Reisebericht

Cats in the Cradle! Kenia 2014 - die Löwensafari

von Steffi82 · begonnen 26. März 2015 · 12 Teile

Teil 126. März 2015
oder auch: „All Birds look like Chicken to me!“ 😗 😎 😗

- All denjenigen, die diesen Reisebericht ohne Kommentare lesen möchten, lege ich die Sonne in der obigen Titelleiste rechts am Rand nahe! Ein „Klick“ auf die Sonne und schon habt ihr kommentarlosen Lesegenuss! -

An der nachstehend zu beschreibenden Reise ist alleinig dieses Forum schuld! 😛 😗 😛 Jawohl! Ohne dieses – keine Kenia-Reise 2014!

Okay, eigentlich bin ich ja nach wie vor – Flüstermodus an 😎 – zumindest ein bisschen der Meinung, dass diese Reise gaaaaaaaanz alleine Nicoles Schuld ist 😗 . Immerhin hat sie mich allabendlich während ihrer Kenia 2013 Tour auf hinterlistigste Art und Weise den Mund wässrig gemacht, als sie mir von jagenden Geparden, niedlichen Babylöwen und wunderhübschen Leopardendamen berichtete – da kann ein armes, schwaches, afrikasüchtiges Wesen wie ich doch nur Reisesehnsucht entwickeln, oder? 😵 😗

Daran, dass ich mich mit eben dieser Reiseverführerin auch noch derart gut verstand, dass bereits vor deren Kenia-Reise die Idee keimte, einmal zu zweit auf eine Fototour nach Afrika zu starten – bin ich natürlich auch in keinster Hinsicht schuld. 😗 ICH käme ja NIIIIIIE auf derartige Gedanken… 😗 😗 😗

Allerdings, wenn ich dies alles zu Ende denke bzw. an den Anfang, dann ist doch dieses Forum alleinig an dieser Reise schuld: Ohne Forum hätte sich oben benannte Afrikasehnsucht sicherlich nie derart verfestigt und Nicole hätte ich auch nie kennengelernt! Insofern sei Nicole an dieser Stelle vollumfänglich entlastet und alle Schuld wieder auf das Forum geschoben! 😛

In diesem Sinne: Liebes Forum, du hast es nicht anders gewollt – jetzt musst du auch die Erzählungen dieser Reise erleiden! 😗

In gewisser Weise war die nun folgend zu beschreibende Reise ja ein ziemliches Wagnis. Da machten sich also zwei afrika- und fotobegeisterte Hühner ohne ihre beiden Göttergatten auf den Weg nach Kenia, ausgestattet mit je etwa 12 Kilo Fotozeugs (kein Witz! 😎 ), obwohl sie sich noch nicht wirklich lange kannten und zumindest eine von ihnen beim Manöver mit ihrer Fotoausrüstung alleine schon zur Gefahr für Leib und Leben ihrer Mitreisenden wird (ja, ich spreche von mir 😣 … Nicole macht das ja immer recht grazil, wie auch immer sie das anstellt … bei mir hingegen 😣 😣 😣 … ) …

Aber ich darf es vorweg nehmen: Wir haben beide die Reise körperlich unbeschadet überstanden (zum mentalen Zustand halte ich mich jetzt mal zurück… 😄 ) und sind immer noch befreundet! Wir sind uns weder gegenseitig an die Gurgel gegangen, noch haben wir uns mit unseren Objektiven die Köpfe eingeschlagen. Vielmehr hatten wir eine tolle, ereignisreiche Reise mit vielen wahnsinnig tollen Sichtungen, haben viele unglaublich nette Leute kennengelernt und hatten vor allem mordsviel Spaß 🙂 ! Ach ja und manchmal haben wir uns gegenseitig auch ganz schön in den Wahnsinn getrieben - wenn die Nico am gefühlt tausendsten braunen Spatz Halt machen wollte oder die Steffi beim gefühlt hundertsten Löwenbaby immer noch in überschwängliche Begeisterungsstürme ausgebrochen ist, jedem fünften Tier einen Namen verpasst hat und immer wieder gemeint hat, sie müsste den Tieren Regieanweisungen geben (wie sollen die denn auch wissen, wie sie sich besser für die Kamera positionieren können, wenn man nicht mit ihnen redet? ... 😗 😉 😗 )

Überhaupt: Denjenigen Lesern die eine Allergie gegen schnuffige, kleine Löwenbabys oder gegen Federvieh aufweisen, sei von der Lektüre dieses Berichts stark abzuraten. Wenn diese Reise von zwei Dingen geprägt wurde, dann von einer Flut an Babylöwen und dem – ich gestehe: gescheiterten 😣 – Versuch zweier sehr liebenswerter Menschen mich näher an die Vogelwelt heran zu bringen. Ich bin dann doch immer wieder begeistert quietschend 🤩 bei den Babylöwen hängen geblieben und habe Vogel Vogel sein lassen 😵 … aus diesem Grund stammen auch sämtliche Vogelbezeichnungen aus der Feder Nicoles – bei mir – Schande über mein Haupt – läuft die Vogelbestimmung nach wie vor nach den Kriterien „Groß“, „Klein“, „Bunt“ , „Weniger bunt“ und „Hühnchen“ ab 😣 😗 😣 .

Nichtsdestotrotz und gerade deswegen: Dieser Reisebericht wird vogel- und vor allem katzenlastig werden – ich hoffe, ihr habt gegen beides nichts! 🙂

Zur besseren Nachverfolgung ein kurzer Abriss der Reise:
Tag 1 Flug von Nürnberg über Zürich nach Nairobi (Übernachtung Eka Hotel)
Tag 2 Nairobi – Samburu NR (Samburu Game Lodge)
Tag 3 Samburu NR
Tag 4 Samburu NR
Tag 5 Samburu NR – Sweetwaters Game Reserve (Übernachtung Sweetwaters Tented Camp)
Tag 6 Sweetwaters
Tag 7 Sweetwaters – Lake Naivasha (Lake Naivasha Sopa Lodge)
Tag 8 Lake Naivasha – Masai Mara (Mara Bush Camp)
Tag 9 Masai Mara
Tag 10 Masai Mara
Tag 11 Masai Mara
Tag 12 Masai Mara – Mara Triangle (geplant und gebucht: Kichwa Tembo Tented Camp)
Tag 13 Mara Triangle
Tag 14 Mara Triangle
Tag 15 Mara Triangle
Tag 16 Mara Triangle – Nairobi – Heimflug
Tag 17 Ankunft in Deutschland

Nun war es wahrlich nicht so, dass wir mit einer Liste nach Kenia gefahren sind, auf der lauter Dinge standen, die wir abhaken wollten … eigentlich genau das Gegenteil: Zwei Wochen Safari – das bedeutete für uns, dass man die Dinge so richtig schön ohne Hast auf sich zukommen lassen konnte 🙂 . Aber natürlich hatten wir insgeheim schon so ein paar klitzekleine Wünsche und Hoffnungen … genauer gesagt …

- Ich fang mal mit mir an, weil meine „Wunschliste“ einfach länger ist 😗 –

o Wunsch Nr. 1: Aktive Löwen, sich bewegend, wenn möglich – bin ja nicht anspruchsvoll – dabei mehr an Bewegung als ein halbkomatöses Muskelzucken und ein schläfriger Gähner
o Wunsch Nr. 2: Wo wir gerade bei aktiven Miezekatzen sind … auf meiner 6. Afrikareise wäre eine Jagd und ein „Kill“ auch ganz nett … (neeeeein, ich bin niiiiiiicht anspruchsvoll 😎 😗 )
o Wunsch Nr. 3: Ein gähnendes Hippo zum Fotografieren (ich will doch endlich auch mein Mund-auf-Gähn-Hippo-Bild 😕 )
o Wunsch Nr. 4: Irgendwas an Babykatzen (da bin ich sowas von nicht anspruchsvoll und nehme alles 😄 😗 )
o Wunsch Nr. 5: Mal einen Vogel im Flug fotografieren, (nicht lachen –es ist tatsächlich so: Bei mir blieben die bisher immer wie fest geklebt auf ihren Ästen hocken 🤨 … die sind fast so lethargisch wie Löwen nur halt mit Federn und ohne das katzentypische Gegähne 🙄 ), bevorzugt auch gleich einen fliegenden Schreiseeadler beim Fischen
o und Wunsch Nr. 6: Vielleicht doch mal einen Klippspringer sehen … auch wenn es den freilich nicht gibt, dieses mythische Tier 😛

- und hier nun Nicoles geheime Wunschliste (sie wird natürlich bestreiten, dass es die jemals gegeben habe 😉 …) –

o Wunsch Nr. 1: Einen Leo vor grünem Busch/ Hintergrund zu fotografieren
o Wunsch Nr. 2: Ein Hippo mit grünem Blätterzeugs auf dem Kopf zu fotografieren
o Wunsch Nr. 3: Einen Schreiseeadler im Flug / beim Fischen fotografieren

Ob alles in Erfüllung gegangen ist? Lasst euch überraschen! 🙂

Was ich jedes Mal aufs Neue unendlich toll an so einer Safari finde 🙂 : Egal mit was für Vorstellungen man in die Sache rein geht, das was man dann erlebt, übertrifft es um Welten. Irgendwie hält der afrikanische Busch immer wieder die ein oder andere Überraschung parat und schafft es, einen immer wieder aufs Neue zu überraschen 😁 . Ich für meinen Teil habe auf Safari Nr. 6 sehr viele Dinge gesehen, die ich so noch nicht gesehen habe und wahrscheinlich so schnell auch nicht wieder sehen werde! Wir haben unheimlich spannende Momente erleben dürfen, unheimlich bewegende und auch unheimlich lustige. Teilweise hat uns diese Reise aber auch sehr nachdenklich gestimmt!

Vorweg sei genommen, dass ein bestimmtes Tier in diesem Bericht jedoch definitiv auf der roten Liste steht und zumindest für diesen Reisebericht vom Aussterben bedroht ist … nämlich: Der lethargische, gähnende Löwe 😎 ! In diesem Sinne: Verabschiedet euch von ihm, nachfolgend ist (zumindest meistens) gähnfreie Zone! 😄



So und nun

- Bitte FESTHALTEN! Es folgen rasante 15 Tage Safari mit den zwei lustigen Fotohühnern Steffi und Nicole und zwei – menschlich wie fachlich – genialen Guides Martin und Wilson
- Bitte MITZÄHLEN! In diesem Reisebericht werden insgesamt 31 verschiedene Löwenbabys „versteckt“ werden … und um die Herausforderung für die geneigte Leserschaft etwas zu erhöhen, laufen uns manche davon gleich mehrfach über den Weg! Also bloß nichts durcheinander bringen! 😛
- Bitte GEDULD! Ich versuche mich an Vögeln im Flug, Nicole daran mir die Vogelkunde näher zu bringen und Martin und Wilson darin die zwei fotoverrückten Weiber im Auto zu bändigen 😗 !
- Bitte VORSICHT! Aufbrausende Affenmamis und arglistige Vögel attackieren harmlose kleine Touristinnen!!! 🙄 🤩 🙄
- Bitte AUGEN AUF! Ich verliere ab und an ein „bisschen“ den Durchblick 🙄 mit dem Resultat, dass mir alle Punkte abhandenkommen! (okay, soviel sei verraten – es handelte sich dabei um keine dauerhafte Punktelosigkeit, eher kurzfristige … äh … Aussetzer 😗 😗 😗 – Punkte wird es daher trotzdem in diesem Bericht geben… sofern und wenn ich sie denn mal gesehen habe!)



- Bitte GERADE RÜCKEN! … ab und zu lief bei mir auch manches gehörig schief 😵 … bevorzugt Großkatzen auf eigentlich gerader Strecke 😗 …
- Bitte REGENSCHIRM AUFSPANNEN! … wir erleben die einsetzende Regenzeit … landen in der berüchtigten „black cotton soil“, graben uns in eben dieser ein und werden pitschepatsche nass trotz Dach am Fahrzeug 😵 😣 😎 …
- Bitte UMBETTEN! … uns kommt eine Unterkunft „abhanden“! 🙄 🙄 🙄
- Bitte DAHIN SCHMELZEN! … trefft unsere persönlichen VIPs des kenianischen Buschs 😁 : Freut euch auf die Löwenpendants zu George Clooney, Brad Pitt und Nick Nolte, das blinde Nashorn Baraka, Maleika, die wunderhübsche Gepardin, den quirligen, tollkühnen Nachwuchs des „Double Cross“ Löwenrudels, die Gremlins vom Samburu und nicht zu vergessen Tweety 🤩 !
- Bitte AUFPASSEN WAS MAN SICH WÜNSCHT! Manche unserer Wünsche sind auf etwas andere Art und Weise in Erfüllung gegangen, als wir uns das vorgestellt hatten 🙄 … – meine Theorie: die Sichtungsfee will sich wahrscheinlich nicht nachsagen lassen, sie hätte keinen Humor! 😉
- Bitte VERZEIHEN! Wir haben auf dieser Reise zusammen ungelogen etwa 20.000 Fotos geschossen … die Bebilderung wird also exzessiv ausufernd ausfallen 😗 😗 😗 …

und deswegen
bitte nun EINSTEIGEN



ZURÜCKLEHNEN, SCHMUNZELN und STAUNEN – es geht bald los! 🙂

Und immer daran denken: An all dem was nun folgt, ist alleinig dieses Forum schuld!!! 😛 😗 😛



oder auch 😎



die zwei lustigen Fotohühner
Nicole & Steffi 😉
Teil 229. März 2015
Tag 1: Abflug und Ankunft in Nairobi
Übernachtung: Eka Hotel, Nairobi

Oder auch: Die Sache mit der ausufernden Fotoausrüstung… 😗

Ich muss zugeben, für mich war die Reise mit Nicole wirklich ein Sprung ins kalte Wasser (es sei anzumerken, dass das Wagnis für Nicole nicht minder gering war 😗 ). Nicht weil ich sie fürchterlich unsympathisch finde – nein, nein, genau das Gegenteil ist der Fall.

Vielmehr ist es so, dass normalerweise auf meinen Reisen immer ich diejenige mit Plan bin, diejenige die alle Fäden in der Hand hält, alle Unterlagen und die weiß wo es wann wie hin geht. Ich bin sozusagen der „Reisekontrolleur“ …

Nicht dieses Mal 🙄 – denn irgendwann im Vorfeld schlossen wir folgenden Deal: Nicole kümmert sich um das Organisatorische (was ja so ein bisschen auch auf der Hand lag!) und Steffi um den Reisebericht hinterher (… ich weiß nicht, ob das auch so nahe liegend war, aber 😈 😗 : Ihr dürft nun die Konsequenzen ausbaden… 😎 ). Sich mal nicht selbst – vor allem vor Ort - zu kümmern, war völlig neues Terrain für mich und am Anfang bin ich wohl auch fulminant gescheitert 😣 😗 . Denn merke: Wenn man mit jemanden verreist, der von Beruf „Reisetante“ ist, dann ist es vorbei mit dem Kontrolleurdasein – da „darf“ man sich zurücklehnen und „darf“ genießen… sofern man dies eben hinbekommt 😗 ….

Der Vorreisezeitraum war insofern davon geprägt, dass Nicole in immer wiederkehrenden Phasen von einer leicht panischen Steffi heimgesucht wurde mit den Worten „Nicooooo??? 🤩 - Sag mal, haben wir…?“ – was mir ebenso wiederkehrend mit „Alles gut!“ bzw. „Steffi! Wirklich alles gut!“ beschieden wurde! Nein, ich bin nicht paranoid 😛 – nur nicht gewohnt und etwas überfordert damit, dass sich jemand anderes plötzlich um alles kümmert! 🙄

Der Service ging tatsächlich so weit, dass Nico irgendwann beschloss die bis dato nicht existierende Datensicherung meiner Fotos im Urlaub zu übernehmen 🤩 und Nicoles Göttergatte die perfekte Aufteilung für unserer beiden Fotorücksäcke „erfand“ 🤩 … tja, für manche Sachen im Leben ist so ein „Rundum-sorglos!“-Service echt praktisch 😄 ! Womit wir beim Thema Fotoausrüstung sind! 😗

Manchen hier im Forum wird es vielleicht schon aufgefallen sein 😗 – aber Nicole und ich fotografieren recht gerne 😗 😗 😗 … Und wenn frau etwas gefunden hat, was frau gerne tut, kommt es ja häufig vor, dass frau das Ganze ausbaut, versucht besser zu werden, es noch ein bisschen ausbaut, versucht noch ein bisschen besser zu werden, was wiederum zum erneuten Ausbau führt … und so weiter… 😗 . Irgendwann entlang dieses „Prozesses“ 😎 hat frau eine gewisse Menge Ausrüstung angehäuft, bei der sie zuweilen das Bedürfnis überkommt diese in mehr oder entlegene Gebiete der Welt „zu Testzwecken“ zu schleppen 😗 ... äh … auszuführen (auch Kameraausstattung hat ein Anrecht darauf Frischluft entfernter Kontinente zu schnuppern 😛 …)… in unserem Fall führte dies jedenfalls zu zwei prall gefüllt Think-Tank-Fotorücksäcke von jeweils etwas über 12 Kilo 🙄 😵 🙄 …

Der meinige Göttergatte behauptet ja immer, charmant wie er ist 😘 , dass ich mit meinen kurzgewachsenen 1,59m und besagtem ThinkTank-Rucksack am Rücken aussehen würde wir ein Erstklässler auf dem Weg in die Schule 🤨 😣 … nunja … dank meiner ebenso charmanten Reisebegleitung, gibt seit dieser Reise nunmehr ein Beweisfoto 🤩 , das kommt aber erst später, ich will ja der Erzählung nicht voraus greifen 😎 …

Aufgrund der „etwas“ 😗 ausufernden Fotoausrüstung auf beiden Seiten hatten wir auch etwas Bammel wegen Handgepäck im Flugzeug (die Maße passten ja noch, aber beim Gewicht waren beide Rucksäcke fern von Gut und Böse 😵 ), aber nach einer kurzen Schreckenssekunde beim Bording des Zubringerfluges in Nürnberg ging letzten Endes alles glatt. Fotoausrüstung samt Foto-Hühner durften an Bord und nach einem kurzen Aufenthalt am Flughafen in Zürich ging es mit der Swiss weiter Richtung Nairobi. 😁

Nachdem ich nach wie vor gewissermaßen arbeitslos war, da Nicole das Reisemanagementzepter fest in der Hand hielt, sie aber gleichzeitig scheinbar kein „Ahm, Nicoooo – saaaag mal – haben wir…?“ mehr hören konnte 😊 , tat sie das einzig Richtige in dieser Situation: Sie drückte mir ihre kleine Kamera in die Hand.

- Und daher von nun an mit Bebilderung –


Unser Maschinchen in Zürich …



Mein erster nicht wirklich gelungener Versuch das Flugdisplay fotografisch festzuhalten 😎 …



..Aussicht aus dem Fenster ging aber 😁 …



… und irgendwann nach vielen mühseligen Versuchen und wildem Gefluche (Nicole dürfte es zu diesem Zeitpunkt bereits stark bereut haben, mir die Kamera in die Hand gedrückt zu haben 😎 ) … unser Weg … da wollen wir hin 🤩 …



Die Aussicht über die schneebedeckten Berggipfel wich irgendwann einer endlosen Wolkendecke aus weiß …



… und so flogen wir in einem eigentlich ganz entspanntem Flug Kenia entgegen…

Kurz vor der Landung durften wir noch unseren ersten afrikanischen Sonnenuntergang des Urlaubs vom Flieger aus bestaunen 🤩 …



… das machte doch gleich richtig Lust auf diesen Urlaub! 😁



…und dann waren wir sozusagen mit der untergehenden Sonne auch schon in Nairobi gelandet. Für Nicole war die Ankunft am Flughafen in Nairobi besonders interessant, kannte sie ihn doch noch vom August 2013 im halb abgebrannten Ausnahmezustand. Davon war nun jedoch kaum noch etwas zu sehen – hätte man mir nicht erzählt, dass der Flughafen kein dreiviertel Jahr zuvor gebrannt hatte – erraten hätte ich dies sicherlich nicht. Alles lief reibungslos und schnell und schon standen wir mit unserem Gepäck beladen vor den Toren des Flughafens und harrten der Dinge, die da in den nächsten zwei Wochen auf uns zu kommen sollten 😁 .

Die Dinge, die da kommen sollten, warteten in Form von Martin auf uns, der sich als unser Guide für die nächsten 12 Tage vorstellte (die letzten vier Nächte, sollten wir mit Wilson, einem Guide vom Kichwa Tembo Tented Camp, den Nicole während ihres Aufenthalts im September 2ß13 sehr zu schätzen gelernt hatte, unterwegs sein). Der erste Eindruck: sehr netter Typ – auch wenn wir wahrscheinlich aufgrund unseres etwas geräderten Zustands nicht mehr ganz zurechnungsfähig waren 😉 . Wahrscheinlich hätten wir in diesem Moment jeden megamäßig toll gefunden, der uns die Fahrt zu unserem Hotel und zu einer Dusche versprochen hätte. 😄

Also schnell Gepäck verladen, in den Wagen gehopst und los ging es. Da das Eka Hotel, unsere Unterkunft für die erste Nacht, nicht weit vom Flughafen entfernt lag, waren wir wenig später bereits am Ziel. Nachdem der Check-In erledigt war, verabschiedeten wir uns von Martin, verabredeten uns für den nächsten Tag um 7.30 Uhr zur Abfahrt und hofften, dass er von den zwei zerknautschten Frauen aus Deutschland mit ihrem überdimensionalen Fotogepäck nicht einen allzu schrägen Eindruck gewonnen hatte. 😗 😉

Die Zimmer im Eka Hotel fanden wir beide für die erste Nacht echt schön. 🙂



Die Betten waren gut und das Essen im hauseigenen Restaurant auch lecker 😁 . „Nebenan“ im gleichen Gebäude wäre zwar auch noch ein "Spur" zum Steak- und Burger-Essen gewesen, aber darauf mussten wir gar nicht zurückgreifen, da wir auf Anhieb beim „Chicken Masala“ im Restaurant hängen blieben …

Das Essen …



Und die zwei Protagonistinnen dieser Reise (damit ihr nun auch wisst, mit wem ihr es zu tun habt 😉 ) …






Nach dem Essen fielen wir pappsatt und hundemüde ins Bett und träumten von den Safariabenteuern, die uns bevor standen! 😁

Fazit Eka Hotel, Nairobi:
Sehr nettes Business-Hotel in der Nähe zum Flughafen! Für die erste oder letzte Nacht auf jeden Fall zu empfehlen!

Was euch am nächsten Tag erwartet?
- Wir starten in unsere Safari im Samburu!
- Landen im Vogel- und Elefantenparadies
- Treffen auf unkooperative Gerenuks 🙄
- … Horst und Helga 😗 …
- …die Gremlins 🤨
- … und Tweety (allerdings ohne es zu wissen 😉 )!

Liebe Grüße
Steffi (mit Nicole im Gepäck 😉 )
Teil 330. März 2015
Tag 2: Nairobi – Samburu NR
Übernachtung: Samburu Game Lodge

Teil I
Oder auch: Want some banana?!?!


Den ersten richtigen Tag unserer Safari gingen wir seeeeehr entspannt an – so gesehen könnte man sogar behaupten, wir hätten ausgeschlafen: Immerhin holte uns Martin erst um halb acht am Hotel ab 😄 . Das hieß dann selbst mit ausgeprägtem Frühstück Ausschlafrekord für diese Reise. 😉

Hier noch das Eka Hotel von außen...



Pünktlich zur Abfahrt standen wir bereit und wurden von Martin (der eine Nacht geruhsamen Schlafes später immer noch sehr sympathisch schien 🙂 ) samt Gepäck ins Auto verladen und los ging es Richtung Samburu.

Ich muss zugeben: Neben ein bisschen gegenseitigem Beschnuppern machten wir während der etwas über sechsstündigen Fahrt nicht wirklich viel. Martin horchte uns ein bisschen aus, was wir denn auf der Reise gerne so sehen würden … und war glaube ich recht beruhigt, dass wir keine ellenlange Tiersichtungsbestellung bei ihm aufgaben (soll es tatsächlich alles geben! 🤨 ). Sehr begeistert war er, dass Nicole ein reges Interesse an der Vogelwelt zeigte … Kurzum: Die grundlegende Chemie schien im Auto zu stimmen – perfekt 😁 ! Irgendwann aber hatte die Klimaumstellung (boah, war das heiß hier! 😵 ) und das „Geschokele“ im Wagen eine etwas einschläfernde Wirkung auf uns… 😗

Wach wurden wir erst an der Polizeikontrolle in Isiolo, wo Nicole auf eine alte Bekannte traf 🙄 . Als Nicole & Co. nämlich 2013 in Richtung Samburu unterwegs waren, wurden sie an genau dieser Stelle von einer Dame, die ihre Kunstgegenstände verkaufen wollte, aber weder in Nicole noch dem Rest ihrer Truppe Abnehmer fand, wüst beschimpft und angeschrien. Nun ja 😗 … besagte Dame hatte ihr Warenspektrum im März 2014 auf Bananen ausgedehnt und an Nicole erinnerte sie sich nicht mehr, was – wenn wir jetzt mal ganz fies sind 😎 - vielleicht daran liegt könnte, dass die Beschimpfungstirade Teil ihrer Verkaufsstrategie ist, die sie bei mehr als einem Touri versucht 🤨 . Nicole erinnerte sich aber sehr wohl an die Dame und Martin, dem Nico die Geschichte während der Fahrt schon erzählt hatte, fand es höchst amüsant, dass wir genau in diese Frau wieder hinein liefen. Er ließ es sich auch nicht nehmen und teilte der geschäftstüchtigen Dame auch gleich mit, dass sie hier kein Geschäft zu erwarten hätte nach ihrem Benehmen beim letzten Mal. Verstand die Dame gar nicht 🤩 ! Sie sei ja jetzt ganz nett und außerdem hätte sie ja heute Bananen dabei 🤩 🤩 ! … Interessante Logik, aber für uns nicht so gaaaaaanz einleuchtend 🙄 🙄 . Fast wären wir sie damit aber recht schnell losgeworden, hätte Nicole nicht erwähnt, dass sie ja eh keine Bananen möge. 😣 😣 😣

Denn DAS ging nämlich GAAAAAR nicht! Keine Bananen mögen 🤨 🤨 🤨 ? Völlig unmöglich! Kann nicht sein! Sind doch Bananen! B A N A N E N! Die arme Frau tat mir ja fast schon leid in ihrem völligen Unverständnis darüber, dass da vor ihr jemand saß, der keine Bananen mochte 😗 ! Die wären doch so gut! Und außerdem Bananen! B A N A N E N! Es folgten fünf – für mich 😛 – sehr amüsante Minuten, in denen Nicole mit vor ihrer Nase baumelnden Bananen und dem immer wieder wiederholenden Mantra „Aber die muss man doch mögen! Das sind Bananen! B A N A N E N!!!“ von ihrer bisher unentdeckten Liebe zu Bananen überzeugt werden sollte 😄 . Doch es blieb dabei: Keine Bananen für Nicole – und mir wurden sie ja nicht angeboten! 😛

Gegen zwei waren wir endlich im Samburu.



Während Martin die „Einreiseformalitäten“ erledigt waren, machte ich mich schon einmal mit dem „Layout“ des Reservats vertraut …



…die Lebensader des Samburu ist ein Fluss mit – für mich – völlig unaussprechlichem Namen: Uaso Nyiro.



Um‘s vorweg zu nehmen: Landschaftlich ist der Samburu ganz großes Kino 🤩 . Aber nicht nur landschaftlich 😁 …

Allerdings: Unser Ziel war nun erst einmal die Unterkunft – die Mägen knurrten und das Outfit der Autorin durfte vornehm als „verstaubten Chic mit leicht zerknautschter Note“ bezeichnet werden 😗 😎 . Vorbei ging es also ohne Halt an unseren ersten Impalas und vorbei ging es auch an unserem ersten Grevy-Zebra. Letztere sollte es hier ja wie Sand am Meer geben, hatte ich irgendwo gelesen, genauso wie die grazil auf zwei Beinen äsenden Gerenuks … nunja 😣 … darf ich noch etwas vorweg nehmen? Die Tiersichtungsfee ist manchmal echt eine eingeschnappte Bitch 😠 , die, wenn man nicht sofort jedes Tier wertschätzt, was einem über den Weg läuft, sofort alle anderen Tiere wegpackt und versteckt 🤩 😵 😠 !!! - Es sollte damit das einzige Grevy-Zebra gewesen sein, was wir im Samburu sehen würden – voll unfair 🙄 😣 !!! Ja und das mit den Gerenuks – das ist dann eine andere Geschichte… 😵

Nach etwa einer halben Stunde waren wir schließlich in der Samburu Game Lodge angekommen. Nachdem wir uns aus dem Auto gefaltet hatten, verabredeten wir uns mit Martin gegen vier zum Nachmittags-Game Drive. Die Samburu Game Lodge liegt sehr hübsch direkt am Fluss, ist eine der größeren Unterkünfte im Reservat (bei uns höchstens halb ausgelastet, sodass es angenehm ruhig war, was durch das weitläufige Gelände auch noch einmal unterstrichen wurde).

Wir bekamen ein Häuschen im hinteren Teil der Anlage zugeteilt – irgendwer war wohl der Ansicht, dass uns etwas Bewegung zwischen den Pirschfahrten nicht schadet 😎 ! Und damit war ich dann auch schon in meinem persönlichen Paradies angekommen! 😁

Nein, nicht im Zimmer – das war zwar auch sehr nett, nein in der Anlage an sich 😁 ! Da liefen nämlich Tiere umher 🤩 … verschiedene 🤩 … und davon mehrere 🤩 … hach, Afrika ist schon schön. Während ich in schiere Verzückung ob der Truppen an Vervet Monkeys auf dem Gelände ausbrach (meine Begeisterung für diese Tiere sollte allerdings während des Aufenthaltes noch einen herben Dämpfer erhalten… 😗 ), überlegte sich Nico wahrscheinlich schon krampfhaft, wie sie die nächsten zwei Wochen mit der kleinen Quietsche-Steffi neben sich ohne bleibende Schäden überstehen sollte 😗 . Das Quietschen wurde noch größer, als wir am gegenüberliegenden Ufer ein paar Elefanten beim Lunch entdeckten. Uhhh, wie schön 🤩 … das musste fotografisch festgehalten werden, die ersten Elis im Urlaub, dann noch so schön als Empfangskomitee auf dem Weg zum Zimmer … also Kamera rausgekramt und Elis dokumentiert…



Und Nico sorgte derweil dafür, dass es nunmehr auch ein Beweisfoto für die Behauptung meines Göttergatten gibt, dass ich mit Fotorucksack wie ein Erstklässler auf dem Weg zum ersten Schultag aussehe 😣 😣 😣 .



Dann waren wir aber endlich mal im Zimmer angekommen, das uns auf Anhieb recht gut gefiel 🙂 ….





… auch das Bad war schön großzügig 🙂 …



Nachdem wir uns kurz frisch gemacht hatten, begaben wir uns zum lecker Lunchbuffet, danach sprang ich noch etwas der Tierwelt vor unserem Zimmer hinterher 😗 … vor unserem Häuschen war nämlich Horst heimisch, der am Anfang schüchtern, sich doch irgendwann dazu durchringen konnte, freundlich in die Kamera zu gucken ...



Ist ja auch ein fescher Kerl, der Horst, oder? 😎 – weiß zufällig jemand, was an Eidechse mir da mit Horst über den Weg gelaufen ist?…



Am Nachbarbaum wohnte weiterhin Helga – vielleicht die Freundin von Horsti? 😎



Dann war es auch schon Zeit für den ersten Game-Drive – was wir dabei sahen, das erfahrt ihr im nächsten Teil. 😉

Liebe Grüße
Steffi (mit Nicole im Schlepptau 😉 )
Teil 401. Apr. 2015
Tag 2: Nairobi – Samburu NR
Übernachtung: Samburu Game Lodge

Teil II
Oder auch: It’s all chicken, ears – and Tweety Pie!!!


Kurz vor vier verabschiedete ich mich vom kleinen Horst und wackelte mit der etwas verstört drein blickenden Nico (dass ich sämtlichen Tierchen Namen verpasste, war ihr ja vorher bewusst gewesen 😉 , dass ich die meisten davon auch noch bequasselte (um eine Beziehung zum Tier aufzubauen, benötigt es non-verbale wie verbale Kommunikation 😗 ) bis dato scheinbar nicht! 😎 ) mit Sack und Pack … dem ganzen Objektivpark bewaffnet auf zu unserer ersten Pirschfahrt.

Jetzt muss ich ja zugeben: So ein klein bisschen geht man ja durch Berichte und was einem so von anderen Reisenden berichtet wird, mit gewissen realistischen wie unrealistischen Hoffnungen und Erwartungen an die erste Pirschfahrt in einem bislang unbekannten Reservat oder Park heran … im Falle von Samburu hatte sich in meinem Träumen so eine Kulisse voller in wunderschöner Landschaft Spalier stehender Gerenuks auf zwei Beinen entfaltet 😁 .

Ihr kennt Gerenuks? – die niedlichen Paarhufer, die aussehen wie eine Kreuzung aus Giraffe (laaaaaaanger Hals), Impala (rostbraunes glänzendes Fell und gaaaaanz lange Wimpern) und Hase (zum Futtern machen sie gerne mal den Mümmelmann und stellen sich auf ihre Hinterbeine um hoooooooooch hinaus zu kommen 😄 ) und nur in ganz wenigen Parks in Ostafrika vorkommen?

Jedenfalls: Im Samburu gibt es diese Tierchen, neben noch so einigen Tierarten (Beisa-Oryx-Antilopen, das schon erwähnte Grevy-Zebra und der wunderschönen Netz-Giraffe (Reticulated Giraffe), die nur im nördlichen Teil von Kenia noch vorkommen.

Habt ihr ein Bild vor Augen? Ja? Ich auch – und was für ein schönes Bild es war 🙂 …



...seufz … die Realität? 🙄



Wunderschöne Landschaft? – jawohl, wurde geliefert! 😁
Gerenuks? – auch zur Genüge vorhanden!!! 😁
Auf zwei Beinen? – ja, wieso denn? 🙄 🙄 🙄 – unser Hals ist doch sooooo lang, wir kommen auch so im bewährten 4-Bein-Gang an alle leckeren Blätter am Busch! 😛

Was war das? 🤨 Gerenuk-Boykott? 😠 😠 😠 Wenig hilfreich war, dass mir sowohl Martin wie Nicole gleich bestätigten, dass man Gerenuks eigentlich immer irgendwie auf zwei Beinen sähe 🙄 … die Tiere sich also völlig untypisch benahmen 😕 …

Nun gut, während wir den Gerenuks Gelegenheit gaben über ihre mangelnde Serviceorientiertheit den Touris gegenüber nachzudenken 😠 , widmeten wir uns einer anderen Tierart …

Elefanten gehen ja bekanntlich immer 😄 …



...und sie bieten auch immer irgendeine Form von Entertainment, finde zumindest ich … vor allem wenn man halbstark ist, die Paparazzi mit ihren Kameras auftauchen und Eli sich mal richtig von seiner Schokoseite präsentieren kann …

Nico "bei der Arbeit" 😁 ...



Und das Ergebnis 😁 ...



Und über die niedlichen Nachwuchsgiganten brauchen wir, denke ich, kein Wort verlieren – die sind einfach immer Zucker 😁 ….



Hab ich erwähnt, dass ich Elefanten echt mag? 😎



Den Autos gegenüber waren die Elefanten im Samburu übrigens völlig entspannt 🙂 ...



Nachdem sich die Gerenuks immer noch der 2-Bein-Fress-Stellung verweigerten 😣 , zeigte sich nur wenige Meter nach den Elefanten eine andere der „besonderen“ Tierarten des Parks von ihrer besonders fotogenen Seite im besonders schönen Licht… Die Netzgiraffe (Reticulated Giraffe) … 🙂



Giraffen gehören für mich zu den schönsten Kreaturen des afrikanischen Busches … und die Netzgiraffen sind meines Erachtens noch einmal die hübschesten ihrer Art 😁 …



… allerdings … liebe Giraffen, bitte verzeiht, aber was ihr an Schönheit abbekommen habt, das hat man an Intelligenz scheinbar vergessen 😗 . Irgendwie kenne ich kaum Tiere, die vorsichtiger, schreckhafter und überhaupt vorsichtiger und schreckhafter sind als Giraffen 😣 😎 😣 . Und entscheidungsfreudig sind sie irgendwie auch nicht … Giraffen beobachten hat meistens ein stark meditatives Element an sich 😗 … wahrscheinlich muss jede Entscheidung einmal den langen Hals ab und wieder auf gejagt werden, bis sie in die Tat umgesetzt werden kann…

Und so standen die zwei da und überlegten, was sie nun tun sollten 😄 …



… und überlegten …



… und synchron-überlegten 😎 …



… bis man sich entschloss laaaaangsam in Richtung Weg zu giraffieren 😄 …



Aber Halt!!! … Hier könnten Gefahren lauern 🤩 … steht da etwa ein Auto mit Touris??? 🤩 … machen die etwa Fotos von uns??? 🤩 🤩 🤩



Also wieder zurück giraffiert 😣 …



… wobei das zurück-giraffieren echt elegant aussah 😄 …





… und neu überlegt! So toll und hübsch wie wir die zwei fanden, irgendwann war es uns doch zu doof und wir fuhren weiter.

Erstes Fazit nach der ersten Stunde Game Drive: Ein echt schöner Park und was die Tiere anging (Gerenuks mal ausgenommen 😛 ) konnten wir uns bislang wirklich nicht beschweren. 🙂

Allerdings hatte ich ein Problem mit dem Park: Es wimmelte dort nur so vor Vögel 🙄 ! Hier ein Vogel 😵 , da ein Vogel 😵 , dort ein Vogel 😵 , links ein Vogel 😵 , rechts ein Vogel 😵 , überall Vogel 😵 ! Und im Auto mit Nicole und Martin zwei begeisterte „Birder“, die ihr Glück ob des Vogelreichtums und der Tatsache, dass sie sich in ihrer Vogelbegeisterung gefunden hatten, gar nicht fassen konnten 🙄 … ja, und ICH, der Vogelbanause 😣 😗 😣 !


Somali Bee-eater - Somalispint

Und ja, ich wusste natürlich schon, dass Nicole eine gewisse Begeisterung für die Vogelwelt hegte und war ja schon irgendwie vorgewarnt – aber dass die gleich soooooooooooo schlimm 🤩 … äh … ausgeprägt … war? 😗


White-throated Bee-eater - Weißkehlspint

Nun muss ich fairerweise mein Vogelgejammere etwas in Bezug setzen 😉 , denn es war bei weitem nicht so, dass wir bei jedem Piepmatz gehalten hätten. Fern davon! Das „Problem“ am Samburu war schlichtweg, dass es dort vor Federvieh – insbesondere, aber nicht nur – entlang des Flusses wirklich nur so wimmelte 😣 . Hätten wir bei jedem Vogel gehalten – wir wären bei manchen Game Drives wahrscheinlich keine 100 Meter weit gekommen. 😵


Tawny Eagler - Raubadler (wobei sich die Expertin hier nicht 100%ig sicher ist, wer andere Vorschläge hat, immer her damit)

Mein Problem war eher, dass spätestens mit Piepmatz Nr. 3 in Folge bei mir gepflegte Langeweile aufkam 😗 , während meine zwei Begleiter Vogel um Vogel in immer größere Verzückung ausbrachen und hingebungsvoll jeden noch so braunen Spatz (man verzeihe mir meine Ignoranz 😗 😛 😗 ) zu bestimmen versuchten (und – das muss ich neidlos anerkennen - es zumeist auch noch schafften 🤩 … was mich ja noch mehr zum Ignoranten macht … irgendwie …! 😣 😣 😣 ).


Rüppell's Griffon Vulture - Sperbergeier

Mir ging es also wahrhaft fürchterlich auf der zweiten Bank des Wagens 😗 😎 😗 : Stolz wurde mir immer das Ergebnis der Bestimmungsrecherche per App oder anhand des Bestimmungsbuches präsentiert, der Vogelname wurde gleich zweisprachig in der Hoffnung, dass sich die Steffi wenigstens eine Variante davon merken würde 😗 , mehrfach wiederholt – und der Enthusiasmus und die Hoffnung mich mit der Begeisterung über die tolle, artenreiche und faszinierende Vogelwelt des Parks anzustecken kannte zumindest während dieser ersten Pirschfahrten noch keine Grenzen.


Grey headed Kingfisher - Graukopfliest

Und was machte ich Banause? 😗 Saß da und dachte „Hühnchen“, „nettes Hühnchen“ oder gar „komisches braunes Hühnchen“ 😎 und guckte gleichzeitig sehnsüchtig in Richtung der grasenden Impalas....



, uns nach wie vor boykottierenden Gerenuks 😣 und den in der Ferne am Ufer trinkenden Elefanten.



Hätte die arme Nicole eine Bratpfanne mit im Gepäck gehabt, ich glaube sie hätte sie in diesen Momenten gerne mal ausgepackt, um sie mir über den Kopf zu ziehen … So aber musste sie sich irgendwann der Erkenntnis geschlagen geben: Steffi und die überschwängliche Liebe zur Vogelwelt – das wird wohl eher nichts mehr! 😕


Little Bee-eater - Zwergspint

Vor allem und im Speziellen, weil die doofen Hühnchen auch alle nicht fliegen wollten 😣 . Dabei hatte mir Nicole doch fliegende Vögel versprochen 🤩 – sie konnte sich im Vorfeld gar nicht vorstellen, dass bei mir die gefiederten „Freunde“ normalerweise nicht auch nur im Ansatz Anstalten machten, sich in die Luft empor zu schwingen. Und nun kam ich im Samburu an – und die Vögel saßen pittoresk auf ihren Ästen fest geschweißt und dachten nicht im Traum daran zu fliegen 🙄 ! Welch‘ Sauerei 😣 ! Nico konnte es nicht glauben 🙄 – sehr schnell war für sie und Martin aber angesichts der Flugverweigerung des Federviehs und der 2-Bein-Verweigerung der Gerenuks deutlich: Wenn sich eine Tierart durchgängig während des Urlaubs atypisch verhielt – ganz klar: Steffi war schuld! 🤩


Black shouldered Kite - Gleitaar

So im Nachhinein müssen wir echt unsere imaginären Hüte vor Martin ziehen, der die „Vogelmisere“ im Auto recht schnell überblickte und es erstaunlich schnell und auf faszinierende Weise schaffte, die Vogelbegeisterung der einen Mitreisenden und die Vogelignoranz der anderen Mitreisenden unter einen Hut zu bringen 😁 . Und so herrschte trotz der anfänglichen Vogeldiskrepanz nach den ersten zwei, drei Game Drives im Fahrzeug hervorragende Harmonie während der ganzen Reise – ein Verdienst der zu einem Großteil dem tollen Gespür unseres Guides für seine Gäste zuzuschreiben ist 😁 . Okay, manchmal haben wir, bzw. hat glaube ich vor allem Nico, sich schon die Bratpfanne zur Hand gewünscht … und das zumeist – ich gestehe - nicht in Vogelsituationen 😗 … aber ich will ja nicht zu weit vorgreifen… 😗 !

Vogelenthusiasten – aber nicht nur diesen – sei der Samburu aber wirklich ans Herz gelegt. Denn er ist echt ein wunderschöner Park mit einer ungeheuer vielfältigen Tierwelt und gleichzeitig doch sehr anders als die anderen Parks des Landes, die wir noch besuchen durften. 😁

Und für allen diejenigen, die wie ich zwar einen schönen Vogel zu schätzen wissen, aber dann doch eher den ungefiederten Tieren zugeneigt sind: Da bietet der Park auch so einiges …

Giraffen etwa 😉 …



Und eben Elefanten…



Und Giraffen in Landschaft 😎 …



Was das hatten wir heute alles schon? 😉 Dachte sich Martin wohl auch, denn für den Schluss unserer ersten Pirschfahrt hob er sich noch ein kleines Schmankerl auf … die Sonne war gerade hinter den Hügelkuppen versunken, da bogen wir um die Ecke und sahen das da 🤩 …



Okay, ich gebe zu 😗 … ich bin ein undankbarer Safarigast, anstatt das niedliche Löwenjunge zu würdigen, war mein erster Gedanke, den ich sofort verbal aus mir heraus blubberte: „Irgendwie sieht der schräg aus!“ 🙄 – ja, ich weiß … ist schon etwas ungerecht dem kleinen Putzel gegenüber, aber …



…irgendwie bestand der kleine Löwe wirklich hauptsächlich nur aus Ohren und großen Pfoten 🙄 …



was ja schon niedlich war, aber so ein bisschen gremlinhaft daher kam 😎 …



Und … der Ohrenlöwe hatte Verwandtschaft 🤩 …



… allerdings schläfrige Verwandtschaft … hhhm… schläfrige Löwen wollte ich euch ja eigentlich in diesem Bericht vorenthalten … allerdings, liebe Leserschaft, bevor wir zu den aktiveren Katzen übergehen, sollten wir bei diesem schläfrigen Exemplar kurz inne halten und es etwas länger betrachten, weil: Das was da liegt und was wir auf den ersten, zweiten und auch dritten für eine „ordinäre“ Löwin gehalten haben, ist der Papa des kleinen Gremlins 🙄 🤩 🙄 . Im Samburu haben die männlichen Löwen interessanterweise keine Mähne (Theorien gibt’s dazu viele – Hitze, genetische Veranlagung, zu hoher Testosteronspiegel, Parasiten, eine Kombination aus all diesen Dingen – wirklich zu wissen scheint es niemand). Die Ohren-Thematik des Gremlins sei übrigens definitiv eine genetisches Geschenk von Papa-Löwe wurde uns später noch erklärt – allerdings: Der Große wollte uns seine Ohren nicht zeigen - wirklich schade! 😕

Und auf der anderen Seite des Baumstamms da lag der Rest des Rudels … zwei Löwinnen und weitere vier Sätze riesiger Gremlin-Ohren, zwei davon richtig, richtig frisch und klein und niedlich und mit echt großen Ohren „bewaffnet“! 😄



So und wer sich jetzt denkt: Wo bleibt die versprochene Katzenaction? 😗 … keine Sorge, die kommt schon noch 😛 . Man muss den Kätzchen ja auch Zeit zum Aufwärmen geben…



Und wer sich jetzt fragt, wo zum Geier der versprochene Tweety bleibt 🙄 – den haben wir schon gesehen 😗 … ihr dürft also gerne raten, wer hinter dem mysteriösen Tweety steckt! Die Auflösung gibt’s aber erst ein paar Teile weiter! 😉

Für uns jedenfalls war die erste Pirschfahrt damit beendet und mit der Ausbeute waren wir beide eigentlich schon mehr als begeistert 😁 . Okay … jetzt noch die Löwen bitte im besseren Licht und vielleicht noch mit ein bisschen Action 😗 … wobei nein, meine dahin gerichtete Wunschäußerung brachte mir von Nicole sofort den „Wo ist eine Pfanne, wenn ich sie brauche?“-Blick ein . Und Recht hatte sie damit ja auch – aaaaaaber, man wird ja wohl noch Wünsche haben dürfen… 😗

Zurück an der Lodge verabschiedeten wir uns von Martin und wackelten, nachdem wir uns kurz frisch gemacht hatten, zum Abendbuffet. Dabei guckten wir uns noch kurz die Krokodile an, die allabendlich mit Knochen unterhalb des Restaurantgebäudes gefüttert werden, an: Die waren irgendwie schon leicht gruselig anzusehen, wie sie sich da im Schatten vom Ufer aus langsam Richtung Lodge bewegten und dann auf ihr Abendessen warteten… Aber definitiv beeindruckende Tiere…wobei sie uns schon eher „too close for comfort“ waren 😵 …



Beim Essen guckte dann tatsächlich noch diese kleine Ginsterkatze vorbei, verzog sich allerdings recht schnell wieder, als ihr klar wurde, dass von unserem Teller nichts abfallen würde. 😄



Danach fielen wir platt ins Bett und schlummerten den Erlebnissen des nächsten Tages entgegen! 😁

Babylöwencount: 5

Auf was ihr euch an Tag 3 freuen könnt:

- Ohren, Ohren, Ohren – und dieses Mal auch wirklich aktiv! 😄
- Piepmätze, Piepmätze, Piepmätze 😣
- weiteres untypisches Tierverhalten 🙄
- sowie den anhaltenden Gerenuk-Boykott 😣
- und wir begeben uns auf die Suche nach dem mythischen Klippspringer! 😗

Liebe Grüße
Steffi (mit Nicole in ihrem Fotogartenhäuschen versteckt 😉 )
Teil 506. Apr. 2015
Tag 3: Samburu NR
Übernachtung: Samburu Game Lodge

Teil I
Oder auch: Ohren in Aktion!!!


Der nächste Morgen! Es war früh, es war so schön warm unter der Bettdecke, aber es half nichts 😵 – wir waren hier ja nicht zur Erholung! Wir wollten Safari, ungebändigtes Wildlife, durchgerüttelt werden im Landcruiser 🤩 … oder vielleicht doch lieber die Decke über den Kopf ziehen und weiter schlafen 😣 ? Horsti schlief ja bestimmt auch noch… 😗

Auch wenn die Versuchung groß war – das kam dann doch nicht in die Tüte! Mit einer Mischung aus Vorfreude und leichter Verschlafenheit trotteten wir um kurz vor sechs in Richtung Lobby. Da im Samburu Aussteigen im Reservat nicht erlaubt ist und die Lodge daher kein „packed breakfast“ für unterwegs anbot, hatten wir uns am Vorabend darauf geeinigt den Tag in drei Game Drives aufzuteilen: Morgens um 6 Uhr einen bis etwa 8:30 Uhr, dann Frühstück in der Lodge, erneuter Start gegen 10 Uhr bis etwa 12, dann Lunch, dann Päuschen vom Freizeitstress 😗 und um 16 Uhr wieder los zur Abendpirschfahrt. Und danach Dinner! Und nein, unser Urlaub hat nicht hauptsächlich aus Essen bestanden – nur fast! 😛

Also auf zu Game Drive Nr. 1 an diesem schönen Tag. Martin war schon ganz motiviert, wollte er doch die Löwen vom vorhergehenden Tag finden und zwar am Liebsten aktiv. Wir waren da skeptisch 🤨 … immerhin hatte unserer beider bisherigen Erfahrungen nach die Vertreter der afrikanischen Großkatzen, wie Katzen nun einmal so sind, hauptsächlich energiesparendes Schlafen im Kopf 😣 . Und wenn, dann erfolgten ekstatische Bewegungen bei den Großkatzen ja eher im Zusammenhang mit Gähnen 😗 ! Und finden mussten wir die verpennten Gesellen sowieso erst einmal …

Also auf ging es … in Richtung Flussufer, wo wir die Miezen gestern zurück gelassen hatten. Aaaaber: Am Standort vom vergangenen Abend – keine Miezekatze weit und breit 😐 . Dafür durften wir zum ersten Mal in diesem Urlaub – und glücklicherweise nicht zum letzten Mal – Martins Hartnäckigkeit und Gespür kennen lernen. Uns wurde verkündet, dass die Löwen hier definitiv seien, da sie mit den ganz kleinen Babys sicherlich nicht weit gegangen wären … wir dachten uns AHA 🤨 … und Martin pirschte auf dem labyrinthartigen Wegenetz um den Block … äh … Busch und um noch einen Busch … und um noch einen Busch … und um noch einen Busch … gefolgt von einem weiteren Busch … umrundete noch einmal den ersten Busch … und dann waren da plötzlich die hier … 🤩



Wir hatten Familie Großohr gefunden… 🤩 🤩 🤩

Und das sah nicht nur nach Action aus, das war Action!!! …



Dummerweise huschten die Zwerge recht schnell unter einen Busch hinweg, doch Martin wäre nicht Martin gewesen, wäre er ihnen nicht auf den Fersen Sohlenballen geblieben: einmal um den Busch herum, das Auto etwas seitlich an den Weg manövriert und wir hatten an einer Stelle, wo ein umgestürzter, toter Baum, zwei Büsche teilte, plötzlich Aussicht die ganze Katzenfamilie 🤩 . Und auch wenn die beiden Mamas noch schlafend unter den Büschen lagen und uns kaum eines Blickes würdigten…



...der Nachwuchs mitsamt seiner Ohren war schon putzmunter 😁 …



- Bei allergischen Reaktionen gegen Fotos von süßen kleinen Megaohr-Löwen bitte ich vom Lesen des weiteren Beitrages abzusehen 😗 … und alle anderen mögen die Flut an Bildern nun bitte verzeihen (und immer daran denken: Ist alles alleinige Schuld des Forums! 😛 )! -

Was folgte waren einfach nur bezaubernd … es ging auf den Termitenhaufen...



... "Mist, jetzt ist der Spielkumpel irgendwie abhanden gekommen!" 🙄



"Wo ist er denn?"



"Hey! Da ist er! - Auf ihn mit Gebrüll!" 😎



Ab und zu wurde inne gehalten, um die Kampfstrategie zu überdenken 😁 ...



... und dann ging es weiter 😄 ...



...die schon etwas größeren Gremlins balgten und prügelten sich fröhlich durch die Gegend …



… und die ganz frischen Baby-Gremlins versuchten es ihnen nach zu machen 😄 …



Ein bisschen getrübt wurde das Vergnügen dadurch, dass die Kerlchen schon teilweise sehr dünn aussahen 😐 … wir sollten später noch erfahren, dass die drei größeren der Kleinen etwa drei Monate alt waren und ihre Mutter eigentlich eine recht erfahrene Jägerin war. Bei den ganz Kleinen hingegen, die etwa drei bis vier Wochen alt waren, hatte die Mutter bislang noch keinen einzigen Wurf durchbekommen und von dem ursprünglichen 3er Wurf, waren schon nur noch zwei übrig. 🙁

Trotz klappriger Statur waren die kleinen Flummis aber bei bester Rauflaune 😁 …



… wir fanden es einfach nur unendlich klasse wie die Rabauken sich vor uns durch die Gegend schlägerten …



… während den Mamis langsam aufging, dass es mit dem Schlafen angesichts der um sie herum tobenden Löwen-Ohr-Flummis wohl nichts mehr werden würde…

Also ganz pragmatisch mit ins Getümmel gestürzt 🤩 …



Ich glaube wir saßen zu dritt mit megafetten Grinsern im Gesicht im Auto und betrachteten das Spektakel.



Man muss dazu sagen, dass wir zu diesem Zeitpunkt noch völlig allein mit der Bande waren … was für ein Luxus 😁 …



Nachdem die Mamis sich erfolgreich von ihrem Nachwuchs entknotet hatten, wurde es Zeit für den Aufbruch. Irgendwie schade, diese einmalige Sichtung hätte für uns noch ewig weiter gehen können 😐 . Wir entparkten uns aus unserer Position umrundeten wieder den Busch und hofften darauf dass wir damit vielleicht die Laufrichtung der Löwinnen getroffen haben könnten.

Und tatsächlich 🤩 – die beiden Damen marschierten direkt auf einen Baum vor uns zu … und dann: Et Voilà: Baumlöwen! 🤩 🤩 🤩



Hätten wir Partyhütchen und Luftschlangen zum Feiern mit im Auto gehabt – das wäre dann wohl der Moment gewesen, wo wir sie ausgepackt hätten 😄 … gerade Nico konnte unser Glück nicht fassen, Löwen auf dem Baum hatte sie bereits in Tansania und Uganda vergebens gesucht (also da, wo die tierischen Herrschaften sich angeblich des Öfteren zu Baume legen) … wer hätte gedacht, dass uns „Baumlöwen“ im Samburu über den Weg „klettern“. 🤩

Aber es wurde noch besser … denn die zwei Damen hatten ja noch die Gremlins mit den royalen Ohren im Gepäck. Während die zwei ganz kleinen Babys im Gebüsch zurück blieben, versuchten sich die anderen drei auch am Baum 🤩 …

„Uh, das ist schon irgendwie hoch!“ 🙄



"So ein Mist - sollte ich hier nicht elegant hinauf gleiten?" 😣



„Hhhmpf und so wirklich bequem ist das auch nicht 😣 … wie hat Mami noch einmal gemeint geht das mit der Eleganz bei uns Katzen?“ 🙄



„Ach ja, sie hat gemeint, wir sollen das mit der Eleganz besser gleich bleiben lassen und einfach nur niedlich und mitleidserregend gucken!“ 🤩



... "Niedlich- und Mitleidserregend - Modus AN! " 😄



Und so sieht dann Gremlin-Stau am Baum aus! 😗



Nr 3 guckte mit der aufgestauten Uneleganz seiner Geschwister konfrontiert lieber nachdenklich und bevorzugte es am Boden zu bleiben…

Die nachfolgenden zwei Fotos sind für mich übrigens erstes Lehrwerk darin, dass eine Situation von zwei Fotografen völlig unterschiedlich eingefangen werden kann...

Nr. 3 am Boden ...



Nr. 3 am Boden 😁 ...



Und weil's so schön ist, noch einmal Nr. 3 😁 ....



Leider entschieden sich die Mamis nach kurzer Zeit wieder vom Baum abzusteigen und sämtliche Riesenohren einzusammeln…

„Wie komm ich elegantes Katzenwesen da jetzt wieder runter?“ 🙄



… dann verzog sich die Familie wieder ins Dickicht, wo man sie leider kaum noch sah …



... ein Abschiedsblick ...



Wobei ich euch dieses Abschiedsfoto nicht vorenthalten möchte, denn zum Schluss kamen noch einmal die zwei Babys aus dem Busch 🤩 … ist dieser Größenunterschied nicht einfach nur entzückend niedlich???



Danach verabschiedeten sich die Löwen in die Büsche und wir verabschiedeten uns von dieser megatollen Löwensichtung und tuckerten beglückt weiter…

Der Rest des Game-Drives verlief dann vergleichsweise beschaulich. Die Gerenuks boykottierten mich trotz ausgiebigen Flehens meinerseits immer noch 😣 😠 😣 und Grevy-Zebras waren auch weit und breit keine zu sehen 😠 . Dafür immer wieder Giraffen, Impalas, hier und da ein Elefant und natürlich auch ein paar Hühnchen 😗 …


Red-capped Lark - Rotkappenlärche

Bei dem hier stand die Welt Kopf 😄 ...


d'Arnaud's Barbet - Ohrfleck-Bartvogel ... wobei Flüstermodus an: Falschherum-Bartvogel hätte ich viel passender gefunden 😗 😎 😗


White-throated Bee eater - Weißkehlspint


Yellow-billed Hornbill - Östlicher Gelbschnabeltoko

... und ein wahres Hühnchen 😛 😎 😄 ....


Black-faced Sandgrouse - Schmuckflughuhn

Der hier war besonders tolerant was uns Paparazzi anging … weg fliegen wollte er aber partout nicht … ich scheine da echt schlechtes Vogel-Karma zu versprühen… 😣


Brown Snake Eagle - Einfarb-Schlangenadler

So und damit uns keiner nachsagen kann, wir hätten nur Vögel und Katzen gesehen 😉 : ein Dik-Dik zum Abschluss...



Pünktlich zum Frühstück waren wir wieder an der Lodge. Der Plan für den Spätvormittags-GameDrive, der nach dem Frühstück starten sollte, war, zu schauen ob irgendwelche Elefanten in der Hitze des Tages zum Baden an den Fluss kommen und ansonsten nach Vögeln Ausschau zu halten. Und ich darf verraten: Wie das immer so ist mit Plänen auf Safari: Es sollte die Pirschfahrt mit den wenigsten Hühnchen … äh ... gefiederten Freunden überhaupt werden. Wieso? – das erfahrt ihr im nächsten Teil! 😁

Liebe Grüße
Steffi (mit Nicole Huckepack 😉 )
Teil 608. Apr. 2015
Tag 3: Samburu NR
Übernachtung: Samburu Game Lodge

Teil II
Oder auch: Manchmal kommt’s auch anders als man denkt!!!


Nach dem leckeren Frühstücksbuffet (irgendwie haben wir es in den ersten Tagen ein bisschen verpennt das Essen zu fotografieren 😐 ) hatten wir nicht wirklich viel Zeit bis es schon wieder los ging auf unseren "Mid-Day-GameDrive". Mittlerweile war es ziemlich heiß geworden und die Sonne stach vom Himmel – unser erklärtes Ziel waren daher Elefanten und Vögelchen, was anderes – also abgesehen von Touris – tut sich solch sengende Hitze ja nicht an 😉 , sondern pflanzt sich lieber unter einen Baum oder Strauch bis in die kühleren Abendstunden…

Das mit den Vögelchen schien auch zuerst einmal zu funktionieren …


Brown Snake Eagle - Einfarb-Schlangenadler


… dann aber bogen wir um die Ecke und was kam uns entgegen? 🙄



Hallo? 🤩 War nicht eigentlich Löwen-Schlafenszeit?



Was machten die – zugegebenermaßen etwas genervt aussehenden - zwei Mamis der Riesenohren denn mitten auf der Straße? 🙄 Und wo waren die Kleinen? 🙄 🙄



Des Rätsels Lösung stand hinter der nächsten Kurve: Eine beeindruckend große Herde Elefanten war gerade in Lunch- und Badelaune an den Büschen mampfend in Richtung Fluss unterwegs – genau dort, wo die Löwen ihr Nickerchen halten wollten. Und da die Löwinnen wohl die Aufmerksamkeit nicht auf die Kleinen lenken wollten, hatten sie sich schnell aus dem Staub gemacht und waren uns dabei über den Weg gelaufen. 😗

Die Dickhäuter waren ihrerseits bestens aufgelegt – insbesondere die jüngere Generation … und so durften wir ein bisschen Gerangel hin ….



… Gerangel her beobachten 🙂 .



Nicht so ganz wollte uns aber die Frage nach den kleinen Löwen los lassen 😐 – wenn diese in dieses Elefantengewusel gekommen waren 😵 … nein, wir mochten es uns gar nicht ausmalen 😣 .

Martin war aber recht zuversichtlich, dass die Löwenmamis durch ihren Weggang von den Kleinen ablenken wollten und diese irgendwo gut versteckt sitzen würden. Und – siehe da – kaum ließen wir die Elefanten hinter uns und bogen mit dem Fahrzeug auf der schmalen Uferpiste um ein, zwei Büsche, guckten uns SEHR skeptische Gremlinaugen entgegen. 😁



Und jetzt sag noch einer, dass diese Löwenbabys nicht irgendwie total schräg aussahen 😎 .



Die Geschwisterchen lugten auch vorsichtig aus dem Gebüsch hervor, allen dreien war deutlich anzumerken, dass sie die Nähe der Elefanten und die Abwesenheit ihrer Mütter eher unruhig zurück ließen.



Da wir unter keinen Umständen Aufmerksamkeit auf die drei Kleinen lenken wollten, machten wir recht schnell wieder kehrt und hofften, dass auch die zwei ganz kleinen Babys irgendwo in Sicherheit seien.



Ja und dann stießen wir auch schon wieder auf … ja richtig … E L E F A N T E N … 😗 😄 😗



Ja und auch wenn eigentlich Hühnchen und anderes Federvieh auf dem „Game-Plan“ stand – badende Elefanten ließen wir uns sicherlich nicht entgehen 😉 …



… denn Elefanten und Wasser ist eine Kombination, die immer unterhaltsam ist 😁 …



„Das macht Spaß…“ 😁



„… so viel Spaß“ 😄



Dem hier juckte es scheinbar recht ausgeprägt am Fuß 🙄 …



… nein, immer noch nicht gut? Dann weiter rubbeln,… 😄



„Uh, ich hab ja Zuschauer! Dann schnell noch meine Schokoladenseite präsentieren!“



Nach einer Weile trennten wir uns von den Dickhäutern … wenigstens ein oder zwei Vögelchen wollten wir dann doch noch finden…

Aus der Rubrik "A kill is a kill" 😄


White-throated Bee-eater - Weißkehlspint

… nur … dann bogen wir mal wieder um einen Busch, um eine Kurve und um noch einen Busch und dann meinte Martin plötzlich: „Oh look! – there’s a leopard!“ 🤩

Einen „Look“ 🙄 , zwei „Looks“ 🙄 🙄 und auch drei „Looks“ 🙄 🙄 🙄 später sahen Nicole und ich immer noch nur einen Wald aus Ästen und Blättern 🙄 🙄 🙄 … einen Leo? – Fehlanzeige! 😣



Daher nun die Anleitung zum obigen Suchbild: Konzentriert euch auf die Mitte des Bildes und sucht den kleinen grünen Kasten, der am Baum hängt. Gefunden? – gut! 🙂 Vom grünen Kasten ausgehend nun bitte langsam den Blick nach oben schweifen lassen – et Voilà: eine Leopfote! 😄

Keine Ahnung wie Martin das erkannt hatte 🙄 – gegen solche Adleraugen bin ich ein wahrhaft blindes Hühnchen (und ein braunes, langweiliges noch dazu 😄 😛 ). Hier noch einmal etwas vergrößert: Unser erster Leo der Reise – auf dem Game-Drive, der eigentlich den Schwerpunkt „Vogelwelt“ haben sollte, aber irgendwie einer Felidae-Übernahme zum Opfer fiel!



Leider zeigte sich der Leo recht präsentationsunwillig (dem war wohl auch zu heiß! 😁 ) und daher machten wir uns langsam wieder zurück auf den Weg zur Lodge.

Hier übrigens der Blick vom Flussufer hin zu unserer Unterkunft…



… und zu guter Letzt doch noch ein Piepmatz! 😉


White-throated Bee-eater - Weißkehlspint

... und ein Hörnchen 🙂 ...



... und die obligatorischen Giraffen 😁 .



Soviel zu Pirschfahrt 2 aus 3 des dritten Tages – was wir auf Fahrt 3 aus 3 erlebt haben, erfahrt ihr dann im nächsten Teil. 🙂

Bis dahin liebe Grüße
Steffi mit Nicole in der ersten Reihe 😉
Teil 710. Apr. 2015
Tag 3: Samburu NR
Übernachtung: Samburu Game Lodge

Teil III
Oder auch: Das steffische Safari-Paradoxon!!!


Zurück in der Lodge versuchte ich mich nach einem leckeren Lunch kurz daran mit der örtlichen Kolonie grüner Meerkatzen Freundschaft zu schließen und diese zu ein paar Fotos zu bewegen… das Vorhaben war aber leider nicht wirklich von Erfolg gekrönt 😕 … was ich jetzt mal darauf schiebe, dass die Affen zur Mittagszeit eben auch Hunger haben und daher keine Lust haben Fotomodel zu spielen…

Entweder man ignorierte mich also so vollumfänglich, dass nicht einmal ein netter Affenblick in die Kamera möglich war 😣 oder …



… man ignorierte mich zuerst total...



... folgte mir dann mit Sicherheitsabstand zu unserem Häuschen, wo Herr Affe dann interessiert durchs Fenster spähte 🤩 , um dann – man fasst es nicht 🤩 🤩 🤩 – sein Geschäft auf unserer Terrasse zu verrichten 🙄 🤨 😠 . Projekt Freundschaft mit den hiesigen Affen war damit gestorben 😠 😠 😠 – Nicole fand das angesichts des dampfenden Haufens auf der Terrasse auch ganz gut! 😗

Aber zumindest Horst präsentierte sich freundlich fotogen wie schon am Vortag 🙂 …



Um kurz vor vier machten wir uns dann wieder auf zum Game Drive. Am Parkplatz angekommen, stand unser Fahrzeug schon bereit samt Martin, der davor im tiefen Gespräch mit drei anderen Guides war. Als wir um die Ecke bogen, herrschte augenblicklich Stille und wir beide wurden mit einer Mischung aus totaler Verwunderung und höchstem Amüsement angeguckt 🤨 🙄 🤨 , während sich Martin daneben einen abgrinste 😎 . Und nein, das lag nicht daran, dass wir beide in modellgleicher Statur den Laufsteg von Lodge zum Parkplatz daher schwebten 😛 … das lag alles am Klippspringer! 😗

Und das kam so 😉 : Bei so einer Pirschfahrt – sind wir mal ganz ehrlich – wechselt im Normalfall Begeisterung, absolute Faszination und bodenlose Langweile sich meist recht gut ab. Bodenlose Langeweile überbrückt man am besten damit, dass man die schöne Landschaft bewundert oder sich unterhält. Und genau letzteres war geschehen: Wir hatten uns mit Martin unterhalten! An sich nicht schlimm und eigentlich ja zu befürworten. Aber Martin wollte es ganz genau wissen: Wo wir alles schon in Afrika waren? Was wir alles gesehen hatten? Was wir denn auf dieser Reise sehen wollten? Und was wir bisher noch gar nicht gesehen hätten?

Während sich Nicole für den restlichen Aufenthalt ein fotogenes Geierperlhuhn wünschte, da sie die Tiere zwar schon gesehen hatte, fotografieren der Kerlchen sich aber schwierig gestaltet hatte (für alle, die nicht so in Hühnchenkunde bewandert sind: das Geierperlhuhn ist die adlig aussehende Verwandtschaft des ordinären Helmperlhuhns aka Selbstmordhuhn 😄 😎 )....



... hätte ich besser den Mund halten sollen 😗 , aber es purzelte aus mir heraus: K L I P P S P R I N G E R

Der Klippspringer ist mein großes Mysterium des afrikanischen Busches. Scheint es für so ziemlich alle anderen Afrika-Reisenden auf der Sichtungsliste in die Rubrik „common as dirt“ zu fallen – wenn ich nach Afrika reise, egal in welches Land – der Klippspringer ist wie vom Erdboden verschluckt 🙄 . Der ist einfach weg! WEG!!! Für mich nicht auffindbar! 🙄 🙄 🙄
Spitzmaulnashorn – gesehen! Leopard – ertappt! Erdferkel – beim Buddeln erwischt! Honigdachs – beinahe überfahren! Ja sogar Aardwolf – beim Trinken beobachtet! Aber Klippspringer? 🤨 – die lösen sich scheinbar jedes Mal kurz bevor ich anreise in Luft auf! 😠

Das Tier ist mittlerweile mein persönliches afrikanisches Pendant zum Weihnachtsmann 😎 : Nur weil es überall Fotos von ihm gibt, heißt das noch lange nicht, dass er auch wirklich existiert! Finde ich… 😗 😗 😗

So und wer jetzt nicht weiß, wovon ich rede: tatatatataaaaa … der mythische Klippspringer auf einem Bild von Nicole, als diese gerade am Nordpol in der Weihnachtsgeschenkpackstation weilte und diesem mythischem Wesen über den Weg lief 😉 …



Jedenfalls machten wir den Fehler und erzählten diese lustige Geschichte Martin. Und Martin, der die ganze Sache fürchterlich witzig fand, beschloss mit all seinem Ehrgeiz: Nicht nur mussten nun Geierperlhühner her, nein – auch auf die Suche nach einem Klippspringer wollte er sich begeben, um derjenige zu sein, der die komische Deutsche davon überzeugt, dass es tatsächlich dieses Tier gibt. 😄

Und weil er dies gar so lustig fand und außerdem up-to-date über die letzten Klippspringer-Sichtungen im Samburu sein wollte, erzählte er es all seinen Kollegen. Und so kamen wir in Genuss von der konzentrierten Ungläubigkeit der anwesenden Guides empfangen zu werden 😗 – witziger Weise konzentrierten sich die gar verständnislosen Blicke aber alle auf Nicole 😎 😄 . Scheinbar war ihr der Nicht-Glaube an den Klippspringer eher zuzutrauen, als mir 😗 😗 😗 ! Und so ballten sich alle ungläubigen Blicke auf meine liebe Reisebegleiterin, die für die Klippspringer-Misere ja gar nichts konnte 😗 . War aber überaus und höchst amüsant – fand ich 😄 . Nicole weniger… 😎

Die Rache des Safariuniversums folgte für mich aber sofort 😣 . Wir rollten los – das Ziel klar vor Augen: Geierperlhühner und Klippspringer sollten es sein – die wohl ungewöhnlichste Safarizielsetzung aller Zeiten 😄 ! … und als wir da rollten – nein von fahren, kann wirklich nicht die Rede gewesen sein … wir waren gerade um die erste Kurve nach der Zufahrt zur Lodge gebogen … sahen meine zwei begeisterten Birder im Auto DAS hier…



… und ich hätte nicht gedacht, dass dieser kleine braune Vogel mein Piepmatz-Armageddon in diesem Urlaub werden würde 🙄 😣 🙄 . Das Problem war nämlich: Die vogelversierte Fraktion im Auto konnte ihn nicht aus Anhieb bestimmen (was an sich wirklich erstaunlich ist, denn eigentlich ging die Piepmatz-Bestimmung bei den beiden doch immer recht flüssig 🙄 )

Ich will dem Vogel da unterm Baum wirklich nichts unterstellen … aber das was er da abzog war schon fies 😠 😠 😠 … sich einfach nicht zu erkennen geben 🙄 … und dann auch noch UNTERM Baum hocken 🤩 . Ich mein von fliegenden Vögeln hatte ich mich innerlich ja wirklich schon verabschiedet, aber dass die Tierchen nun meinten inkognito auch noch UNTERM Baum hocken zu müssen 😵 … fern von allen Impalas, Elefanten und serviceunorientierten Gerenuks 😣 … ich war entsetzt 🙄 😵 🙄 … und meine Vogelenthusiasten konnten und konnten sich nicht darauf einigen, welcher Vertreter der gefiederten Art da nun vor uns UNTERM Baum hockte.

Während ich seufzend, Haare raufend und stöhnend innerlich eine Streitschrift an die für Vogelsichtungen zuständige Tiersichtungfee verfasste (so ne Fee hat auch Flügel, die weiß schließlich wie Fliegen geht – die kann das gefälligst auch den Hühnchen anschaffen… 😠 😎 😠 ) machte der Vogel was? 🤨 Er genoss seine 25 Minuten Ruhm, hüpfte mal links einen Meter, dann wieder rechts zurück … aber UNTERM Baum ging’s für ihn nicht hervor! 😣 Die Seiten der Bestimmungsbücher wurden hin und her gewälzt, die Vogel-App bis zum Handycrash gewischt, Fachgespräche geführt, die ich nicht einmal im Ansatz verstand (aber interessant, was so ein Vogel alles an Körperteilen hat 😄 ) – und dann endlich 🤩 – als ich schon die Hoffnung aufgegeben hatte, dass sich das Auto bei diesem Game Drive mehr als 150 Meter von der Lodge weg bewegt, einigte sich die Birding-Fraktion im Auto darauf: Das hier ist ein … Juvenile Eastern Chanting Goshawk



Also ein junger Weißbürzel-Singhabicht/ Somali-Singhabicht … HALLELUJA! 🤩

Als kleine Kompensation und damit ich nicht völlig in Vogelverzweiflung abstürzte 😛 , stellten mich meine beiden Birder kurz für ein paar Minuten bei ein paar Elefanten ab, bis ich mich in meinem Vogelfrust wieder abgeregt hatte 😉 …



Elefanten gehen ja immer und die sind auch viiiiiiiiiiiiiiiiiiiel einfacher zu bestimmen als braune Vögel UNTERM Baum 😗 😛 😗 …



... und ich sag's noch einmal: Viel leichter zu bestimmen! 😎 Da gibt's: Groß und klein - wahlweise auch gleichzeitig ...



... und Verwechslungsgefahr mit irgendwelchen anderen Säugetieren besteht auch nicht 😄 !



… und dann guckten wir kurz noch bei den Löwen vorbei 🙂 … denn mittlerweile waren die Mamis wieder mit allen Babys vereint 😁 .



Da jedoch um die Löwen mittlerweile doch viele Autos standen und es nicht danach aussah, als würde hier in absehbarer Zeit etwas passieren außer Löwenschlaf, fuhren wir weiter … wir wollten ja noch Klippspringer und Geierperlhühner finden …



Zuvor liefen wir jedoch dem hier über den Weg … uuuuund: Da muss sogar ich einmal gestehen, dass das wirklich ein Prachtexemplar von Kampfadler war 😉 . Fliegen wollte allerdings auch er nicht …


Martial Eagle - Kampfadler

Nun bewegten wir uns Weg vom Flussufer, hin zum eher hügligen Hinterland. Dort waren merklich weniger Tiere unterwegs wie nahe am Wasser, jedoch: Die Landschaft war bezaubernd und das ein oder andere Tier sahen wir doch …

… einen Wasserbock zum Beispiel …



… und immer wieder Dikdiks, wenn auch die meisten nicht so fotogen wie die kleine Dame hier 😁 …



… und dann tatsächlich auch noch die adligsten aller Hühnchen 😄 , zumindest was das Aussehen angeht: Geierperlhühner...


Vulturine Guineafowl - Geierperlhuhn

Und noch ein paar "Hühnchen"...


Parrot-billed Sparrow - Papageischnabelsperling


Cardinal Woodpecker - Kardinalspecht


Buff-crested Bustard - Rotschopftrappe oder Oustalettrappe

Tja, was aber sahen wir nicht? 🙄 – natürlich, einen Klippspringer! 😣 😗 Auch wenn Martin wirklich sein Bestes gab und suchte und suchte und suchte … aber er kann ja auch nur das finden, was wirklich existiert 😗 – und wir wissen ja mittlerweile: Klippspringer gibt es nun einmal zeitgleich mit Steffi nicht 😛 ! Das ist das Steffische Safariparadoxon! 😄

Aber: Martin fand uns trotz allem noch ein ganz besonderes Highlight für den Abend-Game-Drive nämlich eine Gruppe Zwergmangusten, die ihren Bau vielleicht drei, höchstens vier Meter neben der Fahrspur hatten 🤩 und – was bei den kleinen Gesellen ja eher unüblich ist – völlig unbekümmert ob unserer Anwesenheit an ihrem Bau herum wuselten 😁 …



… ich hoffe ihr entschuldigt die Bilderflut … aber die sind sooooo Zucker… 😁

„Was guckst du?“



Nein! – „Was guckt ihr?“ 😄



„Guckst du allein?“



„Oder guckst du schon zusammen?“ 😎



Und vor allem „Guckst du hier wie absolut niedlich ich doch bin?“ 😁



… wohl wahr … was für eine tolle, tolle Sichtung! 🤩 Damit war dann auch das Hühnchen-Armageddon vom Anfang wieder vergessen 😄 …

Und angesichts der unglaublich tollen Landschaft im Abendlicht konnte man ja selbst flugverweigernden Piepmätzen und zwei-Bein-boykottierenden Gerenuks nicht lange böse sein …



… und dann verschwand die Sonne hinter den entfernt liegenden Hügeln …



… wir – bereits auf den Rückweg zur Lodge bogen wir um eine Kurve … vor uns ein Auto mit zwei wild gestikulierenden britischen Männern… HUH 🤨 … und dann lief tatsächlich schräg hinter uns eine grazile Leodame durchs Feld. 🤩

Allerdings waren wir im ersten Moment so perplex, dass das mit Fotografieren so gar nichts geworden ist. Aber – hey – Leo! 🤩 Und außerdem hatte sich Martin festgebissen: Leo nur von hinten: Geht nicht – gibt’s nicht! Zusammen mit den beiden Briten vom anderen Auto fuhren wir langsam den Weg entlang, in der Hoffnung die Dame möge sich noch einmal blicken lassen … und tatsächlich …



… was für eine Schönheit 🤩 …



… auch wenn sie wirklich dezidiert neben und hinter den grünen Büschen dahin schritt und als Model „vor dem grünen Busch“ nicht zur Verfügung stehen wollte, was zu einem gewissen Amüsement bei uns im Wagen führte. 😄

… flugs ging Madame mit den wunderschönen Leo-Augen direkt hinter unserem Auto über die Fahrbahn, verschwand IM grünen Busch… schlug dann jedoch sehr serviceorientiert einen kleinen Bogen, sodass wir nur ein bisschen weiter fahren mussten, damit die Gute direkt in unsere Richtung lief (allerdings komplett ohne grünen Busch!) !



Waaaaaah – war das schön! 😁



Nun hieß es für uns aber wirklich zurück zur Lodge, dort frisch gemacht und ab zum Abendessen. Dabei kurz Halt gemacht und die Krokodilchen begrüßt, die auch an diesem Abend wieder auf ihre Knochen warteten...



... und uns noch ein bisschen mit den Briten von der Leodamen-Sichtung unterhalten. Als ich mich kurz mal ins WLAN einloggte um E-Mail zu gucken, stellte ich übrigens mit großem Erstaunen fest, dass die Überwachung durch die amerikanischen Superkonzerne wohl doch schon fortgeschrittener ist als ich dachte 🙄 … oder vielleicht hat die Tiersichtungsfee einfach eine ganz spezielle Art von Humor 😣 😗 … jedenfalls: In meinem Posteingang befand sich vom aktuellen Tag tatsächlich eine Werbe-E-Mail von Amazon in der mir der Erwerb eines Buches zur Vogelfotografie vorgeschlagen wurde 🤩 😵 😣 ! Nicole brauchte etwas länger um sich von dieser Nachricht und meinem doch recht konsternierten Gesichtsausdruck ob dieser E-Mail und ihren darauf folgenden Lachanfall zu erholen 😄 . Und ich fühlte mich plötzlich so ein klein wenig vogelparanoid! 😣 😵 😣

Mit einem Besuch von unserer Ginsterkatze (okay, wir hatten zwischenzeitlich erfahren, dass es sich tatsächlich um zwei Ginsterkatzengeschwister handelte, wovon die eine lieber Fisch und die andere lieber Fleisch vom Teller der Touris stibitzen wollte … kein Scherz! 🙄 ) beschlossen wir diesen sehr erfolgreichen ersten ganzen Tag Safari.



Eigentlich konnte es kaum mehr besser werden, oder? – Konnte es! Dazu aber dann mehr im nächsten Teil! 😉

Babylöwencount: 5 (allerdings 2 davon drei Mal und 3 davon sogar vier Mal gesehen, was irgendwie insgesamt ja schon 18 Babylöwensichtungen wären … aaaaaber: Es zählt jeder Babylöwe ja nur einmal … sonst verliert die Autorin hier nämlich den Überblick 😣 … deswegen bleibt’s bei 5 😉 )

Auf was ihr euch an Tag 4 freuen könnt:
- Ausnahmsweise mal keine Löwen
- Aber keine Bange: Andere Raubtiere springen in von mir bisher nicht erlebter Art und Weise serviceorientiert ein! 😁
- Die Vogelwelt liebt mich plötzlich! 🙄
- Dafür werde ich Opfer einer hinterhältigen Affenattacke! 🙄 🙄
- und verliere meine Punkte…. 🙄 🙄 🙄
- Weiterhin nach wie vor natürlich anhaltenden Gerenuk-Boykott sowie Teil 2 der Suche nach dem mythischen Klippspringer! 😗
- Ach ja: Und die Auflösung, wer Tweety ist! 😉

Liebe Grüße
Steffi mit Nicole im Birding-Modus 😉
Teil 813. Apr. 2015
Tag 4: Samburu NR
Übernachtung: Samburu Game Lodge

Teil I
Oder auch: Wow! Wow! Wow! – oder war’s doch Wau?



Tag 4 unserer Reise! Das Aufstehprozedere im Häuschen der lustigen … verschlafenen … Fotohühner war zwischenzeitlich eingespielt und so standen wir mehr oder weniger … wie immer top motiviert kurz vor Sonnenaufgang bereit zu unserer ersten Pirschfahrt des Tages. 😎

Ich glaube der Plan war eigentlich nach Kätzchen zu suchen … Löwen, Leos … irgendwas in der Art. Es sollte anders kommen 😗 …

Der Morgen startete recht ruhig … ein paar Vögelchen zwitscherten … an denen wir nicht hielten – was uns schon hätte stutzig werden lassen sollen 🙄 …! Dann ging die Sonne auf, aber auch hier wollte Martin nur kurz stehen bleiben …



.. es schien fast so, als hätte unser Guide ein ganz bestimmtes Ziel. 🤨

Dann bogen wir plötzlich vom Hauptweg ab, auf eine Nebenpiste, die von einem Labyrinth aus halbhohen grünen Büschen gesäumt war. Wir sahen schon, dass weiter unten, Richtung Flussbett, zwei, drei andere Fahrzeige umher fuhren, konnten aber beim besten Willen nicht erkennen, nach was die Autos suchten. Bis Martin uns erklärte, dass angeblich Wilddogs hier gesehen worden waren… 🤩

Und keine fünf Sekunden später ging es auch schon los … Wilddog Popo ahoi! 🤩 🤩 🤩



Nun muss man wissen: Meinereiner hatte bisher noch kein einziges Exemplar eines Wilddogs gesehen. Und für Nico sind das neben den Hippos sowieso die Lieblingstiere überhaupt! Irgendwie hatten wir so ein ganz klein wenig darauf gehofft, Wilddogs in Sweet Waters im weiteren Verlauf der Reise zu sehen … aber die Wunscherfüllung war derart unwahrscheinlich, dass der Wunsch es nicht einmal auf unsere „Wishlist“ geschafft hat. Im Samburu standen sie aber definitiv nicht auf dem Plan – die sind dort nämlich wenn dann nur auf Durchreise dort anzutreffen – und was sind schon die Chancen einen Wilddog auf der Durchreise abzupassen? 😐

Und doch: Wir hatten es geschafft! 🤩 Wir waren völlig aus dem Häuschen! 🤩 🤩 🤩



Allerdings: Ein Problem gab es! Ich zumindest war erst einmal völlig überfordert 😣 🙄 😣 … die Viecher sind unglaublich fix, kaum waren die hinter einem Busch hervor, waren sie schon wieder hinter dem nächsten verschwunden um drei Sekunden später an einer völlig anderen Stelle wieder aufzutauchen. 😵

Faszinierend so etwas beobachten zu dürfen – auch wenn es anfangs echt schwer war den Durchblick von „hier Wilddog“, 🤩 „da Wilddog“, 🤩 Nein – nun wieder dort Wilddog“, 🤩 „Mist – ich glaube, wir haben sie verloren!“ 😣 und „Daaaaaahaaaa wieder Wilddog!“ 🤩 zu behalten. Keine Ahnung wie Martin das gemacht hat, immerhin musste er ja auch noch fahren – wir mussten ja nur bestaunen, ich für meinen Teil fröhlich „Wilddooooog“ vor mich hin quietschen 😗 und den ein oder anderen Versuch unternehmen, die quirlige Band zu fotografieren.

Was wirklich gar nicht so einfach war …

Ein Wilddog, als er freundlicherweise mal zwei Sekunden still stand 😁 …



Sehr nett auch die Szene als wir uns durch das Labyrinth aus Weg und Büschen hinunter in Richtung Flussbett kurvten, schon gedacht hatten, die Bande wäre uns im Gestrüpp verloren gegangen, die Kerlchen direkt vor uns auf den Weg liefen 🤩 …



Da hatten wir wenigstens mal Zeit durch zu zählen … sieben an der Zahl waren es tatsächlich 😁 …



Dann ging es wieder weg vom nahegelegenen Flussbett...



... wieder links, wieder rechts, auf einen Steinhaufen ….



Wieder herunter …



Und dann hatten wir sie irgendwann tatsächlich verloren …! 🙁 Aber nicht mit Martin … er wollte noch einmal in Richtung Flussbett fahren um zu sehen, ob wir sie wieder finden … und als wir schon die Hoffnung aufgegeben hatten, sahen wir sie tatsächlich 🤩 … unten im Flussbett …



Alle sieben …



… im schönsten Licht 😁 …



… und dann fingen sie auch noch an zu Spielen 🤩 …



Wir konnten unser Glück kaum fassen! Meine ersten Wilddogs und dann noch so agil und so schön und überhaupt WILDDOGS! 🤩 🤩 🤩



In meiner Euphorie versprach ich Nicole und Martin dass sie den restlichen Tag so viele Vögelchen wie sie wollen, guckten könnten … (sollte ich es bereuen? – ja natürlich sollte ich das! 😛 😣 😛 )

Jetzt darf ich euch aber erst einmal mit noch ein paar Wilddog-Fotos fluten 😗 …



Sind die nicht einfach toll?



Eine meiner Lieblingszenen der Reise, als Nicole zufällig Hund 1 im Fokus hatte, und ich Hund 2 😄 ... ergibt in jedem Fall: Eine tolle Bilderstrecke 😁 ...













Und dank Nicole haben wir auch den eindeutigen Beweis, dass Wilddogs fliegen können 🤩 …



Etwas ruhiger, aber irgendwie auch schön 😁 ....



... und der hier war müde 😄 ...



Leider verließen die Wauzis nach einiger Zeit das Flussbett wieder … und wir überlegten, ob wir weiter fahren sollten … aber irgendwie … wann hat man schon einmal wieder so eine tolle Wilddog- Sichtung und vielleicht würden die Hunde ja noch jagen? 😁



Also dem Rudel wieder hinter her … und das „Neben dem Busch, hinter dem Busch, wo ist der doofe Hund hin?“ 🤩 😵 😣 – Spiel begann von vorne … und keine Ahnung, wie Martin es schaffte an der Bande dran zu bleiben, aber er fand sie immer wieder … teils liefen die Tiere direkt hinter, dann mal wieder direkt vor unserem Auto über die Straße. 😁



Etwas Fressbares lief ihnen dabei nicht über den Weg – aber es war ungeheuer interessant zu sehen, wie die Wilddogs in ungeheurer Geschwindigkeit ausschwärmten um nach Beute zu suchen. Dass diese Tiere zu den effizientesten Jägern Afrikas gehören – nach dieser Sichtung gibt es für mich keinen Zweifel daran. Die Geschwindigkeit und Koordination innerhalb des Rudels war mir selbst im Wagen schon unheimlich…



Irgendwann verzogen sich die Hunde allerdings Richtung der felsigen Hänge – dorthin wo wir leider nicht mehr mit dem Wagen folgen konnten, mangels Wegen. Ein letzter Blick zurück …



…und dann waren sie weg …

Und das Ganze noch vor dem Frühstück! Wau! Wau! Wau! 🤩 🤩 🤩

Mit einer reichlich zufriedenen Steffi im hinteren Teil des Wagens, die selig vor sich hin grinste, konnten sich meine beiden Birder den Rest der Pirschfahrt ausgiebig der Vogelwelt widmen.


Eastern Chanting Goshawk - Somalisinghabicht / Weißbürzel-Singhabicht

Das Kerlchen schien am Boden irgendeine Beute erlegt zu haben...



Leider war sie vom Gras verborgen, sodass wir nicht sehen konnte, auf was der Vogel da mit Begeisterung herum hüpfte.



Fast hatte man den Eindruck, die lieben Piepmätze wollten unter Beweis stellen, dass sie es locker an Fotogenität mit den Wilddogs aufnehmen konnten … so viele freundliche in die Kamera blickenden und lustig am Ast herum turnenden Vögel waren mir bisher noch nicht über den Weg gesessen 😁 (ja G E S E S S E N … weil fliegen wollten die Herrschaften ja immer noch nicht! 😣 )


Barn Swallow - Rauchschwalbe



Nur der hier war noch etwas zerzaust und noch nicht wirklich wach 🤩 …


Somali Bee-Eater - Somalisspint

Frisch geputzt das Kerlchen von vorne 😁 ...



Unsere zwei britischen Herren vom vorhergehenden Abend, die uns auf die Leodame aufmerksam gemacht hatten, fanden wir übrigens auch noch. Diese hatten tatsächlich schon wieder einen Leo gefunden 🤩 … allerdings hatte der sich nun in einem undurchdringlich-zugewuchterten Baum versteckt 😣 … und wollte sich partout nicht zeigen. Auch uns nicht 😣 … aber immerhin hatten wir jetzt Leo IM grünen Baum gesehen (okay eigentlich hatten wir nur grünen Baum gesehen 😗 … aber der Leo war bestimmt drin, ganz sicher 😎 …)

Ein, zwei Dikdiks hüpften uns auch noch über den Weg …



Auch hier … modelhaft in Pose geworfen 😁 …



Und zum Schluss hoppelte uns der hier noch über den Weg … auch sehr niedlich 😁 … und untertags auch eher eine seltene Sichtung…



Damit wären wir dann auch beim Ende dieses wahnsinnig tollen ersten Game Drive des Tages angekommen. Zwei weitere sollten folgen … ohne Wilddogs, aber mit ganz anderen eigenen Highlights. 🙂

Liebe Grüße
Steffi mit Nicole, voll begeistert 😉
Teil 916. Apr. 2015
Tag 4: Samburu NR
Übernachtung: Samburu Game Lodge

Teil II
Oder auch: Let’s do the chicken dance!


Nachdem wir reichlich und lecker gefrühstückt hatten, begaben wir uns auf die zweite Pirschfahrt des Tages – fest entschlossen dieses Mal wirklich alle Kätzchen am Weg liegen zu lassen und die Vogelpirschfahrt endlich einmal in die Tat umzusetzen. 😁

Nun ja … auch wenn dieses Mal sozusagen endlich einmal erwartungsgemäß wenig los war (es war auch übel heiß, da hat es uns gewundert, dass wir überhaupt etwas gesehen haben) … so wurden wir doch zuallererst von denen hier aufgehalten …



Denn wir wissen: Elefanten gehen ja immer! 😄 ...



– und wenn sie Balletteinlagen direkt vor dem Auto vollführen umso mehr! 🤩



Noch einmal kokett mit der Kamera geflirtet – vielleicht klappt’s ja bei „Samburu’s Next Top Elephant“! 😄



Wir waren der Meinung: Dieser Elefant verdient nicht nur ein Foto, sondern gleich mehrere! 😎



Die großen Artgenossen ließen sich von den Tanzeinlagen der jüngeren Generation derweil nicht stören...



Vorbei ging es an ein paar Beisa-Oryx-Antilopen...



...und danach noch einige der wirklich, wirklich hübschen Netzgiraffen 😁 …



… samt gefiederter Begleiter.


Red-billed Oxpecker - Rotschnabel-Madenhacker

DAS war einmal eine Vogelsichtung, die auch Steffi glücklich machte 😎 . Denn merke: Vogel und zur Ablenkung ein hübsches Säugetier dazu – das macht auch Steffi froh! 😄 😗



Wobei ich mich über die Vogelwelt an diesem Tag wirklich nicht beschweren darf – die war nämlich erstaunlich serviceorientiert … jawohl …! 😄 Hhhmm – ihr habt keine Ahnung, was ein serviceorientierter Vogel ist? 🙄 Kein Problem – lasst es euch erklären 😎 … allerdings muss ich dazu ein bisschen ausholen … und den Bogen zu einer High-Tech-Erfindung schlagen, die unsere Safari nachdrücklich geprägt hat: Die „Birds of Eastern Africa“-App! 😎

Jawohl, für den vogelbegeisterten Safarigänger ist so eine Bird-App das ultimative Tool um ohne blättern mit einem – oder zwei – „Wischs“ schnell an den Piepmatz zu gelangen (ich gestehe: Selbst ich Vogelbanause besitze so eine App für die erweiterte Hühnchenwelt des südlichen Afrikas 😗 ). Kein Wunder also, dass Martin, der die App bisher noch nicht kannte, total begeistert von dem Programm war und an Tag 2 für ihn bereits klar war, dass er die App auch auf seinem Handy haben möchte, sobald wir wieder eine vernünftig schnelle Internetverbindung hätten. Bis dahin zückten meine zwei Birder begeistert bei jedem Spatz Nicoles Handy und wischten über das Display was das Zeug hielt. 😉

Als wir also durch einen kleinen Galeriewald am Ufer fuhren flog uns zuerst ein … wenn ich’s noch recht zusammen bekomme ultra seltener, von Nicole noch nie gesehener Pygmy Kigfisher (ich hoffe, den schreibt man so 😗 ) über den Weg. Ich muss zugeben, ich habe besagten Pygmy Kingfisher bis heute nicht gesehen 🙄 😊 🙄 – der kleine Kerl war nämlich so schnell im Dickicht entschwunden, sodass ich nur noch einen Hauch von Vögelchen im Gebüsch erahnen konnte und ihn mir notgedrungen nur als Bild in der App angucken durfte.

Allerdings stellte die App auch ein kleines Problem dar 🤨 … sie zog meine beiden Begleiter streckenweise nämlich derart in ihren Bann, dass der App teils mehr Aufmerksamkeit gewidmet wurde, als dem Vogel. Und nein, nicht ich sah darin ein Problem – sondern die Vogelwelt! 😛 Jawohl!

Woher ich das weiß … ganz einfach 😎 : Keine zwanzig Meter hinter dem oben beschriebenen Schatten eines Pygmy Kingfishers saß dessen – zumindest für diesen Park – „common as dirt“ – aber selbst für Steffi immer wieder nett anzusehende weil auch sehr paparazzifreundliche größere Verwandschaft in Form eines Grey Headed Kingfishers.

Ein sehr netter Vogel, wie ich festhalten möchte, der freundlich, nett und serviceorientiert völlig entspannt auf seinem Ast saß und sehr brav Model spielte für uns. 😁



Nur was machten meine zwei Mitreisenden 🙄 : Sie appten … keine Ahnung was die App alles Wunderbare über den Vogel so ausspuckt 😗 - weder mir noch dem Vogel erschloss es sich umfassend 😗 😗 😗 . Aber vielleicht hatte der Piepmatz Mitleid mit mir, aber er fand es einfach doof nicht im Mittelpunkt des Geschehens zu sein, denn plötzlich guckte das Kerlchen in die Kamera und machte den hier 🤩 :



DAS nenne ich doch einmal ein serviceorientiertes Hühnchen! 🤩 🤩 🤩 Und ich bin dem kleinen Kerl echt dankbar (ja, man halte sich fest: Steffi ist einem VOGEL dankbar! 😎 ), aber das ist eines meiner Lieblingsfotos dieser Reise 🙂 ! Nicole fand die Sache weniger toll 😠 , hatte sie doch vor lauter Konzentration auf die App den „chicken-dance“ verpasst 😣 . Und trotz viel gutem Zureden ließ sich mein neuer Freund nicht davon überzeugen, noch einmal seine kleine Einlage zu zeigen. 😣 😣

Ansonsten gab es noch ein nicht gar so serviceorientiertes, wenn auch trotzdem sehr fotogenes weiteres Klein-Hühnchen 😉 …



... das sehr pittoresk auf seinem Ast saß...



… und natürlich die uns immer noch boykottierenden Gerenuks! (die sich echt langsam mal ein Vorbild an ihren gefiederten Parkbewohnern nehmen hätten können in Sachen Serviceorientiertheit 😠 😣 😠 )



Aber hübsch sind sie ja irgendwie schon 🙂 ....



Dann ging es auch zurück zur Lodge, zum lecker Mittagsbuffet und unserer kleinen Nachmittagspause … die brauchten wir auch um Kräfte zu sammeln 😗 … denn die Nachmittags-Pirschfahrt sollte harmlos daher kommen, es am Ende aber echt in sich haben! 🙄

Weiter geht’s deshalb mit einem heim tückischen Affenangriff 😣 , Punkteverlust 😵 und der Auflösung wer der mysteriöse Tweety ist (Theorien zur Identität des Unbekannten werden gerne angenommen…) – und das alles in einem Teil, dem nächsten … demnächst hier in diesem Forum – vorausgesetzt ich finde meine Punkte! 😗 😗 😗

Liebe Grüße
Steffi mit Nicole im App-Fieber 😉
Teil 1021. Apr. 2015
Tag 4: Samburu NR
Übernachtung: Samburu Game Lodge

Teil III
Oder auch: Eine punktelose Lage!
🙄 😵 😗

Der Nachmittags-Game Drive startete noch bevor er eigentlich startete mit einem Angriff! Auf mich! Aus dem Hinterhalt! … und alles nur, weil ich mich aufopferte den Nachwuchs zu bespaßen! … Aber es wird einem ja wirklich auch nichts gedankt im afrikanischen Busch, nichts. NEIN! Vielmehr ist es so, dass die lieben kleinen … hinterhältig fiesen 😠 … Bösewichte nur darauf warten dich in einem ungesicherten Moment abzupassen.

Wovon ich rede? Also 😎 … als wir gerade wieder zur Rezeption wackelten in Erwartung des nächsten Game Drives, entdeckte ich ein kleines Grüne Meerkatzen-Baby auf einer Lampe. Der Kleine war recht keck und lugte immer auf der Seite neugierig hervor, auf die ich gerade nicht schaute. Kurzum: Der spielte mit mir „Kuckkuck!“ 🤩 . Das gefiel mir doch ausnehmend gut 😄 … sodass ich mich etwas im Affen-Entertainment übte 😗 … bis Nico mich ermahnte, ich möge doch die Affen nicht weiter belästigen (BELÄSTIGEN??? 🙄 … würde ich doch nie tun 😗 ), wir wären eh schon spät dran. Also ließ ich den kleinen Kerl an seiner Lampe zurück … um fünf Meter später plötzlich an meinen Waden recht unwirsch betatscht zu werden! 🤨 😵 🤩

Was war geschehen? 🙄 Scheinbar war Mama-Affe der Ansicht, dass das Kind entweder weiter bespaßt werden solle oder dass für die Aktion schon irgendwann Fressbares hätte abfallen können 😣 . Vielleicht fand sie mich auch einfach nur unsympathisch – jedenfalls griff mich der kleine Affe frech aus dem Hinterhalt an und versuchte an meine Beine zu schlagen. 😵

Ihr könnt euch vorstellen: Meine liebste Mitreisende fand das überaus lustig! 😎 Noch lustiger fand sie allerdings, dass – als ich mich herum dreht, um den Affen zu scheuchen, dem Affen sehr gut im Gesicht anzumerken war, dass er mich taxierte und sich mehr als eine Sekunde lang wirklich überlegte mit mir den Kampf auszunehmen! 🤩 🙄 🙄

Halllooooo – liebe Tierwelt??? 😠 😠 😠 – sooooo klein bin ich nun auch wieder nicht, dass selbst Meerkatzen sich nun einbilden müssen, gegen mich gewinnen zu können! 😵 😣 😵 Letztendlich triumphierte aber ich! 😛 Und die Affenmami packte den Nachwuchs und suchte das Weite!

Pünktlich um 16 Uhr ging es dann wieder los … Martins erklärtes Ziel: Steffi einen Klippspringer zu finden! … Ihr werdet es erraten können – und daher nehme ich es vorweg: Der arme Kerl hat sich echt einen Arm ausgerissen auf der Suche nach dem Vieh … äh … mysteriösen Wesen 😛 … gefunden haben wir natürlich keins 😣 . Und ich hab im Anschluss beschlossen, dass ich NIE, NIE, NIIIIIIEEEEMALS mehr auf die Suche nach dem Klippspringer gehen werde … nein … ICH ignoriere den jetzt … soll der doch zu mir kommen, wenn er beweisen will, dass er existiert! 😛 Für mich ist der so was von ausgestorben! JAWOHL! 😎

Generell war es an diesem Nachmittag – wohl durch die sengende Hitze – ziemlich ruhig was die Säugetierwelt anging … womit sich meine beiden Birder so richtig schön auf die Vogelwelt konzentrieren konnten … die Steffi hatte ihnen morgens bei den Wilddogs ja einen Piepmatzfreifahrtschein gegeben … 😣 !

Flüstermodus an: Sollte man nicht tun als Nicht-Birder … also, Birdern einen Freifahrtschein geben … es ist wirklich erstaunlich, was die so alles an Federvieh aus dem Hut zaubern und wo die so alles braune Spatzen entdecken können… und dass sie selbst beim fünften braunen Spatz noch überschwänglich begeistert sind… 😵 😵 😵

Der Game-Drive wurde damit zum letzten Mal in dieser Reise noch einmal recht vogellastig, wobei wie gesagt, die anderen Tiere auch recht dünn gesät waren an diesem Nachmittag – und: Die Vogelwelt war an diesem Tag wirklich sehr freundlich gestimmt – das muss man ihr echt lassen… 🙂

Zuerst einmal gab es den schicken Gesellen hier …


Juvenile Eastern Chanting Goshawk - Junger Somalisinghabicht/Weissbürzelsinghabicht

Und dann noch den hier 🙂 …


Tawny Eagle - Raubadler

ein , der uns eine Weile lang missmutig von seinem Ast beim Fotografieren beobachtete,...



...um dann zu beschließen, dass ihm das zu doof ist … ans Flussufer flog … um dort Opfer einer Attacke eines nestverteidigenden.... öh.... Kampfspatzen 😎 zu werden, der sehr vehement klar machte, dass der große braune Spatz 😛 hier ganz sicher nichts verloren hatte und die Biege machen solle. Das war auch für mich eine echt interessante Vogelsichtung 😁 …


Tawny Eagle - Raubadler mit Spur-winged Lapwing - Maskenkiebitz

Dann gab’s noch diesen hübschen Spatz …

.
..äh … Isabelline Shrike - Isabellenwürger

…und den lustigen Kerl hier, der fleißig auf einem Termitenhügel umher hüpfte 😁 .


Red-and-Yellow Barbet - Flammenkopf-Bartvogel

Ja und dann folgte etwas, mit dem ich so gar nicht gerechnet hatte! Neeeeein – es bog kein Klippspringer um die Ecke 😛 (Steffisches Safari-Paradoxon!!! 😛 – schon vergessen liebe Leserschaft? 😉 ), sondern wir trafen diese Gabelracke hier.


Lilac-breasted Roller - Gabelracke

Ja, ich weiß, Gabelracken sind jetzt wahrlich nichts Außergewöhnliches – ist selbst mir Vogel-Banause bewusst! 😎 Aber sie sind hübsch und diese saß auch noch im schönsten Abendlicht – das qualifiziert sie immer wieder für ein Foto. Also stehen geblieben, Kamera angelegt …

… und was macht mein Liebstes aller Vögelchen? … es flooooooooooooooooooog!!!!!!!!!!!!!!! 🤩 🤩 🤩 Und guckte mir dabei direkt in die Kamera! 🤩 🤩 🤩

Okay, ich gestehe: Mein leicht hysterisch-freudiges „Ich hab nen Vogel im Flug! Ich hab nen Vogel im Flug! Iiiiiiiiiich hab nen Voooooogel im Fluuuuuuug!“-Gejaule auf der Rückbank hat den armen Martin vor lauter Schreck fast vom Fahrersitz katapultiert 😗 … und es bedurfte erst einmal beschwichtigender Übersetzungs- und Erklärungshilfe seitens Nicole bis er verstand, dass die Steffi sich da hinten tatsächlich freut und keinen Krampfanfall erlitten hatte 😗 😗 😗 …. aber … hallloooooo? 🤩 … mein ERSTER VOGEL IM FLUG und dann noch SOOOOOOO SCHÖÖÖÖÖN… da darf man doch schon ein bisschen den afrikanischen Busch zusammen jubeln, oder? 😗 😗 😗 Die Tiersichtungsfee braucht ja auch mal positives Feedback 😉 …

So und jetzt wollt ihr sicherlich auch den Grund des freudigen Ausbruchs sehen … ich darf vorstellen … Steffis erstes Flugbild 😁 …



Ist das Kerlchen nicht einfach toll? 😁 So machte das mit den Hühnchen ja fast Spaß (… ja dieser Satz steht hier wirklich! 😛 …)

Vielleicht lag das, was nun folgt, an dieser überschwappenden Freude über die kleine Gabelracke. Ja genau – anders kann es gar nicht sein 😎 … denn ebenso wie der Vogel im Flug ist mir DAS was da noch kommen sollte wirklich noch NIE passiert! Ich schwör! 😎

Und daher kann es gar nicht anders sein: Gabelracken im Flug führen bei mir zum Verlust von Punkten! 😗 Alles was nun kommt also Schuld der Gabelracke … kann gar nicht anders sein 😎 …

Aber lasst mich etwas ausholen bevor wir zu der für mich wohl mit Abstand peinlichsten Episode dieser Reise kommen … denn das kam so:

Nach den vielen Piepmätzen und den ausbleibenden Klippspringern machten wir uns so langsam aber sicher wieder auf den Weg zurück zur Lodge. Doch so schnell sollten wir dort nicht ankommen…



…kurz vor der Lodge fanden wir uns plötzlich wieder an einer Stelle aus einem Buschlabyrinth ähnlich wie am Morgen mit den Wilddogs. Eine Reihe von Fahrzeugen fuhr langsam dort herum und es war deutlich zu erkennen, dass sie etwas suchten 🤨 . Ein anderer Guide verriet uns, dass hier gerade kurz ein weiblicher Leopard gesehen worden war – der sich nun im Buschwirrwarr versteckte. 🤩

Na, da suchten wir doch mit! Und nun die Lehre dieser Reise und ein wohlgemeinter Ratschlag 😗 : Wenn man zu mehreren im Auto sitzt, dann empfiehlt es sich tatsächlich in unterschiedliche Richtungen Ausschau zu halten 😗 . Hält man nämlich wie in unserem Fall in die gleiche Richtung Ausschau, kann es passieren, dass besagte Leodame keck direkt hinter dem eigenen Auto unbemerkt vorbei schlendert, sich auf einem Baumstamm direkt neben dem Auto setzt und den Touris beim In-die-falsche-Richtung-gucken-zu sieht 😣 😣 😣 ! Was dumm ist 🙄 ! Wirklich, wirklich dumm! 😣 – Denn als Martin sich um drehte und die Leodame erblickte, wie sie da saß und uns beobachtete, beschloss das hübsche Tier dass es jetzt genug mit Touri gucken war, drehte sich um und sprang vom Baumstamm. Und Nico und ich sahen nur noch Leo-Popo! 😣 😣 😣

Keines der anderen Fahrzeuge hatte die Episode mit bekommen und die meisten waren mittlerweile auch schon weiter gefahren. Martin allerdings hatte mal wieder der Ehrgeiz gepackt und er umrundete das Feld voller Büsche, um sich weiter oben am Ende des Buschlabyrinths auf die Lauer zu legen. Ehrlich gesagt: Nico und ich hatten nicht einen Schimmer Hoffnung, dass wir die Leodame noch einmal sehen würden. Wieso sollte sie auch genau in diese Richtung laufen? 🙄

Dann meinte Martin plötzlich „The leopard is on the tree!“ – woraufhin ihn seine zwei Begleiterinnen zweistimmig erklärten, dass sie schon wüssten, dass der Leo vorhin am Baum gesessen war, während sie in die falsche Richtung geblickt hatten 😕 . Martin aber lächelte nur schelmisch, hob die Hand, zeigte ins Feld voller Büsche und meinte „She IS on THAT tree!“ Und Tatsache 🤩 …



Auch wenn wir ziemlich weit weg waren, folgen nun einige meiner Lieblingsbilder … man muss ja nicht immer unendlich nah am Tier sein, damit ein schönes Foto entsteht 😁 …



Und als wüsste sie, dass sie fotografiert wird, hat sie sich so richtig schön in Pose geworfen… 😁



Eine richtige Schönheit, oder?



Und dann …



...folgte nach dem fliegenden Vogel....



... tatsächlich noch der fliegende Leopard 🤩 …



… und schon war die Großkatze auf dem Baum ...



und bot vor dem abendlich gefärbten Himmel eine wunderschöne Silhouette 🤩 …



Hach, was war das schön 😁 …



… seufz…



„Ach, ihr fotografiert immer noch?“



Was für ein tolles, tolles Erlebnis! 🤩

Bis zu diesem Moment war mit mir, meiner Kamera, dem Leo am Baum und den Punkten am Leo alles in Ordnung. Selig grinste ich, in den tollen Fotogelegenheiten des Nachmittags schwelgend vor mich hin, während Martin den Wagen umstellte, damit wir die Leodame auch noch von einer anderen Seite fotografieren konnten. Und da passierte es 🙄 … ich guckte durch den Sucher meiner Kamera, fokussierte auf die Miezekatze… drückte den Auslöser … guckte aufs Bild auf dem Display … und 🤨 … die Punkte waren weg 🙄 … !!! Hhhhmmm 😐 … der Blick vorbei an der Kamera zeigte, dass die Katze am Baum aber tatsächlich noch welche hatte 😣 … hhhhmmm 🤨 …. naja … Überbelichten soll helfen 😗 … damit sollte das Bild so hell werden, dass alle Punkte wieder auftauchen würden!!! Also Einstellungen geändert, Blick durch den Sucher, fokussiert, abgedrückt – KEINE PUNKTE ZU SEHEN! 😵 😣 😵

Der Blick vorbei an der Kamera zeigte, dass die Leodame aber nach wie vor sehr wohl Punkte besaß. 😣 Und ein weiterer Blick an der Kamera vorbei zeigte, dass Nicole auf ihrem Kameradisplay sehr wohl Punkte am Leo hatte 😣 😣 😣 . Ich hingegen: KEINE PUNKTE!




Wie wild an den Kameraeinstellungen herum gedrückt: KEINE PUNKTE! … KEINE PUNKTE! … KEINE PUNKTE! … 😣 😵 🙄

Und der Leo am Baum war völlig unbeeindruckt davon, dass ich unter ihm gerade seine Punkte verloren hatte! 😗

Nun habe ich die Tendenz in bestimmten Situationen zu Selbstgesprächen zu neigen 😗 . Wenn ich mit mir selbst oder einem Ergebnis von mir selbst unzufrieden bin, kippt das auch schnell mal in Selbstbeschimpfungen um 😗 😗 … und das tat es hier …

… ganz aufgelöst von meinem Punkteverlust machte ich meinem Ärger um die verlorenen Punkte Luft … Nico stand derweil mit großen Augen 🙄 neben mir und fragte sich, weshalb ihre 1,59 m Reisebegleitung angesichts der phänomenalen Leosichtung direkt vor unseren Augen zum Krawallschlumpf mutierte und „Wo sind meine Punkte?“ vor sich hin bellte, gefolgt von der überaus sinnigen Frage 😗 „Wie kann man denn Punkte verlieren? Da sind doch Punkte an der Katze – wieso hab ich die nicht?“ – und dies – ich muss beschämt gestehen 😗 – in Dauerschleife 😊 ! Nicos Hinweis, dass am Display doch Punkte zu sehen seien, half da GAR nicht – Nico hatte ja Punkte, der Leo hatte seine auch – meine waren verschwunden! 😠

Nachdem es – PUNKTE hin, PUNKTE her - mittlerweile zu dunkel zu fotografieren geworden war und wir außerdem schon fast ein bisschen zu spät dran waren, verabschiedeten wir uns von der wunderhübschen Leodame und fuhren zur Unterkunft. Aber meine PUNKTE ließen mich nicht los … ich weiß gar nicht mehr, was ich der armen Nico und mir selbst alles zum Thema PUNKTE erzählt habe … aber ich hörte bis zur Ankunft an unserem Chalet nicht auf mit mir selbst und den doofen PUNKTEN zu zetern und zu schimpfen 😊 . Nicole verschwand dann – verständlicherweise – sehr schnell unter die Dusche, wo sie sich wahrscheinlich sehr intensiv überlegte, wie sie möglichst schnell eine große Pfanne organisiert bekommen könnte, um sie mir einmal auf den Hinterkopf zu pfannen in der Hoffnung damit alle Punkte in der Steffi wieder her stellen zu können.

Ich hingegen setzte mich mümpfelnd aufs Bett, schaltete die Kamera ein und ließ die Bilder noch einmal Revue passieren … bis zu dem Zeitpunkt, wo ich die Punkte verloren hatte. Aber Moment einmal 🙄 … da waren tatsächlich Punkte am Leopard 🙄 … nicht nur auf einem … nein … so ziemlich auf fast allen Fotos 🙄 🙄 🙄 (okay … im späteren Verlauf meiner PUNKTE-Panik waren die Kameraeinstellungen so wild geworden, dass tatsächlich teils weder Leo NOCH Punkte auf manchen Bildern zu sehen waren 😗 😎 ) … aber definitiv … der Leo hatte auch auf meinen Fotos und an meinem Display Punkte …

Guckt selbst: Definitiv Punkte



Keine Ahnung, was für einen Knick in der Optik ich da hatte während der Pirschfahrt, aber das waren so was von definitiv PUNKTE auf meinen Bildern! 🙄 😗



Nachdem ich also demütigst bei Nicole zu Kreuze kroch und ihr mitteilte, dass ich nun doch noch PUNKTE in meiner Kamera gefunden hätte 😊 😊 😊 , wurde ich erst einmal – ich muss ja zugeben völlig zu Recht und verdientermaßen – fleißig ausgelacht. Und ich fürchte, so ganz werde ich meinen PUNKTEverlust auch nie loswerden – auch wenn sie mir seither nicht noch einmal abhandengekommen sind! 😗

Vor dem Abendessen unterhielten wir uns bei einem Gläschen Wein noch ein bisschen mit den drei Briten an der Bar, zu denen zwischenzeitlich ein älterer, schottischer Herr dazu gestoßen war, den wir im Park schon des Öfteren mit einem sehr markanten Fahrzeug gesehen hatte, welches mit dem Namen eines Giraffen-Recherche-Programms bedruckt war. Tatsächlich stellte sich heraus, dass der Schotte dieses Programm leitete und es sich dabei um seine Doktorarbeit handelte.

Und noch interessanter: Dieser nette Herr kannte wirklich so gut wie alle Giraffen im Park und hatte ihnen allen Namen gegeben. Das fand ich toll! 🤩 Und der war so begeistert von seinem Projekt und seinen Giraffen – das war richtig mit reißend. 😁

Und so kam es tatsächlich so weit, dass er mir unsere fotografierten Giraffen bestimmte 😁 … ich muss zugeben, die meisten Namen sind mir recht schnell wieder entfallen 😊 – aber ihr erinnert euch an die zwei entscheidungsunwilligen Giraffen vom ersten Tag … denen hier?

Der hier – der heißt tatsächlich Tweety Pie! 🤩



Das Abendessen war wie immer recht lecker und bald darauf fielen wir auch schon wieder ziemlich fertig ins Bett, was angesichts der Aufregungen des Tages – Wilddogs, Affenattacken, fliegende (!!!) Vögel, Leos im Baum und Punkteverlust – ja auch irgendwie nachvollziehbar ist!

Tag 5 bringt uns folgende neue Abenteuer:
• Ein Traum wird wahr! 🙂
• Wir wechseln Park und damit Unterkunft
• Die Vogeldichte sinkt, dafür steigt die Rhinodichte stark an 😉
• Und wir treffen die letzten ihrer Art

Liebe Grüße von
der punktelosen Steffi und der pfannenbewaffneten Nicole 😉
Teil 1127. Apr. 2015
Tag 5: Samburu NR – Sweetwaters Game Reserve
Übernachtung: Sweetwaters Tented Camp

Teil I
Oder auch: Ein Traum wird wahr!


Unser letzter Morgen im Samburu brach an. Mit einer gewissen Wehmut begaben wir uns pünktlich um sechs zu unserer letzten Pirschfahrt in diesem schönen Park.

An diesem Morgen präsentierte sich der Park recht ruhig – was uns aber angesichts der Tiersichtungs-Aufregung der vergangenen Tage ganz gelegen kam. So konnten wir die Szenerie des Parks noch einmal in vollen Zügen genießen. 🙂

Martin wollte noch einmal versuchen unsere Leodame zu pirschen – jede Menge Leospuren, frisch wie alt, fanden wir auch, aber die Großkatze schien an diesem Morgen keine Lust auf Paparazzi zu haben und führte uns ein bisschen an der Nase herum. 😣

Dann, als wir gerade beschlossen hatten noch einmal hinunter in Richtung Flussbett zu fahren, durchfuhr es mich plötzlich wie ein Blitz! 🤩

Diese Rundungen! 🤩 Dieser strammen Oberschenkel! 🤩 Dieser knackige Hintern! 🤩 Diese wohlgeformten Po-Backen! 🤩 Und ER STAND! 🤩 🤩

Ladies und Gentlemen – aber hauptsächlich Ladies 😗 : Ich präsentiere die Querseite, die wohl jedes Herz weiblicher Gerenuks höher schlagen lässt 😎 :



Mein Tag war gerettet 😄 – mein Samburu-Traum wahr geworden! Zum Schluss hatte mir der Samburu doch noch mein stehendes Gerenuk gegönnt … danke Tiersichtungsfee und danke du knuffiger Gerenuk-Bock. 😁

Denn er war schon ein wirklich sehr hübsches Exemplar von Gerenuk …



… und es war tatsächlich sehr interessant an zu sehen, wie die Antilope mit ihren Hufen sehr geschickt die Äste teilte um an die leckersten Blätter zu gelangen… 😁



… und Herr Gerenuk stand da wirklich sehr lange auf zwei Beinen bis er sich entschloss, doch wieder in den 4-Huf-Gang zu wechseln 😁 …



… selbst im Abgang war er noch elegant! 😄



Ich darf feststellen: Wenn sie mich nicht gerade boykottieren, sind Gerenuks schon wirklich bezaubernd hübsche Antilopen – ich mag die! 😁



Auf dem Weg zum Fluss trafen wir noch auf einen Baum voller kleiner Täubchen…zuweilen ein bisschen kopflos 😗 😎 ...


Namaqua Dove - Kaptäubchen



… und auf dieses Hühnchen hier, das ausgiebig unseren Abschied bekrähte 😄 …


Yellow-necked Spurfowl - Gelbkehlfrankolin

Ja und zu guter Letzt auf Familie Elefant…



… die einen vorlauten kleinen Nachwuchsdickhäuter mit im Gepäck hatten, der für einige Lacher bei uns im Auto sorgte durch seine Tapsigkeit und Frechheit 😁 …



So einen kleinen Knuffel muss man doch einfach lieb haben, oder? 😁



Aus irgendwelchen Gründen waren meine beiden Begleiter aber dagegen, den Elefantenspatz auf die Rücksitzbank zu packen, zu knuddeln und mit nach Hause zu nehmen 🙄 😕 😛 . Okay, ich denke bei seiner Mama und seinen Tanten ist er am Ende des Tages auch besser aufgehoben 😎 … aber … hach … 😗 !


Mit dem Abschied von unserer Elefantenfamilie war unser letzter Game Drive im Samburu auch zu Ende und wir fuhren zurück zur Lodge!

Im nächsten Teil geht es dann auf zu neuen Ufern … äh … Wasserlöchern! 😉

Liebe Grüße
Steffi mit Nicole am Auslöser 😉
Teil 1229. Apr. 2015
Tag 5: Samburu NR – Sweetwaters Game Reserve
Übernachtung: Sweetwaters Tented Camp

Teil II
Oder auch: On the road again!


Bevor wir die Samburu Game Lodge verlassen und uns in Richtung neuer, unbekannter Gefilde begeben, möchte ich noch ein paar kurze Worte zu unserer Unterkunft der ersten drei Tage verlieren und ein kleines Fazit ziehen.



Auch wenn es sich bei der Samburu Game Lodge um eine größere Unterkunft handelt, so fanden wir unseren Aufenthalt dort sehr schön. Die Lage direkt am Flussbett ist genial 😁 – und mehr als einmal konnten wir beim Frühstück oder Lunch Elefanten und andere Tiere am gegenüberliegenden Ufer beobachten.

Die Zimmer sind vielleicht nicht mehr die Allerneuesten, aber sie sind sehr großzügig und picobello sauber gewesen. 🙂

Hier unser Häuschen (unser Zimmer machte davon die Hälfte aus) von außen.



Die Anlage war sehr gepflegt und bot auch so einige tierische Action mit Mangusten, Affen und sonstigem Kleingetier.



Vor den streitsüchtigen Affenmamis möchte ich aber noch einmal nachdrücklich warnen 😛 – die scheinen keinerlei Respekt vor Menschen unter 1.60 Meter zu haben! 😵 😎



Das Essen gab’s immer in Buffetform, immer reichlich und es war immer gut 😁 ! Hier das Restaurant von außen:



Großer Pluspunkt dieser Lodge war für mich das Personal: Auch wenn es eine größere Unterkunft war, waren die Mitarbeiter dort unglaublich nett und – wenn auch manchmal etwas verpeilt 😄 – so doch immer sehr serviceorientiert und schafften es, dass schnell eine persönliche Note aufkam und wir uns sehr wohl dort fühlten.

Ich weiß nicht, wie die Unterkunft ist, wenn sie ganz voll ist – bei uns dürfte sie etwa halb voll gewesen sein (das ließ sich aber schwer schätzen) … aber ich würde ohne zu zögern dort jederzeit wieder unterschlüpfen für zwei, drei Nächte. 🙂

Den Samburu fand ich als Park einfach nur atemberaubend schön landschaftlich und ein tolles Kontrastprogramm im Hinblick auf die Landschaften die noch folgen sollten. 3 Nächte und 2 ganze Tage waren für uns perfekt – weniger würde ich eher nicht empfehlen, da die An- und Abfahrt schon sehr zeitraubend ist und der Park wirklich viel bietet.

Im Nachbarpark dem Buffulo Springs NR waren wir auf Empfehlung vor Martin nicht – und haben es angesichts der Tiersichtungen auf unserer Seite des Flusses auch in keinem Augenblick bereut.

Tja, und damit hieß es Abschied nehmen vom Samburu. Wir verabschiedeten uns von der Lodge und den Mitarbeitern und ab ging es zu unserem nächsten Ziel: Dem Sweetwaters Games Reserve.

Der Weg dorthin führte uns über durch stark von Landwirtschaft geprägte Landschaft am Mount Kenya.



Für uns recht amüsant war, dass Martin – der aus der Gegend dort stammt – gefühlt jeden zweiten Passanten auf der Straße und entgegenkommenden Fahrer kannte 😁 . Okay, als uns einmal ein Polizist hinterher fuhr, war uns kurz etwas mulmig zumute 🙄 – aber auch dieser stellte sich witzigerweise als alter Schulfreund von Martin heraus, der ihn im Vorbeifahren erkannt hatte 😄 .

Impression von unterwegs mit dem Mount Kenya...



Und der Mount Kenya in voller Pracht – sehr freundlich vom Berg, dass er kurz aus seinem Wolkendach spitzte, um uns „Hallo“ zu sagen 😁 …



Überhaupt: Mittlerweile war das Eis definitiv im Wagen gebrochen und wir hatten ziemlich viel Spaß auf der drei- bis vierstündigen Fahrt 😁 . Gegen Mittag kamen wir dann in Sweetwaters an. Wie wir während der Anreise erfahren hatten, arbeitete Martins Bruder hier als einer der Ranger, die zum Schutz der Nashörner im Park abgestellt worden waren. Leider erfuhren wir am Gate, dass er gerade auf Einsatz irgendwo im Park war, sodass Martin ihn nicht treffen konnte (der aktuelle Standort der Rhino-Wächter bleibt sinnigerweise immer unter Verschluss).

Die Rhinos sind sicherlich DER Grund um Sweetwaters bzw. das Laikipia-Plateau (Sweetwaters ist nur ein privates Games Reserve von mehreren, die sich als Verbund zusammengeschlossen haben) zu besuchen. Denn im Unterschied zu anderen Parks und Reservaten in Kenia gibt es hier aktuell wieder einen beachtlichen Bestand der grauen Giganten – was nicht zuletzt auch am intensiven Schutz der Tiere dort liegt. Denn leider, leider ist die Wilderei ein großes Problem, welches den gerade etwas erholten Bestand der Nashörner in Kenia, stark bedroht.



Aber ich will nichts vorausgreifen – denn zuerst hieß es einchecken im Sweetwaters Tented Camp. Wir verabschiedeten uns von Martin, verabredeten uns für die Nachmittagspirschfahrt, checkten ein, bezogen unser Zelt...





... und dann hieß es erst einmal Mittagessen. Das Essen im Sweetwaters Tented Camp fanden wir – trotz der Größe der Anlage – erstaunlich gut 😁 . Wie schon in Samburu wurde das Essen in Buffetform angeboten – mit einer riesigen Auswahl und echt leckeren Sachen 🙂 …

Und – ohne Worte 😗 … Nicos Nachtisch …



… und mein Nachtisch! (ich denke, es kann niemand leugnen, dass ICH viel weniger auf dem Teller hatte 😗 😗 😗 )



Im nächsten Teil geht es dann auf Rhino-Nachmittagspirsch… 🙂

Liebe Grüße
Steffi mit Nico im Schlepptau 😉

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