arche-fotoThemenstarter32 Beiträge · seit 201412. März 2015 · #1Aus aktuellem Anlaß mal eine Warnung. Hatte vor paar Tagen in Namibia einen Strauß mit einem solchen auszufechten als der ganz plötzlich auf mich losging. So ein brünftiges Mistviech ist weit schneller als man laufen kann. Die treten einem mit ihren messerscharfen Riesenkrallen in den Unterleib und ich habe nun einige mächtig blaue Flecke, wenige Zentimeter fehlten und ich hätte im Knapenchor mitsingen können!
Hab mich dem Tier nur erwehren können indem ich ihn am Hals packte und runterdrückte, dann hinterm Kopf wo ich dem auch noch die Luft nahm, so konnte er seine Krallen nicht mehr zum Einsatz bringen. Der Gockel hatte dann irgendwann genug, ich ließ wieder los und hielt ihn mir mit einem Stein-Bombardement auf Abstand.
Wenn ich dran denke wie viele Landwirte selbst in Brandenburg eine Straußenfarm betreiben und ich da nie Warnschilder gesehen habe!
Besonders aggressiv sind die wenn Unterschenkel und Schnabel gerötet sind.
Helfen soll gegen Strauß-Attacken: sich flach auf den Boden legen oder seinen Hut auf einem Stock (oder den Arm) hoch über den Kopf halten. Alles was größer als sie ist gehen sie wohl nicht an…
beste Grüße an alle und immer sicheres Reisen -
wünscht Burkhart
Swakop19522'664 Beiträge · seit 201212. März 2015 · #2🤩 🤩 😄 😄 😄 😄 😄 😄 😄 😄 😄 😄
Das ist doch die absolute Ausnahmesituation, niemals die Regel.
Kommt vor wenn man nicht unterscheiden kann zwischen Haustier und Wildtier.
Strauße mögen nun einmal nicht gestreichelt werden.
Zu jedem Tier muß man halt Abstand halten, selbst der Hausstier kann durchdrehen und Dich auf die Hörner nehmen. 😛
arche-fotoThemenstarter32 Beiträge · seit 201412. März 2015 · #3Ja Ja, das kennt man schon - der Betroffene soll dann auch immer noch gleich der Dumme sein...
Muß dazu sagen daß ich nicht der große Tierfreund bin und am liebsten immer Abstand halte.
Der Farmer meinte aber als ich dem von der oben erwähnten "Ausnahmesituation" erzählte:
Solche Attacken kämen von Wildtieren wohl eher selten. Diese Tiere hier sind allerdings auf der Farm groß gezogen worden (tragen Halsmarken) - und da sei mit sowas eher zu rechnen. Muß man halt nur wissen...
kalachee1'059 Beiträge · seit 200612. März 2015 · #4Hallo
Mich würde interessieren, wo das passiert ist und wie es dazu gekommen ist. Rein interessehalber, denn dazu schreibst du nichts. Auf freiem Feld? Auf einer Campsite? Beim Radfahren, Wandern? Aus irgend einem Grund musst du dem Tier ja zu nahe gekommen sein.
Nur, damit ich mir die Situation etwas besser vorstellen kann.
Liebe Grüsse
Sam
arche-fotoThemenstarter32 Beiträge · seit 201412. März 2015 · #5War auf der Farm hier zu Fuß Patronenhülsen der Schutztruppe suchen und hatte die Nase mehr auf dem Boden. Diesen Hahn bekam ich erst mit als der etwa 50 m von mir würdevoll näher stolzierte. Als er für meine Begriffe zu nah war ging ich hinter einen großen Busch. Der dann immer langsam um den Busch rum - und ich immer in die andere Richtung, das ging eine ganze Weile so. Später warf er sich balzend in die Knie und ich entfernte mich - da saust der plötzlich wie ein Wirbelwind heran und so kam es zum fight...
Wollte heut nachmittag wieder zu den Patronenhülsen (fand Vormittag 10 Stück, alle zw. 1893 und 1902, teils aus Spandau) da standen dort gleich zwei von den Mistviechern. Hab ich mir halt was anderes vorgenommen...
beste Grüße - v. Burkhart
magic-vibes582 Beiträge · seit 201012. März 2015 · #6Hallo Burkhart,
vielleicht merken die Strauße, dass du sie für Mistviecher hälst.... 😉
Sonnige Grüße aus Swakopmund,
Volkere
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arche-fotoThemenstarter32 Beiträge · seit 201412. März 2015 · #7arche-foto schrieb:War auf der Farm hier zu Fuß Patronenhülsen der Schutztruppe suchen und hatte die Nase mehr auf dem Boden. Diesen Hahn bekam ich erst mit als der etwa 50 m von mir würdevoll näher stolzierte. Als er für meine Begriffe zu nah war ging ich hinter einen großen Busch. Der dann immer langsam um den Busch rum - und ich immer in die andere Richtung, das ging eine ganze Weile so. Später warf er sich balzend in die Knie und ich entfernte mich - da saust der plötzlich wie ein Wirbelwind heran und so kam es zum fight...
Die Farmerin hat meine zerfetzte Hose wieder zusammen geflickt und mir Kühlsalbe gegeben.
Wollte heut nachmittag wieder zu den Patronenhülsen (fand Vormittag 10 Stück, alle zw. 1893 und 1902, teils aus Spandau) da standen dort gleich zwei von den Mistviechern. Hab ich mir halt was anderes vorgenommen...
beste Grüße - v. Burkhart
ftl5347 Beiträge · seit 201412. März 2015 · #8Man hüte sich vor Straußen....
Vielen Dank für Deinen Beitrag.
Ein Freund (Biologe) wurde Mitte der '90er im Empty Quarter von einen Strauß attackiert.
Der Strauß war 300 Meter entfernt, hat sich ihm genähert und attackiert. Dort gab es keine Büsche und Steine und er hat um sein Leben gekämpft. Glücklicherweise hat ein Expeditionsteilnehmer seine Abwesenheit bemerkt, ist ihm zur Hilfe gekommen und der Strauß ist geflüchtet.
Man hüte sich vor Straußen....
Liebe Grüße
Rene
chamäleon20112'497 Beiträge · seit 201112. März 2015 · #9Hallo,
während unseres ersten Namibiaurlaubs 2011 hat uns eine Gastgeberin erzählt, dass eine Mitarbeiterin der Nachbarfarm schwer verletzt im Krankenhaus läge nach einer heftigen Strauß-Attacke, und bestimmt nicht, weil sie mit dem Tier schmusen wollte. Was für ein Glück, dass es bei Dir etwas glimpflicher abgegangen ist. Ich habe vor diesen Tieren auch eine heiden Respekt.
Liebe Grüße
Karin
Würde sollte niemals ein Konjunktiv sein.
Namibia 2016: Infos zu Auto+Camps+die "Jahrhundertsichtung"
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BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200612. März 2015 · #10arche-foto schrieb:War auf der Farm hier zu Fuß Patronenhülsen der Schutztruppe suchen und hatte die Nase mehr auf dem Boden. Diesen Hahn bekam ich erst mit als der etwa 50 m von mir würdevoll näher stolzierte. Als er für meine Begriffe zu nah war ging ich hinter einen großen Busch. Der dann immer langsam um den Busch rum - und ich immer in die andere Richtung, das ging eine ganze Weile so. Später warf er sich balzend in die Knie und ich entfernte mich - da saust der plötzlich wie ein Wirbelwind heran und so kam es zum fight...
... ziemlich krasse Sache, dass sich der Strauß von selbst aus dieser Entfernung näherte. Ich habe mal gelesen, dass durch Strauße mehr Menschen ums Leben kämen als durch Löwen und Krokodile.
Rettet Menschenleben - esst mehr Straußenfleisch ... 😉
Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Swakop19522'664 Beiträge · seit 201213. März 2015 · #11Wolfgang, Du hast ja immer Dein Fahrrad dabei. Da kannst Du abhauen 😄 😛
Der Strauß ist eines der wirklich dümmsten Tiere mit dem im Verhältnis zum Körper kleinsten Hirn.
Wenn es Steine gibt, es den Schwarzen nachmachen und den Strauß mit Steinen bewerfen. Ein bis zwei schmerzhafte Treffer lassen ihn normalerweise flüchten.
Burkhart hat es schon richtig gemacht und ihn am Hals gepackt (wenn man denn dran kommt) und den Kopf in Richtung Boden drücken. Die verlieren dann sehr schnell die Orientierung und werden handzahm, besonders wenn man ihnen einen Hut über den Kopf stülpt.
Aber wirklich, es ist eine Ausnahme daß einen so ein Vieh angreift, normalerweise flüchten sie vorher.
Ob der nicht die Tollwut hatte? 🤪 😄
Montango1'667 Beiträge · seit 201113. März 2015 · #12BikeAfrica schrieb:
Rettet Menschenleben - esst mehr Straußenfleisch ... 😉
Gruß
Wolfgang
Hier auch gleich ein leckeres Rezept dazu 😉 :
Mariniertes Straussenfilet:
Den Knoblauch abziehen und in dünne Scheiben schneiden. Die Rosmarinnadeln abstreifen. Die Zitrone heiß abwaschen, trocken reiben und die Schale mit einem Sparschäler dünn abziehen.
Die Filets waschen, trocken tupfen und in einen Gefrierbeutel legen. Olivenöl, Lorbeerblätter, Knoblauchscheiben, Rosmarin und Zitronenschale verrühren und zu den Filets in den Gefrierbeutel gießen, gut verschließen und über Nacht im Kühlschrank marinieren.
Die Filets abtropfen lassen. In einer heißen Pfanne von jeder Seite ca. 3 - 4 Minuten braten, salzen. Die Filets können auch gegrillt werden.
Guten Appetit
Montango
Swakop19522'664 Beiträge · seit 201213. März 2015 · #13Wer den Lebendgeruch von so einem Vieh in der Nase hatte ißt ihn auch nicht mit Knoblauch aus der Pfanne. 😄
kalachee1'059 Beiträge · seit 200613. März 2015 · #14Hallo Burkhart
Puuuh, krasse Sache! Vielen Dank für die Auflösung.
Mir ist klar, dass Strausse sehr gefährlich und aggressiv sein können. Mich hat einfach der Hergang des Angriffs interessiert.
Dann weiterhin viel Glück bei der Patronenhülsensuche und vor allem ohne weiteren Angriffe!
Liebe Grüsse
Sam
arche-fotoThemenstarter32 Beiträge · seit 201413. März 2015 · #15Hallo Wolfgang, Danke für die anlinkung Deiner homepage. Werde mir Deine Rad-Touren gelegentlich mal ansehen, brauche bloß erst wieder richtiges internet...
alles Gute - wünscht Burkhart