Hilux oder Ranger?

8 Antworten · 5'106 Aufrufe · gestartet 09. März 2015 von Holzbein
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Themenstarter30 Beiträge · seit 201509. März 2015 · #1
Hallo,
wir planen eine tour durch Botswana und Namibia und ich kann mich beim Mietwagen nicht entscheiden zwischen Toyota Hilux und Ford Ranger. Beide sind mit Campingausstattung und Dachzelten. Wir reisen mit 2 Erwachsenen und 3 Kindern, der Ford hat angeblich auch 5 Gurte (obwohl in allen Beschreibungen immer nur von 4 Gurten die Rede ist).
Hat jemand einen Tip für mich ? Ist der Ranger möglicherweise so schwer, dass sich dadurch der Parkeintritt verteuert?
Vielen Dank
33,1k Beiträge · seit 200609. März 2015 · #2
Hallo Holzbein,

willkommen im Forum!
Hilux - da schlichtweg Toyota die Automarke Nr. 1 im südlichen Afrika ist und es an jeder Ecke eine Werkstatt gibt.

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
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1'455 Beiträge · seit 200609. März 2015 · #3
Hallo Holzbein,
ich dachte, beide Fahrzeuge sind ähnlich schwer, je nach Motor und Modell sind es zwischen 1900 und 2100kg, also wurscht.

LG Jens
22 Beiträge · seit 201509. März 2015 · #4
Hallo,

Der Ford ist breiter, hat mehr Bodenfreiheit und der Einstiegsdiesel ist deutlich kräftiger als beim Hilux. Das Allradsystem ist etwas schlechter. Wenn es einen Defekt gibt, verlierst Du wahrscheinlich mehrere Urlaubstage, weil das Ding besonders in Botswana kaum jemand reparieren kann.

Grüße

L.
1'455 Beiträge · seit 200609. März 2015 · #5
Das stimmt, Namibia ist auf jeden Fall Toyota-Land. Und der Hilux ist deutlich weiter verbreitet als der Ford. Nicht nur bei Mietwagen.
LG Jens
Themenstarter30 Beiträge · seit 201510. März 2015 · #6
Vielen Dank für Eure Tips, ich habe 2 Fahrzeuge zur Auswahl: Toyota Hilux von "Southern Off-Road" (4x4hire.co.za - früher: "Just Done It" ) in Cape Town - die Firma hat mir ein Freund empfohlen, der dort gute Erfahrungen gemacht hatte - allerdings vor ca 9 Jahren. Hier im Forum lese ich fast nur negatives - allerdings auch schon ca 5 Jahre her. Weiß jemand, ob die Firma inzwischen besser arbeitet? Angeblich ist kein Hilux älter als 3 Jahre. Aber auch in 3 Jahren kann sowas ja ganz schön versiffen und herunterkommen.
Ich will den Wagen in Harare übernehmen, und es wäre äußerst unerfreulich, wenn ich erst vor Ort merke, dass der Wagen Schrott ist oder nicht da oder die Hälfte fehlt.
Auf meine Nachfrage hat mir mein Ansprechpartner erklärt, dass die Firma "just done it" 2011 von "Southern Off-Road" übernommen wurde und dass sie höchsten Wert auf Kundenzufriedenheit legen.

Das andere ist der Ford Ranger von drivesouthafrica.co.za zum etwa gleichen Preis, angeblich neues Fahrzeug mit max. 30000 km. Muss mich allmählich entscheiden. Der E-Mail-Kontakt läuft mit beiden Firmen sehr gut und zuverlässig.

Die Fahrt soll übrigens von Harare nach Cape Town gehen - Route steht noch nicht fest. Tips auch hierzu (und zu Übernachtungsplätzen) sind mir auch sehr willkommen.
zuletzt bearbeitet 10. März 2015
Themenstarter30 Beiträge · seit 201504. Sept. 2015 · #7
Nachdem alles super geklappt hat möchte ich hier noch kurz meine Erfahrungen mitteilen. Wir haben uns für den Ford Ranger vom Vermittler drivesouthafrica.co.za entschieden. Das Fahrzeug wurde wie vereinbart aus Südafrika nach Harare gebracht. Da die Bezahlung verständlicher Weise im Voraus erfolgen musste, war meine größte Sorge, am Ende ohne Auto dazustehen. Um eine Wagenübergabe bei Dunkelheit zu vermeiden, hatte ich den Wagen nicht an den Flughafen bestellt, sondern erst für den Tag nach unserer Ankunft für 10 Uhr direkt ins Hotel. Allerdings kam der Wagen statt morgens um 10 dann erst abends um 7 Uhr an, wir mussten unsere Pläne also "leicht modifizieren". Ich war trotzdem sehr froh, dass das Auto überhaupt mit "nur" 9 Stunden Verspätung ankam, und muss dem Vermittler zugute halten, dass erstens die Kommunikation jederzeit ausgezeichnet funktionierte, er sich vorbildlich für uns eingesetzt hat und eine Rückzahlung von 200 Euro geleistet hat. Letzten Endes haben wir es locker genommen, so ist Afrika. Der Fahrer war sehr erschöpft, er hatte zuerst die Nacht an der Grenze verbringen müssen (die nachts geschlossen ist, hätte er wissen können), und dann ein unagenehmes Erlebnis mit der simbabwischen Polizei, weil kein zweites Warndreieck im Wagen war. Er hat geschworen, nie wieder nach Simbabwe kommen zu wollen (ich hoffe, er überlegt sich das nochmal).
Das Fahrzeug selbst war in einem ausgezeichneten Zustand, hatte noch keine 10 000 km drauf und war sehr clever und durchdacht ausgestattet. Das zeigte sich ganz besonders beim täglichen Aufbau der Dachzelte, eine Sache von wenigen Minuten. Da hatte ich schon manchmal Mitleid mit den Toyota-Fahrern, die dafür deutlich länger brauchten.
Der eigentliche Vermiter war übrigens Avis Safari Rentals, das Angebot über den Vermittler drivesouthafrica.co.za war aber sehr viel günstiger als ein Angebot von Avis direkt.
Auch bei der Rückgabe gab es keinerlei Probleme, kein Gemecker wegen irgendwelcher Kratzerchen, die man sich beim Vorbeifahren an dornengestrüpp schon mal einfängt. Nicht mal die Pauschale für eine starke Verschmutzung des Fahrzeugs mussten wir bezahlen, und die Kiste war dreckig, aber Hallo! Nach 4 Wochen Tour überwiegend durch sandiges Gebiet, da sammelt sich einiges an. Insgesamt haben wir fast 5000 km zurückgelegt, dabei keine einzige Panne oder sonstige Probleme mit dem Auto - das war mal richtig gut.
Also mein Fazit: würde ich jederzeit wieder so machen.
566 Beiträge · seit 201304. Sept. 2015 · #8
Interessante Zusammenfassung. Bin momentan auch am Suchen des passenden Autos und hab dabei auch den Ranger von Avis im Visier. Tendiere momentan aber noch zum Land Cruiser. Daher mal die Frage, welche Strecke seid ihr in Zimbabwe und Botswana gefahren?

LG Mogambo
Themenstarter30 Beiträge · seit 201504. Sept. 2015 · #9
In Simbabwe zuerst im Gebiet Chirumanzu (zwischen Mvuma und Masvingo, dort 8 Tage durch die Gegend gefahren), dann über den Hwange-Park (Sinamatella, Robin's Camp) zum Grenzübergang Pandamatenga. In Botswana dann über Kasane in den Chobe-Park nach Linyanti und Savuti - ziemlich viel tiefer Sand. Ich hatte zwar vorher gelesen, dass man dafür den Reifendruck reduzieren muss, vor Ort hatte ich es aber dann doch vergessen. Bin darum auch einmal stecken geblieben und musste mich frei schaufeln - wäre wohl nicht passiert, wenn ich daran gedacht hätte. Compressor ist übringens an Bord.
Die abenteuerlichste Strecke war aber später die in Namibia, von Buitepos nach Mata Mata Border Post, Südafrika. Die ergoogelte strecke schien uns genial, war aber leider so nicht fahrbar - plötzlich gab es einen Sperrzaun, den wir ca 50 Kilometer richtung Wresten auf einer verdammt schiefen Sandpiste entlanggefahren sind. Aber mit dem Auto ging auch das, wir hatten unseren Spaß, kamen nur leider zu spät an der Grenze an.
Es gab noch weitere tolle Strecken bis Kapstadt, im Namaqua-Nationalpark. Die Blumen dort sind der Hammer!
Ich hoffe, das hilft Dir weiter.