv - 5 Tage Kafue von Süd nach Nord - Juli bis Oktober - Tiere, Landschaft - wenig Leute - 15 Tage Liuwa - November - Geburt der Gnukälber - 6-8 Tage Mana Pools inkl. Chitake Springs - Juni bis Oktober - ein Traum - 10 Tage
www.botswanadreams.de
"Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach."
Ernest Hemingway
lilytrotter4'129 Beiträge · seit 200811. Apr. 2015 · #10
Hallo, my4seasons, du schreibst: „Jeder hat doch seine Lieblingsziele, seine besonderen Highlights. Welche? Das würde mich interessieren.“
Klar, sicher hat jeder seine Lieblingsziele, die liegen aber extrem weit auseinander und sind nicht unbedingt „Best-of“ sondern durchaus auch Nischen, die sich jeder so im Laufe der Zeit „erreist“ hat. Und die haben wir z.T. seit vielen Jahren nicht mehr angefahren, einfach weil es eben so viele Tausend Kilometer weit auseinander liegt (oder Al Shabab dort wütet). Man kann sich die Landschaften nun mal nicht zusammenschnipseln, zum Glück. 🙂
Mittlerweile hast du ja nun deine Vorstellungen auch verständlicher formuliert. Und die "mehrere Monate" sind nun präzisiert auf 3 Monate, hätten ja auch 5 sein können...
Du möchtest nicht Kilometer fressen (wobei 15tausend in 3 Monaten nicht wirklich viel ist) und nicht so viel hinterm Steuer sitzen. Und um dein Beispiel des Naturreiseziels aufzugreifen, - bei uns ist das dort ganz besonders extrem: Wir sind in NP’s den ganzen Tag im Auto/hinterm Steuer. Während wir beobachten und fotografieren essen wir hinter’m Steuer, fotografieren wir hinterm Steuer und verlassen das Fahrzeug den ganzen Tag nicht, außer zu Pinkelpausen (allerdings fressen wir in den NP's natürlich nicht Kilometer). Die reinen Fahrtage durch langweiligen Busch nehmen wir einfach klaglos hin - und von dieser „unentschiedenen Landschaft“, wie du es vielleicht nennen würdest, gibt es elendig viel im südlichen Afrika! Es ist einfach so.
Eine kurze Bemerkung zum Krüger Park: Selbstverständlich ist der Park es wert, dot lange Zeit zu verbringen! Ebenso wie Etosha! Es gibt auch da nicht nur „volle“ Ecken, ebenso wie Sossusvlei – überall dort, wo es besonders schön ist, ist es auch mal voll, das ist die Eigenschaft von Highlights und Best-of. Und das macht doch auch nix, da kann man doch trotzdem hin, man hat doch auch dieselben Ideen/Bedürfnisse wie die Anderen, also ist man auch mit ihnen da..
Auch die oben erwähnte Chobe Riverfront ist so ein Beispiel: Wir finden es toll, viele finden es toll, aber es kann elendiglich voll sein, - deshalb gibt es da ja schon mittlerweile diese blöde Einbahnstraßenregelung. Aber deshalb dort nicht wieder hinzufahren, wenn man in der Nähe ist? Nein, ich könnte niemals dort einfach vorbeifahren, nur weil es so viele andere Touristenautos gibt.
Du möchtest weniger als 1000 km pro Woche – das wird schwierig zu vereinen sein, mit deinen Wünschen viele besonders schöne Orte zu sehen und zu erleben. Und du möchtest keine Hektik. Gegen Hektik gibt es ein einfaches Rezept: Buche nichts langfristig im Voraus! Sonst kommst du in die Zange des Buchungskorsetts.
Ein weiterer grundsätzlicher Reistipp: Nicht jede landschaftliche Besonderheit sagt jedem Betrachter dasselbe. Du musst für dich entscheiden. Ein kleines Beispiel: Der Fishriver Canyon. Eine wirklich markante Landschaftsformation, sehr ästetisch Da kriegst du Rückmeldungen, die sind so unterschiedlich wie Tag und Nacht. Die Einen vergleichen ihn mit dem Grand Canyon, machen einen kurzen Stopp im flachen Mittagslicht und finden ihn banal, die Anderen finden ihn doof, weil sie sich an einem Junimorgen dort den Arsch abgefroren haben und die Nächsten fanden ihn öde und die unerträgliche Hitze und den heißen Wind ganz furchtbar, sodass sie umgehend ins nächste Guesthouse flohen... Wir fanden es dort so schön, dass wir 2 Tage blieben, ganz banal auf'm Camping.
Nochmal kurz zur „optimalen Reisezeit“: Auch die richtet sich nach dem was du haben willst: Kühle/Hitze, strahlend blauen Himmel/Wolkenformationen, Trockenheit/Regenschauer... – kann alles interessant sein. Wir fahren mittlerweile extra zu unterschiedlichen Jahreszeiten.
Last but not least: Du müsstest mal sagen, von wo du starten willst, also wo du dein Auto hast – bzw. hinschiffen willst. Sonst machen bei deinen Kilometerüberlegungen viele Ziele keinen Sinn. Denn das ist wirklich nicht einfach, Abwechslung und von allem etwas – Wüste, Dünen, malerische Felsen, üppige und vielseitige Vegetation, Savanne, Berge, Tiere – UND wenig Kilometer.
Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200611. Apr. 2015 · #11
my4seasons schrieb:Danke für den Hinweis mit der Jahreszeit. Wie gesagt haben wir noch nicht den Überblick. Da in den einzelnen Gegenden mal diese, mal jene Zeit als beste oder schlechteste Jahreszeit gilt, war uns nicht klar, dass Nov bis März insgesamt ungünstig ist.
... ich war immer zwischen November und März unterwegs. Jeweils einmal war auch noch etwas Oktober bzw. April dabei. Für mich war das die ideale Reisezeit, weil da nämlich bei uns zuhause meist blödes Wetter ist. In Afrika hingegen war es warm. Ich würde immer wieder zu dieser Zeit fahren und käme nicht auf die Idee, unseren Sommer mit dem südafrikanischen Winter zu tauschen.
Gruß Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Ich glaube, Deine Interessenslage per Fahrrad ist eine ganz andere oder warst Du schon per Rad im Kafue zum Beispiel. Die schönsten Strecken sind da leider nach den ersten Regenfällen nicht mehr per Auto befahrbar. Warum sollen Tiere zum Trinken an den Fluss kommen, wenn es überall im Busch Wasser gibt - die Tiere verteilen sich auf grosser Fläche im Busch. Auch wir waren schon im Februar/ März unterwegs - es ist alles schön grün - doch gibt es in einigen Parks erhebliche Einschränkungen bis unmöglich - dafür aber weniger Leute. Für eine Erstreise ist nach meiner Meinung die Trockenzeit wesentlich vorteilhafter.
LG Christa
www.botswanadreams.de
"Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach."
Ernest Hemingway
Tomcat1'155 Beiträge · seit 200611. Apr. 2015 · #13
my4seasons schrieb:
Gibt es nicht Länder oder Länderkombinationen, die die Vielfalt der Attraktionen des südlichen Afrikas in sich vereinen? Gibt es Regionen, auf die wir uns konzentrieren könnten? Sozusagen ein "Best of" statt ein "All you can eat" ? 😎
...die Vorschläge bisher sind doch eher sehr "Buschlastig"... irgendwann hast du genug Elefäntchen und anderes Getier und Savannen Pampa gesehen... Wenn du Vielfalt suchst ist Mozambique (April-Okt) ein "Must"... ein ganz anderes Afrika. Geniale Strände, die Menschen dort sprechen Portugiesisch, sind voller Lebensfreude, erinner in ihrer Art mehr an Südamerikaner als an Afrikaner...
....wenn ich 3 Monate Zeit hätte würde ich Cape Town - Durban -Maputo - Beira -Lilongwe (Lake Malawi) - Sambia (South Luangwa) -Zimbabwe (Mana Pool) Botswana- Johannesburg oder umgekehrt fahren...lg tom
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200611. Apr. 2015 · #14
Hallo Christa,
meine Interessenlage ist ganz sicher anders als die der meisten Reisenden. Das ist richtig. Ich war aber auch schon mit dem Auto unterwegs in Afrika und irgendwann werde ich es wohl wieder sein, wenn ich mich körperlich nicht mehr in der Lage fühle, es mit dem Rad zu tun.
Für jede Region gibt es aber besondere Zeitpunkte, die zu berücksichtigen sein könnten. Der Eine möchte in die Namib, wenn sie blüht, der Andere, wenn sie besonders trocken ist. Umgekehrt will jemand zu den Victoria Falls, wenn das meiste Wasser fließt, der andere, wenn weniger Wasser fließt, damit die Felsen besser sichtbar sind und der nächste will unbedingt zum Vollmond dort sein.
Am besten nimmt man sich eine Karte der zu bereisenden Region und schreibt zu jedem Punkt auf, zu welcher Zeit man ihn am liebsten bereisen möchte. Daraus ergibt sich ganz einfach die Route.
Verblüffend einfach, oder?
Gruß Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Wolfgang, da hast Du natürlich absolut recht. Man wird nie auf einer Tour für alle Regionen das Optimum finden. Bei uns gibt es immer den für uns optimalen Zeitpunkt für ein oder zwei Highlights , da reisen wir - suboptimal für anderes Gebiet, was aber in der Region liegt - wird natürlich auch angeschaut. Es ist immer ein Kompromiss mit der besten Reisezeit.
Schönes Wochenende Christa
www.botswanadreams.de
"Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach."
Ernest Hemingway
CRCruse198963 Beiträge · seit 201411. Apr. 2015 · #16
Hätte eine Frage zu deinem Vorhaben.. 🙂
Hast du ein eigenes Auto oder leihst du dir für die 3 Monate bei einem Anbieter ein 4x4? Wenn du einen 4x4 ausleihst, bei welchem Anbieter und bekommt ihr Rabatt? Lg
Wir waren vergangenes Jahr mit unserem Toyo von September bis Dezember unterwegs. Startpunkt (Verschiffungshafen) Cape Town und dann der Westküste entlang über die Zederberge, Namaqua, Richtersfeld und KTP nach Namibia. Dort wieder hinuter zum Fish River und Richtersfeld und dann über Lüderitz, Tirasberge, Sossusvlei und Naukluft nach Swakopmund.. Von dort über die Skeleton Coast ins Damaraland und weiter ins Kaokoveld bis zum Kunene. Ende November waren wir dann in Windhoek, haben dort den Toyo untergestellt. Anschliessend sind wir nach Port Elizabeth geflogen um von dort aus die Gardenroute per kleinem Mietwagen zu bereisen. Ende Jahr zurück in die Schweiz (naja wir sind noch nicht pensioniert und müssen uns zwischendurch der Arbeitswelt stellen...). Diesen Sommer geht's dann nochmal 4 Wochen nach Botswana um dann die Kiste in Walvis Bay wieder per Container nach Hause zu verfrachten.
Insgesamt waren wir sehr zufrieden mit der Runde obwohl diese nicht dem Originalplan entsprach. Dies ist wohl auch der Schlüssel: Plan machen und dann nach Erfahrungen und Gelüsten anpassen...
Viel Spass beim Planen CoTi
Gesendet von meinem iPad mit Tapatalk
kalachee1'059 Beiträge · seit 200612. Apr. 2015 · #18
Schönen guten Sonntag
Ein paar Gedanken dazu meinerseits:
Ich hatte das Glück und die Möglichkeiten, bereits zweimal längere Reisen (2005 vier Monate, 2012 drei Monate) und ab Ende Dezember 2015 nochmals für drei Monate im südlichen Afrika zu reisen. Meine drei wichtigsten Erkenntnisse daraus:
- nicht mehr soviele Ziele/ Regionen einbauen Die ersten beiden Reisen waren unglaublich toll und wir haben viel gesehen und viel erlebt. Aber im Nachhinein betrachtet waren wir eigentlich ständig unterwegs und haben zum Teil enorme Distanzen zurück gelegt. Im 2005 durch Südafrika, Mozambique, Malawi, Sambia, Namibia und zurück nach Südafrika. 2012 Südafrika, Botswana, Sambia, Malawi, Tansania und durch ganz Mozambique zurück nach Südafrika. Das würde ich heute nicht mehr so machen und daher - das ist dann das andere Extrem - konzentrieren wir uns beim nächsten Trip auf sehr wenige Ziele (Kalahari Transfrontier, Zentralkalahari, Okavango/ Moremi/ Chobe und Caprivi), bleiben teilweise mehrere Wochen vor Ort und machen das, was wir am liebsten tun; Tiere beobachten und Fotografieren/ Filmen.
- man kann die Route noch so planen, am Ende kommt es sowieso immer anders raus Vielleicht wird das bei der anstehenden Reise auch wieder so, aber eigentlich haben wir unsere Pläne und Route immer wieder geändert, spontan für andere Ziele entschieden oder sind auch einfach Mal länger geblieben, wo es uns gefallen hat. Bei der letzten längeren Reise hatten wir ursprünglich geplant, das Auto in Dar Es Salaam zu verkaufen und von dort zurück zu fliegen, hatten dann aber mehr Zeit übrig und sind deshalb mal eben "spontan" über Mozambique nach Kapstadt zurück gefahren. 😛
- das mit den idealen Reisezeiten wird meiner Meinung nach etwas überschätzt Man könnte manchmal meinen, dass es in der Regenzeit überhaupt nicht mehr möglich sein, irgendwo hinzufahren, aber dem ist natürlich nicht so. Klar, es gibt Einschränkungen und man muss je nach Regenfälle/ Wasserstand resp Zustand der Strassen kurzfristig umplanen, aber sooo krass ist es dann auch wieder nicht immer. Ich selber bin sehr gerne in der Regenzeit unterwegs.
Aber eben, das sind meine persönlichen Erfahrungen.
Wenn bei euch ein bisschen von allem (Tiere, Landschaften, Kultur, Menschen) im Vordergrund stehen, könnt ihr eigentlich nicht so viel falsch machen, denn davon gibt es ja nun wirklich im ganzen südlichen Afrika jede Menge!
Um ein wenig mehr Abwechslung und "real Africa" reinzubringen, würde ich, wenn genügend Zeit vorhanden ist, ebenfalls Mozambique (der Süden) und Malawi einbauen. Das ist einfach ganz anders, die Menschen sind so toll und warmherzig, es gibt herrliche Traumstrände (Mozambique) und natürlich ebenso tolle Landschaften.
Soviel dazu mal für den Moment. Bei Fragen einfach löchern.
MYmy4seasonsThemenstarter80 Beiträge · seit 201312. Apr. 2015 · #19
Super! 🤩 Vielen Dank für eure bisherigen Antworten. Über weitere Antworten freuen wir uns auch weiterhin! Wir werden aber etwas Zeit brauchen, um sie einzeln nachzuvollziehen und zu durchdenken. Deshalb bitte nicht irritiert sein, wenn ich nicht sofort konkret auf einzelne Postings antworte.
Wir sind im Moment etwas kaputt und übernächtigt. Es gibt so vieles zu überlegen, so vieles zu bedenken und mit anderweitigen Reiseplänen abzustimmen. Denn auf dem Plan steht auch der Kaukasus, Iran und Oman.
Nur folgendes kurz vorweg:
Wir wollen im eigenen Geländewagen unterwegs sein, nicht im Mietwagen.
Wir haben nächtens beschlossen, dass die Reise durch Kaukasus und Iran aus politischen Gründen zeitlich die höchste Priorität für uns hat (US-Wahlen 2016, diverse Halbstarkenreden in US-Senat und -Kongress, Nato-Aufrüstung u.a. ungute Signale). - Wir werden mit unserem Land Rover Defender daher voraussichtlich Ende August 2015 in Richtung Georgien und Iran starten. Bis dahin ist er technisch soweit ausgerüstet; ein Einfamilienhaus auf Rädern wollen wir sowieso nicht.
Später soll es ins südliche Afrika gehen. Für das südliche Afrika sind 2-3 Monate eigentlich das Minimum, damit sich die Verschiffung lohnt. Man könnte stattdessen gut auch 2-3 Jahre unterwegs sein, aber das ist nicht unser Ding. Um eine Zahl zu nennen, die die angedachten Dimensionen etwas verdeutlicht, sag ich mal ins Blaue hinein: maximal 6 Monate. Denkbar ist auch eine "Portionierung": 2-4 Monate, dann Fahrzeug unterstellen, heimfliegen, halbes Jahr später wiederkommen für weitere 2-4 Monate. Das ist mental weniger anstrengend und erlaubt es, in den jeweils günstigsten Reisezeiten unterwegs zu sein.
Wie gesagt: wir sind erst am Anfang der Planung. Aber bevor wir uns konkreter auf Eckdaten und Prioritäten festlegen (geschweige denn auf Routen), wollen wir erstmal Ideen sammeln.
ihr scheint mir mit mindestens 3 Bällen gleichzeitig zu jonglieren "Kaukasus, Iran, Oman und südl. Afrika", hoppla, da sind 4 ! Seid ihr sicher, daß ihr wißt was ihr wollt ??? Mein Tipp zu Afrika, hier im Forum Reiseberichte lesen und dann konkrete Fragen stellen.